[0001] Die Erfindung betrifft eine gleisverfahrbare Maschine zum Verteilen und Profilieren
des Bettungsschotters eines aus Querschwellen und Schienen gebildeten Gleises mit
einem auf Schienenfahrwerken abgestützten, einen Fahrantrieb und eine Fahrkabine aufweisenden
Maschinenrahmen, an dem eine über einen Antrieb höhenverstellbare Planier- bzw.
Schotterpflug-Anordnung vorgesehen ist, die sich von einer bis zur anderen Maschinenlängsseite
bzw. von einem bis zum gegenüberliegenden Schwellenendbereich erstreckt.
[0002] Eine - gemäß AT-PS 3o9 5o6 der gleichen Anmelderin bzw. Patentinhaberin - gleisverfahrbare
Maschine zum Verteilen und Profilieren des Bettungsschotters eines aus Querschwellen
und Schienen gebildeten Gleises der eingangs beschriebenen Art weist eine derartige,
über einen Antrieb höhenverstellbare Planier- bzw. Schotterpflug-Anordnung auf, die
im wesentlichen aus zwei jeweils einem der beiden Schienenstränge zugeordneten Schotterpflügen
gebildet ist. Jeder dieser Schotterpflüge ist entlang einer Führung am Fahrgestellrahmen
relativ zu diesem verschiebbar gelagert, so daß die gesamte sich von einer bis zur
anderen Maschinenlängsseite bzw. von einem bis zum gegenüberliegenden Schwellenbereich
erstreckende und über einen Antrieb höhenverstellbare Planier- bzw. Schotterpflug-Anordnung
individuell mit ihren Pflug- bzw. Arbeitselementen im Bereich der einzelnen Schienen
verstellt werden kann. Mit diesem am Fahrgestellrahmen einer Reinigungsmaschine,
einer Gleisstopfmaschine oder auch einem Schwellenfachverdichter angeordneten Pflug
bzw. einer Schotterpflug-Anordnung - welcher auch für sich allein mit einem Fahrantrieb
und einer Fahrkabine an einem Maschinenrahmen ausgebildet werden kann - sind somit
verschiedene Stellungen erzielbar, wie insbesondere an Hand der Fig.1 bis 17 schematisch
dargestellt. Bei allen diesen Stellungen reicht die gesamte Anordnung kontinuierlich
bis über die ganze Gleisbreite. Diese Art Planier- und Schotterpflug-Anordnung, die
sowohl in einem vorkragenden Bereich einer Maschine, aber auch zwischen deren Fahrwerken
vorgesehen werden kann, hat sich in der Praxis bestens bewährt.
[0003] Es ist - gemäß AT-PS 322 6o6 der gleichen Anmelderin bzw. Patentinhaberin - eine
weitere gleisverfahrbare Maschine zum Verteilen und Profilieren des Bettungsschotters
von Gleisen mit einer Planier- und Schotterpflug-Anordnung bekannt. Diese ist über
einen eigenen Fahrantrieb auf mit einem Maschinenrahmen verbundenen Schienenfahrwerken
selbstverfahrbar und weist zwischen den beiden Fahrwerken unterhalb einer Fahrkabine
eine hydraulisch höhenverstellbare Planier- bzw. Schotterpflug-Anordnung auf. Diese
ist insgesamt im wesentlichen V-förmig ausgebildet, wobei im Bereich jeder Schiene
eine mit einem Schienentunnel und einer im Flankenbereich der Schotterbettung befindlichen
Pflug-Seitenplatte verbundene Pflug-Querplatte vorgesehen ist. In einem zwischen
den beiden Querplatten bzw. den Schienen befindlichen Mittel-Abschnitt des Planierpfluges
sind drei um einen vertikalen Schwenkzapfen drehbare Umlenkplatten angeordnet, von
denen zwei die Spitze des V-förmigen Pfluges bilden und die dritte Umlenkplatte in
Arbeitsrichtung nach vorne ragt. Die Planier- bzw. Schotterpflug-Anordnung verläuft
somit von einer Maschinenlängsseite bis zur anderen bzw. von einem bis zum gegenüberliegenden
Schwellenendbereich zur Bearbeitung bzw. Planierung des gesamten Schotterbett-Querschnittes.
Dieser V-förmigen Planierpflug-Anordnung sind weitere, jeweils mit dem zugeordneten
Schienentunnel verbundene Quer- und Seitenplatten zur Bildung einer im wesentlichen
Doppel-V-förmigen Planier- bzw. Schotterpflug-Anordnung vorgeordnet, durch welche
der zu fördernde bzw. zu planierende Schotter in den Schwenkbereich der mittigen,
verschwenkbaren Umlenkplatten umleitbar ist. Dieser Schotterpflug-Anordnung ist noch
an jeder Maschinenlängsseite ein Flankenpflug vorgeordnet und ein mit seiner Achse
quer zur Maschinenlängsrichtung verlaufender und bis über die gesamte Schwellenlänge
reichender Kehrbesen mit elastischen Schlaucharmen zum Hochfördern von auf den Schwellen
liegendem überschüssigen Schotter in einen Schotterspeicher nachgeordnet. Mit dieser
im Einsatz bestens bewährten Schotterpflug-Anordnung ist der Schotter bedarfsweise
problemlos in jeden Querschnittsbereich der Schotterbettung umleitbar. Derartige
Planier- bzw. Schotterpflug-Anordnungen zur Bearbeitung der ganzen Gleisbreite sind
beispielsweise auch noch - gemäß den AT-PSen 361 964 und 361 531 der gleichen Anmelderin
bzw. Patentinhaberin - bekannt.
[0004] Ferner ist - gemäß AT-PS 247 4o5 der gleichen Anmelderin bzw. Patentinhaberin - eine
aus zwei Kehrbürsten mit aus radial abstehenden und elastischen Schlauchstücken gebildete
Einrichtung zum Räumen von Bettungsschotter aus dem Gleismittelbereich in den Schwellenauflagerbereich
bekannt. Diese Kehrbürsten sind in Gleisquerrichtung voneinander distanziert und
in Gleislängsrichtung geringfügig zueinander versetzt innerhalb der beiden Schienen
des Gleises angeordnet auf einem höhenverstellbaren Träger befestigt sowie jeweils
um eine in Maschinenlängsrichtung verlaufende Achse über einen Antrieb beaufschlagbar.
Diese über Schienenfahrwerke selbstverfahrbare Einrichtung dient dazu, den Schotter
aus dem Gleismittelbereich zu entfernen, um eine nachteilige Auflage der Schwellen
bzw. ein sogenanntes "Reiten" der Schwellen auf mittig zwischen dem Gleis befindlichen
Schotteranhäufungen zu vermeiden.
