Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine axialdurchströmte Turbine, an deren Austrittslaufschaufeln
sich ein Diffusor anschliesst, wobei innerhalb dessen Verzögerungszone Mittel zur
Drallwegnahme der drallbehafteten Strömung vorgesehen sind
Stand der Technik
[0002] Eine derartige Turbine ist bekannt aus der EP-A 265 633. Um der dortigen Forderung
nach bestmöglichem Druckrückgewinn bei Teillast gerecht zu werden, ist innerhalb des
Diffusors ein gleichrichtendes Gitter vorgesehen, das sich über die ganze Höhe des
durchströmten Kanals erstreckt. Es handelt sich bei diesen Mitteln zur Drallwegnahme
um drei gleichmässig über dem Umfang angeordnete Strömungsrippen mit dicken Profilen,
die nach den Erkenntnissen des Strömungsmaschinenbaus ausgelegt sind und die gegen
Schräganströmung möglichst unempfindlich sein sollen. Die angeströmte Vorderkante
dieser Rippen befindet sich relativ weit hinter der Austrittskante der letzten Laufschaufeln,
um eine durch das Druckfeld der Rippen verursachte Anregung der letzten Schaufelreihe
zu vermeiden. Dieser Abstand ist so bemessen, dass sich die Vorderkante der Rippen
in einer Ebene befindet, bei welcher ein Diffusorflächenverhältnis von vorzugsweise
drei vorherrscht. Die Diffusorzone zwischen Beschaufelung und Srömungsrippen soll
damit infolge totaler Rotationssymmetrie ungestört bleiben. Die Tatsache, dass keine
Interferenzeffekte zwischen Rippen und Beschaufelung zu erwarten sind, ist darauf
zurückzuführen, dass die Rippen erst in einer Ebene wirksam werden, in der bereits
ein relativ tiefes Energieniveau vorherrscht.
[0003] In üblichen Gasturbinen wird der Diffusor bei Leerlauf unter einem Geschwindigkeitsverhältnis
c
t/c
n von etwa 1,2 angeströmt, wobei c
t die Tangentialgeschwindigkeit und c
n die Axialgeschwindigkeit des Mediums bedeutet. Diese schräge Anströmung führt zu
einem Abfall im Druckrückgewinn C
p, wie aus der später zu beschreibenden Fig.2 ersichtlich ist (Kurve A).
[0004] Bei andern Maschinentypen, wie beispielsweise Dampfturbinen oder Gasturbinen für
Wirbelschichtfeuerung, kommt es durchaus vor, dass der Volumenstrom bis auf 40% reduziert
wird und damit c
t/c
n Verhältnisse bis zu 3 vorliegen. Bei solchen Maschinentypen bietet sich die bekannte
Diffusorkonfiguration nicht an, da der Druckrückgewinn sogar negativ werden könnte,
wie in Fig.2 erkennbar. Dies gilt selbst für den Fall, bei dem das Verhältnis Teilung
zu Sehne der Strömungsrippen 0,5 beträgt (Kurve A). Strömungsrippen mit Teilung/Sehne-Verhältnissen
von etwa 1 (Kurve B), welche gemäss Fig.2 bei Vollast, d.h. c
t/c
n = ca.0, zwar einen etwas grösseren Druckrückgewinn ergeben würden, sind bei derartigen
Maschinen überhaupt nicht anwendbar.
[0005] Neben dem grossen Abfall im Druckrückgewinn ist bei den genannten extremen Verhältnissen
ein starker Wirbel zwischen Austrittslaufschaufeln und Strömungsrippen charakteristisch,
wie in der ebenfalls später zu beschreibenden Fig.1 angedeutet. Der Wirbel wird durch
die Strömungsrippen begrenzt, an denen die Tangentialkomponente der Geschwindigkeit
dissipiert wird. Werden an der sich einstellenden Rückströmung feste Partikel, bspw.
in Gasturbinen oder Wassertröpfchen, bspw. in Dampfturbinen mitgeführt, so kann eine
akute Gefahr der Fusserosion an den Schaufeln der letzten Laufreihe entstehen.
[0006] Im Falle von Gasturbinen für Wirbelschichtfeuerung kann der Druck hinter Beschaufelung
von üblicherweise 0,98 bei Vollast bei 40% Volumenstrom auf bis zu 1,15 bar ansteigen.
