[0001] Die Erfindung betrifft eine flüssigkeitsdichte Auffangwanne für schütt-, riesel-
und/oder fließfähige, insbesondere umweltgefährdende Stoffe, bestehend aus einem
Wannenboden und Seitenwänden.
[0002] Angewandt werden solche Auffangwannen zum Auffangen von auslaufenden Stoffen, z.B.
Chemikalien aus Produktionsanlagen, z.B. bei Störfällen. Auch können die Auffangwannen
als Lagerbehälter für Chemikalienfässer und Abfallstoffe auf Deponien oder als Zwischenlager
verwendet werden. Eine Gefährdung des Grundwassers durch auslaufende Chemikalien
oder giftige oder schädliche Stoffe aus undichten Behältern und Fässern kann dadurch
verhindert werden. Bei bekannten Auffangwannen ist eine regelmäßige Überprüfung erforderlich,
da das Material und die Schweißstellen durch thermische oder auch mechanische Beanspruchung
oder durch Korrosion nachgeben und die Wanne gegebenenfalls undicht werden kann.
[0003] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Auffangwanne der eingangs
erwähnten Art zu schaffen, bei der die Beanspruchung insbesondere von Verbindungsstellen
durch Spann- und Zugkräfte, vor allem aufgrund thermischer, aber auch mechanischer
Belastung vermindert ist und die höheren Belastungen ausgesetzt werden kann.
[0004] Die Lösung dieser Aufgabe besteht im wesentlichen darin, daß zumindest der Wannenboden
und gegebenenfalls die Seitenwände aus einem von Rohrträgern gebildeten Stützgerippe
besteht, dessen Zwischenräume durch eingeschweißte Platten zu geschlossenen Wandflächen
verbunden sind, und daß die Platten zu Wannen geformt sind, deren Seitenwandungen
mit ihren äußeren Rändern oder Oberkanten an die Rohrträger angeschweißt sind.
[0005] Da die Platten zu Wannen geformt sind, sind sie insbesondere bei Wärmebeanspruchungen
soweit nachgiebig, daß die insbesondere als Kehlnaht ausgebildeten Schweißnähte entlastet
bleiben. Durch Wärmeschwankungen auftretende Maßänderungen können von diesen Einzelwannen
in sich aufgefangen werden. Dennoch ist auch eine hohe mechanische Belastung aufgrund
des Stützgerippes möglich. Besonders zweckmäßig ist es dabei, wenn der Wannenboden
aus zwischen den Rohrträgern und den Seitenwänden und/oder Randprofilen eingefügten
Boden-Platten insbesondere aus Blech gebildet ist und wenn die Boden-Platten zur Aufnahme
von Wärmebewegungen oder thermischen Belastungen Verformungen, z.B. Falten, Falze
oder Abkantungen haben. Schon jeweils eine Abkantung oder Umbiegung an jedem Plattenrand
führt zu der bereits erwähnten wannenförmigen Ausbildung dieser Platten und verleiht
der Platte die gewünschte Nachgiebigkeit gegenüber Wärmespannungen etwa in ihrer Orientierungsrichtung
bei gleichzeitig guter Belastbarkeit quer zu ihrer Oberfläche.
[0006] Die Schweißnähte zum Verbinden der Platte mit dem Stützgerippe und dessen Rohrträgern
können von der Innenseite der Auffangwanne her zugänglich sein und in Gebrauchsstellung
an der Oberseite dieser Verbindungsstelle angeordnet sein. Entsprechend gut zugänglich
sind die Schweißnähte für Überprüfungen auf Dichtigkeit. Außerdem ist bei einer solchen
Anordnung auch eine nachträgliche Montage am Einsatzort möglich. Außerdem ergibt
sich dadurch eine gewünschte V-förmige Querschnittsform der Schweißnaht, wenn die
von oben nach unten schräg gegen die Rohre geneigten Blechränder der Boden-Platten
mit der Rohroberseite im Querschnitt einen rechten oder gar spitzen Winkel bilden.
[0007] Die Seitenwandungen der Boden-Platten können mit deren Boden oder Oberfläche einen
rechten oder stumpfen Winkel zwischen 90
o und 150
o, insbesondere 115
o, gegebenenfalls 135
o bilden. Dies ergibt einerseits die gewünschte Stabilität in Verbindung mit dem aus
Rohrträgern bestehenden Stützgerippe und andererseits gleichzeitig die gute thermische
Nachgiebigkeit in Orientierungsrichtung der Oberflächen der Boden-Platten, bei der
Wärmespannungen von der Richtungsänderung zwischen der wesentlichen Plattenfläche
und ihrer Seitenwandung aufgefangen werden kann, um die Schweißnähte zu entlasten.
[0008] Der Erfindung liegt dabei auch die Aufgabe zugrunde, eine Auffangwanne der eingangs
erwähnten Art unter Beibehaltung ihrer Vorteile auch im Bereich von Umschlag-, Umlade-
und Umfüllstationen anwenden zu können, wo beispielsweise gefährliche Stoffe von
einem Lastkraftwagen auf Eisenbahnwagen, auf Schiffe oder auch umgekehrt von solchen
Transportmitteln auf Lastkraftwagen umgeladen werden müssen, ohne daß dabei die Gefahr
bestehen darf, daß bei Unachtsamkeiten oder Unfällen umweltgefährdende Stoffe in den
Boden gelangen.
[0009] Zu diesem Zwecke ist die eingangs erwähnte Auffangwanne dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest die den Boden der Auffangwanne aussteifenden Rohrträger wenigstens
teilweise in diesen versenkt sind und der Boden der Auffangwanne befahrbar ist.
[0010] Somit kann eine derartige Auffangwanne den Bereich einer Umschlag- oder Umfüllstation
bilden, so daß die Lastkraftwagen beim Be- oder Entladen mit derartigen Stoffen praktisch
ganz oder teilweise in diese Wanne einfahren können und eventuell beim Umladen neben
dem Lastkraftwagen herabfallende Fässer oder herabfließende schädliche Stoffe in
die Auffangwanne und nicht auf ungeschützten Boden gelangen. Demgemäß hat diese Auffangwanne
natürlich eine Größe, die größer als die eines zu beladenden oder zu entladenden Lastkraftwagens
ist. Zum Beispiel könnte die Auffangwanne etwa rechteckig sein und eine Größe von
z.B. 5 x 8 m haben. Für größere Lastkraftwagen könnte sie aber auch noch größer sein.
