[0001] Die Erfindung richtet sich auf einen elektrischen Steckverbinder der im Oberbegriff
des Anspruches 1 angegebenen Art.
[0002] Es gibt eine Fülle von elektrischen Steckverbindern, insbesondere für Telefonkabel.
Derartige Steckverbinder werden an die jeweils herrschenden oder geplanten Bedingungen
in den Netzen angepaßt. So geht eine Entwicklung dahin, elektrische Steckverbinder
einzusetzen, wie sie in der DE 24 32 122-C3 beschrieben sind.
[0003] Eine in der Bundesrepublik Deutschland ebenfalls eingeführte elektrische Steckverbindung
zeigt die DE 37 06 604-A1, die einen Stecker zeigt, der in der Fachwelt als TAE-Stecker
bezeichnet wird, nämlich als Telekommunikations-Anschluß-Einheit.
[0004] Insbesondere der Stecker nach der DE 24 32 122-C3 weist nicht nur Handhabungsnachteile
auf, da er sehr klein ist, er ist insbesondere auch nicht ausreichend zuggesichert.
Es besteht eine Bestimmung dahingehend, daß derartige Steckverbinder einen Zug von
30 N standhalten müssen. Auch läßt sich ein derartiger Stecker nicht immer in den
notwendigen Einbausituationen anordnen. Er kann, einmal mit ei nem Kabel versehen,
auch nicht jederzeit mit einem anderen System adaptiert werden.
[0005] Elektrische Verbinder bzw. Stecker sind auch noch in weiteren Ausführungsformen
bekannt. So beispielsweise aus DE 85 165 542-U1, DE 38 33 120-A1 und DE 38 39 728-A1,
wobei der Steckverbinder nach der zuletzt genannten Literaturstelle auch aus zwei
Elementen besteht, die über Rastnocken miteinander verbindbar sind mit Verriegelungs-
und Entriegelungsrastelementen.
[0006] Ein gemeinsames Problem aller bekannten Lösungen liegt darin, daß eine Vielzahl
von sehr feinen Kabeladern häufig in unterschiedlicher Anzahl vor Ort, d.h. an der
Baustelle mit einem entsprechenden Steckverbinder ausgerüstet werden müssen, was mit
den bekannten Lösungen zum Teil sehr schwierig ist, wobei zusätzlich die Verbindung
so getroffen sein muß, daß sie auch den mechanischen Beanspruchungen, die vor Ort
auftreten, gerecht wird.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist daher die Schaffung einer Lösung, mit der unter Aufrechterhaltung
einer ausreichenden Zugsicherung eine einfache Montage, insbesondere eine Kabeladervereinzelung
mit einfachen Mitteln möglich wird, bei gleichzeitiger Anpassung an unterschiedliche
Einbausituationen.
[0008] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß beim elektrischen Steckverbinder
der im Oberbegriff des Anspruches 1 angegebenen Art dieser Steckverbinder mit einem
Kabelvereinzelungselement ausgerüstet ist.
[0009] Durch die Kombination der im Oberbegriff angegebenen Merkmale, insbesondere der
Verrastelemente, die für ausreichende Zugsicherung sorgt mit einer Möglichkeit der
Kabeladervereinzelung wird die erfindungsgemäße Aufgabe gelöst, es ist für eine optimale
Zugsicherung ebenso gesorgt wie für eine leichte Handhabung des Steckers.
[0010] Das Vorsehen eines Rastbügels an einem zusätzlichen Gehäuseteil macht es möglich,
für eine optimale Zugsicherung zu sorgen, wobei gleichzeitig ein leicht handhabbarer
Stecker geschaffen wird, und zwar durch das weitere Gehäuseteil, das den bekannten
Steckverbinder wenigstens bereichsweise umschließt, so daß unterschiedliche Einbausituationen
erfaßt werden können.
[0011] An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, daß das DE 89 06 957-U1 einen Anschlußstecker
für unterschiedliche Einbauten zeigt, der allerdings lediglich zur Aufnahme eines
gattungsbildenden Steckkontaktes in unterschiedlichen Einlaufsituationen des Telefonkabels
dient, ohne daß eine zusätzliche Zugsicherung vorgesehen ist.
[0012] Es gibt Situationen, in denen es lediglich auf eine besonders gute Handhabbarkeit
der Steckverbindung ankommt, weniger auf die Verrastung, so daß die Erfindung hierfür
vorsieht, daß der Rastbügel über eine Klemmverbindung am zweiten Gehäuseteil festgelegt
ist, wobei die Klemmverbindung über ein Einsteckwerkzeug lösbar ist.
[0013] Damit läßt sich beispielsweise ein entsprechend ausgerüstetes Kabel werksseitig
vorkonfektioniert mit einem Steckverbinder mit dem erfindungsgemäßen Rastbügel versehen.
