[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Beeinflussung der Klimatisierung der in
einer Spinnereimaschine verarbeiteten Fasern, durch Zuführen von Luft mit vorgegebener
Feuchtigkeit und Temperatur in eine vorgegebene Masse von Fasern.
[0002] In der schweizerischen Patentschrift Nr. 516 660 und Nr. 506 640 der Anmelderin wird
erwähnt, dass beim Abweichen von einer optimalen Feuchtigkeit der Fasern in eine
zu grosse Trockenheit der Fasern, während des Transportierens der Fasern in einem
Faserluftstrom, elektrische Ladungen entwickelt werden können, das heisst statische
Elektrizität entwickelt werden kann, welche das Auftreten von unerwünschten Faseransammlungen
im pneumatischen Flockenfördersystem zur Folge haben resp. hat.
[0003] Das Zusammenballen von Faserflocken in einem pneumatischen Transportluftstrom kann
jedoch auch bei zu hoher Feuchtigkeit der Faserflocken entstehen.
[0004] In einer weiteren Patentanmeldung der Anmelderin, in der DE-38 21 238.2 wird erwähnt,
dass unterschiedliche Klimatisierung der Fasern resp. der diese umgebenden Luft zu
Messfehlern beim Messen des Kardenbandes zwischen zwei Messwalzen, am Auslauf der
Karde, führen kann.
[0005] Es wird dabei darauf hingewiesen, dass Fasern mit einer relativ hohen Eigensteifigkeit
und hohen Reibung zwischen den Fasern dem Zusammendrücken des Faserbandes zwecks vorgenannter
Messung wiederstehen, sodass bei einer vorgegebenen Anzahl Fasern pro Querschnitt
ein zu dickes Faserband gemessen wird. Diese Fasersteifigkeit und Reibung kann jedoch
mittels Feuchtigkeitsaufnahme der Fasern reduziert werden, sodass sich Fasern in einem
Faserband besser zusammendrücken lassen. Dieser Effekt kann, etwas salopp. auch als
"Heuhaufen-Effekt" bezeichnet werden, weil es an sich bekannt ist, dass nasses Heu
(ursprünglich trockenes Gras) bei gleicher Anzahl Heufasrn in einem vorgegebenen Raum
weniger Volumen bildet als dieselbe Anzahl Heufasern im trockenen Zustand.
[0006] Andererseits hat eine zu hohe Feuchtigkeit der Fasern in der Karde den Nachteil zur
Folge, dass der sich immer noch im Faserverband befindliche feine Schutz, der bei
optimaler Faserfeuchtigkeit während des Kardierens freigegeben wird, sich weniger
aus dem Faserverband lösen lässt, da dieser mittels Feuchtigkeit fester am Faserverband
haftet als bei wenig Feuchtigkeit, dies lediglich zum Verständnis der tendenzen.
[0007] In der vorgenannten schweiz. Patentschrift Nr. 516 660 und Nr. 506 640 der Anmelderin
wird die Transportluftfeuchtigkeit zwischen der letzten Reinigungsmaschine und dem
Kardenspeiseschacht geregelt, sodass die Feuchtigkeit der Fasern in diesem Transportluftstrom
optimal gehalten werden kann. Die Fasern gelangen aus dem Transportluftstrom in einen
Speiseschacht, in welchem einerseits die Transportluft von den Fasern getrennt und
gleichzeitig eine Verdichtung der Fasern im Speiseschacht hervorgerufen wird. Im
Ausgang dieses Speiseschachtes wird eine Faserwatte gebildet, die über einen Zuführtisch
der Kardntisch der Kardenspeisung zugeführt wird.
[0008] Es ist nun bekannt, dass in der Karde selbst Luftströmungen entstehen, welche einerseits
durch die Drehzahl der Arbeitselemente wie Briseur, Tambour und Abnehmer und andererseits
durch den an der Karde angesetzten Unterdruck der Aspirationselemente entstehen.
[0009] Diese Luftströmungen weisen im wesentlichen eine Klimatisierung auf, welche mit
den klimatischen Verhältnissen der Umgebungsluft im Zusammenhang steht.
[0010] Dadurch entsteht die Gefahr, dass die vom Briseur zu einen dünnen Faserflor verteilten
Fasern einem nicht optimal klimatisierten Luftstrom in der Karde ausgesetzt werden,
sodass der Effekt durch die Klimatisierung des Transportluftstromes relativ rasch
wieder verloren gehen kann.
[0011] Damit wäre zwar die Aufgabe der genannten schweizerischen patentschrift Nr. 516 660
und Nr. 506 640 an sich immer noch gelöst, da diese Schrift die optimale Luftfeuchtigkeit
der Fasern im Transportluftstrom zum Thema hat, um Faseranhäufungen im Fördersystem
zu vermeiden.
[0012] Es hat sich jedoch auch gezeigt, dass nebst dem erwähnten unerwünschten "Heuhaufen-Effekt"
beim Messen des Kardenbandes auch ein Effekt der nicht optimalen Klimatisierung beim
Kardieren entsteht und zwar primär beim Herauslösen der Fasern durch den Briseur und
sekundär auch beim Kardieren der Fasern am Umfang des Tambours.
[0013] Die vorgenannten Eigenschaften der Baumwollfasern in verschiedenen klimatischen
Zuständen haben nicht nur einen Effekt für die Karde, sondern grundsätzlich für alle
Vorgänge, in welchen Fasern mittels mechanischen Eingriffen eine Relativbewegung
zueinander erfahren, beispielsweise den Reinigungsmaschinen. Es wurde deshalb die
Aufgabe gestelltl ein Verfahren und entsprechende Mittel zu finden, um in Spinnereimaschinen
eine optimale Klimatisierung der Fasern samt der sie umgebenden Luft, beispielsweise
in Reinigungsmaschinen und in Karden, zu erhalten.
[0014] Die Erfindung löst diese Aufgabe beispielsweise dadurch, dass die klimatisierte Luft
kurz vor und/oder in der Spinnereimaschine eingegeben wird und dass diese klimatisierte
Luft in und durch die vorgegebene Masse von Fasern geleitet wird.
[0015] Die Vorteile dieser erfinderischen Schritte bestehen darin, dass die Fasern für die
Verarbeitung eine Optimierung bezüglich Geschmeidigkeit und der Reinigungseffekt der
Fasern eine Optimierung bezüglich Schmutzabgabe erfährt. Dadurch verbessert sich
das sogenannte Laufverhalten der Spinnnereimaschine, da dadurch die Einzelmaschinen
unter optimalen klimatischen Verhältnissen arbeiten. Dabei versteht man unter Laufverhalten
den störungsfreien Lauf der Spinnereimaschine.
[0016] Vorteilhafte Ausführungsformen sind deshalb in den weitern Ansprüchen aufgeführt.
[0017] Die Erfindung ist anhand einiger Beispiele mit Hilfe der folgenden Figuren erklärt.
[0018] Es zeigt:
Figur 1 eine Darstellung des Systems der schweiz. Patentschrift Nr, 516 660 als Stand
der Technik.
Figur 2 einen schematischen Querschnitt durch eine erfindungsgemässe Karde samt Einspeiseschacht
und Zuführtisch zwischen Einspeiseschacht und Karde.
Figur 3 eine weitere erfindungsgemässe Karde im Querschnitt und schematisch dargestellt.
Figur 4 eine Variante der Karde von Figur 3.
Figur 5 und 6 je ein Detail der Karde von Figur 4.
Figur 7 einen schematischen Querschnitt durch eine Faserreinigungsmaschine samt erfindungsgemässem
Einspeiseschacht.
Figur 8 eine schematische Darstellung einer Anordnung von Spinnereimaschinen von der
Ballenauflösemaschine bis und mit der Kannenablage nach der Karde, mit der schematischen
Darstellung der erfindungsgemässen Klimatisierung der Faserverarbeitungsstellen.
Figur 9 ein Detail aus der Anlage von Figur 8.
Figur 10 und 11 je eine Variante des Details von Figur 9.
