(19)
(11) EP 0 412 294 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
13.02.1991  Patentblatt  1991/07

(21) Anmeldenummer: 90112811.6

(22) Anmeldetag:  05.07.1990
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5D03J 1/22, D03D 47/30
(84) Benannte Vertragsstaaten:
BE CH DE FR GB IT LI

(30) Priorität: 10.08.1989 DE 3926525

(71) Anmelder: LINDAUER DORNIER GESELLSCHAFT M.B.H
D-88131 Lindau (DE)

(72) Erfinder:
  • Ludwig, Hubertus
    D-8990 Lindau-Bodolz (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Luftwebmaschine mit einem Ausbreitelement am Breithaltertisch


    (57) Beschrieben wird eine Luftwebmaschine mit einem Webblatt (1) und im Webblatt angeordnetem Schußeintragskanal (2), wobei vor dem Webblatt (1) ein Breithaltertisch (7) angeordnet ist.
    Es liegt hier die Aufgabe zugrunde, feinste Garne mit großer Schußdichte betriebssicher zu verarbeiten bei Beibehaltung einer ausgezeichneten Warenqualität.
    Hierzu ist es vorgesehen, daß im Bereich der vorderen Gewebeum­lenkung im Breithaltertisch (7) ein Ausbreitelement (20) integriert ist, welches mindestens den Randbereich der Warenbahn erfaßt.
    In weiterer Ausgestaltung ist es vorgesehen, nicht nur am vorde­ren Einlauf des Breithaltertisches (7), sondern auch an dessen hinterem Auslauf ein Ausbreitelement (21) anzuordnen.




    Beschreibung


    [0001] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Luftwebmaschine mit einem Webblatt und im Webblatt angeordnetem Schußeintragska­nal, wobei vor dem Webblatt ein Breithaltertisch angeordnet ist.

    [0002] Luftwebmaschinen der eingangs genannten Art werden verwendet, um besonders hochwertige Gewebe herzustellen. Der Trend in der Herstellung geht zu immer feineren Geweben hin, d.h. zu Geweben mit feinem Garn und großer Schußdichte. Hierbei ist es bereits bekannt, den Breithaltertisch möglichst weit in den Schußein­tragskanal hineinragen zu lassen.

    [0003] Bei der Verarbeitung dieser Gewebe hat es sich doch gezeigt, daß besonders im Randbereich der Ware ein starker sogenannter Wareneinsprung stattfindet. D.h. im Randbereich zieht sich die Ware unter Verminderung der Webbreite in unerwünschter Weise zusammen, so daß das Laufverhalten - bedingt durch Kettfadenbrü­che im Randbereich - beeinträchtigt wird. Dadurch wird auch die Warenqualtität und damit der Nutzeffekt und die Wirtschaftlich­keit der Maschine vermindert. Aus den genannten Gründen war es daher nicht möglich, eine Untergrenze hinsichtlich der Feinheit des Garnes und der Schußdichte zu unterschreiten.

    [0004] Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Luftwebmaschine der eingangs genannten Art so weiterzubil­den, daß feinste Garne mit großer Schußdichte betriebssicher verarbeitet werden können, wobei eine ausgezeichnete Warenquali­tät behalten werden soll.

    [0005] Zur Lösung der gestellten Aufgabe ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß das Ausbreitelement im Übergangsbereich vom Breithaltertisch zum Vorsprung im Breithaltertisch integriert ist und daß das Ausbreitelement mindestens den Randbereich der Warenbahn erfaßt.
    Kern der vorliegenden Erfindung ist, daß durch die Verwendung eines erfindungsgemäßen Ausbreitelements der Abstand zwischen dem Bindepunkt des Gewebes und dem Eingriffspunkt des Breithalters in das Gewebe verkürzt wird.

    [0006] Es wurde nämlich erkannt, daß herkömmliche Breithalter erst nach Durchlauf eines gewissen Umschlingungswinkels einen Ausbreitef­fekt gewährleisten. D.h., das Gewebe, welches vom Bindepunkt ausgehend in den Breithalter hineinläuft, hat hierbei eine gewisse Strecke ohne Führung und Ausbreitwirkung zurückgelegt, so daß in diesem Bereich das Gewebe einspringt.

