[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Schneiden von Obst, Gemüse oder dergleichen
in Scheiben, mit einer Messerhalteplatte, an deren Vorderkante ein V-förmiges Schneidmesser
angeordnet ist, welches aus zwei Messerklingen besteht; zwei im wesentlichen parallel
angeordneten Rahmenleisten, die durch die Messerhalteplatte und mindestens einen
weiteren Quersteg miteinander verbunden sind; und einer an den Rahmenleisten geführten,
parallel zur Messerhalteplatte einschiebbaren Schieberplatte, wobei zwischen der
hinteren Kante der Schieberplatte und dem Schneidmesser ein schmaler Spalt verbleibt.
[0002] Eine derartige Vorrichtung ist beispielsweise aus der EP 0 306 017 A2 bekannt, wobei
allerdings das dort verwendete V-förmige Schneidmesser einstückig ausgebildet ist,
was insbesondere fertigungstechnisch ungünstig ist.
[0003] Der Stand der Technik, von dem die vorliegende Erfindung ausgeht, ist in den Zeichnungen
anhand der Figuren 1 und 2 aufgezeigt, wobei Fig. 1 in schematischer Darstellung eine
Vorrichtung nach dem Oberbegriff von Anspruch 1 zeigt, wie sie von der Amelderin bereits
seit einiger Zeit vertrieben wird. Fig. 2 zeigt in vergrößerter Darstellung die entsprechende
Anordnung der Messerklingen in der Vorrichtung nach Fig. 1.
[0004] Wie in Fig. 1 dargestellt, umfaßt die bekannte Vorrichtung 1 zwei Rahmenleisten 2,
die in ihrem hinteren Teil von einer Messerhalteplatte 4 und in ihrem vorderen Teil
von zwei an der Unterseite der Vorrichtung 1 angeordneten und in der Zeichnung nicht
dargestellten Querstegen zusammengehalten sind. Im vorderen Teil der Vorrichtung 1
ist eine parallel zur Messerhalteplatte 4 einschiebbare Schieberplatte 8 angeordnet,
die in einer seitlichen Nut in den Rahmenleisten 2 geführt wird und in eingerastetem
Zustand so angeordnet ist, daß zwischen dem hinteren Abschnitt der Schieberplatte
8 und einem Schneidmesser 6, das am vorderen Rand der Messerhalteplatte 4 befestigt
ist, ein schmaler Spalt verbleibt. Die Schieberplatte 8, auf der das Schneidgut geführt
wird, weist zusätzlich für diesen Zweck vorgesehene Längsrillen 9 auf.
[0005] In Fig. 2 ist die Anordnung von Messerklingen 10 und 12 des Schneidmessers 6 der
bekannten Vorrichtung 1 in vergrößerter Darstellung gezeigt. Die gestrichelten Linien
geben dabei jeweils eine Profilstufe 16 der Messerklingen 10 und 12 an, wobei die
zu Schneidkanten 11 und 13 hin liegenden Bereiche der Messerklingen 10 und 12 höher
liegen als die an die Umfangsränder 14 und 15 angrenzenden Bereiche. Die Profil
stufen 16 bestehen dabei normalerweise aus Abschrägungen, wobei die durch diese Abschrägungen
verbundenen Bereiche der Messerklingen parallel zueinander verlaufen.
[0006] Bei der bekannten Vorrichtung wird eine V-Spitze 19 des Schneidmessers 6 dadurch
gebildet, daß die beiden Messerklingen 12 und 13 bündig aneinanderstoßen, wobei ihre
Halterung in der Messerhalteplatte 4 durch nietenartige, entsprechende Bohrungen 17
der beiden Messerklingen 10 und 12 durchsetzende Kunststoffnoppen erfolgt. Die Kunststoffnoppen
werden im Spritzgußverfahren hergestellt.
