[0001] Die Erfindung betrifft einen Drehverschluß für einen Sportschuh, insbesondere einen
Skischuh, gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Ein Drehverschluß der im Oberbegriff des Anspruches 1 vorausgesetzten Art ist durch
die EP-A-255 869 bekannt.
[0003] Mit diesem bekannten Drehverschluß werden die Schließlappen des Schuhes über Zugseil-Spannglieder
festgezogen bzw. gelöst. Die Zugseil-Spannglieder werden dabei auf einer Scheibe
auf- bzw. abgewickelt, wobei die Scheibe von Hand über eine Betätigungswelle drehbar
ist.
[0004] Zur Aufrechterhaltung einer vorgenommenen Einstellung ist eine Sperreinrichtung vorgesehene
Durch eine Vielzahl von Verriegelungsstellungen ist eine äußerst feinfühlige Einstellung
des Drehverschlusses möglich. Das Lösen der Sperreinrichtung erfolgt durch eine kurze
Drehung im umgekehrten Sinne zur Festzieh-Drehbewegung.
[0005] Zum Lösen des Verschlusses zwecks Betätigung der Sperreinrichtung ist ein Bücken
des Benutzers nötig.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Drehverschluß der im Oberbegriff
des Anspruches 1 vorausgesetzten Art in der Weise weiterzuentwickeln, daß ein Lösen
des Verschlusses möglich ist, ohne sich zwecks Betätigung der Sperreinrichtung bücken
zu müssen.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch das kennzeichnende Merkmal des Anspruches
1 gelöst.
[0008] Bei dieser erfindungsgemäßen Ausführung ist es dem Benutzer möglich, im aufrechten
Zustand ein Ausrückelement zu betätigen, das die Scheibe von der durch die Sperreinrichtung
festgesetzten Betätigungswelle freigibt.
[0009] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche
und werden im Zusammenhang mit den in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert.
[0010] In der Zeichnung zeigen
Fig.1 einen Schnitt durch ein erstes Ausführungsbeispiel bei geschlossener Kupplung,
Fig.2 einen Schnitt durch das erste Ausführungsbeispiel der Fig.1 längs der Linie
II-II,
Fig.3 einen Schnitt durch das erste Ausführungsbeispiel bei geöffneter Kupplung,
Fig.4 einen Schnitt durch ein zweites Ausführungsbeispiel,
Fig.5 einen Schnitt durch das zweite Ausführungsbeispiel der Fig.4 längs der Linie
V-V,
Fig.6 einen Schnitt durch das um 90o gedrehte zweite Ausführungsbeispiel,
Fig.7 einen Schnitt durch das zweite Auführungsbeispiel der Fig.6 längs der Linie
VII-VII.
[0011] Anhand der Fig.1 und 2 wird ein erstes Ausführungsbeispiel des Drehverschlusses
näher erläutert. Ein zylindrisch ausgebildeter Rahmen 1 wird von unten mit einem
Boden 2 abgeschlossen. Von oben ist in den Rahmen 1 eine Zwischenscheibe 3 drehbar
eingelegt. Darüber ist ein Betätigungsgriff 4 angeordnet, der eine kreisringförmige
Nut 5 aufweist. Ein entsprechender, gleichfalls kreisförmiger Steg 6 des Rahmens 1
greift in diese Nut 5 ein und gewährleistet somit eine geführte Drehbewegung des
Betätigungsgriffes 4.