    [0007] Erfindungsgemäß ist nun gerade in diesem Bereich ein Ausbreitele­ment vorhanden, welches diese Einsprunglänge so drastisch ver­kürzt, daß ein Einsprungeffekt im wesentlichen nicht mehr statt­findet.

    [0008] Erfindungsgemäß wird somit der Ausbreitpunkt vorverlegt, der sich bei Breithaltern nach dem Stand der Technik erst nach einem gewissen Umschlingungswinkel am Breithalter einstellte, wobei dieser Umschlingungswinkel im Bereich von etwa 60 - 90o lag. Da nun das Ausbreiten durch Anordnung des erfindungsgemäßen Aus­breitelements in Richtung auf den Bindepunkt verlegt ist, kommt es zu diesem unerwünschten Einsprung im wesentlichen nicht mehr. Damit ist es nun erstmals möglich, mit höchster Warenqualität feine Gewebe mit hoher Schußdichte zu verarbeiten.

    [0009] In einer Weiterbildung der vorliegenden Erfindung ist ferner vorgesehen, daß ein erfindungsgemäßes Ausbreitelement nicht nur am vorderen Einlauf des Breithaltertisches, sondern auch am hinteren Auslauf des Breithaltertisches angeordnet ist.

    [0010] Durch die Anordnung eines hinteren Ausbreitelements wird der Nadelbreithalter entlastet. Die Entlastungswirkung besteht darin, daß an der Auslaufkante ebenfalls ein Ausbreitelement angeordnet ist, welches eine Führungsfunktion in Richtung auf die Breite des Gewebes hat, so daß das Gewebe hier ausgebreitet wird und nicht in unerwünschter Weise einspringt. Dadurch wird vermieden, daß insbesondere bei der Anwendung von Nadelbreithaltern die radial herausstehenden Nadeln des Breithalters beim Austritt aus dem Gewebe Löcher in das Gewebe hineinreissen.

    [0011] Ein derartiger Effekttritt hauptsächlich bei feinsten Geweben und hohen Schußdichten ein, so daß mit der Anbringung eies auslaufseitigen Ausbreitelements auch hier eine wesentliche Verbesserung erreicht wird.

    [0012] Mit der gegebenen technischen Lehre nach der vorliegenden Erfin­dung wird ein wesentlicher Vorteil dadurch erreicht, daß das im wesentlichen in Kettrichtung auf den Breithaltertisch auftreffen­de Gewebe im Bereich der Gewebeumlenkung des Breithalters derart umgelenkt wird, daß ein Ausbreiteffekt stattfindet, der dem nicht erwünschten Einsprung entgegenwirkt.

    [0013] Dieser Ausbreiteffekt über das erfindungsgemaße Ausbreitelement ist über mehrere Ausführtungsformen möglich.

    [0014] Eine erste bevorzugte Ausführungsfor sieht vor, daß das Ausbreit­element ein feststehendes Element ist, welches in Form eines Stabes ausgebildet ist, welcher an seiner Oberfläche mit entspre­chenden Profilführungselementen versehen ist.

    [0015] Derartige Profilführungselemente können verschiedenartig ausge­bildet sein.

    [0016] Diese Profilführungen können also Führungsrippen, Führungsnuten oder aufgesetzte Führungselemente sein, die nicht werkstoffein­stückig mit dem Stab verbunden sind.
    Eine besonders bevorzugte Ausgestaltung eines Ausbreitelements nach der vorliegenden Erfindung sieht vor, daß das Ausbreitele­ment als Gewindestange ausgebildet ist, wobei die Gewindesteigung und die Richtung der Gewindesteigung so gewählt ist, daß es zu dem gewünschten Ausbreiteffekt kommt.

