| (19) |
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(11) |
EP 0 413 985 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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18.11.1993 Patentblatt 1993/46 |
| (22) |
Anmeldetag: 25.07.1990 |
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Haspeldorn mit Notentspreizung für einen Bandhaspel
Expansible mandrel with emergency contraction means for a reel for strip material
Mandrin expansible pourvu de moyens de contraction en cas d'urgence pour un bobinoir
de matériaux en bandes
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE DE ES FR GB IT NL SE |
| (30) |
Priorität: |
24.08.1989 DE 3927915
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.02.1991 Patentblatt 1991/09 |
| (73) |
Patentinhaber: SMS SCHLOEMANN-SIEMAG AKTIENGESELLSCHAFT |
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40237 Düsseldorf (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Braun, Martin
D-5910 Kreuztal (DE)
- Pfeiffer, Joachim
D-5912 Hilchenbach (DE)
- Treutmann, Helga
D-5912 Hilchenbach (DE)
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| (74) |
Vertreter: Müller, Gerd, Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwälte
Hemmerich-Müller-Grosse
Pollmeier-Valentin-Gihske
Hammerstrasse 2 57072 Siegen 57072 Siegen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
FR-A- 2 519 618 US-A- 2 907 533
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FR-A- 2 610 910
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 7, no. 215 (M-244)(1360) 22 September 1983,& JP-A-58
110126 (HITACHI SEISAKUSHO KK) 30 Juni 1983
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Bandhaspel Gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1, wie
aus dem Dokument FR-A-2610910 bekannt.
[0002] Zum Aufhaspeln oder zum Abhaspeln von bandförmigem Material, bspw. von warmgewalztem
oder kaltgewalztem Stahlband, wird für gewöhnlich ein Bandhaspel mit spreizbarem Haspeldorn
vorgesehen. Solche Bandhaspel sind jedoch jeder Art von ungünstigen Betriebsbedingungen
unterworfen, bspw. hohen Geschwindigkeiten, Kragträgerbelastungen, Hitze, Wasser und
Zentrifugalkraft, die alle die Leistung oder das Betriebsverhalten des Haspels stark
verschlechtern und einen Anlaß für hohe Wartungskosten sind. Ein typischer Haspel
zum Aufwickeln von Warmband in Warmbandwalzwerken ist folglich dynamisch und thermisch
extrem hoch belastet, da Warmbänder mit Banddicken von bspw. 25 mm oder eine Bandbreite
von bspw. 2100 mm zu einem Bund mit einem Gewicht von bis zu 45t bei 200.000 Bandeinläufen
pro Jahr gewickelt werden müssen. Die Festigkeit der verschiedenen Konstruktionselemente
des Haspels und seine Wartungsfähigkeit müssen deshalb sorgfältig beachtet werden.
[0003] Die aus dem Dokument DE-C-3241870 vorbekannte Bandhaspel hat zum kantengeraden Auf-
und Abwickeln von Metallbändern zu bzw. von einem Bund Einrichtungen zum Verschieben
des Bundes quer zur Bandlaufrichtung beim Auf- bzw. Abwickeln, die so ausgebildet
sind, daß ein Nachführen des Bundes zur laufenden Bandkante erfolgt, indem die Wickelwelle
in einem Maschinenständer axial verschiebbar gelagert ist und auf der dem Wickeldorn
entgegengesetzten Seite aus dem Maschinenständer herausgeführt ist und dort ein Aufsteckgetriebe
aufgesetzt ist, das über eine bewegungsausgleichende Gelenkwelle mit dem Antriebsmotor
verbunden ist. Die besonderen beim Aufwickeln von Warmband zu beachtenden Probleme
werden bei dem aus der DE-A-32 41 870 bekannten Bandhaspel nicht angesprochen.
[0004] Haspeldorne für Warmbandhaspel werden in der Regel nach dem heutigen Stand der Technik
mit Nachspreizen gefahren. Nachspreizen bedeutet, daß der Haspeldorn beim Bandeinlauf
geschlossen ist und erst nach ein bis drei Windungen auf ca. 90% des Spreizbetrages
nachgespreizt wird. Durch diese Fahrweise wird ein sicheres Fassen der ersten Windungen
und ein schneller Aufbau des Bandzuges erreicht. Die Betätigung der Spreizbewegung
erfolgt mit Hilfe eines rotierenden Hydraulikzylinders, wobei das Kommando zur Betätigung
des Hydraulikventils automatisch mit Hilfe einer Wegerfassung der Bandspitze erfolgt.
