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(11) |
EP 0 417 465 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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19.07.1995 Patentblatt 1995/29 |
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Anmeldetag: 06.08.1990 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B41F 13/42 |
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Offset-rotationsdruckmaschine mit Schallschutzvorrichtung
Offset rotary printing machine with noise-protecting device
Machine rotative d'impression avec dispositif de protection contre le bruit
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE FR GB LI |
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Priorität: |
12.09.1989 DE 3930364
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.03.1991 Patentblatt 1991/12 |
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Patentinhaber: Heidelberger Druckmaschinen
Aktiengesellschaft |
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D-69019 Heidelberg (DE) |
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Erfinder: |
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- Rodi, Anton
D-6906 Leimen 3 (DE)
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Vertreter: Stoltenberg, Heinz-Herbert Baldo et al |
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c/o Heidelberger Druckmaschinen AG
Kurfürsten-Anlage 52-60 69115 Heidelberg 69115 Heidelberg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 615 978 GB-A- 1 459 749 US-A- 4 106 607
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DE-U- 8 810 829 US-A- 2 549 813
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Offset-Rotationsdruckmaschine, insbesondere Bogenrotationsdruckmaschine,
mit Druckwerken und daran angebrachten flächenförmigen Schutzvorrichtungen die zu
Einstell- und Wartungsarbeiten entfernbar angeordnet und mit elektrischen Schutzschaltungen
abgesichert sind.
[0002] Bei einer bekannten Ausführung dieser Art (DE-OS 31 15 475) sind im Bereich der Druckwerkszylinder
Schutzabdeckungen vorgesehen, um zu verhindern, daß die Bedienungsperson unbeabsichtigt
in Gefahrenbereiche, z.B. in den Einlaufspalt der Zylinder, gerät. Derartige Schutzabdekkungen
sind bei einer modernen Mehrfarbendruckmaschine in großer Stückzahl erforderlich,
so daß der Bedienungsaufwand steigt, die Zugänglichkeit zur Maschine oft leidet und
das Aussehen der Maschine hierdurch ebenfalls nicht verbessert wird. Berücksichtigt
man, daß moderne Druckmaschinen einen immer höheren Automatisierungsgrad aufweisen,
was sich insbesondere auch auf die Druckwerke bezieht, so wird das Verhältnis zwischen
dem Aufwand für Schutzvorrichtungen und deren Nutzen im praktischen Einsatz immer
ungünstiger.
[0003] Die US-A 4,106,607 zeigt ein pneumatisches Sicherheitssystem zum Absichern von Türen
einer abgekapselten Maschine, beid er die Maschine stillgesetzt wird, sobald eine
Tür geöffnet wird. Wesentlich ist bei dieser Lösung, daß die Türen luftdicht geschlossen
sind. Aus der DE-U-88 10 829.5 ist eine für eine Falzmaschine geeignete Schallschutzvorrichtung
bekannt, die seitlich wegschwenkbar ist.
[0004] Hiervon ausgehend ist es die Aufgabe der Erfindung, die Schutzmaßnahmen an Druckmaschinen
zu verbessern und gleichzeitig einen Schallschutz für die Druckwerke zu schaffen,
der eine leichte Zugänglichkeit für Rüst- und Servicezwecke ermöglicht.
[0005] Gemäß der Erfindung wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die Schutzvorrichtung die
Druckwerke kapselförmig umschließt und zur Durchführung von Einstell- oder Wartungsarbeiten
insgesamt oder teilweise abhebbar oder öffenbar ist.
[0006] Ein Vorteil dieser Lösung ist, daß am Aufstellungsort der Maschine der durch die
Druckwerke entstehende Schall wesentlich verringert werden kann. Weiterhin wird durch
die beschriebene Lösung nur noch eine Schutzeinrichtung benötigt, so daß der Aufwand
gegenüber den bekannten Ausführungen verringert wurde. Außerdem lassen sich bei Mehrfarbenmaschinen
die Druckwerke kompakter bauen, so daß sich die Schutz- und Schallschutzmaßnahmen
nicht negativ auswirken. Vorteilhaft ist es, die Wandungen der Schutzvorrichtung aus
schallminderndem Material auszuführen.
[0007] Unter besonderen Umständen ist es gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
möglich, die Schutzvorrichtung aus einer Mehrzahl von Einzelelementen zu bilden, die
gegeneinander verschieb- oder verschwenkbar gelagert sind. Im geschlossenen Zustand
können die Einzelelemente durch Dichtungen abgedichtet sein. Dies gewährleistet eine
hohe Flexibilität der Schutzvorrichtung im praktischen Betrieb.
