(19)
(11) EP 0 412 446 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
13.02.1991  Patentblatt  1991/07

(21) Anmeldenummer: 90114932.8

(22) Anmeldetag:  03.08.1990
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5D01G 37/00
(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH DE ES FR GB IT LI

(30) Priorität: 10.08.1989 CH 2946/89
28.08.1989 CH 3114/89
25.10.1989 CH 3861/89

(71) Anmelder: MASCHINENFABRIK RIETER AG
CH-8406 Winterthur (CH)

(72) Erfinder:
  • Fritzsche, Peter
    CH-8405 Winterthur (CH)
  • Gründler, Christof
    CH-8405 Winterthur (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Verfahren zur Beeinflussung der Klimatisierung der in einer Spinnereimaschine verarbeiteten Fasern


    (57) Zur Optimierung des Verhaltens der Fasern in all denjenigen bearbeitenden Prozessen, in welchen die Fasern eine Rela­tivbewegung zueinander erfahren und zur Optimierung zwi­schen Faserschädigung und Reinigungseffekt zu erhalten, wird die Klimatisierung des Faserverbandes samt der sie umgebenden Luft in einem vorgegebenen optimalen Wert ge­halten.
    Dies geschieht beispielsweise in einer Karde wahlweise oder gesamthaft im Speiseschacht 28, auf dem Zuführtisch 43 oder in der Karde 60.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Beeinflussung der Klimatisierung der in einer Spinnereimaschine verarbeiteten Fasern, durch Zuführen von Luft mit vorgegebener Feuchtig­keit und Temperatur in eine vorgegebene Masse von Fasern.

    [0002] In der schweizerischen Patentschrift Nr. 516 660 und Nr. 506 640 der Anmelderin wird erwähnt, dass beim Abwei­chen von einer optimalen Feuchtigkeit der Fasern in eine zu grosse Trockenheit der Fasern, während des Transportierens der Fasern in einem Faserluftstrom, elektrische Ladungen entwickelt werden können, das heisst statische Elektrizität entwickelt werden kann, welche das Auftreten von uner­wünschten Faseransammlungen im pneumatischen Flockenförder­system zur Folge haben resp. hat.

    [0003] Das Zusammenballen von Faserflocken in einem pneumatischen Transportluftstrom kann jedoch auch bei zu hoher Feuchtig­keit der Faserflocken entstehen.

    [0004] In einer weiteren Patentanmeldung der Anmelderin, in der DE-38 21 238.2 wird erwähnt, dass unterschiedliche Klima­tisierung der Fasern resp. der diese umgebenden Luft zu Messfehlern beim Messen des Kardenbandes zwischen zwei Messwalzen, am Auslauf der Karde, führen kann.

    [0005] Es wird dabei darauf hingewiesen, dass Fasern mit einer relativ hohen Eigensteifigkeit und hohen Reibung zwischen den Fasern dem Zusammendrücken des Faserbandes zwecks vor­genannter Messung wiederstehen, sodass bei einer vorgege­benen Anzahl Fasern pro Querschnitt ein zu dickes Faserband gemessen wird. Diese Fasersteifigkeit und Reibung kann je­doch mittels Feuchtigkeitsaufnahme der Fasern reduziert werden, sodass sich Fasern in einem Faserband besser zusammendrücken lassen. Dieser Effekt kann, etwas salopp. auch als "Heuhaufen-Effekt" bezeichnet werden, weil es an sich bekannt ist, dass nasses Heu (ursprünglich trockenes Gras) bei gleicher Anzahl Heufasrn in einem vorgegebenen Raum weniger Volumen bildet als dieselbe Anzahl Heufasern im trockenen Zustand.

    [0006] Andererseits hat eine zu hohe Feuchtigkeit der Fasern in der Karde den Nachteil zur Folge, dass der sich immer noch im Faserverband befindliche feine Schutz, der bei opti­maler Faserfeuchtigkeit während des Kardierens freigegeben wird, sich weniger aus dem Faserverband lösen lässt, da dieser mittels Feuchtigkeit fester am Faserverband haftet als bei wenig Feuchtigkeit, dies lediglich zum Verständnis der tendenzen.

    [0007] In der vorgenannten schweiz. Patentschrift Nr. 516 660 und Nr. 506 640 der Anmelderin wird die Transportluftfeuchtig­keit zwischen der letzten Reinigungsmaschine und dem Kardenspeiseschacht geregelt, sodass die Feuchtigkeit der Fasern in diesem Transportluftstrom optimal gehalten werden kann. Die Fasern gelangen aus dem Transportluftstrom in einen Speiseschacht, in welchem einerseits die Transport­luft von den Fasern getrennt und gleichzeitig eine Ver­dichtung der Fasern im Speiseschacht hervorgerufen wird. Im Ausgang dieses Speiseschachtes wird eine Faserwatte gebil­det, die über einen Zuführtisch der Kardntisch der Kardenspeisung zuge­führt wird.

    [0008] Es ist nun bekannt, dass in der Karde selbst Luftströmungen entstehen, welche einerseits durch die Drehzahl der Ar­beitselemente wie Briseur, Tambour und Abnehmer und ande­rerseits durch den an der Karde angesetzten Unterdruck der Aspirationselemente entstehen.

    [0009] Diese Luftströmungen weisen im wesentlichen eine Klimati­sierung auf, welche mit den klimatischen Verhältnissen der Umgebungsluft im Zusammenhang steht.

    [0010] Dadurch entsteht die Gefahr, dass die vom Briseur zu einen dünnen Faserflor verteilten Fasern einem nicht optimal klimatisierten Luftstrom in der Karde ausgesetzt werden, sodass der Effekt durch die Klimatisierung des Transport­luftstromes relativ rasch wieder verloren gehen kann.

    [0011] Damit wäre zwar die Aufgabe der genannten schweizerischen patentschrift Nr. 516 660 und Nr. 506 640 an sich immer noch gelöst, da diese Schrift die optimale Luftfeuchtigkeit der Fasern im Transportluftstrom zum Thema hat, um Faser­anhäufungen im Fördersystem zu vermeiden.

    [0012] Es hat sich jedoch auch gezeigt, dass nebst dem erwähnten unerwünschten "Heuhaufen-Effekt" beim Messen des Karden­bandes auch ein Effekt der nicht optimalen Klimatisierung beim Kardieren entsteht und zwar primär beim Herauslösen der Fasern durch den Briseur und sekundär auch beim Kar­dieren der Fasern am Umfang des Tambours.

    [0013] Die vorgenannten Eigenschaften der Baumwollfasern in ver­schiedenen klimatischen Zuständen haben nicht nur einen Effekt für die Karde, sondern grundsätzlich für alle Vor­gänge, in welchen Fasern mittels mechanischen Eingriffen eine Relativbewegung zueinander erfahren, beispielsweise den Reinigungsmaschinen. Es wurde deshalb die Aufgabe ge­stelltl ein Verfahren und entsprechende Mittel zu finden, um in Spinnereimaschinen eine optimale Klimatisierung der Fasern samt der sie umgebenden Luft, beispielsweise in Reinigungsmaschinen und in Karden, zu erhalten.

    [0014] Die Erfindung löst diese Aufgabe beispielsweise dadurch, dass die klimatisierte Luft kurz vor und/oder in der Spin­nereimaschine eingegeben wird und dass diese klimatisierte Luft in und durch die vorgegebene Masse von Fasern geleitet wird.

    [0015] Die Vorteile dieser erfinderischen Schritte bestehen darin, dass die Fasern für die Verarbeitung eine Optimierung bezüglich Geschmeidigkeit und der Reinigungseffekt der Fa­sern eine Optimierung bezüglich Schmutzabgabe erfährt. Da­durch verbessert sich das sogenannte Laufverhalten der Spinnnereimaschine, da dadurch die Einzelmaschinen unter optimalen klimatischen Verhältnissen arbeiten. Dabei ver­steht man unter Laufverhalten den störungsfreien Lauf der Spinnereimaschine.

    [0016] Vorteilhafte Ausführungsformen sind deshalb in den weitern Ansprüchen aufgeführt.

    [0017] Die Erfindung ist anhand einiger Beispiele mit Hilfe der folgenden Figuren erklärt.

    [0018] Es zeigt:

    Figur 1 eine Darstellung des Systems der schweiz. Patentschrift Nr, 516 660 als Stand der Technik.

