(19)
(11) EP 0 413 928 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
27.02.1991  Patentblatt  1991/09

(21) Anmeldenummer: 90111961.0

(22) Anmeldetag:  23.06.1990
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5E04G 21/04
(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE ES FR GB IT

(30) Priorität: 18.08.1989 DE 3927268

(71) Anmelder: Korthaus, Ernst, Dipl.-Ing.
D-58802 Balve (DE)

(72) Erfinder:
  • Korthaus, Ernst, Dipl.-Ing.
    D-58802 Balve (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Verteilungssystem mit einem Betonverteilermast


    (57) Bei einem Betonverteilermast für Transportbeton, der im wesentlichen aus dem Grundrahmen, dem Drehturm und einer Mehrzahl von zueinander knickbaren Mastteilstücken besteht und durch eine Trennstelle in min­destens zwei Sektionen geteilt werden kann, soll eine Lösung gefunden werden wobei auf ein Hilfsmontagegerät zum Kuppeln der Sektionen ver­zichtet werden kann.
    Dies wird erreicht durch ein teleskopierbares Mastteilstück 2, 6 und einem drehbaren Tragtisch 5 auf dem zweiten Kraftfahrzeug 4 zum separaten Transport der abgetrennten Sektion.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Betonverteilermast für Transportbeton, bestehend aus dem Grundrahmen, dem Drehturm mit Drehkranzverbindung, dem Drehschemel, dem Mastpaket, bestehend aus mehreren Mast-Teilstücken, verbunden durch Knickgelenke, der Betonrohrleitung, mit mindestens einer Trennstelle im Verteilermast, wodurch der gesamte Verteilermast in mindestens zwei Sektionen teilbar und daher auf mindestens zwei Kraft­fahrzeugen transportierbar wird.
    Für Betonverteilermaste der genannten Art ist es erforderlich, eine möglichst große Gesamtlänge, d.h. Reichhöhe, zu erzielen, um die Ein­satzmöglichkeiten zu vergrößern. Dabei soll das Gesamttransportgewicht gering gehalten werden.
    Es sind Betonverteilermaste bekannt, die teilbar sind. Dazu wird min­destens ein Mast-Teilstück teilbar und mit einer Schnellverbindungs­stelle ausgerüstet. Das andere Mastpaket ist für sich auf einem Spezial­fahrzeug transportierbar. An der Einsatzstelle wird das vordere Mast­paket mittels einer separaten Hilfseinrichtung, z.B. einem Autokran, an das hintere Mastpaket, bzw. das Grund-Mast-Teilstück, montiert.

    [0002] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ohne eine separate Hilfsein­richtung, wie z.B. einem Autokran, auszukommen.

    [0003] Die Lösung der gestellten Aufgabe erfolgt mittels der Ausgestaltung des Betonverteilermastes und der Zusatzeinrichtung gemäß dem Kennzeichen des Hauptanspruchs.

    [0004] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung werden erzielt durch die kennzeichnenden Merkmale der Unteransprüche.

    [0005] Die erfindungsgemäß Ausgestaltung des Betonverteilermastes in Kombi­nation mit dem drehbaren Tragtisch auf dem zweiten Kraftfahrzeug, dem Masttransporter, hat den Vorteil der Gewichts-, bzw. Hilfseinrichtungs­minimierung. Es kann auf jede separate Hilfseinrichtung verzichtet werden. Die beiden Kraftfahrzeuge, als Serienfahrzeuge, werden durch die Mastpakete für die maximale Reichhöhe voll ausgelastet.

    [0006] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt. Es zeigen:

    Fig. 1- die beiden Kraftfahrzeuge in Montagestellung mit der Trennstelle im Verteilermast in einem Auslegearm

    Fig. 2- die beiden Kraftfahrzeuge in Montagestellung mit der Trennstelle zwischen Grundrahmen und Drehturm