[0012] Der Rahmen 1, die Zwischenscheibe 3 und der Betätigungsgriff 4 sind jeweils mit
einer zentralen Öffnung versehen, in die von unten eine Kupplungsbuchse 7 eingeführt
ist. Die Kupplungsbuchse 7 ist im Bereich des Rahmens 1 zylindrisch ausgebildet und
stützt sich nach oben durch einen Vorsprung 7a am entsprechenden Gegenstück des Rahmens
1 ab. Im Bereich der Zwischenscheibe 3 ist die Kupplungsbuchse 7 als Vierkant ausgebildet,
der mit der als Innenvierkant ausgebildeten Öffnung der Zwischenscheibe 3 eine drehfeste
Verbindung darstellt. Auf den darüberliegenden, wieder zylindrisch ausgebildeten
Bereich der Kupplungsbuchse 7 ist eine Mutter 8 aufgeschraubt. Das untere Ende 9 der
Mutter 8 stützt sich auf der Zwischenscheibe 3 ab, so daß die Zwischenscheibe 3 in
ihrer Lage fixiert ist und nur eine Drehbewegung um die zentrale Achse 10 des Drehverschlusses
durchführen kann. Im unteren Bereich liegt der Betätigungsgriff mit seiner Innenbohrung
an der Mutter 8 an. Eine Bewegung des Betätigungsgriffes 4 nach oben wird durch einen
Vorsprung 11 der Mutter 8 und der entspre chenden Ausnehmung 12 des Betätigungsgriffes
4 verhindert. In die Kupplungsbuchse 7 ist eine Betätigungswelle 13 eingeführt.
Die Betätigungswelle 13 ist in ihrem mittleren Bereich mit einer Verzahnung versehen,
die in eine entsprechende Gegenverzahnung der Kupplungsbuchse 7 eingreift und somit
einerseits eine Verschiebung längs der Achse 10 und andererseits eine drehfeste Verbindung
mit der Kupplungsbuchse 7 ermöglicht.
[0013] In der durch den Rahmen 1 und den Boden 2 gebildeten Kammer ist eine Seilscheibe
14 konzentrisch um die Achse 10 angeordnet. Die Seilscheibe 14 weist an ihrem Umfang
eine umlaufende Nut 16 auf, in der ein Zugelement 17, beispielsweise ein Zugseil,
zum Auf- bzw. Abwickeln aufgenommen ist. Zwischen der Seilscheibe 14 und dem Rahmen
1 ist ein Planetengetriebe zum Antrieb der Seilscheibe 14 vorgesehen. Zu diesem Planetengetriebe
gehört ein koaxial um die Betätigungswelle 13 angeordnetes Sonnenrad 18, das als Antriebszahnrad
und über eine Kupplung drehfest mit der Betätigungswelle verbunden werden kann. Ferner
gehört zum Planetengetriebe ein am Rahmen 1 drehfest angebrachter, innenverzahnter
Zahnkranz 20. Im Bereich zwischen diesem Zahnkranz 20 und dem Sonnenrad 18 sind Planetenräder
19 vorgesehen, die drehbar über Zapfen 21 mit der Seilscheibe 14 verbunden sind.
[0014] Die Kupplung zur Übertragung der Drehbewegung der Betätigungswelle 13 auf die Seilscheibe
14 ist als Zahnkupplung ausgebildet und enthält zwei mit einer Verzahnung versehene
Kupplungsteile, von denen der eine Kupplungsteil 22 fest am unteren Ende der Betätigungswelle
und der andere Kupplungsteil 23 am Sonnenrad 18 ange ordnet ist. Hierbei sind der
Kupplungsteil 23 und das Sonnenrad 18 vorzugsweise einstückig ausgebildet.
[0015] In ähnlicher Weise wie auch bei der bekannten Ausführung gemäß EP-A-255 869 ist
in der Zwischenscheibe 3 eine Sperreinrichtung angeordnet, die die Betätigungswelle
in der vorgenommenen Einstellung des Verschlusses fixiert. Die Sperreinrichtung enthält
eine Sperrklinke 24, die nach Art eines zweiarmigen Hebels um einen Schwenkzapfen
27 schwenkbar gelagert ist. Weiterhin ist auf dem Rahmen 1 ein konzentrisch zur Betätigungswelle
10 angeordneter Zahnkranz 25 vorgesehen, in den die mit einer Feder vorgespannte Sperrklinke
24 eingreift, wenn eine Drehbewegung im Sinne eines Aufwickelns des Zugelementes
17 auf der Seilscheibe 14 erfolgt.