[0019] Die Figur 1 zeigt ein pneumatisches Flockenfördersystem der CH- 516 660 mit einem
Füllschacht 7 und einer Karde 8. Ein Flockenspeiser 1 erhält über eine Zufuhrleitung
2 pneumatisch gefördertes Fasermaterial. Die Flocken werden vom Flockenspeiser 1
weg durch eine Leitung 3, in die ein Ventilator 4 eingesetzt ist, von diesem zusammen
mit der Transportluft in Richtung vom Pfeil L angesaugt und gelangen unter Ueberdruck
in Richtung von Pfeil M durch einen Leitungsabschnitt 5 in eine hochliegende Transportleitung
6.
[0020] Die Transportleitung 6 endet am Füllschacht 7 der Karde 8. Die in den Füllschacht
7 eindringende Transportluft strömt durch eine am Füllschacht 7 befindliche luftdurchlässige
Trennwand 9 in einen Abströmschacht 10 und weiter in der Leitung 11 in einen unter
kleinerem Druck stehenden Raum (nicht gezeigt). Es können auch mehrere Füllschächte
7 an die Transportleitung 6 hintereinander angeschlossen sein, wobei dann der hier
in Figur 1 gezeigte Füllschacht 7 der letzte ist. Ein zwischen dem Flockenspeiser
1 und dem Ventilator 4 an der Transportleitung 3 angeordneter und mit der Transportleitung
3 verbundener Anschluss-Stutzen 12 enthält eine mit einem Wasserdampferzeuger (nicht
gezeigt) verbundene Düse 13, die an ein Steuerorgan 14 angeschlossen ist, zu dem ein
auf Feuchtigkeit ansprechender Messfühler 15 gehört, der in der Transportleitung 6
nach dem Ventilator 4 vorgesehen ist. Der handelsübliche Messfühler 15 misst die
Feuchtigkeit und Temperatur im flockenbeladenen Transportluftstrom und kann über das
Steuerorgan 14 eine Freigabe von Wasserdampf veranlassen, der durch die Oeffnung 17
in die Leitung 3 gelangen kann.
[0021] Die Figur 2 zeigt eine Kardenspeisung 20 mit einem Einfüllschacht 21, in welchen
eine Einfüll-Leitung 22 mündet sowie einen Abluftschacht 24 mit einer Abluftleitung
25. Eine perforierte Wand 23 bildet die luftdurchlässige Verbindung zwischen dem
Einfüllschacht 21 und dem Abluftschacht 24.
[0022] Am unteren Ende des Einfüllschachtes 21, mit Blick auf Figur 2 gesehen, sind zwei
Speisewalzen 26 vorgesehen, welche die sich im Einfüllschacht 21 befindlichen Flocken
dosiert einer Auflösewalze 27 zuführen, welche diese Flocken weiter auflöst und in
einen Speiseschacht 28 abgibt.
[0023] Aus diesem Speiseschacht 28 werden die sich darin befindlichen Faserflocken mittels
Speisewalzen 42 zu einer Fasermatte (nicht dargestellt) verdichtet, welche auf einen
Einlauftisch 43 und auf diesem in die Karde 60 gegeben wird.
[0024] Ein von der Karde produziertes Kardenband 68 wird an-schliessend in eine Bandablage
69 gegeben.
[0025] Um die Klimatisierung der Fasern in den vorgenannten Elementen zu beeinflussen,
sind drei Klimaeinheiten vorgesehen, welche als Einzeleinheiten betrieben werden
können oder, wie später beschrieben, durch eine einzige Klimaeinheit ersetzt werden
können.
[0026] In Richtung des Produktelaufes gesehen, ist die erste Klimaeinheit diejenige, welche
die Fasern im Speiseschacht 28, die zweite diejenige, welche die Fasern in der Fasermatte
auf den Einlauftisch 43 und die dritte diejenige, welche das Klima der Karde beeinflusst.
[0027] Für die erste Einheit ist eine Klimaanlage 39 vorgesehen, von welcher eine Zuluftleitung
54 in einen Ventilator 37 mündet, der seine Luft mittels einem Anschlussrohr 29 in
einen Luftverteilkasten 30 abgibt, der am oberen Ende, des Speiseschachtes 28 mit
Blick auf Figur 2 gesehen, am Speiseschacht vorgesehen ist. Dabei tritt die Luft
vom Luftverteilkasten 30 durch eine perforierte Wand 31 des Speiseschachtes 28 in
den Innenraum des Speiseschachtes 28 ein.
[0028] Diese eingeblasene klimatisierte Luft strömt durch die sich im Speiseschacht 28 befindlichen
Faserflocken und tritt mehrheitlich durch eine untere perforierte Wand 32 des Speiseschachtes
28 wieder aus, und zwar in einen Luftsammelraum 34, von welchem die Luft über eine
Abluftleitung 35 wieder in die Klimaanlage 39 geführt wird. Dieser Luftumlauf verursacht
der Ventilator 37. In der Abluftleitung 35 ist ein Messfühler 41 zur Messung der relativen
Luftfeuchtigkeit und der Lufttemperatur vorgesehen, der ein Signal 36 an ein Steuerorgan
40 abgibt, welches über die Steuerleitung 38 die Klimaanlage 39 steuert.
[0029] Letztlich sei noch erwähnt, dass die perforierte Wand 32 an der gegen den Innenraum
des Speiseschachtes 28 liegenden Seite mit Abdecklamellen versehen ist, sodass möglichst
keine Fasern durch die Perforation der perforierten Wand 32 durchtreten können.
[0030] Die zweite Einheit betrifft die Klimatisierung der Fasermatte auf dem Einlauftisch
43, wozu eine Klimaanlage 48 mittels einer Zuluftleitung 55 mit einem Ventilator 58
verbunden ist, welcher den erzeugten Luftstrom über ein Anschlussrohr 46 in ein Gehäuse
45 abgibt, in welchem sich ein perforierter Bereich 44 des Einlauf tisches 43 befindet.
Die einströmende klimatisierte Luft durchströmt den perforierten Bereich samt der
darauf liegenden Fasermatte und entweicht in eine am Gehäuse 45 vorgesehenen Abluftleitung
47, die mit der Klimaanlage 48 verbunden ist.
[0031] Die im genannten Kleislauf strömende klimatisierte Luft wird in der Abluftleitung
47 mit einem zum Messfühler 41 analogen Messfühler 50 gemessen, welcher ein Signal
51 an ein Steuerorgan 49 abgibt, welches mittels einer Steuerleitung 53 die Klimaanlage
48 steuert.
[0032] Der Ventilator kann, wie mit dem mit strichpunktierten Linien gezeichneten Ventilator
58.1 angedeutet, auch nach dem Gehäuse 45 vorgesehen sein.
[0033] Für das Bilden der Fasermatte auf dem Einlauftisch 43 werden die sich im Speiseschacht
28 befindlichen Faserflocken zwischen den Speisewalzen 42 geklemmt, sodass im wesentlichen
keine Luft oder nur wenig Leckluft vom Speiseschacht in das Gehäuse 43 gelangt.
[0034] Da es sich jedoch bei beiden Klimaeinheiten um geschlossene Systeme handelt, ist
es vorteilhaft, wenn die Klimaanlagen 48 und 39 die aus ihrem System entwichene resp.
zusätzlich übernommene Luft mit atmosphärischer Luft kompensieren. Solche Anlagen
sind jedoch an sich bekannt und für Umluftsysteme geläufig.
[0035] Die dritte Klimaeinheit betrifft die Karde. Zur Schaffung eines eigentlichen Kardenklimas
ist es notwendig, die Karde in einem Kardengehäuse 70 einzuschliessen, sodass die
von einer Klimaanlage 76 klimatisierte Luft im wesentlichen nicht in die Atmosphäre
entweichen kann.
[0036] Diese klimatisierte Luft gelangt über eine Zuluftleitung 79 in einen Ventilator 74
und von diesem über einen Anschluss 71 in den durch das Gehäuse 70 abgeschlossenen
Raum.