[0011] Für den Fall, daß die Auffangwanne als Löschwasserrückhaltebecken eingesetzt werden
können soll, könnten entsprechend abgewandelte Abmessungen und gegenbenenfalls entsprechend
hohe Seitenwände an der Wanne vorgesehen werden.
[0012] Eine besonders zweckmäßige, für die Befahrbarkeit günstige Gestaltung der Auffangwanne
kann darin bestehen, daß am Wannenrand ein die Seitenwand bildendes, flaches Tragprofil
insbesondere am Umfang der Wanne umlaufend vorgesehen ist, welches eine überfahrbare
Höhe gegenüber dem Wannenboden hat, die z.B. 2 bis 4 oder 5 cm oder mehr beträgt.
Somit kann ein Lastkraftwagen bequem über dieses Rand-Tragprofil zunächst in das Innere
der Wanne fahren, zumindest bis seine Ladefläche vollständig innerhalb des Umrisses
der Wanne angeordnet ist. Ebenso leicht kann das Fahrzeug anschließend die Wanne
wieder verlassen, indem es die Rand-Tragprofile wieder überfahren kann, da deren Überstand
gegenüber dem Wannenboden im Randbereich der Wanne überfahrbar ist und beispielsweise
die Höhe eines flachen Bordsteines hat. Gegebenenfalls kann dabei sogar der zum Wanneninnere
weisende Teil des Randprofiles abgeschrägt oder abgerundet sein.
[0013] Besonders einfach und für die Stabilität der Auffangwanne günstig ist es, wenn das
am Wannenrand umlaufende, diesen bildende Tragprofil ein flaches, im Querschnitt vorzugsweise
viereckiges Hohlproil ist, wobei dessen innere obere Kante - wie bereits erwähnt -
gegebenenfalls abgerundet oder abgeschrägt ist. Dies ergibt nicht nur einen sehr
stabilen umlaufenden Wannenrand oder Rahmen für die Auffangwanne, sondern erleichtert
in noch zu beschreibender Weise die Verbindung mit den im Wannenboden befindlichen
Rohrträgern, die nämlich stumpf an die Seitenflächen solcher viereckiger Hohlprofile
angeschweißt sein können.
[0014] Um bei einer überfahrbaren Höhe eine ausreichende Steifigkeit und Stabilität auch
unter der Belastung eines über das Tragprofil fahrenden Kraftfahrzeuges zu erreichen,
ist es vorteilhaft, wenn das umlaufende Tragprofil im Querschnitt eine größere Breite
als Höhe hat und die Breite beispielsweise etwa 1 1/2 mal oder doppelt so groß wie
die Höhe dieses Profiles ist.
[0015] Da der Wannenrand wegen der erfindungsgemäßen Überfahrbarkeit nur niedrig ist, also
das Aufnahmevolumen der Wanne trotz einer relativ großen Grundfläche begrenzt ist,
ist es vorteilhaft, wenn sie eine insbesondere durch ihre Längsmitte verlaufende Ablaufrinne
hat, die vorzugsweise in einen Ablaufsumpf, insbesondere in einen an einer Wannenstirnseite
angeordneten Ablaufsumpf mündet, und wenn der Wannenboden von den Außenrändern zu
dieser Ablaufrinne hin geneigt ist und diese ihrerseits ein zu dem Sumpf führendes
Gefälle hat. Selbst größere Mengen überlaufender Stoffe oder Flüssigkeiten können
also problemlos von der Wanne aufgefangen und abgeleitet werden. Der Ablauf an der
Wanne ist auch vorteilhaft, wenn diese unter freiem Himmel installiert ist, weil dann
auch eventuelle Niederschläge die Wanne nicht vorzeitig füllen.
[0016] Die das Stützgerippe für die Wanne bildenden Rohrträger können insbesondere parallel
zueinander und etwa rechtwinklig zu der Ablaufrinne und dem Auffangsumpf angeordnet
sein und dem Gefälle des Wannenbodens folgend ihrerseits schräg vom Außenrand der
Wanne zu der Auffangrinne hin geneigt sein, z.B. mit einem Gefälle von etwa 1 % bis
10 %, insbesondere etwa 2 %. Ein vergleichbares Gefälle kann die Auffangrinne ihrerseits
in Richtung zu dem Ablaufsumpf haben.
[0017] Zur weiteren Stabilisierung und Aussteifung des Wannenbodens insbesondere auch im
Bereich der Auffangrinne können parallel zu der Auffangrinne und quer zu den zu ihr
führenden Rohrträgern in Längsrichtung der Wanne verlaufende, unter das Bodenniveau
versenkte Rohrträger angeordnet sein. Wenn diese unmittelbar entlang dem Rinnenprofil
verlaufen, ergibt sich eine entsprechend gute Aussteifung, die die Schwächung des
Wannenbodens durch die in ihn eingeformte Rinne ausgleichen.
[0018] Vor allem bei Kombination des stabilisierenden Stützgerippes aus Rohrträgern mit
den ihrerseits wannenförmige geformten Boden-Platten beziehungsweise an diesen angeordneten
Verformungen zur Aufnahme von Wärmebewegungen oder thermischen Belastungen werden
in vorteilhafter Weise die Verbindungsstellen die einzelnen, die Auffangwanne bildenden
Teile, insbesondere deren Schweißstellen, keinen Überlastungen unterworfen, wenn Temperaturschwankungen
auftreten. Darüber hinaus kann sich ein so gestalteter Boden der Auffangwanne auch
gut örtlichen Überlastungen anpassen, wenn beispielsweise die Räder eines Lastkraftwagens
darüber fahren und die Boden-Platten nicht ganz genau an ihrem Untergrund aufliegen.
Dabei können die Bodenplatten oder Bodenbleche zwischen den parallelen Rohrträgern
angeordnet sein und im Bereich der Rohrträger zu diesen hin weisende Abbiegungen oder
Abkantungen haben, welche stumpf auf die Außenseiten der vertieft angeordneten Rohrträger
stoßen und dort verschweißt sind. Da auf diese Weise jedes Bodenblech zwischen zwei
Rohrträgern zwei einander entwa entgegensetzte derartige Abkantungen hat, kann es
in Querrichtung der Rohrträger auftretende Wärmebewegungen gut auffangen, ohne daß
die Schweißnähte überlastet werden. In entsprechender Weise sind Abkantungen am Randprofil
und an in Längsrichtung der Wanne, also quer zu den parallelen Rohrträgern liegenden
Rohrträgern vorzusehen.