[0016] An dem der Kupplung abgewandten Ende der Betätigungswelle 13 ist ein Betätigungsknopf
26 fest mit der Betätigungswelle 13 verbunden. Ein kreisringförmiger Wulst 26a des
pilzförmigen Betätigungsknopfes 26 ist in einer entsprechenden Nut 28 des Betätigungsgriffes
4 geführt, wobei eine Verschiebung des Betätigungsknopfes 26 in Richtung der Achse
10 möglich ist. Eine zusätzliche Führung erhält der Betätigungsknopf 26 in der Ausnehmung
12 des Betätigungsgriffes 4. In einer Ausnehmung 34 des Betätigungsknopfes 26 ist
eine Feder 29 untergebracht, die sich einerseits nach unter auf der Mutter 8 und
nach oben gegen den Betätigungsknopf 26 abstützt.
[0017] Zur Übertragung der Drehbewegung des Betätigungsgriffes 4 auf die Zwischenscheibe
3 ist der Betätigungsgriff 4 mit einem Zapfen 31 versehen, der in eine Ausnehmung
30 der Zwischenscheibe 3 eingreift. Der Zapfen 31 kommt dabei mit einem Anschlag 32
bei einer Drehung im Sinne des Aufwickelns des Zugelementes 17 und mit einem Anschlag
33 bei Drehung im Sinne des Abwickelns des Zugelementes 17 in Verbindung.
[0018] Anhand der Fig.1 bis 3 wird im folgenden die Funktion des ersten Ausführungsbeispieles
erläutert.
[0019] Bei Drehung des Betätigungsgriffes 4 im Sinne eines Aufwickelns des Zugelementes
17 auf der Seilscheibe 14 muß gegebenenfalls zunächst ein gewisser Leerweg vom Anschlag
33 zum Anschlag 32 zurückgelegt werden, bevor der Zapfen 31 die zwischenscheibe 3
in der Drehbewegung mitnimmt. Durch die Federvorspannung der Sperrklinke 24 kommt
die Sperrklinke nacheinander mit den in Umfangsrichtung verteilten Zähnen des Zahnkranzes
25 in Eingriff. Nach Beendigung der Drehbewegung durch den Betätigungsgriff 4 wird
die erreichte Drehstellung des Drehverschlusses durch die Eingriffsstellung der Sperrklinke
24 fixiert. Die drehfest mit der Zwischenscheibe 3 verbundene Kupplungsbuchse 7 überträgt
die Drehbewegung auf die Betätigungswelle 13. Die Drehbewegung wird über die geschlossene
Kupplung und das Planetengetriebe auf die Seilscheibe 14 übertragen. Das Aufwickeln
des Zugelementes 17 auf der Seilscheibe 14 bewirkt ein Festziehen der schließelemente
des Schuhes.
[0020] Das Abwickeln des Zugelementes 17 von der Seilscheibe 14, d. h. das Lösen der Schließelemente
des Schuhes, wird durch eine entgegengesetzte Drehbewegung des Betätigungsgriffes
4 erreicht. Dabei wird zunächst der Leerweg zwischen den beiden Anschlägen 32 und
33 zurückgelegt, wodurch der Verzahnungsgriff zwischen der Sperrklinke 24 und dem
Zahnkranz 25 aufgehoben wird. Durch weiteres Drehen des Betätigungsgriffes 4 kann
das Zugelement 17 von der Seilscheibe 14 abgewickelt werden.
[0021] Eine weitere Möglichkeit zum Lösen der Seilscheibe 14 zwecks Abwicklung des Zuglementes
17 bietet der Betätigungsknopf 26. Durch Druck auf den Betätigungsknof 26 kann die
Betätigungswelle 13 gegen die Kraft der Feder 29 axial verschoben werden. Die Betätigungswelle
13 mit dem darauf befestigten Betätigungsknopf 26 befindet sich dann in der in Fig.3
dargestellten Position. Der Betätigungsknopf 26, der gleichzeitig einen Abschlußdeckel
für den Betätigungsgriff 4 bildet, wird in seiner Bewegung durch die Mutter 8 begrenzt.