    [0017] Hierbei ist es von der vorliegenden Erfindung umfaßt, daß die Gewindef lanken zwar schräg zur Kettrichtung, jedoch selbst gerade ausgebildet sind; in einer zweiten Ausführungsform ist es vorge­sehen, daß ebenfalls die Gewindeflanken schräg zur Kettrichtung, jedoch gekrümmt sind, wodurch eine Veränderung des Ausbreitef­fekts erreicht wird.

    [0018] In einer Weiterbildung der vorliegenden Erfindung wird es im übrigen bevorzugt, wenn die Profilführungsfunktion des Ausbreit­elements, über die Länge des Ausbreitelements hinweg gesehen veränderbar ist.

    [0019] Hierbei wird es bevorzugt, wenn im äußeren Randbereich des Aus­breitelements, d.h. also im Randbereich des Gewebes, eine höhere Führungsfunktion oder eine bessere Führungsfunktion vorgesehen wird, als vergleichsweise in der Mitte des Gewebes.

    [0020] Bekannterweise soll ja der unerwünschte Einsprung im Randbereich des Gewebes weitgehendst eliminiert werden. Hierzu ist Vorraus­setzung, daß der Ausbreiteffekt des Ausbreitelements im Randbe­reich groß ist, wobei der Ausbreiteffekt in den sonstigen Berei­chen des Ausbreitelements nicht so stark ausgebildet sein muß.

    [0021] Aus diesem Grund können daher auch die Profilelemente des Aus­breitelements im Randbereich mit einer besseren oder stärkeren

    [0022] Führung ausgebildet sein, als vergleichsweise die Profilelemente in anderen Bereichen des Ausbreitelements.

    [0023] Für die Länge des Ausbreitelements gibt es ebenfalls verschiedene Ausführungsformen.

    [0024] Eine erste Ausführungsform sieht vor, daß das Ausbreitelement selbst nur im Randbereich des Breithaltertisches angeordnet ist, daß aber in den sonstigen Umlenkbereichen des Breithaltertisches, insbesondere in der Gewebemitte, kein Ausbreitelement angeordnet ist.

    [0025] Ein zweite Ausführungsform sieht vor, daß das Ausbreitelement über die gesamte Gewebebreite sich erstreckt, wobei - entspre­chend der obenstehenden Darlegung - entweder ein gleichbleibender Führungseffekt über die gesamte Länge gegeben ist oder ein sich über die Länge verändernder Führungseffekt.

    [0026] Im folgenden wird die Erfindung anhand von mehreren Ausführungs­wege darstellenden Zeichnungen näher erläutert. Hierbei gehen aus den Zeichnungen und ihrer Beschreibung weitere erfindungswesent­liche Merkmale und Vorteile der Erfindung hervor.

    In Figur 1 ist schematisiert die Seitenansicht einer Luftwebma­schine dargestellt, wobei die Anschlagsposition dargestellt ist.

    Figur 2 zeigt die Drauf sicht auf die Gewebeausbreitorgane bei einer Webmaschine nach Figur 1.

    Figur 3 zeigt schematisiert im Schnitt eine zweite Ausführungs­form eines Breithalters.

    Figur 4 zeigt schematisiert in Draufsicht den Ausbreiteffekt durch das erf indungsgemäße Ausbreitelement.

    Figur 5 zeigt schematisiert die Gewindeform einer anderen Ausfüh­rungsform eines Ausbreitelements.

    Figur 6 zeigt schematisiert eine weitere Gewindeform eines Ausbreitelements.



    [0027] In Figur 1 ist ein Webblattzahn 1 gezeigt, in dem ein Schußein­tragskanal 2 angeordnet ist. Im Bereich des Schußeintragskanals 2 laufen die Kettfäden 5 zusammen und bilden dort das Gewebe 9 im Bereich des Bindepunktes 3.

    [0028] Jenseits des Bindepunktes 3 ist ein Breithaltertisch 7 maschinen­fest oder auch schwenkbar an der Webmaschine angeordnet.

    [0029] Nach einem älteren Schutzrecht des Anmelders ist hierbei der Breithaltertisch 7 mit einem Vorsprung 8 bis in den Schußein­tragskanal 2 verlängert.

