[0001] Die Erfindung betrifft eine elektrostatische Pulverbeschichtungseinrichtung gemäß
dem Oberbegriff von Anspruch 1.
[0002] Eine solche elektrostatische Pulverbeschichtungseinrichtung ist aus der Praxis bekannt.
Bei ihr sind Druckregler als Druckeinstellgeräte vorgesehen. Anstelle von Druckreglern
könnten jedoch auch einstellbare Hähne oder einstellbare Strömungsdrosseln verwendet
werden. Injektoren zur pneumatischen Förderung von Beschichtungspulver sind aus der
DE-PS 1 266 685 ( US-PS 3 504 945) bekannt. Sprühvorrichtungen können die Form von
manuell betätigbaren Pistolen oder von automatisch gesteuerten Sprühgeräten haben.
Je nach dem gewünschten Sprühverfahren kann die Sprühvorrichtung verschieden ausgebildet
sein, wie z.B. die CH-PS 429 517 (=US-PS 3 521 815), DE-PS 36 08 415 (=US-PS 4 802
625) und DE-PS 36 08 426 (= US-PS 4 788 933) zeigen. In den beiden zuletzt genannten
Schriften sind Sprühvorrichtungen dargestellt, welchen zusätzlich zum Pulver-Gas-Strom
Reinigungsgas zugeführt wird, welches über Elektroden zum elektrostatischen Aufladen
des Beschichtungspulvers strömt und dadurch diese Elektroden reinigt und von Verunreinigungen
durch Pulverablagerungen freihält. Die Hochspannung für die Elektroden kann in bekannter
Weise durch einen in der Sprühvorrichtung enthaltenen Hochspannungserzeuger oder
durch einen externen Hochspannungserzeuger erzeugt werden. Die Hochspannung des Hochspannungserzeugers
erzeugt zwischen den Elektroden und einem zu beschichtenden Objekt, welches geerdet
ist, ein elektrostatisches Feld, entlang welchem die Partikel des Beschichtungspulvers
von der Sprühvorrichtung zum Objekt fliegen.
[0003] Um einen konstanten Förderstrom des Pulver-Luft-Gemisches zu erreichen, muß die
Luftgeschwindigkeit in den Fluidleitungen, also insbesondere in den Pulverförderschäuchen,
10 bis 15 m/sec betragen. Bei einer niedrigeren Luftgeschwindigkeit in der Fluidleitung
wird die Pulverförderung ungleichmäßig; es entsteht eine Pulsation des Pulver-Luft-Gemisches,
welche sich bis zum Pulveraustritt an der Sprühvorrichtung fortpflanzt. Bei höherer
Luftgeschwindigkeit wird das elektrostatische Auftragen des Beschichtungspulvers
auf das zu beschichtende Objekt sehr stark beeinträchtigt,weil dann die Gefahr besteht,
daß das schon auf dem Objekt abgeschiedene Pulver wieder weggeblasen wird.
[0004] Je nach den Erfordernissen des Beschichtungsvorganges wird die der Sprühvorrichtung
zugeführte Pulvermenge erhöht oder erniedrigt. Ein Praxiswert für die pro Zeiteinheit
zugeführte Pulvermenge ist 300 g/min. Wenn die pro Zeiteinheit zugeführte Pulvermenge
reduziert werden muß, so wird als erstes der Druck der zum Injektor zugeführten Förderluft
reduziert. Damit wird auch die Durchflußgeschwindigkeit der Förderluft in den Fluidleitungen
reduziert. Jedoch darf die Gesamtluftmenge weder zu niedrig werden noch einen Höchstwert
überschreiten. Um diese Luftmengenreduktion auszugleichen, also um w ieder mindestens
auf 10 mm/sec. Luftgeschwindigkeit zu gelangen, unter Beibehaltung des reduzierten
Pulverausstoßes, wird dem Injektor mehr Dosierluft zugeführt. Die bekannte Funktion
der Injektoren ist folgende:
Die Förderluft erzeugt im Injektor einen Unterdruck, durch welchen Beschichtungspulver
aus einem Pulverbehälter angesaugt, von der Förderluft erfaßt und durch Fluidleitungen
der Sprühvorrichtung zugeführt wird. Durch Verändern des Druckes und damit auch der
Menge der Förderluft kann die pro Zeiteinheit geförderte Menge von Beschichtungspulver
eingestellt werden. Da die Förderleistung von der Größe des von der Förderluft erzeugten
Unterdruckes im Injektor abhängig ist, kann bei konstanter oder variabler Förderluft
die Förderleistung auch dadurch geregelt werden, daß in den Unterdruckbereich des
Injektors Dosierluft eingeleitet wird, um dadurch die Größe des Unterdrucks entsprechend
der gewünschten Fördermenge von Pulver zu verändern. Dies bedeutet, daß die Pulverfördermenge
nicht allein von der Förderluftmenge abhängig ist, sondern von der Differenz von Förderluft
minus Dosierluft. Die Gesamtluftmenge, welche das Beschichtungspulver transportiert,
muß jedoch aus den eingangs genannten Gründen für einen bestimmten Beschichtungsvorgang
konstant bleiben.
