[0001] Die Erfindung betrifft eine Tragenplattform bzw. -aufnahme für Tragenlagerungsgestelle
von Rettungs- bzw. Krankentransportwagen od.dgl. zur verriegelbaren Halterung einer
auf die Tragenplattform bzw. -aufnahme auf setzbaren bzw. auf schiebbaren Trage.
[0002] Derartige Tragenplattformen bzw. -aufnahmen sowie zugehörige Tragenlagerungsgestelle
sind allgemein bekannt, vgl. beispielsweise das DE-U 81 02 460.
[0003] Rettungs- bzw. Krankentransportwagen besitzen üblicherweise eine Hecktür, durch die
die Tragenplattform bzw. -aufnahme des Tragenlagerungsgestelles zugänglich ist, so
daß die Trage mit dem zu transportierenden Verletzten oder Kranken unter Verschiebung
in Fahrzeuglängsrichtung auf das Tragenlagerungsgestell aufgesetzt bzw. von demselben
abgenommen werden kann.
[0004] Um das Be- und Entladen zu erleichtern, kann die gesamte Tragenplattform bzw. -aufnahme
am Tragenlagerungsgestell zwischen einer in das Fahrzeug eingeschobenen Transportstellung
und einer aus der Hecktür herausragenden Beladestellung verschiebbar angeordnet sein.
Stattdessen ist es auch möglich, an der Tragenplattform bzw. -aufnahme durch die Öffnung
der Hecktür hindurch herausziehbare bzw. herausklappbare Verlängerungsteile anzuordnen,
um das Aufschieben der Trage auf die Tragenplattform bzw. -aufnahme bzw. das Abnehmen
der Trage von der Tragenplattform bzw. -aufnahme zu erleichtern.
[0005] Gleichwohl kann es für die Sanitäter relativ anstrengend sein, die mit dem zu transportierenden
Patienten belastete Trage auf die Tragenplattform bzw. -aufnahme aufzuschieben. Dies
gilt insbesondere dann, wenn eine Fahrtrage mit einklappbarem Fahrgestell verwendet
wird. Zwar sind derartige, auch als Tragenbetten bezeichnete Fahrtragen an sich vorteilhaft,
weil der Patient außerhalb des Fahrzeuges und vor allem im Krankenhausbereich besonders
schonend transportiert, d.h. gefahren werden kann, wobei die Fahrtrage auch als Transportmittel
zu verschiedenen Untersuchungsstationen eingesetzt werden kann, um ein unerwünscht
häufiges Umbetten des Patienten zu erübrigen. Jedoch wird beim Einsetzen der Fahrtrage
in den Rettungs- bzw. Krankentransportwagen ein deutlich erhöhter Kraftaufwand notwendig,
obwohl sich das Fahrgestell derartiger Fahrtragen vergleichsweise leicht einklappen
läßt.
[0006] Darüber hinaus kann auch das Herausnehmen der mit dem Patienten belasteten Fahrtrage
aus dem Fahrzeug schwierig werden. Zwar ist das einklappbare Fahrwerk der Fahrtragen
grundsätzlich so ausgebildet, daß es selbsttätig in die Fahrstellung ausklappt, wenn
die Fahrtrage von der Tragenplattform bzw. -aufnahme heruntergezogen wird. Jedoch
wird die Fahrstellung unter Umständen nicht vollständig erreicht, beispielsweise weil
der Bodenabstand der Tragenplattform bzw. -aufnahme zu gering ist und das sich ausklappende
Fahrwerk vorzeitig Bodenberührung erhält. Sollte dies vom Sanitäter nicht rechtzeitig
bemerkt werden, oder sollte der Sanitäter ausrutschen oder stolpern, so kann die Fahrtrage
von der Tragenplattform bzw. -aufnahme freikommen, bevor das Fahrwerk die Trage abzustützen
vermag. Hierbei fällt der transportierte Patient mit der Trage aus relativ großer
Höhe herab. Zwar gibt es Fahr tragen, deren Fahrgestelle auch in nicht vollständig
ausgeklappter Lage tragfähig sind, jedoch sind derartige Fahrtragen nicht allgemein
gebräuchlich; darüber hinaus erschweren derartige Fahrgestelle das Aufschieben der
Fahrtrage auf die Tragenplattform bzw. -aufnahme.
[0007] Deshalb ist es Aufnahme der Erfindung, die Handhabung der Tragen, und insbesondere
der Fahrtragen, beim Be- bzw. Entladen der Tragenplattform bzw. -aufnahme wesentlich
zu erleichtern.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß an der Tragenplattform bzw.
