[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen zweiteiligen Verschluss aus Kunststoff für
einen eine fliessfähige Substanz enthaltenden Behälter, gemäss dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
[0002] Aus DE-A-3727789 ist ein Verschluss der vorstehend genannten Art bekannt, der eine
dosierte Abgabe des flüssigen Inhalts des Behälters ermöglicht. Nachteilig ist bei
diesem Verschluss, dass er einen Totraum aufweist, der beim Austritt der Flüssigkeit
von dieser nicht gespült wird. Teile der Flüssigkeit können dort längere Zeit verweilen,
was insbesondere bei Flüssigkeiten mit begrenzter Lagerfähigkeit beispielsweise
wegen spontaner Aushärtung oder sonstiger Veränderung, beispielsweise bei gewissen
Einkomponentenklebstoffen, Fetten, Lebensmitteln usw., unzulässig ist. Nachteilig
ist bei diesem Verschluss ausserdem, dass er einen Ausgussbereich aufweist, wo nach
Beendigung des Flüssigkeitaustritts ein Flüssigkeitsrest verbleibt, der dann in längerem
Kontakt mit der Aussenluft steht. Wiederum ist dies unzulässig bei Flüssigkeiten,
die im Kontakt mit der Aussenluft aushärten oder sich sonstwie verändern können, beispielsweise
bei Einkomponentenklebstoffen, die an der Luft aushärten, Fetten, die ranzig werden,
oder Lebensmitteln, die austrocknen.
[0003] Aus EP-A-0296103 ist ein Verschluss bekannt, der ein Stopfelement aufweist, welches
im geschlossenen Zustand des Verschlusses die obere Oeffnung des Oberteils stopft.
Damit soll verhindert werden, dass es einen Bereich des Verschlusses gibt, wo nach
Beendigung des Flüssigkeitaustritts ein Flüssigkeitsrest verbleibt, der dann in längerem
Kontakt mit der Aussenluft steht. Nachteilig ist dabei, dass nach Beendigung des
Flüssigkeitaustritts immer noch ein Tropfen Flüssigkeit die obere Oeffnung des Oberteils
samt dem Stopfelement überbrückt, insbesondere wenn die Flüssigkeit so zähflüssig
ist, dass auch ein grosser Tropfen nicht durch Abschütteln entfernbar ist. Der Verschluss
nach EP-A-0296103 wird durch diesen Tropfen verschmutzt und/oder verklebt. Zudem weist
der Verschluss nach EP-A-0296103 einen Totraum auf, der beim Austritt der Flüssigkeit
von dieser nicht gespült wird. Im übrigen ist der Verschluss nach EP-A-0296103 mit
Sollbruchstellen oder flexiblen Teilen versehen und daher entsprechend aufwendig
herzustellen.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Verschluss der eingangs genannten
Art zu schaffen, der keinen beim Austritt der Flüssigkeit von dieser nicht gespülten
Totraum und keinen Ausgussbereich aufweist, der nach Beendigung des Flüssigkeitaustritts
den Verbleib eines Flüssigkeitsrests in Kontakt mit der Aussenluft ermöglicht, ferner
keine nennenswerte Bildung eines die obere Oeffnung des Oberteils überbrückenden
Tropfens zulässt, und ausserdem kostengünstig herstellbar ist.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss von einem Verschluss mit der im Anspruch 1 angegebenen
Merkmalskombination gelöst. Vorteilhafte Ausbildungen des erfindungsgemässen Verschlusses
ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
[0006] Der erfindungsgemässe Verschluss ist zweiteilig und im wesentlichen drehsymmetrisch
ausgebildet, so dass er kostengünstig herstellbar ist.
[0007] Dadurch, dass der Ventilstift und das Ventilrohr beide kegelstumpfförmig mit unterschiedlichen
Konuswinkel ausgebildet und voneinander im Abstand sind, wird im Vergleich zu bekannten
Verschlüssen die Fähigkeit des Verschlusses verbessert, durch Verdrehen die Flüssigkeit
zu dosieren, insbesondere erfolgt die Einstellung der Dosierung progressiver.
[0008] Die beiden Zylinderabschnitte gewährleisten mit Hilfe der Dichtungswölbung die Abdichtung
des Oberteils gegenüber dem Unterteil. Bei aufgeschraubtem Verschluss strömt die Flüssigkeit
innerhalb des konischen Zwischenteils an den Verbindungstegen vorbei. Bei voll zugeschraubtem
Verschluss liegen die Zylinderabschnitte im mittleren Bereich des Ver schlusses
zwischen dem Gewinde und dem Ventil, und die oberen Enden der Zylinderabschnitte liegen
etwa einander gegenüber in Nähe des unteren Endes des konischen Zwischenteils. Durch
diese Anordnung und dadurch, dass die Dichtungswolbung im wesentlichen am oberen Ende
des inneren Zylinderabschnitts angeformt ist, gibt es beim erfindungsgemässen Verschluss
im wesentlichen keinen Totraum.
[0009] Die bevorzugte Ausbildung der Dichtungswölbung als Wulst versteift diese sehr, was
die Abdichtung noch verbessert.
[0010] Beim Zuschrauben des Verschlusses wird die obere Oeffnung des Oberteils durch den
Abdichtungsteil gestopft. Wenn der Abdichtungsteil so bemessen ist, dass dann sein
oberes Ende etwa bündig zur oberen Oeffnung des Oberteils liegt, so bildet dort die
Substanz, die beim Zuschrauben des Verschlusses vom Abdichtungsteil aus dem Oberteil
ausgestossen wurde, einen Rest in Form eines Wulstes, den, auch wenn er aushärtet,
die Bedienungsperson mit der Fingerkuppe oder mit dem Nagel leicht entfernen kann.