[0037] Die aus diesem Raum austretenden klimatisierte Luft gelangt über eine Abluftleitung
72 wieder zurück in die Klimaanlage
[0038] Auch in diesem Falle wird die Luft in der Abluftleitung 72 durch einen zum Messfühler
41 analogen Messfühler 78 gemessen und das Resultat als Signal 73 in ein Steuerorgan
77 gegeben, welches über eine Leitung 75 die Klimaanlage 76 steuert.
[0039] Es versteht sich, dass das für das Laufverhalten der Karde massgebende Klima primär
dasjenige um den Tambour 63 der Karde 60 herum ist, da die Kardenspeisung in an sich
bekannter Weise die eingespeisten Faserflocken zu einem sehr dünnen Faserylies auflöst
und dem Tambour zuführt, sodass die Umgebungsluft dieses Faserylieses massgeblich
an der Klimatisierung dieses Faserylieses beteiligt ist. Das heisst, dass das Klimatisieren
vor der Karde zwar nicht nutz- und wirkungslos ist, jedoch einen eingeschränkteren
Einfluss auf das Laufverhalten der Karde hat als das Klima in der Karde selbst.
[0040] Eine Ausnahme bildet das Einspeisen der Fasermatte, indem optimal in der Fasermatte
klimatisierte Fasern sich besser durch den Briseur der Karde zu parallelen Fasern
auflösen lassen, als schlecht klimatisierte Faserflocken.
[0041] Die Optimierung der Klimawerte für die Einspeisung wie auch in der Karde selbst erfolgt
aufgrund der gegensätzlichen Anforderungen bezüglich Schmutzausscheidung einerseits
und schonender Auflösung andererseits, um eine möglichst kleine Faserschädigung beim
Auflösen zu erhalten.
[0042] Es versteht sich, dass einerseits mittels Feuchtigkeit geschmeidig gehaltene Fasern
eine kleinere Bruchgefahr aufweisen als trockene und spröde Fasern, dass jedoch andererseits
sich der Schmutz aus trockenen Fasern besser herauslösen lässt. Diese Optimierung
ist empirisch festzustellen und entsprechend den Erfahrungen ist die Luft der Klimaanlage
bezüglich relativer Luftfeuchtigkeit und Temperatur anzupassen. Dabei kann die Optimierung
von Fasermischung zu Fasermischung unterschiedlich sein.
[0043] Die Figuren 3 und 4 zeigen eine Alternative zur Klimatisierung der ganzen Karde,
wie dies mit Figur 2 dargestellt ist. Aus diesem Grunde ist die Karde der Figur 3
mit 60.1 und die Karde der Figur 4 mit 60.2 gekennzeichnet. Beide Karden weisen jedoch
dieselben Basiselemente auf, nämlich eine Briseurwalze 62, einen Tambour 63, einen
Wanderdeckel 64 und eine Abnehmervalze (auch Dofferwalze genannt) 65. Die Kardierzone
zwischen der Briseurwalze 62 und der vorderen Umlenkung des Wanderdeckels 64, in
Umlaufrichtung des Tambours 63 gesehen, wird Vorkardierzone 80, die Kardierzone am
Ausgang des Wanderdeckels bis zur Abnehmerwalze 65, Nachkardierzone 81 und die Kardierzone
zwischen der Abnehmerwalze 65 und dem Briseur 62 Unterkardierzone 82 genannt.
[0044] Die Figuren 3 und 4 zeigen nun in welcher Weise diese drei Kardierzonen mit klimatisierter
Luft beschickt werden, um das sich auf dem Tambour befindliche Faservlies zu klimatisieren.
[0045] Dabei besteht die Möglichkeit, alle drei Kardierzonen in gleicher Weise oder unterschiedlich
zu klimatisieren. Bei unterschiedlicher Klimatisierung, wie dies mit den Figuren 3
und 4 gezeigt ist, benötigt jede Kardierzone eine eigene Klimaanlage, was mit dem
folgenden beschrieben ist:
[0046] Die Vorkardierzone 80 umfasst einen Luftverteilkasten 83, welcher mindestens einen
Spalt zwischen zwei Kardierstäben 89 abdeckt, sodass durch diesen Spalt klimatisierte
Luft in das zu kardierende Flies gelangt. Diese klimatisierte Luft wird von einem
Ventilator 99 aus einer Klimaanlage 90 abgesaugt und in den Luftverteilkasten 83
geblasen.
[0047] Am Ende der Vorkardierzone 80, in Drehrichtung (Uhrzeigersinn, mit Blick auf Figur
3 gesehen) des Tambours 63, deckt ein Luftsammelkasten 84 mindestens einen Spalt zwischen
zwei Kardierstäben 89 ab und saugt mindestens einen Teil der klimatisierten Luft von
der Tambouroberfläche weg über die Luftleitung 96 in die Klimaanlage 90 zurück. Dieser
Unterdruck wird durch den Ventilator 99 erzeugt.
[0048] Im Luftsammelkasten 84 ist ein Messfühler 91 vorgesehen, welcher relative die Luftfeuchtigkeit
und die Temperatur misst und je als Signal 105 in ein Steuerorgan 102 abgibt, welches
aufgrund dieses Signales über die Steuerleitung 108 die Klimaanlage 90 steuert.
[0049] In der Nachkardierzone 81 geschieht prinzipiell dasselbe, da es sich jedoch um eine
andere Kardierzone handelt als die Vorkardierzone, sind die Elemente mit neuen Bezugszeichen
versehen. Dabei haben folgende Elemente folgende Bezugszeichen:
Luftverteilkasten 85,
Ventilator 100,
Meefühlersignal 106,
Luftsammelkasten 86,
Luftleitung 97,
Steuerung 103,
Klimaanlage 91,
Messfühler 94,
Steuerltg. 109,
[0050] Für die Unterkardierzone 82 gilt dasselbe, das heisst dieselben Elemente sind mit
neuen Bezugszeichen versehen und zwar wie folgt:
Luftverteilkasten 87,
Klimaanlage 92,
Messfühlersignal 107,
Luftsammelkasten 88,
Ventilator 101,
Steuerung 104,
Luftleitung 98,
Messfühler 95,
Steuerltg. 110,
[0051] Die Figur 4 weist insofern eine Variante gegenüber der Lösung der Figur 3 auf, als
die Luftverteilkästen 111 in der Vorkardierzone 80 resp. 112, in der Nachkardierzone
81 resp. 113, in der Unterkardierzone 82, als die Kardierstäbe ausgebildet sind, die
als Hohlkörper vorgesehen sind, in welche die klimatisierte Luft eingeblasen werden
kann. Diese Kardierstäbe 111 bis 113 weisen an der dem Tambour 63 gegenüberliegenden
Seite Garniturlamellen 140 auf, zwischen welchen je ein luftdurchlässier Abstand (nicht
gezeigt) vorgesehen ist, damit die klimatisierte Luft zwischen diesen Garniturlamellen
in das Kardenvlies eindringen kann.
[0052] Solche Garniturstäbe sind bereits in der schweiz Patentanmeldung Nr. 01 092/89-5
der Anmelderin beschrieben und ausserdem mit Figur 6 vergrössert dargestellt. Dabei
können die Zähne der Garniturlamellen entweder in Bewegungsrichtung 4 des Tambours
63 oder dagegen gerichtet sein.
[0053] Figur 5 zeigt andererseits die Kombination, wie sie in der Vorkardierzone 80 und
in der Nachkardierzone 81 im Zusammenhang mit den Luftsammelkasten 114 und 115 gezeigt
ist.
[0054] In der Unterkardierzone 82 ist mit dem Luftsammelkasten 116 gezeigt, dass auch für
diese Funktion ein Kardierstab gemäss Figur 6 verwendet werden kann wie für die Funktion
der Luftverteilung mit dem Kardierstab 113. Dies ist auch mit Figur 6 etwas grösser
dargestellt, indem die Figur durch die strichpunktierte Linie in zwei Teile geteilt
ist, wobei der linke Teil, mit Blick auf Figur 6 gesehen, den Luftsammelkasten 116
mit dem Messfühler 95 und der rechte Teil die Luftverteilstäbe 111, 112 und 113 darstellen.
Dementsprechend sind die Luftpfeile L1 und L2 in umgekehrter Richtung zueinander
gerichtet.