[0005] Es ist auch - gemäß AT-PS 262 361 der gleichen Anmelderin bzw. Patentinhaberin -
eine schienenverfahrbare Vorrichtung zum Behandeln der Schotterbettung von Gleisen
bekannt. Diese Vorrichtung besteht aus zwischen den Schienenfahrwerken eines Kleinfahrzeuges
angeordneten, höhenverstellbaren Schwellenfachverdichtern und diesen in Arbeitsrichtung
vorgeordneten Kehrbürsten mit elastischen Schlaucharmen. Von diesen auf einem gemeinsamen,
über einen Antrieb höhenverstellbar an die Fahrzeugvorderseite angelenkten Tragrahmen
befestigten Kehrbürsten ist die eine um eine quer zur Maschinenlängsrichtung verlaufende
Achse angeordnet und über einen Antrieb drehbar zu beaufschlagen, während die beiden
vordersten Kehrbürsten jeweils um eine in Maschinen- bzw. Gleislängsrichtung verlaufende
Achse angeordnet und jeweils über einen Antrieb drehbeaufschlagbar sind. Auf diese
Weise wird der im Mittelbereich der Schotterbettung gelegene und dort nicht benötigte
Schotter in die Bereiche der Schwellenauflager gebracht und gleichzeitig die Oberseite
der Schwellen von Schotter freigehalten bzw. die Schwellenfächer für den nachfolgenden
Einsatz der Oberflächen-Verdichter planiert.
[0006] Es ist ferner - gemäß EP o 228 1o9 - eine auf Schienenfahrwerken durch einen eigenen
Fahrantrieb verfahrbare Maschine zum Verteilen und Profilieren des Bettungsschotters
bekannt. Zwischen diesen Schienenfahrwerken unmittelbar vor einer Fahrkabine ist eine
höhenverstellbar am Maschinenrahmen befestigte Planier- bzw. Schotterpflug-Anordnung
vorgesehen, die zwei jeweils im Bereich einer Schiene oberhalb eines Schienentunnels
angeordnete Querplatten und im Bereich der Maschinenaußenseite gelenkig mit diesen
verbundene Seitenplatten aufweist. Im mittigen, zwischen den beiden Querplatten befindlichen
Bereich ist ferner ein höhenverstellbarer Tragrahmen vorgesehen, an welchem diese,
mit einem Schwenkan trieb verbundenen Querplatten um eine vertikale Achse verschwenkbar
angelenkt sind. Die Planier- bzw. Schotterpflug-Anordnung weist nun im Mittenbereich
bzw. in deren Lücke einen als Trommel mit radial abstehenden Eisen-Platten gebildeten
Schotterförderer auf, der über einen Antrieb höhenverstellbar am Tragrahmen gelagert
und um eine in Maschinenlängsrichtung verlaufende Achse über einen Dreh-Antrieb beaufschlagbar
ist. Diese bekannte, von einer bis zur anderen Maschinenlängsseite sich erstreckende
Planier- bzw. Schotterpflug-Anordnung setzt sich somit aus den beiden mit den Seitenplatten
verbundenen Querplatten und dieser Trommel zusammen. Mit dieser Anordnung soll der
durch eine schräggestellte Pflughälfte von der Gleisaußenseite zum Mittelbereich
geförderte Schotter über diese genannte Trommel zur anderen Pflughälfte weitergefördert
werden, um durch diese auf die gegenüberliegende Gleisaußenseite zu gelangen. Diese
Planier- bzw. Schotterförderpflug-Anordnung hat den Nachteil, daß der über die eine
Pflughälfte eingeleitete Schotterfluß im Bereich der Trommel z.B. durch eine zu niedrige
oder zu hohe Drehzahl nachteilig beeinflußt wird. Weiters wird bei Stillstand der
Trommel der Schotterfluß durch die Eisen-Flügel gestört. Außerdem kommt es durch die
steife Ausbildung der durch die Eisenplatte gebildeten Trommel-Flügel zu einem Mahleffekt
mit entsprechend großem Verschleiß, insbesondere der radial abstehenden Platten. Derartige
Schotterförderer mit steifen Eisen-Flügeln haben sich im Gleisbau nicht bewährt.
Bei der angehobenen Stellung der mit dem Tragrahmen verbundenen Trommel verbleibt
eine relativ große Lücke im Mittenbereich dieser Planier- bzw. Schotterpflug-Anordnung,
so daß bei einem von der Trommel unabhängigen Einsatz der Pflug-Anordnung der Schotter
gerade in diesem Mittenbereich verbleibt und zu den beschriebenen Nachteilen führt.
Ein von der Trommel unabhängiger Einsatz der Pflug-Anordnung ist dabei nicht möglich.
[0007] Schließlich ist - gemäß EP o 164 16o - ein höhenverstellbarer, auf einem Tragrahmen
angeordneter Schotterpflug bekannt, der zwei, mit für die Schienen vorgesehene Schottertunnels
aufgesetzte Querplatten - mit seitlich angelenkten Schwenkpflugplatten aufweist, wobei
zwischen den Schienen bzw. Schottertunnels bzw. zwischen den beiden Querplatten eine
als Schotterförderer ausgebildete Trommel angeordnet ist. Diese höhenverstellbare,
mit radial abstehenden Eisen-Platten verbundene Trommel ist über einen Antrieb um
eine vertikale bzw. senkrecht zur Gleisebene verlaufende Achse drehbar ausgebildet.
Eine derartig ausgebildete Planier- bzw. Schotterpflug-Anordnung weist im wesentlichen
alle gleichen Nachteile auf, wie sie bereits mit der vorbeschriebenen Pflug-Anordnung
mit Trommel gemäß EP o 228 1o9 beschrieben wurden. Darüberhinaus kann auch bei dieser
Anordnung einer Trommel im Mittenbereich der Lücke zwischen zwei Hälften einer Planier-
bzw. Schotterpflug-Anordnung letztere nicht unabhängig von der Trommel eingesetzt
werden.
[0008] Die Aufgabe der Erfindung besteht nun darin, eine gleisverfahrbare Maschine der
eingangs beschriebenen Art zu schaffen, mit welcher eine bessere Verteilung bzw. Profilierung
des Schotters des Gleises erzielbar ist.
