[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Maschinengeschirrspülmittel.
[0002] Herkömmliche Maschinengeschirrspülmittel basieren im wesentlichen auf Natriumtripolyphosphat,
Natriummetasilikat und Natriumcarbonat und sind stark alkalisch. Der pH-Wert dieser
Produkte liegt im allgemeinen bei 12 (in 1 %iger Lösung) und ist im wesentlichen auf
den hohen Gehalt an Natriummetasilikat und Natriumcarbonat zurückzuführen. Bei diesen
pH-Werten können Reizungen bzw. Verätzungen der Haut und der Schleimhäute, insbesondere
beim Verschlucken (Kleinkinder) auftreten und dadurch sind diese Produkte zunehmend
in die öffentliche Diskussion geraten. Es besteht daher ein Bedarf an Maschinengeschirrspülmitteln,
die weniger alkalisch sind. Bei einer Verminderung der Alkalinität wurde aber eine
Verminderung der Geschirrspülleistung erwartet.
[0003] Der Erfindung liegt also die Aufgabe zugrunde ein Maschinengeschirrspülmittel zu
entwickeln, welches einen niedrigeren pH-Wert als die herkömmlichen Geschirrspülmittel
besitzt und insbesondere einen pH-Wert unterhalb von 10,5 (in 1 %iger wäßriger Lösung),
dennoch eine gute Reinigungsleistung aufweist und aus die Umwelt nicht oder möglichst
wenig belastenden Bestandteilen zusammengesetzt ist.
[0004] Aus der EP-A 135 227 ist ein Maschinengeschirrspülmittel bekannt, welches nur schwach
alkalisch ist und einen pH-Wert von etwa 9,3 - 10,8 (in 0,3 %iger wäßriger Lösung)
aufweist, 25 - 50 Gew.-% Natriumtriphosphat, 7,5 - 40 Gew.% Natriumcarbonat, 2 -
15 Gew.-% Natriumsilikat, sowie eine Peroxyverbindung und Enzym enthält. Es wird festgestellt,
daß die Wirksamkeit und Stabilität einer solchen mild-alkalischen, enzymatischen
Zusammensetzung eine Sache der Auswahl der Bestandteile in richtiger Menge ist.
[0005] Gemäß vorliegender Erfindung wurde festgestellt, daß auf Natriummetasilikat in einem
wirksamen Maschinengeschirrspülmittel vollständig verzichtet werden kann, wenn statt
dessen ein Gemisch aus Natriumcarbonat und Natriumhydrogencarbonat eingesetzt wird.
Dieses Gemisch bietet die Möglichkeit, den pH-Wert cer Endrezeptur in einem größeren
pH-Bereich zu variieren, wobei die hohe Alkalitätsreserve erhalten bleibt. Diese hohe
Alkalitätsreserve andererseits erlaubt es, den Enzymgehalt und den Buildergehait der
Rezeptur sehr niedrig zu halten. Erfindungsgemäß ist es sogar möglich auf Phosphatbuilder
vollständig zu verzichten.
[0006] Die erfindungsgemäßen Maschinengeschirrspülmittel enthalten im allgemeinen 20 - 80
Gew.-%, vorzugsweise 30 - 70 Gew.-% und insbesondere 45 - 55 Gew.-% Natriumcarbonat
sowie 5 - 50 Gew.-%, vorzugsweise 10 - 40 Gew.-% und insbesondere 15 - 36 Gew.-% Natriumhydrogencarbonat.
[0007] Die US-P 4 306 987 offenbart stark alkalische Geschirrspülmittel mit speziellen
niedrigschäumenden nichtionischen Detergentien. Diese bekannten Geschirrspülmittel
enthalten im allgemeinen 20 - 80 Gew.-% eines alkalischen Detergenssalzes wie z.B.
Natriumcarbonat, Natriumhydrogencarbonat und Mischungen davon, Di- und Trinatriumorthopiosphat,
Natriummetasilikat, Natriumsesquisilikat, Borax und Natrium borat, sowie als Bleichmittel
5 - 50 Gew.-% chloriertes Trinatriumphosphat oder statt dessen eine Mischung aus
Lithiumhypochlorit oder chlorierter Cyanursäure und Trinatriumphosphat. Das Natriumsilikat
macht in diesen bekannten Geschirrspülmitteln im allgemeinen 20 - 80 %, vorzugsweise
20 - 40 % aus.