    Figur 2 einen schematischen Querschnitt durch eine erfindungsgemässe Karde samt Einspeiseschacht und Zuführtisch zwischen Einspeiseschacht und Karde.

    Figur 3 eine weitere erfindungsgemässe Karde im Querschnitt und schematisch dargestellt.

    Figur 4 eine Variante der Karde von Figur 3.

    Figur 5 und 6 je ein Detail der Karde von Figur 4.

    Figur 7 einen schematischen Querschnitt durch eine Faserreinigungsmaschine samt erfindungsgemässem Einspeiseschacht.

    Figur 8 eine schematische Darstellung einer Anordnung von Spinnereimaschinen von der Ballenauflösemaschine bis und mit der Kannenablage nach der Karde, mit der schematischen Darstellung der erfindungsge­mässen Klimatisierung der Faserverarbeitungs­stellen.

    Figur 9 ein Detail aus der Anlage von Figur 8.

    Figur 10 und 11 je eine Variante des Details von Figur 9.



    [0019] Die Figur 1 zeigt ein pneumatisches Flockenfördersystem der CH- 516 660 mit einem Füllschacht 7 und einer Karde 8. Ein Flockenspeiser 1 erhält über eine Zufuhrleitung 2 pneuma­tisch gefördertes Fasermaterial. Die Flocken werden vom Flockenspeiser 1 weg durch eine Leitung 3, in die ein Ven­tilator 4 eingesetzt ist, von diesem zusammen mit der Transportluft in Richtung vom Pfeil L angesaugt und ge­langen unter Ueberdruck in Richtung von Pfeil M durch einen Leitungsabschnitt 5 in eine hochliegende Transportlei­tung 6.

    [0020] Die Transportleitung 6 endet am Füllschacht 7 der Karde 8. Die in den Füllschacht 7 eindringende Transportluft strömt durch eine am Füllschacht 7 befindliche luftdurchlässige Trennwand 9 in einen Abströmschacht 10 und weiter in der Leitung 11 in einen unter kleinerem Druck stehenden Raum (nicht gezeigt). Es können auch mehrere Füllschächte 7 an die Transportleitung 6 hintereinander angeschlossen sein, wobei dann der hier in Figur 1 gezeigte Füllschacht 7 der letzte ist. Ein zwischen dem Flockenspeiser 1 und dem Ven­tilator 4 an der Transportleitung 3 angeordneter und mit der Transportleitung 3 verbundener Anschluss-Stutzen 12 enthält eine mit einem Wasserdampferzeuger (nicht gezeigt) verbundene Düse 13, die an ein Steuerorgan 14 angeschlossen ist, zu dem ein auf Feuchtigkeit ansprechender Messfühler 15 gehört, der in der Transportleitung 6 nach dem Ventila­tor 4 vorgesehen ist. Der handelsübliche Messfühler 15 misst die Feuchtigkeit und Temperatur im flockenbeladenen Transportluftstrom und kann über das Steuerorgan 14 eine Freigabe von Wasserdampf veranlassen, der durch die Oeffnung 17 in die Leitung 3 gelangen kann.

    [0021] Die Figur 2 zeigt eine Kardenspeisung 20 mit einem Ein­füllschacht 21, in welchen eine Einfüll-Leitung 22 mündet sowie einen Abluftschacht 24 mit einer Abluftleitung 25. Eine perforierte Wand 23 bildet die luftdurchlässige Ver­bindung zwischen dem Einfüllschacht 21 und dem Abluft­schacht 24.

    [0022] Am unteren Ende des Einfüllschachtes 21, mit Blick auf Fi­gur 2 gesehen, sind zwei Speisewalzen 26 vorgesehen, welche die sich im Einfüllschacht 21 befindlichen Flocken dosiert einer Auflösewalze 27 zuführen, welche diese Flocken weiter auflöst und in einen Speiseschacht 28 abgibt.

    [0023] Aus diesem Speiseschacht 28 werden die sich darin befind­lichen Faserflocken mittels Speisewalzen 42 zu einer Fa­sermatte (nicht dargestellt) verdichtet, welche auf einen Einlauftisch 43 und auf diesem in die Karde 60 gegeben wird.

    [0024] Ein von der Karde produziertes Kardenband 68 wird an-schliessend in eine Bandablage 69 gegeben.

    [0025] Um die Klimatisierung der Fasern in den vorgenannten Ele­menten zu beeinflussen, sind drei Klimaeinheiten vorgese­hen, welche als Einzeleinheiten betrieben werden können oder, wie später beschrieben, durch eine einzige Klimaein­heit ersetzt werden können.

    [0026] In Richtung des Produktelaufes gesehen, ist die erste Kli­maeinheit diejenige, welche die Fasern im Speiseschacht 28, die zweite diejenige, welche die Fasern in der Fasermatte auf den Einlauftisch 43 und die dritte diejenige, welche das Klima der Karde beeinflusst.

    [0027] Für die erste Einheit ist eine Klimaanlage 39 vorgesehen, von welcher eine Zuluftleitung 54 in einen Ventilator 37 mündet, der seine Luft mittels einem Anschlussrohr 29 in einen Luftverteilkasten 30 abgibt, der am oberen Ende, des Speiseschachtes 28 mit Blick auf Figur 2 gesehen, am Spei­seschacht vorgesehen ist. Dabei tritt die Luft vom Luft­verteilkasten 30 durch eine perforierte Wand 31 des Spei­seschachtes 28 in den Innenraum des Speiseschachtes 28 ein.

    [0028] Diese eingeblasene klimatisierte Luft strömt durch die sich im Speiseschacht 28 befindlichen Faserflocken und tritt mehrheitlich durch eine untere perforierte Wand 32 des Speiseschachtes 28 wieder aus, und zwar in einen Luftsam­melraum 34, von welchem die Luft über eine Abluftleitung 35 wieder in die Klimaanlage 39 geführt wird. Dieser Luftum­lauf verursacht der Ventilator 37. In der Abluftleitung 35 ist ein Messfühler 41 zur Messung der relativen Luftfeuch­tigkeit und der Lufttemperatur vorgesehen, der ein Signal 36 an ein Steuerorgan 40 abgibt, welches über die Steuer­leitung 38 die Klimaanlage 39 steuert.

    [0029] Letztlich sei noch erwähnt, dass die perforierte Wand 32 an der gegen den Innenraum des Speiseschachtes 28 liegenden Seite mit Abdecklamellen versehen ist, sodass möglichst keine Fasern durch die Perforation der perforierten Wand 32 durchtreten können.

    [0030] Die zweite Einheit betrifft die Klimatisierung der Faser­matte auf dem Einlauftisch 43, wozu eine Klimaanlage 48 mittels einer Zuluftleitung 55 mit einem Ventilator 58 verbunden ist, welcher den erzeugten Luftstrom über ein Anschlussrohr 46 in ein Gehäuse 45 abgibt, in welchem sich ein perforierter Bereich 44 des Einlauf tisches 43 befindet. Die einströmende klimatisierte Luft durchströmt den perfo­rierten Bereich samt der darauf liegenden Fasermatte und entweicht in eine am Gehäuse 45 vorgesehenen Abluftleitung 47, die mit der Klimaanlage 48 verbunden ist.

    [0031] Die im genannten Kleislauf strömende klimatisierte Luft wird in der Abluftleitung 47 mit einem zum Messfühler 41 analogen Messfühler 50 gemessen, welcher ein Signal 51 an ein Steuerorgan 49 abgibt, welches mittels einer Steuer­leitung 53 die Klimaanlage 48 steuert.

    [0032] Der Ventilator kann, wie mit dem mit strichpunktierten Li­nien gezeichneten Ventilator 58.1 angedeutet, auch nach dem Gehäuse 45 vorgesehen sein.

    [0033] Für das Bilden der Fasermatte auf dem Einlauftisch 43 wer­den die sich im Speiseschacht 28 befindlichen Faserflocken zwischen den Speisewalzen 42 geklemmt, sodass im wesent­lichen keine Luft oder nur wenig Leckluft vom Speiseschacht in das Gehäuse 43 gelangt.

    [0034] Da es sich jedoch bei beiden Klimaeinheiten um geschlossene Systeme handelt, ist es vorteilhaft, wenn die Klimaanlagen 48 und 39 die aus ihrem System entwichene resp. zusätzlich übernommene Luft mit atmosphärischer Luft kompensieren. Solche Anlagen sind jedoch an sich bekannt und für Umluft­systeme geläufig.

