[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Gerät zum Abtrennen von Deckbelägen an Doppelbodenplatten
oder dgl., mit einem motorisch angetriebenen Trennmesser.
[0002] Bekannte derartige Geräte werden als Handgeräte für die Entfernung von großflächig
auf ortsfesten Unterböden verlegten Teppichböden verwendet, wenn deren Auswechslung,
z. B. wegen Verschleisses oder auch aus anderen Gründen erwünscht ist. Diese Geräte
eignen sich auch zum Ablösen von anderen textilen Bodenbelägen, PVC-Filz oder-Fliesen
usw. Zum Abtrennen von Deckbelägen an Doppelbodenplatten sind sie jedoch nur bedingt
brauchbar, denn hierbei besteht die Gefahr, daß der tragende Plattenteil insbesondere
am empfindlichen Kanten- oder Randbereich beschädigt wird. Außerdem wäre das Abtrennen
von Deckbelägen an Doppelbodenplatten mit solchen bekannten Geräten sehr zeitaufwendig,
denn es müßte äußerst sorgfältig gearbeitet werden. Für den Einsatz vor Ort, d. h.
also für den Baustelleneinsatz zur Doppelbodensanierung sind diese bekannten Geräte
praktisch nicht geeignet.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine leistungsfähige Vorrichtung zum selbsttätigen
Abtrennen der Deckbeläge von Doppelbodenplatten oder dergleichen zu schaffen, die
jegliche Gefahr einer Beschädigung des tragenden Plattenteils beim Abtrennvorgang
vermeidet.
[0004] Gemäß der Erfindung wird obige Aufgabe dadurch gelöst, daß
a) das Abtrenngerät ein Teil einer Vorrichtung zum selbsttätigen Abtrennen der Deckbeläge
bildet und um eine horizontale Achse schwenk- bzw. einstellbar an einer Aufnahmeplatte
befestigt ist, die in einer horizontalen oder etwa horizontalen Ebene an einem quer
angeordneten Rahmenteil der Vorrichtung abgefedert in einem begrenzten Ausmaß in Richtung
der Längsachse der Vorrichtung beweglich gelagert ist und
b) unterhalb des Abtrenngeräts ein Schlitten mit Halterungen für eine Doppelbodenplatte
angeordnet ist, der quer zum Trennmesser des Abtrenngeräts bzw. parallel zur Längsachse
der Vorrichtung motorisch hin- und herverfahrbar ist.
[0005] Mit einer solchen Vorrichtung können Deckbeläge von Doppelbodenplatten einfach und
schnell von dem tragenden Plattenteil entfernt bzw. abgeschält werden, ohne daß die
Gefahr besteht, daß der tragende Plattenteil, insbesondere im Kanten- und Randbereich
beschädigt wird. Die schwenkbare Lagerung des Abtrenngeräts um eine horizontale Achse
ermöglicht eine optimale Einstellung des Arbeitswinkel des Trennmessers und aufgrund
der erfindungsgemäßen Lagerung der das Abtrenngerät tragenden Aufnahmeplatte am Rahmen
der Vorrichtung wird die Übertragung von Schwingungen vom Abtrenngerät auf den erwähnten
Rahmen auf einen zulässigen Wert gehalten. Man braucht zum Abtrennen eines Deckbelages
lediglich die betreffende Doppelbodenplatte in ihre Halterungen einlegen und darin
gegebenenfalls zu verspannen sowie die Vorrichtung in Betrieb zu setzen, wobei im
Zuge der Schlittenbewegung unter dem Abtrenngerät vorbei, dessen Trennmesser den betreffenden
Deckbelag vom tragenden Plattenteil abtrennt bzw. abschält, was nur relativ wenig
Zeit beansprucht. Der Abtrennvorgang erfolgt derart sauber, daß die tragenden Plattenteile
sofort wieder mit einem neuen Deckbelag versehen werden können. Die erfindungsgemäße
Vorrichtung ist daher speziell auch für den Baustelleneinsatz geeignet. Denn die Sanierung
von Doppelböden vor ort muß wegen der damit verbundenen vorübergehenden Stillegung
von Gebäuderäumen in kürzester Zeit durchführbar sein.