[0009] Diese Aufgabe wird mit einer gleisverfahrbaren Maschine der eingangs beschriebenen
Art dadurch gelöst, daß dem mittigen, zwischen den Schienen befindlichen Abschnitt
der Planier- bzw. Schotterpflug-Anordnung bzw. deren mittleren Pflug- oder Arbeitselementen
ein im Gleismittenbereich vorgesehener, zusätzlicher Schotterförderer zugeordnet
ist, der durch wenigstens eine - über einen Antrieb höhenverstellbare und um eine
in Maschinenlängsrichtung verlaufende - Achse drehbar ausgebildete, sowie mit einem
Dreh-Antrieb verbundene Kehrbürste mit radial abstehenden flexiblen Kehrelementen
gebildet ist.
[0010] Eine derartige erfindungsgemäße Kombination eines Schotterpfluges mit einer um eine
in Maschinenlängsachse drehbaren Kehrbürste ermöglicht insbesondere ein pfluggerechtes
Profilieren und Schotterfördern bei gleichzeitiger verstärkter Ausräumung des Schotters
aus der Gleismitte in einem einzigen Arbeitsgang. Damit ist auch insgesamt eine wesentliche
Leistungssteigerung der Planier- bzw. Schotterpflug-Anordnung erzielbar, wobei in
vorteilhafter Weise der zusätzliche, als Kehrbürste ausgebildete Schotterförderer
in einfacher Weise auch nachträglich in bereits im Einsatz befindliche Maschinen einbaubar
ist. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß durch die vom Pflug unabhängige Höhenverstellbarkeit
der Kehrbürste diese - in Anpassung an stark unterschiedliche Schottermengen - wahl-
und bedarfsweise in Kombination mit dem Schotterpflug einsetzbar ist, so daß nach
wie vor - insbesondere bei weitgehend gleichmäßig ausgeräumten bzw. profilierten
Schwellenfächern im Bereich zwischen den Schienen - streckenweise der Schotterpflug
auch allein, beispielsweise zur Profilierung des Gleisseitenbereiches bzw. der Schotterbettflanken,
einsetzbar ist.
[0011] Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung der erfindungsgemäßen Maschine besteht
darin, daß der als Kehrbürste ausgebildete und zur Planier- bzw. Schotterpflug-Anordnung
unabhängig höhenverstellbare Schotterförderer am Maschinenrahmen angeordnet und den
mittleren Pflug- oder Arbeitselementen in Arbeitsrichtung unmittelbar vorgeordnet
ist. Diese Vor-Anordnung der Kehrbürste hat den besonderen Vorteil, daß die durch
die Pflug- oder Arbeitselemente eingeleiteten Schotter-Querbewegungen durch die angetriebene
Kehrbürste - in Verbindung mit den mittleren Pflugplatten - unterstützbar sind und
bei Ausräumung der im Gleis-Mittelbereich befindlichen Schottermengen insgesamt ein
vollständig profiliertes Schotterbett erzielbar ist. Durch den vorgeordneten Schotterförderer
wird somit die Pflug- und Planierarbeit unter Erhöhung der Arbeitsleistung besonders
wirksam unterstützt. Durch die relativ einfache und solide Anordnung der Kehrbürste
am Maschinenrahmen ist diese in besonders vorteilhafter Weise erforderlichenfalls
auch unabhängig vom Pflug einsetzbar.
[0012] Die Kehrbürste ist gemäß einer weiteren zweckmäßigen Ausbildung der Erfindung im
Durchmesser etwa in der gleichen Größe wie die Höhe der in Arbeitsrichtung unmittelbar
dahinter vorgesehenen mittleren Pflug- bzw. Arbeitselemente der Planier- bzw. Schotterpflug-Anordnung
ausgebildet. Eine Kehrbürste mit dieser Ausbildung weist einen relativ breiten Wirkungs-
bzw. Kehrbereich für einen besonders leistungsfähigen Quertransport des im Gleismittelbereich
befindlichen Schotters zu einem der beiden Schienenbereiche auf. Da diese Größenordnung
der Kehrbürste etwa gleich ist wie die übliche bekannte Kehrbürsten-Ausbildung, ergeben
sich weitere Vorteile betreffend gleicher Bauart bzw. Konstruktion.
[0013] Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht auch darin, daß die Kehrbürste
mit ihren Dreh- und Höhenverstell-Antrieben auf einem Tragrahmen gelagert ist, der
auf mit dem Maschinenrahmen verbundenen Führungssäulen in Maschinenlängsrichtung
verschiebbar angeordnet und mit einem Längsverschiebe-Antrieb verbunden ist. Mit
dieser im Aufbau einfachen Anordnung auf einem längsverschiebbaren Tragrahmen ist
die Kehrbürste - auch während des Arbeitseinsatzes - entsprechend den jeweiligen
Schotterverhältnissen längsverschiebbar, z.B. bei zuviel Schotter größerer Abstand,
bei wenig Schotter kleinerer Abstand. Außerdem sind dadurch die Mittel- Pflugplatten
der Schotterpflug-Anordnung ungehindert in die jeweiligen verschiedenen Arbeitspositionen
verschwenkbar, wobei die Kehrbürste jeweils in einen kürzestmöglichen Abstand zu
den Mittel-Pflugplatten verschiebbar ist.
[0014] Gemäß einer anderen vorteilhaften Ausbildung der Erfindung ist der Dreh-Antrieb
der dem Planier- bzw. Schotterpflug vorgeordneten Kehrbürste zur wahlweisen Beaufschlagung
in den beiden einander entgegengesetzten Richtungen ausgebildet. Dadurch ist eine
rasche Umstellung beim Arbeitseinsatz der Kehrbürste in die eine oder andere Querrichtung
zum raschen Transport des Schotters in Verbindung mit der Schotterpflug-Anordnung
von einer zur gegenüberliegenden Schotterbettflanke bzw. auch umgekehrt erzielbar.
[0015] Eine besonders bevorzugte Weiterbildung der erfindungsgemäßen Maschine besteht darin,
daß der Planier- bzw. Schotterpflug-Anordnung wenigstens zwei in Maschinenlängsrichtung
hintereinander angeordnete, jeweils mit einem eigenen Dreh-Antrieb verbundene und
um eine in Maschinenlängsrichtung verlaufende Achse drehbare Kehrbürsten in Arbeitsrichtung
vorgeordnet sind. Diese im Aufbau relativ einfache Anordnung ist besonders vorteilhaft,
da unter Erfassung eines großen Gleis-Mittelbereiches die beiden Kehrbürsten durch
die eigenen Dreh-Antriebe mit erhöhter Arbeitsleistung auch bei entgegengesetzter
Drehrichtung beaufschlagbar sind. Damit kann der im Gleismittelbereich zuviel vorhandene
Schotter gleichzeitig durch die Kehrbürsten auf die linke und rechte Gleishälfte
aufteilbar sein oder nur auf eine Gleisseite befördert werden. Außerdem besteht die
vorteilhafte Möglichkeit, bedarfsweise bei wenig Schotter nur eine der beiden Kehrbürsten
einzusetzen.