[0055] Dabei können die Garniturzähne in der einen oder anderen Richtung gerichtet sein,
das heisst gegen die Drehrichtung U des Tambours oder mit der Drehrichtung wie, dies
beispielsweise in Figur 4 an den Luftverteilstäben 111, 112 und 113 sowie am Luftsammelkasten
116 gezeigt ist. Hingegen ist es, wie bereits in der schweiz. Patentanmeldung Nr.
01 092/89-5 der Anmelderin beschrieben, vorteilhaft, wenn die Kardierstäbe 89 und/oder
Messerstäbe 117 in den radialen Bewegungsrichtungen R1 und R2 verstell- und einstellbar
sind, da damit die durchtretende Luftmenge an klimatisierter Luft beeinflusst werden
kann. Die Einstellungsvariationen müssen empirisch festgestellt werden. Die vorgenannten
radialen Bewegungsrichtungen R1 und R2 sind in Figur 5 gezeigt.
[0056] Die Figur 5 zeigt im weiteren, vergrössert dargestellt, die in Figur 4 gezeigten
Luftsammelkasten 114 und 115. Auch diese Kombination ist, ohne jedoch den Messfühler
94, in der vorgenannten schweiz. Patentanmeldung Nr. 01 092/89-5 gezeigt und beschrieben.
[0057] Die Figur 7 zeigt eine weitere Maschine, in welcher die Erfindung verwendet werden
kann, nämlich eine Reinigungsmaschine mit sogenannt geklemmtem Speisespalt, wie sie
beispielsweise von der Anmelderin als Feinreinigungsmaschine Typ ERM weltweit vertrieben
wird.
[0058] Eine solche Maschine weist einen Einspeiseschacht 121, zwei Austragwalzen 122, 123,
wovon die Austragwalze 122 als volle Walze und die Partnervalze 123 als perforierte
Walze ausgebildet ist. Die perforierte Walze ist ihrerseits drehbar mit einem Abluftrohr
verbunden, sodass Luft, welche durch die Perforation in das Innere der Walze 123 treten
kann mit dem Abluftrohr 131 abgeführt werden kann. Nach den Austragwalzen, in Bewegungsrichtung
der Faserflocken von oben nach unten, mit Blick auf Figur 7 gesehen, folgen zwei Speisewalzen
124, welche die von den Austragwalzen 122 und 123 ausgetragenen Faserflocken aus dem
Speiseschacht 121 dosiert der Reinigungswalze 125 zuspeisen. Diese Flocken werden
am Umfang der Reinigungswalze 125 an Reinigungselementen 126 vorbeigeführt, um dadurch
die Flocken weiter zu öffnen und Schmutz daraus heraus auszuscheiden.
[0059] Nach dem letzten Reinigungselement in Drehrichtung K der Reinigungswalze gesehen,
mündet ein Ansaugluftkanal 138 an die Reinigungswalze 125, um die sich an der Oberfläche
dieser Walze befindlichen Faserflocken in einem Luftstrom zu übernehmen, welcher anschliessend
im Förderkanal 127 als Förderluftstrom die Flocken der nächsten Maschine zufördert.
[0060] Um die Erfindung zu realisieren, weist der Speiseschacht 121 eine perforierte Wand
139 auf, durch welche klimatisierte Luft in den Speiseschacht 121 und durch die Flocken
hindurch sowie durch die perforierte Walze 123 hindurch in das Abluftrohr 131 geführt
wird.
[0061] Eine Klimaanlage 128 klimatisiert die vorgenannte Luft, welche von einen Ventilator
129 durch eine Luftleitung 132 aus der Klimaanlage 128 abgesaugt und über eine Zufuhrleitung
133 in einen Luftverteilkasten 130 geblasen wird, sodass diese Luft anschliessend
durch die perforierte Wand 139 den vorgenannten Weg einschlagen kann.
[0062] Das Abluftrohr 131 ist, wie mit strichpunktierten Linien gezeigt, mit der Klimaanlage
128 verbunden.
[0063] Im Abluftrohr 131 ist ein Messfühler 134 vorgesehen, welcher die relative Luftfeuchtigkeit
und die Temperatur der sich darin befindlichen Luft misst und den Wert als Signal
135 einem Steuerorgan 136 zuführt, welches dieses Signal auswertet und aufgrund des
Resultates die Klimaanlage 128, mittels einer Steuerleitung 137, steuert.
[0064] Unter Klimaanlage soll eine Anlage verstanden werden, welche die relative Luftfeuchtigkeit
sowie die Lufttemperatur je auf einen vorgegebenen Wert bringt, um einerseits die
relative Luftfeuchtigkeit und Temperatur und somit die absolute Luftfeuchtigkeit regeln
zu können.
[0065] Es versteht sich, dass die Erfindung nicht nur auf den gezeigten Maschinen Verwendung
finden kann, sondern überall dort, wo die erfindungsgemässe Beeinflussung der Fasern
in der Bearbeitung, zwischen der Ballenauflösung und dem fertigen Garn, einen Vorteil
bringt, beispielsweise in andersartigen Reinigungsmaschinen, in Strecken oder weiteren
Spinnmaschinen, in welchen es möglich ist, die Feuchtigkeit und Temperatur dem laufenden
Produkt innerhalb einer vorgegebener Strecke beizugeben.
[0066] Die Figur 8 zeigt eine Ballenabtragmaschine 150, eine Grobreinigungsmaschine 151,
eine Misch- und Reinigungsmaschine 152, eine Feinreinigungsmaschine 153 sowie eine
Kardenspeisung 20.1, welche im wesentlichen der früher beschriebenen Kardenspeisung
20 entspricht sowie eine Karde, welche durch das Kardengehäuse 70 abgedeckt ist und
eine anschliessende Bandablage 69. Zwischen der Kardenspeisung 20.1 und der Karde
im Kardengehäuse 70 ist noch der früher beschriebene Einlauftisch 43 mit dem Gehäuse
45 gezeigt.
[0067] Die genannten Maschinen können Maschinen sein, wie sie die Anmelderin weltweit vertreibt,
die Abtragmaschine beispielsweise eine Maschine mit dem Markennamen "UNIFLOC", die
Grobreinigungsmaschine mit dem Markennamen "MONOWALZENREINIGEER B4/1", die Misch-
und Reinigungsmaschine mit dem Markennamen "UNIMIX", die Feinreinigungsmaschine
mit der Bezeichnung "Reinigungsmaschine ERM", die Kardenspeisung mit der Bezeichnung
"Aerofeed-U" und die Karde mit der Bezeichnung "Hochleistungskarde C4".
[0068] Die Ballenabtragmaschine 150 fördert die von ihr abgetragenen Faserflocken mittels
eines eigenen Ventilators (nicht gezeigt) durch einen pneumatischen Transportkanal
154 und anschliessend durch eine Förderleitung 155 in einen Abscheider 156.
[0069] In diesem Abscheider 156 wird das geförderte Produkt von der Förderluft getrennt,
in dem die Förderluft als Abluft in eine Abluftleitung 188 geführt wird, während das
Produkt, das heisst die Faserflocken, durch eine Schleuse 157 in eine Förderleitung
160 eingeschleust wird. Diese Förderleitung 160 fördert klimatisierte Luft, welche
über einen Lufteintritt 159 in eine Klimaanlage 158 von einem Ventilator 161 eingesaugt
wird und in der Klimaanlage 158 auf eine vorgegebene Temperatur und eine vorgegebene
relative Luftfeuchtigkeit gebracht wird. Das vom Ventilator 161 angesaugte Produkt-Luftgemisch
wird weiter durch eine Förderleitung 162 über einen Eintritt 163 in die Grobrei
nigungsmaschine (Monowalzenreiniger) gefördert, in welcher in an sich bekannter Weise
das Produkt gereinigt und anschliessend über einen Austritt 164 von einer Förderleitung
165 übernommen wird.
[0070] In der vorgenannten Förderleitung 165 wird das ProduktLuftgemisch einem Abscheider
166 zugefördert, in welchem wie bereits für den Abscheider 156 beschrieben das Produkt
durch eine Schleuse 167 in eine weitere Förderleitung 171 eingeschleust wird, während
die Förderluft als Abluft in einer Abluftleitung 195 einer Luftsammelleitung 191 zugeführt
wird.