Zuvor sind jedoch bereits die beiden Kupplungsteile 22 und 23 mit ihren Verzahnungen
außer Eingriff gebracht. Dies wiederum bedeutet, daß das Planetengetriebe und die
Seilscheibe 14 frei beweglich sind und sich das Zugelement 17 entspannen kann. Der
Druck auf den Betätigungsknopf 26 kann dabei mit dem Fuß, einem Skistock oder anderen
Hilfsmitteln erfolgen. In jedem Fall ist es möglich, die Sperreinrichtung zu umgehen
und ein Lösen der Schließelemente des Schuhes zu erreichen, ohne sich bücken zu müssen.
[0022] Sobald der Druck vom Betätigungsknopf 26 weggenommen wird, drückt die Feder 29 die
Kupplung über den Betätigungsknopf 26 und die Betätigungswelle 13 in ihre Eingriffsstellung
zurück.
[0023] Für das zweite Ausführungsbeispiel gemäß den Fig.4 bis 7 werden für die gleichen
Teile die gleichen Bezugsziffern wie im ersten Ausführungsbeispiel verwendet.
[0024] Ein runder Rahmen 1′ ist mit einem Gehäuseteil 35 verbunden. Dazwischen ist in analoger
Weise zum ersten Ausführungsbeispiel die Seilscheibe 14 und das aus Sonnenrad 18,
Planetenrädern 19 und Zahnkranz 20 bestehende Getriebe vorgesehen. Auch die Kupplung
zwischen Sonnenrade 18 und Betätigungswelle 13 ist bei dem zweiten Ausführungsbeispiel
in analoger Weise ausgeführt.
[0025] Auf der der Seilscheibe 14 und dem Getriebe abgewandten Seite des Rahmens 1′ ist
konzentrisch zur Achse 10 eine Zwischenscheibe 3′ angeordnet. Die Betätigungswelle
13 ist einerseits drehbar im Rahmen 1′ gelagert und andererseits drehfest mit der
Zwischenscheibe verbunden. Die Betätigungswelle 13 ist dabei in dem Bereich, in dem
sie mit der Zwischenscheibe 3′ in Verbindung kommt, sechseckig ausgebildet, wobei
die Zwischenscheibe 3′ eine entsprechend sechseckige Ausnehmung aufweist und auf diese
Weise die drehfeste Verbindung gewährleistet wird.
[0026] Über der Zwischenscheibe 3′ ist ein haubenförmiger Betätigungsgriff 4′ vorgesehen.
Der Rahmen 1′ weist auf der Außenseite im Bereich der Zwischenscheibe 3′ einen Ansatz
1a′ auf.
[0027] Der Betätigungsgriff 4′ ist seitlich so weit nach unten gezogen, daß er den Ansatz
1a′ überdeckt und mit diesem eine Schnappverbindung bildet.
[0028] Etwa in der Mitte zwischen der Mitte des Betätigungsgriffes 4′ und seinem äußeren
Umfang sind gegenüberliegend zwei Zapfen 4′a und 4′b vorgesehen. Ist der Betätigungsgriff
4′ auf den Rahmen 1′ aufgeschnappt, so ragen die beiden Zapfen 4′a und 4′b in entsprechende
Ausnehmungen in der Zwischenscheibe 3′.
[0029] Der Betätigungsgriff 4′ weist um die Achse 10 einen elastisch verformbaren Bereich
4′c auf, der mit dem der Kupplung abgewandten Ende der Betätigungswelle 13 in Verbindung
steht.