Dieser Gegendruck bedeutet, dass bei 40% Volumenstrom für die Maschine bedeutend mehr
Antriebsleistung aufzubringen ist als bei Vorhandensein eines gut wirkenden Diffusors.
Darstellung der Erfindung
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei axial durchströmten Turbinen der eingangs
genannten Art die Diffusionszone so zu gestalten, dass das Teillastverhalten der Maschine
weiter verbessert wird.
[0008] Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass zwischen den Mitteln zur Drallwegnahme
und den Austrittslaufschaufeln min destens eine Reihe mit verstellbaren Leitschaufeln
angeordnet ist.
[0009] Der Vorteil der Erfindung ist unter anderem darin zu sehen, dass neben dem beträchtlich
verbesserten Druckrückgewinn über einem grossen Lastbereich auch der oben erwähnte
Wirbel, sofern er überhaupt noch auftritt, sich erst zwischen Leitschaufeln und Strömungsrippen
ausbildet und damit keinen schädlichen Einfluss auf die rotierenden Austrittsschaufeln
ausüben kann.
[0010] Es ist besonders zweckmässig, wenn die Leitschaufeln eine gerade Skelettlinie mit
symmetrischem Profil aufweisen. Mit dieser Massnahme können die hinlänglich bekannten
Eigenschaften solcher Gitter auf Unempfindlichkeit in der Anströmung zur verlustarmen
Umlenkung genutzt werden.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
[0011] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand einer Gasturbine
mit axial/axialem Austritt dargestellt.
Es zeigen:
- Fig.1
- eine schematische Prinzipskizze eines zum Stand der Technik gehörenden Diffusorsystems;
- Fig.2
- ein Schaubild Druckrückgewinn in Funktion von ct/cn;
- Fig.3
- einen Teillängsschnitt einer Gasturbine mit erfindungsgemässem Diffusor;
- Fig.4
- die teilweise Abwicklung eines Zylinderschnittes auf mittlerem Durchmesser des durchströmten
Kanals gemäss Fig.3
[0012] Es sind nur die für das Verständnis der Erfindung wesentlichen Elemente gezeigt.
Nicht dargestellt sind von der Anlage beispielsweise der Verdichterteil, die Brennkammer
sowie das vollständige Abgasrohr und der Kamin. Die Strömungsrichtung des Arbeitsmittels
ist mit Pfeilen bezeichnet.
Weg zur Ausführung der Erfindung
[0013] Die bekannte Gasturbine, von der in Fig.1 lediglich die drei letzten, axialdurchströmten
Stufen dargestellt sind, besteht im wesentlichen aus dem beschaufelten Rotor 1' und
dem mit Leitschaufeln bestückten Schaufelträger 2'. Der Schaufelträger ist im Turbinengehäuse
3' eingehängt. Der Rotor liegt in einem Traglager 4' ein, welches sich seinerseits
in einem Abgasgehäuse 5' abstützt. Dieses Abgasgehäuse 5' besteht im wesentlichen
aus einem nabenseitigen, innenliegenden Teil 6' und einem aussenliegenden Teil 7',
welche den Diffusor 13' begrenzen. Beide Elemente 6' und 7' können einteilige Topfgehäuse
ohne axiale Trennebene sein. Sie sind miteinander verbunden durch mehrere angeschweisste
tragende strömungsrippen 8', die gleichmässig verteilt über dem Umfang angeordnet
sind und deren Profil mit 9' angedeutet ist. Es ist erkennbar, dass aus den eingangs
genannten Gründen die Stömungsrippen 8' in gehörigem Abstand zur Beschaufelung angeordnet
ist.
[0014] Ebenfalls erkennbar ist der starke Wirbel 10, der sich bei unterer Teillast zwischen
Austrittslaufschaufeln 12' und Strömungsrippen 8' ausbildet und den es mit der Erfindung
zu vermeiden gilt.
[0015] Das Ergebnis eines derartigen Wirbels kann anhand des Schaubildes in Fig.2 aufgezeigt
werden. Es versteht sich, dass auf die Bekanntgabe von allen den Berechnungen und
Versuchen zugrundeliegenden Absolutwerten verzichtet wird, da diese wegen ihrer Abhängigkeit
von allzu zahlreichen Parametern ohnehin ungenügende Aussagekraft besitzen würden.