[0019] Eine für die Installation der Wanne zweckmäßige Weiterbildung kann darin bestehen,
daß an der in Gebrauchsstellung unteren Seite der - gegenüber dem Wannenboden vertieft
angeordneten - Rohrträger unterhalb der sie verbindenden Platten oder Bleche Befestigungsflansche
für eine Bodenverankerung, insbesondere in Bodennuten oder dergleichen angeordnet,
z.B. angeschweißt sind. Die gegenüber dem Blechboden versenkten Rohrträger, die also
an der Unterseite des Bodens überstehen, können somit gleichzeitig zur Bodenverankerung
der Wanne in entsprechenden Bodenvertiefungen benutzt werden. Wenn nämlich die gesamte
Wanne einschließlich ihrer Ränder in einen Betonboden oder dergleichen versenkt ist,
braucht ein Fahrzeug beim Einfahren in der Wanne keinen Überstand zu überwinden, sondern
lediglich von dem Wannenrand auf den vertieften Wannenboden zu fahren. Lediglich
beim Ausfahren aus der Wanne ist dann der schon erwähnte Überstand am Wannenrand zu
überfahren. Da dieser Überstand über dem Wannenboden aber nur ca. 2 bis 5 cm beträgt
und gegebenenfalls 8 cm betragen könnte, ist er von einem Fahrzeugrad bequem zu überfahren,
insbesondere dann, wenn die obere innere Kante dabei abgeschrägt oder abgerundet ist.
Für den Fall, dßß die Wanne nicht in eine Bodenvertiefung installiert, sondern lediglich
auf einer flachen Fläche aufgestellt werden soll, wobei die erwähnten Befestigungsflansche
dann als Standfüße oder Standflächen dienen können, ist es vorteilhaft, wenn an wenigstens
einem Wannenrand eine Auffahrplatte insbesondere lösbar befestigt oder angeschweißt
ist. Somit ist auch das Einfahren in eine solche nicht versenkte Wanne entsprechend
einfach.
[0020] Damit die Ablauf- oder Auffangrinne im Inneren der Wanne eine genügende Größe haben
kann, ohne die Räder eines eingefahrenen Fahrzeuges zu gefährden oder selbst von
diesen gefährdet zu werden, ist es vorteilhaft, wenn die Ablaufrinne eine Auflage
zum Abstützen eines sie nach oben abdeckenden Gitterrostes oder dergleichen etwa
auf dem Niveau des Wannenbodens hat. Somit ist sogar der Bereich der Ablaufrinne befahrbar.
[0021] Es wurde schon erwähnt, daß die Boden-Rohrträger mit ihren nach außen weisenden Stirnseiten
stumpf auf das Randprofil treffen und mit diesem insbesondere verschweißt sein können.
Um dabei einen größstmöglichen Überstand des Randprofiles zu erreichen, ist es vorteilhaft,
wenn die Unterseite des umlaufenden, vorzugsweise hohlen Tragprofiles zu Begrenzung
und Bildung des Wannenrandes etwa bündig mit der Unterseite der Boden-Rohrträge in
dem äußeren Randbereich der Wanne ist.
[0022] Dabei können die Boden-Rohrträger einen runden Querschnitt haben und ihr Durchmesser
kann insbesondere etwa der halben HÖhe der Rand-Tragprofile entsprechen. Werden diese
Rohrträger beim Überfahren teilweise stärker belastet, vor allem falls sie mit ihren
nach oben weisenden Wandbereichen noch etwa auf der Höhe des Wannenbodens liegen,
können sie solche Belastungen aufgrund des runden Querschnittes gut aufnehmen. Ebenso
ist die Befestigung der abgekanteten Ränder der Blechbodenplatten einfach und die
bei Wärmebewegungen und Verformungen der Abkantungen dieser Bodenbleche auftretenden
Kräfte können in bestmöglicher Weise etwa radial in solche runden Rohre eingeleitet
werden.
[0023] Um eine solche Wanne mit ausreichender Größe erst am Ort ihrer Installation montieren
zu können, können die Schweißnähte zur Verbindung der in Gebrauchsstellung nach unten
abgebogenen Verbindungsblech-Platten und den Boden-Rohrträgern an der Oberseite dieser
Verbindungsstelle angeordnet sein.
[0024] Dies ergibt außerdem die gewünschte V-förmige Querschnittsform der Schweißnaht,
da die von oben nach unten schräg gegen die Rohre geneigten Blechränder mit der Rohroberseite
im Querschnitt einen rechten oder gar spitzen Winkel bilden können.
[0025] Die am Rand umlaufenden und diesen bildenden Tragprofile können vertikale Ankerlöcher
oder dergleichen zum Befestigen und Verankern beispielsweise in einer Bodenvertiefung
haben. Darüber hinaus ist es möglich, wenigstens einen Füllstutzen am Randprofil,
insbesondere in einer Ecke der rechteckigen Wanne, vorzusehen, um die Dichtigkeit
der Wanne und ihres Stützgerippes durch eingeleitetes Gas zu überprüfen. Dies ist
dann möglich, wenn die Rohrträger mit dem Randprofil im Inneren verbunden sind und
unterhalb des Wannenbodens Austrittsöffnungen für ein entsprechendes Gas haben. Um
eine Spaltkorrosion beim Schweißen der Wanne, sofern diese aus Edelstahl besteht,
von unten her auszuschließen, kann durch die Öffnung ein Inert- oder Formiergas geleitet
werden. Dies ist zweckmäßig, um eine Sicherung der Güte an den Edelstahlschweißnähten
zu erzielen.
[0026] Um die Auffangwanne ohne großen technischen Aufwand wie z.B. Ausbau oder Demontage
immer wieder auf Dichtigkeit und auch Korrosion überprüfen zu können, also ihre Belastbarkeit
auch nach einer bestimmten Betriebsdauer überprüfen zu können, ist es zweckmäßig,
wenn undichte Stellen in der Auffangwanne durch den Nachweis eines unter dem Wannenboden
aus den Rohrträgern ausströmenden Prüfgases mit einem Gasdetektor auffindbar sind.