Wenn, in einer ebenfalls bevorzugten Alternative, der Abdichtungsteil beim Zuschrauben
des Verschlusses nicht nur in die obere Oeffnung des Oberteils eingeführt, sondern
weiter durch den Oberteil vorgestossen wird, so dass sein oberes Ende im voll zugeschraubten
Zustand des Verschlusses den Oberteil überragt, dann wird die im Bereich der oberen
Oeffnung verbleibende Flüssigkeit weggestossen und es kann dort nur noch wenig Rest
übrigbleiben und aushärten. Auf jeden Fall kann sich kein aushärtender Propfen bilden.
[0011] Ausserdem spreizt der Abdichtungsteil die obere Oeffnung des Oberteils gegen die
Elastizität des Kunststoffes, wenn er in die obere Oeffnung des Oberteils eingeführt
wird, da sein Durchmesser grösser ist als derjenige der Oeffnung, wenn der Verschluss
aufgeschraubt ist. Dies bewirkt eine Selbstreinigung der oberen Oeffnung sowie eine
Verbesserung der Abdichtung.
[0012] Durch die Zusammenwirkung der Schikane und der Rippe wird die Drehung des Verschlusses
auf das zulässige Mass beschränkt. Einerseits kann der Verschluss nicht aufgehen,
so dass keine unkontrollierte Flüssigkeitsausgabe erfolgen kann, was unter anderem
bei Cyanacrylklebstoffen für die umstehenden Personen sehr gefährlich wäre. Andererseits
ermöglicht die Festlegung des Drehwinkels und der beiden Endstellungen des Verschlusses,
die verschiedenen Teile des Verschlusses genau so zu bemessen, dass der Abdichtungsteil
beim Aufschrauben die Oeffnung des Verschlusses und das Ventilrohr kontinuierlich
immer mehr freigibt, womit eine optimale Empfindlichkeit der Dosierung erreicht wird,
und in der zugeschraubten Endstellung präzis gegenüber dem Oberteil mit den Vorteilen,
die im vorangehenden dargelegt wurden.
[0013] Die Zusammenwirkung der Schikane und der Rippe ermöglicht auch, an beiden Teilen
des Verschlusses Markierungen anzubringen, deren Zusammenwirkung einer Bedienungsperson
erlaubt, die Dosierung genau und wiederholbar einzustellen.
[0014] Die Zusammenwirkung der Schikane mit dem an der Rippe angeordneten Nocken ermöglicht,
den Verschluss in seiner zugeschraubten Endstellung und in Nähe davon, beispielsweise
über eine erste Vierteldrehung des Aufschraubens, leicht zu bremsen bzw. festzuhalten.
Diese Massnahme bringt einerseits den Vorteil, das ein unerwünschtes spontanes oder
zufälliges Aufschrauben verhindert wird. Andererseits bringt diese Massnahme den
Vorteil, dass das anfängliche Aufschrauben gebremst wird, so dass die im Behälter
enthaltene Gase nicht plötzlich entweichen können, womit die Gefahr vermindert wird,
dass Spritzer beispielsweise von Cyanacrylklebstoff in die Augen der Bedienungsperson
gelangen.
[0015] Da der erfindungsgemässe Verschluss durch Drehung geöffnet und geschlossen wird
und selbstreinigend ist, braucht seine Spitze nicht zugänglich zu sein, was ermöglicht,
das Ventilrohr aussen als Luer-Konus auszubilden und somit einen Normanschlussteil
ergibt, an den Schläuche, Nadeln usw. sehr leicht anschliessbar sind.
[0016] Wenn der erfindungsgemässe Verschluss auf einem Behälter aufgesetzt ist, der sich
von seinen Abmessungen her in die Hand nehmen lässt, so ist es eine bedeutender Vorteil
der Erfindung, dass der Verschluss mit dem Daumen und dem Zeigefinger der gleichen
Hand, die den Behälter hält, öffnen und schliessen lässt, d.h. der erfindungsgemässe
Verschluss ermöglicht die Einhandbedienung. Die andere Hand bleibt frei, beispielsweise
zum Halten von Teilen bei Klebarbeiten.
[0017] Nachstehend wird ein Ausbildungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Unterteil des erfindungsgemässen Verschlusses, in teilweise aufgebrochener
Vorderansicht;
Fig. 2 einen Oberteil des erfindungsgemässen Verschlusses, in teilweise aufgebrochener
Vorderansicht;
Fig. 3 den Unterteil der Fig. 1, in Vorderansicht im axialen Längsschnitt;
Fig. 4 den Oberteil der Fig. 2, in Vorderansicht im axialen Längsschnitt;
Fig. 5 den Unterteil der Fig. 1, in Draufsicht;
Fig. 6 den Oberteil der Fig. 2, in Untersicht;
Fig. 7 den gesamten erfindungsgemässen Verschluss im zugeschraubten Zustand, im Schnitt,
mit einer ersten besonderen Ausbildung des Abdichtungsteils;
Fig. 8 den gesamten erfindungsgemässen Verschluss im aufgeschraubten Zustand, im
Schnitt; und
Fig. 9 den gesamten erfindungsgemässen Verschluss im zugeschraubten Zustand wie in
Fig. 7 sowie den oberen Teil eines Behälters, auf dem der Verschluss montiert ist,
im Schnitt, mit einer zweiten besonderen Ausbildung des Abdichtungsteils.