[0071] Das gleiche geschieht für die bereits erwähnte Luft der Abluftleitung 190, das heisst
auch diese Luft wird der Luftsammelleitung 191 zugeführt.
[0072] Das sich in der Förderleitung 171 befindliche ProduktLuftgemisch wird von einem
Ventilator 169 angesaugt und weiter über eine Förderleitung 168 in die Misch- und
Reinigungsmaschine (UNIMIX) gefördert. Vorgängig wurde die Förderluft der Leitung
171 über einen Lufteintritt 159 von einer Klimaanlage 170 übernommen, in welcher diese
Förderluft auf eine vorgegebene Temperatur und eine vorgegebene relative Luftfeuchtigkeit
gebracht wurde.
[0073] Die Misch- und Reinigungsmaschine 152 hat in an sich bekannter Weise die Funktion
des Mischens und des Reinigens, wobei das Reinigen mit einer Reinigungstrommel 174
geschieht, welche das gereinigte Produkt an eine Förderleitung 173 übergibt, in
welcher das Produkt-Luftgemisch von einem Ventilator 175 angesaugt und weiter in einen
Einspeiseschacht 176 der Feinreinigungsmaschine 153 gegeben wird.
[0074] Die Feinreinigungsmaschine 153 weist eine Reinigungstrommel 177 auf, von welcher
das gereinigte Produkt mittels einer Förderleitung 199 übernommen wird und in welcher
das
[0075] Produkt-Luftgemisch von einem Ventilator 100 angesaugt und anschliessend durch die
Einfüll-Leitung 22 in die Kardenspeisung 20.1 abgegeben wird. Diese Kardenspeisung
wurde bereits früher im Zusammenhang mit der Figur 2 beschrieben, weshalb auf eine
weitere detaillierte Beschreibung verzichtet wird. Es sei lediglich erwähnt, dass
die Abluftleitung 25 die vom Produkt befreite Luft in die Luftsammelleitung 191 führt.
[0076] Die Abluftleitungen 190, 195, 198 und 25 enthalten je eine steuerbare Drosselklappe,
um die Abluftmenge der einzelnen Abluftleitungen in einem pro Maschine vorgegebenen
Mass zu halten.
[0077] Aus diesem Grunde weist die Luftsammelleitung 191 an ihrer Falschluftöffnung 192
eine Drosselklappe 193 auf, welche von einem Stellmotor 194 mittels eines Steuergerätes
208 in eine Lage gestellt wird, welche garantiert, dass die Luftsammelleitung 191
genügend Luft aufweist, um eine Strömung zu erhalten, die verhindert, dass in der
Luftsammelleitung 191 geförderter Staub sich nicht in der Leitung absetzt. Dazu erhält
die Steuerung 208 ein Steuersignal von einem Druckmessgerät für das Messen des statischen
Druckes, welches unmittelbar vor einem für den Luftdurchsatz durch die Luftsammelleitung
191 verantwortlichen Ventilator 201 am Austrittsende der Luftsammelleitung 191 vorgesehen
ist.
[0078] Der Ventilator 201 gibt seine Luft in einen Luftfilter 202 ab, aus welchem die gereinigte
Luft über eine Abluftleitung 203 in die Atmosphäre abgegeben wird.
[0079] Im weiteren wird die sich auf dem Einlauftisch 43 befindliche Fasermatte von einer
klimatisierten Luft, welche durch eine Klimaluftleitung 182 in das Gehäuse 45 gesaugt
und aus diesem Gehäuse über eine Abluftleitung 183 in die Luftsammelleitung 191 aufgenommen
wird, auf eine vorge-gebene Temperatur und Feuchtigkeit gebracht.
[0080] In der Abluftleitung 183 ist ebenfalls eine Drosselklappe 184 vorgesehen, welche
die Luftmenge in der Abluftleitung 183 steuert, wobei grundsätzlich unter Luftmenge
das durchgesetzte Luftvolumen pro Zeiteinheit verstanden wird.
[0081] Die klimatisierte Luft in der Leitung 182 wird in einer Klimaanlage 181 klimatisiert
und über einen Lufteintritt 159 in die Klimaanlage angesaugt.
[0082] Die Klimatisierung der Luft für das Kardengehäuse 70 geschieht mittels einer Klimaanlage
185. Diese Luft wird mit Hilfe des Unterdruckes in der Luftsammelleitung 191 durch
einen Lufteintritt 159 in Klimaanlage 185 in eine Klimaluftleitung 186 und in das
Gehäuse 70 sowie aus diesem heraus über eine Abluftleitung 187 in die Luftsammelleitung
191 gesaugt.
[0083] Zur Steuerung der Luftmenge in der Abluftleitung 187 ist eine steuerbare Drosselklappe
206 vorgesehen.
[0084] Im weiteren ist noch zu erwähnen, dass die Drosselklappe 196 in der Abluftleitung
195 durch einen Stellmotor 197 gesteuert wird, welcher ein Steuersignal von einer
Steuerung (nicht gezeigt) erhält, welche den Druck in der Grobreinigungsmaschine
151 steuert.
[0085] Wie mit strichpunktierten Linien dargestellt, besteht die Möglichkeit, anstelle der
einzelnen Klimaanlagen eine zentrale Klimaanlage 210 vorzusehen, in welcher die Luft
für alle Maschinen auf eine vorgegebene Temperatur und auf eine vorgegebene relative
Luftfeuchtigkeit gebracht wird, wobei dann allerdings alle Maschinenluft mit derselben
Temperatur und Luftfeuchtigkeit erhalten.
[0086] In einem solchen Falle wird die saubere Luft des Filters 202 über eine an die Abluftleitung
203 angeschlossene Abluftleitung 211 und über eine Einsaugluftleitung 212 in die
Klimaanlage 210 gesaugt.
[0087] Um Leckverluste in diesem Kreislaufsystem zu kompensieren, weist die Einsaugluftleitung
212 einen Frischlufteintritt 219 auf, in welchen die Leitung 211 die darin geförderte
Luft eingibt.
[0088] Die von der zentralen Klimaanlage 210 abgegebene klimatisierte Luft wird dem Förderrohr
160 mittels der Leitung 213, dem Förderrohr 171 mittels der Leitung 214, der Förderleitung
172 mittels der Leitung 215, der Förderleitung 178 mittels der Leitung 216, der Leitung
182 mittels der Leitung 217 und der Leitung 186 mittels der Leitung 218 zugefördert.
[0089] Die Figur 9 zeigt etwas detaillierter den Abscheider 156 und 166. Daraus ist ersichtlich,
dass es sich bei diesem Abscheider um einen Zyklonabscheider handelt.
[0090] Als Alternative zum Zyklonabscheider der Figur 9, kann ein sogenannter Filterabscheider
gemäss Figur 10 vorgesehen werden, welcher denselben Lufteintritt aufweist, wie der
Zyklonabscheider, zu welchem ebenfalls die Förderleitung 155 resp. 165 angeschlossen
ist. Das Produkt-Luftgemisch gelangt in einen Sammelbehälter 226, aus welchem das
Produkt über die Schleuse 167 an die Förderleitung 171 abgegeben wird. Im oberen
Bereich, das heisst oberhalb des Lufteintrittes weist dieser Abscheider einen Filterteil
221 auf, in welchem eine der Luftmenge entsprechende vorgegebene Anzahl Filterschläuche
222 vorgesehen sind, durch welche die Abluft über Injektordüsen 223 in die Abluftleitung
190 resp. 195 gegeben wird. Die Injektordüsen 223 haben für den reinen Luftdurchtritt
in die Abluftleitungen 190 resp. 195 keine Injektorfunktion, hingegen werden zum Reinigen
der Filterschläuche 222 jeweils Druckluftstösse aus einer entsprechenden Anzahl Druckluftdüsen
224 abgegeben, welche zusätzlich Luft aus ihrer Umgebung durch die Injektordüsen
223 einsaugen, um die Filterschläuche 222 momentan mit einem Gegendruckluftstrom zu
beaufschlagen, sodass die daran haftenden Fasern wieder weg und in den Sammelbehälter
226 zurückfallen.