Dazu ist es zweckmäßig, wenn die Rohrträger an der Unterseite der Auffangwanne mit
Bohrungen versehen sind. Ferner können die Rohrträger eine leicht zugängliche Öffnung
zum Befüllen des jeweiligen Hohlraumes der Rohre mit dem Prüfgas aufweisen. Wenn dabei
die Hohlräume der Rohrträger miteinander verbunden sind, können die Rohrträger als
Leitungssystem für das Prüfgas verwendet werden.
[0027] Somit wird ein Verlegen eines Leitungssystemes oder eines störanfälligen, nicht lange
haltenden Schlauchsystemes an die Unterseite der Auffangwanne eingespart. Ein Prüfgas
kann einfach, beispielsweise durch den Füllstutzen oder in anderer Weise in das Stützgerippe
der Rohrträger eingeleitet werden, wodurch es aufgrund der Anordnung der Rohre in
Relation zu den Boden-Platten unter die Auffangwanne gelangt und nunmehr im Inneren
der Wanne an ihrer Oberseite geprüft werden kann, ob dieses Gas an irgend einer Stelle
durch den Wannenboden durchtreten kann.
[0028] Bei einer Ausführungsmöglichkeit kann eine Außenwand an den Wandrohrträgern befestigt
sein, und zwar zustäzlich zu den zwischen den Rohrträgern befindlichen Blech-Platten,
um auch an dieser Stelle eine Überprüfung auf Dichtigkeit mit Gas durchführen zu können.
Dabei kann die Auffangwanne in einem Becken beispielsweise aus Beton stehen. Das verwendete
Prüfgas kann Helium sein. Durch die Außenwand oder die Anordnung in einem Becken
kann das Prüfgas auch seitlich nicht entweichen. Helium ist als Inertgas aufgrund
seiner physikalischen Eigenschaften als Prüfgas besonders günstig.
[0029] Für eine mit höherer Seitenwand ausgestattete Auffangwanne kann eine Ausgestaltung
darin bestehen, daß der obere Rand der Seitenwände der Auffangwanne mit einer Winkelleiste
oder einem Rohr als Abschlußträger versehen ist. Dabei können die Rohrträger und die
sie verbindenden Platten aus korrosionsfestem Stahl bestehen. Dadurch wird die Stabilität
und Beständigkeit der Auffangwanne erhöht.
[0030] Ein weiterer mit der Erfindung erzielter Vorteil liegt insbesondere darin, daß unter
auf Stützen aufgebaute Chemieanlagen eine erfindungsgemäße Auffangwanne ohne Schwierigkeiten
nachträglich eingebaut werden kann, indem ihr Stützgerippe und die diese verbindenden
Platten unter der Chemieanlage zusammengeschweißt werden. Das gleiche gilt für eine
nachträgliche Installation relativ großer befahrbarer Wannen an Umladestationen.
Das umständliche und oftmals unmögliche Einbauen ganzer Auffangwannen mit deren aufwendigem
Transport entfällt. Dabei kann das Stützgerippe den geometrischen Anforderungen angepaßt
werden, so daß Auffangwannen in allen Abmessungen ohne Verwendung speziell angefertigter
Teile hergestellt werden können.
[0031] Nachstehend ist die Erfindung mit ihren ihr als wesentlich zugehörenden Einzelheiten
in zwei Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung näher beschrieben.
[0032] Es zeigt in zum Teil schematisierter Darstellung:
Fig. 1 die Draufsicht eines ersten Ausführungsbeispieles einer Auffangwandd,
Fig. 2 die Auffangwanne gemäß Fig. 1 in Seitenansicht,
Fig. 3 eine zwischen zwei Rohrträgern angeordnete und an diesen angeschweißte Blech-
oder Boden-Platte, wobei die Rohrträger im Querschnitt dargestellt sind,
Fig. 4 einen Teilschnitt durch den Wannenboden der Auffangwanne mit Ansicht auf die
von diesem aufsteigende Seitenwand,
Fig. 5 eine Detaildarstellung des Wannenbodens mit einem horizontal verlaufenden Rohrträger
des Wannenbodens und einem aufsteigenden Rohrträger der Seitenwand,
Fig. 6 einen Querschnitt des oberen Randes der Seitenwand der Auffangwanne mit seiner
Befestigung an einer Vertiefung im Beton,
Fig. 7 einen Querschnitt einer Ablaufrinne, die im Wannenboden unterhalb von dessen
Niveau verläuft,
Fig. 8 in schaubildlicher Darstellung einen Ausschnitt einer Auffangwanne mit einem
Teil des Bodens und einer Seitenwand, wobei die Rohrträger und von den Bodenplatten
abgekantete Bereiche oberhalb des untersten Niveaus des Wannenbodens angordnet sind,
Fig. 9 eine Draufsicht einer abgewandelten Ausführungsform einer Auffangwanne, die
in eine betonierte Vertiefung eingefügt und befahrbar ist und einen rechteckigen Grundriß
hat,
Fig. 10 einen Querschnitt der in Fig. 9 dargestellten Auffangwanne quer zu einer durch
ihre Längsmitte verlaufenden Ablaufrinne,
Fig. 11 einen Teillängsschnitt der Auffangwanne gemäß den Figuren 9 und 10 mit einem
Querschnitt der Rohrträger und der sie verbindenden Bodenbleche für eine Befahrbarkeit
mit bis zu 10 t Radlast, sowie
Fig. 12 einen Teil-Längsschnitt der Wanne im Bereich der zentralen Ablaufrinne und
eines an deren Ende angeordneten Ablaufsumpfes.
[0033] Eine im ganzen mit 1 bezeichnete flüssigkeitsdichte Auffangwanne kann schütt-, riesel-
und/oder fließfähige, insbesondere umweltgefährdende Stoffe auffangen, die beispielsweise
aus chemischen Produktionsanlagen auslaufen oder im Bereich einer Verladestation anfallen
können und nicht in den Boden oder das Grundwasser gelangen dürfen.
[0034] Die Auffangwanne 1 hat dazu einen Wannenboden 2 und Seitenwände 3 sowie ein Stützgerippe
oder -gitter aus Rohrträgern 4 oder dergleichen Hohlprofilen.