[0018] Im nachstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel der Erfindung wird, wegen der Zusammenwirkung
der Teile, auf alle Figuren gleichzeitig Bezug genommen, wobei einander gleiche Teile
in allen Figuren mit gleichen Bezugszeichnen versehen sind. In einer Gesamtdarstellung
in Vorderansicht oder Draufsicht des zweiteiligen Verschlusses im montierten Zustand
wurde der Unterteil des Verschlusses vom Oberteil fast ganz verdeckt werden. Deswegen
wird für die Darstellung der Zusam menwirkung der beiden Teile des Verschlusses auf
die Figuren 7, 8 und 9 verwiesen, die den Verschluss im Längsschnitt in seinem zugeschraubten
bzw. aufgeschraubten Zustand sowie in Fig. 9 zusätzlich einen oberen Teil eines Behälters
zeigen.
[0019] Der erfindungsgemässe Verschluss ist dazu bestimmt, mit einem eine fliessfähige Substanz
enthaltenden Behälter zusammenzuwirken, entweder um den Behälter dicht zu verschliessen
oder um den Austritt der fliessfähigen Substanz aus dem Behälter durch den Verschluss
hindurch zu erlauben, beispielsweise unter Einwirkung von Druck eines Gases oder
Kraft eines Kolbens auf den Behälter, wenn dieser steif ist, oder durch Quetschen
eines flexiblen Behälters von Hand.
[0020] Ein Unterteil 1 (vgl. Fig. 1, 3 und 5) und ein Oberteil 2 (vgl. Fig. 2, 4 und 6)
des erfindungsgemässsen Verschlusses (vgl. Fig. 7 und 8) sind beide in bezug auf eine
Symmetrieachse A des Verschlusses im wesentlichen drehsymmetrisch. Der Unterteil
1 und der Oberteil 2 sind beide aus Kunststoff gefertigt.
[0021] Der Unterteil 1 umfasst einen Schraubzylinder 120, der auf einen Behälter 127 aufsetzbar
ist. Der obere Teil des Behälters 127 mit einem Kragen 128 ist auf Fig. 7 und 8 sichtbar.
Zur Befestigung des Unterteils 1 auf den Behälter 127 ist ein Befestigungsorgan 102,
102′ beispielsweise in Form von Klemmrippen 102 und Arretierrippen 102′ vorgesehen.
[0022] Zwischen einem unteren Ende 103 und einem oberen Ende 104 des Unterteils 1 befindet
sich eine im wesentlichen drehsymmetrische, nicht ge- bzw. durchlochte Mantelfläche
107, die also kontinuierlich und dicht ist. Die Mantelfläche 107 endet am unteren
Ende 103, indem sie den Rand einer unteren Oeffnung 105 bildet, und am oberen Ende
104, indem sie den Rand einer oberen Oeffnung 106 bildet.
[0023] Am unteren, dem Behälter zugewandten Ende 103 des Unterteils 1 oder in Nähe davon
sind beispielsweise vier nach aussen ragende Markierungen 116 in regelmässigen Abständen
zueinander angeordnet. Diese Markierungen sind beispielsweise als nach aussen ragende
Elemente ausgebildet, könnten aber auch als von aussen sichtbares Prägemuster oder
sonstwie ausgebildet sein. Dabei können mehrere oder nur eine Markierung vorgesehen
sein.
[0024] Im unteren Bereich des Unterteils 1 befindet sich am Schraubzylinder 120 ein Aussengewinde
101 zur Befestigung und Führung eines Innengewindes 201 des Oberteils 2.
[0025] Oberhalb des Schraubzylinders 120 ist axialsymmetrisch ein Zylinderabschnitt 110
angeordnet, der in Nähe seines oberen Endes 112 mit einer Dichtungswölbung 111 versehen
ist. Die Dichtungswölbung 111 ist am Zylinderabschnitt 110 als Wulst angeformt und
davon ausgehend radial nach aussen gerichtet.
[0026] Der Oberteil 2 umfasst einen Schraubzylinder 220, der auf den Schraubzylinder des
Unterteils 1 aufsetzbar ist. Der Schraubzylinder 220 kann am unteren Ende durch einen
nicht dargestellten entfernbaren Garantiering umschlossen sein. Im montierten Zustand
des Verschlusses und wenn dieser voll zugeschraubt ist, wirkt der Garantiering mit
am Unterteil 1 angeordneten Vorsprüngen zusammen, im vorliegenden Ausbildungsbeispiel
mit den vier nach aussen ragenden Markierungen 116, um ein Verdrehen des Oberteils
2 gegenüber dem Unterteil 1 und damit eine Oeffnung des Verschlusses zu verhindern.
Die Benützung des Inhalts des Behälters wird somit verhindert, solange der Garantiering
nicht entfernt wird. Nach Entfernung des Garantierings kann dieser nicht wieder am
Verschluss angebracht werden.
[0027] Zwischen einem unteren Ende 203 und einem oberen Ende 204 des Oberteils 2 befindet
sich eine im wesentlichen drehsymmetrische, nicht ge- bzw. durchlochte Mantelfläche
207, die also ebenfalls kontinuierlich und dicht ist. Die Mantelfläche 207 endet
am unteren Ende 203, indem sie den Rand einer unteren Oeffnung 205 bildet, und am
oberen Ende 204, indem sie den Rand einer oberen Oeffnung 206 bildet.
