(19)
(11) EP 0 418 483 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
27.03.1991  Patentblatt  1991/13

(21) Anmeldenummer: 90112445.3

(22) Anmeldetag:  29.06.1990
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5B26B 21/44
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK ES FR GB GR IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 21.09.1989 DE 8911246 U

(60) Teilanmeldung:
94102746.8 / 0605397

(71) Anmelder: Wilkinson Sword Gesellschaft mit beschränkter Haftung
D-42659 Solingen (DE)

(72) Erfinder:
  • Althaus, Wolfgang
    5600 Wuppertal - Cronenberg (DE)
  • Schwarz, Michael
    4690 Herne (DE)

(74) Vertreter: Stenger, Watzke & Ring Patentanwälte 
Kaiser-Friedrich-Ring 70
40547 Düsseldorf
40547 Düsseldorf (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Rasierapparatekopf, insbesondere Rasierklingeneinheit


    (57) Die Erfindung betrifft einen am vorderen Ende eines Handgriffs angeordneten Rasierapparatekopf, insbesondere Rasierklingen­einheit 1 eines Naßrasierapparates, bei dem in einem, eine vordere Führungsleiste 6 sowie eine hintere Abdeckkappe 7 aufweisenden Kunststoffgehäuse 2 eine Einfach- oder Doppelrasierklinge 3 befestigt ist und wobei der Rasierapparatekopf ein Rasierhilfsmittel aufweist, welches während der Rasur abgegeben wird. Um auf technisch einfache Weise zu erreichen, daß auch flüssige Rasierhilfsmittel, Hauptpflegemittel oder dgl. abgegeben werden können, wird mit der Erfindung vorgeschlagen, daß der Rasierapparatekopf eine Vorratseinrichtung zur Aufnahme eines flüssigen Rasierhilfsmittels, Hautpflegemittels oder dgl. aufweist, wobei dieser Vorratseinrichtung eine Abgabeeinrichtung zur Abgabe des Mittels während der Rasur zugeordnet ist.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen am vorderen Ende eines Handgriffs angeordneten Rasierapparatekopf, insbesondere Rasierklingen­einheit eines Naßrasierapparates, beim dem in einem, eine vor­dere Führungsleiste sowie eine hintere Abdeckkappe aufweisen­den Kunststoffgehäuse eine Einfach- oder Doppelrasierklinge befestigt ist und wobei der Rasierapparatekopf ein Rasier­hilfsmittel aufweist, welches während der Rasur abgegeben wird.

    [0002] Bei Einwegnaßrasierapparaten ist eine Einfach- oder Doppelra­sierklinge unlösbar im Rasierapparatekopf in einem Kunststoff­gehäuse eingebettet. Ist der Rasierapparatekopf separat ausge­bildet und kann an einem Handgriff befestigt werden, wobei zu diesem Zweck der Handgriff sowie der Rasierapparatekopf mit­einander korrespondierende Verriegelungseinrichtungen auf­weisen, spricht man von einer sogenannten Rasierklingenein­heit.

    [0003] Es ist bekannt, derartige Rasierklingeneinheiten mit einem zu­sätzlichen Gleitstreifen auszurüsten, um so die Rasur durch eine Reibungsminderung komfortabler zu gestalten. Dieser Gleitstreifen ist dabei mit einem Rasierhilfsmittel versehen, das während der Rasur abgegeben wird. Dabei unterscheidet man im wesentlichen zwei Systeme.

    [0004] Das erste System basiert auf einer Mischung des wasserlös­lichen Kunststoffes des Typs Polyox (PEO) und dem nicht was­serlöslichen Polystyrol (PS). Diese PEO/PS-Gleitstreifen gibt es in verschiedenen Formen. Sie werden auch nach verschiedenen Herstellungsverfahren gefertigt. Gleich ist bei allen diesen Gleitstreifen, daß während der Rasur eine bestimmte Menge, meistens zwischen 1 und 5 Milligramm des wasserlöslichen Kunststoffes appliziert wird.

    [0005] Nachteilig bei diesem ersten System ist, daß der Auftrag des Polyox während der Rasur sehr ungenau erfolgt und stark von den individuellen Rasiergewohnheiten abhängt. Auch zeigt sich, daß schon mit der zweiten und dritten Rasur die herausgelöste Menge an Polyox nachläßt, was somit schon sehr schnell zu einem spürbaren Nachlassen des Rasierkomforts führt. Ein wei­terer Nachteil dieses ersten Systems liegt darin, daß sich schon nach wenigen Anwendungen ein sehr unsauberes Aussehen des Gleitstreifens einstellt. Darüber hinaus ist der Gleit­streifen empfindlich gegen Feuchtigkeit, die insbesondere im Badezimmer vorhanden ist. Darüber hinaus hängt bei Polyox-Lö­sungen die sich während der Rasur ergebende Viskosität stark vom individuellen Rasierverhalten des Benutzers ab, d.h., wie stark der Gleitstreifen mit Wasser benetzt wird. Bei nicht gleichmäßiger Behandlung der Rasierklingeneinheit werden die Effekte negativ und der Benutzer kritisiert die "Klebrigkeit" des weißen Gleitstreifens. Schließlich wird bei dem ersten System der wasserlösliche Gleitfilm durch einen Kunststoff er­zeugt, der zwar als dermatologisch unbedenklich eingestuft ist, jedoch läßt sich der erwünschte Effekt nicht mit Naturstof­fen erreichen. Dies liegt darin begründet, daß das Herstel­lungsverfahren Temperaturen verlangt, die Naturstoffe zer­setzen würden. Aufgrund des Herstellungsverfahrens ist auch kein Wirkstoffzusatz möglich. Die bei der Herstellung des Gleitstreifens notwendigen Temperaturen liegen dabei über 200°C.

    [0006] Das zweite System basiert auf einer Ultra Glide-fähigen Folie, die während der Rasur ebenfalls die Reibungskraft reduziert und so eine komfortablere Rasur gewährleistet. Während in dem zuvor beschriebenen ersten System deutlich feststellbare und meßbare Polyoxmengen auf die Rasierfläche appliziert werden, ist dies beim zweiten System zur Erreichung des gleichen Effektes nicht notwendig.

    [0007] Die Ultra Glide-fähige Folie des zweiten Systems erreicht somit eine komfortablere Rasur ohne die zuvor beschriebenen Nachteile des ersten Sytems, so daß es zu keinem spürbaren Auftrag von Gleitmitteln auf die Haut kommt, so daß weiterhin die Leistung über einen längeren Zeitraum und über mehrere Rasuren erhalten bleibt, so daß sich in einem weiteren Punkt kein unsauberes Aussehen während der Benutzung ergibt und so daß schließlich weitestgehende Unempfindlichkeit gegen Luft­feuchtigkeit und Wärme gegeben ist. Allerdings kann aufgrund des Wirkungsmechanismus kein flüssiges, natürliches Rasier­hilfsmittels aufgetragen werden sowie keine Hautpflegemittel sowie parfürmierte Rasierhilfsmittel.

    [0008] Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zu­grunde, den Rasierapparatekopf, insbesondere Rasierklingenein­heit der eingangs angegebenen Art derart weiterzuentwickeln, daß auch flüssige Rasierhilfsmittel, Hautpflegemittel oder dgl. abgegeben werden können.

    [0009] Als technische Lösung wird mit der Erfindung vorge­schlagen, daß der Rasierapparatekopf eine Vorratseinrichtung zur Aufnahme eines flüssigen Rasierhilfsmittels, Hautpflege­mittels oder dgl. aufweist, wobei dieser Vorratseinrichtung eine Abgabeeinrichtung zur Abgabe des Mittels während der Ra­sur zugeordnet ist.