    [0035] Die dritte Klimaeinheit betrifft die Karde. Zur Schaffung eines eigentlichen Kardenklimas ist es notwendig, die Karde in einem Kardengehäuse 70 einzuschliessen, sodass die von einer Klimaanlage 76 klimatisierte Luft im wesentlichen nicht in die Atmosphäre entweichen kann.

    [0036] Diese klimatisierte Luft gelangt über eine Zuluftleitung 79 in einen Ventilator 74 und von diesem über einen Anschluss 71 in den durch das Gehäuse 70 abgeschlossenen Raum.

    [0037] Die aus diesem Raum austretenden klimatisierte Luft gelangt über eine Abluftleitung 72 wieder zurück in die Klimaanlage

    [0038] Auch in diesem Falle wird die Luft in der Abluftleitung 72 durch einen zum Messfühler 41 analogen Messfühler 78 ge­messen und das Resultat als Signal 73 in ein Steuerorgan 77 gegeben, welches über eine Leitung 75 die Klimaanlage 76 steuert.

    [0039] Es versteht sich, dass das für das Laufverhalten der Karde massgebende Klima primär dasjenige um den Tambour 63 der Karde 60 herum ist, da die Kardenspeisung in an sich be­kannter Weise die eingespeisten Faserflocken zu einem sehr dünnen Faserylies auflöst und dem Tambour zuführt, sodass die Umgebungsluft dieses Faserylieses massgeblich an der Klimatisierung dieses Faserylieses beteiligt ist. Das heisst, dass das Klimatisieren vor der Karde zwar nicht nutz- und wirkungslos ist, jedoch einen eingeschränkteren Einfluss auf das Laufverhalten der Karde hat als das Klima in der Karde selbst.

    [0040] Eine Ausnahme bildet das Einspeisen der Fasermatte, indem optimal in der Fasermatte klimatisierte Fasern sich besser durch den Briseur der Karde zu parallelen Fasern auflösen lassen, als schlecht klimatisierte Faserflocken.

    [0041] Die Optimierung der Klimawerte für die Einspeisung wie auch in der Karde selbst erfolgt aufgrund der gegensätzlichen Anforderungen bezüglich Schmutzausscheidung einerseits und schonender Auflösung andererseits, um eine möglichst kleine Faserschädigung beim Auflösen zu erhalten.

    [0042] Es versteht sich, dass einerseits mittels Feuchtigkeit ge­schmeidig gehaltene Fasern eine kleinere Bruchgefahr auf­weisen als trockene und spröde Fasern, dass jedoch ande­rerseits sich der Schmutz aus trockenen Fasern besser her­auslösen lässt. Diese Optimierung ist empirisch festzu­stellen und entsprechend den Erfahrungen ist die Luft der Klimaanlage bezüglich relativer Luftfeuchtigkeit und Tem­peratur anzupassen. Dabei kann die Optimierung von Faser­mischung zu Fasermischung unterschiedlich sein.

    [0043] Die Figuren 3 und 4 zeigen eine Alternative zur Klimati­sierung der ganzen Karde, wie dies mit Figur 2 dargestellt ist. Aus diesem Grunde ist die Karde der Figur 3 mit 60.1 und die Karde der Figur 4 mit 60.2 gekennzeichnet. Beide Karden weisen jedoch dieselben Basiselemente auf, nämlich eine Briseurwalze 62, einen Tambour 63, einen Wanderdeckel 64 und eine Abnehmervalze (auch Dofferwalze genannt) 65. Die Kardierzone zwischen der Briseurwalze 62 und der vor­deren Umlenkung des Wanderdeckels 64, in Umlaufrichtung des Tambours 63 gesehen, wird Vorkardierzone 80, die Kardier­zone am Ausgang des Wanderdeckels bis zur Abnehmerwalze 65, Nachkardierzone 81 und die Kardierzone zwischen der Abneh­merwalze 65 und dem Briseur 62 Unterkardierzone 82 genannt.

    [0044] Die Figuren 3 und 4 zeigen nun in welcher Weise diese drei Kardierzonen mit klimatisierter Luft beschickt werden, um das sich auf dem Tambour befindliche Faservlies zu klimati­sieren.

    [0045] Dabei besteht die Möglichkeit, alle drei Kardierzonen in gleicher Weise oder unterschiedlich zu klimatisieren. Bei unterschiedlicher Klimatisierung, wie dies mit den Figuren 3 und 4 gezeigt ist, benötigt jede Kardierzone eine eigene Klimaanlage, was mit dem folgenden beschrieben ist:

    [0046] Die Vorkardierzone 80 umfasst einen Luftverteilkasten 83, welcher mindestens einen Spalt zwischen zwei Kardierstäben 89 abdeckt, sodass durch diesen Spalt klimatisierte Luft in das zu kardierende Flies gelangt. Diese klimatisierte Luft wird von einem Ventilator 99 aus einer Klimaanlage 90 ab­gesaugt und in den Luftverteilkasten 83 geblasen.

    [0047] Am Ende der Vorkardierzone 80, in Drehrichtung (Uhrzeiger­sinn, mit Blick auf Figur 3 gesehen) des Tambours 63, deckt ein Luftsammelkasten 84 mindestens einen Spalt zwischen zwei Kardierstäben 89 ab und saugt mindestens einen Teil der klimatisierten Luft von der Tambouroberfläche weg über die Luftleitung 96 in die Klimaanlage 90 zurück. Dieser Unterdruck wird durch den Ventilator 99 erzeugt.

    [0048] Im Luftsammelkasten 84 ist ein Messfühler 91 vorgesehen, welcher relative die Luftfeuchtigkeit und die Temperatur misst und je als Signal 105 in ein Steuerorgan 102 abgibt, welches aufgrund dieses Signales über die Steuerleitung 108 die Klimaanlage 90 steuert.

    [0049] In der Nachkardierzone 81 geschieht prinzipiell dasselbe, da es sich jedoch um eine andere Kardierzone handelt als die Vorkardierzone, sind die Elemente mit neuen Bezugszei­chen versehen. Dabei haben folgende Elemente folgende Be­zugszeichen:
    Luftverteilkasten 85,
    Ventilator 100,
    Meefühlersignal 106,
    Luftsammelkasten 86,
    Luftleitung 97,
    Steuerung 103,
    Klimaanlage 91,
    Messfühler 94,
    Steuerltg. 109,

    [0050] Für die Unterkardierzone 82 gilt dasselbe, das heisst die­selben Elemente sind mit neuen Bezugszeichen versehen und zwar wie folgt:
    Luftverteilkasten 87,
    Klimaanlage 92,
    Messfühlersignal 107,
    Luftsammelkasten 88,
    Ventilator 101,
    Steuerung 104,
    Luftleitung 98,
    Messfühler 95,
    Steuerltg. 110,

    [0051] Die Figur 4 weist insofern eine Variante gegenüber der Lö­sung der Figur 3 auf, als die Luftverteilkästen 111 in der Vorkardierzone 80 resp. 112, in der Nachkardierzone 81 resp. 113, in der Unterkardierzone 82, als die Kardierstäbe ausgebildet sind, die als Hohlkörper vorgesehen sind, in welche die klimatisierte Luft eingeblasen werden kann. Diese Kardierstäbe 111 bis 113 weisen an der dem Tambour 63 gegenüberliegenden Seite Garniturlamellen 140 auf, zwischen welchen je ein luftdurchlässier Abstand (nicht gezeigt) vorgesehen ist, damit die klimatisierte Luft zwischen die­sen Garniturlamellen in das Kardenvlies eindringen kann.

    [0052] Solche Garniturstäbe sind bereits in der schweiz Patent­anmeldung Nr. 01 092/89-5 der Anmelderin beschrieben und ausserdem mit Figur 6 vergrössert dargestellt. Dabei können die Zähne der Garniturlamellen entweder in Bewegungsrich­tung 4 des Tambours 63 oder dagegen gerichtet sein.

    [0053] Figur 5 zeigt andererseits die Kombination, wie sie in der Vorkardierzone 80 und in der Nachkardierzone 81 im Zusam­menhang mit den Luftsammelkasten 114 und 115 gezeigt ist.

