| (19) |
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(11) |
EP 0 414 925 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.07.1993 Patentblatt 1993/28 |
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Anmeldetag: 28.08.1989 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)5: F24H 1/32 |
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Heizkessel zum Verbrennen flüssiger oder gasförmiger Brennstoffe
Boiler for burning liquid or gaseous combustibles
Chaudière pour brûler des combustibles fluides ou gazeux
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE ES FR GB IT LI NL SE |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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06.03.1991 Patentblatt 1991/10 |
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Patentinhaber: Viessmann, Hans, Dr. |
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95030 Hof/Saale (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Viessmann, Hans, Dr.
95030 Hof/Saale (DE)
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| (74) |
Vertreter: Wolf, Günter, Dipl.-Ing. |
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Postfach 70 02 45 63427 Hanau 63427 Hanau (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
BE-A- 469 170 DE-U- 8 600 853
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DE-A- 2 017 992 FR-A- 2 237 141
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Heizkessel zum Verbrennen flüssiger oder gasförmiger
Brennstoffe gemäß Oberbegriff des Patentanspruches 1.
[0002] Heizkessel der genannten Art sind bspw. nach der EP-A-0 217 320 bekannt und im Detail
in unterschiedlichen, im Prinzip aber gleichen Konstruktionsformen in Benutzung.
[0003] Im Prinzip gilt diese bekannte Kesselausbildung sowohl für Heizlessel aus Stahlblech
als auch aus Guß, aber bspw. auch für eine Stahlblech/Gußkombination gemäß der vorerwähnten
EP-A-0 217 320, bei deren Gegenstand die Mittel- und Endglieder als Ringe im Stahlblechgehäuse
eingesetzt sind, also nicht selbst das wasserführende Gehäuse bilden, sondern lediglich
eine kondensatfeste, die eigentliche Feuerraumwand bildende Innenlage im Gehäuse.
[0004] Reine Gußheizkessel sind demgegenüber aus relativ schmalen, in einem Stück und im
Kernguß hergestellten Einzelgliedern gebildet, die, im Bereich relativ kleiner Überströmöffnungen
wasserseitig vernippelt, zu einem aus einer Vielzahl von Einzelgliedern bestehenden
Block zusammengefügt werden. Um die Herstellung von Gußkesseln dieser Art einer einigermaßen
rationellen Serienfertigung zugänglich zu machen, muß ein enormer technischer Aufwand
getrieben werden, und zwar insbesondere auch in Rücksicht darauf, daß die Einzelteile
bzw. die Gußglieder im Kernguß hergestellt werden. Die Bindemittel für das Binden
des Formsandes der Kerne, die für die Ausbildung der Hohlräume in einem Kesselglied
erforderlich sind, sind zum Teil hoch giftig. Der nach dem Guß nicht mehr verwendbare
Kernformsand kann in der Regel deshalb nicht ohne weiteres auf einer normalen Deponie
abgelagert und muß auf eine Sonderdeponie verbracht werden, was mit hohen Kosten und
mit erheblichen Umständen verbunden ist. Durch die Ausbildung von Gußkesseln aus einer
Vielzahl von in sich bis auf die kleinen zu vernippelnden Öffnungen geschlossen herzustellenden
Einzelgliedern wird außerdem der Gußmaterialaufwand relativ groß, d.h., derartige
Gußkessel haben zwangsläufig ein beträchtliches Gewicht.
[0005] Der Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zugrunde, einen Heizkessel der eingangs
genannten Art zu verbessern und zu schaffen, der bezüglich seiner wesentlichen Teile,
also Gehäuse und Feuerraum, aus bezüglich der Kondensatresistenz günstigem Guß gefertigt
sein soll, wobei aber diese Teile kernlos gießbar und damit fertigungsrationell und
umweltschonend herstellbar sein sollen, und zwar mit der weiteren Maßgabe, einen solchen
Kessel aus nur wenigen Teilen mit geringem Montageaufwand zusammenfügen zu können.
[0006] Diese Aufgabe ist mit einem Heizkessel der eingangs genannten Art nach der Erfindung
durch die im Kennzeichen des Hauptanspruches angeführten Merkmale gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen ergeben sich nach den Unteransprüchen.