    [0010] Ein nach dieser technischen Lehre ausgebildeter Rasierappara­tekopf, insbesondere Rasierklingeneinheit hat den Vorteil, daß ein Auftrag von flüssigen, natürlichen und gegebenenfalls par­fümierten Rasierhilfsmitteln sowie Hautpflegemitteln oder dgl. während der Rasur möglich ist. Dies wird erfindungsgemäß da­durch erreicht, daß der Rasierapparatekopf eine Bevorratungs­einrichtung für diese Flüssigmittel aufweist, die dann bei Be­darf während der Rasur abgegeben werden. Die Vorratseinrich­tung wurde durch die Entwicklung von schmalen Rasierklingen möglich, ohne damit gleichzeitig eine nachteilige Vergrößerung der Rasierklingeneinheit für die Bevorratung des Flüssigmit­tels zu schaffen. Dadurch ist es möglich, Rasierpflegemittel oder allgemein Pflegemittel mit immer gleichbleibender Visko­sität aufzutragen. Dies hängt dabei nicht vom individuellen Rasierverhalten ab, wie dies beispielsweise bei den bekannten Polyox-Lösungen der Fall ist. Besondere Bedeutung erhält dabei die erfindungsgemäße Rasierklingeneinheit dadurch, daß sie sich besonders dazu eignet, Naturstoffe zu applizieren. Natur­stoffe können hautverträglicher als die bisher verwendeten Kunststoffe sein, sind jedoch temperatur- und lichtempfind­lich. Temperatur und Licht führen normalerweise zu einem Abbau der natürlichen Moleküle und der Zutritt von Luft kann zu einer Zersetzung durch Sauerstoffaufnahme führen. All diese möglichen Nachteile der Naturstoffe sind durch die erfindungs­gemäße Vorratseinrichtung im Rasierapparatekopf ausgeschlos­sen. Während beim zuvor beschriebenen ersten System des Stan­des der Technik zwischen 2 und 5 Milligramm Polyox pro Rasur appliziert werden muß, um zu einer Verbesserung des Rasurkom­forts zu gelangen, läßt der erfindungsgemäße Rasierapparate­kopf den Auftrag von Rasierhilfsmitteln oder dgl. von ca. 20 Milligramm bis ca. 700 Milligramm zu, wobei mittels des zur Verfügung stehenden Volumens für das Flüssigmittel eine aus­reichende Zufuhr über die Rasurdauer garantiert werden kann.

    [0011] Vorzugsweise ist die Vorratseinrichtung im hinteren Bereich des Rasierapparatekopfes angeordnet, also im Bereich der hin­teren Abdeckkappe des Rasierapparatekopfes. Dabei macht man sich die schmale Ausbildung der Rasierklingen zunutze, die im hinteren Bereich des Rasierapparatekopfes genügend Platz lassen, um dort die Vorratseinrichtung vorzusehen.

    [0012] Weiterhin erstreckt sich die Vorratseinrichtung vorzugsweise im wesentlichen über die gesamte Breite des Rasierapparate­kopfes, so daß die gesamte Rasierbreite mit dem Rasierhilfs­mittel versehen wird. Unter der "Breite" des Rasierapparate­kopfes ist dabei die in Rasierrichtung querverlaufende Er­streckung des Rasierapparatekopfes zu verstehen.

    [0013] In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Vorratseinrich­tung eine Vorratskammer. Diese ist innerhalb des Kunststoffge­häuses des Rasierapparatekopfes ausgebildet.

    [0014] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Vorratskammer ist diese zumindest teilweise durch ein transparentes Material ge­bildet, welches zumindest teilweise die Mantelfläche des Ra­sierapparatekopfes bildet. Dies bringt den Vorteil mit sich, daß der Füllstand des flüssigen Rasierhilfsmittels innerhalb der Vorratskammer von außen sichtbar ist und so auf einfache Weise durch den Benutzer kontrolliert werden kann.

    [0015] Als Abgabeeinrichtung ist vorzugsweise wenigstens eine im Kunststoffgehäuse ausgebildete Öffnung vorgesehen, aus der das flüssige Mittel aus der Vorratskammer während der Rasur heraustritt. Vorzugsweise mündet (münden) die Öffnung(en) im Bereich der Abdeckkappe. Alternativ oder aber auch zusätzlich mündet (münden) bei der Doppelrasierklinge die Öffnung(en) im Bereich zwischen den Rasierklingen. Im letzteren Fall ent­springen die Öffnungen vorzugsweise einer gemeinsamen Zufüh­ rung von der Vorratskammer aus. Die Öffnungen sind jedoch nicht auf die beschriebenen Stellen beschränkt, sie können auch an jeder anderen beliebigen Stelle münden, beispielsweise auch vor den Rasierklingen.

    [0016] Die Öffnungen lassen sich auf die unterschiedlichsten Art und Weisen ausbilden.

    [0017] So können beispielsweise mehrere, voneinander separate Öff­nungen in Form von Bohrungen über die Breite des Rasierappara­tekopfes verteilt vorgesehen sein. Die Bohrungen haben dabei vorzugsweise einen runden Querschnitt. Dadurch wird die gesam­te Rasierbreite mit dem Rasierhilfsmittel versehen. Auch kann die Öffnung als parallel zu der (den) Schneidkante(n) der Ra­sierklinge(n) sich erstreckender Schlitz ausgebildet sein. Auch hier ist es möglich, mehrere Schlitze über die Breite des Rasierapparatekopfes gleichmäßig zu verteilen. Auch ist es denkbar, mehrere Schlitze übereinander anzuordnen.

    [0018] In einer Weiterbildung der Öffnung bzw. der Öffnungen ent­springen diese bei einer Haltung des Rasierapparatekopfes mit senkrecht nach unten gerichteten Rasierklingen vom Bodenbe­reich der Vorratskammer aus. Man macht sich dabei den Umstand zunutze, daß im Normalfall die Rasur mit abwärts gerichteten Rasierbewegungen gestartet wird. Durch die so ausgebildeten Öffnungen kann dann das flüssige Rasierhilfsmittel mit Wirk­stoff und/oder Parfüm nach unten austreten. Somit ist bei den abwärts gerichteten Rasierbewegungen jederzeit ein Nachschub des Rasierhilfsmittels gewährleistet.

    [0019] In einer speziellen konstruktiven Ausbildung dieses Konzeptes sind die Öffnungen vorzugsweise durch einen schlitzartigen Ka­nal gebildet, der sich im wesentlichen parallel zu der (den) Ebene(n) der Rasierklinge(n) nach vorne hin erstreckt. Vor­zugsweise ist dabei der schlitzartige Kanal (wobei auch mehrere derartige schlitzartige Kanäle über die Breite des Ra­sierapparatekopfes verteilt vorgesehen sein können) in der Ab­deckkappe des Kunststoffgehäuses ausgebildet.