[0035] Dabei sind in beiden Ausführungsbeispielen jeweils übereinstimmende Teile auch bei
abweichender Formgebung oder Profilierung mit übereinstimmenden Bezugszahlen gekennzeichnet.
[0036] In beiden Ausführungsbeispielen sind die am Wannenboden 2 längs und quer verlaufenden
Rohrträger 4 sowie auch die an den Seitenwänden 3 befindlichen Rohrträger 4 aus Rohren
mit rundem Querschnitt mit 15 mm bis 200 mm Durchmesser gebildet und an ihren Kreuzungsstellen
oder Ansatzstellen miteinander verschweißt, bilden also ein zu beliebiger Größe aufbaubares
Stützgerippe oder -gitter, welches gut in den Figuren 1 und 9 jeweils auch in Verbindung
mit Fig. 2, 10, 4 und 11 erkennbar ist. In dieses Stützgerippe, also zwischen die
Rohrträger 4 sind in beiden Ausführungsbeispielen am Wannenboden 2 Bodenplatten 9,
beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 bis 8 auch in den Seitenwänden 3 derartige Blechplatten
9 mit einer Spannweite von z.B. ca. 1,5 m eingesetzt, die mit ihren äußeren Rändern
an den Rohrträgern 4 anliegen und mit jeweils einer Schweißnaht 14 an diesen befestigt
sind. Die Boden- oder Blech-Platten 9 haben dabei Abkantungen 10, die im Ausführungsbeispiel
nach Fig. 1 bis 8 einen Winkel von etwa 110
o zu der eigentlichen Plattenfläche bilden. Schwingungen, mechanische und thermische
Verformungen der Auffangwanne werden so nicht oder kaum auf die Schweißnähte 14 übertragen,
sondern von den Abkantungen 10 und der sich daraus ergebenden Nachgiebigkeit der Blech-Platten
9 aufge fangen.
[0037] Diese entsprechend verformten Blech-Platten 9 werden durch Hochbiegen und Verschweißen
an den aneinanderstoßenden Kanten der jeweils abgekanteten Randbereiche aus Blechplatten
hergestellt.
[0038] Die Rohrträger 4 sind im Bodenbereich an Haltern oder Befestigungsflanschen 11 befestigt.
Der obere Rand 18 der Seitenwände 3 der Auffangwanne 1 nach Ausführungsbeispiel gemäß
den Figuren 1 bis 8 ist zur Verstärkung mit einer Winkelleiste 14 versehen, die zusätzlich
die nach oben offenen Rohrträger 4 der Seitenwand 3 verschließt.
[0039] Die Innenhöhlungen oder Hohlräume der Rohrträger 4 können mit einem Inertgas befüllt
werden, das sich durch in den Rohrträgern 4 unter der Auffangwanne 1 befindliche Bohrungen
17 unter dieser Auffangwanne 1 über deren gesamte Fläche verteilen kann. Die an der
Unterseite des Wannenbodens 2 vorhandenen Bohrungen 17 haben z.B. einen Durchmesser
von etwa 2 1/2 mm und einen Abstand von etwa 40 cm zueinander. Zweckmäßigerweise wird
als Inertgas Helium oder das zum Schweißen übliche Formier- oder Schutzgas verwendet.
Mit einem handelsüblichen, als Lecksuchgerät ausgebildeten Gasdetektor kann das durch
korrodierte oder gerissene Stellen des Wannenbodens 2 oder auch der abgedichteten
Seitenwand 3 in die Auffangwanne 1 eindringende Gas nachgewiesen werden. Sind alle
inneren Hohlräume der Rohrträger 4 miteinander verbunden, braucht das Prüfgas nur
an einem Rohrträger in das Stützgerippe eingeleitet zu werden. Die am oberen Rand
der Auffangwanne 1 offenen Wandrohrträger 1 müssen dabei selbstverständlich verschlossen
sein oder, falls sie üblicherweise offen sind, vor einer solchen Prüfung verschlossen
werden.
[0040] In Fig. 7 erkennt man eine an zwei Rohrträgern 4 im Bereich des Wannenbodens 2 angeschweißte
Abflußrinne 6 im Querschnitt.
[0041] Das Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 9 bis 12 unterscheidet sich von dem nach
den Figuren 1 bis 8 zunächst dadurch, daß die Seitenwände 3 erheblich niedriger sind.
Die Auffangwanne 1 gemäß den Figuren 9 bis 12 soll vorwiegend im Bereich einer Verladestation
eingesetzt werden können und befahrbar sein. Damit dies möglich ist, sind die Rohrträger
4, die beim Ausführungsbeispiel nach den Figuren 1 bis 8 über dem tiefsten Niveau
des Wannenbodens 2 zu liegen kommen, in den Wannenboden 2 oder unter den Wannenboden
2 versenkt und dieser Wannenboden 2 ist befahrbar. Somit kann diese Auffangwanne 1
gemäß den Figuren 9 bis 12 im Bereich einer Verladestation ein Lastkraftfahrzeug in
sich aufnehmen, so daß beim Be- oder Entladen herabfallende Stoffe oder undichte Fässer
oder dergleichen keinen Schaden anrichten können.
[0042] Vor allem in Fig.10 erkennt man, daß am Wannenrand ein die Seitenwand 3 bildendes
flaches Tragprofil 5 am Umfang der Wanne 1 umlaufend vorgesehen ist, welches gegenüber
dem Wannenboden 2 eine überfahrbare Höhe von z.B. 2 bis 5 cm oder gegebenenfalls
auch 6, 7 oder 8 cm hat. Für besondere Fälle könnte auch ein Überstand von etwa 10
cm vorgesehen werden, wobei das Überfahren dadurch erleichtert sein könnte, daß die
innere obere Kante dieses überfahrbaren Rand-Tragprofiles 5 abgerundet oder abgeschrägt
sein könnte.