[0028] Am unteren, dem Behälter zugewandten Ende 203 des Oberteils 2 oder in Nähe davon
ist beispielsweise eine von aussen sichtbare Markierung 216, 216′ angeordnet. Diese
Markierung ist im dargestellten Ausbildungsbeispiel sowohl an der etwa zylindrischen
Aussenwand des Oberteils 2 (Markierung 216) als auch im wesentlichen von oben sichtbar
an einer nach oben gerichteten Fläche des Oberteils 2 (Markierung 216′) angebracht.
Diese Markierung ist beispielsweise als von aussen oder oben sichtbares Prägemuster
ausgebildet, könnte aber auch als nach aussen ragendes Element oder sonstwie ausgebildet
sein. Dabei können eine oder mehrere Markierungen vorgesehen sein.
[0029] Um einer Bedienungsperson zu erlauben, die relative Position bzw. Drehlage des Unterteils
1 zum Oberteil 2 festzustellen, sind die Markierungen am Unterteil 1 und am Oberteil
2 so zueinander angeordnet, dass sie im montierten Zustand des Verschlusses einander
gegenüberliegen. Wenn der Verschluss bis zum Anschlag zugeschraubt ist, liegt zumindest
eine der am Unterteil 1 angeordneten Markierungen 116 gegenüber einer der am Oberteil
2 angeordneten Markierungen 216, 216′.
[0030] Im unteren Bereich des Oberteils 2 befindet sich am Schraubzylinder 220 ein Innengewinde
201 zur Befestigung und Führung auf dem Aussengewinde 101 des Unterteils 1.
[0031] Oberhalb des Schraubzylinders 220 ist axialsymmetrisch ein Zylinderabschnitt 210
angeordnet, der mit der Dichtungswölbung 111 des Zylinderabschnitts 110 des Unterteils
1 zusammenwirkt, um eine gute Abdichtung zwischen dem Unterteil 1 und dem Oberteil
2 gegen Lufteintritt der Austritt der im Behälter befindlichen Flüssigkeit zu gewährleisten.
[0032] Im montierten Zustand des Verschlusses ist das Innengewinde 201 auf dem Aussengewinde
101 aufgeschraubt und damit wirkverbunden. Somit ist der Ventilstift 109 relativ zum
Ventilrohr 209 durch Drehung des Oberteils 2 relativ zum Unterteil 1 axial versetzbar.
Dabei ist umschliessen die beiden Zylinderabschnitte 110 und 210 einander koaxial
auf zumindest einem Teil ihrer Länge, und sie werden relativ zueinander durch Drehung
des Oberteils 2 relativ zum Unterteil 1 axial versetzt, die beiden Zylinderabschnitte
110 und 210 bleiben aber ständig zueinander abgedichtet.
[0033] Am Zylinderabschnitt 110 des Unterteils 1 und oberhalb davon ist mit Hilfe von drei
Verbindungsstegen 108 ein axial angeordneter, nach oben gerichteter Ventilstift 109
gehalten. Der Zylinderabschnitt 110, der im montierten Zustand des Verschlusses innen
angeordnet ist, befindet sich somit im mittleren Bereich des Unterteils 1 zwischen
dem Aussengewinde 101 und dem Ventilstift 109.
[0034] Am Zylinderabschnitt 210 des Oberteils 2 und oberhalb davon ist mit Hilfe eines im
wesentlichen konischen Zwischenteils 208 ein axial angeordnetes Ventilrohr 209 gehalten.
Der Zylinderabschnitt 210, der im montierten Zustand des Verschlusses aussen angeordnet
ist, befindet sich somit im mittleren Bereich des Oberteils 2 zwischen dem Innengewinde
201 und dem Ventilrohr 209.
[0035] Somit liegen die oberen Enden 112 bzw. 212 der beiden Zylinderabschnitte 110 bzw.
210 im wesentlichen auf gleicher Höhe einander gegenüber, wenn sich der Verschluss
im montierten Zustand befindet und voll zugeschraubt ist.
[0036] Das Aussengewinde 101 und das Innengewinde 201 bilden zusammen ein Schraubengewinde
mit einer gegebenen Steigung, die entsprechend dem Verdrehwinkel des Oberteils 2 relativ
zum Unterteil 1 einen Hub des Oberteils 2 relativ zum Unterteil 1 definiert.
[0037] Die jeweiligen Längen des Ventilstifts 109 und des Ventilrohrs 209 sind so bemessen,
dass im montierten Zustand des Verschlusses und wenn dieser voll zugeschraubt ist,
der Ventilstift 109 vom Ventilrohr 209 koaxial im wesentlichen auf der ganzen Länge
des Ventilrohrs 209 umschlossen ist. Andererseits sind die Länge des Ventilstifts
109 und die Länge des Ventilrohrs 209 im Verhältnis zum Hub des Oberteils 2 relativ
zum Unterteil 1 so bemessen, dass im montierten Zustand des Verschlusses und wenn
dieser voll aufgeschraubt ist, der Ventilstift 209 im wesentlichen ausserhalb des
Ventilrohrs 209 liegt.
[0038] Am oberen Ende des Ventilstifts 109 ist ein Abdichtungs teil 113 vorgesehen, der
als Verlängerung des Ventilstifts 109 axial daran angeformt ist. Im montierten Zustand
des Verschlusses und wenn dieser voll zugeschraubt ist, wird die obere Oeffnung 206
des Oberteils 2 vom Abdichtungsteil 113 gestopft.
