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EP 0 411 366 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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09.03.1994 Patentblatt 1994/10 |
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Anmeldetag: 13.07.1990 |
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Falzapparat zum Herstellen von längs- und/oder quergefalzten Produkten
Folder for the production of longitudinally and/or transversely folded products
Plieuse pour la fabrication de produits pliés longitudinalement et/ou transversalement
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB IT LI SE |
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Priorität: |
01.08.1989 DE 3925398
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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06.02.1991 Patentblatt 1991/06 |
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Patentinhaber: MAN Roland Druckmaschinen AG |
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63012 Offenbach (DE) |
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Erfinder: |
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- Schneider, Eckhard
D-8901 Stadtbergen (DE)
- Saalfrank, Erwin
D-8902 Neusäss (DE)
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 517 000 FR-A- 2 507 963
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DE-B- 2 640 110
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Falzapparat zur Erzeugung längsgefalzter und/oder quergefalzter
Produkte, dem über einen Falztrichter eine oder mehrere übereinanderliegende Druckträgerbahnen
zuführbar sind, der einen mit einem Schneidzylinder zusammenwirkenden Punktur- und
Falzmesserzylinder, sowie einen letzterem nachgeordneten Falzklappenzylinder und eine
zweite Längsfalzvorrichtung aufweist, wobei dem z.B. vier Abschnittlängen im Umfang
umfassenden Punktur- und Falzmesserzylinder auch ein Schneid- und Punkturzylinder
zur Auslage nur einmal längsgefalzter Produkte zugeordnet ist, dessen Umfang sich
zum Umfang des Punktur- und Falzmesserzylinders wie z.B. 3:4 verhält.
[0002] Aus der deutschen Patentschrift 25 17 000 ist ein Falzapparat der oben bezeichneten
Gattung bekannt, der sich für "Acht-Seiten-Maschinen" und insbesondere für "Sechzehn-Seiten-Maschinen"
einsetzen läßt. Mit diesem bekannten Falzapparat ist es jedoch u.a. nicht möglich,
zweimal am Umfang geschnittene Falzprodukte mit einem Querfalz zu versehen, d.h. zum
Beispiel von DIN A4 auf DIN A5, also auf 1/2-Format zu falzen, und zwar vorzugsweise
unter Erzeugung des Querfalzes an der längeren Seite des DIN A5 Formates. Derartige
Formate werden bekanntlich z.B. für den Postversand hergestellt. Durch diese Begrenzung
der Variabilität hinsichtlich der Falzmöglichkeiten kann somit die an sich maximal
mögliche Produktivität der eingangs spezifizierten Falzapparate nicht voll ausgenutzt
werden.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es deshalb, den Falzapparat der eingangs spezifizierten
Gattung so weiterzubilden, daß insbesondere auch zweimal am Umfang geschnittene bereits
mit einem Längsfalz versehene Falzprodukte durch einen Querfalz von DIN A4 Format
auf DIN A5 Format gefalzt werden können, wobei vorzugsweise der Falz des DIN A5 Produktes
an der längeren Seite entstehen soll und wobei bezogen auf den eingangs genannten
Stand der Technik lediglich ein zusätzlicher Zylinder benötigt werden soll.
[0004] Diese Aufgabe wird durch die Anwendung der Merkmale des Kennzeichens des Patentanspruchs
gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus der Beschreibung in Verbindung
mit den Zeichnungen. In diesen zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Falzapparates;
- Fig. 2
- eine detailliertere Darstellung eines Teiles des in Fig. 1 gezeigten Falzapparates
und
- Fig. 3
- ein mit dem erfindungsgemäßen Falzapparat hergestelltes Falzprodukt.
[0005] Der in den Zeichnungen schematisch dargestellte Falzapparat ist zwischen zwei Seitenwänden
I und II angeordnet und umfaßt einen Falztrichter 1 zur Erzeugung eines ersten Längsfalzes,
hinter dem Trichtereinlaufwalzen 2 zu sehen sind. Hinter diesen befinden sich in herkömmlicher
Weise angeordnete Zugwalzenpaare 3 und 4, zwischen denen zur Erzeugung einer Querperforation
ein Walzenpaar 5 vorgesehen ist.