    [0020] In einer alternativen Ausführungsform ist als Öffnung ein parallel zu der (den) Schneidkante(n) der Rasierklinge(n) sich erstreckender, durchgehender Schlitz vorgesehen, in dem die eine Längskante eines im Innern der Vorratskammer in das flüs­sige Mittel eingetauchten, länglichen Streifens aus saugfähi­gem Material festgelegt ist. Diese Konstruktion basiert auf dem sogenannten Dochtprinzip, bei dem der saugfähige Streifen sich mit dem flüssigen Mittel vollsaugt, so daß im Bereich der im Schlitz festgelegten Längskante des Streifens jederzeit das flüssige Mittel zur Verfügung steht und während der Rasur durch Hautkontakt abgegeben wird. Die Längskante besitzt somit die Funktion eines Gleitstreifens, der jedoch im Unterschied zu den bekannten Gleitstreifen den Nachschub aus der in der Vorratskammer befindlichen Flüssigkeit bezieht. Der Streifen aus dem saugfähigen Material kann dabei aus einem natürlichen oder künstlichen Werkstoff hergestellt sein, wobei über die Kapillargröße sowie durch die Größe des Querschnitts die zu applizierende Flüssigkeitsmenge bestimmt werden kann. Dieses Dochtprinzip arbeitet unter allen Winkeln und Lagen. Um die künstliche Verdunstung des Rasierhilfsmittels und dabei insbesondere der beigegebenen Wirkstoffe und Parfüme während der Lagerung zu verhindern, kann das Applikationsvlies durch eine Klebefolie abgedeckt sein.

    [0021] Vorzugsweise steht die Längskante des Streifens etwas über die Oberseite des Rasierapparatekopfes über und kann weiterhin ab­gerundet sein, so daß ein optimaler Gleitstreifen gebildet ist.

    [0022] In einer weiteren konstruktiven Ausbildung kann auf der Ober­seite des Rasierapparatekopfes eine über dessen Breite sich erstreckende, gegen eine Federkraft verschwenkbare Klappe angeordnet sein, die in ihrer Grundstellung die Öffnung auf­grund der Federkraft selbsttätig verschließt und während der Rasur aufgrund der Druckausübung durch Verschwenken die Öff­nung freigibt und anschließend wieder selbsttätig in die Ver­schlußstellung während des Nichtgebrauchs zurückgeht. Somit wird während der Rasur die Klappe betätigt und die Applika­tionsöffnungen werden geöffnet. Somit ist bei dieser Ausfüh­rungsform ein selbständiger Austritt des Rasierhilfsmittels während des Nichtbenutzungszeitraumes ausgeschlossen.

    [0023] Vorzugsweise besteht die Klappe aus einem elastischen Material und ist die Verschwenkachse definierend auf der Oberseite des Rasierapparatekopfes befestigt. Durch die innere Spannung der Klappe wird somit die Federkraft erzeugt, mit der die Klappe selbsttätig in die Schließstellung verschwenkt wird.

    [0024] In einer Weiterbildung dieses Klappenprinzipes definieren die Rückseite der Abdeckkappe sowie die Vorderseite der in diesem Bereich verschwenkbaren Klappe miteinander korrespondierende Anlageflächen, wobei die Oberseite der Klappe in der ver­schwenkten Öffnungsstellung die hintere Fortsetzung der Ab­deckkappe bildet. Auf diese Weise ist ein sicheres Verschließen der Öffnungen im Nichtgebrauchszustand des Naßra­sierapparates gewährleistet.

    [0025] In einer weiteren Ausführungsform ist in der Vorratskammer ein über die Breite des Rasierapparatekopfes sich erstreckender, rohrförmiger Hohlkörper aus einem porösen, elastischen Mate­rial angeordnet, der mit seiner Außenmantelfläche teilweise in einer auf der Oberseite des Rasierapparatekopfes ausgebildeten Durchbrechung liegt, wobei weiterhin innerhalb des Hohlkörpers ein Körper aus einem saugfähigen, kompressiblen Material, ins­besondere Schwamm, zum Aufsaugen und damit Bevorraten des flüssigen Mittels angeordnet ist und wobei schließlich in die seitlichen Öffnungen des rohrförmigen Hohlkörpers ins Innere des Hohlkörpers verschiebbare Druckknöpfe angeordnet sind. Die eigentliche Bevorratung des Rasierhilfsmittels erfolgt dabei im schwammartigen Körper, welcher innerhalb des Hohlkörpers angeordnet ist. Indem der Benutzer auf die Druckknöpfe drückt, wird dieser schwammartige Körper derart komprimiert, daß das Rasierhifsmittel in den äußeren Hohlkörper gepreßt wird, der ebenfalls schwammartig ausgebildet ist und somit das Rasier­hilfsmittel aufsaugt. Dieses System läßt somit eine individu­elle Entscheidung über die aufzutragende Menge an Rasierhilfs­mittel zu. Im Normalfall ist die Porosität des Hohlkörpers so eingestellt, daß bei einem einmaligen Betätigen der Druckknöpfe eine ausreichende Menge an Rasierhilfsmittel appliziert wird. Sollte der Benutzer jedoch eine größere Menge wünschen, kann er durch mehrmaliges Drücken die von ihm gewünschte Menge einstellen.

    [0026] Vorzugsweise ist dabei der Hohlkörper auswechselbar in der Vorratskammer angeordnet, so daß die Versorgung des Rasier­apparatekopfes über die gesamte Lebensdauer der Rasierklingen mit dem Rasierhilfsmittel gewährleistet ist.

    [0027] In einer Weiterbildung dieses Prinzips ist der Hohlzylinder vorzugsweise ein in der Vorratskammer frei drehbarer Hohlzy­linder. Eine derartige Applikationsrolle hat den Vorteil einer gleichmäßigen Abgabe des Rasierhilfsmittels, da sich während der Rasur der Hohlzylinder dreht, so daß seine gesamte Mantel­fläche das Rasierhilfsmittel auf die Haut abgibt.

    [0028] In einer weiteren Ausführungsform wird vorgeschlagen, daß in der Vorratskammer eine in dieser verstellbare, rohrförmige Pa­trone zur Aufnahme des flüssigen Mittels angeordnet ist, wobei diese Patrone wenigstens eine Bohrung aufweist, die in der einen Verstellstellung hinter der korrespondierenden Öffnung des Kunststoffgehäuses liegt und die in der anderen Verstell­stellung der Patrone durch die Innenwand der Vorratskammer ge­schlossen ist. Somit läßt sich die Vorratskammer durch eine entsprechende Stellung der Patrone für die Rasur öffnen, während für den Nichtgebrauch des Rasierapparates die Patrone derart verstellt wird, daß deren Bohrungen verschlossen sind und somit ein Auslaufen des in der Patrone enthaltenen Rasier­hilfsmittels verhindert wird. Dieses Patronenprinzip eig­net sich besonders für dünnflüssige und schnell flüchtige Stoffe. Vorzugsweise besteht die Patrone auch aus einem trans­parenten Material und bildet dabei im rückseitigen Bereich des Rasierapparatekopfes die Mantelfläche, so daß der Benutzer von außen den Füllstand innerhalb der Patrone kontrollieren kann.

    [0029] Vorzugsweise ist dabei die Patrone in der Art eines Hohlzylin­ders ausgebildet. Dies hat den Vorteil, daß sie drehbar innerhalb der Vorratskammer angeordnet werden kann, so daß zum Öffnen und Schließen der Öffnungen zwei verschiedene Drehstel­lungen vorzusehen ist.

    [0030] Alternativ zur drehbaren Patrone kann diese auch in Richtung der Achse seitlich verschiebbar innerhalb der Vorratskammer angeordnet sein. Vorzugsweise sind dabei seitwärts angebrachte Druckstücke vorgesehen, mit denen das Verschieben der Patrone ermöglicht wird.