[0008] In ihrer allgemeinsten Form betrifft die Erfindung ein Maschinengeschirrspülmittel,
welches
a) mindestens 25 Gew.-%, vorzugsweise mindestens 30 Gew.-%, einer Kombination aus
Natriumcarbonat und Natriumhydrogencarbonat enthält;
b) frei ist von Metasilikaten;
c) frei ist von Chlorbleichmitteln und
d) in 1 %iger wäßriger Lösung einen mild-alkalischen pH-Wert von weniger als 10,5
aufweist.
[0009] Der pH-Wert der erfindungsgemäßen Maschinengeschirrspülmittel liegt im allgemeinen
im Bereich von 9,0 - 10,5 oder sogar darunter, vorzugsweise im Bereich von 9,9 - 10,4.
[0010] In der erfindungsgemäß eingesetzten Kombination aus Natriumcarbonat und Natriumhydrogencarbonat
beträgt das Verhältnis von Natriumcarbonat zu Natriumhydrogencarbonat im allgemeinen
4:1 bis 1:1, vorzugsweise 3:1 bis 1:1.
[0011] Bevorzugte erfindungsgemäße Geschirrspülmittel mit einem pH-Wert von 9,0 - 10,5,
vorzugsweise von 9,9 - 10,4, enthalten 20 - 80 Gew.-% Natriumcarbonat und 5 - 50
Gew.-% Natriumhydrogencarbonat, wobei die Kombination aus Natriumcarbonat und Natriumhydrogencarbonat
mindestens 30 Gew.-% der Gesamtzusammensetzung ausmacht.
[0012] Die erfindungsgemäßen Geschirrspülmittel können ein Phosphat, herkömmlicherweise
Natriumtripolyphosphat als Builder enthalten. Ein geeignetes phosphathaltiges Geschirrspülmittel
enthält 20 - 60 Gew.-% Natriumcarbonat und 10 - 20 Gew.-% Natriumhydrogencarbonat,
wobei die Summe von Natriumcarbonat und Natriumhydrogencarbonat 30 - 70 Gew.-% ausmacht,
und 10 - 40 Gew.-%, vorzugsweise 20 - 35 Gew.-% Phosphat, insbesondere Natriumtripolyphosphat.
[0013] Besonders bevorzugt werden jedoch Maschinengeschirrspülmittel, die frei von Phosphaten
sind. Statt des Phosphats können phosphatfreie Buildersysteme eingesetzt werden, die
das Phosphat ganz oder teilweise ersetzen. Für diesen Zweck sind verschiedene Systeme
bekannt geworden. Als besonders geeignet für die Zwecke der vorliegenden Erfindung
hat sich ein Acrylsäure/Maleinsäure-Copolymer (beispielsweise das Produkt Sokalan
CP 5 ex BASF), oder eine Polyacrylsäure (beispielsweise Acrysol LMW 45 ND ex Rhom
& Haas) erwiesen, welche gegebenenfalls zusammen mit geringen Mengen einer Phosphonsäure
(beispielsweise 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonsäure/HEDP/) eingesetzt werden können.
Das als Phosphatersatzstoff dienende Polymer kann in einer Menge von 0 - 15 Gew.-%,
vorzugsweise 3 - 10 Gew.-% eingesetzt werden. Die Phosphonsäure wird in einer Menge
von 0 - 10, vorzugsweise 2 - 4 Gew.-% eingesetzt. Ein phosphatfreies Buildersystem
kann anstelle von geringen Mengen einer Phosphonsäure auch geringe Mengen niedrigmolekularer
Polymerer auf Basis der Maleinsäure bzw. Acrylsäure z.B. Sokalan PM10 ex BASF oder
Sokalan PA15 ex BASF enthalten.
[0014] Das phosphatfreie Buildersystem kann anstelle von Phosphonsäuren oder niedrigmolekularer
Polymerer auch Nitrilotriessigsäure enthalten.