Sollte der Rastbügel vor Ort nicht benötigt werden, kann er beispielsweise durch
einfaches Einstecken eines Schraubenziehers entrastet und damit gelöst werden.
[0014] Die Erfindung sieht auch vor, daß im weiteren Gehäuseteil ein Aufnahmeelement zum
Halten einer Knickschutztülle am Kabel angeordnet ist. Dieses Aufnahmelement dient
wiederum der Zugentlastung bzw. der Einleitung eines auf das Kabel ausgeübten Zuges
in das weitere Gehäuseteil.
[0015] Als besonders zweckmäßig hat sich erwiesen, wenn das Aufnahmeelement eine Kabeladervereinzelungsschiene
aufweist. Damit läßt sich die Montage der steckverbindenden Elemente insbesondere
der Kabeladern vereinfachen.
[0016] Erfindungsgemäß ist auch vorgesehen, daß der Vereinzelungsschiene eine Umlenkanlagefläche
zum Umlenken der Kabel adern um 90° zugeordnet ist mit einem Freiraum im Bereich
der Umlenkfläche zur Bildung von Kabelschlaufen größer 90°.
[0017] Mit dieser Maßnahme wird dem vordringlichen Ziel der Erfindung, einen möglicherweise
auf der Verbindung ausgeübten Zug zu kompensieren, weiter in Rechnung getragen. Eine
sich an der Umlenkfläche anlegende Kabelader wird dort gebremst. Der Freiraum zur
Bildung von Kabelschlaufen größer 90°, ist besonders zweckmäßig, um einem ggf. ausgeübten
Zug durch eine gewisse Verlängerungsmöglichkeit der Kabeladern innerhalb dieser Streckverbindung
Rechnung tragen zu können.
[0018] Schließlich sieht die Erfindung auch vor, daß im weiteren Gehäuseteil des Kabeleinganges
eine Steckdose, insbesondere zur Aufnahme von TAE-Steckern vorgesehen ist, also von
Steckern die genormt sind als Telekommunikationsanschlußeingang.
[0019] An dieser Stelle sei bemerkt, daß es Modulstecker gibt, zum Übergang von einem System
in das andere mit dem Ziel, in vorhandene TAE-Steckdosen anderer Stecker einzuführen.
[0020] Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert.
Diese zeigt in
Fig. 1 eine räumliche Darstellung des elektrischen Steckverbinders mit einer Übergangsanschlußeinheit,
Fig. 1a einen etwas abgewandelten Steckverbinder, mit einer TAE-Steckdose,
Fig. 2 eine räumliche Darstellung eines Detailbereiches des Kabeleinganges im Steckverbinder,
Fig. 3 einen Schnitt durch den Steckverbinder, eingeklingt in einer Steckdose,
Fig. 4 und 5 je eine perspektivische Darstellung zweier abgewandelter Ausführungsbeispiele
des erfindungsgemäßen Steckverbinders,
Fig. 6 und 6a wiederum abgewandelte Ausführungsbeispiele in perspektivischer, vereinfachter
Darstellung,
Fig. 7 eine im Extrusionsverfahren hergestellte Profilleiste aus Kunststoff mit Hälften
eines Elementes des Steckverbinders,
Fig. 8 in vereinfachter Darstellung ein Schneid- und Schweißwerkzeug zur Montage eines
solchen Elementes sowie in
Fig. 9 eine Aufsicht auf das komplettierte Element aus dem Werkzeug nach Fig. 8.
[0021] Der allgemein mit 1 bezeichnete Steckverbinder gemäß Fig. 1 dient zur Kupplung eines
elektrischen Kabels, z.B. einer Telefonschnur 2 mit einer Mehrzahl von nebeneinanderliegenden
Adern 3 (Fig. 2), die in einem ersten mit 4 bezeichneten Gehäuseteil elektrisch kontaktiert
sind. Die elektrischen Kontakte sind in Fig. 3 mit 5 bezeichnet.
[0022] In Fig. 1 ist der elektrische Steckverbinder 1 in einer 90° Umlenkbauweise dargestellt,
hierauf ist die Erfindung aber nicht beschränkt, in gleicher Weise könnte auch eine
koaxiale Stecker-/Kabelführung vorgesehen sein.
[0023] Wesentlich für die Erfindung ist das weitere Gehäuseteil 6 in welches das erste Gehäuseteil
4 integriert ist bzw. dort festgelegt, wie sich dies aus der Schnittzeichnung (Fig.
3) ergibt.
[0024] Das weitere Gehäuseteil 6 ist mit einem Rastbügel 7 ausgerüstet zum Verrasten in
einer Steckdose 8 (Fig. 3) oder einem weiteren Kupplungselement 9 (Fig. 1).
[0025] Der Rastbügel 7 ist, wie in Fig. 3 dargestellt, über eine Klemmlasche 10 im Gehäuseteil
6 verrastet, wobei durch seitliches Einschieben eines Werkzeuges diese Klemmlasche
10 nach oben gedrückt werden kann, um den Rastbügel 7 aus einem Montageschlitz 11
im Gehäuseteil 6 entfernen zu können.