[0007] Im Gegensatz zu bisherigen Gußheizkessel, die aus einer in sich in einem Stück mit
Kernen gegossenen, miteinander wasserseitig zu vernippelnden, relativ schmalen Einzelgliedern
bestehen, ist der erfindungsgemäße Heizkessel nur aus "schalenförmig" gießbaren und
damit "grün ausformbaren", d.h. ohne Kern gießbaren Elementen gebildet, die auf einfache
Weise und ohne Vernippelung abdichtbar zusammengefügt sowohl das wasserführende Gehäuse
als auch den Feuerraum bilden. Die kernlose Ausformbarkeit der Elemente läßt nicht
nur den ganzen Kerngieß- und Entsorgungsaufwand für den Formsand entfallen, sondern
sie läßt auch problemlos eine wesentlich größere Breitenbemessung der einzelnen Gliedern
im Vergleich zur heutigen üblichen Breitenbemessung von Gußgliedern zu. Der kernlose
Guß der erfindungsgemäßen Gliedern läßt außerdem problemlos und vorteilhaft besondere
und weiterbildende Formgebungen an den Gliedern zu, die insbesondere in Richtung ausreichend
druckfester Gestaltung, möglichst dünnwandiger Ausbildung der Wände und einfacher
und prinzipiell gleicher Ausbildung der Endglieder zielen, was noch näher erläutert
wird und was in einem Teil der Unteransprüche erfaßt ist.
[0008] Die erfindungsgemäße Ausbildung des Kessels der Glieder hat auch noch den großen
Vorteil, daß trotz der Gliederbauweise ein nicht durch enge und kleine Überströmöffnungen
unterteilter, wasserführender Innenraum vorliegt, sondern ein Innenraum, der praktisch
dem eines Stahlheizkessels entspricht. Dadurch ist es möglich, unter Verwendung immer
der gleichen Mittelglieder und entsprechender Endglieder diese zu den verschiedensten
Kesseltypen zusammenfügen zu können.
[0009] Wesentlich aber dabei gleichermaßen selbstverständlich ist in Rücksicht auf die "Grünausformbarkeit",
daß in der Gießform vertikal orientierte Flächen eine entsprechende Konizität haben
müssen, um bei der Herstellung der Gießform aus Sand das Positivmodell ziehen zu können.
[0010] Der erfindungsgemäße Heizkessel, praktische Ausführungsformen und vorteilhafte Weiterbildungen
werden nachfolgend anhand der zeichnerischen Darstellung von Ausführungsbeispielen
näher erläutert.
[0011] Es zeigt
- Fig. 1
- einen Längsschnitt durch ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Heizkessels
- Fig. 2
- je zur Hälfte einen Schnitt und eine Ansicht des Heizkessels gemäß Fig. 1 in Pfeilrichtung
A;
- Fig. 3,4
- vergrößert bauliche Einzelheiten und
- Fig. 5-8
- weitere Schnitte durch Heizkessel in verschiedenen Ausführungsformen.
[0012] Der Heizkessel besteht aus einem wasserführenden, mit Vor- und Rücklaufanschlüssen
1, 2 versehenen Gehäuse 3, das von einem Feuerraum 4 durchgriffen ist, dessen beidendige
Öffnungen 5 mit Verschlüssen 6, 7 versehen sind, von denen der eine 6 die Einsatzöffnung
8 für den Brenner und der andere 7 die Abgasführung enthält. Für einen derartigen
Heizkessel ist nun wesentlich, und dies gilt für alle Ausführungsbeispiele, daß das
wasserführende Gehäuse 3 aus mindestens einem Mittelglied 10 und zwei Endgliedern
11, 12 gebildet ist, wobei die kernlos ausgeformten Glieder 10-12 mit ihren Öffnungsrändern
13 gegeneinander gerichtet und abgedichtet zusammengespannt sind. Dabei ist jeweils
die den Feuerraum 4 begrenzende Wand 14 als in den Gliedern umlaufender Steg 15 ausgebildet,
der als integral mitgegossenes Teil in der Verbindungsebene E des betreffenden Gliedes
endet, wobei die den Steg 15 tragende Querwand 16 des mindestens einen Kesselgliedes
10 mit mehreren, alle Gliedinnenräume 17 verbindenden Öffnungen 18 versehen ist. Diese
Öffnungen 17 sind, wie aus Fig. 2 ersichtlich, in bezug auf den Gesamtquerschnitt