[0015] Ein geeignetes phosphatfreies Maschinengeschirrspülmittel enthält 25 - 60 Gew.-%
Natriumcarbonat und 10 - 35 Gew.-% Natriumhydrogencarbonat, wobei die Summe von Natriumcarbonat
und Natriumhydrogencarbonat 35 - 75 Gew.-% ausmacht, sowie 3 - 10 Gew.-% eines phosphatfreien
polymeren Builders.
[0016] Die erfindungsgemäßen Maschinengeschirrspülmittel sind vorzugsweise frei von Siiikaten.
Es hat sich jedoch herausgestellt, daß eine geringe Menge an Disilikaten oder Schichtsilikaten
als Korrosionsinhibitoren vorteilhaft sein kann. Sofern solche Silikate als Korrosionsinhibitoren
eingesetzt werden soll ihre Menge 15 Gew.-% der gesamten Zusammensetzung nicht überschreiten,
im allgemeinen liegt ihr Anteil bei 5 - 10 Gew.-%.
[0017] Vorzugsweise enthalten die erfindungsgemäßen Maschinengeschirrspülmittel Enzyme,
die jedoch in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen bereits in sehr geringen Mengen
wirksam sind.
[0018] Vorzugsweise verwendet man Proteasen (beispielsweise das Produkt Savinase 4.0 T ex
Novo) und Amylasen (beispielsweise das Produkt Termamyl 60 T ex Novo), jedoch können
auch, insbesondere bei tiefen Waschtemperaturen, Lipasen für bestimmte Anschmutzungen
vorteilnaft sein.
[0019] Die Enzyme werden im allgemeinen in Mengen von 0 - 3 Gew.%, vorzugsweise 0,4 - 1
Gew.-% eingesetzt.
[0020] Chlorbleichmittel, wie beispielsweise Natriumdichlorisocyanurat werden erfindungsgemäß
vermieden, so daß eine dadurch bedingte Beeinträchtigung der Enzymstabilität und -aktivität
entfällt und eine eventuell mögliche Bildung von chlorierten organischen Verbindungen
als Folge solcher Chlorbleichmittel vermieden wird. Stattdessen können vorteilhaft
Sauerstoffbleichmittel eingesetzt werden, wie beispielsweise Natriumperborat-Monohydrat,
Natriumperborattetrahydrat, Kaliummonopersulfat, Magnesium-Monoperoxyphthalat Hexahydrat(H48),
Diperoxidodecandisäure (phlegmatisiert) und Natriumpercarbonat. Die erfindungsgemäßen
Maschinengeschirrspülmittel enthalten zweckmäßigerweise 3 - 15 Gew.-%, vorzugsweise
3 - 10 Gew.-% und insbesondere 5 - 8 Gew.-% Natriumperborat-Monohydrat oder Natriumpercarbonat.
[0021] Speziell bei tiefen Temperaturen kann zur Optimierung der Bleichleistung ein Bleichaktivator,
wie z.B.
TAED (Tetraacetylethylendiamin),
TAGU (Tetraacetylglycoluril),
GPA (Glucosepentaacetat) und andere
in die Formulierung eingebaut werden.
[0022] Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können geringe Mengen eines Tensids, vorzugsweise
eines nichtionischen Tensids enthalten und zwar zweckmäßigerweise in einer Menge bis
5 Gew.-%, vorzugsweise bis 3 Gew.-% und insbesondere bis 1 Gew.-%. Im allgemeinen
sind Mengen im Bereich von 0,2 - 2 Gew.-% eines nichtionischen Tensids voll ausreichend.
Die eingesetzten Tenside müssen schwachschäumend sein, daher sind nichtionische Tenside
am besten geeignet. Bevorzugt werden schwach schäumende nichtionische Tenside mit
guter biologischer Abbaubarkeit eingesetzt. Dabei handelt es sich z.B. um Addukte
von Ethylenoxid und Propylenoxid oder Ethylenoxid und höheren Alkylenoxiden an native
bzw. synth. Fettalkohole oder Oxoalkohole. Ebenfalls gut geeignet sind entsprechende
Addukte die endgruppenverschlossen sind.
[0023] Das erfindungsgemäße Maschinengeschirrspülmittel kann noch weitere übliche Bestandteile
enthalten, wie Farbstoffe, Parfümöle oder sonstige Hilfsstoffe, wie z.B. Stabilisatoren
für Enzyme.