    [0030] Dies ist jedoch für die vorliegende Erfindung nicht beschränkend, denn wichtig bei der vorliegenden Erfindung ist nur, daß im Einlaufbereich des Breithaltertisches 7, d.h., im Bereich der Umlenkkante, ein Ausbreitelement 20 angeordnet ist.

    [0031] Die Funktion dieses Ausbreitelements 20 wird später noch näher beschrieben.

    [0032] Im Breithaltertisch 7 ist ferner ein Nadelzylinder 14 drehbar gelagert. Die Nadeln- des Nadelzylinders 14 greifen in das Gewebe ein, wobei bekannterweise ein Führungseffekt, d.h. ein Breithal­tereffekt, auf das Gewebe erst im Winkelbereich 22 erfolgt. Das Gewebe läuft über den Nadelzylinder 14 in Pfeilrichtung 13 einem Warenabzug zu.

    [0033] In Figur 1 ist nun als Ergänzung zum Erfindungsgedanken darge­stellt, daß auch im Auslaufbereich des Breithaltertisches ein

    [0034] Ausbreitelemt 21 angeordnet ist, so daß das Gewebe nach dem Gewebedurchlauf 19 am Aus lauf des Nadelzylinders noch einmal ausgebreitet wird.

    [0035] Statt des hier beschriebenen Nadelbreithalters 15 können selbst­verständlich andere Breithaltertypen verwendet werden, wie z.B. Stabbreithalter und dgl. bekannte Breithaltertypen mehr.

    [0036] In Figur 2 ist dieser Ausbreiteffekt durch das einlaufseitig angeordnete Ausbreitelement 20 näher dargestellt. Hierbei ist erkennbar, daß die Kettfäden jenseits des Bindepunk­tes 3 auf den Breithaltertisch 7 gelangen und daß im Bereich des Vortuches 23 ein ansich unerwünschter Einsprung 25 stattfindet. Dieser Einsprung wird nun durch Anordnung des erfindungsgemäßen Ausbreitelemts 20 praktisch beseitigt.

    [0037] Hierbei ist erkennbar, daß der Einsprung schräg auf das Ausbreit­element 20 gelangt, welches Ausbreitelement 20 mit seinem Ober­flächenprofil eine Ausbreitwirkung in Pfeilrichtung 33 (Richtung der Gewebekante) ausführt.

    [0038] Die Funktion der Hilfskante 24 wird hierbei nicht beeinträchtigt.

    [0039] Es ist erkennbar, daß jenseits des Nadelzylinders 14 ebenfalls ein auslaufseitig angeordnetes Ausbreitelement 21 angeordnet ist, welches den gleichen Ausbreiteffekt gewährleistet. Hierbei ist erkennbar, daß im Bereich des Gewebedurchlaufs 19 ebenfalls ein auslaufseitiger Einsprung 34 stattfindet, der durch das auslauf­seitige Ausbreitelement 21 beseitigt wird.

    [0040] In Figur 3 ist eine andere Ausführungsform eines Breithalters gezeigt, nämlich ein Stabbreithalter 26. Der Stabbreithalter besteht hierbei aus einem Breithaltertisch 17, wobei ein Deckel 16 an einem Unterteil 17 über eine nicht näher dargestellte Befestigung 18 angebracht ist.

    [0041] Hierdurch wird ein zweigeteilter Stabbreithalter 26 gebildet. Im Innenraum ist ein Breithalterstab 27 angeordnet. Die Kante, bündig mit Linie 11, des Vorsprungs 8 vom Breithalter­tisch 7 reicht hierbei in den Schußeintragskanal 2 hinein und wird etwa in der Mitte des Schußeintragskanals zentriert.

    [0042] Im übrigen gelten die gleichen Verhältnisse auch in der Figur 1. Erf indungsgemäß ist nun im Bereich der einlauf seitigen Umlenkkan­te am Breithaltertisch das erfindungsgemäße Ausbreitelement 20 angeordnet.