[0016] Eine andere zweckmäßige Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß die der Planier-
bzw. Schotterpflug-Anordnung vorgeordneten Kehrbürsten mit ihren in Maschinenlängsrichtung
verlaufenden und hintereinander angeordneten Dreh-Achsen in der Arbeitslage quer
zur Maschinenlängsrichtung zueinander versetzt bzw. im Abstand zueinander angeordnet
sind. Mit dieser Drehachsen-Versetzung ist in einfacher Weise eine Verbreiterung
des Wirkungsbereiches der beiden vorgeordneten Kehrbürsten erzielbar. Dabei ist durch
die Hintereinander-Anordnung der Kehrbürsten eine zusammenhängende Schotterbewegung
über den gesamten Längsbereich der beiden vorgeordneten Schotterförderer für eine
besonders wirksame und volle Schotterräumung des mittleren Gleisbereiches erzielbar.
[0017] Eine vorteilhafte und zweckmäßige Ausbildung der Erfindung sieht vor, daß die beiden
Kehrbürsten mit ihren Dreh-Antrieben zur voneinander unabhängigen Höhenverstellung
jeweils mit einem eigenen, am längsverschiebbaren Tragrahmen befestigten, vorzugsweise
hydraulischen Antrieb verbunden sind. Mit dieser Ausbildung ist, unter einfacher
Anordnung der Antriebe und uneingeschränkter Längsverschiebung der Kehrbürsten, eine
fernsteuerbare Höhenverstellung für einen bedarfsweisen und gegebenenfalls voneinander
unabhängigen Arbeitseinsatz möglich.
[0018] Die Kehrbürste ist gemäß einer anderen vorteilhaften Ausbildung der Erfindung einem
Mittel-Abschnitt der Planier- bzw. Schotterpflug-Anordnung vorgeordnet, der aus zwei
jeweils um eine vertikale Achse - von einer geschlossenen V-pflugförmigen in eine
offene, wenigstens etwa senkrecht zur Maschinenlängsrichtung verlaufende Arbeitslage
- verschwenkbar gelagerten Mittel-Pflugplatten gebildet ist. Mit dieser Ausbildung
des Mittel-Abschnittes des der Kehrbürste nachgeordneten Schotterpfluges sind - insbesondere
in Verbindung mit den obgenannten Vorteilen der Kehrbürsten-Anordnung - vielseitige
Einsatzmöglichkeiten eines Schottertransportes von Bereichen mit Schotterüberschuß
in Bereiche mit Schottermangel durchführbar.
[0019] Eine andere zweckmäßige Erfindungs-Ausbildung besteht darin, daß wenigstens eine
Kehrbürste in Arbeitsrichtung unmittelbar vor Mittel-Pflugplatten angeordnet ist,
die jeweils im Bereich der vertikalen Schwenk-Achse mit einer quer zur Maschinenlängsrichtung
verlaufenden und Schienentunnels zur Abdeckung der Schienen aufweisenden und mit einer
Seiten-Pflugplatte in Verbindung stehenden Quer-Pflugplatte verbunden sind, welchen
vorzugsweise jeweils im Bereich der Maschinenlängsseite ein verschwenkbarer Flankenpflug
zugeordnet ist. Diese Zuordnung wenigstens einer Kehrbürste zu einer solchen Pflug-Ausbildung
mit Schienentunnels gewährleistet auch in Verbindung mit der Kehrbürste ein im wesentlichen
störungsfreies Arbeiten, indem eine unerwünschte Ablagerung von Schottersteinen durch
den Planier- bzw. Räumvorgang im Bereich der Schienenbefestigungen oder auf den Schienen
und eine damit verbundene Beeinträchtigung der Pflugarbeit bzw. der Pflug-Vorfahrt
zuverlässig ausgeschlossen wird.
[0020] Ferner sieht eine zweckmäßige Weiterbildung der Erfindung vor, daß wenigstens eine
Kehrbürste einer Planier- bzw. Schotterpflug-Anordnung in Arbeitsrichtung vorgeordnet
ist, die im oberen Endbereich ihrer Quer- und Mittel-Pflugplatten eine im wesentlichen
horizontal verlaufende und in Richtung zur Kehrbürste vorragende und mit den Quer-Pflugplatten
verbundene Abdeckplatte aufweist. Mit einer derartigen, einfach mit den Pflugplatten
zu verbindenden Abdeckplatte wird - unter gleichzeitiger Versteifung insbesondere
der Quer-Pflugplatten - ein Überfließen von Schotter im Falle eines größeren Schotterstaues
zuverlässig vermieden. Außerdem dient die Abdeckplatte gleichzeitig zur rasch durchführbaren
und einfachen Fixierung der verschwenkbaren Seiten- und Mittel-Pflugplatten in der
gewünschten Winkelstellung - auch in Verbindung mit der Zuschaltung der einen oder
beider Kehrbürsten.
[0021] Schließlich besteht noch eine weitere vorteilhafte Ausbildung der Erfindung darin,
daß wenigstens eine Kehrbürste mit ihrem vorderen Ende in ihrer vordersten Längsverschiebestellung
bis zu dem vorderen Endbereich der mit den Quer-Pflugplatten verbundenen und vorzugsweise
mit auf den Schienen abstützbaren Führungsrollen ausgebildeten Schienentunnels reicht.
Diese Anordnung einer oder mehrerer Kehrbürsten innerhalb des Bereiches der Schienentunnels
gewährleistet innerhalb des gesamten Längsverschiebe-Bereiches der Kehrbürsten einen
problemlosen und störungsfreien Einsatz des Schotterpfluges unter Vermeidung einer
die Arbeitsvorfahrt der Maschine störenden Ansammlung von Schottersteinen im Bereich
der Schienen.
[0022] Im folgenden wird die Erfindung anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher beschrieben.