[0007] Die bekannte Vorrichtung ist insofern nachteilig, als es sehr schwierig ist, die
beiden Messerklingen genau auf einer Schneidebene zu halten, so daß beim Überschreiten
bestimmter Schneidkräfte, z. B. beim Schneiden verhältnismäßig harter Gegenstände,
ein Aufheben der Messerklingen unausweichlich ist. Eine entsprechende Verschiebung
der beiden Messerklingen gegeneinander verstärkt sich dann im Laufe der Zeit immer
mehr und führt schließlich zu einem Unbrauchbarwerden der gesamten Vorrichtung.
[0008] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die bekannte Vorrichtung
dahingehend weiterzubilden, daß eine zuverlässige Halterung der Messerklingen zu gewährleisten,
um so die Funktionsfähigkeit und Lebensdauer der Vorrichtung insgesamt zu verbessern.
[0009] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß der Umfangsrand der Messerklingen
zumindest in ihrem hinteren, an die V-Spitze des Schneidmessers angrenzenden Bereich
formschlüssig von angespritzten Kunststoffsträngen in Form eines liegenden U-Profils
gehalten wird. Durch diese Ausgestaltung der Halterung der Messerklingen in der Messerhalteplatte
können das bisher auf Dauer unvermeidliche Aufheben der Klingen und daraus entstehende
Fehlstellen in der gemeinsamen Schnittebene zuverlässig vermieden werden.
[0010] In einer besonderen Ausführungsform der Erfindung gehen die angespritzten Kunststoffstränge
vollständig in die Kunststoffmasse der Messerhalteplatte über und durchsetzen gleichzeitig
den hinteren Bereich der Messerklingen an mindestens einer Stelle. Dabei ist es besonders
bevorzugt, daß im hinteren Bereich jeder Messerklinge entweder mindestens eine separate
Bohrung vorgesehen ist oder jeweils eine Randaussparung, wobei die Randaussparungen
nach Zusammenbau der Messerklingen zum Schneidmesser zusammen die Form einer einzigen
länglichen Bohrung aufweisen. Die Kunststoffstränge verhindern dadurch sowohl ein
Ausweiten des U-Profils und damit ein Lockern des Formschlusses, gewährleisten darüber
hinaus aber auch noch eine exakte Sicherung der Messerklingen gegen eine Verschiebung
in der Ebene der Schneidfläche.
[0011] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung schlägt vor, daß die Messerklingen so
angeordnet sind, daß wenigstens ein Ansatz der einen Messerklinge zumindest teilweise
unter der anderen Messerklinge liegt, wobei besagter Ansatz gegenüber dem Hauptteil
der einen Messerklinge abgeknickt, abgeschrägt, als Stufe ausgebildet oder in ähnlicher
Weise ausgeformt ist. Durch diese erfindungsgemäße Maßnahme wird einer Aufweitung
der Messerklingen im Bereich der Messerspitze zusätzlich wirkungsvoll entgegengewirkt,
wobei durch die entsprechende Abknickung, Stufenausbildung oder Abschrägung der unten
liegenden Messerklinge gewährleistet ist, daß die Schneidflächen der Messerklingen
tatsächlich exakt in einer Ebene liegen und dort auch zuverlässig verbleiben.
[0012] Die Erfindung sieht weiterhin vor, daß die Messerklingen ein Profil mit einer Stufe
aufweisen, das im hinteren, an die Messerspitze angrenzenden Bereich der Messerklingen
so abgerundet ist, daß sich bei zusammengesetzten Messerklingen eine nahezu halbkreisförmige
Profilführung ergibt. Durch diese besondere Ausgestaltung des hinteren Bereichs der
Messerklingen wird eine besonders feste Halterung derselben durch die angespritzten
Kunststoffstränge im besonderen sensiblen Bereich der V-Spitze des Schneidmessers
möglich, da der gesamte Umfangsrand formschlüssig umgriffen werden kann.