Obwohl die Sicherheit der Steuerungseinrichtungen im Laufe der Zeit immer mehr verbessert
wurde, ist es nicht absolut zu vermeiden, daß die Nachspreizbewegung des Haspeldorns
nicht erfolgt, und der Bund auf einen geschlossenen Dorn gewickelt wird. Da der Haspeldorn
in dieser Situation zumeist nicht weiter geschlossen werden konnte, ergaben sich hieraus
große Probleme, den gewickelten Bund mit mehreren Tonnen Bundgewicht vom Haspeldorn
zu entfernen, da der Bund zu stramm auf dem Haspeldorn festsaß. Deshalb wurde bei
einer Haspelanlage vorgeschlagen, den Bund vom Haspeldorn dadurch zu lockern, daß
die Drehrichtung des Haspeldorns umgesteuert wurde. Hierdurch sollte sich der fest
gewickelte Bund spiralförmig öffnen, um den Wickeldorn freizugeben. Anschließend konnte
der Dorn gespreizt, der Bund festgezogen und nach Entspreizen des Dorns ausgetragen
werden. Bei dieser Verfahrensweise kann es zu Bandbeschädigungen kommen, so daß der
Bund verschrottet werden muß.
[0005] Aus der FR-A-2 610 910 ist ein Bandhaspel der eingangs beschriebenen Gattung bekannt.
Die Haspelwelle ist in zwei Lagerböcken gelagert, wobei der Haspeldorn zusätzlich
in einem Lagerbock abgestützt wird. Der Haspeldorn weist in radialer Richtung bewegbare
Segmentkörper auf, die an keilförmigen Flächen einer axial verschiebbaren Spreizstange
anliegen. Die Spreizstange ist durch die Haspelwelle hindurchgeführt und steht mit
einer Kupplung in Verbindung, welche die Spreizstange mit einer auf dieselbe axial
wirkenden Antriebseinheit verbindet. Mit diesen konstruktiven Maßnahmen kann der Haspeldorn
im Durchmesser verändert werden. U.a. kann mit einer Nachspreizung während des Aufwickelns
eines Warmbandes auf den Haspel gefahren werden. Eine weitere Durchmesserverkleinerung
des Haspeldorns zur Entfernung des gewickelten Bundes nach Versagen der Nachspreizbewegung
während des Bandeinlaufs, ist bei diesem vorbekannten Haspeldorn nicht vorgesehen
und es finden sich auch keine Hinweise auf die Problematik, die dann entsteht, falls
die Nachspreizung des Haspeldorns versagt.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, das auf den Haspeldorn zu einem Bund zu
wickelnde Warmband auch dann sicher und ohne Beschädigung vom Haspeldorn als fertigen
Bund abnehmen zu können, wenn die Nachspreizbewegung des Haspeldorns aus elektrischen,
mechanischen oder aus anderen Gründen mit den zuvor beschriebenen nachteiligen Folgen
nicht durchgeführt werden konnte. Diese Aufgabe wird mit den Patentansprüchen 1 bis
10 gelöst.
[0007] Nach Patentanspruch 1 ist bei einem Bandhaspel der eingangs genannten Gattung erfindungsgemäß
die Kupplung mit einem der Spreizung des Haspeldorns entsprechenden Spiel zwischen
einer Notentspreizungseinrichtung und dem Gehäuse des hydraulischen Antriebs angeordnet,
wobei die Notentspreizungseinrichtung und das Gehäuse des hydraulischen Antriebs in
axialer Richtung unbeweglich gegenüber dem Dornkörper sind und wobei die Bewegung
der Kupplung im Sinne einer Durchmesserverkleinerung des Haspeldorns durch die Notentspreizungseinrichtung
begrenzt wird und die Notentspreizungseinrichtung eine zusätzliche Freigabe der axialen
Bewegbarkeit der mit der Kupplung verbundenen Spreizstange um einen bestimmten Wegbetrag
ermöglicht. Dies hat folgenden Vorteil: Die axiale Lage der Spreizstange wird in den
Fällen, wo die Nachspreizung nicht möglich war und der Bund fest mit dem Haspeldorn
verbunden ist, durch eine Entriegelung der mechanischen Notentspreizung freigegeben,
so daß die Spreizstange in einer Richtung bewegt werden kann, in der der Durchmesser
des Haspeldorns nachträglich um einen bestimmten Betrag verringert wird. Ist der Durchmesser
des Haspeldorns verringert, kann der Bund, obwohl die Nachspreizung nicht funktionierte,
nach der üblichen Methode und mit den üblichen Einrichtungen abgestreift werden.
[0008] In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Einrichtung zur Notentspreizung
die Spreizstange ringförmig umgibt, und daß die Kupplung mit einem Hubbegrenzungsring
versehen ist. Die Notentspreizungseinrichtung ist auf diese Weise in einem gut zugänglichen
Bereich der Haspelanlage angeordnet und deshalb in Störfällen leicht und schnell zu
betätigen. Zweckmäßigerweise besteht die Notentspreizungseinrichtung aus einer auf
die Spreizstange aufgeschobenen ringförmigen Zentrierhülse mit angeformtem, mit dem
Dornkörper verbindbaren Flansch und aus mindestens zwei zueinander beabstandeten,
auf der Zentrierhülse drehbar gehaltenen, abstandsverändernden Kurvenscheiben sowie
aus mindestens einem mit den Kurvenscheiben im Sinne einer Entriegelung lösbar verbundenen
Haltestück. Diese zur Erfindung gehörenden Maschinenelemente ermöglichen eine kompakte
Bauweise mit entsprechend guten Einbaumöglichkeiten, wodurch weder der Dornkörper
nennenswert verlängert wird noch der Durchmesser des Dornkörpers über die erforderlichen
Durchmesserverhältnisse hinaus vergrößert wird.