[0091] Die Porung (oder Maschenweite) der Filterschläuche 222 kann verschieden gewählt werden,
und zwar je nach dem wieviel Staub durch diese Bohrung durchtreten soll, bei gleichzeitigem
Zurückhalten der Fasern, welche dann mittels der Druckluftstösse in den Sammelbehälter
226 zurückgegeben werden.
[0092] Die Druckluftstösse resp. deren notwendige vorgegebene Anzahl und Reihenfolge wird
von einem Steuergerät 225 gesteuert.
[0093] Solche Filter sind an sich als Jet-Filter bekannt und werden dann verwendet, wenn
die Abluft nicht in ein zentrales Filtersystem geleitet wird. Das heisst, bei Verwendung
solcher Filterabscheider kann darauf verzichtet werden, die Abluft der Abluftleitung
190 resp. 195 in die Luftsammelleitung zu führen.
[0094] Die Figur 11 zeigt eine weitere Alternative zum Zyklonabscheider von Figur 9, und
zwar wird das Produkt-Luftgemisch, welches mit der Förderleitung 155 resp. 165 zugeführt
wird, in einen sogenannten Kondensor-Abscheider geleitet, welcher eine in Pfeilrichtung
drehende Kondensortrommel 232 aufweist, die in einem Kondensorgehäuse 231 drehbar
gelagert und von diesem umschlossen ist.
[0095] Innerhalb der Kondensortrommel 232 ist eine Blende 233 vorgesehen, welche die innere
Oberfläche der Kondensortrommel 232 abdeckt, bis auf eine Luftdurchtrittsöffnung
234, durch welche die Abluft in das früher beschriebene Abluftrohr 190 resp. 195 tritt.
[0096] Die Faserflocken resp. die Fasern werden an der äusseren Oberfläche der Kondensortrommel
in an sich bekannter Weise gesammelt und in Drehrichtung der Kondensortrommel gegen
eine Abstreifwalze 13G gebracht, welche den Faserbelag abstreift und durch einen
Sammelbehälter 237 in die Förderleitung 160 resp. 171, welche mit dem Sammelbehälter
237 verbunden ist, abgibt.
[0097] Letztlich versteht es sich, dass in der mit Fig. 8 gezeigten Anlage in analoger
Weise, wie für die Figuren 2 bis 7 gezeigt und beschrieben, pro klimatisierte Maschine
151, 152, 153, 20.1, 45 und 70 je ein Messfühler (nicht gezeigt) zur Messung der Lufttemperatur
und der relativen Luftfeuchtigkeit vorgesehen ist, welcher in der jeweiligen Abluftleitung
195, 198, 25, 183 und 187 und unmittelbar nach der Maschine angeordnet ist, sowie
ein analoges Steuergerät (nicht gezeigt) pro Klimaanlage vorgesehen ist.
[0098] Als weitere Variante kann die einzelne Klimaanlage 39, 48, 76; 90, 91, 92; 128; 158,
170, 171, 179, 181, 185; 210, als Klimaanlage, d.h. mit einem eigenen Regelkreis zur
Aufrechterhaltung eines vorgegebenen Temperatur- und Feuchtigkeit-Wertes, der aus
der Klimaanlage austretenden Luft funktionieren. Dadurch können die genannten Messfühler,
4(1, 50, 78 (Fig. 2), 93, 94, 95 (Fig. 3), 134 (Fig. 7) und die im Zusammenhang mit
der Fig. 8 erwähnten, jedoch nicht gezeigten Messfühler, welche in den Abluftleitungen
195, 198, 25, 183 und 187 vorgesehen sind, zur Feststellung einer Differnz der Temperatur
und Feuchtigkeit der klimatisierten Luft vor dem Eintritt und nach dem Ausscheiden
aus der Fasermasse verwendet werden, was ein Mass der an die Fasern abgegebenen Feuchtigkeit
zu erhalten erlaubt.
Dabei können die von den Messfühlern abgegebenen Signale als überlagerte Werte in
den Regelkreis der Klimaanlage eingegeben werden, um die Temperatur und die relative
Feuchtigkeit der Luft der Klimaanlage einem vorgegebenen Differenzwert anzupassen.
Legende
[0099]
1 Flockenspeiser
2 Zufuhrleitung
3 Leitung
4 Ventilator
5 Leitungsabschnitt
6 hochliegende Transportleitung
7 Füllschacht
8 Karde
9 luftdurchlässige Trennwand
10 Abströmkanal
11 Abluftleitung
12 Anschluss-Stutzen
13 Düse
14 Steuerorgan
15 Messfühler
16 Abdeckung
17 Durchtrittsöffnung
18
19
20 Kardenspeisung
20.1 Kardenspeisung
21 Einfüllschacht
22 Einfüll-Leitung
23 perforierte Wand
24 Abluftschacht
25 Abluftleitung
26 Speisewalzen
27 Auflösewalze
28 Speiseschacht
29 Anschlussrohr
30 Luftverteilkasten
31 obere perforierte Wand
32 untere perforierte Wand
33 Abdecklamellen
34 Luftsammelkasten
35 Abluftleitung
36 Signal
37 Ventilator
38 Steuerleitung
39 Klimaanlage
40 Steuerorgan
41 Messfühler
42 Speisewalzen
43 Einlauftisch
44 perforierter Bereich von 43
45 Gehäuse
46 Anschlussrohr
47 Abluftleitung
48 Klimaanlage
49 Steuerorgan
50 Messfühler
51 Signal
52 Ventilator
53 Steuerleitung
54 Zuluftleitung
55 Zuluftleitung
56
57
58
59
60, 60.1, 60.2 Karde
61
62 Briseur
63 Tambour
64 Wanderdeckel
65 Abnehmerwalze
66
67
68 Kardenband
69 Bandablage
70 Kardengehäuse
71 Anschlussrohr
72 Abluftleitung
73 Signal
74 Ventilator
75 Steuerleitung
76 Klimaanlage
77 Steuerorgan
78 Messfühler
79 Zuluftleitung
80 Vorkardierzone
81 Nachkardierzone
82 Unterkardierzone
83 Luftverteilkasten
84 Luftsammelkasten
85 Luftverteilkasten
86 Luftsammelkasten
87 Luftverteilkasten
88 Luftsammelkasten
89 Kardierstäbe
90 Klimaanlage
91 Klimaanlage
92 Klimaanlage
93 Messfühler
94 Messfühler
95 Messfühler
96 Luftleitung
97 Luftleitung
98 Luftleitung
99 Ventilator
100 Ventilator
101 Ventilator
102 Steuerorgan
103 Steuerorgan
104 Steuerorgan
105 Signal
106 Signal
107 Signal
108 Steuerleitung
109 Steuerleitung
110 Steuerleitung
111 Luftverteilstab
112 Luftverteilstab
113 Luftverteilstab
114 Luftsammelkasten
115 Luftsammelkasten
116 Luftsammelkasten
117 Kardiermesser oder Messerstab
118
119
120 Reinigungsmaschine
121 Speiseschacht
122 volle Austragwalze
123 perforierte Austragwalze
124 Speisewalzen
125 Reinigungswalze
126 Reinigungselement
127 Förderkanal
128 Klimaanlage
129 Ventilator
130 Luftverteilkasten
131 Abluftrohr
132 Luftleitung
133 Zuluftleitung
134 Messfühler
135 Signal
136 Steuerorgan
137 Steuerleitung
138 Ansaugluftkanal
139 perforierte Wand
140 Garniturlamellen
141
142
143
144
145
146
147
148
149
150 Ballenabtragmaschine
151 Grobreinigungsmaschine
152 Misch- und Reinigungsmaschine
153 Feinreinigungsmaschine
154 pneumatischer Transportkanal
155 Förderleitung
156 Abscheider
157 Schleuse
158 Klimaanlage
159 Lufteintritt
160 Förderleitung
161 Ventilator
162 Förderleitung
163 Eintritt von 151
164 Austritt
165 Förderleitung
166 Abscheider
167 Schleuse
168 Förderleitung
169 Ventilator
170 Klimaanlage
171 Förderleitung
172 Lerrluftleltung
173 Förderleitung
174 Reinigungstrommel
175 Ventilator
176 Einspeiseschachat
177 Reinigungstrommel
178 Leerluftleitung
179 Klimaanlage
180 Ventilator
181 Klimaanlage
182 Klimaluftleitung
183 Abluftleitung
184 Drosselklappe
185 Klimaanlage
186 Klimaluftleitung
187 Abluftleitung
188
189 Drosselklappe
190 Ablufleitung
191 Luftsammelleitung
192 Falschluftöffnung
193 Drosselklappe
194 Stellmotor
195 Abluftleitung
196 Drosselklappe
197 Stellmotor
198 Abluftleitung
199 Förderleitung
200
201 Ventilator
202 Luftfilter
203 Abluftleitung
204 Drosselklappe
205 Drosselklappe
206 Drosselklappe
207 Druckmessgerät für statischen Druck
208 Steuergerät
209 Steuerleitung
210 Klimaanlage
211 verlängerte Abluftleitung
212 Einsaugluftleitung
213 Klimaluftleitung
214 Klimaluftleitung
215 Klimaluftleitung
216 Klimaluftleitung
217 Klimaluftleitung
218 Klimaluftleitung
219 Frischluftleitung
220 Drucklufquelle
221 Filterteil
222 Filterschlauch
223 Injektordüse
224 Druckluftdüse
225 Steuergerät
226 Sammelbehälter
227
228
229
230 Kondensor
231 Kondensorgehäuse
232 Kondensortrommel