[0005] In der Praxis beobachtet die Bedienungsperson die auf das zu beschichtende Objekt
gerichtete Beschichtungspulverwolke und stellt anhand dieser visuellen Beobachtung
die Drücke der Förderluft und der Dosierluft ein. Damit die Einstellungen im richtigen
Maß erfolgen, werden vom Hersteller der Beschichtungseinrichtung Diagramme erstellt
und der Pulverbeschichtungseinrichtung mitgeliefert. Dadurch kann die Bedienungsperson
das Druckeinstellgerät für die Förderluft und das Druckeinstellgerät für die Dosierluft
so einstellen, daß deren Druckwerte innerhalb eines auf den Diagrammen angegebenen
Bereiches liegen. Die Diagramme werden aber von den Bedienungspersonen selten oder
nie beachtet, was bewirkt, daß oft mit Fehleinstellungen gearbeitet wird.
[0006] Durch die Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, die richtige Einstellung der
Förderluftmenge und der Dosierluftmenge auf optimale Werte zu erleichtern.
[0007] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die Merkmale von Anspruch 1 gelöst.
[0008] Weitere Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen enthalten.
[0009] Gemäß der Erfindung ist ein erstes Durchflußmeßgerät vorgesehen, welches eine Anzeige
liefert, die von der gesamten pro Zeiteinheit strömenden Gasmenge abhängig ist, welche
das Beschichtungspulver vom Injektor zur Sprühvorrichtung transportiert. Dieses
erste Durchflußmeßgerät ist vorzugsweise in der Gasversorgungsleitung angeordnet,
welche das Fördergas und das Dosiergas liefert. Dieses Gas-Durchflußmeßgerät ist vorzugsweise
ein sogenannter Schwebekörper-Durchflußmesser. In ihm schwebt ein Schwebekörper in
einem von unten nach oben strömenden Gasstrom. Die Höhenlage des Schwebekörpers hängt
von der Stärke des Gasstromes ab und ist deshalb ein Maß für die pro Zeiteinheit durch
den Schwebekörper-Durchflußmesser hindurchströmenden Gasmenge. Am Durchflußmesser
können Markierungen angebracht sein,welche auf die Gas-Durchflußmenge abgestimmt sind.
Dadurch kann die Bedienungsperson, wenn sie den Fördergasdruck und/oder den Dosiergasdruck
verändert, am Schwebekörper-Durchflußmesser darauf achten, daß sich der Schwebekörper
bei oder innerhalb von bestimmten Markierungen befindet, welche der optimalen Gesamtgasmenge
von Fördergas und Dosiergas entspricht, welche zusammen mit dem Beschichtungspulver
vom Injektor zur Sprühvorrichtung strömt. Wie eingangs erwähnt wurde, ist die optimale
Menge des gesamten Gases von mehreren Faktoren abhängig, wobei hier zusätzlich noch
der Durchmesser und die Länge der Fluidleitungen erwähnt werden.
[0010] Eine weitere Anwendung des Erfindungsgedankens besteht in der Verwendung eines zweiten
Durchflußmeßgerätes in einer Zusatzgasleitung, über welche der Sprühvorrichtung getrennt
vom Beschichtungspulverstrom Zusatzgas zugeführt werden kann. Das Zusatzgas kann
zur Reinigung von Teilen der Sprühvorrichtung, beispielsweise zum Reinigen von Elektroden
dienen, wie dies in den DE-PS 36 08 426 und 36 08 415 gezeigt ist, oder zur Erzeugung
einer im Strömungsweg des Beschichtungspulverstromes liegenden Gaswand dienen, wie
dies in der genannten DE-PS 36 08 426 gezeigt ist, oder zur Erzeugung von Gasströmen
dienen, welche eine Ablagerung von Beschichtungspulver auf bestimmten Außenflächen
der Sprühvorrichtung verhindern, wie dies aus der DE-OS 25 09 851 bekannt ist. Der
Druck des Zusatzgases wird mit einem dritten Druckeinstellgerät in Abhängigkeit von
den Innenquerschnittsgrößen und in Abhängigkeit von den Längen der Fluidleitungen
sowie in Abhängigkeit von anderen Beschichtungskriterien eingestellt.