[0009] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, daß das Haltestück
mittels an dem Dornkörper angreifenden Stützelementen sowohl drehgesichert ist als
auch in axialer Richtung spielfrei festgelegt ist. Diese Maßnahmen dienen insgesamt
der Betriebssicherheit, da der Haspeldorn erheblichen Beschleunigungs- und Verzögerungskräften
sowie großen thermischen Belastungen ausgesetzt ist.
[0010] Auch ist hierdurch sichergestellt, daß eine unbeabsichtigte Entriegelung der Notentspreizungseinrichtung
nicht durch solche Betriebsbedingungen ausgelöst wird. Zweckmäßig ist, daß das Haltestück
als Winkeleisen geformt ist, dessen langer Schenkel die radiale Außenfläche der Kurvenscheiben
übergreift und in auf der radialen Außenfläche jeder Kurvenscheibe eingelassenen Nuten
angeordnet ist und dessen abgewinkelter kurzer Schenkel in eine Ringnut im Flansch
der Zentrierhülse eingreift.
[0011] In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß
das Haltestück im Bereich zwischen den Kurvenscheiben zum Zweck der Entriegelung eine
Solltrennstelle aufweist. Zwar soll üblicherweise die Notentspreizungseinrichtung
dadurch entriegelt werden, daß das die Kurvenscheiben verbindende Haltestück durch
Lösen einer Schraubverbindung entfernt wird. Sollten jedoch die Schrauben nicht zu
lösen sein, wird das Haltestück an der Solltrennstelle bspw. durch Brennschneiden
auseinandergetrennt. Die Notentspreizungseinrichtung ist damit entriegelt und die
axiale Bewegbarkeit der Spreizstange im Sinne des Anspruchs 1 zur Entspreizung des
Haspeldorns hergestellt.
[0012] Eine Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Notentspreizungseinrichtung besteht darin,
daß die Kurvenscheiben je zwei einander gegenüberliegende Kurvensegmente aufweisen,
deren Segmentflächen als schiefe Stützebenen ausgebildet sind, die vorteilhafterweise
in permanentem Formschluß miteinander verbunden sind und zwar zweckmäßigerweise derart,
daß der gemeinsame Flächenschwerpunkt der Kurvensegmente in der Mitte des Haspeldorns
bzw. in der Achse der Spreizstange liegt. Hierdurch fällt die Wirkungslinie der Axialkraft
bei aufeinanderliegenden Kurvenstücken mit der Haspeldornmitte zusammen, wodurch kein
Moment auf die Spreizeinrichtungen im Haspeldorn entsteht.
[0013] Zur weiteren Ausbildung der Notentspreizung mit Kurvenscheiben wird vorgeschlagen,
daß diese Kurvenscheiben an ihrem Außenumfang ein die Scheibendrehung bewirkendes
Betätigungsorgan, vorzugsweise einen Betätigungsbolzen aufweist, mit dem die Kurvenscheiben
auf der ringförmigen Zentrierhülse manuell von außen mittels eines Spezialwerkzeuges
gedreht werden können. Zweckmäßig ist dabei, daß die Kurvenscheiben im gegenläufigen
Sinn auf der Zentrierhülse um solche Winkelgrade drehbar sind, daß deren schiefe Stützebenen,
in axialer Richtung der Spreizstange gesehen, abstandsverringernd unter Kraftschluß
aufeinanderstehen. Mit Vorteil liegen die Stützebenen der Kurvensegmente auch während
des abstandsverringernden Drehens der Kurvenscheiben permanent aufeinander, so daß
Kippmomente auf die Spreizstange vermieden werden und folglich ein Verkanten der Spreizelemente
im Haspeldorn verhindert wird. Im Ergebnis führt dies zu einer sehr sicheren Entspreizung
des Haspeldorns in den zuvor erörterten Störfällen.
[0014] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels näher beschrieben.
Es zeigen:
- Figur 1
- den Haspeldorn einer Bandhaspel mit Dornkörper hydraulisch betätigter Spreizstange
und Notentspreizeinrichtung, teilweise im Schnitt,
- Figur 2
- die Notentspreizungseinrichtung im Schnitt,
- Figur 3
- eine Draufsicht auf die Notentspreizungseinrichtung gemäß Fig. 2,
- Figur 4
- die Ansicht einer Kurvenscheibe mit Kurvensegment in vergrößerter Darstellung,
- Figur 5
- die Draufsicht auf zwei beabstandete Kurvenscheiben.
[0015] In Fig. 1 ist der Haspeldorn 1 eines Bandhaspels zum Wickeln von Warmband 2 aus einem
nicht gezeigten Warmbandwalzwerk dargestellt. Fig. 1.1 zeigt den hydraulischen Antrieb
3 -eine doppelt wirkende Kolben-Zylinder-Einheit - für die innerhalb des Dornkörpers
4 angeordnete Spreizstange 5. Die Kolbenstange 6 des Antriebs 3 ist mittels der geteilten
Kupplung 7 mit der Spreizstange 5 verbunden. Fig. 1.2 zeigt in Verlängerung von Fig.