[0006] Ausgestaltungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor. So ist es zweckmäßig,
wenn an dem Schlitten ein Auflage- und Führungsbalken für das Trennmesser vorgesehen
ist, der das Trennmesser am Anfang einer Vorschubbewegung des Schlittens auf das zum
Abtrennen eines Deckbelages erforderliche Niveau hält bzw. führt. Dieser Auflage-
und Führungsbalken für das Trennmesser stellt ein zusätzliches Sicherheitsmerkmal
der erfindungsgemäßen Vorrichtung dar, durch welches gewährleistet ist, daß die Angriffstelle
des Trennmessers zu Beginn eines Abtrennvorgangs auf dem richtigen Niveau liegt, also
zwischen Unterseite Deckbelag und Oberseite des tragenden Plattenteils einer Doppelbodenplatte.
[0007] Nach noch einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die Aufnahmeplatte höhenverstellbar
an dem querverlaufenden Rahmenteil der Vorrichtung angeordnet. Dadurch kann auf einfache
Weise die Arbeitshöhe des Abtrenngeräts zur Anpassung an unterschiedlich hohe Doppelbodenplattentypen
verändert werden, und zwar bei gleichbleibenden fixierten Arbeitswinkel des Trennmessers.
[0008] Die Unteransprüche 4, 5 und 6 sind auf eine baulich besonders einfache, zuverlässige
Lagerung des Abtrenngerätes am Rahmen der Vorrichtung gerichtet.
[0009] Wenn nach noch einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung mehrere Abtrenngeräte seitlich
nebeneinander über eigene Aufnahmeplatten an dem quer angeordneten Rahmenteil gelagert
sind, können vorteilhaft Trennmesser mit entsprechend kleiner Arbeitsbreite verwendet
werden, die wiederum mit entsprechend schwächeren Motorleistungen auskommen. Die Lagerung
solchere Abtrenngeräte am querverlaufenden Rahmenteil der Vorrichtung wird dadurch
auch entsprechend einfacher.
[0010] Nach noch einer weiteren, bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind drei Abtrenngeräte
vorgesehen, von welchen das mittlere gegenüber den beiden äußeren Abtrenngeräten in
Achsrichtung der Vorrichtung versetzt, z.B. vorspringend angeordnet ist. Diese Version
eignet sich speziell für die Bearbeitung von Doppelbodenplatten mit einem Grundriß
von 600 x 600 mm, wobei die Arbeitsbreite der Trennmesser jeweils etwas mehr als 200
mm beträgt. Dadurch, daß das mittlere der drei Abtrenngeräte gegenüber den beiden
anderen in Achsrichtung der Vorrichtung versetzt angeordnet ist, vermeidet man zuverlässig
eine seitliche Kollision der im Betrieb oszillierenden Trennmesser.
[0011] Eine bevorzugte, gewichtssparende Ausführung des die Doppelbodenplatte aufnehmenden
Schlittens wird erreicht, wenn dieser im wesentlichen aus einem rahmenförmigen Teil
besteht, an dessen Ecken die Halterungen für die Doppelbodenplatte angeordnet sind,
wobei der Schlitten zweckmäßig auf zwei Führungsstangen am Rahmen der Vorrichtung
hin- und herverfahrbar gelagert ist.
[0012] Ein baulich einfacher und gleichwohl rubuster Antrieb des Schlittens wird dadurch
erreicht, daß an diesem eine auf einer Gewindespindel sitzende Laufmutter befestigt
ist, und die Gewindespindel am Rahmen der Vorrichtung drehbeweglich, jedoch axial
fest gelagert und abwechselnd in beiden Drehrichtungen motorisch antreibbar ist.
[0013] Um bei Betriebsstörungen, z. B. bei zwischen Deckbelag und tragendem Plattenteil
verklemmten Trennmesser eine Beschädigung des oder der Abtrenngeräte zu vermeiden,
ist vorzugsweise in dem Antriebszug zwischen Antriebsmotor und Gewindespindel eine
Rutschkupplung eingebaut.
[0014] Nach noch einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird die Gewindespindel zum
Schutz gegen Verschmutzung zweckmäßig von einer Kegelfeder umhüllt.
[0015] Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist zum selbsttätigen Abtrennen der meisten üblichen
Deckbeläge von Doppelbodenplatten geeignet, insbesondere von Teppichböden und PVC-Belägen
oder dergleichen.