eines Gliedes sehr groß, d.h., die Summe aller Querschnitte 17 entspricht praktisch
dem Gesamtquerschnitt eines Gliedes im wasserführenden Bereich. Durch diese Öffnungen
17 wird also ein nicht durch enge und kleine Überströmöffnungen, die aufwendig zu
vernippeln sind, unterteilter, wasserführender Innenraum, der praktisch dem wasserführenden
Innenraum eines vergleichbaren Stahlheizkessels entspricht. Beim Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 1 handelt es sich um einen horizontal aufzustellenden Heizkessel mit im
Feuerraum 4 eingesetzter, topfartig ausgebildeter Brennkammer 20. Wie aus der Darstellung
ersichtlich, sind die beiden Mittelglieder 10 im Querschnitt H-förmig ausgebildet,
während die beiden Endglieder 11, 12 U-förmig ausgebildet sind, wobei das Endglied
11 mit angegossen einen Ringbund für den Anschluß des hier den Brenner 9 tragenden
Feuerraumverschlusses bildet, und das Endglied 12 weist in diesem Fall eine abzugsseitige
Rückwand mit angegossenem Rauchgasabzugsstutzen 21 auf. Alle diese Glieder können
aufgrund ihrer Formgebung kernlos gegossen werden, d.h., die Gießformen weisen nur
ein Ober- und Unterteil auf, die zusammengefügt den Formhohlraum für die Glieder bilden.
Sämtliche Glieder sind dabei im Bereich ihrer Öffnungsränder 13 derart ausgebildet,
daß sämtliche Anschlußränder 13′ ineinandergreifende Stufen 30 aufweisen, wobei in
der einen oder anderen Stufe eine Nut mit darin befindlicher Ringdichtung 31 angeordnet
ist (siehe Fig. 3). Abgesehen davon, daß auch andere Spannverbindungsmöglichkeiten
für die Glieder untereinander bestehen, die die wasserdichte Verbindung der Glieder
untereinander gewährleisten müssen, ist eine Spannverbindung der Glieder untereinander
bei allen Ausführungsbeispielen derart vorgesehen, daß sämtliche Glieder 10, 11, 12
mit gleichmäßig über den Gehäuseumfang verteilten, die Glieder in ihren Öffnungen
18 durchgreifenden Spannstangen 28 zusammengespannt sind, die mit ihren Enden entsprechend
querschnittsbemessene und in bezug auf die Öffnungen 18 in den Querwänden 16 wesentlich
kleinere Öffnungen 29 abgedichtet durchgreifen. In Fig. 4 ist ein solches Ende der
Spannstangen, die in ihrer Verteilung auf den Gesamtumfang in Fig. 2 dargestellt sind,
verdeutlicht. Diese Anordnung und Zuordnung der Spannstangen 28 an und zu den Einzelgliedern
macht beim Guß die Anformung von verschraubbaren Fortsätzen sowohl außenseitig an
den Gliedern als auch feuerraumseitig entbehrlich, die aber, wie erwähnt, auch möglich
wäre, ohne dabei vom Prinzip der Grünausformbarkeit abgehen zu müssen. Diese Anordnung
der Spannstangen 28 im Durchgriff des wasserführenden Innenraumes gewährleistet dabei
vorteilhaft, daß sowohl die nach außen abdichtenden Ringdichtungen 31 als auch die
auf der Feuerraumseite liegende Ringdichtungen 31 gleichzeitig zusammengespannt werden
können.
[0013] Die Grünausformbarkeit der Glieder macht es auch möglich, daß wasserseitig in den
Gliedern gleichmäßig über dem Umfang verteilt zwischen der jeweiligen Gliederaußenwand
33 und der den Feuerraum 4 begrenzenden Wand 14 Versteifungsrippen 34 angeordnet sind,
die in bezug auf die Öffnungsränder 13 zurückgesetzt werden. Die Form der Rippen 34
ist in den Fi. 1 und Fig. 4 bis 8 verdeutlicht und deren Anordnung in bezug auf den
Kesselquerschnitt in Fig. 2. Durch den Rückversatz der Rippen und deren Formgebung
in Seitenansicht ist gewährleistet, daß die Zirkulation des Kesselwassers nicht behindert
wird, wobei diesbezüglich dafür auch die sehr großen Öffnungen 18 in den Querwänden
16 für einen zusammenhängenden, wasserführenden Innenraum sorgen.