    [0043] Zusätzlich kann auch noch an der auslaufseitigen Umlenkkante des Breithaltertisches ein auslaufseitiges Ausbreitelement 21 ange­ordnet sein.

    [0044] Der Ausbreitef fekt ist in Figur 4 näher dargestellt, wobei es auf die besondere Art des hinter dem Ausbreitelement 20 angeordneten Breithalters nicht ankommt.

    [0045] Aus Figur 4 ist erkennbar, daß das Gewebe 9 aus einem Garn besteht, wobei das Garn beliebiger Art sein kann. Aus zeichneri­schen Darstellungsgründen wurde das Garn hier zick-zack-artig gezeichnet, um den Durchlauf über das Ausbreitelement 20 besser zeichnerisch darstellen zu können.

    [0046] Das Vortuch 23 läuft somit in Richtung der Kettfäden gerade auf das Ausbreitelement 20 auf, wobei aus Vereinfachungsgründen der sich randseitig ergebende Einsprung 25 hier nicht dargestellt ist.

    [0047] Beim Einlaufbereich 31 auf das Ausbreitelement 20 erfolgt ein Umlenkeffekt in Pfeilrichtung 33 (Figur 2); d.h. das Gewebe wird in Richtung der Gewebekante (Pfeilrichtung 33 in Figur 2) ausge­breitet.

    [0048] Der Ausbreiteffekt erfolgt dadurch, daß das Gewebe von den schrägen Profilf lanken 28 geführt wird, wobei die Profilflanken 28 eine Steigung 29 zur Vertikalen einnehmen, d.h. der Ausbreit­effekt muß immer so gewählt werden, daß er dem Einsprung 25 der Ware entgegenwirkt.

    [0049] An der linken Gewebekante muß daher eine spiegelbildliche Anord­nung, wie in Figur 4 dargestellt, verwendet werden. Im Auslaufbereich 32 ist damit das Gewebe ausgebreitet und gelangt dann in dieser ausgebreiteten Form auf den Nadelzylinder 14.

    [0050] In Figur 5 ist dargestellt, daß nicht nur geradelinige, schräge Profilf lanken 28 verwendet werden können, sondern ebenfalls gekrümmte Profilflanken 35 oder geradlinig oder gekrümmte Profil­flanken 36 (Figur 6), wobei die Dichte der Profilflanken in Pfeilrichtung 33 (d.h. in Richtung zum Geweberand) zunehmend ausgebildet sein kann. Damit wird im Randbereich ein stärkerer Ausbreitef fekt erreicht als in Bereichen entfernt vom Randbereich.

    [0051] Wie eingangs ausgeführt, besteht eine einfache Ausführungsform zur Ausbildung des Ausbreitelements darin, daß das Ausbreitele­ment als Gewindestab ausgebildet ist und die Profilf danken 28 damit beispielsweise ein metrisches Gewinde oder ein Feingewinde sind. Versuche des Anmelders haben ergeben, daß aus Platzgründen ein Gewindestab mit einem Durchmesser von 3 mm und einem Gewinde m³ verwendet wird, wobei am rechten Geweberand ein Rechtsgewinde und am linken Geweberand ein Linksgewinde verwendet wird.

    [0052] Entsprechend muß auch die Gewindeform bei dem auslauf seitigen Ausbreitelement 21 gewählt werden, d.h. es muß entsprechend dem gewünschten Ausbreiteffekt ein Links- oder ein Rechtsgewinde verwendet werden.

    [0053] Eingangs wurde beschrieben, daß es sich hier um ein feststehendes Ausbreitelement handelt, welches fest in den Umlenkkanten des Breithaltertisches angeordnet ist.

    [0054] Weiterbildungen der vorliegenden Erfindung sehen auch vor, daß derartige Ausbreitelemente drehbar in entsprechenden Aufnahmen des Breithaltertisches angeordnet sind, oder daß drehbare Profil­flanken vorgesehen sind, z.B. auf einer Achse drehbar gelagerte Rollen, Räder oder andere profilgebende Organe.