[0023] Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäß ausgebildeten gleisverfahrbaren Maschine
zum Verteilen und Profilieren des Bettungsschotters eines Gleises mit einer Planier-
bzw. Schotterpflug-Anordnung und einem dieser vorgeordneten und als um eine in Maschinenlängsrichtung
drehbare Kehrbürste ausgebildeten Schotterförderer,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Maschine nach Fig.1,
Fig. 3 einen Querschnitt durch die Maschine gemäß der Linie III-III in Fig. 2,
Fig. 4 eine verkleinerte schematische Ansicht auf die Schotterpflug-Anordnung in Gleislängsrichtung
und die beiden dahinter ersichtlichen vorgeordneten Kehrbürsten,
Fig. 5 eine schematische Draufsicht auf die in Fig.4 dargestellte Schotterpflug-Anordnung
mit den zwei vorgeordneten, in Querrichtung zueinander versetzten und in Gleislängsrichtung
hintereinander angeordneten Kehrbürsten,
Fig. 6 bis 8 jeweils eine stark schematische Draufsicht-Darstellung der aus den einzelnen
Pflug- bzw. Arbeitselementen bzw. Pflugplatten zusammengesetzten Planier- bzw. Schotterpflug-Anordnung
und der beiden in Arbeitsrichtung vorgeordneten Kehrbürsten in verschiedenen Arbeitsstellungen
und
Fig. 9 eine stark schematische Draufsicht-Darstellung in ähnlicher Ausführungsform
einer Planier- bzw. Schotterpflug-Anordnung gemäß der Erfindung mit jeweils einer
dieser vor- bzw. nachgeordneten Kehrbürste als Schotterförderer.
[0024] Eine in Fig. 1 dargestellte gleisverfahrbare Maschine 1 zum Verteilen und Profilieren
des Bettungsschotters eines aus Querschwellen 2 und Schienen 3 gebildeten Gleises
4 besteht aus einem auf Schienenfahrwerken 5 abgestützten Maschinenrahmen 6. Das in
- durch einen Pfeil 7 dargestellten - Arbeitsrichtung vordere Ende des Maschinenrahmens
6 ist mit einer Fahrkabine 8 und einer Energiezentrale 9 - insbesondere für alle
im folgenden beschriebenen und als Hydraulik-Kolben-Zylinder ausgebildeten Antriebe
- verbunden. Im Bereich des hinteren Schienenfahrwerkes 5 ist ein Fahrantrieb 10 sowie
eine mit einem baggerförmigen, höhen- und längsverstellbaren Ausleger 11 und einer
zentralen Steuereinrichtung 12 verbundene Arbeitskabine 13 vorgesehen. Im hinteren
Endbereich der Maschine 1 ist eine über einen Antrieb 14 höhenverstellbare Kehrbürstenanordnung
15 mit einer über einen Antrieb um eine quer zur Maschinenlängsrichtung verlaufende
Drehachse rotierbaren Kehrbürste 16 und einem dieser unmittelbar vorgeordneten Querförderband
17 vorgesehen. Im Bereich jeder Maschinenlängsseite ist ein um eine in Maschinenlängsrichtung
verlaufende Achse 18 mit Hilfe von Antrieben 19 verschwenk- und einsetzbarer Flankenpflug
20 am Maschinenrahmen 6 angeordnet. Wie insbesondere in Fig. 1 und 2 dargestellt,
ist am Maschinenrahmen 6 zwischen den beiden voneinander distanzierten Schienenfahrwerken
und den beiden Flankenpflügen 20 in Arbeitsrichtung nachgeordnet, eine Planier- bzw.
Schotterpflug-Anordnung 21 vorgesehen, deren mittigen, zwischen den Schienen 3 befindlichen
Abschnitt bzw. deren mittleren Pflug- oder Arbeitselementen 22 ein im Gleismittenbereich
vorgesehener, zusätzlicher Schotterförderer 23 zugeordnet ist. Dieser Schotterförderer
23 ist durch zwei - über Antriebe 24 höhenverstellbare und um eine in Maschinenlängsrichtung
verlaufende Achse 25 drehbar ausgebildete, sowie jeweils mit einem Dreh-Antrieb 26
verbundene Kehrbürsten 27,28 mit radial abstehenden, flexiblen Kehrelementen 29
gebildet. Der als Kehrbürsten 27,28 ausgebildete und zur Planier- bzw. Schotterpflug-Anordnung
21 unabhängig höhenverstellbare Schotterförderer 23 ist am Maschinenrahmen 6 angeordnet
und den mittleren Pflug- oder Arbeitselementen 22 in Arbeitsrichtung unmittelbar vorgeordnet.
Die Kehrbürsten 27,28 mit ihren Dreh- und Höhenverstell-Antrieben 26,24 sind auf einem
Tragrahmen 30 gelagert, der auf mit dem Maschinenrahmen 6 verbundenen Führungssäulen
31 in Maschinenlängsrichtung verschiebbar angeordnet und mit Längsverschiebe-Antrieben
32 verbunden ist. Die beiden jeweils einer Kehrbürste 27 bzw. 28 zugeordneten Dreh-Antriebe
26 sind jeweils zur wahlweisen Beaufschlagung in ihren beiden einander entgegengesetzten
Drehrichtungen ausgebildet. Wie insbesondere in Fig. 2 ersichtlich, sind die der Planier-
bzw. Schotterpflug-Anordnung 21 vorgeordneten Kehrbürsten 27,28 mit ihren in Maschinenlängsrichtung
verlaufenden und hintereinander angeordneten Dreh-Achsen 25 in der Arbeitslage quer
zur Maschinenlängsrichtung zueinander versetzt bzw. im Abstand zueinander und in
Maschinenlängsrichtung hintereinander angeordnet. Die Kehrbürsten 27,28 sind einem
Mittel-Abschnitt 33 der Planier- bzw. Schotterpflug-Anordnung 21 vorgeordnet, der
aus zwei jeweils um eine vertikale Achse 34 von einer geschlossenen V-pflugförmigen
in eine offene, wenigstens etwa senkrecht zur Maschinenlängsrichtung verlaufende
Arbeitslage verschwenkbar gelagerten Mittel-Pflugplatten 35 gebildet ist. Die Mittel-Pflugplatten
35 sind, wie in Fig. 2 und 3 ersichtlich, jeweils im Bereich der vertikalen Schwenk-Achse
34 mit einer quer zur Maschinenlängsrichtung verlaufenden und Schienentunnels 36 zur
Abdeckung der Schienen 3 aufweisenden und mit einer Seiten-Pflugplatte 37 in Verbindung
stehenden Quer-Pflugplatte 38 verbunden. Die Planier- bzw. Schotterpflug-Anordnung
21 weist im oberen Endbereich ihrer Quer- und Mittel-Pflugplatten 35,38 eine im wesentlichen
horizontal verlaufende und in Richtung zu den Kehrbürsten 27,28 vorragende und mit
den Quer-Pflugplatten 38 verbundene Abdeckplatte 39 auf. Diese Abdeckplatte 39 ist
jeweils im Bereich der Seiten- und Mittel-Pflugplatten 37,35 mit Löchern versehen,
durch welche Bolzen zur Fixierung der genannten Pflugplatten steckbar sind. Jede
Seiten-Pflugplatte 37 weist als Verlängerung ein einstell- bzw. verschwenkbares Seiten-Pflugschild
zur Herstellung der jeweils gewünschten Neigung der Schotterbettflanke auf. Die gesamte
Planier- bzw. Schotterpflug-Anordnung 21 ist, wie in Fig. 1 ersichtlich, in mit dem
Maschinenrahmen 6 verbundenen vertikalen Führungen 40 höhenverschiebbar gelagert
und mit Höhenverstell-Antrieben 41 verbunden und erstreckt sich wenigstens von einer
bis zur anderen Maschinenlängsseite bzw. von einem bis zum gegenüberliegenden Schwellenendbereich.