-aufnahme ein in deren Längsrichtung durch Federaggregat bzw. Motorantrieb verschiebbares
Greiferaggregat, welches ein Tragenteil am beladeseitigen Ende der Tragenplattform
bzw. -aufnahme zu erfassen und die Trage auf der Tragenplattform bzw. -aufnahme bis
in die Soll- bzw. Riegellage zu ziehen gestattet, und/oder ein Rückhalteaggregat angeordnet
ist, welches beim Entladen das in Beladerichtung vordere Ende (Kopfende) der Trage
bzw. ein tragenseitiges Teil in der Nähe dieses Endes der Trage am beladeseitigen
Ende der Tragenplattform bzw. -aufnahme bzw. auf dem Weg zum beladeseitigen Ende der
Tragenplattform bzw. -aufnahme auslösbar festhält bzw. gegen Herabfallen sichert.
[0009] Aufgrund der Erfindung genügt es beim Beladen, die Fahrtrage derart an die Tragenplattform
bzw. -aufnahme heranzufahren, daß das eine Ende der Trage, in der Regel deren Kopfende,
das beladeseitige Ende der Tragenplattform bzw. -aufnahme um ein gewisses Maß überragt
und das Greiferaggregat ein Tragenteil, beispielsweise ein Rahmenquerglied oder eine
Achse der Trage, zu erfassen vermag. Nunmehr kann die Trage mit Unterstützung durch
das Federaggregat oder mit Motorkraft auf die Tragenplattform bzw. -aufnahme gezogen
werden, wobei das Fahrgestell der Trage nach Entriegelung wegklappt.
[0010] Andererseits bleibt das in Beladerichtung vordere Ende der Trage beim Entladen am
beladeseitigen Ende der Tragenplattform bzw. -aufnahme durch das Rückhalteaggregat
auslösbar gehaltert, so daß die Trage erst nach korrektem Auslösen von der Tragenplattform
bzw. -aufnahme vollständig freikommt und ein Herabstürzen der Fahrtrage von der Tragenplattform
bzw. -aufnahme bei nicht vollständig ausgeklapptem Fahrwerk hinreichend sicher vermieden
wird.
[0011] In zweckmäßiger Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß das auch als Rückhalteaggregat
dienende Greiferaggregat beim Entladen bis in eine Arretierlage am beladeseitigen
Ende der Tragenplattform bzw. -aufnahme zurückläuft bzw. die Arretierlage einnimmt.
Auf diese Weise kann ein einziges Aggregat sowohl als Beladehilfe als auch als Sicherung
beim Entladen dienen.
[0012] In besonders bevorzugter Weise ist das Rückhalte- bzw. Greiferaggregat so ausgebildet
bzw. angeordnet, daß es das in Beladerichtung vordere Tragenende beim Beladen gegen
eine Trennung von der Tragenplattform bzw. -aufnahme sichert bzw. zu sichern gestattet,
bevor das einklappbare Fahrwerk der Trage seine die Trage abstützende Lage verläßt.
Auf diese Weise wird auch beim Beladen eine besonders hohe Sicherheit gewährleistet.
Denn auch wenn die Sanitäter beim Aufschieben der Trage auf die Tragenplattform bzw.
-aufnahme ausgleiten oder stolpern sollten, kann die Trage keinesfalls von der Tragenplattform
bzw. -aufnahme herabrutschen.
[0013] Das Auslösen der Trage aus dem Rückhalte- bzw. Greiferaggregat kann mit besonders
hoher Sicherheit erfolgen, wenn die Freigabe des in Beladerichtung vorderen Tragenendes
dadurch erfolgt, daß dieses Tragenende relativ zur Tragenplattform bzw. -aufnahme
angehoben wird bzw. sich - bei Bodenberührung des vollständig ausgeklappten Fahrgestelles
der Trage - anhebt.
[0014] Des weiteren ist es zweckmäßig, wenn eine Betätigungsvorrichtung für den Antrieb
des Greifer- bzw. Rückhalteaggregates beim Beladen mit solchen Tragenteilen zusammenwirkt,
welche erst nach Entriegelung des einklappbaren Fahrgestelles einer Fahrtrage bzw.
eines Tragenbettes in eine die Betätigungsvorrichtung aktivierende Lage gebracht werden
können, bzw. wenn die Betätigungsvorrichtung beim Entladen mit solchen Tragenteilen
zusammenwirkt, welche erst nach Ausklappen des Fahrgestells in eine fahrbereite Stellung
eine die Betätigungsvorrichtung aktivierende Lage einnehmen können.