    [0055] In einer Weiterbildung der vorliegenden Erfindung ist es vorgese­hen, daß das Ausbreitelement 20,21 drehend angetrieben ist, wobei wichtig ist, daß beispielsweise bei einem Rechtsgewinde, wie es an der rechten Kante wäre, der Antrieb des Ausbreitelements linksdrehend erfolgt, so daß ein Austragef fekt in Richtung zur Gewebekante erfolgt. D.h. eine Gewindef lanke, welche das Gewebe im Einlaufbereich 31 empfängt, bewegt sich spiralförmig in Richtung zum Randbereich hin, wodurch der Ausbreitef fekt noch verstärkt wird.

    ZEICHNUNGS-LEGENDE



    [0056] 

    1 Webblattzahn

    2 Schußeintragskanal

    3 Bindepunkt

    5 Kettfaden

    6 Kettfaden

    7 Breithaltertisch

    8 Vorsprung

    9 Gewebe

    11 Linie

    13 Pfeilrichtung

    14 Nadelzylinder

    15 Nadelbreithalter

    16 Deckel

    17 Unterteil

    18 Befestigung

    19 Gewebedurchlauf

    20 Ausbreitelement (vorderes)

    21 Ausbreitelement (hinteres)

    22 Winkelbereich

    23 Vortuch

    24 Hilfskante

    25 Einsprung

    26 Stabbreithalter

    27 Breithalterstab

    28 Profilflanke

    29 Steigung

    30 Garn

    31 Einlaufbereich

    32 Auslaufbereich

    33 Pfeilrichtung

    34 Einsprung

    35 Profilflanke

    36 Profilflanke




    Ansprüche

    1. Luftwebmaschine mit einem Ausbreitelement und einem Breithaltertisch, wobei der Breithaltertisch muldenförmig einen Breithalter umgibt und im Bereich der vorderen Gewebeumlenkung mit einem auf die Mitte des Schußeintragskanal weisenden Vorsprung versehen ist, dessen Oberseite eine Verlängerung der Auflagefläche des Breithaltertisches bildet, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausbreitelement (20) im Ubergangsbereich vom Breithaltertisch (7) zum Vorsprung (8) im Breithaltertisch (7) integriert ist und welches mindestens den Randbereich der Warenbahn erfaßt.
     
    2. Luftwebmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausbreitelement (20) in Form, eines integrierten Stabes ausgebildet ist, welcher an seiner Oberfläche ,mit entsprechenden Profilführungselementen versehen ist.
     
    3. Luftwebmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilführungselemente als Führungsrippen, Führungsnuten oder als aufgesetzte Führungselemente, die nicht werkstoffeinstückig mit dem Stab verbunden sind, ausgebildet sind.
     
    4. Luftwebmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausbreitelement (20) Gewindef lanken aufweist, die schräg zur Kettrichtung aber selbst gerade ausgebildet sind, oder Dickwindflanken sind schräg zur Kettrichtung und gekrümmt vorgesehen.
     
    5. Luftwebmaschine nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilführungsfunktion des Ausbreitelementes (20) über die Länge des Ausbreitelementes hinweggesehen veränderbar ist.
     
    6. Luftwebmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß im äußeren Randbereich des Ausbreitelementes (20), d.h. im Randbereich des Gewebes (9) eine höhere oder bessere Führungsfunktion vorgesehen wird als vergleichsweise in der Mitte des Gewebes (9).
     
    7. Luftwebmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich das Ausbreitelement (20) über die gesamte Gewebebreite mit einem gleichbleibenden oder sich verändernden Führungseffekt erstreckt.
     
    8. Luftwebmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ausbreitelement (20,21) sowohl am vorderen Einlauf des Breithaltertisches (7) als auch am hinteren Auslauf des Breithaltertisches (7) angeordnet ist.
     
    9. Luftwebmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausbreitelement (20,21) fest oder drehbar in entsprechenden Aufnahmen des Breithaltertisches (7) angeordnet ist.
     




    Zeichnung
















    Recherchenbericht