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EP 0 418 887 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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27.03.1991 Patentblatt 1991/13 |
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Anmeldetag: 20.09.1990 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: F01D 25/32 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE |
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Priorität: |
20.09.1989 CS 5359/89
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Anmelder: SKODA KONCERN PLZEN |
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Plzen (CS) |
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Erfinder: |
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- Stastny, Miroslav
CS-Plzen (CS)
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Vertreter: Patentanwälte
Beetz - Timpe - Siegfried
Schmitt-Fumian - Mayr |
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Steinsdorfstrasse 10 80538 München 80538 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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Kreisringförmiger Diffusor für Dampfturbinen |
(57) Gegenstand der Erfindung ist ein Diffusor für Dampfturbinen, der von dem Leitrad
(1) der letzten Stufe, einem Innenmantel (15) und einem Außenmantel (11) begrenzt
wird. Zur Verbesserung der Abführung des sich bildenden Dampf-Kondensat-Gemisches
ist im Halterungskranz (2) für die Leitschaufeln des letzten Leitrads (1) eine Ringkammer
(5) ausgebildet, die über Kanäle (6) mit einer nachgeordneten Sammelkammer (7) in
Strömungsverbindung steht.
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[0001] Die Erfindung betrifft einen Diffusor für den Niederdruckteil einer Dampfturbine.
[0002] Derartige kreisringförmige Diffusoren werden der letzten Arbeitsstufe der Dampfturbine
nachgeordnet, um die gleichförmige Abführung des entspannten Dampfes zu gewährleisten.
Die Funktion der Diffusoren kann durch Vorsehen eines Spaltes zum Absaugen bzw. Einblasen
eines Flüssigkeitsmediums verbessert werden, was jedoch mit verschiedenen Problemen
verbunden ist. Bei Saugspalten ergibt sich eine komplizierte Abführung des abgesaugten
Dampfes in Zonen von geringem Druck und die erwünschte Arbeitsweise ist lediglich
innerhalb eines relativ engen Bereichs der abzusaugenden Dampfmenge möglich. Weiterhin
ist der zum Absaugen des Dampfes benötigte Energieverbrauch nachteilig. Das Vorsehen
von Einblasspalten führt zu einer komplizierten Dampfzufuhr und Verlusten durch die
zum Einblasen notwendige Energie.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen verbesserten kreisringförmigen Diffusor
für Dampfturbinen zu schaffen, der bei einfachem Aufbau eine wirksame Abführung von
entspanntem Abdampf und ggf. Kondensat in einem weiten Arbeitsbereich der Turbine
praktisch ohne Energieverbrauch ermöglicht.
[0004] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0005] Der aus einem Kranz des letzten Leitrades, seinen Leitschaufeln, einem Außen- und
einem Innenmantel gebildete Diffusor enthält erfindungsgemäß im Kranz des letzten
Leitrades über den Leitschaufeln mit Spalten eine kreisringförmige Sammelkammer,
die über Kanäle mit einer Umfangssammelkammer in Verbindung steht. Die Umfangssammelkammer
ist zwischen dem Vorder- und dem Hinterteil des Außenmantels des kreisringförmigen
Diffusors ausgebildet und steht einerseits über einen lotrechten Spalt mit einem Zwischenradraum
zwischen den Leit- und den Laufschaufeln, andererseits mittels eines zwischen der
Innenfläche des Hinterteils des Außenmantels des kreisringförmigen Diffusors und
der Oberkante des Vorderteils des Außenmantels des kreisringförmigen Diffusors vorgesehenen
Einblasspaltes mit dem freien Raum des erweiterten Teils des Diffusors in Verbindung.
[0006] Der erfindungsgemäße Diffusor gewährleistet eine ausreichende Abfuhr des Kondensats
durch die Spalte in den hohlen Leitschaufeln sowie durch den lotrechten Spalt aus
dem Raum zwischen den Leit- und den Laufschaufeln der letzten Stufe. Das Kondensat
wird durch einen Dampfanteil mitgerissen und außer einer spürbaren Herabsetzung der
Schaufelerosion wird dieser Dampfanteil vorteilhaft tangential in den erweiterten
Teil des Diffusors durch den Einblasspalt eingeblasen. Durch ein solches tangentiales
Einblasen wird der Bereich der Strömungsablösung an der Außenwand des Diffusors vermindert
und gleichzeitig die Leistung der Dampfturbine erhöht.
[0007] Eine bevorzugte Ausführung des erfindungsgemäßen Diffusors wird im folgenden anhand
der schematischen Zeichnung näher erläutert, die einen Längsschnitt der letzten Stufe
einer Dampfturbine und des nachgeordneten Diffusors zeigt.