[0016] Die Erfindung wird anschließend anhand von Zeichnungen eines Ausführungsbeispiels
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum selbsttätigen
Abtrennen der Deckbeläge von Doppebodenplatten, wobei der Schlitten mit einem Teil
einer bereits bearbeiteten Doppelbodenplatte in seiner linken Randstellung in strichpunktierten
Linien gezeigt ist, also vor Beginn seines Rücklaufs in seine rechte Ausgangsstellung,
während im rechten Teil dieser Figur in vollen Linien der Beginn eines Abtrennvorgangs
für einen Deckbelag gezeigt ist;
Fig. 2 eine schematische Draufsicht der in Fig. 1 gezeigten Vorrichtung, wobei die
auf dem in seiner Ausgangsstellung befindlichen Schlitten aufgelagerte Doppelbodenplatte
teilweise aufgebrochen ist, um die Lagerung der Gewindespindel für den Antrieb des
Schlittens deutlicher zu zeigen.
[0017] Mit der Bezugszahl 10 ist in Fig. 1 eine Doppelbodenplatte bezeichnet, deren Deckbelag
12, z. B. ein Teppichboden vom tragenden Plattenteil 11 entfernt bzw. abgetrennt werden
soll. Solche Doppelbodenplatten 10 werden bekanntlich auf Fußstützen in Abstand von
einem Rohboden aufgelagert, so daß zwischen den aufgeständerten Doppelbodenplatten
und dem Rohboden ein Raum zur Aufnahme verschiedener Installationsleitungen vorhanden
ist. Die Entfernung der Deckbeläge 12 von den tragenden Plattenteilen 11 kann aus
verschiedenen Gründen erforderlich sein, in der Regel ist hierfür jedoch ein Verschleiß
der Deckbeläge 12 ausschlaggebend. Die Abtrennung bzw. Abschälung des Deckbelags 12
vom tragenden Plattenteil 11 erfolgt völlig selbsttätig mittels einer Vorrichtung
13. Es sei schon an dieser Stelle betont, daß die Vorrichtung 13 auch zum Abtrennen
von Deckbelägen anderer relativ kleinformatiger Bodenplatten geeignet ist, z. B. von
Platten sog. Montageböden.
[0018] Die Vorrichtung 13 weist einen tragenden Rahmen 14 aus zahlreichen, untereinander
verbundenen Vierkantrohren auf. Auf dem Rahmen 14 stützt sich über zwei stehend angeordnete
Seitenteile 16 ein quer zur Längesachse der Vorrichtung 13 verlaufender Rahmenteil
15 ab. Der Rahmenteil 15 bildet mit seinen beiden Seitenteilen 16 eine portalartige
Tragkonstruktion für beispielsweise drei gleichartige Abtrenngeräte 17, die jeweils
ein elektromotorisch angetriebenes oszillierendes Trennmesser 18 aufweisen. Die Aufhängung
bzw. Lagerung jedes der drei Abtrenngeräte 17 an dem Rahmenteil 15 ist gleichartig
und es wird daher nachstehend nur eine detailliert beschrieben. Es wird jedoch schon
an dieser Stelle betont, daß das mittlere der drei Abtrenngeräte 17 gegenüber den
beiden äußeren Abtrenngeräten 17 in Richtung der Längsachse der Vorrichtung 13 versetzt
bzw. vorspringend angeordnet ist, um eine Kollision der im Betrieb oszillierenden
Trennmesser 18 der drei Abtrenngeräte 17 zu vermeiden. Wie aus Fig. 2 hervorgeht,
können sich aufgrund der obigen Anordnung die Arbeitsbahnen der Trennmesser 18 seitlich
etwas überlappen. Die in den Fig. 1 und 2 gezeigte Doppelbodenplatte 10 hat z. B.
einen Grundriß von 600 x 600 mm und die Arbeitsbreite der Trennmesser 18 beträgt jeweils
210 mm. Der Deckbelag 12 kann daher bei in Betrieb befindlicher Vorrichtung 13 von
den drei Abtrenngeräten 17 in einem Arbeitsgang von dem tragenden Plattenteil 11 der
Doppelbodenplatte 10 abgetrennt bzw. abgeschält werden, was noch ausführlich erläutert
wird.