[0043] Im Ausführungsbeispiel nach Fig.9 bis 12 ist dieses am Wannenrand umlaufende, diesen
bildende und rahmenförmig verstärkende Tragprofil 5 ein flaches, im Querschnitt viereckiges
Hohlprofil, welches im Querschnitt eine größere Breite als Höhe hat, wobei die Breite
etwa doppelt so groß wie die Höhe dieses Profiles 5 ist. Geht man beispielsweise von
einer Gesamtbreite der Wanne von etwa 5 m aus, erkennt man, daß das randseitige Hohlprofil
eine Breite von z.B. 6 cm und eine Höhe von etwa 4 cm haben kann, was bedeutet, daß
die Breite etwa 1 1/2 mal so groß wie die Höhe dieses Profiles 5 ist. Die Gesamtlänge
der Wanne kann dabei beispielsweise etwa 8 m betragen. Es sind aber auch andere Größenverhältnisse
und Abmessungen möglich, falls eine Verladestation eine größere Abmessung hat oder
die in die Wanne einfahrenden Fahrzeuge eine größere Abmessung erforderlich machen.
[0044] Entsprechend den Figuren 7, 9,10 und 12 hat die Ablaufwanne eine durch ihre Längsmitte
verlaufende Ablaufrinne 6. Diese mündet an ihrer endseitigen Stirnseite im Bereich
einer Schmalseite der Auffangwanne 1 in einen Ablaufsumpf 7, der ein Ablaufrohr 8
hat. Somit kann erheblich mehr Flüssigkeit in die Wanne 1 fließen, als deren Aufnahmevolumen
beträgt. Auch ist es unschädlich, wenn sich die Wanne im Freien befindet, da sie
nicht durch Niederschläge gefüllt werden kann und dadurch ihre Aufnahmekapazität verliert.
[0045] Der Wannenboden hat gemäß Fig.10 von den Außenrändern zu dieser Ablaufrinne 6 hin
ein Gefälle und auch die Ablaufrinne hat gemäß Fig. 12 ein zu dem Sumpf 7 führendes
Gefälle, welches jeweils etwa 1 % bis 10 %, im Auführungsbeispiel etwa 2 % beträgt.
[0046] Dabei verdeutlicht Fig. 9 und 10, daß die Rohrträger 4 parallel zueinander und etwa
rechtwinklig zu der Ablaufrinne 6 angeordnet sind und dem Gefälle des Wannenbodens
2 folgend ihrerseits schräg von dem Außenrand der Wanne 1 zu der Auffangrinne 6 hin
geneigt sind. Ferner ergibt sich aus dieser Darstellung der Figuren 9 und10 daß parallel
zu der Auffangrinne 6 und quer zu den zu ihr führenden Rohrträgern 2 in Längsrichtung
der Wanne 1 verlaufende, unter dem Bodenniveau versenkte Rohrträger 4 angeordnet sind,
die unmittelbar am Rinnenprofil entlanglaufen können und mit den quer angeordneten
Rohrträgern 4 verschweißt sind, um das schon erwähnte Stützgerippe für die gesamte
Wanne 1 zu bilden.
[0047] In den Figuren11 und 12 ist angedeutet, daß der Wannenboden 2 aus zwischen den Rohrträgern
4 und den Randprofilen 5 eingefügten Bodenplatten 9, insbesondere aus Blech gebildet
ist und daß die Bodenplatten 9 zur Aufnahme von Wärmebewegungen Verformungen,z.B.
Falten, Falze oder - im Ausführungsbeispiel stumpfwinklige - Abkantungen 10 haben.
Jeweils im Bereich zweier von einem derartigen Bodenblech 9 verbundener Rohrträger
4 ist eine derartige Abkantung 10 vorgesehen, so daß das Bodenblechgemäß Fig. 11 seinerseits
eine flache, aber gegenüber dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 bis 8 umgekehrt angeordnete
Wanne bildet und Wärmedehnungen zwischen seinen beiden Abkantungen 10 gut in eine
entsprechende Verformung im Bereich der Abkantung 10 übertragen kann.
Die Bodenplatten 9 oder Bodenbleche sind also zwischen den parallelen Boden-Rohrträgern
4 angeordnet und haben im Bereich der Rohrträger 4 zu diesen hin weisende Abbiegungen
oder Abkantungen 10, welche stumpf auf die Außenseite der vertieft angeordneten Rohrträger
4 stoßen und dort verschweißt sind. Da die Wärmebewegungen bereits von den Abbiegungen
und Abkantungen 10 aufgefangen werden können, werden die Schweißnähte selbst auch
bei extremen Temperaturschwankungen und thermischen Belastungen nicht gefährdet.
[0048] Fig.11 zeigt außerdem, daß an der in Gebrauchsstellung unteren Seite der Rohrträger
4 unterhalb der sie verbindenden Platte 9 Befestigungsflansche 11 für eine Bodenverankerung,
insbesondere in Bodennuten 12 oder dergleichen angeordnet, z.B. angeschweißt sind.
[0049] Diese Flansche 11 könnten aber auch als Füße oder Standflächen dienen, wenn die
Wanne 1 nicht ganz oder teilweise in einen Betonboden oder sonstigen Boden eingelassen,
sondern einfach auf einen flachen Boden aufgestellt werden soll. In einem solchen
Falle ist es dann günstig, wenn an wenigstens einem Rand der Wanne 1 eine im Ausführungsbeispiel
nicht dargestellte Auffahrplatte lösbar befestigt oder aber auch angeschweißt ist.
Somit bleibt auch in einem solchen Falle die Befahrbarkeit der Wanne 1 erhalten.
[0050] In Fig. 9 und 12 ist eine Auflage 13 zum Abstützen eines die Ablaufrinne 6 nach oben
abdeckenden Gitterrostes angedeutet, der vorzugsweise auf dem Niveau des Wannenbodens
2 zu liegen kommt und somit auch den Bereich dieser Ablaufrinne 6 befahrbar macht.
[0051] Für eine stabile und effektive Stützgitterkonstruktion ist die Unterseite des umlaufenden,
vorzugsweise hohlen Tragprofiles 5 zur Begrenzung und Bildung des Wannenrandes etwa
bündig mit der Unterseite der Boden-Rohrträger 4 in dem äußeren Randbereich der Wanne
1. Entsprechend gut läßt sich die Wanne 1 in diesem Bereich auch in eine Bodenvertiefung
einsenken und dort so auflagern, daß die beim Überfahren und Befahren auftretenden
Kräfte ohne Belastung der einzelnen Teile der Wanne 1 in den Boden geleitet werden
können. Dabei sind die Boden-Rohrträger 4 mit ihrer nach außen weisenden Stirnseite
stumpf auf das Randprofil 5 gerichtet und damit verschweißt.