1.1 den Dornkörper 4, die Lagerung 8 sowie das Zahnradpaar 9 für den rotierenden Antrieb.
Fig. 1.3 zeigt in Verlängerung von Fig. 1.2 die Lagerung 10, den Dornkörper 4 sowie
die in dem Dornkörper 4 axial bewegbare Spreizstange 5. Die Spreizstange 5 ist über
Laschen 11, die durch Öffnungen 12 in dem Dornkörper hindurchgeführt sind, mit den
Segmenten 13 des Haspeldorns verbunden, auf den das Warmband 2 gewickelt wird. Die
Spreizstange 5 hat mehrere keilförmige Ebenen 14, auf denen Keilelemente 15 abgestützt
sind, die durch Öffnungen in dem Dornkörper 4 hindurchgeführt sind und auf die Segmente
13 in radialer Richtung einwirken. Wird der Druckraum 16 des hydraulischen Antriebs
3 mit einem hydraulischen Medium beaufschlagt, so wird die Spreizstange in Bewegungsrichtung
(Pfeil 17) bewegt. Die Keilelemente 15 wandern auf der Keilfläche 14 nach oben und
drücken die Segmente des Haspeldorns im Sinne einer Durchmesservergrößerung radial
nach außen. Wird dagegen der Druckraum 18 des hydraulischen Antriebs 3 mit einem hydraulischen
Medium beaufschlagt, so bewegt sich die Spreizstange 5 erwartungsgemäß in die andere
Bewegungsrichtung und die Keilelemente 15 auf den Keilflächen 14 radial nach innen.
Gleichzeitig bewegen sich die Segmente 13 - gezogen durch die Laschen 11 - radial
nach innen, so daß der Durchmesser des Haspeldorns vermindert wird. In Fig. 1.1 bis
Fig. 1.3 ist in der oberen Bildhälfte diejenige Stellung von Spreizstange 5, Keilelementen
15 und Segmenten 13 dargestellt, die einem Nachspreizen auf ca. 90% des maximal möglichen
Spreizbetrages entspricht. In der unteren Bildhälfte ist diejenige Position von Spreizstange,
Keilelementen und Segmenten dargestellt, in der das Warmband 2 auf den Haspeldorn
1 eingefädelt wird. Die genaue Einfädelposition d.h. der Einlaufdurchmesser wird durch
den Hubbegrenzungsring 19 vorgegeben. Der Hubbegrenzungsring 19 liegt bündig zwischen
der Kupplung 7 und der Notentspreizungseinrichtung 20. Aus dem zuvor zur Wirkungsweise
des Haspeldorns Gesagten ist erkennbar, daß der Hubbegrenzungsring die weitere axiale
Bewegung der Spreizstange 5 verhindert, selbst wenn der Druckraum 18 des hydraulischen
Antriebs 3 zusätzlich mit dem hydraulischen Medium druckerhöhend beaufschlagt werden
sollte. Eine weitere axiale Bewegung der Spreizstange 5 im Sinne einer Durchmesserverkleinerung
für den Haspeldorn kann nur dann vorgenommen werden, wenn die Notentspreizungseinrichtung
20 die axiale Bewegbarkeit der Spreizstange um bestimmte Wegbeträge zusätzlich freigibt.
[0016] In Fig. 2 ist die Notentspreizungseinrichtung 20 dargestellt. Die in Fig. 1 beschriebenen
Maschinenteile sind mit gleicher Bezugsziffer gekennzeichnet, so der hydraulische
Antrieb 3 mit Druckraum 16, 18, Kolbenstange 6, Kupplung 7, Hubbegrenzungsring 19,
Spreizstange 5 und Dornkörper 4. Die Notentspreizungseinrichtung besteht aus einer
auf die Spreizstange 5 aufgeschobenen ringförmigen Zentrierhülse 21 mit angeformtem,
mit dem Dornkörper 4 bspw. über eine Schraubverbindung verbindbaren Flansch 22. Auf
der Zentrierhülse 21 sind zwei zueinander beabstandete drehbar gehaltene und abstandsverändernde
Kurvenscheiben 23, 24 angeordnet. Die Kurvenscheiben 23, 24 sind mit Hilfe eines Haltestücks
25 miteinander verbunden und zwar lösbar mittels der Schraubverbindung 26, 26'. Die
Notentspreizungseinrichtung 20 und die Kupplung 7 sind von einem Rohrstück 27 koaxial
umgeben, dessen Rohrflansche 28, 29 einerseits mit dem hydraulischen Antrieb 3 und
andererseits mit einer auf dem Dornkörper 4 sitzenden Rohrmuffe 30 verbunden sind.
Das Rohrstück 27 ist im Bereich der Kupplung und der Notentspreizungseinrichtung 20
am Außenumfang ausgeschnitten. Durch den Rohrausschnitt 31 sind Betätigungsbolzen
32, 33 geführt. Jeweils zwei Betätigungsbolzen sind für eine Kurvenscheibe 23 bzw.