[0039] Der Ventilstift 109 und das Ventilrohr 209 sind beide kegelstumpfförmig. Beide verjüngen
sich in Richtung zur oberen Oeffnung 206 des Oberteils 2 hin (im montierten Zustand
des Verschlusses betrachtet). Dabei ist der Konuswinkel des Ventilstifts 109 spitzer
als der Konuswinkel des Ventilrohrs 209, so dass im montierten Zustand des Verschlusses
und wenn dieser voll zugeschraubt ist, der Ventilstift 109 stets einen Abstand zum
Ventilrohr 209 aufweist. Damit wird ein dosierbares Oeffnen des aus dem Ventilstift
109 und dem Ventilrohr 209 zusammengestzten Ventils erleichtert.
[0040] Der Abdichtungsteil 113 kann wie in der in Fig. 1, 7 und 8 dargestellten Ausbildung
zylindrisch ausgebildet sein. Wie in einer in Fig. 3 dargestellten Ausbildungsvariante
kann der Abdichtungsteil 113 aber auch als stetige konische Verlängerung des konischen
Ventilstifts 109 ausgebildet sein.
[0041] In der in Fig. 1 bis 8 dargestellten Ausbildung ist der Abdichtungsteil 113 etwa
so lang bemessen, wie der Oberteil 2 an dessen oberem Ende 204 im Bereich seiner oberen
Oeffnung 206 dick ist. Daher ist ein oberes Ende 114 des Abdichtungsteils 113 mit
dem oberen Ende 204 des Oberteils 2 etwa bündig, wenn der Verschluss im montierten
Zustand und voll zugeschraubt ist, d.h. der Abdichtungsteil 113 steht dann axial kaum
hervor.
[0042] In der Ausbildung gemäss Fig. 9 ist der Abdichtungsteil 113 hingegen länger bemessen,
als der Oberteil 2 an dessen oberem Ende 204 im Bereich seiner oberen Oeffnung 206
dick ist. Daher überragt in Fig. 9 ein oberes Ende 114 des Abdichtungsteils 113 das
obere Ende 204 des Oberteils 2 im montierten Zustand des Verschlusses und wenn dieser
voll zugeschraubt ist, d.h. der Abdichtungsteil 113 steht dann axial um eine vorbestimmte
Vorsprunghöhe hervor.
[0043] Zur besseren Abdichtung ist der Durchmesser des Abdichtungsteils 113 am Unterteil
1 um 0,01 bis 0,25 mm grösser als der Durchmesser der oberen Oeffnung 206 am Oberteil
2. Im montierten Zustand des Verschlusses und wenn dieser bis zum Anschlag aufgeschraubt
ist, kann der Abdichtungsteil 113 somit nur gegen die Wirkung der Elastizität des
Materials des Kunststoffs in die obere Oeffnung 206 eingeführt werden. Um dies zu
ermöglichen, ist das Material des Kunststoffs in bezug auf seine Elastizität entsprechend
gewählt. Zur Erleichterung der Einführung des Abdichtungsteils 113 in die obere Oeffnung
206 kann diese, wie in Fig. 4 sichtbar, an ihrer Unterseite mit einer konischen Erweiterung
versehen sein.
[0044] Zur leichteren Verbindung des Verschlusses mit einer externen Vorrichtung wie Schlauch,
Nadel usw. ist eine äussere Wandung 217 des Ventilrohrs 209 als Nornmkonus, beispielsweise
als Luer-Konus ausgebildet.
[0045] Am Unterteil 1 ragt der axial angebrachte Zylinderabschnitt 110 mit radialem Abstand
in den Schraubzylinder 120 hinein, derart, dass zwischen dem Schraubzylinder 120 und
dem Zylinderabschnitt 110 eine Einwölbung 122 mit einer im wesentlichen zylindrischen
Innenfläche 123 gebildet wird. An dieser zylindrischen Innenfläche 123 der Einwölbung
122 ist eine Rippe 115 angeordnet, die parallel zur Achse A liegt, radial nach innen
gerichtet ist und sich im Abstand zur Achse A befindet. Aus Gründen der Herstellung
und der Festigkeit sowie zur Erleichterung der Montage ist die Rippe 115 als ebene
Wandung ausgebildet, welche die Einwölbung 122 unterteilt, indem sie den Zylinderabschnitt
110 mit der zylindrischen Innenfläche 123 verbindet.
[0046] Am Oberteil 2 ist etwa in Verlängerung des Zylinderabschnitts 210 an dessen unterem
Ende 224 eine nach unten gerichtete Schikane 215 angeordnet, die parallel zur Achse
A liegt, sich im Abstand zur Achse A befindet und im wesentlichen als Kombination
eines vollen Sektor und der übrigbleibenden Lücke einer zylindrischen Mantelfläche
ausgebildet ist. Aus Gründen der Herstellung und der Festigkeit sowie zur Er leichterung
der Montage ist die Schikane 215 an ihrem unteren Ende in Nähe der beim Zuschrauben
vorderen Kante mit einer nach unten gerichteten Spitze 225 und an ihrem oberen Ende
in Nähe der beim Zuschrauben hinteren Kante mit einer schwanzförmigen Erweiterung
versehen.
[0047] Im montierten Zustand des Verschlusses wirken die Rippe 115 und die Schikane 215
zusammen, um durch Anschlag aufeinander die Verdrehung des Oberteils 2 relativ zum
Unterteil 1 zu begrenzen. Der von Rippe 115 und Schikane 215 erlaubte Verdrehwinkel
des Oberteils 2 relativ zum Unterteil 1 ist grundsätzlich kleiner als eine volle Umdrehung,
im dargestellten Ausbildungsbeispiel sind die Breite der Rippe 115 und die Bogenlänge
der Schikane 215 so gewählt, dass der zugelassene Verdrehwinkel etwa eine Dreivierteldrehung
betragt.
