(19)
(11) EP 0 416 207 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
13.03.1991  Patentblatt  1991/11

(21) Anmeldenummer: 90108613.2

(22) Anmeldetag:  08.05.1990
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5G02B 6/44
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT CH DE ES FR GB IT LI NL

(30) Priorität: 02.09.1989 DE 3929215

(71) Anmelder: KABEL RHEYDT Aktiengesellschaft
D-41179 Mönchengladbach (DE)

(72) Erfinder:
  • Diehl, Bernhard
    D-4050 Mönchengladbach 3 (DE)
  • Delâge, Peter
    D-4053 Jüchen 5 (DE)
  • Hög, Georg
    D-4050 Mönchengladbach 2 (DE)
  • Zamzow, Peter
    D-4630 Bochum (DE)

(74) Vertreter: Mende, Eberhard, Dipl.-Ing. 
c/o Alcatel Kabel Beteiligungs-AG Kabelkamp 20
D-30179 Hannover
D-30179 Hannover (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Lichtwellenleiterkabel


    (57) Bei Lichtwellenleiterkabeln mit einem Außenmantel und mit Lichtwellenleiteradern (2), die um ein Zentralelement (1) angeordnet sind, ist vorgesehen, daß Reißfäden (4,5) zwischen den Lichtwellenleiteradern oder im Bereich zwischen den Lichtwellenleitern und dem Außenmantel (8) vorgesehen sind und daß die Reißfäden (4,5) verseilt sind.




    Beschreibung


    [0001] Ein Lichtwellenleiterkabel hat bekanntlich in der Mitte ein Zentralelement, um das die einzelnen Lichtwellen­leiteradern in Gestalt einer Lage verteilt angeordnet sind. Jede Lichtwellenleiterader weist eine oder mehrere Glasfasern als Lichtwellenleiter auf. Die Gesamtheit der Lichtwellenleiteradern ist von einer Hülle umgeben, die durch Aufwickeln hergestellt werden kann. Die Hohlräume zwischen den Lichtwellenleiteradern können durch Füll­massen wie Petrolaten ausgefüllt sein. Um die Hülle für die Lichtwellenleiteradern sind im allgemeinen Zugent­lastungselemente angeordnet: die im allgemeinen verseilt sind. Die Zugentlastungselemente sind mit einem die Zugentlastungselemente umgebenden Band oder direkt mit einem Außenmantel verklebt.

    [0002] Bei der Montage von Lichtwellenleiterkabeln müssen die Lichtwellenleiter freigelegt werden, um die Licht­wellenleiteradern anschließen zu können. Die Licht­wellenleiteradern müssen manchmal sogar in einer Länge von mehreren Metern freigelegt und damit von den um­gebenden Elementen des Lichtwellenleiterkabels befreit werden. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Lichtwellenleiterkabel anzugeben, welches in einfacher Weise das Freilegen der Lichtwellenleiteradern (zu Montagezwecken oder zu Reparaturzwecken) ermöglicht. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Licht­wellenleiterkabel mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

    [0003] Die Erfindung wird im folgenden an Ausführungsbeispielen erläutert.

    [0004] Die Figur zeigt den Querschnitt eines Lichtwellen­leiterkabels nach der Erfindung. Das Lichtwellen­leiterkabel der Figur 1 besteht aus einem Zentralelement 1, um das Lichtwellenleiteradern angeordnet sind. Die Lichtwellenleiteradern bestehen gemäß der Figur 1 aus einem Lichtwellenleiter 2 und einer Umhüllung 3. In der Hülle 3 befindet sich im allgemeinen eine Füllmasse, in die der Lichtwellenleiter 2 eingebettet ist. Um das Zentralelement 1 sind bei der Ausführungsform der Figur 1 nicht nur Lichtwellenleiteradern angeordnet, sondern auch die beiden Reißfäden 4 und 5. Die Reißfäden (4, 5) haben im allgemeinen einen kleineren Querschnitt als die Lichtwellenleiteradern. obwohl sie in den Figuren der Einfachheit halber mit gleichem Querschnitt dargestellt sind. Die Reißfäden bestehen im allgemeinen aus ver­zwirnten Fäden.

    [0005] Wie die Figur 1 weiter zeigt, sind die Lichtwellen­leiteradern und die Reißfäden von einer seelenbewicklung 6 umgeben. Die Seelenbewicklung besteht beispielswweise aus aufgewickelten Papier- oder Kunststoffbändern oder zur Erzielung besonderer Längswasserdichtigkeit aus quellfähigen Bändern. Die Seelenbewicklung 6 ist gemäß der Figur 1 von Zugentlastungselementen 7 umgeben. die beispielsweise aus Glas oder Aramidgarn bestehen. Auf die Zugentlastungselemente 7 folgt der Außenmantel 8 aus Kunststoff. Die Zugentlastungselemente 7 sind im all­gemeinen mit dem Außenmantel 8 verklebt.

    [0006] Wie die Figur 2 erkennen läßt. sind bei der Anordnung der Figur 1 die Reißfäden 4 und 5 erfindungsgemäß verseilt und zwar in der gleichen Lage wie die Licht­wellenleiteradern. Die Figur 3 zeigt nochmals das Kabel der Figur 1 in perspektivischer Darstellung und im aufgeschnittenen Zustand.