[0014] Dieses Bau- und Ausbildungsprinzip wiederholt sich auch bei den Ausführungsbeispielen
nach den Fig. 5 bis 8. Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 handelt es sich um einen
ebenfalls horizontal aufzustellenden Heizkessel, der bezüglich der Heizgasführung
im Feuerraum 4 sich insofern vom Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 unterscheidet, als
hierbei die eingesetzte Brennkammer 20 zum Umlenkboden 25 hin offen ist, und die Abgase
brennerseitig den Heizkessel am dort angeordneten Endglied 11 durch den mit angegossenen
Abgasabzugsstutzen 21, wie dargestellt, verlassen. Um das Prinzip der Grünausformbarkeit
auch für das Endglied 12 beibehalten zu können, ist dieses brennerferne Endglied 12
zweischalig ausgebildet, wobei die eine Schale 24 den feuerraumseitigen, von einer
mit Öffnungen 18 versehenen Querwand 16 getragenen Umlenkboden 25 bildet und die andere
Schale 26 den äußeren Verschlußboden 27 des wasserführenden Gehäuses 3.
[0015] Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 handelt es sich um einen vertikal aufgestellten
Heizkessel mit bodenseitig angeordnetem, atmosphärischem Brenner 9′ und mit einem
oben aufgesetzten Blechgehäuse als Abgasführung 7. An die beiden, im Querschnitt H-förmigen
Mittelglieder 10 sind die hierbei identisch ausgeformten, im Querschnitt U-förmig
ausgebildeten Endglieder 11, 12 angeschlossen, wobei das ganze Gliedpaket wiederum,
wie vorbeschrieben, durch die Spannstangen 28 zusammengespannt ist.
[0016] Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 7 weicht insofern von den vorbeschriebenen ab,
als hierbei ausschließlich im Querschnitt U-förmige Glieder verwendet sind. Hierbei
sind das Endglied 11 und das mindestens eine Mittelglied 10 im Querschnitt und wie
erwähnt U-förmig ausgebildet, während das andere Endglied 12, das den Rauchgasabzugsanschlußstutzen
21 aufweist, als Verschlußplatte 23 ausgebildet ist. In umgekehrter Zuordnung wäre
es natürlich auch möglich, den Anschlußrand 22 für den Feuerraumverschluß 6 am Endglied
12 vorzusehen und das andere Endglied 11 mit der Verschlußplatte 23 und dem Abzugsstutzen
21 zu versehen.
[0017] Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 8 entspricht praktisch dem nach Fig. 1 und weist
lediglich den Unterschied auf, daß die den Feuerraum 4 begrenzende Wand 14 mit einer
ein- oder mehrteiligen anliegenden Doppelwand 32 aus Guß oder Blech verkleidet ist,
die sich über die Breite B eines Gliedes erstreckt. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
nach Fig. 8 ist dabei jedes Glied 10 bis 12 mit einer solchen Doppelwand 32 belegt,
wobei die Doppelwände 32 mit den Längsrippen 19 versehen sind. Wenn es sich bei den
Doppelwänden 32 um Elemente aus Guß handelt, werden an diesen die Längsrippen 19 direkt
mit angeformt, und wenn es sich um einen Doppelmantel aus Blech handelt, so werden
an diesem die Längsrippen in bekannter Weise entsprechend aus dem Blechzuschnitt gefaltet
und in die Glieder mit Wärmeleitkontakt eingebracht. Abgesehen davon, daß diese Doppelwände
32 eine besondere Art der kondensatsicheren Ausbildung eines solchen Kessels darstellen,
hat diese Ausführungsform den Vorteil, daß die Einzelglieder ohne Längsrippen ausgeformt
werden können. Insbesondere bei der Ausbildung der Doppelwände 32 aus Guß hat man
es dabei in der Hand, ohne die Grundform für die Ausformung der Glieder ändern zu
müssen, die Längsrippen hinsichtlich ihrer speziellen Gestaltung (unterschiedliche
Höhen und ggf. unterschiediche Rippenabstände zueinander) herstellen zu können. Solche
Maßgaben bezüglich der Rippengestaltung sind aber auch möglich, wenn, wie in den anderen
Ausführungsbeispielen dargestellt, die Rippen beim Guß der Einzelglieder direkt mit
ausgeformt werden.