[0011] Die Innenquerschnittsgrößen und Längen sowie anderen Kriterien können sich je nach
Verwendung der Pulverbeschichtungseinrichtung ändern, wodurch dann auch der Druck
des Zusatzgases geändert werden muß. Gleichzeitig ist es aber häufig erforderlich,
daß die pro Zeiteinheit zugeführte Menge von Zusatzgas auf einem vorbestimmten optimalen
Wert konstant gehalten wird. Durch Verwendung des zweiten Durchflußmeßgerätes kann
die Bedienungsperson Änderungen der Zusatzgas-Mengen erkennen und sie kann die Druckeinstellung
am dritten Druckeinstellgerät so vornehmen, daß die optimale Zusatz-Gasmenge beibehalten
wird. Auch das Zusatzgas ist vorzugsweise Luft.
[0012] Die Erfindung hat zussätzlich zum Vorteil einer erleichterten Einstellung der optimalen
Werte auch den Vorteil, daß die Werte auf einfache Weise reproduzierbar sind. Reproduzierbar
bedeutet hierbei, daßbei Verstellung der Förderluft und/oder Dosierluft und/oder Zusatzluft
die ursprünglichen Verhältnisse und die Gesamtluftmenge später wieder eingestellt
werden können.
[0013] Die Erfindung wird im folgenden mit Bezug auf die Zeichnung beschrieben.
Fig.1 zeigt unmaßstäblich und schematisch eine bevorzugte Ausführungsform einer elektrostatischen
Pulverbeschichtungseinrichtung nach der Erfindung.
[0014] Die elektrostatische Pulverbeschichtungseinrichtung nach der Erfindung enthält einen
Injektor 2, welcher nach dem Prinzip der Venturi-Düse, auch bekannt als Wasserstrahlpumpe,
arbeitet. An den Injektor 2 ist eine Fördergasleitung 4 angeschlossen, in welcher
sich ein erstes Druckeinstellgerät 6 in Form eines einstellbaren Druckreglers zur
Einstellung des Druckes der Förderluft und ein Fördergasmanometer 8 befindet, welches
den Druck der Förderluft optisch anzeigt. Die Förderluft erzeugt im Unterdruckbereich
10 des Manometers 2 in bekannter Weise einen Unterdruck und saugt dadurch aus einem
Pulverbehälter 12 Beschichtungspulver, welches dann von der Förderluft über eine Pulverzufuhrleitung
14, normalerweise ein Schlauch, einer Sprühvorrichtung 16 zugeführt wird. Die Sprühvorrichtung
16 enthält in bekannter Weise Elektroden zur elektrostatischen Aufladung des Beschichtungspulvers
und zerstäubt das Beschichtungspulver 18 in Form einer Pulverwolke auf ein zu beschichtendes
Objekt 20. Die Elektroden 22 in der Sprühvorrichtung 16 sind nur schematisch dargestellt.
Die Sprühvorrichtung 16 kann die Form einer von Hand bedienbaren Pistole oder eines
automatischen Sprühgerätes haben.