[0048] Bei diesem zugelassenen Verdrehwinkel ist der entsprechende Hub des Oberteils 2
relativ zum Unterteil 1 in der in Fig. 1 bis 8 dargestellten Ausbildung so bemessen,
dass der Abdichtungsteil 113, wenn der Verschluss montiert und voll zugeschraubt ist,
die obere Oeffnung 206 gerade stopft, derart, dass sich das obere Ende 114 des Abdichtungsteils
113 in axialer Richtung etwa bündig mit der oberen Oeffnung 206 befindet.
[0049] In der in Fig. 9 dargestellten Ausbildung ist der Hub des Oberteils 2 relativ zum
Unterteil 1 länger als die Summe der Dicke des Oberteils 2 (an dessen oberem Ende
204 im Bereich seiner oberen Oeffnung 206) und der Vorsprunghöhe des Abdichtungsteils
113 (über das obere Ende 204 des Oberteils 2 im montierten Zustand des Verschlusses
und wenn dieser voll zugeschraubt ist). Dies gewährleistet, dass der Abdichtungsteil
113 auch bei dem von Rippe 115 und Schikane 215 begrenzten Verdrehwinkel die obere
Oeffnung 206 voll durchquert, wenn der Verschluss montiert und voll zugeschraubt ist,
derart, dass sich das obere Ende 114 des Abdichtungsteils 113 in axialer Richtung
über der oberen Oeffnung 206 befindet.
[0050] Andererseits ist die Länge des Abdichtungsteils 113 unter Berücksichtigung des Hubs
des Oberteils 2 relativ zum Unterteil 1 bei diesem zugelassenen Verdrehwinkel stets
so bemessen, dass im montierten Zustand des Verschlusses und wenn dieser bis zum Anschlag
aufgeschraubt ist, das obere Ende 114 des Abdichtungsteils 113 aus der oberen Oeffnung
206 des Oberteils 2 und aus dem grössten Teil des Ventilrohrs 209 zurückgezogen ist.
Dann sind die obere Oeffnung 206 sowie grösstenteils das Ventilrohr 209 für den Durchfluss
der im Behälter enthaltenen fliessfähigen Substanz freigegeben.
[0051] Am Unterteil 1 ist noch ein Nocken 118 vorgesehen, der an der zylindrischen Innenfläche
123 der Einwölbung 122 im Abstand zur Achse A sowie parallel dazu angeordnet und radial
nach innen gerichtet ist. Die Länge des Nockens 118 in Richtung parallel zur Achse
A ist so bemessen, dass der Nocken 118 mit der Schikane 215 zusammenwirkt, wenn der
Verschluss montiert ist und sich in einer Position zwischen voll zugeschraubt und
höchstens einviertel aufgeschraubt befindet. Die Zusammenwirkung des Nockens 118 mit
der Schikane 215 besteht in einer Reibung, die gegen die Wirkung der Elastizität des
Materials überwindbar ist und eine Verdrehung des Oberteils 2 relativ zum Unterteil
1 hindert.
[0052] Die Fig. 7 und 8 zeigen den gesamten erfindungsgemässen Verschluss in axialem Längsschnitt
dar.
[0053] Fig. 7 und 9 zeigen den Verschluss in geschlossenem Zustand, wobei Fig. 9 auch einen
Behälter 127 zeigt. Mittels des Aussengewindes 101 und des Innengewindes 201 als Führung
und Befestigung ist der Oberteil 2 ganz auf den Unterteil 1 hinuntergeschraubt. Der
Behälter 127 wird mit seinem Kragen 128 durch das aus Klemmrippen 102 und Arretierrippen
102′ bestehende Befestigungsorgan 102, 102′ im Unterteil 1 des Verschlusses gehalten.
Die Schikane 215 ist an der Rippe 115 im Anschlag. Besonders sichtbar ist, wie die
obere Oeffnung 206 vom Abdichtungsteil 113 durchdrungen und somit vollständig verschlossen
ist, der Ventilstift 109 voll vom Ventilrohr 209 umschlossen ist und diesen weitgehend
füllt, und das obere Ende 114 des Abdichtungsteils 113 in Fig. 7 zur oberen Oeffnung
206 bündig ist und in Fig. 9 aus der oberen Oeffnung 206 hervorragt. Der Dosierraum
zwischen dem Unterteil 1 und dem Oberteil 2 reicht in axialer Richtung von der Abdichtung
durch den Wulst 111 zwischen dem Zylinderabschnitten 110 und 210 bis zur Abdichtung
zwischen dem Abdichtungsteil 113 und der oberen Oeffnung 206 gegen die Wirkung der
Elastizität des Materials. Dieser Dosierraum ist gegenüber der Aussenluft vollständig
abgedichtet und von sehr kleinem Volumen. Er enthält sowohl vor dem ersten Gebrauch
der Verschlusses als auch danach fliessfähige Substanz oder, beispielsweise von der
Herstellung des Verschlusses her, gegebenenfalls ein Gas aus dem Behälter 127, wobei
dieses Gas ein Schutzgas sein kann, das bei der Füllung des Behälter 127 miteingefüllt
worden ist.
[0054] Fig. 8 zeigt den Verschluss in geöffnetem Zustand. Mittels des Aussengewindes 101
und des Innengewindes 201 als Führung und Befestigung ist der Oberteil 2 soweit wie
möglich ganz auf dem Unterteil 1 hinaufgeschraubt. Der Behälter 127 wird mit seinem
Kragen 128 durch das aus Klemmrippen 102 und Arretierrippen 102′ bestehende Befestigungsorgan
102, 102′ im Unterteil 1 des Verschlusses gehalten. Die Schikane 215 ist nicht sichtbar,
weil sie in Betrachtungsrichtung über der Zeichnung, d.h. vor der Rippe 115 liegt.