[0018] Sämtliche vorbeschriebenen Ausführungsbeispiele basieren also gewissermaßen auf einem
Baukastenprinzip, für das sämtliche Mittel- bzw. Zwischenglieder in großer Stückzahl
hergestellt werden können, wobei lediglich die Endglieder 11, 12 in Anpassung an den
jeweils zusammenzufügenden Kesseltyp einer insofern besonderen Formgebung bedürfen,
dies aber ebenfalls mit der Maßgabe, daß auch diese Endglieder kernlos ausformbar
sind, und zwar in Rücksicht darauf, daß der technische Aufwand für eine rationelle
Serienfertigung bei kernlos ausformbaren Gliedern beträchtlich geringer ist als beim
Gießen von Gliedern mit Kern, da dabei die fertig gegossenen Glieder nicht unmittelbar
zur Weiterbearbeitung weitergefördert werden können, sondern erst der in den gegossenen
Elementen enthaltene Kernsand entfernt werden muß, wobei dieser keiner Wiederverwendung
zugänglich ist und der Entsorgung bedarf.
1. Heizkessel zum Verbrennen flüssiger oder gasförmiger Brennstoffe, bestehend aus einem
wasserführenden, mit Vorund Rücklaufanschlüssen (1,2) versehenem Gehäuse (3 ), das
von einem Feuerraum (4) durchgriffen ist, dessen beidendige Öffnungen (5) Verschlüssen
(6,7) versehen sind, von denen der eine (6) die Einsatzöffnung (8) für den Brenner
(9) und der andere (7) die Abgasführung (21) enthält, wobei im wasserführende Gehäuse
( 3 ) mindestens ein Mittelglied (10) und zwei Endgliedern ( 11,12) aus Guß angeordnet
und die kernlos ausgeformten Glieder ( 10 bis 12) mit ihren öffnungsrändern gegeneinander
gerichtet und abgedichtet zusammengespannt sind und die Glieder( 10 bis 12) umlaufende
Stege aufweisen, die als integral mitgegossene Teile in der Verbindungsebene des betreffenden
Gliedes enden
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens ein Mittelglied (10) und die beiden Endglieder (11,12) das wasserführende
Gehäuse(3) selbst bilden und jeweils die den Feuerraum (4) begrenzende Wand (14) als
an den Gliedern umlaufender Steg (15) ausgebildet ist, der als integral mitgegossenes
Teil in den Verbindungsebenen (E) des betreffenden Gliedes endet, wobei die den Steg
(15) tragende Querwand (16) des mindestens einen Mittelgliedes (10) mit mehreren,
alle Gliedinnenräume (17) verbindenden Öffnungen (18) versehen ist.
2. Heizkessel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Steg (15) feuerraumseitig mit angegossenen Längsrippen (19) versehen sind.
3. Heizkessel nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das mindestens eine Mittelglied (10) im Querschnitt H-förmig und die beiden Endglieder
(11, 12) U-förmig ausgebildet sind.
4. Heizkessel nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Endglied (11) und das mindestens eine Mittelglied (10) im Querschnitt U-förmig
ausgebildet sind und das andere Endglied (12), daß den Rauchgasabzugsanschlußstutzen
(21) oder den Anschlußrand (22) für den Feuerraumverschluß (6) aufweist, als Verschlußplatte
(23) ausgebildet ist.
5. Heizkessel nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das brennerferne Endglied (12) zweischalig ausgebildet ist, wobei die eine Schale
(24) einen feuerraumseitigen, von einer mit Öffnungen (18) versehenen Querwand (16)
getragenen Umlenkboden (25) bildet und die andere Schale (26) den äußeren Verschlußboden
(27) des wasserführenden Gehäuses (3).
6. Heizkessel nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß sämtliche Glieder (10, 11, 12) mit gleichmäßig über den Gehäuseumfang verteilten,
die Glieder in ihren Öffnungen (18) durchgreifenden Spannstangen (28) zusammengespannt
sind, die mit ihren Enden entsprechend querschnittsbemessene und in bezug auf die
Öffnungen (18) in den Querwänden (16) wesentlich kleinere Öffnungen (29) abgedichtet
durchgreifen.
7. Heizkessel nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß sämtliche Anschlußränder (13′) sämtlicher Glieder (10, 11, 12) in Form ineinandergreifender
Stufen (30) ausgebildet und in der einen oder anderen Stufe (30) eine Nut mit darin
befindlicher Ringdrichtung (31) angeordnet ist.
