[0001] Die Erfindung betrifft einen Brennereinsatz, insbesondere für kerzenförmige Leuchtkörper,
bestehend aus einer mit flüssigem Brennstoff füllbaren, im wesentlichen zylindrischen
Dose mit einem an der Oberseite herausragenden Docht, der in einem zentrisch in die
Oberseite eingesetzten Führungsröhrchen geführt ist und dessen unteres Ende mindestens
bis zum Boden der Dose reicht.
[0002] Es ist bekannt, Kerzen größerer Abmessungen und wertvollerer Ausführung nicht unmittelbar
anzuzünden, sondern in einen kerzenförmigen Hohlkörper einen mit flüssigem Brennstoff
gefüllten und mit einem Docht versehenen Brennereinsatz einzusetzen, der die Flamme
liefert.
[0003] Aus der DE-PS 33 48 049 ist ein Brennereinsatz in Form einer im wesentlichen zylindrischen
Aerosolspraydose bekannt. Ein an der Oberseite herausragender Docht ist in einem zentrisch
in die als Ventilteller ausgebildete Oberseite eingesetzten Führungsröhrchen geführt.
Dieser Brennereinsatz läßt sich einfach in den Kerzenkörper einsetzen und nach dem
Verbrennen des Brennstoffes gegen einen neuen Brennereinsatz auswechseln. Der Nachteil
dieser bekannten Brennereinsätze ist, daß sie nach einmallgem Gebrauch weggeworfen
werden müssen. Bei häufigem und längerdauerndem Verwenden großer Kerzen, beispielsweise
in Beerdigungsunternehmen, wirken sich diese Wegwerfdosen nicht nur als Vergrößerung
des Müllanfalls, sondern auch als ungünstiger Kostenfaktor aus, zumal dabei nicht
nur der Material- und Herstellungswert der Dose und des Dochtführungsröhrchens, sondern
auch des fast unverbrauchten Dochtes verlorengeht.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen preisgünstig herstellbaren Brennereinsatz
zu schaffen, der nach dem Verbrennnen des Brennstoffes auf einfache Weise betriebssicher
nachfüllbar ist.
[0005] Diese Aufgabe wird, ausgehend von einem Brennereinsatz gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1, erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Oberseite der Dose als abschraubbarer
Deckel ausgebildet ist, mit einem zentrischen Durchlaß, in welchen das Führungsröhrchen
mit dem Docht eingesetzt ist.
[0006] Der erfindungsgemäße Brennereinsatz ist mühelos durch Abschrauben des Deckels zu
öffnen, kann dann mit flüssigem Brennstoff aus einem Vorratsbehälter aufgefüllt und
anschließend wieder dicht verschlossen werden. Falls erforderlich, kann dabei auch
der Docht erneuert werden.
[0007] In einer vorteilhaften Ausführungsform ist der Deckel mit einem an seinem unteren
Bereich vorgeselienen Außengewinde in ein am Rand der zylindrischen Dose angeordnetes
Innengewinde eingeschraubt und mit einem zwischen einem Dichtrand am Deckel und einem
Dichtrand an der Dose eingelegten Dichtring abgedichtet.
[0008] Der erfindungsgemäße Brennereinsatz kann aus Kunststoff bestehen. Eine besonders
wirtschaftliche Herstellung wird auch dadurch erreicht, daß in Weiterbildung der Erfindung
die Dose im Fließpreßverfahren hergestellt ist und am oberen Ende ein vorgefertigter
Gewindering eingerollt ist.
[0009] Weitere Merkmale der Erfindung sind den Schutzansprüchen 5 bis 9 zu entnehmen.
[0010] In der folgenden Beschreibung wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher erläutert. Die Zeichnung zeigt einen Längsschnitt durch einen
erfindungsgemäßen Brennereinsatz.
[0011] In der Zeichnung besteht der Brennereinsatz aus einer im wesentlichen zylindrischen
Dose 1 mit einem abschraubbaren Deckel 2. Auf der Oberseite des Deckels 2 ragt ein
Docht 3 heraus, der in einem Führungsröhrchen 4 geführt ist, welches in einen zentrischen
Durchlaß im Deckel 2 eingesetzt ist. Der Durchlaß ist so gestaltet, daß ein Belüftungskanal
zwischen Führungsröhrchen 4 und Durch laß freibleibt. An seinem unteren Bereich ist
der Deckel 2 min einem Außengewinde 6 versehen. Das Außengewinde 6 ist in ein Innengewinde
7 eines Gewinderinges 8 eingeschraubt, der am Oberen Rand der im Fließpreßverfahren
aus Metall hergestellten Dose 1 eingerollt ist. Zur Abdichtung ist ein Dichtring
9 zwischen einem Dichtrand 10 am Deckel 2 und einem Dichtrand 11 an der Dose 1 eingelegt.
Nach dem Einfüllen des flüssigen Brennstoffes wird bei dieser Anordnung durch festes
Aufschrauben des Deckels die gleiche betriebssichere Dichtheit erreicht, wie bei den
bekannten, nicht zu öffnenden Dosen.