[0013] Erfindungsgemäß wird somit eine gattungsgemäße Vorrichtung zur Verfügung gestellt,
deren Messerklingen besonders sicher und fest in der Messerhalteplatte gehalten werden
und bei der selbst bei hohen mechanischen und thermischen Belastungen sichergestellt
ist, daß die Schneidflächen der Messerklingen zuverlässig in einer Ebene verbleiben.
Zusätzlich ist anzumerken, daß die erfindungsgemäß zur Anwendung kommenden Spritzgußtechniken
besonders leicht zu führen sind, da kein Kernzug zum Entformen notwendig ist.
[0014] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus dem folgenden Ausführungsbeispiel,
das anhand der beiliegenden Zeichnungen erläutert wird. Dabei zeigt:
Fig. 3 die erfindungsgemäße Vorrichtung in schematischer Darstellung;
Fig. 4 die Anordnung und Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Messerklingen in vergrößerter
Darstellung; und
Fig. 5 eine andere Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Messerklingen.
[0015] Fig. 3 zeigt eine ähnliche Darstellung wie Fig. 1. Ein wesentlicher Unterschied
zwischen der erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß Fig. 3 und der Vorrichtung nach
dem Stand der Technik gemäß Fig. 1 besteht in der unterschiedlichen Führung des Stufenprofils,
das in beiden Zeichnungen mit den gestrichelten Linien auf den Messerklingen angedeutet
ist. Bei der Vorrichtung nach dem Stand der Technik verlaufen diese Profilstufen geradlinig
von einem Ende der Messer klinge zum anderen. Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung
endet das jeweilige Profil an einer vorderen Seitenkante der Messerklinge vor der
Rahmenleiste 2, während es am anderen Ende in einer Rundung ausläuft, so daß sich
bei zusammengesetzten Messerklingen ein nahezu halbkreisförmiges Auslaufen des Stufenprofils
am oberen Ende des V-förmigen Messers 6 ergibt.
[0016] Der Verlauf dieses Profils läßt sich noch einmal besonders deutlich in der vergrößerten
Darstellung von Fig. 4 erkennen. Die Profilstufen 16 enden hier kurz vor Erreichen
der Seitenkanten 20 der Messerklingen 10 und 12, wobei die den Schneidkanten 11
und 13 zugewandten Bereiche der Messerklingen höher liegen als die dem Umfangsrand
14, 15 zugewandten Bereiche. Dadurch wird eine weitere Entlastung der sensiblen V-Spitze
19 des Messers 6 gegen Schiebekräfte in der Schneidfläche erreicht, da die nicht
von den Profilstufen 16 durchsetzten vorderen Seitenkanten 20 der Messerklingen 10,
12 sich nunmehr frei in den entsprechenden Schlitzen in den Rahmenleisten 2 verschieben
können. Hierdurch wird das Auftreten von Schubkräften bei Temperaturschwankungen,
zunächst beim Ausformen, später aber auch bei Reinigungsvorgängen mit heißem Wasser
usw. zuverlässig vermieden, da durch die profilfreien Kanten 20 ein thermischer Ausgleich
bei Schwindungen von Kunststoff und Metall möglich wird. Die formschlüssige Halterung
der Messerklingen 10 und 12 des Schneidmessers 6 erfolgt in der angegebenen Weise
zumindest im Bereich der V-Spitze 19 des Schneidmessers 6. Dabei ist in diesem Bereich
ein Ansatz 18 der linken Messerklinge 12 vorgesehen, der gegenüber dem Hauptteil der
Messerklinge 12 abgeknickt, abgeschrägt oder als Stufe ausgebildet ist, so daß er
unter den dort befindlichen Abschnitt der rechten Messerklinge 10 zu liegen kommt.