Die dargestellten Kurven sind demnach vor allem qualitativ auszulegen. Auf der Abszisse
des Diagrammes ist der Wert c
t/c
n aufgetragen, der ein Mass für den Volumenstrom darstellt. Es handelt sich um den
Tangens des Abströmwinkels α aus den letzten Austrittslaufschaufeln, wobei c
t die Tangentialkomponente und c
n die Normalkomponente bedeutet. Bei gleichbleibender Maschinendrehzahl wird bei abnehmender
Last und damit abnehmenden Volumenstrom dieser Winkel immer grösser.
Auf der Ordinate ist der Druckrückgewinn C
p aufgetragen, der in erster Näherung dem Verhältnis (p
A-p
E)/p*
E-p
E) entpricht, worin p
A der statische Druck am Austritt des Diffusors, p
E der statische Druck am Eintritt des Diffusors und p*
E der Totaldruck am Eintritt des Diffusors und damit am Austritt der Beschaufelung
bedeuten.
Die Kurve A zeigt den Druckrückgewinn in einem Diffusor, der mit Strömungsrippen bestückt
ist, welche ein Verhältnis Teilung zu Sehne von etwa 0,5 aufweisen. Man erkennt, dass
der Abfall bis zu einem c
t/c
n-Wert einigermassen tragbar ist, dass bei kleiner werdendem Volumenstrom sich der
Druckrückgewinn jedoch dramatisch verschlechtert. Kurve B zeigt den völlig unzumutbaren
Verlauf, wenn Strömungsrippen mit einem Verhältnis Teilung zu Sehne von etwa 1 zur
Anwendung gelangen.
[0016] Um dem abzuhelfen, wird nun gemäss der Erfindung zwischen den Austrittslaufschaufeln
12 und den Strömungsrippen 8 eine Reihe verstellbarer Leitschaufeln angeordnet, wie
in Fig. 3 ersichtlich. Die dort gezeigte Gasturbine entspricht in ihrer Struktur jener
von Fig. 1, weshalb auf eine nochmalige Beschreibung des Aufbaus verzichtet wird.
Die gleichen Elemente wie in Fig. 1 sind in Fig. 3 mit den selben Bezugszeichen ohne
(') bezeichnet. Gleichmässig über den Umfang verteilt sind gleichrichtende Strömungsrippen
8 mit gerader Skelettlinie und mit einem Verhältnis Teilung zu Sehne von 0,5. Dieses
Verhältnis tritt im Mittelschnitt des durchströmten Kanals der in radialer Richtung
konisch verlaufenden Strömungsrippen auf.
[0017] Bei den Leitschaufeln 11 handelt es sich ebenfalls um symmetrische Profile mit gerader
Skelettlinie, wie sie beispielsweise unter dem Begriff NACA 0010 bekannt sind. Im
vorliegenden Fall weisen diese Leitschaufeln im Mittelschnitt des des durchströmten
Kanals ein Verhältnis Teilung zu Sehne von 0,5 auf. Derartige Schaufeln sind bis zu
einem gewissen Grad unempfindlich gegen Schräganströmung, (s. Artikel von N. Scholz,
"Untersuchungen an Schaufelgittern von Strömungsmaschinen", Zeitschrift für Flugwissenschaften,
Nr. 3, 1955). Die Leitschaufeln 11 verlaufen in radialer Richtung konisch und sind
vorzugsweise verwunden.
[0018] Die Verstellung der Leitschaufeln 11 im Gitter erfolgt über nicht dargestellte Betätigungsmittel,
wie sie beispielsweise aus dem Verdichterbau bekannt sind. Die eigentliche Verstellung
erfolgt vorzugsweise automatisch in Funktion der Betriebsparameter wie Last, Drehzahl
usw. Der grösste Druckrückgewinn wird erzielt, wenn die Einstellung der Leitschaufeln
so erfolgt, dass die Wellenleistung bei allen Betriebsbedingungen den grösstmöglichen
Wert annimmt. Geeignet ist demnach eine permanente Leistungsmessung. Der grösste Druckrückgewinn
kann auch erzielt werden, wenn die Einstellung der Leitschaufeln so erfolgt, dass
der statische Druck vor den Leitschaufeln 11, d.h. hinter den Austrittslaufschaufeln
12 den kleinstmöglichen Wert annimmt. Geeignet ist demnach eine permanente Differenzdruckmessung
p
A-p
E.