[0015] Auf diese Weise kann einerseits sichergestellt werden, daß weder die Tragenplattform
bzw. -aufnahme noch die Fahrtrage beim Beladen beschädigt werden können, weil versäumt
wurde, das Fahrwerk der Trage zu entriegeln, bevor dieselbe vom Greiferaggregat auf
die Tragenplattform bzw. -aufnahme gezogen wird. Andererseits wird auch vermieden,
daß die Trage freigegeben wird, bevor das Fahrwerk seine vollständig ausgeklappte
Position erreicht hat.
[0016] Gegebenenfalls ist es auch möglich, das Greifer- bzw. Rückhalteaggregat und die
Fahrtrage derart aneinander anzupassen, daß das Greifer- bzw. Rückhalteaggregat mit
einem tragenseitigen Teil zusammenwirkt, welches mit der Verriegelung des Tragenfahrwerkes
antriebsmäßig gekoppelt ist, derart, daß das Fahrwerk automatisch entriegelt wird,
wenn die Trage auf die Tragenplattform bzw. -aufnahme gezogen wird, bzw. automatisch
verriegelt wird, wenn die Trage vom Greifer- bzw. Rückhalteaggregat freigegeben wird.
[0017] In jedem Falle kann die Betätigungsvorrichtung des Antriebes des Greifer- bzw. Rückhalteaggregates
mit an der Tragenplattform bzw. -aufnahme angeordneten Positionsgebern, beispielsweise
Kontaktplatten, zusammenwirken, welche die Betätigungsvorrichtung bei vorgegebenen
Positionen der Trage auf der Tragenplattform bzw. -aufnahme ansteuern.
[0018] Bei einem plötzlichen Ausfall bzw. Stillstand des Antriebes des Greifer- bzw. Rückhalteaggregates
sollte dasselbe gegen Rücklauf in eine die Trage freigebende Lage gesichert sein.
Auch wenn ein derartiger Ausfall bzw. Stillstand sehr unwahrscheinlich ist, läßt
sich ein solcher Fall nicht völlig ausschließen. Gerade die Seltenheit einer derartigen
Störung bringt jedoch ein starkes Überraschungsmoment für das Sanitätspersonal mit
sich. Deshalb sollte dann eine besonders hohe Sicherheit gewährleistet sein.
[0019] Dieser Forderung kann in konstruktiv besonders einfacher Weise dadurch entsprochen
werden, daß ein das Greifer- bzw. Rückhalteaggregat antreibender Motor bzw. zwischen
Motor und Greifer- bzw. Rückhalteaggregat angeordnete Getriebeelemente selbsthemmend
ausgebildet sind.
[0020] Dazu ist es beispielsweise zweckmäßig, wenn zum Antrieb des Greifer- bzw. Rückhalteaggregates
Spindelaggregate angeordnet sind, welche ohne weitere bauliche Modifikationen die
Selbsthemmung gewährleisten.
[0021] Diese Spindelaggregate lassen sich durch Elektromotore antreiben.
[0022] Eine solche Konstruktion bietet den weiteren Vorteil, daß die Spindelaggregate sowie
deren Elektromotore gegebenenfalls auch ohne größere bauliche Abänderung der Tragenplattform
bzw. -aufnahme gegen fluidische, insbesondere hydraulische Kolben-Zylinder-Aggregate
ausgetauscht werden können, wobei die gewünschte Hemmung durch entsprechende Ventilaggregate
gewährleistet werden kann, welche bei Ausfall der Druckquelle des Kolben-Zylinder-Aggregates
dessen Kolben durch Abschluß der Kolbenarbeitsräume blockieren.
[0023] Um bei Ausfall des Antriebes des Greifer- bzw. Rückhalteaggregates die Tragenplattform
bzw. -aufnahme in herkömmlicher Weise uneingeschränkt benutzen zu können, sollte die
Möglichkeit bestehen, das Greifer- bzw. Rückhalteaggregat gegebenenfalls manuell
in eine unwirksame Lage zu verstellen, in der die Trage in herkömmlicher Weise - rein
manuell - auf die Tragenplattform bzw. -aufnahme aufgeschoben bzw. von derselben abgenommen
werden kann.
[0024] Im übrigen wird hinsichtlich bevorzugter Merkmale der Erfindung auf die Ansprüche
sowie die nachfolgende Erläuterung besonders vorteilhafter Ausführungsformen der Erfindung
anhand der Zeichnung verwiesen.
[0025] Dabei zeigt
Fig. 1 eine schematisierte Draufsicht auf die erfindungsgemäße Tragenplattform bzw.
-aufnahme,
Fig. 2 eine schematisierte, teilweise geschnittene Seitenansicht der Tragenplattform
bzw. -aufnahme,
Fig. 3 eine schematisierte Darstellung des motorischen Antriebes des Greifer- bzw.