Die Schikane 215 ist wiederum an der Rippe 115 im Anschlag, in der Situation der Fig.
8 jedoch auf der anderen Seite der Rippe 115 und mit ihrer anderen Kante als in der
Situation der Fig. 7. Dieser Anschlag verhindert ein vollständiges Abschrauben, Abheben
und Entfernen des Oberteils 2 vom Unterteil 1. Besonders sichtbar ist, wie die obere
Oeffnung 206 vollständig offen und vom Abdichtungsteil 113 freigegeben, das obere
Ende 114 des Abdichtungsteils 113 aus der oberen Oeffnung 206 und der Ventilstift
109 aus dem Ventilrohr 209 zurückgezogen ist. Der Dosierraum zwischen dem Unterteil
1 und dem Oberteil 2 kann, durch die obere Oeffnung 106 des Unterteils 1 hindurch,
von der fliessfähigen Substanz aus dem Behälter 127 frei durchflossen werden. Die
Aussenluft ist nur an der oberen Oeffnung 206 mit der Substanz aus dem Behälter 127
in Kontakt und kommt mit der Substanz im Behälter 127 solänge nicht in Kontakt, als
im Behälter 127 Ueberdruck herrscht, d.h. solänge der Behälter 127, wenn er steif
ist, unter Gasdruck oder Kolbenkraft steht, und wenn er flexibel ist, von Hand gedrückt
wird.
[0055] In einer Zwischenlage zwischen den Situationen der Fig. 7 und 8 ist die obere Oeffnung
206 vom Abdichtungsteil 113 grösstenteils bis vollständig freigegeben, der Ventilstift
109 ist jedoch nur teilweise vom Ventilrohr 209 umschlossen und füllt diesen teilweise,
in Abhängigkeit vom Verdrehungswinkel vom Oberteil 2 zum Unterteil 1. Eben diese
Abhängigkeit ermöglicht eine feine, stetig einstellbare Dosierung des Durchflusses
der fliessfähigen Substanz aus dem Behälter 127 durch den erfindungsgemässen Verschluss.
Dabei ergibt die Zusammenwirkung des Nockens 118 mit der Schikane 215 eine Reibung,
die eine unbeabsichtigte Verdrehung des Oberteils 2 relativ zum Unterteil 1 hindert
und eine absichtliche Verdrehung bremst, letzeres um zu vermeiden, dass im Behälter
enthaltene Substanz oder Gase plötzlich entweichen und die Bedienungsperson gefährden.
1. Zweiteiliger Verschluss aus Kunststoff für einen eine fliessfähige Substanz enthaltenden
Behälter, mit
einem auf dem Behälter (127) aufsetzbaren, um eine Achse (A) des Verschlusses im wesentlichen
drehsymmetrischen Unterteil (1),
der in seinem unteren Bereich mit einem Aussengewinde (101) sowie einem Organ (102,
102′) zur Befestigung am Behälter (127) und an einem unteren (103) bzw. oberen (104)
Ende je eine Oeffnung (105, 106) und zwischen diesen Oeffnungen eine nicht gelochte
Mantelfläche (107) aufweist,
einem um die Achse (A) des Verschlusses im wesentlichen drehsymmetrischen Oberteil
(2),
der in seinem unteren Bereich mit einem auf das Aussengewinde (101) passenden Innengewinde
(201) versehen ist und an einem unteren (203) bzw. oberen (204) Ende je eine Oeffnung
(205, 206) und zwischen diesen Oeffnungen eine nicht gelochte Mantelfläche (207) aufweist,
einem am Unterteil (1) axial nach oben gerichteten und mittels Verbindungsstegen (108)
gehaltenen Ventilstift (109),
einem am Oberteil (2) axial angeordneten, mittels eines im wesentlichen konischen
Zwischenteils (208) gehaltenen Ventilrohr (209),
wobei im montierten Zustand des Verschlusses das Innengewinde (201) mit dem Aussengewinde
(101) wirkverbunden ist, so dass durch Drehung des Oberteils (2) relativ zum Unterteil
(1) der Ventilstift (109) relativ zum Ventilrohr (209) axial versetzbar ist,
je einem am Unterteil (1) bzw. am Oberteil (2) axial gerichteten Zylinderabschnitt
(110, 210), und
einer an einem der Zylinderabschnitte (110) angeordneten und dem anderen Zylinderabschnitt
(210) zugewendeten Dichtungswölbung (111),
wobei im montierten Zustand des Verschlusses die beiden Zylinderabschnitte (110, 210)
über die Dichtungswölbung (111) abdichtend miteinander wirkverbunden sind und einander
auf zumindest einem Teil ihrer Länge koaxial umschliessen, so dass durch Drehung des
Oberteils (2) relativ zum Unterteil (1) die beiden Zylinderabschnitte (110, 210)
unter ständiger Abdichtung zueinander relativ zueinander axial versetzbar sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
der im montierten Zustand des Verschlusses innere Zylinderabschnitt (110) im mittleren
Bereich des Unterteils (1) zwischen dem Aussengewinde (101) und dem Ventilstift (109)
angeordnet ist,
der im montierten Zustand des Verschlusses äussere Zylinderabschnitt (210) im mittleren
Bereich des Oberteils (2) zwischen dem Innengewinde (201) und dem Ventilrohr (209)
angeordnet ist,
die Dichtungswölbung (111) im wesentlichen an einem oberen Ende (112) des inneren
Zylinderabschnitts (110) angeformt und radial nach aussen gerichtet ist,
wobei im montierten Zustand des Verschlusses und wenn dieser voll zugeschraubt ist,
die oberen Enden (112, 212) der beiden Zylinderabschnitte (110, 210) im wesentlichen
auf gleicher Höhe einander gegenüberliegen,
der Ventilstift (109) mittels der Verbindungsstege (108) am inneren Zylinderabschnitt
(110) und oberhalb davon gehalten ist, das Ventilrohr (209) mittels des im wesentlichen
konischen Zwischenteils (208) am äusseren Zylinderabschnitt 210) und oberhalb davon
gehalten ist,
im montierten Zustand des Verschlusses und wenn dieser voll zugeschraubt ist, der
Ventilstift (109) vom Ventilrohr (209) koaxial im wesentlichen auf der ganzen Länge
des Ventilrohrs (209) umschlossen ist,
im montierten Zustand des Verschlusses und wenn dieser voll aufgeschraubt ist, der
Ventilstift (209) im wesentlichen ausserhalb des Ventilrohrs (209) liegt, und
ein Abdichtungsteil (113) vorgesehen ist, der am oberen Ende des Ventilstifts (109)
als dessen Verlängerung axial daran angeformt ist,
wobei im montierten Zustand des Verschlusses und wenn dieser voll zugeschraubt ist,
der Abdichtungsteil (113) in die obere Oeffnung (206) des Oberteils (2) eingeführt
ist und diese stopft.