[0052] Für eine ausreichende Druckfestigkeit haben die Bodenrohrträger 4 einen kreisrunden
Querschnitt und ihr Durchmesser beträgt z.B. etwa die halbe Höhe der Rand-Tragprofile
4. Somit ergibt sich der schon erwähnte ausreichende aber auch überfahrbare Überstand
des Randprofiles 5 gegenüber dem Wannenboden 2 unter dessen Niveau die Rohre 4 versenkt
sind.
[0053] In Fig.11 erkennt man, daß die Schweißnähte 14 zur Verbindung der in Gebrauchsstellung
nach unten abgebogenen Verbindungsblech-Platten 9 und den Boden-Rohrträgern 4 an
der Oberseite dieser Verbindungsstelle in einer durch die erwähnte Formgebung etwa
V-förmigen Nut angeordnet sind. Dies ergibt günstige Schweißnähte und erleichtert
eine Montage der Wanne 1 unmittelbar am Ort ihres Einsatzes beispielsweise innerhalb
einer Bodenvertiefung, wo die Unterseite der Wanne zum Schweißen gar nicht zugänglich
wäre.
[0054] In Fig. 9 erkennt man, daß die am Rand umlaufenden und diesen bildenden Tragprofile
5 vertikale Ankerlöcher 15 zum Befestigen und Verankern der Wanne 1 in einer Bodenvertiefung
haben. In Fig. 10 ist angedeutet, daß wenigstens ein Füllstutzen 16 am Randprofil
5, bevorzugt in einer Ecke, wo zwei derartige Randprofile 5 aufeinanderstoßen, vorgesehen
sein kann, um durch die Randprofile und auch die Rohrträger 4 Gas leiten zu können,
welches an Öffnungen 17 der Rohre 4 unterhalb des Wannenbodens 4 austreten kann. Auf
diese Weise läßt sich prüfen, ob der Wannenboden wirklich flüssigkeits- und sogar
gasdicht ist.
[0055] Die flüssigkeitsdichte Auffangwanne 1 hat einen sehr flachen, gegenüber dem Wannenboden
2 nur wenig überstehenden Rand als Seitenwand 3, die dabei von einem stabilen, steifen
und festen Hohlprofil 4 gebildet ist, so daß dieser Rand überfahren werden kann.
Da gleichzeitig die Rohrträger 4 in den Wannenboden 2 oder sogar unter den Wannenboden
2 versenkt sind, ist also die Auffangwanne 1 befahrbar und kann den Bereich einer
Verladestation bilden, in dem umweltgefährdende Stoffe von einem Fahrzeug in ein anderes
oder in Behälter umgeladen werden müssen. Gleichzeitig kann die Auffangwanne 1 auch
als Löschwasserrückhaltebecken oder auch zur Zwischenlagerung von Fässern oder Behältern
oder Containern mit umweltgefährdenden Stoffen dienen.
[0056] Bei beiden Ausführungsbeispielen ist angedeutet, daß die Auffangwanne 1 beispielsweise
von Beton umschlossen sein kann, um sie gegenüber den an ihrer Innenseite durch die
Befüllung oder auch die Befahrung mit einem Lastkraftwagen abzustützen. Bei ausreichend
stabiler Fertigung kann sie jedoch auch auf einen flachen Boden aufgestellt werden.
[0057] Die flüssigkeitsdichte Auffangwanne 1 für schütt-, riesel- und/oder fließfähige,
insbesondere umweltgefährdende Stoffe hat einen Wannenboden 2 und Seitenwände 3. Zumindest
der Wannenboden 2 und gegebenenfalls die Seitenwände 3 bestehen dabei aus einem von
Rohrträgern 4 gebildeten Stützgerippe, dessen Zwischenräume durch eingeschweißte Platten
9 zu geschlossenen Wandflächen verbunden sind. Diese Platten 9 sind ihrerseits wannenartig
geformt und mit ihren Seitenrändern oder Oberkanten an die Rohrträger angeschweißt,
so daß aufgrund dieser Verformung der Platten 9 in Orientierungsrichtung ihrer wesentlichen
Fläche Wärmebewegungen aufgefangen werden können und die Schweißnähte auch bei großen
Temperaturschwankungen entlastet sind. Die Auffangwanne 1 kann dadurch befahrbar sein,
daß zumindest die den Boden der Auffangwanne 1 aussteifenden Rohrträger 4 in diesen
versenkt und die Seitenwand 3 so niedrig ist, daß sie überfahrbar ist.
1. Flüssigkeitsdichte Auffangwanne für schütt-, riesel- und/oder fließfähige, insbesondere
umweltgefährdende Stoffe, bestehend aus einem Wannenboden und Seitenwänden, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest der Wannenboden (2) und gegebenenfalls die Seitenwände (3) aus einem
von Rohrträgern (4) gebildeten Stützgerippe besteht, dessen Zwischenräume durch eingeschweißte
Platten (9) zu geschlossenen Wandflächen verbunden sind, und daß die Platten (9)
wannenartig geformt sind und mit ihren Seitenrändern oder Oberkanten an die Rohrträger
(4) angeschweißt sind.
2. Auffangwanne nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Wannenboden (2) aus
zwischen den Rohrträgern (4) und den Seitenwänden und/oder Randprofilen (5) eingefügten
Boden-Platten (9) insbesondere aus Blech gebildet ist und daß die Boden-Platten (9)
zur Aufnahme von Wärmebewegungen oder thermischen Belastungen Verformungen, z.B.
Falten, Falze oder Abkantungen (10) haben.
3. Auffangwanne nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schweißnähte (14) zum Verbinden der Platten (9) mit dem Stützgerippe und dessen Rohrträgern
von der Innenseite der Auffangwanne her zugänglich sind und in Gebrauchsstellung
an der Oberseite dieser Verbindungsstelle angeordnet sind.
4. Auffangwanne nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Seitenwandungen der Boden-Platten (9) mit deren Boden oder Oberfläche einen rechten
oder stumpfen Winkel zwischen 90o und 150o, insbesondere 115o gegebenenfalls 135o, bilden.
5. Auffangwanne insbesondere nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest die den Boden (2) der Auffangwanne (1) aussteifenden Rohrträger (4)
wenigstens teilweise in diesen versenkt sind und der Boden (2) der Auffangwanne befahrbar
ist.