[0008] In einer weiteren Ausgestaltung ist die kapselförmige Schutzvorrichtung insgesamt
und/oder deren Einzelelemente durch elektrische Schutzschalter abgesichert. Weiterhin
ist die kapselförmige Schutzvorrichtung zur Ableitung von in den Druckwerken entstehenden
Dämpfen und Wärme mit einer Absaugeinrichtung versehen, so daß neben der Geräuschdämmung
auch Umweltschutzmaßnahmen einfach und wirkungsvoll zu realisieren sind. So läßt sich
bei einem Umluftsystem z.B. auch eine Kühlung der Druckwerke durchführen, oder es
kann trockene Frischluft zugeführt werden, um den Bedruckstoff mit dem Farbaufdruck
zu trocknen und die Lösungsmittel abzuführen.
TEILELISTE
[0009]
1 Anleger
2 Druckwerke
3 Ausleger
4 Schutzvorrichtung
5 Absaugeinrichtung / Umluftsystem
1. Offset-Rotationsdruckmaschine, insbesondere Bogenrotationsdruckmaschine, mit Druckwerken
und daran angebrachten flächenförmigen Schutzabdeckungen (4), die zu Einstell- und
Wartungsarbeiten entfernbar angeordnet und mit elektrischen Schutzschaltungen abgesichert
sind,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Schutzvorrichtung (4) aus schallminderndem Material ausgebildet ist und die Druckwerke
(2) kapselförmig als Schallschutz umschließt, und zur Durchführung von Einstell-oder
Wartungsarbeiten insgesamt oder teilweise abhebbar oder öffenbar ist.
2. Schutzvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Schutzvorrichtung (4) aus einer Mehrzahl von Einzelelementen gebildet ist, die
gegeneinander verschieb- oder verschwenkbar gelagert sind, und die Einzelelemente
in geschlossenem Zustand durch Dichtungen abgedichtet sind.
3. Schutzvorrichtung nach Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die kapselförmige Schutzvorrichtung (4) mit einer Absaugeinrichtung (5) versehen ist.
4. Schutzvorrichtung nach Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die kapselförmige Schutzvorrichtung (4) mit einem Umluftsystem (5) versehen ist.
5. Schutzvorrichtung nach Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Wandungen der Schutzvorrichtung (4) mit fensterförmigen, verglasten Durchbrüchen
versehen ist.
6. Schutzvorrichtung nach Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
an der kapselförmigen Schutzvorrichtung (4) und/oder an den Einzelelementen elektrische
oder mechanische Kraftmittel zum öffnen oder Schließen der Elemente angreifen.
1. Offset rotary printing machine, in particular sheet-fed rotary printing machine,
having printing units and flat protective coverings (4) which are mounted thereon,
are arranged so as to be removable for setting and servicing work, and are safeguarded
by means of electrical protective circuits, characterized in that the protective device
(4) is made of sound-reducing material, surrounds the printing unit (2) in the manner
of a capsule and can be totally or partially lifted off or opened to carry out setting
or servicing work.
2. Protective device according to Claim 1, characterized in that the protective device
(4) is formed from a plurality of individual elements which are mounted so as to be
displaceable or pivotable relative to one another, and the individual elements are
sealed off by seals in the closed state.
3. Protective device according to Claims 1 and 2, characterized in that the capsule-like
protective device (4) is provided with an extraction means (5).
4. Protective device according to Claims 1 and 2, characterized in that the capsule-like
protective device (4) is provided with a circulating air system (5).
5. Protective device according to Claims 1 and 2, characterized in that the walls
of the protective device (4) are provided with window-like, glazed openings.
6. Protective device according to Claims 1 and 2, characterized in that electrical
or mechanical power means for opening or closing the elements act on the capsule-like
protective device (4) and/or on the individual elements.
1. Machine à imprimer rotative offset, notamment une machine à imprimer rotative à
feuilles comprenant des groupes imprimants et des dispositifs de protection de forme
plate, agencés sur ces groupes, qui sont amovibles pour les travaux de réglage et
d'entretien et munis de circuits de protection électrique, caractérisée en ce que
le dispositif de protection (4) est réalisé en une matière atténuant les sons et enveloppe
les groupes imprimants à la façon d'une capsule, et peut être enlevé ou ouvert, en
totalité ou partiellement, pour l'exécution de travaux de réglage ou d'entretien.
2. Dispositif de protection selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif
de protection (4) est composé d'une pluralité d'éléments individuels qui sont montés
de façon à pouvoir être déplacés en translation ou en rotation les uns par rapport
aux autres et les éléments distincts sont étanchéifiés par des joints à l'état fermé.
3. Dispositif de protection selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le
dispositif de protection (4) en forme de capsule est muni d'un dispositif d'aspiration
(5).
4. Dispositif de protection selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le
dispositif de protection (4) en forme de capsule est muni d'un système de circulation
d'air (5).
5. Dispositif de protection selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les
parois du dispositif de protection (4) sont munies d'ouvertures en forme de fenêtre
et vitrées.
6. Dispositif de protection selon la revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que
des actionneurs électriques ou mécaniques attaquent le dispositif de protection (4)
en forme de capsule et/ou des éléments distincts de ce dispositif pour ouvrir ou fermer
les éléments.