[0024] Der vor allem bei stark Natriumcarbonat/Natriumbicarbonathaltigen Formulierungen
zu beobachtende Effekt einer verminderten Einspülbarkeit kann durch den Einsatz von
Fettsäuren und/oder Kohlenwasserstoffen (Weißölen) überwunden werden (Anticaking
Mittel).
[0025] Bei den Fettsäuren haben sich solche mit Kohlenwasserstoffketten im Bereich C₁₂-C₁₈
als geeignet erwiesen.
[0026] Bei den Kohlenwasserstoffen haben sich solche Gemische aus gesättigten geradkettigen
und cyclischen Kohlenwasserstoffen mit einem Flammpunkt oberhalb 150° C als geeignet
erwiesen.
[0027] Die Fettsäuren bzw. Kohlenwasserstoffe werden in Mengen von 0 - 3 Gew.-%, vorzugsweise
0,5 - 2 Gew.-% und insbesondere 0,7 - 1,5 Gew.-% bezogen auf die gesamte Zusammensetzung
eingesetzt.
[0028] Auch Natriumsulfat hat sich als Anticaking Mittel geeignet erwiesen und kann anstelle
der Weißöle verwendet werden. Natriumsulfat eignet sich ferner als Verdünnungsstoff.
Wenn die Alkalinität der Rezeptur vermindert werden soll, kann ein Teil der Natriumcarbonat/Natriumhydrogencarbonat-Menge
durch Natriumsulfat ersetzt werden, wobei jedoch der Mindestgehalt von 25 Gew.-%,
vorzugsweise 30 Gew.-% an der Natriumcarbonat/Natriumhydrogencarbonat-Kombination
erhalten bleiben muß. Die erfindungsgemäßen Maschinengeschirrspülmittel können daher
0 - 35 Gew.-% Natriumsulfat enthalten.
[0029] Eine geeignete, phosphathaltige erfindungsgemäße Zusammensetzung besteht aus
20 - 35 Gew.-% Natriumtripolyphosphat
35 - 55 Gew.-% Natriumcarbonat
10 - 20 Gew.-% Natriumhydrogencarbonat
5 - 8 Gew.-% Natriumperborat-Monohydrat
0,4 - 1 Gew.-% Protease
0,4 - 1 Gew.-% Amylase
0,2 - 2 Gew.-% Nichtionisches Tensid
wobei ein Teil der Natriumcarbonat/Natriumhydrogencarbonat-Menge durch
0 - 20 Gew.-% Natriumsulfat ersetzt werden kann; und weist einen pH-Wert (in 1 %iger
Lösung) von 10,2 - 10,4 auf.
[0030] Eine besonders geeignete, phosphatfreie erfindungsgemäße Zusammensetzung besteht
aus
35 - 55 Gew.-% Natriumcarbonat
20 - 35 Gew.-% Natriumhydrogencarbonat
5 - 8 Gew.-% Natriumperborat-Monohydrat
0,4 - 1 Gew.-% Protease
0,4 - 1 Gew.-% Amylase
0,2 - 2 Gew.-% Nichtionisches Tensid
3 - 10 Gew.-% Acrylsäure/Maleinsäure/Copolymerisat
0 - 4 Gew.-% Phosphonsäure
, wobei ein Teil der Natriumcarbonat/Natriumhydrogencarbonat-Menge durch 0 - 35 Gew.-%
Natriumsulfat ersetzt werden kann, und weist einen pH-Wert (in 1 %iger Lösung) von
10,2 - 10,4 auf.
[0031] Entgegen allen Erwartungen ist die Reinigungsleistung der erfindungsgemäßen Maschinengeschirrspülmittel
vergleichbar mit herkömmlichen, stark alkalischen Maschinengeschirrspülmitteln auf
der Basis von Natriummetasilikat. Für spezielle Anschmutzungen, wie z.B. Haferflocken,
sind die erfindungsgemäßen Formulierungen sogar noch überlegen.
[0032] Des weiteren waren die Ergebnisse von Korrosionsversuchen an Glas, Porzellan und
Besteckteilen überraschend positiv. Anstelle einer verstärkten Glaskorrosion, die
durch die Verwendung von Natriumcarbonat anstelle von Natriumsilikat erwartet wurde,
ist der Angriff aber äußerst gering. Das gleiche gilt im Vergleich zu marktüblichen
metasilikathaltigen Reinigern.