[0030] In Fig.6 ist das zweite Ausführungsbeispiel gemäß Fig.4 um 90
o gedreht dargestellt. Dabei wird ersichtlich, daß an der Betätigungswelle 13 eine
als Blattfeder ausgebildete Feder 36 vorgesehen ist, wodurch das mit der Betätigungswelle
13 fest verbundene Kupplungsteil 22 in Eingriffstellung mit dem Kupplungsteil 23 am
Sonnenrad 18 gedrückt wird.
[0031] Der Aufbau der Sperreinrichtung bei dem zweiten Ausführungsbeispiel wird insbesondere
durch die Schnittdarstellung in Fig.5 deutlich. In der Zwischenscheibe 3′ ist ein
Sperrschieber 37 vorgesehen, der mit einem fest am Rahmen 1′ angeordneten Verzahnungsring
38 in Eingriff kommt. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist der Verzahnungsring 38 einstückig
mit dem Rahmen 1′ ausgebildet. Eine Feder 39 hält dabei den Sperrschieber 37 mit
dem Verzahnungsring 38 in Eingriff.
[0032] Eine Drehbewegung des Betätigungsgriffes 4′ wird über die beiden Zapfen 4′a und 4′b
auf die Zwischenscheibe 3′ übertragen. Der Zapfen 4′a wird dabei in einer Ausnehmung
3′a der Zwischenscheibe 3′ geführt, während der Zapfen 4′b in eine Ausnehmung 37a
des in der Zwischenscheibe 3′geführten Sperrschiebers 37 eingreift.
[0033] Die Ausnehmung 3′a in der Zwischenscheibe 3′ ist konzentrisch um die Achse 10 ausgebildet,
wobei die Ausnehmung 3′a nur einn kleinen Winkelbereich überdeckt.
[0034] Im Gegensatz dazu weist die Ausnehmung 37a im Sperrschieber 37 einen Begrenzung
auf, die insbesondere im Bereich zwischen dem Zapfen 4′b und der Mittelachse 10 gradlinig
verläuft, wobei der radiale Abstand sich stetig vergrößert.
[0035] Fig.7 stellt einen Schnitt längs der Linie VII-VII der Fig.6 dar, wobei insbesondere
die Anordnung des Planetengetriebes veranschaulicht wird.
[0036] Das Planetengetriebe des ersten Ausführungsbeispieles ist in gleicher Weise aufgebaut.
[0037] Im folgenden wird die Funktion des zweiten Ausführungsbeispieles näher erläutert:
[0038] Durch eine Drehbewegung des Betätigungsgriffes 4′ im Uhrzeigersinn wird die Zwischenscheibe
3′ über den Zapfen 4′a und gegebenenfalls auch über den Zapfen 4′b mitgenommen. Durch
die drehfeste Verbindung von Zwischenscheibe 3′ und Betätigungswelle 13 wird auf
diese Weise über das Planetengetriebe auch die Seilscheibe 14 gedreht. Das als Zugseil
ausgebildete Zugelement 17 kann dabei aufgewickelt werden.
[0039] Der Sperrschieber 37 rutscht bei diesem Vorgang von einem Zahnelement des Verzahnungsringes
38 in das nächste. Die dabei entstehende Relativbewegung des Sperrschiebers 37 in
Bezug auf die Zwischenscheibe 3′ wird durch ein entsprechendes Spiel des Zapfens 4′b
in der Ausnehmung 37a gewährleistet.
[0040] Durch die Drehbewegung des Betätigungsgriffes 4′ wird das Zugelement 17 auf der Seilscheibe
14 aufgewickelt und bewirkt somit ein Festziehen der Schließelemente des Schuhes.
Bei Unterbrechung der Drehbewegung wird der Betätigungsgriff 4′ durch den Sperrschieber
37 in dem als letztes erreichten Zahnelement des Verzahnungsringes 38 festgehalten.
Auf diese Weise läßt sich der Schuh mittels der Verzahnung des Verzahnungsringes 38
feinfühlig in eine gewünschte Schließstellung bringen und in dieser festlegen.