[0015] Ferner ist an den Injektor 2 eine Dosiergasleitung 24 angeschlossen, in welcher
sich eine Strömungsdrossel 25 und stromauf davon ein zweites Druckeinstellgerät 26
in Form eines einstellbaren Druckreglers und ein zweites Manometer 28 zur Einstellung
und visuellen Anzeige des Dosiergasdruckes befinden. Die Manometer 8 und 28 müssen
also jeweils stromabwärts von den beiden Druckreglern 6 und 26 angeordnet sein. Die
Dosierluft kann von der Dosiergasleitung 24 in den Unterdruckbereich 10 des Injektors
2 strömen.Der Injektor 2 fördert dann am meisten Beschichtungspulver, wenn keine Dosierluft
zugeführt wird. Je mehr Dosierluft zugeführt wird, desto geringer ist der Unterdruck
im Unterdruckbereich 10 und desto weniger Beschichtungspulver wird gefördert. In
der Pulverzuleitung 14 strömt also Beschichtungspulver und Fördergas sowie keine
oder eine bestimmte Menge Dosiergas. Die Manometer 8 und 28 sind jeweils mit einer
Skala 29 und 30 versehen, welche in Druck und/oder Druckflußmenge pro Zeiteinheit,
z.B. in Nm³/h, geeicht sind. Die Eingänge 32 und 34 der beiden Druckeinstellgeräte
6 und 26 sind an den Ausgangsabschnitt 36 einer Gaszufuhrleitung 38 angeschlossen,
deren Eingangsabschnitt 40 an den Ausgang 42 eines elektromagnetisch betätigbaren
Ein-Aus-Ventils 44 (in DIN-Normen als Wegeventil bezeichnet) angeschlossen ist. Die
beiden Abschnitte 36 und 40 sind über ein erstes Durchflußmeßgerät 46 miteinander
verbunden, welches bei der dargestellten Ausführungsform ein vertikal angeordneter
Schwebekörper-Durchflußmesser ist. Dieser besteht aus einem im wesentlichen vertikal
angeordneten Meßrohr 48 und einem darin angeordneten Schwebekörper 50, welcher von
dem vom Eingangsabschnitt 40 vertikal nach oben durch ihn hindurch zum Ausgangsabschnitt
36 strömenden Gas je nach Gasstromstärke auf einer bestimmten Höhenposition im Schwebezustand
gehalten wird. Dies bedeutet, daß die Höhenposition des Schwebekörpers 50 ein Maß
für die pro Zeiteinheit durch das Meßrohr 48 hindurchströmende Gasmenge ist. An der
Höhenposition des Schwebekörpers 50 relativ zu einer Skala oder Markierung 52 auf
dem Meßrohr 48 kann eine Bedienungsperson erkennen, ob die pro Zeiteinheit zugeführte
Gasmenge den gewünschten Wert hat. Diese Gasmenge ist die Gesamtmenge aus Förderluft
und Dosierluft, welche über den Injektor 2 zur Sprühvorrichtung 16 strömt. Wenn eine
Bedienungsperson den ersten Druckregler 6 für Förderluft und/oder den zweiten Druckregler
26 für Dosierluft auf andere Druckwerte einstellt, welche ihr von den Manometern 8
und 28 angezeigt werden, dann kann die Bedienungsperson durch Beobachtung der Höhenposition
des Schwebekörpers 50 auf einfache Weise darauf achten, daß die Gesamtluftmenge von
Förderluft und Dosierluft den gewünschten Wert beibehält oder auf einen gewünschten
neuen Wert eingestellt wird.
[0016] Durch die Erfindung kann auch eine weniger qualifizierte Bedieungsperson auf einfache
Weise durch Beobachtung der Manometer 8 und 28 und Beobachtung des Schwebekörpers
50 relativ zur Skala oder Markierung 52 die Drücke und Strömungsmengen optimal einstellen.
[0017] Die Eingangsseite 54 des Ventils 44 ist über einen dritten Druckregler 56 an eine
Druckgasquelle, vorzugsweise eine Druckluftquelle 58angeschlossen. Von der Verbindungsleitung
60 zwischen dem einstellbaren dritten Druckregler 56 und dem Ventil 44 zweigt eine
Fluidleitung 62 ab, welche einen einstellbaren vierten Druckregler 64 enthält und
mit ihrem stromabwärtigen Ende 66 an den Pulverbehälter 12 angeschlossen ist, um
darin in bekannter Weise Beschichtungspulver in einem fluidisierten Zustand zu halten.