Rückhalteaggregates und
Fig. 4 eine Seitenansicht des Heckbereiches eines Rettungs- bzw. Krankentransportwagens
mit aus der geöffneten Hecktür herausragender, in Beladestellung befindlicher Tragenplattform
bzw. -aufnahme.
[0026] Die insgesamt mit 1 bezeichnete Tragenplattform bzw. -aufnahme besitzt in Längsrichtung
angeordnete platten- oder rinnenförmige Lagerflächen 2 zur Aufnahme einer nur in
Fig. 4 dargestellten Trage 20, welche auf den Lagerflächen 2 mittels nicht dargestellter
Riegelorgane formschlüssig festgehalten werden kann.
[0027] Die gesamte Tragenplattform bzw. -aufnahme 1 ist innerhalb eines Rettungswagens 21
od.dgl. auf einem nicht dargestellten Tragenlagerungsgestell od.dgl. angeordnet, in
der Regel derart, daß eine Höhenverstellung der Tragenplattform bzw. -aufnahme 1 sowie
eine wahlweise federbare oder unfederbare Abstützung ermöglicht wird. Darüber hinaus
läßt sich die Tragenplattform bzw. -aufnahme 1 in der Regel in Fahrzeuglängsrichtung
zwischen einer Transportstellung innerhalb des Fahrzeuges und einer aus Fig. 4 ersichtlichen
Beladestellung verschieben, in der die Tragenplattform bzw. -aufnahme 1 durch eine
Hecktür des Fahrzeuges hindurch nach außen herausragt. Dabei kann die Tragenplattform
bzw. -aufnahme 1 in Beladestellung zusätzlich schräggestellt sein, um das aus dem
Fahrzeug herausragende Ende der Tragenplattform bzw. -aufnahme 1 zur Erleichterung
des Aufschiebens bzw. des Abnehmens der Trage tieferzulegen.
[0028] Die Kippbarkeit der Tragenplattform bzw. -aufnahme 1 um eine Querachse kann im übrigen
in der Transportstellung auch dazu ausgenutzt werden, eine Kopf-Tief-Lagerung oder
eine Kopf-Hoch-Lagerung des Patienten zu ermöglichen.
[0029] Die Tragenplattform bzw. -aufnahme 1 ist üblicherweise für verschiedenartige Tragen
geeignet, insbesondere auch für sogenannte Fahrtragen 20, welche ein einklappbares
Fahrwerk bzw. mit Rädern versehene einklappbare Beine 22 besitzen (vgl. Fig. 4), wobei
das Fahrwerk bzw. die Beine nach Entriegelung beim Auf schieben der Fahrtrage auf
die Lagerflächen 2 der Tragenplattform bzw. -aufnahme 1 umklappen, so daß die Fahrtrage
20 insgesamt nur etwa die Höhe einer normalen Trage einnimmt.
[0030] Jedoch wird durch das Zusammenklappen des Fahrwerkes bzw. der Beine ein erhöhter
Kraftaufwand notwendig, um die Fahrtrage 20 auf die Lagerflächen 2 der Tragenplattform
bzw. -aufnahme 1 zu schieben. Außerdem muß beim Abnehmen der Trage 20 von der Tragenplattform
bzw. -aufnahme 1 sorgfältig darauf geachtet werden, daß die Beine 22, welche selbsttätig
ausklappen, sobald sie von der Tragenplattform bzw. -aufnahme 1 freikommen, tatsächlich
ihre verriegelte Fahrstellung erreichen.
[0031] Um nun den Sanitätern das Auf schieben der Trage und insbesondere einer Fahrtrage
20 auf die Tragenplattform bzw. -aufnahme 1 zu erleichtern, und um die Trage 20 beim
Abnehmen von der Tragenplattform bzw. -aufnahme 1 zu sichern, besitzt die erfindungsgemäße
Tragenplattform bzw. -aufnahme 1 ein motorisch angetriebenes Rückhalte- bzw. Greiferaggregat
3, welches in Längsrichtung der Tragenplattform bzw. -aufnahme 1 verschiebbar angeordnet
ist und mittels eines an ihm angeordneten Hakens 4 od.dgl. ein Tragenteil zu erfassen
und die Trage auf die Tragenplattform bzw. -aufnahme 1 bzw. deren Lagerflächen 2 zu
ziehen bzw. an der Tragenplattform bzw. -aufnahme festzuhalten gestattet.