[0019] Jedes Abtrenngerät 17 ist um eine horizontale Achse 19 in einem U-förmigen Halter
20 schwenkbar bzw. einstellbar gelagert, um den Arbeitswinkel des Trennmessers 18
entsprechend den jeweiligen Anforderungen einstellen zu können, die durch die Art
des Deckbelags 12 und des tragenden Plattenteils 11 vorgegeben sind. In seiner Einstellage
wird jedes Abtrenngerät 17 durch nicht gezeigte Schrauben an dem U-förmigen Halter
20 fixiert. Der Halter 20 ist an einer Aufnahmeplatte 21 starr befestigt, z. B. angeschraubt.
Die rechteckförmige Aufnahmeplatte 21 wird von vier Augenschrauben 22 getragen, die
mittels Bolzen 23 an den vier Ecken der Aufnahmeplatte 21 angelenkt sind. Die Augenschrauben
22 erstrecken sich mit seitlichem Spiel durch Bohrungen 24 in dem Rahmenteil 15 und
stützen sich über Muttern 25 an der Oberseite des Rahmenteils 15 ab. Mit 26 sind entsprechende
Muttersicherungen bezeichnet.
[0020] Zwischen der Mitte jeder Aufnahmeplatte 21 und dem Rahmenteil 15 ist eine Druckfeder
27 eingespannt. An der Oberseite der Aufnahmeplatte 21 greifen vier symmetrisch am
Rahmenteil 15 angeordnete Schrauben 28 an. Die unteren Enden dieser in ihren Einstellagen
gesicherten Schrauben 28 bilden Widerlager für die Aufnahmeplatte 21, wenn die Muttern
25 angezogen werden. Aus obigem geht hervor, daß die Aufnahmeplatte 21 in einer horizontalen
oder etwa horizontalen Ebene abgefedert in einem begrenzten Ausmaß parallel zur Längsachse
der Vorrichtung 13 beweglich gelagert werden kann, was erforderlich ist, um die Übertragung
von durch die Abtrenngeräte 17 erzeugten Schwingungen auf den Rahmen 14 auf einem
akzeptablen Wert zu halten. Außerdem sind aufgrund obiger Anordnung die Aufnahmeplatten
21 der drei Abtrenngeräte 17 am Rahmenteil 15 höhenverstellbar gelagert, wodurch eine
Anpassung der Vorrichtung 13 an Doppelbodenplatten 10 unterschiedlicher Bauhöhen möglich
ist.
[0021] Unterhalb der drei Abtrenngeräte 17 ist ein Schlitten 29 quer zu den Trennmessern
18 bzw. parallel zur Längsachse der Vorrichtung 13 motorisch hin- und herverfahrbar
auf dem Rahmen 14 gelagert. Der Schlitten 29 weist ein rahmenförmiges Teil 30 auf,
an dessen vier Ecken winkelförmige Halterungen 31 für die Doppelbodenplatte 10 befestigt
sind. Die Doppelbodenplatte 10 ruht mit ihren Eckenbereichen auf den Köpfen von durch
Konternmuttern arretierbaren Schrauben 32 an den Halterungen 31, die zur Höhenjustierung
der Doppelbodenplatte 10 dienen. Zwischen den zwei gem. Fig. 1 und 2 linken, einander
gegenüberliegenden Halterungen 31 erstreckt sich ein Auflage- und Führungsbalken 33
für die drei Trennmesser 18. Der Auflage- und Führungsbalken 33 kann auch direkt über
Stützen am rahmenförmigen Teil 30 befestigt sein. Dieser Auflage- und Führungsbalken
33 gewährleistet am Anfang einer Vorschubbewegung des Schlittens 29 (gem. Fig 1 und
2 in Pfeilrichtung nach links), daß sich die Abtrennmesser 18 auf das zum Abtrennen
des Deckbelages 12 erforderliche Niveau befinden und er verhindert damit gleichzeitig
zuverlässig eine Beschädigung des Kanten- oder Randbereichs des tragenden Plattenteils
11 durch die Trennmesser 18, während diese ihre oszillierenden Bewegungen ausführen.
[0022] Der rahmenförmige Teil 30 des Schlittens 29 ist mittels vier Lager 34 auf zwei Führungsstangen
35 gelagert. Die Führungsstangen 35 erstrecken sich parallel zur Längsachse der Vorrichtung
13 und sind mit ihren Enden in Schienen 36 befestigt, die ihrerseits am Rahmen 14
festgemacht, z.B. angeschraubt sind.