[0041] Das Abwickeln des Zugelementes 17 von der Seilscheibe 14, d. h. das Lösen der Schließelemente
des Schuhes, wird durch eine entgegengesetzte Drehbewegung des Betätigungsgriffes
4′ erreicht. Dabei wird wiederum, wie im ersten Ausführungsbeispiel, ein Leerweg überbrückt,
bis der Zapfen 4′a den anderen Anschlag in der Ausnehmung 3′a erreicht hat. In entsprechender
Weise bewegt sich auch der Zapfen 4′b an das andere Ende der Ausnehmung 37a. Dabei
wird der Sperrschieber 37 infolge der räumlichen Anordnung der Ausnehmung 37a gegen
die Kraft der Feder 39 in Richtung auf die Achse 10 geschoben. In der zweiten Endstellung
des Zapfens 4′b ist der Sperrschieber 37 so weit zurückgezogen, daß er keinen Eingriff
mehr mit dem Verzahnungsring 38 hat. Die auf diese Weise von Hand ausgelöste Fixierung
der Sperreinrichtung ermöglicht nun ein weiteres Drehen des Betätigungsgriffes 4′
gegen den Uhrzeigersinn und bewirkt somit das Abwickeln des Zugelementes 17.
[0042] Für ein erneutes Festziehen der Schließelemente des Schuhes muß der Betätigungsgriff
4′ wieder im Uhrzeigersinn gedreht werden, wobei zunächst wieder die beiden Zapfen
4′a und 4′b einen Leerweg überwinden, bis sie in Anschlag mit dem anderen Ende der
jeweiligen Ausnehmung 3′a bzw. 37a gelangen. Ist der Zapfen 4′b am Anschlag der Ausnehmung
37a angelangt, kann der Sperrschieber 37 frei rasten. Bei einem weiteren Drehen des
Betätigungsgriffes 4′ wird dann die Zwischenscheibe 3 mitgenommen, wobei diese Drehbewegung
direkt auf die Betätigungswelle 10 übertragen wird und auf diese Weise über die Kupplung
und das Planetengetriebe ein Aufwickeln des Zugelementes 17 auf die Seilscheibe 14
bewirkt.
[0043] Eine weitere Möglichkeit zum Lösen der Seilscheibe 14 zwecks Abwicklung des Zugelementes
17 bietet die Betätigung des elastisch verformbaren Bereichs 4′c im Betätigungsgriff
4′. Dieser elastisch verformbare Bereich 4′c steht unmittelbar mit dem einen Ende
der Betätigungswelle 13 in Verbindung. Die Betätigungswelle 13 dieses Ausführungsbeispieles
ist analog zum ersten Ausführungsbeispiel in Richtung der Achse 10. axial verschiebbar,
so daß ein Druck auf den elastisch verformbaren Bereich 4′c direkt auf die Betätigungswelle
13 übertragen wird und in analoger Weise zum ersten Ausführungsbeispiel die Kupplung
ausrückt und die Seilscheibe 14 freigibt. Solange der Druck aufrechterhalten wird,
ist die Seilscheibe 14 mit dem planetengetriebe frei beweglich, so daß sich die Spannung
im Zugelement 17 lösen kann.
[0044] Wird der Druck auf den elastisch verformbaren Bereich 4′c aufgehoben, so wird die
Betätigungswelle 13 infolge der Kraft durch die Feder 36 nach oben bewegt, so daß
die beiden Kupplungsteile 22 und 23 wieder in Eingriff kommen.
[0045] Dem Benutzer wird, wie auch schon im ersten Ausführungsbeispiel, die Möglichkeit
gegeben, den Verschluß zu lösen, ohne sich zwecks Betätigung der Sperreinrichtung
bücken zu müssen. Der Druck auf den elastisch verformbaren Bereich 4′c kann dabei
wiederum mit dem Fuß, einem Skistock oder einem anderen Hilfsmittel erfolgen.