[0032] Der Haken 4 ist an einem Wagen 5 oder einem Schlitten angeordnet, welcher mit Rollen
an bzw. in Schienen unterhalb der Lagerflächen 2 in Längsrichtung der Tragenplattform
bzw. -aufnahme 1 beweglich geführt ist. Dabei ist der Haken 4 am Wagen 5 um eine Querachse
6 gegen die Kraft einer Federung schwenkbar, welche den Haken 4 in die in Fig. 2 dargestellte
aufgerichtete Endlage zu drängen sucht und ein Umklappen des Hakens in derjenigen
Richtung zuläßt, in der die Trage beim Beladen der Tragenplattform bzw. -aufnahme
1 auf die Lagerflächen 2 gezogen wird.
[0033] Seitlich am Haken 4 ist eine Führungsrolle 7 angeordnet, welche mit dem benachbarten
Rand der einen Lagerfläche 2 bzw. einer gesonderten Führungsleiste zusammenwirkt.
[0034] An dem genannten Rand der einen Lagerfläche 2 bzw. der Führungsleiste sind Aussparungen
mit Rampen 8 angeordnet, welche als klappenförmige gefederte Teile ausgebildet sein
können und sich aus ihrer dargestellten Schräglage gegen Federkraft in eine Endlage
verschwenken lassen, in der die Rampen 8 jeweils in gleicher Ebene wie die Lagerflächen
2 bzw. die die Rampen 8 tragende Führungsleiste liegen.
[0035] Wird der Wagen 5 mit dem Haken 4 aus der in Fig. 2 dargestellten Stellung nach links
verschoben, so läuft die Führungsrolle 7 des Hakens 4 auf der Oberseite des zuge
wandten Randes der einen Lagerfläche 2 (bzw. der Führungsleiste).
[0036] Wird der Wagen 5 nach rechts bewegt, so läuft die Führungsrolle 7 gegen die Unterseite
der oberen Rampe 8. Dementsprechend wird der Haken 4 bei weiterer Verschiebung des
Wagens 5 nach rechts von der Führungsrolle 7 niedergedrückt, welche sodann auf der
Unterseite des zugewandten Randes der einen Lagerfläche 2 (bzw. der Führungsleiste)
weiterläuft.
[0037] Bei nachfolgender Verschiebung des Wagens 5 nach links läuft die Führungsrolle 7
gegen die Oberseite der unteren Rampe 8, so daß sich der Haken 4 unter der ihn beaufschlagenden
Federkraft wieder aufrichten kann und die Führungsrolle 7 auf der Oberseite des zugewandten
Randes der einen Lagerfläche 2 (bzw. der Führungsleiste) weiterläuft.
[0038] Dementsprechend kann also der Haken 4 bei Verschiebung des Wagens 5 nach links jeweils
nahe der Rampen 8 ein Teil der jeweiligen Trage erfassen und dieselbe auf die Tragenplattform
bzw. -aufnahme 1 ziehen.
[0039] Sobald die Trage von der Tragenplattform bzw. -aufnahme 1 wieder abgenommen werden
soll, wird der Wagen 5 nach rechts verschoben, so daß der Haken 4 durch Zusammenwirken
seiner Führungsrolle 7 mit der oberen Rampe 8 wiederum eingeklappt wird und ein späteres
Abnehmen der Trage von der Tragenplattform bzw. -aufnahme 1 nicht behindern kann.
[0040] Die Betätigung des Rückhalte- bzw. Greiferaggregates 3 beim Aufschieben der Trage
20 auf die Tragenplattform bzw. -aufnahme 1 sowie beim Abnehmen der Trage 20 von der
Tragen plattform bzw. -aufnahme 1 erfolgt selbsttätig und wird mittels Positionsgeber
gesteuert, welche mit Teilen der Trage 20 zusammenwirken:
[0041] Als Positionsgeber sind an der Tragenplattform bzw. -aufnahme 1 mehrere Kontaktplatten
23′ und 23˝ angeordnet, die von tragenseitigen Stützrollen 24 betätigt werden.
[0042] Wenn die Trage 20 von der Tragenplattform bzw. -aufnahme 1 heruntergenommen und dazu
in Fahrzeuglängsrichtung nach rückwärts verschoben werden soll, werden zuerst die
Riegelorgane, welche die Trage 20 bei der Fahrt auf der Tragenplattform bzw. -aufnahme
1 unbeweglich arretieren, entriegelt. Damit wird der Haken 4 bzw. dessen Antrieb in
Gang gesetzt, und der Haken 4 wird bis in eine Sicherungslage nahe der Rampen 8, verschoben.