[0006] Eine oder mehrere aufeinanderliegende, über den Falztrichter 1 einlaufende Bahnen
17, die von einer "Acht-Seiten-Maschine oder einer "Sechzehn-Seiten-Maschine" zugeführt
werden, gelangen zwischen einen Schneidmesserzylinder 6 und einen Punktur- und Falzmesserzylinder
7, an denen sie am Umfang, z.B. auf DIN A3 Format geschnitten werden. Die aus einer
oder mehreren bedruckten Bahnen 17 zugeschnittenen Exemplare können in einem Fall
in herkömmlicher Weise über einen Falzklappenzylinder 8, dem ein Greifer- und Falzmesserzylinder
9 zugeordnet ist, einer zweiten Längsfalzeinrichtung 10 zugeleitet werden, so daß
quer- und zweimal längsgefalzte Produkte herstellbar sind, die über ein Auslagesystem
11 ausgegeben werden können.
[0007] Des weiteren besteht alternativ die Möglichkeit, die bedruckten Bahnen 17 einem ebenfalls
an den Punktur- und Falzmesserzylinder 7 angestellten Schneid- und Punkturzylinder
12 zuzuführen. Nach dem Zuschnitt auf DIN A4 Format konnten beim eingangs genannten
Stand der Technik dann die nur mit einem Längsfalz versehenen Exemplare auf ein Auslagesystem
14 ausgelegt werden. Gemäß der Erfindung ist dem Schneid- und Punkturzylinder 12 ein
besonderer Punktur- und Falzklappenzylinder 13 nachgeordnet, über den die gemäß der
Erfindung hergestellten in Fig. 3 gezeigten Falzexemplare 25 auslegbar sind. Des weiteren
weist der Schneid- und Punkturzylinder 12 in erfindungsgemäßer Weise jeweils zwischen
zwei benachbarten Punkturen 16, mit jeweils einem Schneidmesser 18 Falzmesser 21 auf.
Mit Hilfe der Schneidnuten 19 des Punktur- und Falzmesserszylinders 7 und den Schneidmessern
18 des Schneid- und Punkturzylinders 12 wird in der Zentrale A der Zylinder 7 und
12 die Druckträgerbahn 17 zweimal am Umfang geschnitten, so daß ein Falzexemplar mit
DIN A4 Format entsteht, das mit einem Längsfalz versehen ist. Die durch die Punkturen
16 ggf. aufgenadelten Exemplare werden dann durch die Falzmesser 21 an den in neuartiger
Weise mit Falzklappen 22 ausgestatteten Punktur- und Falzklappenzylinder 13 übergeben,
so daß das auf DIN A4 zugeschnittene Falzexemplar mit einem Querfalz herstellbar ist,
der sich entlang der längeren Seite des somit auf DIN A5 Format gefalzten Falzexemplars
25 (Fig. 3) befindet. Soll keine Falzung auf DIN A5 Format erfolgen, so kann mit Hilfe
der Punkturen 23 des Punktur- und Falzklappenzylinder 13 an der Stelle C durch entsprechende
Steuerung der Auslegezungen 24 das lediglich mit einem Längsfalz versehene Falzprodukt
auf das Auslagesystem 14 abgelegt werden.
[0008] Der Umfang des Schneid- und Punkturzylinders 12 verhält sich zum Umfang des Punktur-
und Falzmesserzylinders 7 wie 3:4 und der Umfang des mit Falzklappen 22 versehenen
Punktur- und Falzklappenzylinder 13 verhält sich erfindungsgemäß zum Umfang des mit
Falzmessern 21 versehenen Schneid- und Punkturzylinders 12 wie 4:3. Andere geeignete
Zylinderverhältnisse sind denkbar.
[0009] Falls die zuerst erwähnte Produktion mit dem zweiten Längsfalz 10 durchgeführt werden
soll, werden die einmal am Umfang von einer "Acht-" oder "Sechzehn-Seiten-Maschine"
kommenden geschnittenen Exemplare mit Hilfe der Punkturen 15 des Punktur- und Falzmesserzylinders
7 erfaßt und durch die am Falzmesser 20 in die nicht näher dargestellten Falzklappen
des Falzklappenzylinders 8 übergeben, wonach die Weiterverarbeitung in der zweiten
Längsfalzeinrichtung 10 erfolgen kann. Es versteht sich, daß bei der erfindungsgemäßen
Produktionsweise, d.h. bei der Führung der Exemplare über die Zylinder 12 und 13 die
Punkturen 15 des Punktur- und Falzmesserzylinders 7 deaktiviert werden müssen und
nur die Punkturen 16 des Schneid- und Punkturzylinders 12 erfassen die Exemplare,
die anschließend durch die neuartigen Falzmesser 21 in die Falzklappen 22 des Punktur-
und Falzklappenzylinder 13 übergeben werden, falls das in Fig. 3 dargestellte Falzexemplar
25 erzeugt werden soll.