    [0054] In der Unterkardierzone 82 ist mit dem Luftsammelkasten 116 gezeigt, dass auch für diese Funktion ein Kardierstab gemäss Figur 6 verwendet werden kann wie für die Funktion der Luftverteilung mit dem Kardierstab 113. Dies ist auch mit Figur 6 etwas grösser dargestellt, indem die Figur durch die strichpunktierte Linie in zwei Teile geteilt ist, wobei der linke Teil, mit Blick auf Figur 6 gesehen, den Luftsammelkasten 116 mit dem Messfühler 95 und der rechte Teil die Luftverteilstäbe 111, 112 und 113 darstellen. Dementsprechend sind die Luftpfeile L1 und L2 in umge­kehrter Richtung zueinander gerichtet.

    [0055] Dabei können die Garniturzähne in der einen oder anderen Richtung gerichtet sein, das heisst gegen die Drehrichtung U des Tambours oder mit der Drehrichtung wie, dies bei­spielsweise in Figur 4 an den Luftverteilstäben 111, 112 und 113 sowie am Luftsammelkasten 116 gezeigt ist. Hingegen ist es, wie bereits in der schweiz. Patentanmeldung Nr. 01 092/89-5 der Anmelderin beschrieben, vorteilhaft, wenn die Kardierstäbe 89 und/oder Messerstäbe 117 in den radialen Bewegungsrichtungen R1 und R2 verstell- und einstellbar sind, da damit die durchtretende Luftmenge an klimatisier­ter Luft beeinflusst werden kann. Die Einstellungsvariatio­nen müssen empirisch festgestellt werden. Die vorgenannten radialen Bewegungsrichtungen R1 und R2 sind in Figur 5 ge­zeigt.

    [0056] Die Figur 5 zeigt im weiteren, vergrössert dargestellt, die in Figur 4 gezeigten Luftsammelkasten 114 und 115. Auch diese Kombination ist, ohne jedoch den Messfühler 94, in der vorgenannten schweiz. Patentanmeldung Nr. 01 092/89-5 gezeigt und beschrieben.

    [0057] Die Figur 7 zeigt eine weitere Maschine, in welcher die Erfindung verwendet werden kann, nämlich eine Reinigungs­maschine mit sogenannt geklemmtem Speisespalt, wie sie beispielsweise von der Anmelderin als Feinreinigungsma­schine Typ ERM weltweit vertrieben wird.

    [0058] Eine solche Maschine weist einen Einspeiseschacht 121, zwei Austragwalzen 122, 123, wovon die Austragwalze 122 als volle Walze und die Partnervalze 123 als perforierte Walze ausgebildet ist. Die perforierte Walze ist ihrerseits drehbar mit einem Abluftrohr verbunden, sodass Luft, welche durch die Perforation in das Innere der Walze 123 treten kann mit dem Abluftrohr 131 abgeführt werden kann. Nach den Austragwalzen, in Bewegungsrichtung der Faserflocken von oben nach unten, mit Blick auf Figur 7 gesehen, folgen zwei Speisewalzen 124, welche die von den Austragwalzen 122 und 123 ausgetragenen Faserflocken aus dem Speiseschacht 121 dosiert der Reinigungswalze 125 zuspeisen. Diese Flocken werden am Umfang der Reinigungswalze 125 an Reinigungsele­menten 126 vorbeigeführt, um dadurch die Flocken weiter zu öffnen und Schmutz daraus heraus auszuscheiden.

    [0059] Nach dem letzten Reinigungselement in Drehrichtung K der Reinigungswalze gesehen, mündet ein Ansaugluftkanal 138 an die Reinigungswalze 125, um die sich an der Oberfläche dieser Walze befindlichen Faserflocken in einem Luftstrom zu übernehmen, welcher anschliessend im Förderkanal 127 als Förderluftstrom die Flocken der nächsten Maschine zuför­dert.

    [0060] Um die Erfindung zu realisieren, weist der Speiseschacht 121 eine perforierte Wand 139 auf, durch welche klimatisierte Luft in den Speiseschacht 121 und durch die Flocken hindurch sowie durch die perforierte Walze 123 hindurch in das Abluftrohr 131 geführt wird.

    [0061] Eine Klimaanlage 128 klimatisiert die vorgenannte Luft, welche von einen Ventilator 129 durch eine Luftleitung 132 aus der Klimaanlage 128 abgesaugt und über eine Zufuhrlei­tung 133 in einen Luftverteilkasten 130 geblasen wird, sodass diese Luft anschliessend durch die perforierte Wand 139 den vorgenannten Weg einschlagen kann.

    [0062] Das Abluftrohr 131 ist, wie mit strichpunktierten Linien gezeigt, mit der Klimaanlage 128 verbunden.

    [0063] Im Abluftrohr 131 ist ein Messfühler 134 vorgesehen, welcher die relative Luftfeuchtigkeit und die Temperatur der sich darin befindlichen Luft misst und den Wert als Signal 135 einem Steuerorgan 136 zuführt, welches dieses Signal auswertet und aufgrund des Resultates die Klimaan­lage 128, mittels einer Steuerleitung 137, steuert.

    [0064] Unter Klimaanlage soll eine Anlage verstanden werden, welche die relative Luftfeuchtigkeit sowie die Lufttempe­ratur je auf einen vorgegebenen Wert bringt, um einerseits die relative Luftfeuchtigkeit und Temperatur und somit die absolute Luftfeuchtigkeit regeln zu können.

    [0065] Es versteht sich, dass die Erfindung nicht nur auf den ge­zeigten Maschinen Verwendung finden kann, sondern überall dort, wo die erfindungsgemässe Beeinflussung der Fasern in der Bearbeitung, zwischen der Ballenauflösung und dem fer­tigen Garn, einen Vorteil bringt, beispielsweise in an­dersartigen Reinigungsmaschinen, in Strecken oder weiteren Spinnmaschinen, in welchen es möglich ist, die Feuchtigkeit und Temperatur dem laufenden Produkt innerhalb einer vor­gegebener Strecke beizugeben.

    [0066] Die Figur 8 zeigt eine Ballenabtragmaschine 150, eine Grobreinigungsmaschine 151, eine Misch- und Reinigungsma­schine 152, eine Feinreinigungsmaschine 153 sowie eine Kardenspeisung 20.1, welche im wesentlichen der früher be­schriebenen Kardenspeisung 20 entspricht sowie eine Karde, welche durch das Kardengehäuse 70 abgedeckt ist und eine anschliessende Bandablage 69. Zwischen der Kardenspeisung 20.1 und der Karde im Kardengehäuse 70 ist noch der früher beschriebene Einlauftisch 43 mit dem Gehäuse 45 gezeigt.

    [0067] Die genannten Maschinen können Maschinen sein, wie sie die Anmelderin weltweit vertreibt, die Abtragmaschine bei­spielsweise eine Maschine mit dem Markennamen "UNIFLOC", die Grobreinigungsmaschine mit dem Markennamen "MONOWALZENREINIGEER B4/1", die Misch- und Reinigungsma­schine mit dem Markennamen "UNIMIX", die Feinreinigungsma­schine mit der Bezeichnung "Reinigungsmaschine ERM", die Kardenspeisung mit der Bezeichnung "Aerofeed-U" und die Karde mit der Bezeichnung "Hochleistungskarde C4".

    [0068] Die Ballenabtragmaschine 150 fördert die von ihr abgetra­genen Faserflocken mittels eines eigenen Ventilators (nicht gezeigt) durch einen pneumatischen Transportkanal 154 und anschliessend durch eine Förderleitung 155 in einen Ab­scheider 156.

    [0069] In diesem Abscheider 156 wird das geförderte Produkt von der Förderluft getrennt, in dem die Förderluft als Abluft in eine Abluftleitung 188 geführt wird, während das Pro­dukt, das heisst die Faserflocken, durch eine Schleuse 157 in eine Förderleitung 160 eingeschleust wird. Diese För­derleitung 160 fördert klimatisierte Luft, welche über ei­nen Lufteintritt 159 in eine Klimaanlage 158 von einem Ventilator 161 eingesaugt wird und in der Klimaanlage 158 auf eine vorgegebene Temperatur und eine vorgegebene rela­tive Luftfeuchtigkeit gebracht wird. Das vom Ventilator 161 angesaugte Produkt-Luftgemisch wird weiter durch eine För­derleitung 162 über einen Eintritt 163 in die Grobrei­ nigungsmaschine (Monowalzenreiniger) gefördert, in welcher in an sich bekannter Weise das Produkt gereinigt und anschliessend über einen Austritt 164 von einer Förderlei­tung 165 übernommen wird.