    [0031] In einer ähnlichen Weiterbildung wie bei der zuvor beschriebe­nen Applikationsrolle kann auch hier die Patrone vorzugsweise auswechselbar in der Vorratskammer angeordnet sein, so daß eine leere Patrone durch eine volle ersetzt werden kann und somit über die gesamte Lebensdauer der Rasierklinge die Ver­sorgung mit dem Rasierhilfsmittel gewährleistet ist.

    [0032] In einer weiteren Ausführungsform ist das Vorratselement für das flüssige Mittel als Alternative zur Vorratskammer durch eine elastische, poröse sowie mit dem flüssigen Mittel ge­tränkte Rolle gebildet, die parallel zu der (den) Schneidkan­te(n) der Rasierklinge(n) frei drehbar im Kunststoffgehäuse über dessen Oberseite überstehend gelagert ist. Diese Schwamm­rolle für das Vorratselement ist somit Träger für das flüssige Mittel, wobei während der Rasur die Rolle auf der Haut des Be­nutzers abrollt und dabei das flüssige Mittel allmählich ab­gibt.

    [0033] Schließlich wird in einer Alternative vorgeschlagen, daß das Vorratselement für das flüssige Mittel durch eine zu der (den) Schneidkante(n) der Rasierklinge(n) parallele Leiste aus einem porösen, elastischen sowie mit dem flüssigen Mittel getränkten Material besteht, welches auf der Oberseite einer verschwenk­baren Klappe des Kunststoffgehäuses angeordnet ist. Während der Rasur schwenkt dabei die Klappe zusammen mit der schwamm­artigen Leiste in die Arbeitsstellung, bei der die Oberseite der Leiste die rückseitige Verlängerung der Abdeckkappe bil­det.

    [0034] Schließlich wird in einer Weiterbildung des Rasierapparate­kopfes vorgeschlagen, daß dieser bei Nichtgebrauch mit einer die Verdunstung des flüssigen Mittels verhindernden Abdeck­folie versehen ist. Dadurch kann bei längerer Lagerung des Ra­sierapparates verhindert werden, daß das Rasierhilfsmittel allmählich verdunstet.

    [0035] Acht Ausführungsbeispiele eines erfindungsgemäßen Rasierappa­ratekopfes in Form einer Rasierklingeneinheit werden nach­folgend anhand der schematischen Zeichnungen beschrieben. In diesen zeigt:

    Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform;

    Fig. 2 einen Schnitt durch die Rasierklingeneinheit in Fig. 1 in vergrößertem Maßstab;

    Fig. 3 eine perspektivische Ansicht einer zweiten Ausführungsform;

    Fig. 4 einen Schnitt durch die Rasierklingeneinheit in Fig. 3 in vergrößertem Maßstab;

    Fig. 5 eine perspektivische Ansicht einer dritten Ausführungsform;

    Fig. 6a einen Schnitt durch die Rasierklingeneinheit in Fig. 5 in vergrößertem Maßstab;

    Fig. 6b die Rasierklingeneinheit in Fig. 6a, jedoch mit während der Benutzung verschwenkter Klappe;

    Fig. 7 eine perspektivische Ansicht einer vierten Ausführungsform;

    Fig. 8 einen Schnitt durch die Rasierklingeneinheit in Fig. 7 in vergrößertem Maßstab;

    Fig. 9 eine perspektivische Ansicht einer fünften Ausführungsform;

    Fig. 10 einen Schnitt durch die Rasierklingeneinheit in Fig. 9 in vergrößertem Maßstab;

    Fig. 11 eine perspektivische Ansicht einer sechsten Ausführungsform;

    Fig. 12 einen Schnitt durch die Rasierklingeneinheit in Fig. 11 in vergrößertem Maßstab;

    Fig. 13 eine perspektivische Ansicht einer siebten Ausführungsform;

    Fig. 14a einen Schnitt durch die Rasierklingeneinheit in Fig. 13 in vergrößertem Maßstab;

    Fig. 14b die Rasierklingeneinheit in Fig. 14a, jedoch mit während der Benutzung verschwenkter Klappe;

    Fig. 15 eine hälftige Ansicht von oben auf eine achte Ausführungsform;

    Fig. 16 eine entsprechende Ansicht von vorne der Ra­sierklingeneinheit in Fig. 15;

    Fig. 17 eine Seitenansicht der Rasierklingeneinheit in Fig. 15 von rechts;

    Fig. 18 einen Schnitt entlang der Linie XVIII-XVIII in Fig. 16;

    Fig. 19 einen Schnitt entlang der Linie XIX-XIX in Fig. 16.



    [0036] In den Zeichnungen sind insgesamt acht Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen Rasierapparatekopfes in Form einer soge­nannten Rasierklingeneinheit 1 dargestellt. Bei diesen Rasier­klingeneinheiten 1, die am vorderen Ende eines (nicht darge­stellten) Handgriffs mittels eines speziellen Verriegelungs­mechanismus befestigt werden, ist dabei jeweils in einem Kunststoffgehäuse 2 eine Rasierklinge 3 in Form einer Doppel­rasierklinge unlösbar eingebettet. Wie in den Schnittdarstel­lungen jeweils erkennbar ist, ist hierfür jeweils ein L-förmi­ger Abstandhalter 4 vorgesehen, an dessen einem Schenkel die beiden Rasierklingen 3 beidseitig befestigt sind, während der andere Schenkel des Abstandhalters 4 im Kunststoffgehäuse 2 festgelegt ist. Die Rasierklingen 3 liegen dabei jeweils auf einer Klingenplattform 5 des Kunststoffgehäuses 2 auf.

    [0037] Weiterhin weisen sämtliche Ausführungsformen der Rasier­klingeneinheit 1 eine parallel zu den Schneidkanten der Ra­sierklingen 3 sich erstreckende, vordere Führungsleiste 6 sowie eine hintere Abdeckkappe 7 auf, welche im wesentlichen auf der oberen Rasierklinge 3 aufliegt und zusammen mit der vorderen Führungsleiste 6 und den Rasierklingen 3 die Schneid­geometrie definiert.

    [0038] In weiterer gemeinsamer Übereinstimmung weisen die Rasierklin­geneinheiten 1 jeweils im hinteren Bereich ein Vorratselement für ein flüssiges Rasierhilfsmittel (welches gegebenenfalls auch parfümiert sein kann), Hautpflegemittel oder dgl. auf. Da die Rasierklingen 3 schmal ausgebildet sind, ist hinter ihnen in der Rasierklingeneinheit 1 genügend Platz zur Anordnung dieses Vorratselements, ohne daß die Rasierklingeneinheit 1 nachteiligerweise vergrößert werden muß.

    [0039] Während bei den ersten fünf Ausführungsformen (Fig. 1 bis Fig. 10) sowie in der achten Ausführungsform (Fig. 15 bis Fig. 19) das Vorratselement jeweils als Vorratskammer 8 ausgebildet ist, ist bei der sechsten und siebten Ausführungsform (Fig. 11 bis Fig. 14b) das Vorratselement durch ein schwammähnliches Element gebildet, in dem das flüssige Rasierhilfsmittel aufge­saugt ist.

