(19)
(11) EP 0 412 321 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
13.02.1991  Patentblatt  1991/07

(21) Anmeldenummer: 90113595.4

(22) Anmeldetag:  16.07.1990
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5F24C 3/12, F24C 7/08
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT DE ES FR GB IT NL

(30) Priorität: 08.08.1989 DE 8909513 U

(71) Anmelder: Bosch-Siemens Hausgeräte GmbH
D-81669 München (DE)

(72) Erfinder:
  • Detterbeck, Heinrich
    D-8225 Traunreut (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Bedieneinheit für Haushalt-Grossgeräte, insbesondere für Herde


    (57) Die Bedieneinheit besteht aus einem kastenartigen Träger mit front­seitiger Bedienfläche für Schalt- und/oder Anzeigeorgane. Insbesondere bei pultförmig profilierter Bedienblende ergibt sich eine große, Schwierigkeiten bereitende Ziehtiefe des Träger-Hohlkörpers ein­schließlich Bedienfläche.
    Gemäß der Neuerung wird der kastenartige Träger in der Tiefe ge­teilt ausgebildet und besteht aus einem hinteren Basisteil und einem vorderen, auf den Basisteil aufsetzbaren Blendenteil. Auf diese Weise wird die Ziehtiefe wesentlich reduziert und es können zwecks Produktdifferenzierung auf den Basisteil unterschiedliche Blendenteile aufgesetzt werden.




    Beschreibung


    [0001] Die Neuerung bezieht sich auf eine Bedieneinheit für Haushalt-Großgeräte, insb. für Herde, bestehend aus einem kastenartigen Träger für Schalt- und/oder Anzeigeorga­ne, der frontseitig durch eine bündig an die Kasten-Seitenflächen angeformte Be­dienfläche begrenzt ist, und einen Hohlraum zur Aufnahme der Schalt- und/oder An­zeigeorgane bildet.

    [0002] Bei Bedieneinheiten für Herde ist es bekannt, daß die sogenannte Frontblende, in deren Bereich die Bedien- und Anzeigeorgane angeordnet sind, einstückiger Bestand­teil des Herdgehäuses oder zumindest eines die gesamten Schalt- und Regelorgane enthaltenden Schalt kastens oder Trägers ist. Insb. dann, wenn zusätzlich noch die Frontblende pult- oder dachförmig profiliert ist, um die Einsehbarkeit der Anzeige­elemente nach oben hin zu verbessern besitzt ein solcher Träger eine relativ große Tiefe, die Schwierigkeiten bereitet, wenn der als Blechteil ausgebildete Träger-­Hohlkörper im Tiefziehverfahren hergestellt werden soll.

    [0003] Der Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, die Herstellbarkeit und Differenzierbarkeit der Bedieneinheit zu verbessern.

    [0004] Diese Aufgabe wird gemäß der Neuerung dadurch gelöst, daß der kastenartige Trä­ger in der Tiefe geteilt ausgebildet ist und aus einem hinteren, die Schalt- und/oder Anzeigeorgane tragenden Basisteil und einem vorderen, auf den Basisteil aufsetzbaren und ebenfalls als Hohlkörper ausgebildeten Blendenteil besteht.

    [0005] Durch die Unterteilung in einen Basisteil und in einen Blendenteil werden die Bau­tiefen und damit auch die Tiefziehtiefen wesentlich vermindert, so daß sich zieh­technisch keine Schwierigkeiten mehr ergeben. Gleichzeitig ergibt sich der Vorteil, daß der vordere Blendenteil zum Zwecke der Produktdifferenzierung unterschiedlich ausgestaltet sein kann, z.B. in unterschiedlichen Farben oder unterschiedlichen Funk­tionsversionen. Hierbei besteht die Möglichkeit, den vorderen Blendenteil aus Kunst­stoff oder aber auch aus Blechmaterial herzustellen. Der hintere Basisteil besitzt die Funktion eines Aufbaugrundteiles für beliebig variierbare Blendenteile.

    [0006] Weitere vorteilhafte Einzelheiten der Neuerung ergeben sich aus dem in der Zeich­nung dargestellten und nachstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel.

    [0007] Es zeigt:

    Fig. 1 eine Seitenansicht der Bedieneinheit,

    Fig. 2 eine Teil-Vorderansicht der Bedieneinheit gemäß Fig. 1,

    Fig. 3 eine Teil-Draufsicht auf die Bedieneinheit.