24 vorgesehen. Mit Hilfe der Betätigungsbolzen sind die Kurvenscheiben auf der Zentrierhülse
21 drehbar gehalten. Die Kurvenscheibe 23 hat einen Vorsprung 34 und läßt zwischen
der Zentrierhülse 21 und dem Vorsprung 34 einen axialen Bewegungsspalt 35 offen. In
Fig. 3 ist zu erkennen, daß das Haltestück 25 Stützelemente 36, 37 aufweist. Das Stützelement
36, 37 ist als Stützarm ausgebildet der auf beiden Seiten am Rohrstück 27 abgestützt
ist, um ein unbeabsichtigtes Verdrehen der Notentspreizungseinrichtung 20 auf der
Spreizstange 5 zu verhindern. Ein weiteres Stützelement ist eine auf dem Haltestück
25 aufsitzende Verbindungslasche 38, die mit einer Schraubverbindung an dem Rohrstück
27 befestigt ist (Fig. 2). Das Haltstück 25 ist, wie Fig. 1 und Fig. 2 zeigen, als
Winkeleisen geformt, dessen langer Schenkel die Stirnseiten der Kurvenscheiben 23,
24 übergreift und in auf der radialen Außenseite jeder Kurvenscheibe eingelassenen
Nuten 39 angeordnet ist und dessen abgewinkelter kurzer Schenkel in eine Ringnut 40
im Flansch 22 der Zentrierhülse 21 eingreift. Die Justierung des Haltestücks 25 in
der Ringnut 40 in Verbindung mit der Schraubverbindung von Verbindungslasche 38 zum
Rohrstück 27 verhindert eine axiale Positionsänderung der Notentspreizungseinrichtung
20 auf der Spreizstange 5.
[0017] Figur 4 und Fig. 5 lassen erkennen, daß jede Kurvenscheibe 23, 24 je zwei einander
gegenüberliegende Kurvensegmente 41, 42 aufweist, deren Segmentflächen 43, 44 als
schiefe Stützebenen 45, 46 ausgebildet sind. Die Steigung X der Stützebenen 45, 46
ist zumindest so groß gewählt, wie der für eine Notentspreizung des Haspeldorns 1
erforderliche axiale Stellweg der Spreizstange 5. Die Größe der Segmentflächen ist
so gewählt, daß deren zulässige Flächenpressung nicht überschritten wird. Im vorliegenden
Fall überdecken sich die Kurvensegmente in einen Winkelbereich von maximal 90°. Die
Kurvensegmente sind dabei so ausgebildet, daß deren gemeinsamer Flächenschwerpunkt
in der Mitte des Haspeldorns bzw. in der Mitte der Spreizstange liegt.
[0018] Zurückkommend auf die zur Fig. 1 gegebenen Erläuterungen zeigt die untere Bildhälfte
die sogenannte Einfädelposition des Warmbandes 2 auf den Haspeldorn 1 bzw. die Einfädelstellung
der Spreizstange 5. Im Fall der erforderlich werdenden Notentspreizung des Haspeldorns
- die Nachspreizung des Haspeldorns ist nicht mehr möglich - wird die Notentspreizungseinrichtung
20 folgendermaßen entriegelt:
Die Schraubverbindungen 26, 26' zwischen dem Haltestück 25 und den Kurvenscheiben
23, 24 werden gelöst und die Schrauben herausgenommen. Die Kurvenscheiben sind nunmehr
auf der Zentrierhülse 21 verdrehbar. Die Kurvenscheiben werden mittels der Betätigungsbolzen
32, 33 im gegenläufigen Sinn um solche Winkelgrade verdreht, daß die schiefen Stützebenen
45, 46 der Kurvensegmente 41, 42 aufeinander in Art einer Schraube auf einer gewendelten
Fläche aufeinandergleiten. Hierdurch wird der Abstand zwischen den Kurvenscheiben
mit der Folge verringert, daß zwischen Hubbegrenzungsring 19 und der Kurvenscheibe
23 der Notentspreizungseinrichtung 20 ein freier axialer Abstand entsteht. Um das
Maß der freien axialen Bewegbarkeit kann der Hydraulikantrieb 3 die Spreizstange 5
in Entspreizungsrichtung - d.h. gegen die Pfeilrichtung 17 - so weit verschieben,
bis der Hubbegrenzungsring erneut an die äußere Kurvenscheibe 23 zum Anliegen gebracht
wird. Der Durchmesser des Haspeldorns wird zwangsläufig um einen bestimmten Betrag
verringert, der groß genug ist, um den wegen des Ausfalls der Nachspreizung festklemmenden
Bund mit den üblichen Maßnahmen vom Haspeldorn abstreifen zu können. Ist die Notentspreizung
erfolgt, werden die Kurvenscheiben 23, 24 nach der hydraulischen Entlastung des Antriebs
3 mittels der Betätigungsbolzen 32, 33 in ihre ursprüngliche Lage zurückgedreht und
das Haltestück 25 wird mit den Kurvenscheiben wieder verschraubt. Die mechanisch wirkende
Notentspreizungseinrichtung 20 ist wartungsarm und sehr schnell bei einem Störfall
einsetzbar. Sollten die Schrauben der Schraubverbindung 26, 26' nicht lösbar sein,
werden die Haltestücke 25 im Bereich zwischen den Kurvenscheiben 23, 24 an einer markierten
Solltrennstelle 47 bspw. durch Brennschneiden auseinandergetrennt, wonach die beiden
Kurvenscheiben im gegenläufigen Sinn wie zuvor beschrieben gedreht werden können,
womit ein axialer Hub der Spreizstange 5 frei wird und somit ein Schließen des Haspeldorns
erfolgen kann. Da die Kurvenstücke nach dem Entfernen der Haltestücke 25 (durch Abschrauben
oder durch Trennschnitte) unter Kraftschluß stehen, werden die Kurvenstücke sich infolge
der Reibung zwischen den Segmentflächen nicht selbständig verdrehen, so daß die Einwirkung
einer äußeren Stoßkraft an den Betätigungsbolzen zum Lösen erforderlich sein wird.