Wenn nun die Trage 20 in der Zeichnung nach rechts verschoben wird, so drücken die
Stützrollen 24 zunächst die Kontaktplatten 23′ nieder. Bei weiterer Verschiebung
der Trage 20 nach rechts klappen die Beine 22 in die Fahrstellung, so daß die Trage
20 bei weiterer Verschiebung nach rechts aufgrund der Neigung der Tragenplattform
bzw. -aufnahme 1 Bodenberührung erhält und die Stützrollen 24 die Kontaktplatten 23′
entlasten. Diese nach vorangegangener Belastung erfolgende Entlastung der Kontaktplatten
23′ bewirkt, daß der Wagen bzw. Schlitten 5 mit dem Haken 4 über die Rampen 8 hinaus
nach rechts verschoben wird, wobei der Haken 4 nach unten klappt und die Trage 20
freigibt.
[0043] Sollte das Fahrwerk der Trage 20 die Fahrstellung nicht korrekt erreichen, weil z.B.
der Bodenabstand der Tragenplattform bzw. -aufnahme 1 zu gering ist und die Beine
22 durch vorzeitige Bodenberührung am Erreichen der verriegelten Fahrstellung gehindert
werden, vermögen die Beine 22 die Trage 20 nicht auf dem Boden abzustützen. Damit
können die Stützrollen 24 nicht von den Kontaktplatten 23′ abheben, und der Haken
4 bleibt in der Sicherungslage stehen. Auf diese Weise bleibt das Kopfende der Trage
20 mit der Tragenplattform bzw. -aufnahme 1 gekuppelt; auf keinen Fall kann die Trage
20 herabfallen.
[0044] Beim Beladen bzw. beim Auf schieben der Trage 20 auf die Tragenplattform bzw. -aufnahme
1 steht der Haken 4 zunächst rechts von den Rampen 8 in weggeklappter Lage. Sobald
die Stützrollen 24 die Kontaktplatten 23′ niederdrücken, stellt sich der Haken 4 automatisch
in die Sicherungslage. Nun werden die Beine 22 der Trage 20 entriegelt, ohne daß dabei
die Trage 20 von der Tragenplattform bzw. -aufnahme 1 herabfallen könnte.
[0045] Nach Entriegelung der Beine 22 läßt sich die Trage 20 weiter nach links schieben,
wobei die Stützrollen 24 die Kontaktplatten 23˝ links von den Kontaktplatten 23′
niederdrücken. Dadurch wird der Antrieb des Hakens 4 eingeschaltet, und der Haken
4 bewegt sich in seine linke Endlage, wobei die Trage 20 - mit entriegelten Beinen
22 - auf die Tragenplattform bzw. -aufnahme 1 gezogen wird.
[0046] Zur Verschiebung des Wagens 5 ist ein selbsthemmender Antrieb vorgesehen, um zu gewährleisten,
daß der Wagen 5 im Falle eines plötzlichen Stillstandes des Antriebes aufgrund einer
Störung, beispielsweise einer Unterbrechung der Energiezufuhr, die jeweils erfaßte
Trage nicht plötzlich freigeben kann.
[0047] Um andererseits die Trage in jedem Falle auch bei stillstehendem Wagen 5 auf die
Tragenplattform bzw. -aufnahme 1 auf schieben bzw. von derselben abnehmen zu können,
ohne daß der aufrechtstehende Haken 4 stören kann, ist vorgesehen, daß das in aufrechter
Stellung des Hakens 4 obere Teil desselben manuell um eine zur Längsachse der Tragenplattform
bzw. -aufnahme 1 parallele Achse 9 weggeklappt werden kann. Damit laufen die andernfalls
vom Haken 4 erfaßten Tragenteile in jedem Falle über den Haken 4 hinweg. Das Umklappen
des freien Endes des Hakens 4 um die Achse 9 kann gegen Federkraft erfolgen, welche
das Hakenende jeweils in die Normallage zurückzudrängen sucht. Dabei kann gegebenenfalls
vorgesehen sein, daß sich das Ende des Hakens 4 in der seitwärts weggeklappten Stellung
verrasten läßt.
[0048] Zum Antrieb des Wagens 5 dient ein Linearantrieb 10.
[0049] Der Linearantrieb 10 kann beispielsweise als elektrisches Spindelaggregat ausgebildet
sein, welches unmittelbar den Wagen 5 verschiebt.
[0050] Im vorliegenden Falle ist jedoch vorgesehen, daß das als Linearantrieb 10 vorgesehene
elektrische Spindelaggregat eine Rolle 11 relativ zur Tragenplattform bzw. -aufnahme
1 verschiebt. Über diese Rolle 11 läuft ein erstes Seil bzw. eine erste Kette 12,
die einerseits am Wagen 5 und andererseits an einem Festpunkt 13 der Tragenplattform
bzw. -aufnahme 1 befestigt ist. Eine weitere Kette 14 bzw. ein weiteres Seil od.dgl.
läuft vom Wagen 5 aus in zur ersten Kette 12 entgegengesetzter Richtung über eine
Rolle 15, die am einen Ende der Tragenplattform bzw. -aufnahme 1 unverschiebbar gelagert
ist.