    [0070] In der vorgenannten Förderleitung 165 wird das Produkt­Luftgemisch einem Abscheider 166 zugefördert, in welchem wie bereits für den Abscheider 156 beschrieben das Produkt durch eine Schleuse 167 in eine weitere Förderleitung 171 eingeschleust wird, während die Förderluft als Abluft in einer Abluftleitung 195 einer Luftsammelleitung 191 zuge­führt wird.

    [0071] Das gleiche geschieht für die bereits erwähnte Luft der Abluftleitung 190, das heisst auch diese Luft wird der Luftsammelleitung 191 zugeführt.

    [0072] Das sich in der Förderleitung 171 befindliche Produkt­Luftgemisch wird von einem Ventilator 169 angesaugt und weiter über eine Förderleitung 168 in die Misch- und Rei­nigungsmaschine (UNIMIX) gefördert. Vorgängig wurde die Förderluft der Leitung 171 über einen Lufteintritt 159 von einer Klimaanlage 170 übernommen, in welcher diese Förder­luft auf eine vorgegebene Temperatur und eine vorgegebene relative Luftfeuchtigkeit gebracht wurde.

    [0073] Die Misch- und Reinigungsmaschine 152 hat in an sich be­kannter Weise die Funktion des Mischens und des Reinigens, wobei das Reinigen mit einer Reinigungstrommel 174 ge­schieht, welche das gereinigte Produkt an eine Förderlei­tung 173 übergibt, in welcher das Produkt-Luftgemisch von einem Ventilator 175 angesaugt und weiter in einen Ein­speiseschacht 176 der Feinreinigungsmaschine 153 gegeben wird.

    [0074] Die Feinreinigungsmaschine 153 weist eine Reinigungstrommel 177 auf, von welcher das gereinigte Produkt mittels einer Förderleitung 199 übernommen wird und in welcher das

    [0075] Produkt-Luftgemisch von einem Ventilator 100 angesaugt und anschliessend durch die Einfüll-Leitung 22 in die Karden­speisung 20.1 abgegeben wird. Diese Kardenspeisung wurde bereits früher im Zusammenhang mit der Figur 2 beschrieben, weshalb auf eine weitere detaillierte Beschreibung verzich­tet wird. Es sei lediglich erwähnt, dass die Abluftleitung 25 die vom Produkt befreite Luft in die Luftsammelleitung 191 führt.

    [0076] Die Abluftleitungen 190, 195, 198 und 25 enthalten je eine steuerbare Drosselklappe, um die Abluftmenge der einzelnen Abluftleitungen in einem pro Maschine vorgegebenen Mass zu halten.

    [0077] Aus diesem Grunde weist die Luftsammelleitung 191 an ihrer Falschluftöffnung 192 eine Drosselklappe 193 auf, welche von einem Stellmotor 194 mittels eines Steuergerätes 208 in eine Lage gestellt wird, welche garantiert, dass die Luft­sammelleitung 191 genügend Luft aufweist, um eine Strömung zu erhalten, die verhindert, dass in der Luftsammelleitung 191 geförderter Staub sich nicht in der Leitung absetzt. Dazu erhält die Steuerung 208 ein Steuersignal von einem Druckmessgerät für das Messen des statischen Druckes, welches unmittelbar vor einem für den Luftdurchsatz durch die Luftsammelleitung 191 verantwortlichen Ventilator 201 am Austrittsende der Luftsammelleitung 191 vorgesehen ist.

    [0078] Der Ventilator 201 gibt seine Luft in einen Luftfilter 202 ab, aus welchem die gereinigte Luft über eine Abluftleitung 203 in die Atmosphäre abgegeben wird.

    [0079] Im weiteren wird die sich auf dem Einlauftisch 43 befind­liche Fasermatte von einer klimatisierten Luft, welche durch eine Klimaluftleitung 182 in das Gehäuse 45 gesaugt und aus diesem Gehäuse über eine Abluftleitung 183 in die Luftsammelleitung 191 aufgenommen wird, auf eine vorge-ge­bene Temperatur und Feuchtigkeit gebracht.

    [0080] In der Abluftleitung 183 ist ebenfalls eine Drosselklappe 184 vorgesehen, welche die Luftmenge in der Abluftleitung 183 steuert, wobei grundsätzlich unter Luftmenge das durchgesetzte Luftvolumen pro Zeiteinheit verstanden wird.

    [0081] Die klimatisierte Luft in der Leitung 182 wird in einer Klimaanlage 181 klimatisiert und über einen Lufteintritt 159 in die Klimaanlage angesaugt.

    [0082] Die Klimatisierung der Luft für das Kardengehäuse 70 ge­schieht mittels einer Klimaanlage 185. Diese Luft wird mit Hilfe des Unterdruckes in der Luftsammelleitung 191 durch einen Lufteintritt 159 in Klimaanlage 185 in eine Klima­luftleitung 186 und in das Gehäuse 70 sowie aus diesem heraus über eine Abluftleitung 187 in die Luftsammelleitung 191 gesaugt.

    [0083] Zur Steuerung der Luftmenge in der Abluftleitung 187 ist eine steuerbare Drosselklappe 206 vorgesehen.

    [0084] Im weiteren ist noch zu erwähnen, dass die Drosselklappe 196 in der Abluftleitung 195 durch einen Stellmotor 197 gesteuert wird, welcher ein Steuersignal von einer Steue­rung (nicht gezeigt) erhält, welche den Druck in der Grob­reinigungsmaschine 151 steuert.

    [0085] Wie mit strichpunktierten Linien dargestellt, besteht die Möglichkeit, anstelle der einzelnen Klimaanlagen eine zen­trale Klimaanlage 210 vorzusehen, in welcher die Luft für alle Maschinen auf eine vorgegebene Temperatur und auf eine vorgegebene relative Luftfeuchtigkeit gebracht wird, wobei dann allerdings alle Maschinenluft mit derselben Temperatur und Luftfeuchtigkeit erhalten.

    [0086] In einem solchen Falle wird die saubere Luft des Filters 202 über eine an die Abluftleitung 203 angeschlossene Ab­luftleitung 211 und über eine Einsaugluftleitung 212 in die Klimaanlage 210 gesaugt.

    [0087] Um Leckverluste in diesem Kreislaufsystem zu kompensieren, weist die Einsaugluftleitung 212 einen Frischlufteintritt 219 auf, in welchen die Leitung 211 die darin geförderte Luft eingibt.

    [0088] Die von der zentralen Klimaanlage 210 abgegebene klimatisierte Luft wird dem Förderrohr 160 mittels der Leitung 213, dem Förderrohr 171 mittels der Leitung 214, der Förderleitung 172 mittels der Leitung 215, der Förder­leitung 178 mittels der Leitung 216, der Leitung 182 mit­tels der Leitung 217 und der Leitung 186 mittels der Lei­tung 218 zugefördert.

    [0089] Die Figur 9 zeigt etwas detaillierter den Abscheider 156 und 166. Daraus ist ersichtlich, dass es sich bei diesem Abscheider um einen Zyklonabscheider handelt.

    [0090] Als Alternative zum Zyklonabscheider der Figur 9, kann ein sogenannter Filterabscheider gemäss Figur 10 vorgesehen werden, welcher denselben Lufteintritt aufweist, wie der Zyklonabscheider, zu welchem ebenfalls die Förderleitung 155 resp. 165 angeschlossen ist. Das Produkt-Luftgemisch gelangt in einen Sammelbehälter 226, aus welchem das Pro­dukt über die Schleuse 167 an die Förderleitung 171 abge­geben wird. Im oberen Bereich, das heisst oberhalb des Lufteintrittes weist dieser Abscheider einen Filterteil 221 auf, in welchem eine der Luftmenge entsprechende vorgege­bene Anzahl Filterschläuche 222 vorgesehen sind, durch welche die Abluft über Injektordüsen 223 in die Abluftlei­tung 190 resp. 195 gegeben wird. Die Injektordüsen 223 ha­ben für den reinen Luftdurchtritt in die Abluftleitungen 190 resp. 195 keine Injektorfunktion, hingegen werden zum Reinigen der Filterschläuche 222 jeweils Druckluftstösse aus einer entsprechenden Anzahl Druckluftdüsen 224 abgege­ben, welche zusätzlich Luft aus ihrer Umgebung durch die Injektordüsen 223 einsaugen, um die Filterschläuche 222 momentan mit einem Gegendruckluftstrom zu beaufschlagen, sodass die daran haftenden Fasern wieder weg und in den Sammelbehälter 226 zurückfallen.