[0019] Der Zylinderschnitt in Fig. 4 zeigt in vergrössertem Massstab den Schaufelplan in
der betrachteten Gasturbinenzone. Hierin bedeuten jeweils die Zeichen c die Absolutgschwindigkeit,
w die Relativgeschwindigkeit und u die Umfangsgeschwindigkeit der Maschine. Zwecks
Angabe der Grössenordnung bei einem ausgeführten Beispiel haben die einzelnen Gitter
bspw. folgende Daten: Die Sehne der Leitschaufeln 11 beträgt 125 mm, jene der Strömungsrippen
ca. 700 mm. Das Verhältnis Profildicke zu Sehne beträgt bei den Leitschaufeln und
bei den Strömungsrippen 0,1.
[0020] Die Leitschaufeln 11 werden näherungsweise unter den gleichen Bedingungen angeströmt,
mit denen sie die Austrittslaufschaufeln 12 verlassen, d.h. mit der Geschwindigkeit
c und einem Winkel α von 60°. Die Leitschaufeln 11 sind nunmehr unter einem Winkel
β so angestellt, dass sie im Unempfindlichkeitsbereich arbeiten. Bei dem gewählten
Verhältnis Teilung/Sehne = 0,5 beträgt dieser Bereich 20°. Die Abgase verlassen das
Leitgitter somit unter einem Winkel von annähernd 40°, mit welchem sie auf die Vorderkanten
der gegen Schräganströmung ebenfalls unempfindlichen Strömungsrippen 8 auftreffen,
wo sie in die Axiale, d.h. auf 0° ausgerichtet werden.
[0021] In der Leitbeschaufelung erfolgt nicht nur eine Umlenkung der Strömung. Man erkennt
anhand des Betrages der dargestellten Geschwindigkeitsvektoren am Eintritt und am
Austritt der Leitschaufeln, dass es auch zu einem zusätzlichen Verdichtungsvorgang
kommt.
[0022] Die Kurve C in Fig. 2 zeigt nun die Wirkung einer jeweils optimal angestellten Leitbeschaufelung.
Bis zum erwähnten c
t/c
n-Verhältnis von ca. 1 verläuft der Druckrückgewinn nahezu konstant und fällt erst
danach in bescheidenem Masse ab, verglichen mit der Diffusorkonfiguration ohne Leitschaufeln.
[0023] Im Diagramm in Fig. 2 dargestellt ist gemäss Kurve D ebenfalls der nicht beschriebene
Fall, dass die Strömungsrippen mit einem Verhältnis Teilung/Sehne = 1 ausgeführt sind.
Dies bedeutet, dass im Vergleich zum beschriebenen Fall bei gleicher Sehnenlänge die
Anzahl der Strömungsrippen auf die Hälfte reduziert ist. Die Rippen könnten in einem
solchen Fall mit einem entsprechend dickeren Profil ausgestattet werden, um ihrer
Gleichrichteraufgabe besser nachkommen zu können. Da mit weniger Rippen auch weniger
benetzte und Reibungsverluste verursachende Fläche im Diffusor vorliegt, ist bei Vollast,
d.h. bei axialer Abströmung aus der Beschaufelung der Druckrückgewinn geringfügig
höher als beim dargestellten Fall. Bei grösser werdender Schräganströmung der Strömungsrippen
fällt jedoch zwangsläufig der Druckrückgewinn etwas steiler ab als jener bei grösserer
Anzahl Rippen.
[0024] Es versteht sich, dass in der Praxis das Verhältnis Teilung zu Sehne optimiert wird
bezüglich der Bedeutung der Teillast, mit der die Maschine gefahren wird.
[0025] Dem Diagramm ist ferner zu entnehmen, dass bei Vollast, d.h. im Bereich c
t/c
n zwischen -0,1 und +0,1 (je nach Auslegung der Beschaufelung) die zum Stand der Technik
zählenden Diffusorkonfigurationen einen etwas besseren Druckrückgewinn erzielen. Dies
daher, weil die im Diffusor umströmte Fläche insgesamt geringer ist als jene mit Leitschaufeln.