[0018] An den Ausgang 42 des Ventils 44 ist auch eine Zusatzgasleitung 70 zur Zufuhr von
Zusatzgas getrennt vom Beschichtungspulver zur Sprühvorrichtung 16 angeschlossen,
welche der Sprühvorrichtung 16 Zusatzgas zum Reinigen der Elektroden 22 zuführt. Das
Reinigen der Elektroden durch Zusatzgas ist aus den DE-PS 36 08 415 und 36 08 426
bekannt. Ferner kann das Zusatzgas in der Sprühvorrichtung 16 zur Erzeugung eines
den Pulverstrom ablenkenden Gasstromes verwendet werden, wie dies aus der DE-PS 36
08 426 bekannt ist. Darüberhinaus kann das Zusatzgas auch dazu verwendet werden, Beschichtungspulver
von Außenflächen der Sprühvorrichtung 16 abzuhalten, wie dies aus der DE-OS 25 09
851 bekannt ist. In der Zusatzgasleitung 70 befindet sich ein einstellbarer fünfter
Druckregler 72 und ein zweites Durchflußmeßgerät 74, welches in gleicher Weise wie
das erste Durchflußmeßgerät 46 ausgebildet sein kann und von unten nach oben vom Zusatzluftstrom
durchströmt wird und dabei je nach Strömungsstärke einen in einem Meßrohr 48 vorhandenen
Schwebekörper 50 relativ zu einer Skala oder Markierung 52 auf einer bestimmten Höhenposition
hält . Die Meßrohre 48 der beiden Durchflußmeßgeräte 46 und 74 müssen also zumindest
auf einer Seite durchsichtig sein, damit der Schwebekörper 50 von außen sichtbar ist.
Vorzugsweise bestehen die Meßrohre 48 insgesamt aus einem durchsichtigen Kunststoffmaterial.
Ferner haben die Meßrohre gemäß der Zeichnung vorzugsweise einen in Strömungsrichtung
von unten nach oben kegelstumpfförmig geringfügig größer werdenden Innendurchmesser.
[0019] Anstelle der einstellbaren Druckregler 6, 26, 56,64 und 72 können auch einstellbare
Strömungsdrosseln oder Hähne verwendet werden.
[0020] Die elektrostatische Pulverbeschichtungseinrichtung nach der Erfindung kann von
einer Bedienungsperson von Hand eingestellt werden. Jedoch ist es durch die Erfindung
auch möglich, die Druckeinstellgeräte 6,26 und 72 in Abhängigkeit von Sollwerten
und in Abhängigkeit von Meßwerten der beiden Durchflußmeßgeräte 46 und 74 durch einen
Mikrocomputer automatisch zu steuern.
1. Elektrostatische Pulverbeschichtungseinrichtung,
- mit einem Injektor (2) zur pneumatischen Förderung von Beschichtungspulver von einem
Pulverbehälter (12) zu einer Sprühvorrichtung (16),
- mit einer an den Injektor (2) angeschlossenen Fördergasleitung (4), welche mit einem
einstellbaren ersten Druckeinstellgerät (6) versehen ist,
- mit einer an den Injektor (2) angeschlossenen Dosiergasleitung (24), welche mit
einem einstellbaren zweiten Druckeinstellgerät (26) versehen ist,
- und mit einer Gaszufuhrleitung (38) zur Zufuhr von Gas zu den beiden Druckeinstellgeräten
(6, 26),
dadurch gekennzeichnet
- daß ein erstes Durchflußmeßgerät (46) vorgesehen ist, welches eine Anzeige (50,52)
liefert, die von der gesamten Gasdruchflußmenge abhängig ist, welche pro Zeiteinheit
zusammen mit dem Beschichtungspulver vom Injektor (2) zur Sprühvorrichtung (16) strömt.
2. Pulverbeschichtungseinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Gaszufuhrleitung (38) mit dem ersten Durchflußmeßgerät (46) versehen ist,
und daß dieses eine Anzeige (50,52) liefert, die von der gesamten pro Zeiteinheit
zugeführten Gasdurchflußmenge bestehend aus "Fördergas der Fördergasleitung (4) plus
Dosiergas der Dosiergasleitung (24)" abhängig ist.
3. Pulverbeschichtungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Zusatzgasleitung (70) vorgesehen ist, über welche der Sprühvorrichtung (16)
Zusatzgas getrennt vom Beschichtungspulver zuführbar ist, und daß sich in der Zusatzgasleitung
(70) ein drittes Druckeinstellgerät (72) und ein zweites Durchflußmeßgerät (74) befindet.
4. Pulverbeschichtungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eines der beiden Durchflußmeßgeräte (46,74) ein Schwebekörper-Durchflußmeßgerät
mit einem im Gasstrom schwebenden Schwebekörper (50) ist, dessen von der Strömungsstärke
abhängige Position ein Maß für die Pro Zeiteinheit hindurchströmende Gasmenge liefert.
5. Pulverbeschichtungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eines der bezüglich ihres Ausgangsdruckes einstellbaren Druckeinstellgeräte
(6,26,72) ein einstellbarer Druckregler ist.