    [0007] Auf dem Träger-Kraftfahrzeug 1 nach Fig. 1 ist der Auslegearm 2 mittels Knickgelenk in bekannter Weise am Drehtrum 3 angeordnet. Der Auslegearm ist am freien Ende ausgebildet für das Einfahren und Arretieren des rest­lichen Mast-Teilstücke vom Hilfskraftfahrzeug 4. Auf dem Hilfskraftfahrzeug 4 sind die restlichen Mast-Teilstücke so auf dem Tragtisch 5 lösbar ge­lagert, daß das obere Mast-Teilstück 6 mit seinem freien Ende oben liegt. Dieses obere Mast-Teilstück 6 enthält im Inneren ein teleskopierbares Ver­längerungsstück 7, das in den Auslegearm 2 eingefahren wird. Nach dem Ein­fahren werden Auslegearm 2 und das Mast-Teilstück 6 in bekannter Weise kraft- und formschlüssig verbunden und arretiert. Nach dem Lösen der Rest-Mast-­Teilstücke vom Tragtisch 5 und dem Anschluß aller Hydraulikleitungen ein­schließlich der Betonförderleitung, kann der Betonverteilermast in Arbeits­stellung gefahren werden.

    [0008] Um das Einfädeln des Verlängerungsstückes 7 in den Auslegearm 2 in der waagerechten Ebene zu ermöglichen, ist der Tragtisch 5 drehbar. Die vom Träger-Kraftfahrzeug 1 und vom Hilfskraftfahrzeug 4 zu befahrende Geländefläche ist in der Regel nicht vollkommen eben, d.h. sie befinden sich für den Ankuppelvorgang auf unterschiedlichem Niveau. Deshalb wird in vorteilhafter Weise der Tragtisch 5 hydraulisch hebbar (senk­recht verfahrbar) ausgestattet.

    [0009] In einer anderen Ausführungsform kann auf die hydraulische Verfahrbarkeit verzichtet werden, wenn das Hilfskraftfahrzeug mit hydraulischen, teles­kopierbaren Abstützungen 9 ausgerüstet wird.

    [0010] Nach Fig. 2 ist die Trennstelle im Betonverteilermast zwischen Grund­rahmen 8 und Drehturm 3 angeordnet. Für den Zusammenbau des Betonver­teilermastes werden beide Kraftfahrzeuge in Montagestellung gefahren. Dann erfolgt vom 2. Kraftfahrzeug aus das Ausfahren des teleskopier­baren Mast-Teilstückes 9 mit dem Drehturm 10 mit Einsatzteil bis in die Einfahrposition zum Grundrahmen 8. Nach dem form- und kraft­schlüssigen Anschluß beider Mastteile und den Hydraulikverbindungen einschließlich der Betonrohrleitung wird das Mastpaket vom 2. Kraft­fahrzeug abgenommen.

    LEGENDE



    [0011] 

    1 - Träger-Kraftfahrzeug

    2 - Auslegearm

    3 - Drehturm

    4 - Hilfskraftfahrzeug

    5 - Tragtisch

    6 - Mast-Teilstück

    7 - Verlängerungsstück, teleskopierbar

    8 - Grundrahmen

    9 - Mast-Teilstück, teleskopierbar

    10 - Drehturm mit Ersatzteil

    11 - Drehschemel

    12 - Betonförderleitung




    Ansprüche

    1. Betonverteilermast für Transportbeton, bestehend aus dem Grundrahmen (8), dem Drehtum (3) mit Drehkranzverbindung, dem Drehschemel (11), dem Mast­paket, bestehend aus mehreren Auslegearmen (2), verbunden durch Knickge­lenke, der Betonförderleitung (12), mit mindestens einer Trennstelle im Verteilermast, wodurch der gesamte Verteilermast in mindestens zwei Sek­tionen teilbar und auf zwei Kraftfahrzeugen (1, 4) transportierbar wird, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Auslegearm (2) teleskopierbar ist und daß die abgetrennte Sektion für den separaten Transport auf einem drehbaren Tragtisch (5) auf dem zweiten Kraftfahrzeug (4) befest­igt ist.
     
    2. Betonverteilermast für Transportbeton nach Anspruch 1 dadurch gekenn­zeichnet, daß der Tragtisch (5) senkrecht ausfahrbar ist.
     
    3. Betonverteilermast für Transportbeton nach Anspruch 1 und 2 dadurch ge­kennzeichnet, daß die Trennstelle im Verteilermast in einem Auslegearm angeordnet ist, und daß dieser Auslegearm 3-teilig ist und gemäß An­spruch 1 teleskopierbar ist.
     
    4. Betonverteilermast für Transportbeton nach Anspruch 1 und 2, dadurch ge­kennzeichnet, daß die Trennstelle zwischen Grundrahmen (8) und Drehturm (3) angeordnet ist.
     




    Zeichnung










    Recherchenbericht