[0019] Aus den obigen Erläuterungen wird deutlich, daß die Notentspreizungseinrichtung 20
durch verschiedene Ausbildung des Hubbegrenzungsrings 19 und der Steigung der schiefen
Stützebenen 45, 46 der Kurvenscheiben 23, 24 den unterschiedlichsten Einsatzbedingungen
angepaßt werden kann.
Bezugszeichenübersicht
[0020]
- 1
- Haspeldorn
- 2
- Warmband
- 3
- Hydraulischer Antrieb
- 4
- Dornkörper
- 5
- Spreizstange
- 6
- Kolbenstange
- 7
- Kupplung
- 8
- Lagerung
- 9
- Zahnräderpaar
- 10
- Lagerung
- 11
- Laschen
- 12
- Durchtrittsöffnung
- 13
- Segmente
- 14
- Schiefe Ebene
- 15
- Keilelemente
- 16
- Druckraum
- 17
- Bewegungsrichtung (Pfeil)
- 18
- Druckraum
- 19
- Hubbegrenzungsring
- 20
- Notentspreizungseinrichtung
- 21
- Zentrierhülse
- 22
- Flansch
- 23, 24
- Kurvenscheiben
- 25
- Haltestück
- 26, 26'
- Schraubverbindung
- 27
- Rohrstück
- 28, 29
- Rohrflansch
- 30
- Rohrmuffe
- 31
- Rohrausschnitt
- 32, 33
- Betätigungsbolzen
- 34
- Vorsprung
- 35
- Bewegungsspalt
- 36, 37
- Stützelemente
- 38
- Verbindungslasche
- 39
- Nuten
- 40
- Ringnut
- 41, 42
- Kurvensegmente
- 43, 44
- Segmentflächen
- 45, 46
- Schiefe Stützebene
- 47
- Solltrennstelle
1. Bandhaspel zum kantengeraden Auf- bzw. Abwickeln von Metallbändern zu einem Bund oder
von einem Bund, insbesondere zum Wickeln von gewalztem Warmband (2), mit einem drehbar
gelagerten, angetriebenen Haspeldorn (1), im wesentlichen besteheng aus Dornkörper
(4) Segmenten (13) und Spreizstange (5), wobei die Segmenten (13) unter Zwischenschaltung
der axial in dem Dornkörper (4) bewegbaren Spreizstange (5) und einer mit der Spreizstange
(5) bewegbaren Kupplung (7) von einem mit dem Haspeldorn (1) rotierenden Antrieb in
radialer Richtung spreizbar sind,
daduch gekennzeichnet,
daß die Kupplung (7) mit einem der Spreizung des Haspeldorns entsprechenden Spiel
zwischen einer Notentspreizungseinrichtung (20) und dem Gehäuse des hydraulischen
Antriebs (3) angeordnet ist, wobei die Notentspreizungseinrichtung (20) und das Gehäuse
des hydraulischen Antriebs (3) in axialer Richtung unbeweglich gegenüber dem Dornkörper
(4) sind und wobei die Bewegung der Kupplung (7) im Sinne einer Durchmesserverkleinerung
des Haspeldorns (1) durch die Notentspreizungseinrichtung (20) begrenzt wird und die
Notentspreizungseinrichtung (20) eine zusätzliche Freigabe der axialen Bewegbarkeit
der mit der Kupplung (7) verbundenen Spreizstange (5) um einen bestimmten Wegbetrag
ermöglicht.
2. Bandhaspel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
die Spreizstange (5) ringförmig umgibt, und daß die Kupplung (7) mit einem Hubbegrenzungsring
(19) versehen ist.
3. Bandhaspel nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Notentspreizungseinrichtung (20) aus den Maschinenelementen besteht:
- eine auf die Spreizstange (5) aufgeschobene ringförmige Zentrierhülse (21) mit angeformtem,
mit dem Dornkörper (4) verbindbaren Flansch (22),
- mindestens zwei zueinander beabstandete, auf der Zentrierhülse (21) drehbar gehaltenen,
abstandsverändernden Kurvenscheiben (23, 24),
- mindestens ein mit den Kurvenscheiben (23, 24) im Sinne einer Entriegelung lösbar
verbundenes Haltestück 25.