[0025] Wie in Fig. 3 erkennbar, sind die Kehrbürsten 27,28 im Durchmesser etwa in der gleichen
Größe wie die Höhe der in Arbeitsrichtung unmittelbar dahinter vorgesehenen mittleren
Pflug- bzw. Arbeitselemente 22 der Planier- bzw. Schotterpflug-Anordnung 21 ausgebildet.
Zur voneinander unabhängigen Höhenverstellung sind die beiden Kehrbürsten 27,28 mit
ihren Dreh-Antrieben 26 jeweils mit einem eigenen, am längsverschiebbaren Tragrahmen
30 befestigten hydraulischen Antrieb 24 verbunden. Zur Abstützung der Planier- bzw.
Schotterpflug-Anordnung 21 am Gleis 4 sind auf den Schienen 3 abrollbare Führungsrollen
42 mit den Schienentunnels 36 verbunden. Zur Befestigung der in Maschinenlängsrichtung
verlaufenden Führungssäulen 31 sind nach unten abragende Träger 43 mit dem Maschinenrahmen
6 verbunden. Zur Lagerung der Kehrbürsten 27,28 ist jeweils ein eigenes Kehrbürstengehäuse
44 vorgesehen, das jeweils mit einem auf der Führungssäule 31 längsverschiebbar gelagerten
Schwenkrahmen 45 verbunden ist. Am, der jeweiligen Führungssäule 31 gegenüberliegenden
Ende ist das Kehrbürstengehäuse 44 mit der Kolbenstange des entsprechenden Antriebes
24 zur Höhenverstellung verbunden.
[0026] Im folgenden wird die Funktionsweise der erfindungsgemäß ausgebildeten Maschine
1 anhand der Fig. 1 bis 3 und der in den Fig. 4 bis 8 ersichtlichen verschiedenen
Arbeitsstellungen näher beschrieben.
[0027] Die Maschine 1 wird mit angehobener Planier- bzw. Schotterpflug-Anordnung 21 und
ebenfalls angehobenen Kehrbürsten 27,28 sowie hochgeschwenkten Flankenpflügen 20
(siehe Fig.1) zur Einsatzstelle verfahren. Dort wird unter Beaufschlagung der Antriebe
41 und 24 die Schotterpflug-Anordnung 21 mit den Kehrbürsten 27,28 auf das Gleis
4 abgesenkt. Dabei kommt es zur Auflage der beiden Führungsrollen 42 auf die Schienen
3. Die Mittel-Pflugplatten 35 werden unter Beaufschlagung der - der besseren Übersicht
wegen lediglich in den Fig. 4 und 5 dargestellten - hydraulischen Zylinder-Kolben-Antriebe
46 in die gewünschte Arbeitsposition verschwenkt. Diese besteht im ersten Beispiel
aus der in den Fig. 4 und 5 dargestellten Lage, bei der die beiden Mittel-Pflugplatten
35 zueinander und auch in bezug auf die Quer-Pflugplatten 38 im wesentlichen parallel
verlaufend eingestellt sind. Die Mittel- und Quer-Pflugplatten 35, 38 bilden somit
eine quer zur Maschinenlängsrichtung verlaufende Stauwand. Die in Arbeitsrichtung
linke Seiten-Pflugplatte 37 wird in Arbeitsrichtung (gemäß Pfeil 7 und Fig.5) nach
vorne verschwenkt und in dieser Lage durch Einführung eines Bolzens in die Löcher
der Abdeckplatte 39 arretiert. Die gegenüberliegende Seiten-Pflugplatte 37 wird nach
hinten verschwenkt und ebenfalls arretiert. Der in Arbeitsrichtung vorgeordnete linke
Flankenpflug 20 wird auf die Schotterbettung abgesenkt, während der gegenüberliegende
Flankenpflug 20 in der Überstellposition verbleibt. Von den beiden Kehrbürsten 27,28
wird lediglich die hintere abgesenkt und in der durch einen Pfeil angedeuteten Richtung
in Drehung versetzt. Die hintere Kehrbürstenanordnung 15 wird ebenfalls unter Beaufschlagung
der Antriebe 14 in die Arbeitsposition abgesenkt.
[0028] Unter Inbetriebnahme des Fahrantriebes 10 wird nunmehr die Maschine l kontinuierlich
zur Durchführung der Planier- und Pflugarbeit in Richtung des Pfeiles 7 in Bewegung
gesetzt. Mit dieser Arbeitsvorfahrt der Maschine 1 wird der im linken Endbereich der
Schotterbettung zu viel vorhandene Schotter über das Gleis 4 auf den rechten Endbereich
der Schotterbettung verlagert (siehe langer Pfeil in Fig.5). Durch die rotierende
Kehrbürste 28 wird die Ausräumung des Schotters aus dem Gleismittelbereich verstärkt
bzw. der querverlaufende Schotterfluß unter Vermeidung von Stauungen unterstützt.
In Anpassung an die unterschiedlichen Schottermengen, insbesondere im Bereich der
Mittel-Pflugplatten 35 kann die Kehrbürste 28 ohne Unterbrechung der Arbeitsvorfahrt
durch Beaufschlagung der Antriebe 32 wahlweise längsverschoben werden. Ebenso kann
natürlich auch wahlweise - je nach dem vorhandenen Schottervolumen bzw. den Schotterunebenheiten
- die zweite Kehrbürste 27 unter Beaufschlagung des zugeordneten Antriebes 24 in
die Arbeitsposition abgesenkt werden.