[0051] Von dort läuft die Kette 14 zu einer Rolle 16, welche am anderen Ende der Tragenplattform
bzw. -aufnahme 1 unverschiebbar angeordnet ist. Von dort läuft die Kette 14 über
die verschiebbare Rolle 11 bzw. eine weitere, zusammen mit der Rolle 11 verschiebbare
Rolle zu einem weiteren Festpunkt 17. Bei Verschiebung der Rolle 11 in der einen oder
anderen Richtung wird dementsprechend der Wagen 5 mit im Vergleich zur Rolle 11 doppelter
Verschiebegeschwindigkeit in der einen oder anderen Richtung relativ zur Tragenplattform
bzw. -aufnahme 1 verschoben.
[0052] Falls anstelle eines Elektroantriebes ein hydraulischer Antrieb des Wagens 5 erwünscht
ist, kann anstelle des elektrischen Spindelaggregates ein hydraulisches Kolben-Zylinder-Aggregat
angeordnet werden, ohne die Konstruktion der Tragenplattform bzw. -aufnahme nennenswert
zu ändern. Die erwünschte Hemmung des Antriebes für den Fall eines Ausfalles der hydraulischen
Druckquelle kann durch Ventile gewährleistet werden, die in einem derartigen Falle
die Kolbenarbeitsräume des Kolben-Zylinder-Aggregates abschließen und damit den Kolben
und dementsprechend auch den Wagen 5 unbeweglich festhalten.
[0053] Grundsätzlich sind auch pneumatische Aggregate geeignet, wenn im Rettungswagen od.dgl.
eine pneumatische Druckquelle zur Verfügung steht.
[0054] Im übrigen ist es auch möglich und vorteilhaft, für den Antrieb des Rückhalte- bzw.
Greiferaggregates 3 einen normalen Elektromotor zu verwenden, der die Kette 14 über
ein Ritzel antreibt.
[0055] Hierbei kann das Ritzel anstelle einer der Rollen 15 oder 16 angeordnet sein. Dabei
genügt die Anordnung einer Kette 14, die mit dem Rückhalte- bzw. Greiferaggregat 3
verbunden ist und über die Rollen bzw. Ritzel 15 und 16 herumgeführt ist.
[0056] Anstelle eines selbsthemmenden Antriebes des Rückhalte- bzw. Greiferaggregates 3
kann auch eine Zwangshemmung oder -verriegelung vorgesehen sein, welche bei Stillstand
des Antriebes bzw. bei ausgeschalteter Energieversorung des Antriebes automatisch
wirksam wird.
[0057] Abweichend von der dargestellten Ausführungsform können die Rampen 8 auch in den
in Fig. 2 dargestellten Lagen fest angeordnet sein.
[0058] Außerdem können anstelle der Kontaktplatten 23′ und 23˝ auch andere Positionsgeber,
z.B. Näherungsschalter oder Lichtschranken od.dgl., angeordnet sein.
1. Tragenplattform bzw. -aufnahme für Tragenlagerungsgestelle von Rettungswagen,
Krankentransportwagen od.dgl., zur verriegelbaren Halterung einer auf die Tragenplattform
bzw. -aufnahme auf setzbaren bzw. auf schiebbaren Trage,
gekennzeichnet
- durch ein an der Tragenplattform bzw. -aufnahme (1) angeordnetes, in deren Längsrichtung
durch Federaggregat bzw. Motorantrieb verschiebbares Greiferaggregat (3), welches
ein Tragenteil am beladeseitigen Ende der Tragenplattform bzw. -aufnahme zu erfassen
und die Trage auf der Tragenplattform bzw. -aufnahme (1) bis in die Soll- bzw. Riegellage
zu ziehen gestattet, und/oder
- durch ein Rückhalteaggregat (3), welches beim Abnehmen bzw. Entladen der Trage von
der Tragenplattform bzw. -aufnahme (1) das in Beladerichtung vordere Ende (Kopfende)
der Trage bzw. ein tragenseitiges Teil in der Nähe dieses Endes der Trage am beladeseitigen
Ende der Tragenplattform bzw. -aufnahme (1) bzw. auf dem Weg zum beladeseitigen Ende
auslösbar festhält bzw. gegen Herabfallen sichert.