[0033] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen ist der, daß wegen
der geringen eingesetzten Enzym- und Phosphatmengen die Rohstoffkosten der erfindungsgemäßen
Rezepturen viel niedriger sind als die vergleichbarer bekannter Rezepturen.
[0034] Die erfindungsgemäßen Maschinengeschirrspülmittel werden im allgemeinen als trockene
Pulver oder Granulate in herkömmlicher Weise formuliert. Ihr Einsatz in Form von
Tabletten, Pouches, Portionspackungen aber auch in Form flüssiger Konzentrate ist
jedoch nicht ausgeschlossen.
[0035] Die Erfindung wird anhand der nachstehenden Beispiele näher erläutert.
Beispiel 1
[0036] Durch Trockenvermischung bzw. Granulieren wurde ein Maschinengeschirrspülmittel
folgender Zusammensetzung formuliert:
Natriumtripolyphosphat |
24,0 Gew.-% |
Natriumcarbonat |
49,0 Gew.-% |
Natriumhydrogencarbonat |
18,0 Gew.-% |
Natriumperborat-Monohydrat |
7,0 Gew.-% |
Protease |
0,5 Gew.-% |
Amylase |
0,5 Gew.-% |
Nichtionisches Tensid (Lutensol LF403) |
1,0 Gew.-% |
[0037] Diese Zusammensetzung besaß einen pH-Wert (in 1 %iger wäßriger Lösung) von 10,3.
Beispiel 2
[0038] Durch Trockenvermischung bzw. Granulieren wurde ein Maschinengeschirrspülmittel
folgender Zusammensetzung formuliert:
Natriumcarbonat |
49,0 Gew.-% |
Natriumhydrogencarbonat |
34,5 Gew.-% |
Natriumperborat-Monohydrat |
7,0 Gew.-% |
Protease |
0,5 Gew.-% |
Amylase |
0,5 Gew.-% |
Nichtionisches Tensid (Lutensol LF403) |
1,0 Gew.-% |
Acrylsäure/Maleinsäure-Copolymer |
5,0 Gew.-% |
Phosphonsäure (HEDP) |
2,5 Gew.-% |
[0039] Diese Zusammensetzung besaß einen pH-Wert (in 1 %iger wäßriger Lösung) von 10,0.
Beispiel 3
[0040]
Beispiel 3 |
Natriumcarbonat |
50,0 Gew.-% |
Natriumhydrogencarbonat |
33,0 Gew.-% |
Natriumperborat-Monohydrat |
6,0 Gew.-% |
TAED |
1,5 Gew.-% |
Acrylsäure/Maleinsäure Copolymer |
5,0 Gew.-% |
Phosponsäure (HEDP) |
2,5 Gew.-% |
Fettsäure (C₁₂-C₁₈) |
1,0 Gew.-% |
Protease |
0,5 Gew.-% |
Amylase |
0,5 Gew.-% |
[0041] Diese Zusammensetzung besaß einen pH-Wert (in 1 %iger Lösung) von 10,1.
Vergleichsversuche
[0042] Die erfindungsgemäßen Formulierungen der Beispiele 1 und 2 wurden in Bezug auf ihre
Reinigungsleistung mit einer natriummetasilikathaltigen Formulierung (Rezeptur I)
verglichen. Die Abprüfung erfolgte in Anlehnung an die DIN 44990-Vorschrift, nur
mit dem Unterschied, daß die Auswertung der Reinigungsleistung für Spinat, Hackfleisch,
Haferflocken und Tee prozentual gewichtet wurde.
[0043] Die Vergleichsrezeptur I hatte folgende Zusammensetzung:
Natriumtripolyphosphat |
36,1 Gew.-% |
Natriummetasilikat |
51,0 Gew.-% |
Natriumcarbonat |
9,65 Gew.-% |
Natriumdichloroisocyanurat |
2,25 Gew.-% |
Tensid (Dehypon LT104) |
1,0 Gew.-%. |
[0044] Zum weiteren Vergleich ist als Rezeptur II eine Formulierung gemäß EP-A 135 227
untersucht worden, die folgende Zusammensetzung aufwies:
Rez.: 45 % Natriumtripolyphosphat, 15 % Natriumcarbonat, 10 % Natriumperborat * 4H20,
4 % TAED, 3 % Thermamyl 60 T, 2 % Savinase 4.0 T, 0,7 % Dequest 2016, 5 % Natriumdisilikat,
10 % Natriumsulfat, 1,5 % Lutensol LF 403, Wasser ad 100 %.