[0026] Aufgrund der bisherigen Ueberlegungen kann gefolgert werden, dass bei Vollast der
Maschine die Leitschaufeln 11 mit ihrer Skelettlinie im Mittel axial ausgerichtet
sind.
[0027] Die neue Massnahme ermöglicht es nun jedoch auch, am Austritt aus den letzten Laufschaufeln
12 einen gewissen Gegendrall zuzulassen, da stromabwärts im Diffusor eine axiale Ausrichtung
durch die Leitschaufeln und die Strömungsrippen stattfindet. Dieser Gegendrall hätte
folgende Vorteile:
- Die Stufenarbeit kann gesteigert werden bei gleichbleibendem Wirkungsgrad; oder
- Der Wirkungsgrad kann gesteigert werden bei gleichbleibender Stufenarbeit;
- die Schaufeln der letzten Laufreihe könnten weniger verwunden ausgebildet werden,
was zu einer Verbilligung führt;
- die Umlenkung in der letzten Turbinenstufe kann reduziert werden, was wegen der Partikelseparation
insbesondere bei wirbelschichtgefeuerten Gasturbinen zum Tragen kommt.
[0028] Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf das gezeigte und beschriebene Ausführungsbeispiel
beschränkt, welches einen Diffusor mit axialem Austritt zum Gegenstand hat und damit
die Anordnung der Strömungsrippen stark erleichtert. Sie ist insbesondere auch anwendbar
bei Dampfturbinen oder den Turbinen von Abgasturboladern, welche beide in der Regel
einen sogenannten axial-radialen Austritt aus der Beschaufelung haben. Die Mittel
zur Drallwegnahme werden in solchen Maschinen durch den radialen Teil des Austrittsgehäuses
selbst repräsentiert.
[0029] Desweiteren sind auch 2 oder mehrere hintereinanderangeordnete Leitgitter denkbar,
wenn besonders hohe Ansprüche hinsichtlich Wirkungsgrad im Teillastgebiet bestehen.
[0030] Schliesslich kann in Abweichung zum gezeigten und beschriebenen Beispiel die Skelettform
der Leitschaufeln auch gekrümmt sein, was selbstverständlich zu einer wesentlichen
Verteuerung dieser Zusatzmassnahme führen würde.
1. Axialdurchströmte Turbine, an deren Austrittslaufschaufeln (12) sich ein Diffusor
(13) anschliesst, wobei innerhalb dessen Verzögerungszone Mittel zur Drallwegnahme
(8) der drallbehafteten Strömung vorgesehen sind,
dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Mitteln zur Drallwegnahme (8) und den Austrittslaufschaufeln
(12) mindestens eine Reihe mit verstellbaren Leitschaufeln (11) angeordnet ist.
2. Axialdurchströmte Turbine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitschaufeln
(11) eine gerade Skelettlinie mit symmetrischem Profil aufweisen.
3. Axialdurchströmte Turbine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitschaufeln
(11) in radialer Richtung konisch verlaufen.
4. Axialdurchströmte Turbine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitschaufeln
(11) verwunden sind.
5. Axialdurchströmte Turbine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis
Teilung zu Sehne der Leitschaufeln (11) im Mittelschnitt des durchströmten Kanales
zwischen 0,5 und 1 beträgt.
6. Axialdurchströmte Turbine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel
,zur Drallwegnahme innerhalb des Diffusors (13) gleichmässig über dem Umfang angeordnete
Strömungsrippen (8) sind mit gerader Skelettlinie und symmetrischem Profil und mit
einem Verhältnis Teilung zu Sehne zwischen 0.5 und 1 im Mittelschnitt des durchströmten
Kanales.
7. Axialdurchströmte Turbine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungsrippen
(8) in radialer Richtung konisch verlaufen.
8. Verfahren zum Betrieb einer axialdurchströmten Turbine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Leitschaufeln in Funktion von Betriebsparametern derart verstellt werden,
dass bei jedem Betriebszustand die Wellenleistung den grösstmöglichen Wert annimmt.