    [0040] Nachfolgend sollen die acht Ausführungsformen der erfindungs­gemäßen Rasierklingeneinheit 1 einzeln beschrieben werden:

    [0041] Bei der ersten Ausführungsform (Fig. 1 und 2) ist im hinteren Bereich der Rasierklingeneinheit 1 eine Vorratskammer 8 zur Aufnahme des flüssigen Rasierhilfsmittels definiert. Gebildet wird diese Vorratskammer 8 durch ein Unterteil des Kunststoff­gehäuses 2, welches im hinteren Bereich wannenförmig ausgebil­det ist. Auf dieses Unterteil des Kunststoffgehäuses 2 wird ein ebenfalls wannenförmiges (mit der Öffnung nach unten) Oberteil aufgesteckt, welches zugleich auch die Abdeckkappe 7 definiert. Oberteil und Unterteil des Kunststoffgehäuses 2 sind dabei unlösbar miteinander derart verbunden, daß an der Kontaktstelle zwischen diesen beiden Teilen das flüssige Ra­sierhilfsmittel nicht austreten kann.

    [0042] Bei dieser ersten Ausführungsform weist das Kunststoffgehäuse 2 im Bereich der Abdeckkappe 7 eine Öffnung 9 in Form eines parallel zu den Schneidkanten der Rasierklingen 3 sich er­streckenden, durchgehenden Schlitzes 10 auf. In diesem Schlitz 10 ist die eine Längskante 11 eines Streifens 12 aus einem saugfähigen Material festgelegt, welches mit seinem unteren Ende in die Vorratskammer 8 ragt und dabei in das flüssige Ra­sierhilfsmittel eingetaucht ist. Das saugfähige Material kann dabei aus einem natürlichen oder künstlichen Werkstoff herge­stellt sein, wobei diese Ausführungsform nach dem sogenannten Docht-Prinzip arbeitet. Dabei kann über die Kapillargröße und durch die Größe des Querschnittes des Streifens 12 die zu applizierende Menge an flüssigem Rasierhilfsmittel bestimmt werden. Da der Streifen 12 stets in das flüssige Rasierhilfs­mittel eingetaucht ist, arbeitet dieses System unter allen Winkeln und Lagen. Um die künstliche Verdunstung des flüssigen Rasierhilfsmittels und dabei insbesondere die beigegebenen Wirkstoffe und Parfüme während der Lagerung zu verhindern, kann das Applikationsvlies in Form des Streifens 12 durch eine (nicht dargestellte) Klebefolie abgedeckt sein.

    [0043] Bei der zweiten Ausführungsform (Fig. 3 und 4) ist ebenfalls im hinteren Bereich der Rasierklingeneinheit 1 eine Vorrats­kammer 8 definiert. Diese ist konstruktiv entsprechend der Vorratskammer der ersten Ausführungsform gebildet. Auch hier weist die Vorratskammer 8 im oberen Bereich des Kunststoffge­häuses 2 und dabei im Bereich der Abdeckkappe 7 Öffnungen 9 in Form von Schlitzen 13 auf, die (durch Stege unterteilt) sich parallel zu den Schneidkanten der Rasierklingen 3 über die Breite der Rasierklingeneinheit 1 erstrecken. Diese Schlitze 13 sind dabei Teile von Kanälen 14, die sich ausgehend von der Vorratskammer 8 parallel zu den Ebenen der Rasierklingen 3 nach vorne hin erstrecken.

    [0044] Bei dieser Ausführungsform erfolgt somit die Applikation des flüssigen Rasierhilfsmittels durch die kleinen Schlitze 13 in der Abdeckkappe 7. Das Wirkungsprinzip ist dabei so, daß im Normalfall die Rasur mit abwärts gerichteten Rasierbewegungen gestartet wird. Da in dieser Haltung der Rasierklingeneinheit 1 die Kanäle 14 im Bodenbereich der Vorratskammer 8 angeordnet sind, tritt aufgrund der Schwerkraft das in der Vorratskammer 8 befindliche flüssige Rasierhilfsmittel aus den nach unten gerichteten Schlitzen 13 aus. Die Schlitzgröße muß dabei auf die Viskosität des flüssigen Rasierhilfsmittels abgestimmt sein. Die Applikationsmenge wird durch die Schlitzgröße und durch die Rasurzeit bestimmt.

    [0045] Diese Ausführungsform eignet sich besonders für Rasierhilf mittel, die eine größere Applikationsmenge verlangen. Auch hier kann während der Lagerung das selbständige Austreten des flüssigen Rasierhilfsmittels verhindert werden, indem die Ra­sierklingeneinheit 1 auf Blisterkarten mit der Vorratskammer 8 nach unten befestigt und die Schlitze 13 durch einen Streifen beispielsweise in Form einer Klebefolie verschlossen werden. Um das selbständige Austreten des Rasierhilfsmittels während der Lagerung zwischen den Rasuren zu verhindern, wird der Ra­sierapparat so in einen Halter gehangen oder gelegt, daß die Schlitze 13 nach oben zeigen.

    [0046] Bei der dritten Ausführungsform (Fig. 5 bis 6b) ist ebenfalls im hinteren Bereich der Rasierklingeneinheit 1 eine Vorrats­kammer 8 durch das Kunststoffgehäuse 2 in entsprechender Weise wie bei den beiden vorhergehenden Ausführungsformen definiert. Entsprechend wie bei der ersten Ausführungsform weist auch hier das Kunststoffgehäuse 2 im Bereich der Abdeckkappe 7 einen durchgehenden Schlitz 15 auf, welcher die Öffnung 9 der Vorratskammer 8 bildet. Um ein Austreten des in der Vorrats­kammer 8 befindlichen flüssigen Rasierhilfsmittels während des Nichtgebrauchs des Rasierapparates zu verhindern, ist dieser Schlitz 15 durch eine Klappe 16 verschlossen (Fig. 6a). die Rückseite der Abdeckkappe 7 bildet dabei mit der Vorderseite der Klappe 16 jeweils miteinander korrespondierende Anlageflä­ chen 17. Die Klappe 16 besteht dabei aus einem elastischen Ma­terial und ist im Bereich des Schlitzes 15 auf dem Kunststoff­gehäuse 2 derart befestigt, daß während der Rasur die Klappe 16 aufgrund der Druckausübung verschwenkt wird, so daß die An­lageflächen 17 voneinander abheben und den Schlitz 15 öffnen. Dies ist in Fig. 6b durch den Pfeil P angedeutet. Die Obersei­te der Klappe 16 bildet dabei die hintere Fortsetzung der Ab­deckkappe 7. Nach Gebrauch kehrt die Klappe 16 wieder in ihre Schließstellung zurück.

    [0047] Bei der vierten Ausführungsform (Fig. 7 und 8) ist im Kunst­stoffgehäuse 2 im hinteren Bereich der Rasierklingeneinheit 1 ebenfalls eine Vorratskammer 8 ausgebildet, die sich jedoch von den vorhergehenden Ausführungsformen insbesondere im Hin­blick auf die Aufbewahrung und Art und Weise der Abgabe des flüssigen Rasierhilfsmittels unterscheidet. So weist das Kunststoffgehäuse 2 im oberen, hinteren Bereich eine relativ breite, schlitzähnliche Durchbrechung 18 auf, welche sich pa­rallel zu den Schneidkanten der Rasierklingen 3 hinter der Ab­deckkappe 7 erstreckt. Innerhalb der Vorratskammer 8 ist dabei ein rohrförmiger Hohlkörper 19 in Form eines Hohlzylinders frei drehbar angeordnet. Dieser besteht aus einem porösen, elastischen Material und besitzt die Funktion einer Applika­tionsrolle. Innerhalb des Hohlkörpers 19 befindet sich ein poröser Körper 20 in Form eines Schwammes, der mit dem flüssi­gen Rasierhilfsmittel getränkt ist. Weiterhin weist dieses System Druckknöpfe 21 auf, welche in den Seitenwänden des Kunststoffgehäuses 2 gelagert sind und die seitlich in die beiden offenen Enden des Hohlkörpers 19 ragen. Diese Druck­knöpfe 21 können dabei derart ins Innere des Hohlkörpers 19 gedrückt werden (durch die Pfeile P′ angedeutet), daß der darin befindliche schwammartige Körper 20 komprimiert wird, so daß durch dieses Auspressen des flüssigen Rasierhilfsmittels dieses in den porösen Hohlkörper 19 dringt. Da somit dieser Hohlkörper 19 mit dem flüssigen Rasierhilfsmittel getränkt ist, gibt er während der Rasur durch die Druckbeaufschlagung das flüssige Rasierhilfsmittel ab.