[0046] Das zweite Ausführungsbeispiel (Fig.4 bis Fig.6) zeichnet sich gegenüber dem ersten
Ausführungsbeispiel (Fig.1 bis Fig.3) durch eine geringere Bauhöhe und eine leichtere
Montierbarkeit aus.
1. Drehverschluß für einen Sportschuh, insbesondere einen Skischuh, enthaltend
a) wenigstens ein mit einem Schließelement des Schuhes zusammenwirkendes Zugelement
(17),
b) eine drehbar gelagerte Scheibe (14) zum Auf- und Abwickeln des Zugelementes (17),
c) eine von Hand drehbare Betätigungswelle (13) zur Drehung der Scheibe,
d) eine von Hand auslösbare Sperreinrichtung zur Fixierung der Betätigungswelle (13)
in der vorgenommenen Einstellung des Verschlusses,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
e) in der Übertragungsverbindung zwischen der Betätigungswelle (13) und der Scheibe
(14) ist eine Kupplung vorgesehen, die durch ein im aufrechten Zustand des Benutzers
von diesem betätigbares Ausrückelement ausrückbar ist.
2. Drehverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungswelle
(13) in Richtung einer Achse (10) gegen Federkraft verschiebbar ist und zugleich das
Ausrückelement bildet.
3. Drehverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Übertragungsverbindung
zwischen der Betätigungswelle (13) und der Scheibe (14) ein Ge triebe (18, 19, 20),
vorzugsweise ein Planetengetriebe, vorgesehen ist.
4. Drehverschluß nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplung
als Zahnkupplung ausgebildet ist und zwei mit einer Verzahnung versehene Kupplungsteile
(22, 23) enthält, von denen der eine Kupplungsteil (22) fest an einem Ende der Betätigungswelle
(13) und der andere Kupplungsteil (23) auf der Getriebeseite angeordnet ist.
5. Drehverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperreinrichtung
einen konzentrisch zur Betätigungswelle (13) angeordneten Zahnkranz (25) und eine
hiermit in Eingriff kommende Sperrklinke (24) enthält, wobei der eine dieser beiden
Teile der Sperreinrichtung feststehend angeordnet und der andere Teil drehfest mit
der Betätigungswelle (13) verbunden ist.
6. Drehverschluß nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß an dem der Kupplung
abgewandten Ende der Betätigungswelle (13) ein fest mit der Betätigungswelle (13)
verbundener, zur Axialverschiebung der Betätigungswelle (13) bestimmter Betätigungsknopf
(26) vorgesehen ist.
7. Drehverschluß nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Betätigungsknopf
(26) mit einer Ausnehmung (34) zur Unterbringung einer die Kupplung in die Eingriffsstellung
drückenden Feder (29) vorgesehen ist.
8. Drehverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein zur Drehung der
Scheibe (14) bestimmter Betätigungsgriff (4, 4′) nach Überwindung eines Leerweges
drehfest mit der Betätigungswelle (13) verbunden ist.
9. Drehverschluß nach den Ansprüchen 6, 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß der
Betätigungsknopf (26) einen Abschlußdeckel für den Betätigungsgriff (14) bildet und
in einer Nut (28) des Betätigungsgriffes (4) in axialer Richtung verschiebar gelagert
ist.
10. Drehverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperreinrichtung
einen konzentrisch zur Betätigungswelle (13) feststehend angeordneten Verzahnungsring
(38) und einen hiermit ein Eingriff kommenden Sperrschieber (37) aufweist, wobei der
Sperrschieber (37) nach Überwindung eines Leerweges drehfest mit der Betätigungswelle
(13) verbunden ist.
11. Drehverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Betätigungswelle
(13) eine die Kupplung in die Eingriffstellung drückende Feder (36) vorgesehen ist.
12. Drehverschluß nach den Ansprüchen 2 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Betätigungsgriff
4′ einen elastisch verformbaren Bereich (4′c) aufweist, der mit dem der Kupplung abgewandten
Ende der Betätigungswelle (13) zur Axialverschiebung der Betätigungswelle in Verbindung
steht.