    [0091] Die Porung (oder Maschenweite) der Filterschläuche 222 kann verschieden gewählt werden, und zwar je nach dem wieviel Staub durch diese Bohrung durchtreten soll, bei gleichzei­tigem Zurückhalten der Fasern, welche dann mittels der Druckluftstösse in den Sammelbehälter 226 zurückgegeben werden.

    [0092] Die Druckluftstösse resp. deren notwendige vorgegebene An­zahl und Reihenfolge wird von einem Steuergerät 225 ge­steuert.

    [0093] Solche Filter sind an sich als Jet-Filter bekannt und wer­den dann verwendet, wenn die Abluft nicht in ein zentrales Filtersystem geleitet wird. Das heisst, bei Verwendung solcher Filterabscheider kann darauf verzichtet werden, die Abluft der Abluftleitung 190 resp. 195 in die Luftsammel­leitung zu führen.

    [0094] Die Figur 11 zeigt eine weitere Alternative zum Zyklonab­scheider von Figur 9, und zwar wird das Produkt-Luftge­misch, welches mit der Förderleitung 155 resp. 165 zuge­führt wird, in einen sogenannten Kondensor-Abscheider ge­leitet, welcher eine in Pfeilrichtung drehende Kondensor­trommel 232 aufweist, die in einem Kondensorgehäuse 231 drehbar gelagert und von diesem umschlossen ist.

    [0095] Innerhalb der Kondensortrommel 232 ist eine Blende 233 vorgesehen, welche die innere Oberfläche der Kondensor­trommel 232 abdeckt, bis auf eine Luftdurchtrittsöffnung 234, durch welche die Abluft in das früher beschriebene Abluftrohr 190 resp. 195 tritt.

    [0096] Die Faserflocken resp. die Fasern werden an der äusseren Oberfläche der Kondensortrommel in an sich bekannter Weise gesammelt und in Drehrichtung der Kondensortrommel gegen eine Abstreifwalze 13G gebracht, welche den Faserbelag ab­streift und durch einen Sammelbehälter 237 in die Förder­leitung 160 resp. 171, welche mit dem Sammelbehälter 237 verbunden ist, abgibt.

    [0097] Letztlich versteht es sich, dass in der mit Fig. 8 ge­zeigten Anlage in analoger Weise, wie für die Figuren 2 bis 7 gezeigt und beschrieben, pro klimatisierte Maschine 151, 152, 153, 20.1, 45 und 70 je ein Messfühler (nicht gezeigt) zur Messung der Lufttemperatur und der relativen Luft­feuchtigkeit vorgesehen ist, welcher in der jeweiligen Ab­luftleitung 195, 198, 25, 183 und 187 und unmittelbar nach der Maschine angeordnet ist, sowie ein analoges Steuergerät (nicht gezeigt) pro Klimaanlage vorgesehen ist.

    [0098] Als weitere Variante kann die einzelne Klimaanlage 39, 48, 76; 90, 91, 92; 128; 158, 170, 171, 179, 181, 185; 210, als Klimaanlage, d.h. mit einem eigenen Regelkreis zur Auf­rechterhaltung eines vorgegebenen Temperatur- und Feuchtigkeit-Wertes, der aus der Klimaanlage austretenden Luft funktionieren. Dadurch können die genannten Messfühler, 4(1, 50, 78 (Fig. 2), 93, 94, 95 (Fig. 3), 134 (Fig. 7) und die im Zusammenhang mit der Fig. 8 erwähnten, jedoch nicht gezeigten Messfühler, welche in den Abluft­leitungen 195, 198, 25, 183 und 187 vorgesehen sind, zur Feststellung einer Differnz der Temperatur und Feuchtigkeit der klimatisierten Luft vor dem Eintritt und nach dem Aus­scheiden aus der Fasermasse verwendet werden, was ein Mass der an die Fasern abgegebenen Feuchtigkeit zu erhalten er­laubt.
    Dabei können die von den Messfühlern abgegebenen Signale als überlagerte Werte in den Regelkreis der Klimaanlage eingegeben werden, um die Temperatur und die relative Feuchtigkeit der Luft der Klimaanlage einem vorgegebenen Differenzwert anzupassen.

    Legende



    [0099] 