    [0048] Dieses System mit einer Applikationsrolle läßt eine individu­elle Entscheidung über die aufgetragene Menge des flüssigen Rasierhilfsmittels zu. Im Normalfall ist die Porosität des Hohlkörpers 19 so eingestellt, daß bei einmaligem Pumpen mit den Druckknöpfen 21 eine ausreichende Menge an Rasierhilfsmit­tel appliziert wird. Sollte der Benutzer jedoch eine größere Menge wünschen, kann er durch mehrmaliges Pumpen die von ihm gewünschte Menge einstellen.

    [0049] Die fünfte Ausführungsform (Fig. 9 und 10) sieht ebenfalls die Verwendung einer Vorratskammer 8 im hinteren Bereich des Kunststoffgehäuses 2 der Rasierklingeneinheit 1 vor. Die Ober­seite des Kunststoffgehäuses 2 weist dabei eine Reihe von Öff­nungen 9 in Form von Bohrungen parallel zu den Schneidkanten der Rasierklingen 3 auf, wie in der perspektivischen Ansicht gemäß Fig. 9 erkennbar ist. Wesentlich bei dieser Ausführungs­form ist, daß innerhalb der Vorratskammer 8 eine rohrförmige Patrone 22 zur Aufnahme des flüssigen Rasierhilfsmittels ange­ordnet ist, welche endseitig jeweils abgeschlossen ist und somit einen in sich geschlossenen Behälter bildet. Die Patrone weist dabei über die Länge der Mantelfläche verteilt Bohrungen 23 auf, welche insbesondere im Hinblick auf die Zwischenab­stände mit den Öffnungen 9 der Vorratskammer 8 korrespondie­ren. Im Innern weist die Patrone 22 durch Fortsätze 24 gebil­dete Kanäle 25 auf, welche in den Bohrungen 23 auf der Mantel­fläche der Patrone 22 münden. Wesentlich bei dieser Ausfüh­rungsform ist, daß die Patrone 22 seitlich verschiebbar inner­halb des Kunststoffgehäuses 2 angeordnet ist. Das Verschieben der Patrone 22 kann dabei durch seitliche Betätigungsknöpfe 26 erreicht werden, wobei die Betätigungsrichtung durch die Pfeile P˝ angedeutet ist. Durch die seitliche Verschiebung der Patrone 22 lassen sich die bohrungsähnlichen Öffnungen 9 des Kunststoffgehäuses 2 öffnen und schließen, indem in der Öffnungsstellung die Bohrungen 23 der Patrone 22 exakt hinter den Öffnungen 9 des Kunststoffgehäuses 2 liegen, während in der Schließstellung nach Verschieben der Patrone 22 dessen Bohrungen 23 hinter den Zwischenwänden zwischen den Öffnungen 9 des Kunststoffgehäuses 2 liegen, so daß diese die Bohrungen 23 der Patrone 22 verschließen.

    [0050] Dieses Prinzip eignet sich besonders für dünnflüssige und schnell flüchtige Stoffe. Der Abstand sowie die Größe der Öff­nungen 9 sowie der Bohrungen 23 bestimmen die während der Ra­sur aufgetragene Menge. Dabei kann die Applikationsmenge dem Belastungsprofil angeglichen werden, welches sich aus den un­terschiedlichen Belastungszonen der Rasierklingeneinheit 1 er­gibt. Dabei ist die Belastung und damit auch der Bedarf an Ra­sierhilfsmitteln im Mittelbereich der Rasierklinge 3 am größten, während zum Rand hin eine Abnahme zu verzeichnen ist.

    [0051] Die sechste Ausführungsform (Fig. 11 und 12) weist keine Vor­ratskammer 8 für das flüssige Rasierhilfsmittel im Sinne der zuvor beschriebenen Ausführungsformen auf. Statt dessen ist bei dieser sechsten Ausführungsform im hinteren Bereich der Rasierklingeneinheit 1 in den Seitenwänden des Kunststoffge­häuses 2 eine Rolle 27 aus einem elastischen, porösen Material um eine zu den Schneidkanten der Rasierklingen 3 parallele Achse A frei drehbar gelagert. Diese schwammähnliche Rolle 27 ist mit dem flüssigen Rasierhilfsmittel getränkt, so daß auf­grund ihrer Elastizität während der Rasur das Rasierhilfsmit­tel hinausgedrückt und auf die Haut des sich Rasierenden auf­getragen wird. Dabei steht die Rolle 27 über die Abdeckkappe 7 über, wie insbesondere in der Schnittdarstellung gemäß Fig. 12 erkennbar ist.

    [0052] Die siebte Ausführungsform (Fig. 13 bis 14b) weist ebenfalls keine Vorratskammer 8 zur Aufnahme des flüssigen Rasier­hilfsmittels im Sinne der ersten fünf Ausführungsformen auf. Vielmehr ist an der hinteren Längskante der Abdeckkappe 7 über ein Filmscharnier 28 eine Klappe 29 verschwenkbar angelenkt. Die Oberseite dieser Klappe 29 trägt eine Leiste 30 mit einer im wesentlichen dreieckigen Querschnittsform aus einem ela­stischen, porösen Material. Diese Leiste 30 steht dabei in der Grundstellung während des Nichtgebrauchs des Rasierapparates über die hintere Fortsetzung der Abdeckkappe 7 über, wie in Fig. 14a erkennbar ist. Die schwammartige Leiste 30 ist mit dem flüssigen Rasierhilfsmittel getränkt. Während der Rasur wird die Oberseite der Rasierklingeneinheit 1 durch den Be­nutzer gegen die Haut gedrückt. Dies hat zur Folge, daß die Klappe 29 mit ihrer Leiste 30 entsprechend dem Pfeil P‴ der­art nach unten verschwenkt wird, daß der eine Schenkel der Leiste 30 die hintere Fortsetzung der Abdeckkappe 7 bildet. Durch die elastische Ausbildung der Leiste 30 wird das in dieser enthaltene flüssige Rasierhilfsmittel herausgedrückt und somit an die Haut abgegeben. Die Klappe 27 ist dabei mit einer derartigen Eigenspannung an der Abdeckkappe 7 angelenkt, daß sie versucht, in die in Fig. 14a dargestellte Grundstel­lung zurückzukehren, so daß aufgrund dieser Eigenspannung be­reits die Leiste 30 gegen die Haut des Benutzers während der Rasur drückt.