[0012] Um eine ruhig und gleichmäßig brennende Flamme zu erreichen und dem kerzenförmigen
Leuchtkörper ein möglichst einer natürlich abbrennenden Kerze angenähertes Aussehen
zu geben, weist der Deckel 2 bes Brennereinsatzes eine vertiefte Oberseite 12 auf
und ist in Nähe seines oberen Randes mit mehreren, auf dem Umfang verteilten Luftlöchern
13 versehen, die vorteilhaft vom Umfang des Deckels zu dessen Mitte hin schräg nach
oben gerichtet sind. Außerdem ist es vorteilhaft, wenn das Führungsröhrchen 4 für
den Docht 3 etwas über den oberen Rand des Deckels 2 vorsteht. Ein unbehinderter aber
zugluftarmer Luftzutritt zur Flamme ist bei dieser Anordnung gesichert und die gut
belüftete Ausnehmung um die Flamme herum verhindert ein unerwünschtes Aufheizen des
Deckels. Die Vertiefung 12, deren Wandung reflektierend sein kann, ermöglicht zudem
eine freie Abstrahlung des Lichtes, das durch die Luftlöcher 13 auch zu dem oberen
Rand des kerzenartigen Hohlkörpers, in den der Brennereinsatz einzusetzen ist, durchschimmern
kann.
[0013] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die Oberseite 12 des Deckels
2 eine konkave Krümmung auf und der zentrische Durch laß für das Führungsröhrchen
4 ist von einem nach oben stehenden Bund 14 umgeben, der unterhalb des Niveaus der
Luftlöcher 13 endet, und das Führungsröhrchen 4 weist nach oben eine konische Erweiterung
15 auf, die das Einschieben in den Bund 14 begrenzt und deren Höhe derart ausgelegt
ist, daß der Docht 3 etwas oberhalb des oberen Randes des Deckels 2 freigegeben wird.
Bei dieser Ausführung ist das Einsetzen bzw. das Auswechseln des Dochtes besonders
einfach und es wird eine betriebssichere Halterung des Dochtes mit Flammenbildung
in der gewünschten Höhe erreicht.
[0014] Um das Auf- und Abschrauben des Deckels 2 zu erleichtern, ist sein Umfang mit einer
Rändelung 16 versehen.
[0015] Der Brennereinsatz gemäß der Erfindung ist nicht nur für kerzenförmige Leuchtkörper
geeignet, sondern kann auch mit Vorteil für Windlichter und Party-Beleuchtungen für
Garten und Terrasse verwendet werden. Dabei können auch mehrere Brennereinsätze in
mehrflammigen Leuchtkörpern zusammengestellt werden. Durch verschiedene Zusätze zu
dem eingefüllten flüssigen Brennstoff können verschiedenfarbige Flammen erreicht
werden.
[0016] Der aufschraubbare Deckel 2 kann auf unterschiedlich hohe Dosen aufgeschraubt werden,
so daß der Brennereinsatz dem jeweiligen Verwendungszweck angepaßt werden kann.
Bezugszeichenliste
[0017]
1 Dose
2 Deckel
3 Docht
4 Führungsröhrchen
5 Sicke
6 Außengewinde des Deckels
7 Innengewinde
8 Gewindering
9 Dichtring
10 Dichtrand am Deckel
11 Dichtrand an der Dose
12 vertiefte Oberseite
13 Luftlöcher
14 Bund
15 konische Erweiterung
16 Rändelung
1. Brennereinsatz, insbesondere für kerzenförmige Leuchtkörper, bestehend aus einer
mit flüssigem Brennstoff füllbaren, im wesentlichen zylindrischen Dose mit einem an
der Oberseite herausragenden Docht, der in einem zentrisch in die Oberseite eingesetzten
Führungsröhrchen geführt ist und dessen unteres Ende mindestens bis zum Boden der
Dose reicht, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberseite der Dose (1) als abschraubbarer
Deckel (2) ausgebildet ist, mit einem zentrischen Durchlaß, in welchen das Führungsröhrchen
(4) mit dem Docht (3) eingesetzt ist.
2. Brennereinsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (2) mit
einem an seinem unteren Bereich vorgesehenen Außengewinde (6) in ein am Rand der
zylindrischen Dose (1) angeordnetes Innengewinde (7) eingeschraubt und mit einem zwischen
einem Dichtrand (10) am Deckel (2) und einem Dichtrand (11) an der Dose (1) eingelegten
Dichtring (9) abgedichtet ist.
3. Brennereinsatz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß er aus Kunststoff
besteht.
4. Brennereinsatz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Dose (1)
im Fließpreßverfahren aus Metall hergestellt ist und am oberen Ende ein Gewindering
(8) eingerollt ist.
5. Brennereinsatz nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der
Deckel (2) eine vertiefte Oberseite (12) aufweist und in Nähe des oberen Randes mit
mehreren auf dem Umfang verteilten Luftlöchern (13) versehen ist.
6. Brennereinsatz nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftlöcher (13)
vom Umfang des Deckels (2) zu dessen Mitte hin schräg nach oben gerichtet sind.
7. Brennereinsatz nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das
Führungsröhrchen (4) für den Docht (3) über den oberen Rand des Deckels (2) vorsteht.
8. Brennereinsatz nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Oberseite (12) des Deckels (2) eine konkave Krümmung aufweist und der zentrische Durchlaß
für das Führungsröhrchen (4) von einem nach oben stehenden Bund (14) umgeben ist,
der unterhalb des Niveaus der Luftlöcher (13) endet und daß das Führungsröhrchen (4)
nach oben eine konische Erweiterung (15) aufweist, die das Einschieben in den Bund
(14) begrenzt und deren Höhe derart ausgelegt ist, daß der Docht (3) etwas oberhalb
des oberen Randes des Deckels (2) freigegeben wird.
9. Brennereinsatz nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der
Deckel (2) an seinem Umfang eine Rändelung (16) aufweist.