[0029] Bei der in Fig. 6 dargestellten Arbeitsposition sind die beiden Mittel-Pflugplatten
35 unter Bildung eines V-Pfluges winkelförmig zueinander angeordnet. Dies ist dann
von Vorteil, wenn große Schottermengen vorhanden sind, um insbesondere zu Beginn einen
V-pflugförmigen Ansatz für einen besseren Schotterfluß zu bilden. Beide Kehrbürsten
27,28 sind in der gleichen, durch kleine Pfeile angedeuteten Drehrichtung im Einsatz.
Damit wird der im linken Längsbereich der Schotterbettung und auch im Mittelbereich
des Gleises - während der Maschinenvorfahrt - zu viel vorhandene Schotter in die
beiden Schwellenauflagerzonen im Bereich der beiden Quer-Pflugplatten 38 transportiert.
Durch die beiden rotierenden Kehrbürsten 27,28 wird der im Mittelbereich vorhandene
Schotter in den rechten Bereich der Schotterbettung verlagert und zur Entlastung der
rechten Mittel- bzw. Quer-Pflugplatte 35,38 teilweise auch bereits über den rechten
Schienentunnel 36 befördert. Wie mit strichlierten Linien angedeutet, ist durch entsprechende
Verstellung der beiden Seiten-Pflugplatten 37 und des rechten Flankenpfluges 20
jederzeit eine spiegelbildliche, durch einen strichlierten Pfeil angedeutete Umkehr
des Schottertransportes möglich. In beiden Fällen erstreckt sich ebenso wie in der
in Fig. 4 und 5 dargestellten Arbeitsposition die Planier- bzw. Schotterpflug-Anordnung
21 von einer bis zur anderen Maschinenlängsseite bzw. von einem bis zum gegenüberliegenden
Schwellenendbereich.
[0030] Bei der in Fig. 7 dargestellten Arbeitsposition - beispielsweise für eine Gleisstrecke
mit relativ wenig Schotter - sind beide Kehrbürsten 27,28 in einander entgegengesetzter
Drehrichtung im Einsatz, wobei der im Gleismittelbereich befindliche Schotter unter
vorschriftsmäßiger bzw. auch bis unterhalb der Schwellenoberkante reichender Ausräumung
der Schwellenfächer im Mittelbereich zu den Schwellenauflagebereichen transportiert
wird. Durch die Flankenpflüge 20 und die Seiten-Pflugplatten 37 wird ebenso Schotter
aus dem Flankenbereich der Bettung zum Schwellenauflagebereich hochtransportiert.
Die beiden Mittel-Pflugplatten 35 wurden unter Beaufschlagung der Antriebe 46 um ihre
vertikalen Achsen 34 in eine in Maschinenlängsrichtung verlaufende Lage verschwenkt.
Damit bilden sie eine Begrenzung für den im Bereich der Quer-Pflugplatten 38 angesammelten
Schotter, so daß dieser nicht in den bereits durch die Kehrbürsten 27,28 ausgeräumten
Gleismittelbereich fallen kann. Diese Stellung der Pflugplatten ist ebenso wie die
bereits beschriebenen Stellungen ohne Unterbrechung der Arbeitsvorfahrt durch Beaufschlagung
der hydraulischen Antriebe 46 über die Steuereinrichtung 12 rasch herstellbar.
[0031] Bei der in Fig. 8 ersichtlichen Stellung der Pflugplatten bzw. Pflug- und Arbeitselemente
22, der beiden Kehrbürsten 27,28 und der Flankenpflüge 20 wird der im gesamten Gleisbereich
zuviel vorhandene Schotter auf beide Flankenbereiche der Schotterbettung gefördert.
Dazu sind die beiden Mittel-Pflugplatten 35 zueinander V-förmig und die beiden Seiten-Pflugplatten
37 nach hinten verschwenkt. Beide Kehrbürsten 27,28 sind in entgegengesetzter Drehrichtung
im Arbeitseinsatz. Dadurch wird der im Gleismittelbereich vorhandene Schotter unter
Entlastung insbesondere der Mittel-Pflugplatten 35 unmittelbar vor der Schotterpflug-Anordnung
21 seitlich größtenteils über den Schienentunnel 36 verlagert, von wo der Schotter
problemlos durch die schräggestellte Seiten-Pflugplatte 37 in den gewünschten Seitenbereich
der Schotterbettung transportiert wird.
[0032] Eine in Fig. 9 schematisch dargestellte Planier- bzw. Schotterpflug-Anordnung 47
einer Maschine der gleichen Bauart wie in Fig. 1 und 2 setzt sich im wesentlichen
aus Quer-, Seiten- und Mittel-Pflugplatten 48,49,50 zusammen. An den mit den Schienentunnels
51 befestigten Quer-Pflugplatten 48 sind die Seiten- und Mittel-Pflugplatten 49,50
gelenkig verbunden. Die Mittel-Pflugplatten 50 sind mit einem Endbereich quer zur
Maschinenlängsrichtung verschiebbar in der Quer-Pflugplatte 48 gelagert und zur Durchführung
der Verschiebe- und Verschwenkbewegung jeweils mit einem Hydraulik-Antrieb 52 (strichpunktierte
Darstellung) verbunden. Dadurch sind die Mittel-Pflugplatten 50 von der mit vollen
Linien dargestellten, quer zur Maschinenlängsrichtung verlaufenden Arbeitsposition
in eine strichpunktiert dargestellte, im wesentlichen V-förmige Arbeitsposition verschwenkbar.
Diese V-pflugförmige Stellung der Mittel-Pflugplatten 50 kann sowohl in als auch
gegen die durch einen Pfeil 53 dargestellte Arbeitsrichtung durchgeführt werden, so
daß die Planier- und Schotterpflug-Anordnung 47 in beiden Richtungen für eine Arbeitsfahrt
einsetzbar ist. Unmittelbar vor den Mittel-Pflugplatten 50 ist eine mit einem Dreh-Antrieb
verbundene und eine in Maschinenlängsrichtung verlaufende Dreh-Achse aufweisende
Kehrbürste 54 der gleichen wie in den Fig. 1 bis 8 beschriebenen Bauart vorgesehen.