    [0053] Die achte Ausführungsform (Fig. 15 bis 19) schließlich sieht ebenfalls wie bei den ersten fünf Ausführungsformen die Ver­wendung einer Vorratskammer 8 im hinteren Bereich des Kunst­stoffgehäuses 2 der Rasierklingeneinheit 1 vor. Die Oberseite des Kunststoffgehäuses 2 weist dabei im Bereich der Abdeck­kappe 7 eine Reihe von Öffnungen 9 in Form von jeweils einen runden Querschnitt aufweisenden Bohrungen parallel zu den Schneidkanten der Rasierklingen 3 auf. Dabei ist erkennbar, daß im mittleren Bereich der Rasierklingeneinheit 1 die Öff­nungen 9 dichter aufeinander folgen als weiter außen. Außer diesen Öffnungen 9 im Bereich der Abdeckkappe 7 weist diese Ausführungsform zusätzliche Öffnungen 9 auf, welche im hinte­ren Bereich zwischen den beiden Rasierklingen 3 münden, wie insbesondere in der Schnittdarstellung gemäß Fig. 19 erkennbar ist. Die Öffnungen 9 gehen dabei jeweils von einer gemeinsamen Zuführung aus der Vorratskammer 8 aus. Dabei ist aber nicht jeder Öffnung 9, die im Bereich der Abdeckkappe 7 mündet, eine Öffnung 9 zugeordnet, welche zwischen den beiden Rasierklingen 3 mündet. Wie insbesondere in Fig. 16 erkennbar ist, wird immer eine in der Abdeckkappe 7 mündende Öffnung 9 über­sprungen.

    [0054] Entsprechend wie bei der fünften Ausführungsform (Fig. 9 und 10) ist auch bei dieser achten Ausführungsform innerhalb der Vorratskammer 8 eine rohrförmige Patrone 22 aus durchsichtigem Material zur Aufnahme des flüssigen Rasierhilfsmittels ange­ordnet. Diese Patrone 22 ist jeweils endseitig abgeschlossen und bildet somit einen in sich geschlossenen Behälter. Wie aus den Schnittdarstellungen gemäß Fig. 18 und 19 erkennbar ist, ist die Patrone 22 rückseitig in das Kunststoffgehäuse 2 der Rasierklingeneinheit 1 eingesetzt und durch Widerhaken 31 darin gehalten. Die Patrone 22 ist somit von außen sichtbar, so daß aufgrund der Durchsichtigkeit des Materials der Füll­stand im Innern der Patrone 22 kontrolliert werden kann.

    [0055] Weiterhin weist die Patrone 22 über die Länge der Mantelfläche verteilt Bohrungen 23 auf, welche insbesondere im Hinblick auf die Zwischenabstände mit den Zuführungen zu den Öffnungen 9 der Vorratskammer 8 korrespondieren. Wesentlich bei dieser Ausführungsform ist ebenfalls, daß die Patrone 22 seitlich verschiebbar innerhalb des Kunststoffgehäuses 2 angeordnet ist. Das Verschieben der Patrone 22 kann dabei durch seitliche Betätigungsknöpfe 26 erreicht werden, wobei die Betätigungs­richtung durch die Pfeile P˝ angedeutet ist. Durch die seit­liche Verschiebung der Patrone 22 lassen sich die bohrungsähn­lichen Zuführungen zu den Öffnungen 9 des Kunststoffgehäuses 2 öffnen und schließen, indem in der Öffnungsstellung die Boh­rungen 23 der Patrone 22 exakt hinter den Zuführungen mit den Öffnungen 9 des Kunststoffgehäuses 2 liegen, während in der Schließstellung nach Verschieben der Patrone 22 dessen Boh­rungen 23 hinter den Zwischenwänden zwischen den Zuführungen zu den Öffnungen 9 des Kunststoffgehäuses 2 liegen, so daß diese die Bohrungen 23 der Patrone 22 verschließen.

    [0056] Dieses Prinzip eignet sich ebenso wie die fünfte Ausführungsform (Fig. 9 und 10) besonders für dünnflüssige und schnell flüchtige Stoffe. Der Abstand sowie die Größe der Öff­nungen 9 sowie der Bohrungen 23 bestimmen dabei die während der Rasur aufgetragene Menge. Dabei kann die Applikationsmenge dem Belastungsprofil angeglichen werden, welches sich aus den unterschiedlichen Belastungszonen der Rasierklingeneinheit 1 ergibt. Dabei ist die Belastung und damit auch der Bedarf an Rasierhilfsmitteln im Mittelbereich der Rasierklinge 3 am größten, während zum Rand hin eine Abnahme zu verzeichnen ist. Aus diesem Grunde sind bei dieser achten Ausführungsform der Rasierklingeneinheit 1 im mittleren Bereich die Öffnungen 9 dichter als im Randbereich.

    Bezugszeichenliste



    [0057] 

    1 Rasierklingeneinheit

    2 Kunststoffgehäuse

    3 Rasierklinge

    4 Abstandhalter

    5 Klingenplattform

    6 Führungsleiste

    7 Abdeckkappe

    8 Vorratskammer

    9 Öffnung

    10 Schlitz

    11 Längskante

    12 Streifen

    13 Schlitz

    14 Kanal

    15 Schlitz

    16 Klappe

    17 Anlagefläche

    18 Durchbrechung

    19 Hohlkörper

    20 Körper

    21 Druckknopf

    22 Patrone

    23 Bohrung

    24 Fortsatz

    25 Kanal

    26 Betätigungsknopf

    27 Rolle

    28 Filmscharnier

    29 Klappe

    30 Leiste

    31 Widerhaken

    P Pfeil

    P′ Pfeil

    P˝ Pfeil

    P‴ Pfeil

    A Achse




    Ansprüche

    1. Am vorderen Ende eines Handgriffs angeordneter Rasierappa­ratekopf, insbesondere Rasierklingeneinheit (1) eines Naß­rasierapparates,
    bei dem in einem, eine vordere Führungsleiste (6) sowie eine hintere Abdeckkappe (7) aufweisenden Kunststoffgehäuse (2) eine Einfach- oder Doppelrasierklinge (3) befestigt ist und
    wobei der Rasierapparatekopf ein Rasierhilfsmittel auf­weist, welches während der Rasur abgegeben wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Rasierapparatekopf eine Vorratseinrichtung zur Auf­nahme eines flüssigen Rasierhilfsmittels, Hautpflegemittels oder dgl. aufweist, wobei dieser Vorratseinrichtung eine Abgabeeinrichtung zur Abgabe des Mittels während der Rasur zugeordnet ist.
     
    2. Rasierapparatekopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorratseinrichtung im hinteren Bereich des Rasier­apparatekopfes angeordnet ist.
     
    3. Rasierapparatekopf nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn­zeichnet, daß sich die Vorratseinrichtung im wesentlichen über die gesamte Breite des Rasierapparatekopfes erstreckt.
     
    4. Rasierapparatekopf nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da­durch gekennzeichnet, daß die Vorratseinrichtung eine Vor­ratskammer (8) ist.
     
    5. Rasierapparatekopf nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorratskammer (8) zumindest teilweise durch ein transparentes Material gebildet ist, welches zumindest teilweise die Mantelfläche des Rasierapparatekopfes bildet.
     
    6. Rasierapparatekopf nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekenn­zeichnet, daß als Abgabeeinrichtung wenigstens eine im Kunststoffgehäuse (2) ausgebildete Öffnung (9) vorgesehen ist, aus der das flüssige Mittel aus der Vorratskammer (8) während der Rasur heraustritt.
     
    7. Rasierapparatekopf nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnung(en) (9) im Bereich der Abdeckkappe (7) mün­det (münden).
     
    8. Rasierapparatekopf nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekenn­zeichnet, daß bei einer Doppelrasierklinge (3) die Öffnung(en) (9) im Bereich zwischen den Rasierklingen (3) mündet (münden).
     