Zur weiteren Verbesserung der Halterung in diesem Bereich sind mindestens zwei Bohrungen
17 vorgesehen, von denen jeweils eine in einer der beiden Messerklingen 10 und 12
angeordnet ist. Die formschlüssig angespritzten Kunststoffstränge überlappen zumindest
diesen Bereich der Messer klingen formschlüssig von beiden Seiten und durchgreifen
dabei gleichzeitig die Bohrungen 17.
[0017] Wie in Fig. 5 dargestellt, können alternativ auch in jeder Messerklinge 10, 12 Randaussparungen
21, 22 vorgesehen sein, die zusammen die Form einer einzigen länglichen Bohrung annehmen,
welche dann von den Kunststoffträgern durchsetzt werden kann.
[0018] Die in der vorstehenden Beschreibung, in den Zeichnungen sowie in den Ansprüchen
offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination
für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen wesentlich
sein.
BEZUGSZEICHENLISTE (LIST OF REFERENCE NUMERALS)
[0019]
1 gattungsgemäße Vorrichtung
2 Rahmenleisten
3
4 Messerhalteplatte
5
6 Schneidmesser
7
8 Schieberplatte
9 Längsrillen
10 Messerklinge
11 Schneidkante von 10
12 Messerklinge
13 Schneidkante von 12
14 Umfangsrand von 10
15 Umfangsrand von 12
16 Profilstufe
17 Bohrung
18 Ansatz
219 V-Spitze
20 vordere Seitenkante von 10, 12
21 Randaussparung
22 Randaussparung
23
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25
26
27
28
29
30
1. Vorrichtung zum Schneiden von Obst, Gemüse oder dergleichen in Scheiben, mit einer
Messerhalteplatte, an deren Vorderkante ein V-förmiges Schneidmesser angeordnet ist,
welches aus zwei Messerklingen besteht; zwei im wesentlichen parallel angeordneten
Rahmenleisten, die durch die Messerhalteplatte und mindestens einen weiteren Quersteg
miteinander verbunden sind; und einer an den Rahmenleisten geführten, parallel zur
Messerhalteplatte einschiebbaren Schieberplatte, wobei zwischen der hinteren Kante
der Schieberplatte und dem Schneidmesser ein schmaler Spalt verbleibt, dadurch gekennzeichnet,
daß der Umfangsrand (14, 15) der Messerklingen (10, 12) zumindest in ihrem hinteren,
an die V-Spitze (19) des Schneidmessers (6) angrenzenden Bereich formschlüssig von
angespritzten Kunststoffsträngen in Form eines liegenden U-Profils gehalten wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die angespritzten Kunststoffstränge
vollständig in die Kunststoffmasse der Messerhalteplatte (4) übergehen und gleichzeitig
den hinteren Bereich der Messerklingen (10, 12) an mindestens einer Stelle durchsetzen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß im hinteren Bereich jeder
Messerklinge (10, 12) mindestens eine separate Bohrung (17) vorgesehen ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß im hinteren Bereich jeder
Messerklinge (10, 12) jeweils eine Randaussparung (21, 22) vorgesehen ist, wobei die
Randaussparungen nach Zusammenbau der Messerklingen zum Schneidmesser (6) zusammen
die Form einer einzigen länglichen Bohrung aufweisen.
5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Messerklingen (10, 12) so angeordnet sind, daß wenigstens ein Ansatz (18) der
einen Messerklinge (12) zumindest teilweise unter der anderen Messerklinge (10) liegt,
wobei besagter Ansatz (18) gegenüber dem Hauptteil der einen Messerklinge (12) abgeknickt,
abgeschrägt, als Stufe ausgebildet oder in ähnlicher Weise ausgeformt ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Messerklingen (10, 12) ein Profil mit einer Stufe (16) aufweisen, das im hinteren,
an die Messerspitze (19) angrenzenden Bereich der Messerklingen (10, 12) so abgerundet
ist, daß sich bei zusammengesetzten Messerklingen (10, 12) eine nahezu halbkreisförmige
Profilführung ergibt.