[0045] Die Ergebnisse der Vergleichsversuche sind in der nachstehenden Tabelle I zusammengefaßt.
[0046] Die Vergleichsversuche zeigen, daß die erfindungsgemäßen Formulierungen eine vergleichbare
Reinigungsleistung erbringen trotz der niedereren Alkalität gegenüber Rezeptur I
und trotz der geringeren Enzymmenge und geringeren Phosphatmenge gegenüber Rezeptur
II.
Tabelle I
Anschmutzung |
Vergleich Rez. I |
Vergleich Rez. II |
Beisp. 1 |
Beisp. 2 |
Beisp. 1 jedoch ohne Enzyme |
Wasserhärte |
4°d |
20°d |
20°d |
4°d |
20°d |
4°d |
20°d |
20°d |
Eigelb |
4,9 |
5,0 |
5,0 |
4,9 |
4,9 |
5,0 |
5,0 |
4,9 |
Spinat |
4,4 |
3,6 |
4,4 |
4,3 |
3,2 |
3,8 |
3,7 |
3,5 |
Hackfleisch |
5,0 |
4,9 |
5,0 |
5,0 |
5,0 |
4,9 |
4,9 |
3,1 |
Haferflocken |
4,2 |
4,1 |
4,5 |
4,8 |
4,5 |
4,7 |
4,4 |
4,0 |
Tee |
5,0 |
4,9 |
5,0 |
5,0 |
4,6 |
4,5 |
3,0 |
4,4 |
Margarine |
5,0 |
5,0 |
5,0 |
5,0 |
5,0 |
5,0 |
4,6 |
5,0 |
Milch |
3,8 |
3,2 |
2,4 |
3,7 |
4,2 |
4,0 |
3,9 |
3,4 |
Gesamt |
4,6 |
4,5 |
4,6 |
4,8 |
4,6 |
4,6 |
4,3 |
4,3 |
1. Maschinengeschirrspülmittel, welches
a) mindestens 25 Gew.-% einer Kombination aus Natriumcarbonat und Natriumhydrogencarbonat
enthält;
b) frei ist von Metasilikaten;
c) frei ist von Chlorbleichmitteln und
d) in 1%iger wäßriger Lösung einen mild-alkalischen pH-Wert von weniger als 10,5 aufweist.
2. Maschinengeschirrspülmittel gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es mindestens
30 Gew.-% einer Kombination aus Natriumcarbonat und Natriumhydrogencarbonat enthält.
3. Maschinengeschirrspülmittel gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
in der Kombination aus Natriumcarbonat und Natriumhydrogencarbonat das Verhältnis
von Natriumcarbonat zu Natriumhydrogencarbonat 4:1 bis 1:1, vorzugsweise 3'1 bis 1:1
beträgt.
4. Maschinengeschirrspülmittel gemäß einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß es einen pH-Wert von 9,0 - 10,5, vorzugsweise von 9,9 - 10,4 aufweist und 20 -
80 Gew.-% Natriumcarbonat und 5 - 50 Gew.-% Natriumhydrogencarbonat enthält.
5. Maschinengeschirrspülmittel gemäß einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß es 20 - 60 Gew.-% Natriumcarbonat und 10 - 20 Gew.-% Natriumhydrogencarbonat
enthält, wobei die Summe von Natriumcarbonat und Natriumhydrogencarbonat 30 - 70 Gew.-%
ausmacht, und daß es 10 - 40 Gew.-%, vorzugsweise 20 - 35 Gew.-% Phosphat, vorzugsweise
Natriumtripolyphosphat enthält.
6. Maschinengeschirrspülmittel gemäß einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet,
daß es frei von Phosphaten ist.
7. Maschinengeschirrspülmittel gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß es 25
- 60 Gew.-% Natriumcarbonat und 10 35 Gew.-% Natriumhydrogencarbonat enthält, wobei
die Summe von Natriumcarbonat und Natriumhydrogencarbonat 35 - 75 Gew.-% ausmacht,
und daß es 3 - 10 Gew.-% eines phosphatfreien polymeren Builders enthält.