[0023] Mit dem rahmenförmigen Teil 30 des Schlittens 29 ist über einem Mitnehmer 37 eine
Laufmutter 38 verbunden, die auf einer Gewindespindel 39 sitzt. Die Gewindespindel
39 ist an ihren Enden in Wälzlager 40 gelagert, welche an der einen Schiene 36 bzw.
an einem Teil 41 des Rahmens 14 befestigt sind. Die Gewindespindel 39 ist somit am
Rahmen 14 drehbeweglich, jedoch axial fest gelagert. Ihr Antrieb zur Erzeugung einer
Vorschubbewegung des Schlittens 29 erfolgt durch einen am Rahmen 14 befestigten Verstellgetriebemotor
42, dessen treibendes Ritzel 43 z.B. über eine Antriebskette 44 mit einem Zahnrad
45 verbunden ist, welches ein Teil einer Rutschkupplung 46 bildet, die mit der Gewindespindel
39 antriebsmäßig verbunden ist. Die Rutschkupplung 46 bildet ein Sicherungselement
für den Fall, daß es zu einer Betriebsstörung beim Abtrennen des Deckbelags 12 vom
tragenden Plattenteil 11 kommt. Bei eingeschaltetem Verstellgetriebemotor 42 wird
über das Ritzel 43, die Antriebskette 44, das Zahnrad 45 und die Rutschkupplung 46
die Gewindespindel 39 so gedreht, daß sich die Laufmutter 38 und damit der Schlitten
29 mit der eingelegten Doppelbodenplatte 10 gem. Fig. 1 und 2 nach links bewegen.
Die Vorschubgeschwindigkeit des Schlittens 29 ist dabei so gewählt, daß die drei Trennmesser
18 der nunmehr gleichfalls eingeschalteten Abtrenngeräte 17 den Deckbelag 12 in einem
Arbeitsgang vom tragenden Plattenteil 11 abtrennen bzw. abschälen. Der Anfang dieses
Abtrennvorganges ist in Fig. 1 angedeutet. Wenn der Schlitten 29 seine in Fig. 1 links
in strichpunktierten Linien gezeigte Endstellung erreicht hat, ist der Deckbelag 12
vollständig vom Plattenteil 11 entfernt und er kann dann von Hand oder auch durch
nicht gezeigte Auswerfereinrichtungen aus der Vorrichtung entfernt werden. Sobald
der Schlitten 29 seine gem. Fig. 1 linke Endstellung erreicht hat, wird der Verstellgetriebemotor
42 z.B. über nicht gezeigte Endschalter abgeschaltet und ein weiterer Antriebsmotor
47 eingeschaltet, der die Rückführung des Schlittens 29 mit dem Plattenteil 11 in
die in Fig. 1 rechts gezeigte Ausgangsstellung bewirkt. Diese Rückführung des Schlittens
29 mit dem Plattenteil 11 in die Ausgangsstellung erfolgt vorzugsweise mit einer wesentlich
höheren Geschwindigkeit als der Vorschub des Schlittens 29. Der Antriebsmotor 47 ist
mit seinem Antriebsritzel 48 über eine Antriebskette 49 mit einem Zahnrad 50 einer
Rutschkupplung 51 antriebsmäßig verbunden. Die Rutschkupplung 51 sitzt auf der Gewindespindel
39 und dient gleichfalls als Sicherungselement, welches im Falle einer Betriebsstörung
in Funktion tritt.
[0024] Wenn der Antriebsmotor 47 durch entsprechende Drehung der Gewindespindel 39 den Schlitten
29 wieder zurück in die in Fig. 1 gezeigte Ausgangsstellung bewegt hat, wird der Antriebsmotor
47 z. B. durch einen nicht gezeigte Endschalter wieder abgeschaltet und der tragende
Plattenteil 11 kann nun aus den Halterungen 31 des Schlittens 29 herausgehoben und
aus der Vorrichtung 13 entfernt werden. Die Vorrichtung 13 ist nun für einen neuen
Arbeitsgang einsatzbereit.
[0025] Mit den Bezugzahlen 52 und 53 sind in strichpunktierten Linien zwei Abdeckhauben
für die Vorrichtung 13 angedeutet, die zum Öffnen der Vorrichtung 13 einfach abgeklappt
werden können.
[0026] Die Gewindespindel 39 kann durch eine zwischen dem Mitnehmer 37 und der Rutschkupplung
51 eingespannte Kegelfeder umhüllt sein, welche die Gewindespindel 39 gegen Verschmutzung
schützt.