[0010] Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Schneid- und Punkturzylinders 12 mit
Falzmesser 21 und der Verwendung von Falzklappen 22 in dem diesem nachgeordneten Punktur-
und Falzklappenzylinder 13 kann somit die Produktivität eines Falzapparates wesentlich
erhöht werden.
1. Falzapparat zur Erzeugung längsgefalzter und/oder quergefalzter Produkte, dem über
einen Falztrichter (1) eine oder mehrere übereinanderliegende Druckträgerbahnen (17)
zuführbar sind, der einen mit einem Schneidzylinder (6) zusammenwirkenden Punktur-
und Falzmesserzylinder (7) sowie einen letzterem nachgeordneten Falzklappenzylinder
(8) und eine zweite Längsfalzvorrichtung (10) aufweist, wobei dem vier Abschnittlängen
im Umfang umfassenden Punktur- und Falzmesserzylinder (7) auch ein Schneid- und Punkturzylinder
(12) zur Auslage nur einmal längsgefalzter Produkte zugeordnet ist, dessen Umfang
sich zum Umfang des Punktur- und Falzmesserzylinders (7) wie 3:4 verhält, dadurch
gekennzeichnet, daß dem Schneid- und Punkturzylinder (12) ein jeweils zwischen zwei
Punkturen (23) Falzklappen (22) aufweisender Punktur- und Falzklappenzylinder (13)
nachgeschaltet ist, wobei der Schneid- und Punkturzylinder (12) jeweils zwischen benachbarten
Schneidmessern (18) und Punkturen (16) Falzmesser (21) aufweist und sich der Umfang
des Punktur- und Falzklappenzylinders (13) zum Umfang des Falzmesser (21) aufweisenden
Schneid- und Punkturzylinders (12) wie 4:3 verhält.
1. Folding apparatus for producing longitudinally folded and/or cross folded products,
to which apparatus one or several superimposed print carrier webs (17) can be conveyed
via a former (1) having a needle and folding blade cylinder (7) co-operating with
a cutting cylinder (6), and a folding jaw cylinder (8) connected downstream of the
needle and folding blade cylinder, and a second longitudinal folding device (10),
wherein a cutting and needle cylinder (12) for the delivery of products longitudinally
folded only once is also assigned to the needle and folding blade cylinder (7), which
includes four sector lengths over the circumference, the circumference of the cutting
and needle cylinder being in the ratio of e.g. 3:4 to the circumference of the needle
and folding blade cylinder (7), characterised in that a needle and folding jaw cylinder
(13) having folding jaws (22) respectively between two needles (23) is connected downstream
of the cutting and needle cylinder (12), the cutting and needle cylinder (12) having
folding blades (21) respectively between adjacent cutting blades (18) and needles
(16), and the circumference of the needle and folding jaw cylinder (13) stands in
the ratio 4:3 to the circumference of the cutting and needle cylinder (12) having
folding blades (21).
1. Plieuse destinée à produire des produits pliés en long et/ou en travers, à laquelle
une bande (17) de support d'impression, ou plusieurs bandes (17) de support d'impression
superposées peuvent être acheminées en passant sur un cône de pliage (1), qui comprend
un cylindre de pointure et à lames de pliage (7) coopérant avec un cylindre de coupe
(6), ainsi qu'un cylindre à poches de pliage (8), placé en aval du cylindre (7), et
qu'un deuxième dispositif de pliage en long (10), dans laquelle, au cylindre de pointure
et à lames de pliage (7), qui présente quatre longueurs de segment sur sa circonférence,
est associé un cylindre de coupe et de pointure (12) destiné à éjecter les produits
qui ont été pliés une seule fois en long, et dont la circonférence est dans le rapport
de 3:4 avec la circonférence du cylindre de pointure et à lames de pliage (7), caractérisé
en ce qu'en aval du cylindre de coupe et de pointure (12), est placé un cylindre de
pointure et à poches de pliage (13) qui présente des poches de pliage (22) dans les
intervalles entre deux pointures (23), le cylindre de coupe et de pointure (12) présentant
des lames de pliage (21) entre les lames de coupe (18) et les pointures (16) voisines,
et la circonférence du cylindre de pointure et à poches de pliage (13) étant dans
le rapport de 4:3 avec la circonférence du cylindre de coupe et de pointure (12) qui
présente les lames de pliage (21).