8. Heizkessel nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß wasserseitig in den Gliedern (10, 11, 12) gleichmäßig über den Umfang verteilt
zwischen der jeweiligen Gliedaußenwand (33) und der den Feuerraum (4) begrenzenden
Wand (14) Versteifungsrippen (34) und diese in bezug auf die Öffnungsränder (13) zurückgesetzt
angeordnet sind.
9. Heizkessel nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die den Feuerraum (4) begrenzende Wand (14) mit einer ein- oder mehrteiligen,
anliegenden Doppelwand (32) aus Guß oder Blech verkleidet ist, die sich über die Breite
(B) mindestens eines Gliedes erstreckt.
10. Heizkessel nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Doppelwand (32) mit Längsrippen (19) versehen ist.
1. A heating boiler for the combustion of liquid or gaseous fuels, comprising a water-carrying
casing (3) provided with connections (1,2) for the forward and the return flow, with
a firing chamber (4) passing through the said casing (3) both the end openings (5)
of which are provided with closures (6,7) of which one (6) contains the charge port
(8) for the burner (9) and the other (7) contains the exhaust gas discharge (21),
with at last one central section (10) and two end sections (11 to 12) of cast-iron
being provided in the water-carrying casing (3), and with the coreless-cast sections
(10,12) with the hole rims thereof being being directed one against the other and
sealingly clamped together and with the sections (10 to 12) comprising circumferential
webs terminating as integrally moulded parts in the connecting plane of the section
concerned,
characterized in that at least one central section (10) and the two end sections (11,12)
form the water-carrying casing (3) as such, and that the wall (14) respectively confining
the firing chamber (4) is configured as a web (15) extending circumferentially of
the sections, with the web (15) terminating as an integrally cast part in the connecting
planes (E) of the section concerned, with the transverse wall (16) of the at least
one central section (10) carrying the web (15) being provided with a plurality of
holes (18) interconnecting all interior chambers (17) of the section.
2. A heating boiler according to claim 1,
characterized in that the web (15), on the firing chamber side, is provided with cast-on
elongated fins (19).
3. A heating boiler according to claims 1 or 2,
characterized in that the at least one central section (10) is of H-shaped cross-section
and the two end sections (11,12) are of U-shaped cross-section.
4. A heating boiler according to claims 1 or 2,
characterized in that one end section (11) and the at least one central section (10)
is of U-shaped cross-section, and the other end section (12) containing the flue gas
discharge connection nozzle (21) or the connecting rim (22) for the closure (6) of
the firing chamber (6) is in the form of a closure plate (23).
5. A heating boiler according to claims 1 or 2,
characterized in that the end section (12) facing away from the burner is of a dual-shell
configuration, with one of said shells (24) forming, on the firing chamber side, a
baffle plate (25) carried by a transverse wall (16) provided with holes (18), and
the second of said shells (26) forming the outer closure plate (27) of the water-carrying
casing (3).
6. A heating boiler according to any one of claims 1 to 5,
characterized in that all sections (10,11,12) are clamped together by clamping rods
(28) uniformly distributed across the circumference of the casing and traversing the
sections through holes (19) thereof, which clamping rods, with the ends thereof, sealingly
pass through holes (29) of correspondingly dimensioned cross-sections and being substantially
smaller-sized than the holes (18) provided in the transverse walls (16).
7. A heating boiler according to any one of claims 1 to 6,
characterized in that all connecting rims (13') of all sections (10,11,12) are configured
in the form of meshing steps (30), and that a groove with an annular sealant (31)
provided therein is arranged in one or in the other of said steps (30).
8. A heating boiler according to any one of claims 1 to 7,
characterized in that provided on the water side, in sections (10,11,12), are reinforcing
fins (34) uniformly distributed across the circumference between the respective outer
wall (33) of the section and the wall (14) confining the firing chamber (4), and that
the said reinforcing fins (34) are set back relative to the rims (13) of the holes.
9. A heating boiler according to any one of claims 1 to 8,
characterized in that the wall (14) confining the firing chamber (4) is lined with
an abutting one- or multisectional dual-wall (32) of cast-iron or sheet metal which
extends across the width (B) of at least one section.
10. A heating boiler according to claim 9,
characterized in that the dual-wall (32) is provided with elongated fins (19).