4. Bandhaspel nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Haltestück (25) mittels an dem Dornkörper (4) angreifender Stützelemente (36,
37, 38) sowohl drehgesichert ist als auch in axialer Richtung spielfrei festgelegt
ist.
5. Bandhaspel nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Haltestück (25) als Winkeleisen geformt ist, dessen langer Schenkel die Stirnseiten
der Kurvenscheiben (23, 24) übergreift und in auf der radialen Außenfläche jeder Kurvenscheibe
eingelassene Nuten (39) angeordnet ist und dessen abgewinkelter kurzer Schenkel in
eine Ringnut (40) im Flansch (22) der Zentrierhülse (21) eingreift.
6. Bandhaspel nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Haltestück (25) im Bereich zwischen den Kurvenscheiben (23, 24) zum Zweck
der Entriegelung eine Solltrennstelle (47) aufweist.
7. Bandhaspel nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kurvenscheiben (23, 24) je zwei einander gegenüberliegende Kurvensegmente
(41, 42) aufweisen, deren Segmentflächen (43, 44) als schiefe Stützebenen (45, 46)
ausgebildet sind.
8. Bandhaspel nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der gemeinsame Flächenschwerpunkt der Kurvensegmente (41, 42) in der Mitte des
Haspeldorns (1) bzw. in der Achse der Spreizstange (5) liegt.
9. Bandhaspel nach mindestens einem
der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kurvenscheibe (23, 24) an ihrem Außenumfang ein die Scheibendrehung bewirkendes
Betätigungsorgan, vorzugsweise einen Betätigungsbolzen (32, 33) aufweist.
10. Bandhaspel nach mindestens einem
der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kurvenscheiben (23, 24) im gegenläufigen Sinn auf der Zentrierhülse (21) um
solche Winkelgrade drehbar sind, daß deren schiefe Stützebenen (45, 46), in axialer
Richtung der Spreizstange (5) gesehen, abstandsverringernd unter Kraftschluß aufeinander
stehen.
1. Strip-coiler for the straight-edged coiling or uncoiling of metal strips onto or off
from a coil, in particular for the coiling of rolled hot strip (2), with a driven
coiler mandrel (1), which is borne to be rotatable and consists substantially of a
mandrel body (4), segments (13) and a splaying rod (5), wherein the segments (13)
are splayable in radial direction by a drive rotating with the coiler mandrel (1)
and with interposition of the splaying rod (5), which is movable axially in the mandrel
body (4), and a clutch (7), which is movable with the splaying rod (5), characterised
thereby, that the clutch (7) is arranged between an emergency splaying equipment (20)
and the housing of the hydraulic drive (3) with a play corresponding with the splaying
of the coiler mandrel (1), wherein the emergency splaying equipment (20) and the housing
of the hydraulic drive (3) are immovable relative to the mandrel body (4) in axial
direction and wherein the movement of the clutch (7) in the sense of a diameter reduction
of the coiler mandrel (1) is limited by the emergency splaying equipment (20) and
the emergency splaying equipment (20) enables an additional release of the axial movability
of the splaying rod (5), which is connected with the clutch (7), by a certain amount
of travel.
2. Strip-coiler according to claim 1, characterised thereby, that the emergency splaying
equipment (20) surrounds the splaying rod (5) annularly and that the clutch (7) is
provided with a stroke-limiting ring (19).
3. Strip-coiler according to claim 1 or 2, characterised thereby, that the emergency
splaying equipment (20) consists of the machine elements:
- an annular centring sleeve (21), which is pushed onto the splaying rod (5), with
a flange (22) shaped on thereat and connectible with the mandrel body (4),
- at least two cam discs (23, 24), which are spaced apart at a variable spacing and
retained to be rotatable on the centring sleeve (21),
- and at least one retaining member (25), which is connected with the cam discs (23,
24) to be detachable in the sense of an unlatching.
4. Strip-coiler according to claim 1, 2 or 3, characterised thereby, that the retaining
member (25) is secured against rotation as well as also fixed free of play in axial
direction by means of supporting elements (36, 37, 38) engaging at the mandrel body
(4).
5. Strip-coiler according to claim 4, characterised thereby, that the retaining member
(25) is shaped as angle iron, the longer limb of which engages over the end faces
of the cam discs (23, 24) and is arranged in grooves (39) let into the radially outward
surface of each cam disc and the bent-over short limb of which engages into an annular
groove (40) in the flange (22) of the centring sleeve (21).
6. Strip-coiler according to claim 4 or 5, characterised thereby, that the retaining
member (25) in the region between the cam discs (23, 24) displays an intended separating
point (47) for the purpose of the unlatching.
7. Strip-coiler according to at least one of the claims 1 to 6, characterised thereby,
that the cam discs (23, 24) each display two mutually opposite cam segments (41, 42),
the segment surfaces (43, 44) of which are constructed as inclined supporting planes
(45, 46).