2. Tragenplattform bzw. -aufnahme nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
auch als Rückhalteaggregat dienende Greiferaggregat (3) beim Entladen bis in eine
Arretierlage am beladeseitigen Ende der Tragenplattform bzw. -aufnahme (1) zurückläuft
bzw. die Arretierlage einnimmt.
3. Tragenplattform bzw. -aufnahme nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Rückhalte- bzw. Greiferaggregat (3) beim Beladen das in Beladerichtung vordere
Tragenende gegen eine Trennung von der Tragenplattform bzw. -aufnahme sichert bzw.
zu sichern gestattet, bevor das einklappfähige Fahrwerk einer Fahrtrage seine die
Trage abstützende Lage verläßt.
4. Tragenplattform bzw. -aufnahme nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das Rückhalte- bzw. Greiferaggregat (3) beim Entladen das in Beladerichtung vordere
Tragenende freigibt, wenn dieses Tragenende relativ zur Tragenplattform bzw. -aufnahme
(1) angehoben wird bzw. sich - bei Bodenberührung des ausgeklappten Fahrgestelles
einer Fahrtrage - anhebt.
5. Tragenplattform bzw. -aufnahme nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Betätigungsvorrichtung für den Antrieb des Rückhalte- bzw. Greiferaggregates
(3) beim Beladen mit solchen Tragenteilen zusammenwirkt, welche erst nach Entriegelung
des einklappbaren Fahrgestells einer Fahrtrage bzw. eines Tragenbettes in eine die
Betätigungsvorrichtung aktivierende Lage gebracht werden können, bzw. daß die Betätigungsvorrichtung
beim Entladen mit solchen Tragenteilen zusammenwirkt, welche erst nach Ausklappen
des Fahrgestells der Fahrtrage bzw. des Tragenbettes in eine fahrbereite Stellung
eine die Betätigungsvorrichtung aktivierende Lage einnehmen bzw. sich in eine solche
Lage bringen lassen.
6. Tragenplattform bzw. -aufnahme nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
die Betätigungsvorrichtung beim Beladen aktivierende Lage der Trage durch das Greifer-
bzw. Rückhalteaggregat sicherbar ist.
7. Tragenplattform bzw. -aufnahme nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet
durch Positionsgeber, z.B. Kontaktplatten, welche beim Beladen bzw. Entladen das Rückhalte-
bzw. Greiferaggregat in Abhängigkeit von der Position der Trage auf der Tragenplattform
bzw. -aufnahme steuern.
8. Tragenplattform bzw. -aufnahme nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß das Rückhalte- bzw. Greiferaggregat (3) beim Beladen mit einem Entriegelungsorgan
des einklappbaren Fahrgestelles einer Fahrtrage bzw. eines Tragenbettes bzw. beim
Entladen mit einem Verriegelungsorgan des einklappbaren Fahrgestelles zusammenwirkt.
9. Tragenplattform bzw. -aufnahme nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß der Rücklauf des Rückhalte- bzw. Greiferaggregates (3) in eine unwirksame Lage
am beladeseitigen Ende der Tragenplattform bzw. -aufnahme (1) eine bei Stillstand
eines Antriebsmotors des Rückhalte- bzw. Greiferaggregates wirksame Zwangshemmung
aufweist, indem z.B. der Motor bzw. Getriebeelemente zwischen Motor und Rückhalte
bzw. Greiferaggregat selbsthemmend sind.
10. Tragenplattform bzw. -aufnahme nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß das Rückhalte- bzw. Greiferaggregat (3) mittels eines Linearantriebes verstellbar
ist.
11. Tragenplattform bzw. -aufnahme nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der
Linearantrieb als - vorzugsweise elektrisch angetriebenes - Spindelaggregat ausgebildet
ist.
12. Tragenplattform bzw. -aufnahme nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß als
Linearantrieb ein fluidisches, vorzugsweise hydraulisches Kolben-Zylinder-Aggregat
angeordnet ist.
13. Tragenplattform bzw. -aufnahme nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
daß als Rückhalte- bzw. Greiferaggregat (3) ein in Längsrichtung der Tragenplattform
bzw. -aufnahme (1) verfahrbarer bzw. verschiebbarer Wagen (5) bzw. Schlitten mit einem
selbsttätig ausklappbaren bzw. ausfahrbaren Haken (4) angeordnet ist, welcher manuell
in beim Zusammenwirken mit der Trage nicht bzw. vernachlässigbar belasteter Richtung
zwischen einer wirksamen und einer unwirksamen Endlage verstellbar - z.B. um eine
zur Verschieberichtung parallele Achse (9) schwenkverstellbar - ist.