9. Verfahren zum Betrieb einer axialdurchströmten Turbine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Leitschaufeln in Funktion von Betriebsparametern derart verstellt werden,
dass bei jedem Betriebszustand der Druck zwischen den Austrittslaufschaufeln und den
Leitschaufeln den kleinstmöglichen Wert annimmt.
1. Axial flow turbine whose outlet rotor blades (12) are followed by a diffuser (13),
means for swirl removal (8) from the swirling flow being provided within the retardation
zone of the diffuser, characterised in that at least one row with adjustable guide
vanes (11) is arranged between the means for swirl removal and the outlet rotor blades
(12).
2. Axial flow turbine according to Claim 1, characterised in that the guide vanes (11)
have a straight mean camber line with a symmetrical aerofoil section.
3. Axial flow turbine according to Claim 2, characterised in that the guide vanes (11)
are conically shaped in the radial direction.
4. Axial flow turbine according to Claim 2, characterised in that the guide vanes (11)
are twisted.
5. Axial flow turbine according to Claim 1, characterised in that the pitch/chord ratio
of the guide vanes (11) is between 0.5 and 1 in the centre section of the flow duct.
6. Axial flow turbine according to Claim 1, characterised in that the means for swirl
removal within the diffuser (13) are aerodynamic ribs (8) which are arranged evenly
around the periphery and which have a straight mean camber line, a symmetrical aerofoil
section and a pitch/chord ratio between 0.5 and 1 in the centre section of the flow
duct.
7. Axial flow turbine according to Claim 6, characterised in that the aerodynamic ribs
(8) are conically shaped in the radial direction.
8. Method of operating an axial flow turbine according to Claim 1, characterised in that
the guide vanes are adjusted as a function of operating parameters in such a way that
the shaft power assumes the maximum possible value at each operating condition.
9. Method of operating an axial flow turbine according to Claim 1, characterised in that
the guide vanes are adjusted as a function of operating parameters in such a way that
the pressure between the outlet rotor blades and the guide vanes assumes the lowest
possible value at each operating condition.
1. Turbine à écoulement axial, aux aubes mobiles de sortie (12) de laquelle se raccorde
un diffuseur (13), dans la zone de ralentissement duquel sont prévus des moyens (8)
pour supprimer la rotation de l'écoulement tourbillonnant, caractérisée en ce qu'entre
les moyens (8) pour supprimer la rotation et les aubes mobiles de sortie (12) est
disposée au moins une rangée avec des aubes directrices (11) réglables.
2. Turbine à écoulement axial suivant la revendication 1, caractérisée en ce que les
aubes directrices (11) présentent une ligne moyenne rectiligne avec un profil symétrique.
3. Turbine à écoulement axial suivant la revendication 2, caractérisée en ce que les
aubes directrices (11) ont une orientation conique en direction radiale.
4. Turbine à écoulement axial suivant la revendication 2, caractérisée en ce que les
aubes directrices (11) sont torsadées.
5. Turbine à écoulement axial suivant la revendication 1, caractérisée en ce que le rapport
pas/corde des aubes directrices (11) dans la section moyenne du canal d'écoulement
est compris entre 0,5 et 1.
6. Turbine à écoulement axial suivant la revendication 1, caractérisée en ce que les
moyens pour supprimer la rotation sont des ailettes d'écoulement (8) disposées à l'intérieur
du diffuseur (13) uniformément sur son pourtour, avec une ligne moyenne rectiligne
et un profil symétrique et avec un rapport pas/corde compris entre 0,5 et 1 dans la
section moyenne du canal d'écoulement.
7. Turbine à écoulement axial suivant la revendication 6, caractérisée en ce que les
ailettes d'écoulement (8) ont une orientation conique en direction radiale.
8. Procédé de conduite d'une turbine à écoulement axial suivant la revendication 1, caractérisé
en ce que les aubes directrices sont réglées en fonction des paramètres de marche,
de telle façon que pour chaque état de marche, la puissance des ondes prenne la plus
grande valeur possible.
9. Procédé de conduite d'une turbine à écoulement axial suivant la revendication 1, caractérisé
en ce que les aubes directrices sont réglées en fonction des paramètres de marche,
de telle façon que pour chaque état de marche, la pression entre les aubes mobiles
de sortie et les aubes directrices prenne la plus petite valeur possible.