    [0008] Die gesamte Bedieneinheit besitzt in der Seitenansicht gemäß Fig. 1 frontseitig ein dachförmiges Profil mit einer Gesamttiefe a, wobei die obere Blendenfläche 1 der vor dem Haushalt-Großgerät, z.B. dem Elektroherd stehenden Person zugewandt ist und die untere Blendenfläche 2 nach hinten abgewinkelt ist. Grundlage der Be­dieneinheit ist ein entsprechend dem vorgenannten Profil angeformter Träger, der in der Tiefe a geteilt ausgebildet ist und aus einem hinteren Basisteil 3 und einem vorderen, auf den Basisteil 3 aufsetzbaren Blendenteil 4 besteht. Basisteil 3 und Blendenteil 4 sind als Hohlkörper ausgebildet und bestehen z.B. aus tiefgezogenem Blechmaterial. Der rahmen- oder kastenartige Basisteil 3 besitzt horizontale und vertikale Seitenflächen z.B. 3a, 3b und 3c. Entlang der Trennungslinie 5 zwischen Basisteil 3 und Blendenteil 4 kann der Basisteil 3 auch eine entsprechend dem vor­genannten Profil abgewinkelte Blendenfläche besitzen. Wie nicht weiter verdeutlicht, sind im Basisteil 3 zumindest zum Teil Schalt- und/oder Anzeigeorgane angeordnet bzw. gelagert, wobei in Fig. 1 der vordere Teil eines Schaltknebels 6 zu erkennen ist, der einem Schaltorgan zugehörig ist. Der Blendenteil 4 ist in Form einer Haube mit der Bautiefe b ausgebildet und besitzt ebenfalls winkelig aufeinander stehende Abschnitte entsprechend dem vorgenannten Profil. Auch dieser Blendenteil 4 kann im Tiefziehverfahren hergestellt sein oder aber aus Kunststoff bestehen. Mit den hin­teren, umlaufenden Rändern z.B. 7 ist der Blendenteil 4 mit entsprechenden Rast­stellen 8 des Basisteils 3 verrastbar, wobei die Außenflächen der beiden Teile 3 und 4 sich bündig aneinander anschließen. Der Blendenteil besitzt im Anschluß an die Blendenflächen 1 und 2 phasenartige, umlaufende und nach hinten gezogene Ab­schnitte 9 sowie in Höhe von vorgenannten Anzeigeorganen, z.B. einer Anzeigeleiste mit Leuchtsymbolen o.dgl., die den Schaltorganen mit Drehknebel 6 zugeordnet sind, eine Ausnehmung 10 sowie in Höhe des oder der Drehknebel 6 runde Öffnungen 11, durch die die Drehknebel der Schaltorgane hindurchragen können, wie in Fig. 1 ver­deutlicht. Auch im Bereich der Blendenfläche 2 ist eine Ausnehmung 12 z.B. für weitere Anzeigeorgane o.dgl. vorhanden. Selbstverständlich kann insb. bei Herstellung des Blendenteils 4 aus einem Kunststoff die Ausnehmung 12 wegfallen und stattdes­sen ein transparenter Abschnitt vorhanden sein, durch den hindurch die Anzeigeorga­ne erkennbar sind.


    Ansprüche

    1. Bedieneinheit für Haushalt-Großgeräte, insb. für Herde, bestehend aus einem kastenartigen Träger für Schalt- und/oder Anzeigeorgane, der frontseitig durch eine bündig an die Kasten-Seitenflächen angeformte Bedienfläche be­grenzt ist und einen Hohlraum zur Aufnahme der Schalt- und/oder Anzeigeor­gane bildet, dadurch gekennzeichnet, daß der kastenartige Trä­ger (3/4) in der Tiefe geteilt ausgebildet ist und aus einem hinteren, die Schalt- und/oder Anzeigeorgane tragenden Basisteil (3) und einem vorderen, auf den Basisteil (3) aufsetzbaren und ebenfalls als Hohlkörper ausgebildeten Blendenteil (4) besteht.
     
    2. Bedieneinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Blendenteil (4) in Form einer mit dem Basisteil (4) verrastbaren Haube ausgebildet ist.
     
    3. Bedieneinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn­zeichnet, daß der Basisteil (3) selbst eine ihn zur Frontseite hin begrenzende, die Schalt- und/oder Anzeigeorgane aufnehmende Frontfläche (5) besitzt.
     
    4. Bedieneinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich­net, daß der Blendenteil (4) in Höhe der z.B. als Drehknebel (6) o.dgl. ausge­bildeten Bedienorgane Öffnungen (11) besitzt, durch die diese Bedienorgane (6) hindurchragen.
     
    5. Bedieneinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich­net, daß der Blendenteil (4) in Höhe der Anzeigeorgane Ausnehmungen (10) oder transparente Flächenabschnitte aufweist.
     
    6. Bedieneinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich­net, daß Basisteil (3) und Blendenteil (4) ein pult- oder dachartiges Seiten­profil besitzen.
     




    Zeichnung







    Recherchenbericht