    9. Rasierapparatekopf nach Anspruch 7 und 8, dadurch gekenn­zeichnet, daß die im Bereich der Abdeckkappe (7) und die davor im Bereich zwischen den Rasierklingen (3) mündenden Öffnungen (9) einer gemeinsamen Zuführung von der Vorrats­kammer (8) aus entspringen.
     
    10. Rasierapparatekopf nach einem der Ansprüche 6 bis 9, da­durch gekennzeichnet, daß mehrere, voneinander separate Öffnungen (9) in Form von Bohrungen über die Breite des Ra­sierapparatekopfes verteilt vorgesehen sind.
     
    11. Rasierapparatekopf nach einem der Ansprüche 6 bis 9, da­durch gekennzeichnet, daß die Öffnung (9) als parallel zu der (den) Schneidkante(n) der Rasierklinge(n) (3) sich er­streckender Schlitz (10,13,15) ausgebildet ist.
     
    12. Rasierapparatekopf nach einem der Ansprüche 6 bis 11, da­durch gekennzeichnet, daß die Öffnung (9) bei einer Haltung des Rasierapparatekopfes mit senkrecht nach unten gerich­teten Rasierklingen (3) vom Bodenbereich der Vorratskammer (8) aus entspringt.
     
    13. Rasierapparatekopf nach einem der Ansprüche 6 bis 12, da­durch gekennzeichnet, daß die Öffnung (9) durch einen schlitzartigen Kanal (10) gebildet ist, der sich im we­sentlichen parallel zu der (den) Ebene(n) der Rasier­klinge(n) (3) nach vorne hin erstreckt.
     
    14. Rasierapparatekopf nach Anspruch 11 sowie gegebenenfalls nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß als Öffnung (9) ein parallel zu der (den) Schneidkante(n) der Rasier­klinge(n) (3) sich erstreckender, durchgehender Schlitz (10) vorgesehen ist, in dem die eine Längskante (11) eines im Innern der Vorratskammer (8) in das flüssige Mittel eingetauchten, länglichen Streifens (12) aus saugfähigem Material festgelegt ist.
     
    15. Rasierapparatekopf nach Anspruch 14, dadurch gekennzeich­net, daß die Längskante (11) des Streifens (12) etwas über die Oberseite des Rasierapparatekopfes übersteht.
     
    16. Rasierapparatekopf nach einem der Ansprüche 6 bis 13, da­durch gekennzeichnet, daß auf der Oberseite des Rasier­apparatekopfes eine über dessen Breite sich erstreckende, entgegen einer Federkraft verschwenkbare Klappe (16) ange­ordnet ist, die in ihrer Grundstellung die Öffnung (9) aufgrund der Federkraft selbsttätig verschließt und wäh­rend der Rasur aufgrund der Druckausübung durch Verschwen­ken die Öffnung (9) freigibt und anschließend wieder selbständig in die Verschlußstellung während des Nichtge­brauchs zurückkehrt.
     
    17. Rasierapparatekopf nach Anspruch 16, dadurch gekennzeich­net, daß die Klappe (16) aus einem elastischen Material besteht und die Verschwenkachse definierend auf der Ober­seite des Rasierapparatekopfes befestigt ist.
     
    18. Rasierapparatekopf nach Anspruch 16 oder 17, dadurch ge­kennzeichnet, daß die Rückseite der Abdeckkappe (7) sowie die Vorderseite der in diesem Bereich verschwenkbaren Klappe (16) miteinander korrespondierende Anlageflächen (17) definieren und daß die Oberseite der Klappe (16) in der verschwenkbaren Öffnungsstellung die hintere Fort­setzung der Abdeckkappe (7) bildet.
     
    19. Rasierapparatekopf nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich­net, daß in der Vorratskammer (8) ein über die Breite des Rasierapparatekopfes sich erstreckender, rohrförmiger Hohlkörper (19) aus einem porösen, elastischen Material angeordnet ist und mit dessen Außenmantelfläche teilweise in einer auf der Oberseite des Rasierapparatekopfes ausge­bildeten Durchbrechung (18) liegt, daß innerhalb des Hohl­körpers (19) ein Körper (20) aus einem saugfähigen, kom­pressiblen Material, insbesondere Schwamm, zum Aufsaugen und damit Bevorraten des flüssigen Mittels angeordnet ist und daß in die seitlichen Öffnungen des rohrförmigen Hohl­körpers (19) ins Innere des Hohlkörpers (19) verschiebbare Druckknöpfe (21) angeordnet sind.
     
    20. Rasierapparatekopf nach Anspruch 19, dadurch gekennzeich­net, daß der Hohlkörper (19) auswechselbar in der Vorrats­kammer (8) angeordnet ist.
     
    21. Rasierapparatekopf nach Anspruch 19 oder 20, dadurch ge­kennzeichnet, daß der Hohlkörper (19) ein in der Vorrats­kammer (8) frei drehbarer Hohlzylinder ist.
     
    22. Rasierapparatekopf nach einem der Ansprüche 4 bis 13, da­durch gekennzeichnet, daß in der Vorratskammer (8) eine in dieser verstellbare, rohrförmige Patrone (22) zur Aufnahme des flüssigen Mittels angeordnet ist, wobei diese Patrone wenigstens eine Bohrung (23) aufweist, die in der einen Verstellstellung hinter der korrespondierenden Öffnung (9) des Kunststoffgehäuses (2) liegt und die in der anderen Verstellstellung der Patrone (22) durch die Innenwand der Vorratskammer (8) geschlossen ist.
     
    23. Rasierapparatekopf nach Anspruch 22, dadurch gekennzeich­net, daß die Patrone (22) in der Art eines Hohlzylinders ausgebildet ist.
     
    24. Rasierapparatekopf nach Anspruch 22 oder 23, dadurch ge­kennzeichnet, daß die Patrone (22) in Richtung Achse seit­lich verschiebbar innerhalb der Vorratskammer (8) angeord­net ist.
     
    25. Rasierapparatekopf nach Anspruch 23, dadurch gekennzeich­net, daß die Patrone (22) drehbar innerhalb der Vorrats­kammer (8) angeordnet ist.
     
    26. Rasierapparatekopf nach einem der Ansprüche 22 bis 25, da­durch gekennzeichnet, daß die Patrone (22) auswechselbar in der Vorratskammer (8) angeordnet ist.
     
    27. Rasierapparatekopf nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da­durch gekennzeichnet, daß das Vorratselement für das flüs­sige Mittel durch eine elastische, poröse sowie mit dem flüssigen Mittel getränkte Rolle (27) gebildet ist, die parallel zu der (den) Schneidkante(n) der Rasierklinge(n) (3) frei drehbar im Kunststoffgehäuse (2) über dessen Oberseite überstehend gelagert ist.
     
    28. Rasierapparatekopf nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da­durch gekennzeichnet, daß das Vorratselement für das flüs­sige Mittel durch eine zu der (den) Schneidkante(n) der Rasierklinge(n) parallele Leiste (30) aus einem porösen, elastischen sowie mit dem flüssigen Mittel getränkten Ma­terial besteht, welches auf der Oberseite einer ver­schwenkbaren Klappe (29) des Kunststoffgehäuses (2) ange­ordnet ist.
     
    29. Rasierapparatekopf nach einem der Ansprüche 1 bis 28, da­durch gekennzeichnet, daß dieser bei Nichtgebrauch mit einer die Verdunstung des flüssigen Mittels verhindernden Abdeckung, insbesondere Abdeckfolie versehen ist.
     




    Zeichnung































    Recherchenbericht