8. Strip-coiler according to claim 7, characterised thereby, that the common centre of
gravity of area of the cam segments (41, 42) lies either in the centre of the coiler
mandrel (1) or in the axis of the splaying rod (5).
9. Strip-coiler according to at least one of the preceding claims, characterised thereby,
that the cam discs (23, 24) each at their outer circumference display a respective
actuating element, preferably a respective actuating pin (32, 33), causing the rotation
of the disc.
10. Strip-coiler according to at least one of the preceding claims, characterised thereby,
that the cam discs (23, 24) are rotatable on the centring sleeve (21) in opposite
sense through such angles that their inclined supporting planes (45, 46), as seen
in the axial direction of the splaying rod (5), stand on each other in force-locking
manner reducing the spacing.
1. Bobineuse pour l'enroulement arête sur arête ou le déroulement de feuillards métalliques
afin de former ou débobiner une bobine, notamment pour l'enroulement de feuillards
laminés chauds (2), comportant un mandrin entraîné logé de façon rotative, consistant
essentiellement en un corps de mandrin (4), en des segments (13) et en une tige d'écartement
(5), les segments (13) étant écartables en direction radiale par l'intermédiaire de
la tige d'écartement (5) déplaçable axialement dans le corps de mandrin (4) et d'un
accouplement (7) déplaçable avec la tige d'écartement (5), à l'aide d'un organe d'entraînement
tournant avec le mandrin (1),
caractérisée en ce que l'accouplement (7) est agencé, moyennant un jeu qui correspond
à l'écartement du mandrin de bobineuse, entre un dispositif de rapprochement d'urgence
(20) et le carter de l'organe d'entraînement hydraulique (3), le dispositif de rapprochement
d'urgence (20) et le carter de l'organe d'entraînement hydraulique (3) étant fixes
en direction axiale par rapport au corps de mandrin (4) et le mouvement de l'accouplement
(7) dans le sens d'une réduction de diamètre du mandrin (1) de la bobineuse étant
limité par le dispositif de rapprochement d'urgence (20) et celui-ci (20) permettant
une libération de mouvement axial supplémentaire de la tige d'écartement (5) reliée
à l'accouplement, d'une course déterminée.
2. Bobineuse selon la revendication 1,
caractérisée en ce que le dispositif de rapprochement d'urgence (20) entoure la
tige d'écartement (5) à la façon d'un anneau et en ce que l'accouplement (7) est muni
d'une bague (19) pour la limitation de la course.
3. Bobineuse selon la revendication 1 ou 2,
caractérisée en ce que le dispositif de rapprochement d'urgence (20) se compose
des éléments mécaniques suivants :
- une douille de centrage annulaire (21) agencée sur la tige d'écartement (5) et munie
d'une bride (22) qui forme une seule pièce avec ladite douille et qui est reliable
au corps de mandrin (4),
- au moins deux cames (23, 24) agencées à distance l'une de l'autre de façon rotative
sur la douille de centrage (21), qui font varier l'écartement,
- au moins un moyen de retenue (25) relié de façon amovible aux cames (23, 24), dans
le sens d'un déverrouillage.
4. Bobineuse selon la revendication 1 ou 2,
caractérisée en ce que le moyen de retenue (25) est fixé en rotation et fixé sans
jeu en direction axiale, au moyen d'éléments de support (36, 37, 38) qui agissent
sur le corps de mandrin (4).
5. Bobineuse selon la revendication 4,
caractérisée en ce que l'élément de retenue (25) est formé comme une cornière dont
la longue branche ponte les faces frontales des cames (23, 24) et est agencée dans
des rainures (39) pratiquées dans la surface radiale extérieure de chaque came, et
dont la branche courte pliée s'engage dans une rainure annulaire (40) pratiquée dans
la bride (22) de la douille de centrage (21).
6. Bobineuse selon la revendication 4 ou 5,
caractérisée en ce que l'élément de retenue (25) comporte un point de rupture voulu
(47), entre les cames (23, 24), en vue du déverrouillage.
7. Bobineuse selon l'une au moins des revendications 1 à 6,
caractérisée en ce que les cames (23, 24) présentent deux secteurs de came opposés
(41, 42) dont les surfaces (43, 44) constituent des plans d'appui inclinés (45, 46).
8. Bobineuse selon la revendication 8,
caractérisée en ce que le centre de gravité commun des surfaces des secteurs de
came (41, 42) est situé au centre du mandrin (1) ou dans l'axe de la tige d'écartement
(5).
9. Bobineuse selon l'une au moins des revendications précédentes,
caractérisée en ce que la came (23, 24) comporte un organe d'actionnement, de préférence
une vis d'actionnement (32, 33), à sa périphérie, qui a pour effet de faire tourner
la came.
10. Bobineuse selon l'une au moins des revendications précédentes,
caractérisée en ce que les cames (23, 24) sont rotatives en sens inverse sur la
douille de centrage (21) selon des degrés angulaires tels que les plans d'appui inclinés
(45, 46) sont appuyés l'un sur l'autre par rapprochement, sans l'effet d'une force,
vu dans la direction axiale de la tige d'écartement.