Wie mit strichlierten Linien dargestellt, ist in der durch den Pfeil 53 angedeuteten
Arbeitsrichtung hinter den Mittel-Pflugplatten 50 ebenfalls eine zweite Kehrbürste
55 angeordnet. An die Seiten-Pflugplatten anschließend ist an beiden Maschinenlängsseiten
jeweils, wie schematisch angedeutet, auch ein höhenverstellbarer Flankenpflug 56
vorgesehen. Mit 57 sind die beiden Schienen eines Gleises bezeichnet. Diese Planier-
bzw. Schotterpflug-Anordnung 47 mit einer vor- und einer nachgeordneten Kehrbürste
54,55 hat den Vorteil, daß ein Arbeitseinsatz sowohl in der durch den Pfeil 53 dargestellten
Arbeitsrichtung als auch in entgegengesetzter Richtung durchführbar ist. Ferner kann,
wie auch bei der vorbeschriebenen Ausführung nach den Fig. 1 bis 8, die Planier-
bzw. Schotterpflug-Anordnung 47 ohne Absenkung der Kehrbürsten 54,55 in die eine
oder andere Richtung eingesetzt werden und auch die eine oder beide Kehrbürsten 54,55
sind ebenso unabhängig von der Planier- bzw. Schotterpflug-Anordnung 47 im Mittelbereich
der Schotterbettung einsetzbar.
1. Gleisverfahrbare Maschine zum Verteilen und Profilieren des Bettungsschotters eines
aus Querschwellen und Schienen gebildeten Gleises mit einem auf Schienenfahrwerken
abgestützten, einen Fahrantrieb und eine Fahrkabine aufweisenden Maschinenrahmen,
an dem eine über einen Antrieb höhenverstellbare Planier- bzw. Schotterpflug-Anordnung
vorgesehen ist, die sich von einer bis zur anderen Maschinenlängsseite bzw. von einem
bis zum gegenüberliegenden Schwellenendbereich erstreckt, dadurch gekennzeichnet,, daß dem mittigen, zwischen den Schienen befindlichen Abschnitt der Planier- bzw.
Schotterpflug-Anordnung (21;47) bzw. deren mittleren Pflug- oder Arbeitselementen
(22) ein im Gleismittenbereich vorgesehener, zusätzlicher Schotterförderer (23) zugeordnet
ist, der durch wenigstens eine - über einen Antrieb (24) höhenverstellbare und um
eine in Maschinenlängsrichtung verlaufende - Achse (25) drehbar ausgebildete, sowie
mit einem Dreh-Antrieb (26) verbundene Kehrbürste (27,28;54,55) mit radial abstehenden
flexiblen Kehrelementen (29) gebildet ist.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der alsKehrbürste (27,28)
ausgebildete und zur Planier- bzw. Schotterpflug-Anordnung (21) unabhängig höhenverstellbare
Schotterförderer (23) am Maschinenrahmen (6) angeordnet und den mittleren Pflug-
oder Arbeitselementen (22) in Arbeitsrichtung unmittelbar vorgeordnet ist.
3. Maschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kehrbürste (27,28)
im Durchmesser etwa in der gleichen Größe wie die Höhe der in Arbeitsrichtung unmittelbar
dahinter vorgesehenen mittleren Pflug- bzw. Arbeitselemente (22) der Planier- bzw.
Schotterpflug-Anordnung (21) ausgebildet ist.
4. Maschine nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kehrbürste
(27,28) mit ihren Dreh- und Höhenverstell-Antrieben (24,26) auf einem Tragrahmen (30)
gelagert ist, der auf mit dem Maschinenrahmen (6) verbundenen Führungssäulen (31)
in Maschinenlängsrichtung verschiebbar angeordnet und mit einem Längsverschiebe-Antrieb
(32) verbunden ist.
5. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Dreh-Antrieb
(26) der dem Planier- bzw. Schotterpflug (21) vorgeordneten Kehrbürste (27,28) zur
wahlweisen Beaufschlagung in den beiden einander entgegengesetzten Richtungen ausgebildet
ist.
6. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Planier-
bzw. Schotterpflug-Anordnung (21) wenigstens zwei in Maschinenlängsrichtung hintereinander
angeordnete, jeweils mit einem eigenen Dreh-Antrieb (26) verbundene und um eine in
Maschinenlängsrichtung verlaufende Achse (25) drehbare Kehrbürsten (27,28) in Arbeitsrichtung
vorgeordnet sind.
7. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die der
Planier- bzw. Schotterpflug-Anordnung (21) vorgeordneten Kehrbürsten (27,28) mit
ihren in Maschinenlängsrichtung verlaufenden und hintereinander angeordneten Dreh-Achsen
(25) in der Arbeitslage quer zur Maschinenlängsrichtung zueinander versetzt bzw. im
Abstand zueinander angeordnet sind.
8. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
Kehrbürsten (27, 28) mit ihren Dreh-Antrieben (26) zur voneinander unabhängigen Höhenverstellung
jeweils mit einem eigenen, am längsverschiebbaren Tragrahmen (30) befestigten, vorzugsweise
hydraulischen Antrieb (24) verbunden sind.
9. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Kehrbürste
(27,28) einem Mittel-Abschnitt (33) der Planier- bzw. Schotterpflug-Anordnung (21)
vorgeordnet ist, der aus zwei jeweils um eine vertikale Achse (34) - von einer geschlossenen
V-pflugförmigen in eine offene, wenigstens etwa senkrecht zur Maschinenlängsrichtung
verlaufende Arbeitslage - verschwenkbar gelagerten Mittel-Pflugplatten (35) gebildet
ist.
10. Maschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine Kehrbürste
(27,28) in Arbeitsrichtung unmittelbar vor Mittel-Pflugplatten (35) angeordnet ist,
die jeweils im Bereich der vertikalen Schwenk-Achse (34) mit einer quer zur Maschinenlängsrichtung
verlaufenden und Schienentunnels (36) zur Abdeckung der Schienen aufweisenden und
mit einer Seiten-Pflugplatte (37) in Verbindung stehenden Quer-Pflugplatte (38) verbunden
sind, welchen vorzugsweise jeweils im Bereich der Maschinenlängsseite ein verschwenkbarer
Flankenpflug (20) zugeordnet ist.
11. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens
eine Kehrbürste (27,28) einer Planier- bzw. Schotterpflug-Anordnung (21) in Arbeitsrichtung
vorgeordnet ist, die im oberen Endbereich ihrer Quer- und Mittel-Pflugplatten (38,35)
eine im wesentlichen horizontal verlaufende und in Richtung zur Kehrbürste (27,28)
vorragende und mit den Quer- Pflugplatten (38) verbundene Abdeckplatte (39) aufweist.
12. Maschine nach Anspruch 10 und 11, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine
Kehrbürste (27,28) mit ihrem vorderen Ende in ihrer vordersten Längsverschiebestellung
bis zu dem vorderen Endbereich der mit den Quer-Pflugplatten (38) verbundenen und
vorzugsweise mit auf den Schienen (3) abstützbaren Führungsrollen (42) ausgebildeten
Schienentunnels (36) reicht.