[0008] Der dargestellte kreisringförmige Diffusor mit Einblasen wird von einem Kranz 2 des
letzten in einem Körper 01 des ND-Teils der Dampfturbine gelagerten Leitrads, den
mit ihren Außenenden im Kranz 2 festgelegten Leitschaufeln 1, einem an der Stirnseite
des Kranzes 2 befestigten Außenmantel 11 und aus einem den Vorderteil eines den Außenmantel
bildenden Leitelement 13 gebildet. Zwischen einem Befestigungsflansch 31 am Leitelement
13 des Außenmantels und der Stirnseite des Kranzes 2 ist ein lotrechter Spalt 8 vorgesehen.
Der Außenmantel 11 ist mittels eines Ringflansches 30 direkt an der Stirnseite des
Körpers 01 befestigt. Zwischen der Innenfläche des etwa zylindrischen Endteils 11
des Außenmantels und der Außenfläche des Leitelements 13 ist eine kreisringförmige
Sammelkammer 7 vorgesehen. In diese Sammelkammer 7 münden der Spalt 8 aus dem Zwischenradraum
14, ein Blasspalt 10 zwischen dem Außenmantel 11 und der Endkante des bogenförmigen
Leitelements 13 sowie Kanäle 6 im Kranz 2, welche die Sammelkammer 7 mit einer Ringkammer
5 verbinden. Diese Ringkammer 5 ist im Kranz 2 über den Leitschaufeln 1 angeordnet,
in denen je ein langer Radialspalt 3 am Bauch und mehrere kürzere Spalte 4 am Rücken
ausgebildet sind.
[0009] Während des Betriebs der Dampfturbine prallt ein größerer Kondensattröpfchen mitnehmender
Dampfanteil auf die Leitschaufeln 1 auf und treibt die Tröpfchen in die rückseitigen
Spalte 4 der Leitschaufeln 1 sowie in den vorderen Radialspalt 3. Ein weiterer Dampfanteil
strömt durch das Schaufelgitter in den Zwischenradraum 14 und treibt die Laufschaufel
9 an, worauf er den vom Innenmantel 15 und den Innenflächen des Leitelements 13 des
Außenmantels begrenzten Diffusor durchströmt. Kondensattröpfchen fließen an der Außenwand
12 des vom Zwischenraum 14 gebildeten Aktionskanals und werden zusammen mit einem
Dampfanteil über den Spalt 8 und in die Sammelkammer 7 getrieben. Hier mischt sich
dieses Dampfwassergemisch mit dem Dampfwassergemisch, das über die Spalte bzw. Nuten
3 und 4 an den beiden Seitenflächen der Leitschaufeln 1 in die Ringkammer 5 und daraus
über die Kanäle 6 in die Sammelkammer 7 strömt. Der Druck des durch den Spalt 8 und
die Kanäle 6 kontinuierlich zugeführten Dampfes verdrängt den Dampf aus der Sammelkammer
7 durch den Blasspalt 10 in den äußeren Umfangsbereich des Diffusors. Durch Beschleunigen
der Strömung in diesem Bereich werden die Strömungsab lösungen wesentlich vermindert,
was den Wirkungsgrad des Diffusors und damit die Leistung der Dampfturbine erhöht.
1. Ringförmiger Diffusor für Dampfturbinen, der von den Leitschaufeln (1) und deren
äußerem Halterungskranz (2) des letzten Leitrads, einem daran anschließendem Außenmantel
(11) und einem Innenmantel (15) gebildet wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Halterungskranz (2) eine nach radial innen offene Ringkammer (5) vorgesehen
ist, die über Kanäle (6) mit einer nachgeordneten ringförmigen Sammelkammer (7) in
Verbindung steht.
2. Diffusor nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß in den Leitschaufeln (1) vorzugsweise radial verlaufende spaltförmige Ausnehmungen
(3, 4) zur Kondensatabführung in die Ringkammer (5) vorgesehen sind.
3. Diffusor nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die radial außen von einem Wandabschnitt des Außenmantels (11), radial innen
von einem gewölbten Leitelement (13) und stirnseitig vom Halterungskranz (2) begrenzte
Ringkammer (7) über einen schmalen Ringspalt (10) im Bereich des Außenmantels (11)
in den Diffusor-Innenraum ausmündet.
4. Diffusor nach einem der Ansprüche 1-3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Sammelkammer (7) einströmseitig über einen Radialspalt (8) mit einem Raum
(14) zwischen dem letzten Leitrad (1) und einem diesem nachgeordneten Turbinenlaufrad
(9) in Verbindung steht.
5. Diffusor nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die radiale Innenfläche (12) des den Zwischenraum (14) nach radial außen begrenzenden
Halterungskranzes (2) in Strömungsrichtung in etwa konisch verläuft und in den Radialspalt
(8) am Befestigungsflansch (31) des Leitelements (13) ausmündet.
6. Diffusor nach einem der Ansprüche 1-5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die die Ringkammer (5) mit der Sammelkammer (7) verbindenden Kanäle (6) im Halterungskranz
(2) angeordnet sind und aus radialen und axialen Abschnitten bestehen.