6. Auffangwanne nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß am Wannenrand
ein die Seitenwand (3) bildendes, flaches Tragprofil (5) insbesondere am Umfang der
Wanne (1) umlaufend vorgesehen ist, welches eine überfahrbare Höhe gegenüber dem Wannenboden
(2) hat, die z.B. 2 bis 4 oder 5 cm oder mehr beträgt.
7. Auffangwanne nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das
am Wannenrand umlaufende, diesen bildende Tragprofil (5) ein flaches, im Querschnitt
vorzugsweise viereckiges Hohlprofil ist, wobei dessen innere obere Kante gegebenenfalls
abgerundet oder abgeschrägt ist.
8. Auffangwanne nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das
umlaufende Tragprofil (5) im Querschnitt eine größere Breite als Höhe hat und die
Breite beispielsweise etwa 1 1/2 mal oder doppelt so groß wie die Höhe dieses Profiles
(5) ist.
9. Auffangwanne nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß sie
eine insbesondere durch ihre Längsmitte unter dem Niveau des Wannenbodens verlaufende
Ablauf- oder Auffangrinne (6) hat, die vorzugsweise in einen Ablaufsumpf (7), insbesondere
einen an der Wannenstirnseite angeordneten Ablaufsumpf (7) mündet und daß der Wannenboden
(2) von den Außenrändern zu der Ablaufrinne (6) hin geneigt ist und diese ihrerseits
ein zu dem Sumpf (7) führendes Gefälle hat.
10. Auffangwanne nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß Rohrträger
(4) etwa parallel zueinander und etwa rechtwinklig zu der Ablaufrinne (6) angeordnet
sind und dem Gefälle des Wannenbodens (2) folgend ihrerseits schräg vom Außenrand
der Wanne (1) zu der Auffangrinne (6) hin geneigt sind, z.B. mit einem Gefälle von
etwa 1 % bis 10 %, insbesondere etwa 2 %.
11. Auffangwanne nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß parallel
zu der Auffangrinne (6) und vorzugsweise unmittelbar entlang dem Rinnenprofil sowie
quer zu den zu der Auffangrinne (6) führenden Rohrträgern (2) in Längsrichtung der
Wanne (1) verlaufende, unter das Bodenniveau versenkte Rohrträger (4) angeordnet
sind, die mit den rechtwinklig zu ihnen verlaufenden Rohrträgern (4) zu dem Stützgerippe
verbunden sind.
12. Auffangwanne nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die
Boden-Platten (9) oder Bodenbleche zwischen den Boden-Rohrträgern (4) und/oder Randprofilen
(5) angeordnet sind und im Bereich der Rohrträger (4) und/oder Randprofile (5) zu
diesen hinweisende Abbiegungen oder Abkantungen (10) haben und mit ihren Rändern
stumpf auf die Außenseite der vertieft angeordneten Rohrträger (4) stoßen und dort
verschweißt sind.
13. Auffangwanne nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß an
der in Gebrauchsstellung unteren Seite der Rohrträger (4) unterhalb der sie verbindenden
Platten (9) oder Bleche Befestigungsflansche (11) oder Halter für eine Bodenverankerung
insbesondere in Bodennuten (12) oder dergleichen angeordnet sind, z.B. angeschweißt
sind.
14. Auffangwanne nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß an
wenigstens einem Wannenrand eine Auffahrplatte insbesondere lösbar befestigt oder
angeschweißt ist.
15. Auffangwanne nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die
Ablaufrinne (6) eine Auflage zum Abstützen eines sie nach oben abdeckenden Gitterrostes
oder dergleichen etwa auf dem Niveau des Wannenbodens (2) hat.
16. Auffangwanne nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die
Unterseite des umlaufenden, vorzugsweise hohlen Tragprofiles (5) zur Begrenzung und
Bildung des Wannenrandes etwa bündig mit der Unterseite der Boden-Rohrträger (4) in
dem äußeren Randbereich der Wanne (1) ist.
17. Wanne nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Boden-Rohrträger
(4) mit ihren nach außen weisenden Enden stirnseitig stumpf auf das Randprofil (5)
treffen und mit diesem insbesondere verschweißt sind.
18. Auffangwanne nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die
Boden-Rohrträger (4) einen runden Querschnitt haben und ihr Durchmesser insbesondere
etwa der halben Höhe der Rand-Tragprofile (4) entspricht.
19. Auffangwanne nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die
am Rand umlaufenden und sie bildenden Tragprofile (5) vertikale Ankerlöcher (15)
oder dergleichen zum Befestigen und Verankern beispielsweise in einer Bodenvertiefung
haben.
20. Auffangwanne nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
wenigstens ein Füllstutzen (16) für Gas am Randprofil (5) insbesondere im Eckbereich
der Auffangwanne (1) vorgesehen ist.
21. Auffangwanne nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß undichte
Stellen in der Auffangwanne durch den Nachweis eines unter dem Wannenboden (2) aus
den Rohrträgern (4) ausströmende Prüfgases mit einem Gasdetektor auffindbar sind.
22. Auffangwanne nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß die
Rohrträger (4) an der Unterseite der Auffangwanne (1) mit Bohrungen oder Öffnungen
(17) versehen sind.
23. Auffangwanne nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß die
Rohrträger (4) eine leicht zugängliche Öffnung zum Befüllen des Hohlraumes der Rohre
mit dem Prüfgas aufweisen.
24. Auffangwanne nach einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß die
Hohlräume der Rohrträger (4) miteinander verbunden sind.
25. Auffangwanne nach einem der Ansprüche 1 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß eine
Außenwand (18) an den Wandrohrträgern (4) befestigt ist.
26. Auffangwanne nach einem der Ansprüche 1 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß die
Auffangwanne (1) in einem Becken z.B. aus Beton steht.
27. Auffangwanne nach einem der Ansprüche 1 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß das
verwendete Prüfgas Helium ist.
28. Auffangwanne nach einem der Ansprüche 1 bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß der
obere Rand der Seitenwände der Auffangwanne mit einer Winkelleiste (14) oder einem
Rohr als Abschlußträger oder Tragprofil versehen ist.
29. Auffangwanne nach einem der Ansprüche 1 bis 28, dadurch gekennzeichnet, daß die
Rohrträger (4) und die Platten aus korrosionsfenstem Stahl bestehen.