    1 Flockenspeiser

    2 Zufuhrleitung

    3 Leitung

    4 Ventilator

    5 Leitungsabschnitt

    6 hochliegende Transportleitung

    7 Füllschacht

    8 Karde

    9 luftdurchlässige Trennwand

    10 Abströmkanal

    11 Abluftleitung

    12 Anschluss-Stutzen

    13 Düse

    14 Steuerorgan

    15 Messfühler

    16 Abdeckung

    17 Durchtrittsöffnung

    18

    19

    20 Kardenspeisung

    20.1 Kardenspeisung

    21 Einfüllschacht

    22 Einfüll-Leitung

    23 perforierte Wand

    24 Abluftschacht

    25 Abluftleitung

    26 Speisewalzen

    27 Auflösewalze

    28 Speiseschacht

    29 Anschlussrohr

    30 Luftverteilkasten

    31 obere perforierte Wand

    32 untere perforierte Wand

    33 Abdecklamellen

    34 Luftsammelkasten

    35 Abluftleitung

    36 Signal

    37 Ventilator

    38 Steuerleitung

    39 Klimaanlage

    40 Steuerorgan

    41 Messfühler

    42 Speisewalzen

    43 Einlauftisch

    44 perforierter Bereich von 43

    45 Gehäuse

    46 Anschlussrohr

    47 Abluftleitung

    48 Klimaanlage

    49 Steuerorgan

    50 Messfühler

    51 Signal

    52 Ventilator

    53 Steuerleitung

    54 Zuluftleitung

    55 Zuluftleitung

    56

    57

    58

    59

    60, 60.1, 60.2 Karde

    61

    62 Briseur

    63 Tambour

    64 Wanderdeckel

    65 Abnehmerwalze

    66

    67

    68 Kardenband

    69 Bandablage

    70 Kardengehäuse

    71 Anschlussrohr

    72 Abluftleitung

    73 Signal

    74 Ventilator

    75 Steuerleitung

    76 Klimaanlage

    77 Steuerorgan

    78 Messfühler

    79 Zuluftleitung

    80 Vorkardierzone

    81 Nachkardierzone

    82 Unterkardierzone

    83 Luftverteilkasten

    84 Luftsammelkasten

    85 Luftverteilkasten

    86 Luftsammelkasten

    87 Luftverteilkasten

    88 Luftsammelkasten

    89 Kardierstäbe

    90 Klimaanlage

    91 Klimaanlage

    92 Klimaanlage

    93 Messfühler

    94 Messfühler

    95 Messfühler

    96 Luftleitung

    97 Luftleitung

    98 Luftleitung

    99 Ventilator

    100 Ventilator

    101 Ventilator

    102 Steuerorgan

    103 Steuerorgan

    104 Steuerorgan

    105 Signal

    106 Signal

    107 Signal

    108 Steuerleitung

    109 Steuerleitung

    110 Steuerleitung

    111 Luftverteilstab

    112 Luftverteilstab

    113 Luftverteilstab

    114 Luftsammelkasten

    115 Luftsammelkasten

    116 Luftsammelkasten

    117 Kardiermesser oder Messerstab

    118

    119

    120 Reinigungsmaschine

    121 Speiseschacht

    122 volle Austragwalze

    123 perforierte Austragwalze

    124 Speisewalzen

    125 Reinigungswalze

    126 Reinigungselement

    127 Förderkanal

    128 Klimaanlage

    129 Ventilator

    130 Luftverteilkasten

    131 Abluftrohr

    132 Luftleitung

    133 Zuluftleitung

    134 Messfühler

    135 Signal

    136 Steuerorgan

    137 Steuerleitung

    138 Ansaugluftkanal

    139 perforierte Wand

    140 Garniturlamellen

    141

    142

    143

    144

    145

    146

    147

    148

    149

    150 Ballenabtragmaschine

    151 Grobreinigungsmaschine

    152 Misch- und Reinigungsmaschine

    153 Feinreinigungsmaschine

    154 pneumatischer Transportkanal

    155 Förderleitung

    156 Abscheider

    157 Schleuse

    158 Klimaanlage

    159 Lufteintritt

    160 Förderleitung

    161 Ventilator

    162 Förderleitung

    163 Eintritt von 151

    164 Austritt

    165 Förderleitung

    166 Abscheider

    167 Schleuse

    168 Förderleitung

    169 Ventilator

    170 Klimaanlage

    171 Förderleitung

    172 Lerrluftleltung

    173 Förderleitung

    174 Reinigungstrommel

    175 Ventilator

    176 Einspeiseschachat

    177 Reinigungstrommel

    178 Leerluftleitung

    179 Klimaanlage

    180 Ventilator

    181 Klimaanlage

    182 Klimaluftleitung

    183 Abluftleitung

    184 Drosselklappe

    185 Klimaanlage

    186 Klimaluftleitung

    187 Abluftleitung

    188

    189 Drosselklappe

    190 Ablufleitung

    191 Luftsammelleitung

    192 Falschluftöffnung

    193 Drosselklappe

    194 Stellmotor

    195 Abluftleitung

    196 Drosselklappe

    197 Stellmotor

    198 Abluftleitung

    199 Förderleitung

    200

    201 Ventilator

    202 Luftfilter

    203 Abluftleitung

    204 Drosselklappe

    205 Drosselklappe

    206 Drosselklappe

    207 Druckmessgerät für statischen Druck

    208 Steuergerät

    209 Steuerleitung

    210 Klimaanlage

    211 verlängerte Abluftleitung

    212 Einsaugluftleitung

    213 Klimaluftleitung

    214 Klimaluftleitung

    215 Klimaluftleitung

    216 Klimaluftleitung

    217 Klimaluftleitung

    218 Klimaluftleitung

    219 Frischluftleitung

    220 Drucklufquelle

    221 Filterteil

    222 Filterschlauch

    223 Injektordüse

    224 Druckluftdüse

    225 Steuergerät

    226 Sammelbehälter

    227

    228

    229

    230 Kondensor

    231 Kondensorgehäuse

    232 Kondensortrommel

    233 Blende

    234 Luftdurchtrittsöffnung

    235 Zufuhrrohr

    236 Abstreifwalze

    237 Sammelbehälter




    Ansprüche

    1. Verfahren zur Beeinflussung der Klimatisierung der in einer Spinnereimaschine (20, 20.1, 60, 60.1, 60,2, 120, 150, 151, 152, 153) verarbeiteten Fasern, durch Zuführen von Luft mit vorgegebener relativer Feuchtigkeit und Temperatur, in eine vorgegebene Masse von Fasern, dadurch gekennzeichnet, dass die klimatisierte Luft kurz vor und/oder in die Spin­nereimaschine eingegeben wird und, dass diese klimatisierte Luft in und durch die vorgegebene Masse von Fasern geleitet wird, sowie, dass die Temperatur und die Feuchtigkeit der genannten Luft nach dem Ab­trennen von den Fasern gemessen wird.
     
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein aus diesen Messungen erzeugtes Signal zur Korrektur der vorgegebenen relativen Feuchtigkeit und Temperatur der klimatisierten Luft verwendet werden.
     
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fasern beim Einspeisen in die einzelne Spinnerei­maschine klimatisiert werden.
     
    4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fasern in der einzelnen Spinnereimaschine, jedoch im wesentlichen vor einem gegebenen Arbeitsvorgang, in welchen die Fasern bearbeitet werden, klimatisiert werden.
     
    5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Luft pro Spinnereimaschine klimatisiert wird.
     
    6. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Luft für eine vorgegebene Zahl von Spinnereima­schinen klimatisiert wird.
     
    7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die klimatisierte Luft nach der Spinnereimaschine fil­triert wird.
     
    8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Luft im offenen Kreislauf klimatisiert wird.
     
    9. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Luft im geschlossenen Kreislauf klimatisiert wird.
     
    10. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die klimatisierte Luft nach dem Filtrieren als Basis­luft zur Klimatisierung der Raumluft verwendet wird.
     
    11. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die klimatisierte Luft nach dem Filtrieren wieder für die entsprechende Klimatisierung der Spinnereimaschine verwendet wird.
     
    12. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die klimatisierte Luft auch zum Fördern von Fasern verwendet wird.
     
    13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass
    die klimatisierte Luft einen vorgegebenen Teil der Förderluft ist.
     
    14. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass
    die gesamte klimatisierte Luft zum Fördern der Fasern verwendet wird.
     
    15. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die klimatisierte Luft im Einspeisekanal (28), zum Einspeisen der Faserwatte in eine Karde, zugeführt wird.
     
    16. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die klimatisierte Luft am Zuführtisch (43) zwischen dem Einspeiseschacht (28) vor der Karde und der Karde zu­geführt wird.
     
    17. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die klimatisierte Luft in die Karde (20, 20.1, 60, 60.1, 60.2,) selbst zugeführt wird.
     
    18. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die klimatisierte Luft in der Vorkardierzone und/oder in der Nachkardierzone und/oder in die Unterkardierzone in die sich auf dem Tambour einer Karde befindlichen Masse von Fasern zugeführt wird.
     
    19. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach An­spruch 1 mit einer Einrichtung zum Konditionieren von Luft, welche im wesentlichen eine Klimaanlage zum Klimatisieren der Luft in Bezug auf eine vorgegebene Temperatur und eine relative Feuchtigkeit der Luft, sowie einen Ventilator zur Förderung der klimatisierten Luft umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Ein­richtung zusätzliche Mittel beinhaltet, um die vom Ventilator geförderte klimatisierte Luft mit der Masse von Fasern zu vermengen und Mittel um diese Luft nach einer vorgegebenen Transportstrecke der Fasern wieder im wesentlichen daraus zu entfernen und Mittel um die Temperatur und die relative Feuchtigkeit der genannten entfernten Luft zu messen. Und Mittel vorgesehen sind, um diese Messignale als Korrektursignale an die Klima­anlage zwecks Korrektur der genannten vorgegebenen Temperatur- und Feuchtigkeitswerte abzugeben.
     
    21. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, um diese Messignale als Korrektursignale an die Klimaanlage zwecks Korrektur der genannten vorgegebenen Temperatur- und Feuchtig­keitswerte abzugeben.
     
    22. Vorrichtung nach Anspruch , dadurch gekennzeichnet, dass
    die Mittel zum Vermengen der klimatisierten Luft mit der Masse von Fasern eine Einschleusung und die Mittel um die genannte Luft wieder aus der Fasermasse zu ent­fernen aus einem Abscheider bestehen.
     
    23. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass
    die Einschleusung eine Rotationsschleuse mit einem Anschluss an eine Förderleitung ist.
     
    24. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass
    der Abscheider ein Zyklonabscheider ist.
     
    25. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass
    der Abscheider ein Filterabscheider ist.
     
    26. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass
    der Abscheider ein Kondensor-Abscheider ist.
     
    27. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass
    die Mittel zum Vermengen der klimatisierten Luft mit der Masse von Fasern aus einer Förderluftleitung be­stehen, welche die Fasern von einer Reinigungstrommel einer Reinigungsmaschine übernimmt.
     
    28. Vorrichtung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass
    die Mittel zum Vermengen der Masse von Fasern mit der klimatisierten Luft aus einem Einspeiseschacht für eine Fasern verarbeitende Spinnereimaschine bestehen.
     
    29. Vorrichtung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass
    die Spinnereimaschine eine Feinreinigungsmaschine ist.
     
    30. Vorrichtung nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass
    die Spinnereimaschine eine Karde ist.
     
    31. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass
    die Mittel zum Vermengen der Masse von Fasern mit der klimatisierten Luft aus einem Einlauftisch zur Speisung einer Fasermatte in eine Karde bestehen.
     
    32. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass
    die Mittel zum Vermengen der klimatisierten Luft mit der Masse von Fasern aus einem eine Karde umgebenden Gehäuse besteht, welches die klimatisierte Luft auf­nimmt.
     
    33. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass
    die Mittel zum Vermengen der klimatisierten Luft mit der Masse von Fasern aus einem am Umfang eines Kardentambours vorgesehenen Luftverteilkasten bestehen, welcher den Umfang des Tambours über eine vorgegebene Strecke abdeckt.
     
    34. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass
    die Mittel, um die klimatisierte Luft aus der Faser­masse im wesentlichen zu entfernen, aus einem Luftsam­melkasten besteht, welcher einen vorgegebenen Teil ei­nes Kardentambourumfanges abdeckt und welcher in Dreh­richtung des Tambours gesehen mit einer vorgegebenen Distanz zum Mittel angeordnet ist, welches die klimatisierte Luft mit der Masse von Fasern vermengt
     
    35. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass
    die Mittel für das Vermengen der klimatisierten Luft mit der Masse von Fasern aus einem Garniturstab beste­hen, welcher als Hohlkörper vorgesehen und gegen die Tambouroberf läche luftdurchlässig ist.
     