    [0007] Die Figur 4 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung im Schnitt. Das Lichtwellenleiterkabel der Figur 4 besteht aus einem Zentralelement 1 und Licht­wellenleiteradern, die das Zentralelement 1 umgeben. Die Lichtwellenleiteradern bestehen im Ausführungsbeispiel der Figur 4 aus mehreren Lichtwellenleitern 2, die von einer Hülle 3 umgeben sind. Die Lichtwellenleiteradern sind von einer Seelenbewicklung 6 umgeben. die wie im ersten Ausführungsbeispiel aus Bändern besteht. Bei dem Lichtwellenleiterkabel der Figur 4 sind ebenfalls Reiß­fäden (4. 5 ) vorgesehen. die im zweiten Ausführungs­beispiel nicht in der Lage der Lichtwellenleiter an­geordnet sind. sondern in den Zwickelräumen 9, die zwischen den Lichtwellenleiteradern und der Seelen­bewicklung 6 vorhanden sind. Die Seelenbewicklung 6 ist von einem Außenmantel 8 umgeben.

    [0008] Wie die Figur 5 zeigt, sind die Reißfäden 4 und 5 verseilt angeordnet. Die Figur 6 zeigt das Lichtwel­lenleiterkabel der Figur 4 in perspektivischer Dar­stellung.

    [0009] Die Figur 7 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel der Erfindung in Schnittdarstellung. Das Lichtwellenleiter­kabel der Figur 7 besteht aus einem Zentralelement 1, um das wiederum Lichtwellenleiteradern angeordnet sind.

    [0010] Die Lichtwellenleiteradern bestehen beim Lichtwellen­leiterkabel der Figur 7 aus zwei Lichtwellenleitern 2, die von einer Hülle 3 umgeben sind. Außer von Licht­wellenleiteradern ist beim Ausführungsbeispiel der Figur 7 das Zentralelement 1 auch noch von zwei Kupferadern (10) umgeben, die miteinander verseilt sind. Die Licht­wellenleiteradern und die Kupferadern sind von einer Seelenbewicklung 6 umgeben, die wie in den anderen Ausführungsbeispielen aus Bändern besteht. Die Seelen­bewicklung 6 ist von Zugentlastungselementen 7 umgeben, die in einer oder mehreren Lagen angeordnet sein können. Im Ausführungsbeispiel der Figur 7 sind zwei Lagen Zugentlastungselemente 7 vorhanden. Die Zugentlastungs­elemente der beiden Lagen sind gegeneinander versetzt. Die Reißfäden 4 und 5 befinden sich im Ausführungs­beispiel der Figur 7 zwischen Zugentlastungselementen 7. Im Ausführungsbeispiel der Figur 7 sind die Reißfäden in der äußeren Lage der beiden Lagen der Zugentlastungs­elemente angeordnet. Die Reißfäden sind dagegen verseilt mit den Zugentlastungselementen in der äußeren Lage angeordnet, um beim Auftrennen des Kabels die mit dem Kabelmantel verklebte äußere Lage der Zugentlastungs­elemente zusammen mit dem Mantel vollständig vom Innen­teil des Kabels zu lösen.

    [0011] Beim Ausführungsbeispiel der Figur 7 sind die Zugent­lastungselemente 7 von einer metallischen Hülle 11 umgeben, die beispielsweise aus einem längslaufenden Band besteht. Das Band besteht beispielsweise aus Aluminium oder Stahl.

    [0012] Die Figur 8 zeigt, daß die Reißfäden 4 und 5 des Licht­wellenleiterkabels der Figur 7 verseilt angeordnet sind. Die Figur 9 zeigt eine perspektivische Darstellung des Lichtwellenleiterkabels der Figur 7 im aufgeschnittenen Zustand.

    [0013] Wird an den Reißfäden 4 und 5 gerissen, so werden in sämtlichen Fällen die Lichtwellenleiteradern in ein­facher Weise freigelegt. Dadurch wird eine Kabelmontage ermöglicht.


    Ansprüche

    1) Lichtwellenleiterkabel mit einem Außenmantel und mit Lichtwellenleiteradern, die um ein Zentralelement angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß Reißfäden zwischen den Lichtwellenleiteradern oder im Bereich zwischen den Lichtwellenleitern und dem Außenmantel vorgesehen sind und daß die Reißfäden verseilt sind.
     
    2) Lichtwellenleiterkabel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Reißfäden in der Lage der Lichtwellenleiteradern angeordnet sind und daß die Lichtwellenleiteradern und die Reißfäden von einer gemeinsamen Hülle umgeben sind.
     
    3) Lichtwellenleiterkabel nach Anspruch 2. dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Hülle und dem Außen­mantel Zugentlastungselemente vorgesehen sind.
     
    4) Lichtwellenleiterkabel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Reißfäden im Zwickel zwischen Lichtwellenleiteradern vorgesehen sind.
     
    5) Lichtwellenleiterkabel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtwellenleiteradern und die Reißfäden von einer Hülle umgeben sind.
     
    6) Lichtwellenleiterkabel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Hülle der Außenmantel folgt.
     
    7) Lichtwellenleiterkabel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Zugentlastungselemente vorgesehen sind und daß die Reißfäden zwischen den Zugentlastungs­elementen angeordnet sind.
     
    8) Lichtwellenleiterkabel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugentlastungselemente die Hülle für die Lichtwellenleiteradern umgeben.
     
    9) Lichtwellenleiterkabel nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugentlastungselemente mit einem sie umgebenden Band oder direkt mit dem Außenmantel verklebt sind.
     




    Zeichnung