2. Verschluss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilstift (109)
und das Ventilrohr (209) beide kegelstumpfförmig und sich, im montierten Zustand
des Verschlusses betrachtet, zur oberen Oeffnung (206) des Oberteils (2) hin verjüngend
ausgebildet sind, wobei der Ventilstift (109) einen spitzeren Konuswinkel aufweist
als das Ventilrohr (209), und dass im montierten Zustand des Verschlusses und wenn
dieser voll zugeschraubt ist, der Ventilstift (109) einen Abstand zum Ventilrohr (209)
aufweist.
3. Verschluss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abdichtungsteil (113)
länger ist als eine vorbestimmte Dicke des Oberteils (2) an dessen oberem Ende (204)
im Bereich seiner oberen Oeffnung (206), und im montierten Zustand des Verschlusses
und wenn dieser voll zugeschraubt ist, ein oberes Ende (114) des Abdichtungsteils
(113) das obere Ende (204) des Oberteils (2) axial um eine vorbestimmte Vorsprunghöhe
überragt.
4. Verschluss nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine am Unterteil (1) parallel
zur Achse (A) und im Abstand dazu angeordnete, radial nach innen gerichtete Rippe
(115) und eine am Oberteil (2) parallel zur Achse (A) und im Abstand dazu angeordnete,
nach unten gerichtete Schikane (215), wobei die Rippe (115) und die Schikane (215)
im montierten Zustand des Verschlusses zusammenwirken, um durch Anschlag aufeinander
die mögliche Verdrehung des Oberteils (2) relativ zum Unterteil (1) auf einen bestimmten
Verdrehwinkel zu begrenzen, der kleiner ist als eine volle Umdrehung.
5. Verschluss nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Unterteil (1) mit
einem parallel zur Achse (A) und im Abstand dazu angeordneten, radial nach innen gerichteten
Nocken (118) versehen ist, der im montierten Zustand des Verschlusses und wenn dieser
sich in einer Position zwischen voll zugeschraubt und höchstens einviertel aufgeschraubt
befindet, mit der Schikane (215) zusammenwirkt, um eine Verdrehung des Oberteils
(2) relativ zum Unterteil (1) gegen die Wirkung der Elastizität des Materials überwindbar
zu hindern.
6. Verschluss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im montierten Zustand
des Verschlusses und wenn dieser bis zum Anschlag aufgeschraubt ist, der Durchmesser
des Abdichtungsteils (113) um 0,01 bis 0,25 mm grösser ist als der Durchmesser der
oberen Oeffnung (206), und das Material des Kunststoffs in bezug auf seine Elastizität
so gewählt ist, dass der Abdichtungsteil (113) in die obere Oeffnung (206) gegen die
Wirkung der Elastizität des Materials einführbar ist.
7. Verschluss nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch mindestens eine aussen am Unterteil
(1) im wesentlichen an dessen unterem Ende (103) angeordnete Markierung (116) und
mindestens eine aussen am Oberteil (2) zumindest in Nähe dessen unteren Endes (203)
angeordnete Markierung (216, 216′).
8. Verschluss nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Markierung
(116, 216′) als Prägemuster ausgebildet ist.
9. Verschluss nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Markierung
(216) als radial nach aussen ragendes Element ausgebildet ist.
10. Verschluss nach Anspruch 4 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass im montierten
Zustand des Verschlusses und wenn dieser bis zum Anschlag zugeschraubt ist, zumindest
je eine der am Unterteil (1) bzw. am Oberteil (2) angeordneten Markierungen (116,
216, 216′) einander gegenüberliegen.
11. Verschluss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtungswölbung
(111) als am inneren Zylinderabschnitt (110) angeformter Wulst ausgebildet ist.
12. Verschluss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine äussere Wandung
(217) des Ventilrohrs (209) als Nornmkonus ausgebildet ist.
13. Verschluss nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Nornmkonus ein Luer-Konus
ist.