1. Chaudière de chauffage destinée à la combustion de combustibles liquides ou gazeux,
comprenant une enceinte (3) de circulation d'eau qui est munie de raccords aller et
retour (1, 2) et qui est traversée par un foyer (4) dont les ouvertures (5) situées
à chaque extrémité sont pourvues d'éléments de fermeture (6, 7) dont l'un (6) comporte
l'ouverture d'insertion (8) du brûleur (9) et dont l'autre (7) comporte l'orifice
(21) d'évacuation des fumées, au moins un module central (10) et deux modules d'extrémité
(11, 12) en fonte étant montés dans l'enceinte (3) de circulation d'eau, les modules
(10 à 12) moulés sans noyau ayant leurs bords d'ouverture dirigés les uns vers les
autres et étant serrés les uns contre les autres de manière étanche, et les modules
(10 à 12) comportant des dos périphériques qui se terminent, sous la forme de pièces
venues de fonderie, dans le plan d'assemblage du module correspondant, caractérisée
en ce que au moins l'un des modules centraux (10) et les deux modules d'extrémité
(11, 12) forment l'enceinte (3) de circulation d'eau proprement dite, et en ce que
chaque paroi (14) qui délimite le foyer (4) est conçue sous la forme d'un dos (15)
qui fait le tour des modules et qui se termine, sous la forme d'une pièce venue de
fonderie, dans les plans d'assemblage (E) du module correspondant, la paroi transversale
(16) du module central (10) au nombre d'au moins un, ladite paroi (16) portant le
dos (15), étant pourvue de plusieurs ouvertures (18) reliant les chambres intérieures
(17) des modules.
2. Chaudière de chauffage selon la revendication 1, caractérisée en ce que, sur le côté
foyer, le dos (15) est muni de nervures longitudinales (19).
3. Chaudière de chauffage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le module
central (10), au nombre d'au moins un, présente une section transversale en forme
de H et les deux modules d'extrémité (11, 12) présentent une section transversale
en forme de U.
4. Chaudière de chauffage selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que l'un
des modules d'extrémité (11) et le module central (10), au nombre d'au moins un, ont
une section transversale en forme de U, et en ce que l'autre module d'extrémité (12),
qui comporte la tubulure (21) de raccord d'évacuation des gaz de fumée ou le bord
(22) d'assemblage de l'élément (6) de fermeture du foyer, est conçu sous la forme
d'une plaque de fermeture (23).
5. Chaudière de chauffage selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le module
d'extrémité (12) éloigné du brûleur est conçu sous la forme d'une double coque, l'une
des coques (24) formant, sur le côté foyer, un fond déflecteur (25) portant une paroi
transversale (16) munie d'ouvertures (18), et l'autre coque (26) formant le fond extérieur
de fermeture (27) de l'enceinte (3) de circulation d'eau.
6. Chaudière de chauffage selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que
tous les modules (10, 11, 12) sont serrés les uns contre les autres par des tirants
(28) qui sont répartis à intervalles réguliers sur le pourtour de l'enceinte, qui
traversent les modules dans leurs ouvertures (18) et dont les extrémités traversent,
de manière étanche, des ouvertures (29) de section transversale correspondante et
nettement plus petites que les ouvertures (18) ménagées dans les parois transversales
(16).
7. Chaudière de chauffage selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que
tous les bords d'assemblage (13') de tous les modules (10, 11, 12) sont conçus sous
la forme d'étages emboîtés (30), et en ce qu'une gorge, dans laquelle est logé un
joint annulaire (31), est pratiquée dans l'un ou l'autre étage (30).
8. Chaudière de chauffage selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que
des nervures raidisseuses (34) sont prévues sur le côté eau, dans les modules (10,
11, 12), et réparties à intervalles réguliers sur le pourtour entre la paroi extérieure
(33) de chaque module et la paroi (14) qui délimite le foyer (4), et en ce que lesdites
nervures raidisseuses (34) sont situées en retrait par rapport aux bords d'ouverture
(13).
9. Chaudière de chauffage selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que
la paroi (14) qui délimite le foyer (4) est garnie d'une double paroi plaquée (32)
en une ou plusieurs parties, en fonte ou en tôle, qui s'étend sur la largeur (B) d'au
moins l'un des modules.
10. Chaudière de chauffage selon la revendication 9, caractérisée en ce que la double
paroi (32) est munie de nervures longitudinales (19).