    36. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass
    die Mittel, um die klimatisierte Luft im wesentlichen aus der Fasermasse zu entfernen, aus einem Garniturstab gemäss Anspruch 33 bestehen.
     
    37. Spinnereimaschinenanlage nach Anspruch 1 und 19, da­durch gekennzeichnet, dass
    die Mittel für das Entfernen der klimatisierten Luft aus der Fasermasse mit den Mitteln für das Vermengen der klimatisierten Luft mit der Fasermasse derart funktionell verbunden sind, dass die Fasermasse vom einen Mittel zum anderen Mittel im kontinuierlichen Durchfluss übergeht.
     
    38. Anlage nach Anspruch 36 dadurch gekennzeichnet, dass pro Spinnereimaschine eine Klimaanlage für das Klimatisieren der Luft vorgesehen ist.
     
    39. Anlage nach Anspruch 36 dadurch gekennzeichnet, dass eine zentrale Klimaanlage zur Aufbereitung der klimatisierten Luft für sämtliche Spinnereimaschinen vorgesehen ist.
     
    40. Anlage nach Anspruch 35, dadurch gekennzeichnet, dass eine Luftsammelleitung und ein darauf folgender Filter vorgesehen ist, sodass die aus der Fasermasse entfernte klimatisierte Luft gesammelt und anschliessend fil­triert wird.
     
    41. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die genannten Mittel zur Messung der Temperatur und der relativen Feuchtigkeit der aus den Fasern aus­geschiedenen klimatisierten Luft ein Messfühler ist, welcher in einem Abluftrohr für die klimatisierte Luft nach der Abscheidung der Fasern ist.
     
    42. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Klimaanlage eine Steuerung für die Temperatur und die relative Feuchtigkeit der abgegebenen Luft aufweist und die genannten Korrektursignale der ge­nannten Messfühler dieser Steuerung überlagert.
     
    43. Verfahren zur Beeinflussung der Klimatisierung der in einer Spinnereimaschine (20, 20.1, 60, 60.1, 60,2, 120, 150, 151, 152, 153) verarbeiteten Fasern, durch Zuführen von Luft mit vorgegebener relativer Feuchtigkeit und Temperatur, in eine vorgegebene Masse von Fasern, dadurch gekennzeichnet, dass die klimatisierte Luft kurz vor und/oder in eine Karde eingegeben wird und, dass diese klimatisierte Luft in und durch die vorgegebene Masse von Fasern geleitet wird, sowie, dass die Temperatur und die Feuchtigkeit der genannten Luft nach dem Abtrennen von den Fasern gemessen wird.
     
    44. Verfahren nach Anspruch 42, dadurch gekennzeichnet, dass
    ein aus diesen Messungen erzeugtes Signal zur Korrektur der vorgegebenen relativen Feuchtigkeit und Temperatur der klimatisierten Luft verwendet werden.
     
    45. Verfahren nach Anspruch 42, dadurch gekennzeichnet, dass
    die Fasern beim Einspeisen in die einzelnen Karden klimatisiert werden.
     
    46. Verfahren nach Anspruch 42, dadurch gekennzeichnet, dass
    die Fasern in der einzelnen Karde, jedoch im wesent­lichen vor einem gegebenen Arbeitsvorgang, in welchen die Fasern bearbeitet werden, klimatisiert werden.
     
    47. Verfahren nach Anspruch 42, dadurch gekennzeichnet, dass
    die Luft pro Karde klimatisiert wird.
     
    48. Verfahren nach Anspruch 42, dadurch gekennzeichnet, dass die Luft für eine vorgegebene Zahl von Karden klimatisiert wird.
     
    49. Verfahren nach Anspruch 42, dadurch gekennzeichnet, dass
    die klimatisierte Luft am Zuführtisch (43) zwischen dem Einspeiseschacht (28) vor der Karde und der Karde zu­geführt wird.
     
    50. Verfahren nach Anspruch 42, dadurch gekennzeichnet, dass
    die klimatisierte Luft in die Karde (20, 20.1, 60, 60.1, 60.2,) selbst zugeführt wird.
     
    51. Verfahren nach Anspruch 42, dadurch gekennzeichnet, dass
    die klimatisierte Luft in der Vorkardierzone und/oder in der Nachkardierzone und/oder in die Unterkardierzone in die sich auf dem Tambour einer Karde befindlichen Masse von Fasern zugeführt wird.
     
    52. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach An­spruch 42 mit einer Einrichtung zum Konditionieren von Luft, welche im wesentlichen eine Klimaanlage zum Klimatisieren der Luft in Bezug auf eine vorgegebene Temperatur und eine relative Feuchtigkeit der Luft, sowie einen Ventilator zur Förderung der klimatisierten Luft umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Ein­richtung zusätzliche Mittel beinhaltet, um die vom Ventilator geförderte klimatisierte Luft mit der Masse von Fasern zu vermengen und Mittel um diese Luft nach einer vorgegebenen Transportstrecke der Fasern wieder im wesentlichen daraus zu entfernen und Mittel um die Temperatur und die relative Feuchtigkeit der genannten entfernten Luft zu messen. Und Mittel vorgesehen sind, um diese Messignale als Korrektursignale an die Klima­anlage zwecks Korrektur der genannten vorgegebenen Temperatur- und Feuchtigkeitswerte abzugeben.
     
    53. Vorrichtung nach Anspruch 52, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, um diese Messignale als Korrektursignale an die Klimaanlage zwecks Korrektur der genannten vorgegebenen Temperatur- und Feuchtig­keitswerte abzugeben.
     
    54. Vorrichtung nach Anspruch 52, dadurch gekennzeichnet, dass
    die Mittel zum Vermengen der klimatisierten Luft mit der Masse von Fasern eine Einschleusung und die Mittel um die genannte Luft wieder aus der Fasermasse zu ent­fernen, ein Zufuhrtisch (43) zur Einspeisung der Watte in die Karde ist.
     
    55. Vorrichtung nach Anspruch 50, dadurch gekennzeichnet, dass
    die Mittel zum Vermengen der klimatisierten Luft mit der Masse von Fasern aus einem eine Karde umgebenden Gehäuse besteht, welches die klimatisierte Luft auf­nimmt.
     
    56. Vorrichtung nach Anspruch 50, dadurch gekennzeichnet, dass
    die Mittel zum Vermengen der klimatisierten Luft mit der Masse von Fasern aus einem am Umfang eines Kardentambours vorgesehenen Luftverteilkasten bestehen, welcher den Umfang des Tambours über eine vorgegebene Strecke abdeckt.
     
    57. Vorrichtung nach Anspruch 50, dadurch gekennzeichnet, dass
    die Mittel, um die klimatisierte Luft aus der Faser­masse im wesentlichen zu entfernen, aus einem Luftsam­melkasten besteht, welcher einen vorgegebenen Teil ei­nes Kardentambourumfanges abdeckt und welcher in Dreh­richtung des Tambours gesehen mit einer vorgegebenen Distanz zum Mittel angeordnet ist, welches die klimatisierte Luft mit der Masse von Fasern vermengt.
     
    58. Vorrichtung nach Anspruch 50, dadurch gekennzeichnet, dass
    die Mittel für das Vermengen der klimatisierten Luft mit der Masse von Fasern aus einem Garniturstab beste­hen, welcher als Hohlkörper vorgesehen und gegen die Tambouroberf läche luftdurchlässig ist.
     
    59. Vorrichtung nach Anspruch 50, dadurch gekennzeichnet, dass
    die Mittel, um die klimatisierte Luft im wesentlichen aus der Fasermasse zu entfernen, aus einem Garniturstab gemäss Anspruch 55 bestehen.
     
    60. Anlage nach Anspruch 50, dadurch gekennzeichnet, dass pro Karde eine Klimaanlage für das Klimatisieren der Luft vorgesehen ist.
     
    61. Anlage nach Anspruch 36 dadurch gekennzeichnet, dass eine zentrale Klimaanlage zur Aufbereitung der klimatisierten Luft für sämtliche Karden vorgesehen ist.
     




    Zeichnung



















    Recherchenbericht