[0027] Auf einen der zwei beim Ausführungsbeispiel vorgesehenen Antriebsmotore 42, 47 für
die Gewindespindel 39 kann verzichtet werden, wenn ein solcher vorgesehen wird, der
abwechselnd in zwei Drehrichtungen aktivierbar ist.
1. Gerät zum Abtrennen von Deckbelägen an Doppelbodenplatten oder dergleichen, mit
einem motorisch angetriebenen Trennmesser, dadurch gekennzeichnet, daß
a) das Abtrenngerät (17) ein Teil einer Vorrichtung zum selbsttätigen Abtrennen der
Deckbeläge (12) bildet und um eine horizontale Achse (19) schwenk- bzw. einstellbar
an einer Aufnahmeplatte (21) befestigt ist, die in einer horizontalen oder etwa horizontalen
Ebene an einem quer angeordneten Rahmenteil (15) der Vorrichtung (13) abgefedert in
einem begrenzten Ausmaß in Richtung der Längsachse der Vorrichtung (13) beweglich
gelagert ist und
b) unterhalb des Abtrenngeräts (17) ein Schlitten (29) mit Halterungen (31) für eine
Doppelbodenplatte (10) angeordnet ist, der quer zum Trennmesser (18) des Abtrenngeräts
(17) bzw. parallel zur Längsachse der Vorrichtung (13) motorisch hin- und herverfahrbar
ist.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Schlitten (29) ein Auflage-
und Führungsbalken (33) für das Trennmesser (18) vorgesehen ist, der das Trennmesser
(18) am Anfang einer Vorschubbewegung des Schlittens (29) auf das zum Abtrennen eines
Deckbelags (12) erforderliche Niveau hält bzw. führt.
3. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmeplatte (21) höhenverstellbar
an dem querverlaufenden Rahmenteil (15) der Vorrichtung (13) angeordnet ist.
4. Gerät nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Abtrenngerät (17)
in einem U-förmigen Halter (20) schwenkbar bzw. einstellbar gelagert ist, der an der
Aufnahmeplatte (21) befestigt ist.
5. Gerät nach einem der Ansprüche 1, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmeplatte
(21) von an dem quer- verlaufenden Rahmenteil (15) der Vorrichtung (13) aufgehängten
Augenschrauben (22) getragen wird, und daß zwischen der Aufnahmeplatte (21) und dem
quer verlaufenden Rahmenteil (15) der Vorrichtung (13) wenigstens eine Druckfeder
(27) eingespannt ist.
6. Gerät nach einem der Ansprüche 1, 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß an der Oberseite
der Aufnahmeplatte (21) Schrauben (28) angreifen, die an dem querverlaufenden Rahmenteil
(15) der Vorrichtung (13) befestigt sind und Widerlager für die Aufnahmeplatte (21)
bilden.
7. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Abtrenngeräte
(17) seitlich nebeneinander über eigene Aufnahmeplatten (21) an dem quer angeordneten
Rahmenteil (15) gelagert sind.
8. Gerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß drei Abtrenngeräte (17) vorgesehen
sind, von welchen das mittlere gegenüber den beiden äußeren Abtrenngeräten (17) in
Achsrichtung der Vorrichtung (13) versetzt, z.B. vorspringend angeordnet ist.
9. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitten (29) im wesentlichen
aus einem rahmenförmigen Teil (30) besteht, an dessen Ecken die Halterungen (31) für
die Doppelbodenplatte (10) angeordnet sind und daß der Schlitten (29) auf zwei Führungsstangen
(35) am Rahmen (14) der Vorrichtung (13) hin- und herverfahrbar gelagert ist.
10. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Schlitten (29) eine
auf einer Gewindespindel (39) sitzende Laufmuter (38) befestigt ist, und die Gewindespindel
(39) am Rahmen (14) der Vorrichtung (13) drehbeweglich, jedoch axial fest gelagert
und abwechselnd in beiden Drehrichtungen motorisch antreibbar ist.
11. Gerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Antriebszug zwischen
Antriebsmotor (42, 47) und Gewindespindel (39) eine Rutschkupplung (46, 51) eingebaut
ist.
12. Gerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewindespindel (39) zum
Schutz gegen Verschmutzung von einer Kegelfeder umhüllt ist.