233 Blende
234 Luftdurchtrittsöffnung
235 Zufuhrrohr
236 Abstreifwalze
237 Sammelbehälter
1. Verfahren zur Beeinflussung der Klimatisierung der in einer Spinnereimaschine (20,
20.1, 60, 60.1, 60,2, 120, 150, 151, 152, 153) verarbeiteten Fasern, durch Zuführen
von Luft mit vorgegebener relativer Feuchtigkeit und Temperatur, in eine vorgegebene
Masse von Fasern, dadurch gekennzeichnet, dass die klimatisierte Luft kurz vor und/oder
in die Spinnereimaschine eingegeben wird und, dass diese klimatisierte Luft in und
durch die vorgegebene Masse von Fasern geleitet wird, sowie, dass die Temperatur und
die Feuchtigkeit der genannten Luft nach dem Abtrennen von den Fasern gemessen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein aus diesen Messungen
erzeugtes Signal zur Korrektur der vorgegebenen relativen Feuchtigkeit und Temperatur
der klimatisierten Luft verwendet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fasern beim Einspeisen
in die einzelne Spinnereimaschine klimatisiert werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fasern in der einzelnen
Spinnereimaschine, jedoch im wesentlichen vor einem gegebenen Arbeitsvorgang, in welchen
die Fasern bearbeitet werden, klimatisiert werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Luft pro Spinnereimaschine
klimatisiert wird.
6. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Luft für eine vorgegebene
Zahl von Spinnereimaschinen klimatisiert wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die klimatisierte Luft
nach der Spinnereimaschine filtriert wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Luft im offenen Kreislauf
klimatisiert wird.
9. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Luft im geschlossenen
Kreislauf klimatisiert wird.
10. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die klimatisierte Luft
nach dem Filtrieren als Basisluft zur Klimatisierung der Raumluft verwendet wird.
11. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die klimatisierte Luft
nach dem Filtrieren wieder für die entsprechende Klimatisierung der Spinnereimaschine
verwendet wird.
12. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die klimatisierte Luft
auch zum Fördern von Fasern verwendet wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass
die klimatisierte Luft einen vorgegebenen Teil der Förderluft ist.
14. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass
die gesamte klimatisierte Luft zum Fördern der Fasern verwendet wird.
15. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die klimatisierte Luft
im Einspeisekanal (28), zum Einspeisen der Faserwatte in eine Karde, zugeführt wird.
16. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die klimatisierte Luft
am Zuführtisch (43) zwischen dem Einspeiseschacht (28) vor der Karde und der Karde
zugeführt wird.
17. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die klimatisierte Luft
in die Karde (20, 20.1, 60, 60.1, 60.2,) selbst zugeführt wird.
18. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die klimatisierte Luft
in der Vorkardierzone und/oder in der Nachkardierzone und/oder in die Unterkardierzone
in die sich auf dem Tambour einer Karde befindlichen Masse von Fasern zugeführt wird.
19. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit einer Einrichtung
zum Konditionieren von Luft, welche im wesentlichen eine Klimaanlage zum Klimatisieren
der Luft in Bezug auf eine vorgegebene Temperatur und eine relative Feuchtigkeit der
Luft, sowie einen Ventilator zur Förderung der klimatisierten Luft umfasst, dadurch
gekennzeichnet, dass die Einrichtung zusätzliche Mittel beinhaltet, um die vom Ventilator
geförderte klimatisierte Luft mit der Masse von Fasern zu vermengen und Mittel um
diese Luft nach einer vorgegebenen Transportstrecke der Fasern wieder im wesentlichen
daraus zu entfernen und Mittel um die Temperatur und die relative Feuchtigkeit der
genannten entfernten Luft zu messen. Und Mittel vorgesehen sind, um diese Messignale
als Korrektursignale an die Klimaanlage zwecks Korrektur der genannten vorgegebenen
Temperatur- und Feuchtigkeitswerte abzugeben.
21. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind,
um diese Messignale als Korrektursignale an die Klimaanlage zwecks Korrektur der genannten
vorgegebenen Temperatur- und Feuchtigkeitswerte abzugeben.
22. Vorrichtung nach Anspruch , dadurch gekennzeichnet, dass
die Mittel zum Vermengen der klimatisierten Luft mit der Masse von Fasern eine Einschleusung
und die Mittel um die genannte Luft wieder aus der Fasermasse zu entfernen aus einem
Abscheider bestehen.
23. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass
die Einschleusung eine Rotationsschleuse mit einem Anschluss an eine Förderleitung
ist.
24. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass
der Abscheider ein Zyklonabscheider ist.
25. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass
der Abscheider ein Filterabscheider ist.
26. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass
der Abscheider ein Kondensor-Abscheider ist.
27. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass
die Mittel zum Vermengen der klimatisierten Luft mit der Masse von Fasern aus einer
Förderluftleitung bestehen, welche die Fasern von einer Reinigungstrommel einer Reinigungsmaschine
übernimmt.
28. Vorrichtung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass
die Mittel zum Vermengen der Masse von Fasern mit der klimatisierten Luft aus einem
Einspeiseschacht für eine Fasern verarbeitende Spinnereimaschine bestehen.
29. Vorrichtung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass
die Spinnereimaschine eine Feinreinigungsmaschine ist.
30. Vorrichtung nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass
die Spinnereimaschine eine Karde ist.
31. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass
die Mittel zum Vermengen der Masse von Fasern mit der klimatisierten Luft aus einem
Einlauftisch zur Speisung einer Fasermatte in eine Karde bestehen.
32. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass
die Mittel zum Vermengen der klimatisierten Luft mit der Masse von Fasern aus einem
eine Karde umgebenden Gehäuse besteht, welches die klimatisierte Luft aufnimmt.
33. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass
die Mittel zum Vermengen der klimatisierten Luft mit der Masse von Fasern aus einem
am Umfang eines Kardentambours vorgesehenen Luftverteilkasten bestehen, welcher den
Umfang des Tambours über eine vorgegebene Strecke abdeckt.
34. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass
die Mittel, um die klimatisierte Luft aus der Fasermasse im wesentlichen zu entfernen,
aus einem Luftsammelkasten besteht, welcher einen vorgegebenen Teil eines Kardentambourumfanges
abdeckt und welcher in Drehrichtung des Tambours gesehen mit einer vorgegebenen Distanz
zum Mittel angeordnet ist, welches die klimatisierte Luft mit der Masse von Fasern
vermengt
35. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass
die Mittel für das Vermengen der klimatisierten Luft mit der Masse von Fasern aus
einem Garniturstab bestehen, welcher als Hohlkörper vorgesehen und gegen die Tambouroberf
läche luftdurchlässig ist.
36. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass
die Mittel, um die klimatisierte Luft im wesentlichen aus der Fasermasse zu entfernen,
aus einem Garniturstab gemäss Anspruch 33 bestehen.
37. Spinnereimaschinenanlage nach Anspruch 1 und 19, dadurch gekennzeichnet, dass
die Mittel für das Entfernen der klimatisierten Luft aus der Fasermasse mit den Mitteln
für das Vermengen der klimatisierten Luft mit der Fasermasse derart funktionell verbunden
sind, dass die Fasermasse vom einen Mittel zum anderen Mittel im kontinuierlichen
Durchfluss übergeht.
38. Anlage nach Anspruch 36 dadurch gekennzeichnet, dass pro Spinnereimaschine eine
Klimaanlage für das Klimatisieren der Luft vorgesehen ist.
39. Anlage nach Anspruch 36 dadurch gekennzeichnet, dass eine zentrale Klimaanlage
zur Aufbereitung der klimatisierten Luft für sämtliche Spinnereimaschinen vorgesehen
ist.
40. Anlage nach Anspruch 35, dadurch gekennzeichnet, dass eine Luftsammelleitung und
ein darauf folgender Filter vorgesehen ist, sodass die aus der Fasermasse entfernte
klimatisierte Luft gesammelt und anschliessend filtriert wird.
41. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die genannten Mittel
zur Messung der Temperatur und der relativen Feuchtigkeit der aus den Fasern ausgeschiedenen
klimatisierten Luft ein Messfühler ist, welcher in einem Abluftrohr für die klimatisierte
Luft nach der Abscheidung der Fasern ist.
42. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Klimaanlage eine
Steuerung für die Temperatur und die relative Feuchtigkeit der abgegebenen Luft aufweist
und die genannten Korrektursignale der genannten Messfühler dieser Steuerung überlagert.
43. Verfahren zur Beeinflussung der Klimatisierung der in einer Spinnereimaschine
(20, 20.1, 60, 60.1, 60,2, 120, 150, 151, 152, 153) verarbeiteten Fasern, durch Zuführen
von Luft mit vorgegebener relativer Feuchtigkeit und Temperatur, in eine vorgegebene
Masse von Fasern, dadurch gekennzeichnet, dass die klimatisierte Luft kurz vor und/oder
in eine Karde eingegeben wird und, dass diese klimatisierte Luft in und durch die
vorgegebene Masse von Fasern geleitet wird, sowie, dass die Temperatur und die Feuchtigkeit
der genannten Luft nach dem Abtrennen von den Fasern gemessen wird.
44. Verfahren nach Anspruch 42, dadurch gekennzeichnet, dass
ein aus diesen Messungen erzeugtes Signal zur Korrektur der vorgegebenen relativen
Feuchtigkeit und Temperatur der klimatisierten Luft verwendet werden.
45. Verfahren nach Anspruch 42, dadurch gekennzeichnet, dass
die Fasern beim Einspeisen in die einzelnen Karden klimatisiert werden.
46. Verfahren nach Anspruch 42, dadurch gekennzeichnet, dass
die Fasern in der einzelnen Karde, jedoch im wesentlichen vor einem gegebenen Arbeitsvorgang,
in welchen die Fasern bearbeitet werden, klimatisiert werden.
47. Verfahren nach Anspruch 42, dadurch gekennzeichnet, dass
die Luft pro Karde klimatisiert wird.
48. Verfahren nach Anspruch 42, dadurch gekennzeichnet, dass die Luft für eine vorgegebene
Zahl von Karden klimatisiert wird.
49. Verfahren nach Anspruch 42, dadurch gekennzeichnet, dass
die klimatisierte Luft am Zuführtisch (43) zwischen dem Einspeiseschacht (28) vor
der Karde und der Karde zugeführt wird.
50. Verfahren nach Anspruch 42, dadurch gekennzeichnet, dass
die klimatisierte Luft in die Karde (20, 20.1, 60, 60.1, 60.2,) selbst zugeführt wird.
51. Verfahren nach Anspruch 42, dadurch gekennzeichnet, dass
die klimatisierte Luft in der Vorkardierzone und/oder in der Nachkardierzone und/oder
in die Unterkardierzone in die sich auf dem Tambour einer Karde befindlichen Masse
von Fasern zugeführt wird.
52. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 42 mit einer Einrichtung
zum Konditionieren von Luft, welche im wesentlichen eine Klimaanlage zum Klimatisieren
der Luft in Bezug auf eine vorgegebene Temperatur und eine relative Feuchtigkeit der
Luft, sowie einen Ventilator zur Förderung der klimatisierten Luft umfasst, dadurch
gekennzeichnet, dass die Einrichtung zusätzliche Mittel beinhaltet, um die vom Ventilator
geförderte klimatisierte Luft mit der Masse von Fasern zu vermengen und Mittel um
diese Luft nach einer vorgegebenen Transportstrecke der Fasern wieder im wesentlichen
daraus zu entfernen und Mittel um die Temperatur und die relative Feuchtigkeit der
genannten entfernten Luft zu messen. Und Mittel vorgesehen sind, um diese Messignale
als Korrektursignale an die Klimaanlage zwecks Korrektur der genannten vorgegebenen
Temperatur- und Feuchtigkeitswerte abzugeben.
53. Vorrichtung nach Anspruch 52, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind,
um diese Messignale als Korrektursignale an die Klimaanlage zwecks Korrektur der genannten
vorgegebenen Temperatur- und Feuchtigkeitswerte abzugeben.
54. Vorrichtung nach Anspruch 52, dadurch gekennzeichnet, dass
die Mittel zum Vermengen der klimatisierten Luft mit der Masse von Fasern eine Einschleusung
und die Mittel um die genannte Luft wieder aus der Fasermasse zu entfernen, ein Zufuhrtisch
(43) zur Einspeisung der Watte in die Karde ist.
55. Vorrichtung nach Anspruch 50, dadurch gekennzeichnet, dass
die Mittel zum Vermengen der klimatisierten Luft mit der Masse von Fasern aus einem
eine Karde umgebenden Gehäuse besteht, welches die klimatisierte Luft aufnimmt.
56. Vorrichtung nach Anspruch 50, dadurch gekennzeichnet, dass
die Mittel zum Vermengen der klimatisierten Luft mit der Masse von Fasern aus einem
am Umfang eines Kardentambours vorgesehenen Luftverteilkasten bestehen, welcher den
Umfang des Tambours über eine vorgegebene Strecke abdeckt.
57. Vorrichtung nach Anspruch 50, dadurch gekennzeichnet, dass
die Mittel, um die klimatisierte Luft aus der Fasermasse im wesentlichen zu entfernen,
aus einem Luftsammelkasten besteht, welcher einen vorgegebenen Teil eines Kardentambourumfanges
abdeckt und welcher in Drehrichtung des Tambours gesehen mit einer vorgegebenen Distanz
zum Mittel angeordnet ist, welches die klimatisierte Luft mit der Masse von Fasern
vermengt.
58. Vorrichtung nach Anspruch 50, dadurch gekennzeichnet, dass
die Mittel für das Vermengen der klimatisierten Luft mit der Masse von Fasern aus
einem Garniturstab bestehen, welcher als Hohlkörper vorgesehen und gegen die Tambouroberf
läche luftdurchlässig ist.
59. Vorrichtung nach Anspruch 50, dadurch gekennzeichnet, dass
die Mittel, um die klimatisierte Luft im wesentlichen aus der Fasermasse zu entfernen,
aus einem Garniturstab gemäss Anspruch 55 bestehen.
60. Anlage nach Anspruch 50, dadurch gekennzeichnet, dass pro Karde eine Klimaanlage
für das Klimatisieren der Luft vorgesehen ist.
61. Anlage nach Anspruch 36 dadurch gekennzeichnet, dass eine zentrale Klimaanlage
zur Aufbereitung der klimatisierten Luft für sämtliche Karden vorgesehen ist.