8. Maschinengeschirrspülmittel gemäß einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß es bis 15 Gew.-%, insbesondere 5 - 10 Gew.-% Disilikat enthält.
9. Maschinengeschirrspülmittel nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß es ein oder mehrere Enzyme enthält.
10. Maschinengeschirrspülmittel nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß es eine
Protease und/oder eine Amylase und/oder eine Lipase enthält.
11. Maschinengeschirrspülmittel nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß es ein Sauerstoffbleichmittel enthält.
12. Maschinengeschirrspülmittel nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß es 3
- 15 Gew.-%, vorzugsweise 3 - 10 Gew.-% Natriumperborat-Monohydrat oder Natriumpercarbonat
enthält.
13. Maschinengeschirrspülmittel nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß es 0 - 5 Gew.-%, vorzugsweise 0 - 1 Gew.-% eines nichtionischen Tensids enthält.
14. Maschinengeschirrspülmittel nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß es einen Zusatz von Fettsäuren (C₁₂-C₁₈) und/oder Weißölen in einer Menge bis
3 Gew.-% als Anticaking-Mittel enthält.
15. Maschinengeschirrspülmittel nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß es 0 - 35 Gew.-% Natriumsulfat enthält.
16. Maschinengeschirrspülmittel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß es besteht
aus
20 - 35 Gew.-% Natriumtripolyphosphat
35 - 55 Gew.-% Natriumcarbonat
10 - 20 Gew.-% Natriumhydrogencarbonat
5 - 8 Gew.-% Natriumperborat-Monohydrat
0,4 - 1 Gew.-% Protease
0,4 - 2 Gew.-% Amylase
0,2 - 2 Gew.-% Nichtionisches Tensid
wobei ein Teil der Natriumcarbonat/Natriumhydrogencarbonat-Menge durch
0 - 20 Gew.-% Natriumsulfat ersetzt werden kann und einen pH-Wert (in 1 %iger Lösung)
von 10,2 - 10,4 aufweist.
17. Maschinengeschirrspülmittel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß es besteht
aus
35 - 55 Gew.-% Natriumcarbonat
20 - 35 Gew.-% Natriumhydrogencarbonat
5 - 8 Gew.-% Natriumperborat-Monohydrat
0,4 - 1 Gew.-% Protease
0,4 - 1 Gew.-% Amylase
0,2 - 2 Gew.-% Nichtionisches Tensid
3 - 10 Gew.-% Acrylsäure/Maleinsäure/Copolymerisat
0 - 4 Gew.-% Phosphonsäure,
wobei ein Teil der Natriumcarbonat/Natriumhydrogencarbonat-Menge durch 0 - 35 Gew.-%
Natriumsulfat ersetzt werden kann, und einen pH-Wert (in 1 %iger Lösung) von 10,2
- 10,4 aufweist.
18. Maschinengeschirrspülmittel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß es besteht
aus
22 - 26 Gew.-% Natriumtripolyphosphat
47 - 52 Gew.-% Natriumcarbonat
16 - 20 Gew.-% Natriumhydrogencarbonat
6 - 8 Gew.-% Natriumperborat-Monohydrat
0,4 - 0,6 Gew.-% Protease
0,4 - 0,6 Gew.-% Amylase
0,5 - 2 Gew.-% Nichtionisches Tensid
und einen pH-Wert (in 1 %iger Lösung) von 10,2 - 10,4 aufweist.
19. Maschinengeschirrspülmittel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß es besteht
aus
47 - 52 Gew.-% Natriumcarbonat
32 - 36 Gew.-% Natriumhydrogencarbonat
6 - 8 Gew.-% Natriumperborat-Monohydrat
0,4 - 0,6 Gew.-% Protease
0,4 - 0,6 Gew.-% Amylase
0,5 - 2 Gew.-% Nichtionisches Tensid
3 - 7 Gew.-% Acrylsäure/Maleinsäure-Copolymer
2 - 4 Gew.-% Phosphonsäure
und einen pH-Wert von 9,9 - 10,2 aufweist.