[0026] An seinem freien Ende weist der Rastbügel 7 eine Hakenleiste 12 auf, die mit einer
entsprechend gegensinnig gestalteten Leiste 13 in der Steckdose 8 oder mit einem
Nockenelement 13a an der Kupplung 9 verrastet werden kann.
[0027] Wie in Fig. 2 vergrößert dargestellt, ist im Gehäuseteil 6 ein Aufnahmelement 14
zum Halten einer Knicktülle 15 am Kabel 2 vorgesehen. Im dargestellten Beispiel weist
das Aufnahmelement 14 eine Kabeladervereinzelungsschiene 16 auf, der eine Umlenkfläche
17 zugeordnet ist, um ein 90°-Umlenken der Kabeladern 3 zu ermöglichen.
[0028] Wie sich insbesondere aus Fig. 3 ergibt, ist der Umlenkfläche 17 ein Freiraum 18
zugeordnet, derart, daß die Kabeladern 3 hier zur Bildung von Schlaufen, mit 19 bezeichnet,
eingelegt werden können, wobei diese Schlaufen größer als 90° sind.
[0029] Die Erfindung ist in Fig. 1a in einer abgewandelten Ausführung dargestellt, hier
zeigt der Steckverbinder 1a in seinem weiteren Gehäuseteil 6a eine Steckdose 20 zur
Aufnahme sogenannter TAE-Stecker. Hier ist also die Steckverbindung 1a als Übergangsmodul
ausgestaltet, wobei anzumerken ist, daß die Kupplung 9 in Fig. 1 ebenfalls ein Übergangsmodul
darstellt, da die Kupplung 9 an Ihrem Steckverbinder 1 abgewandten Ende mit einem
TAE-Stecker 21 ausgerüstet ist.
[0030] Zum Endkuppeln weist schließlich der Rastbügel 7 auf seinen Unterseiten einen Drucknocken
22 auf, der mit einer Rastlasche 23 am ersten Gehäuseteil 4 zusammenwirkt. Wird in
Fig. 3 der Rastbügel 7 nach unten gedrückt, so treibt der Nocken 22 den Rastbügel
23 außer Eingriff, die Steckverbindung kann damit gelöst werden.
[0031] Zur Vereinfachung der Beschreibung wird bei den folgenden Figuren die Numerierung
wennigstens teilweise fortgeführt, so daß es selbst bei baugleichen Teilen nach den
Ausführungsbeispielen der vorangegangenen Beschreibung zu unterschiedlichen Bezugsziffern
kommen kann.
[0032] In Fig. 4 ist eine Ausführungsvariante dargestellt, bei der an einem mit 2b bezeichneten
Kabel eine Knicktülle 15b vorgesehen ist, die ein allgemein mit 24 bezeichnetes Gehäuseteil
trägt. Dieses Gehäuseteil 24 ist mit einem Kabelvereinzelungselement 25 ausgestattet,
welches von einer Kunststoffplatte gebildet ist mit eingezeichneten und mit 26 bezeichneten
Aufnahmenuten für die einzelnen Kabeladern. Am freien Ende ist ein Vereinzelungskamm
27 über eine Sollbruchstelle 28 vorgesehen. Das erste Gehäuseteil ist hier mit 29
bezeichnet, es entspricht in seinem wesentlichen Aufbau der Gestaltung nach Fig.
3 und dem dortigen Gehäuseteil 4, es weist eine Einstecköffnung 30, einen Rastbügel
31 und einen nach innen ragenden Sperrnocken 32 auf.
[0033] Wie sich aus Fig. 4 ergibt, trägt das Gehäuseteil 24 über ein Scharnierverschluß
einen Sperr- und Rastdeckel 34, der in die dort wiedergegebenen kleinen Rastnocken
33 eingreifen kann. Zusätzlich ist in den Deckel 34 eine Rastnut 35 eingeprägt, die
in der Kupplungslage mit dem Rastnocken 32 am ersten Gehäuseteil 29 zusammenwirkt
und für die Zugentlastung der Kabeladern bzw. der Steckverbindungen sorgt.
[0034] Die Wirkungsweise ist die folgende:
[0035] Das Kabel 2b wird eingeführt, die Kabeladern über den Kamm 27 vereinzelt und vor
dem Kamm, was nicht näher dargestellt ist, eingekürzt. Der Deckel 34 wird geschlossen
und verrastet und das Kammelement 27 wird über die Sollbruchstelle 28 abgeknickt,
so daß die Kabeladern über diesen entsprechenden Bereich nach vorne ragen. Nunmehr
kann das weitere Gehäuseelement 24 mit seinem vorderen Teil in die Öffnung 30 des
Gehäuseteiles 29 eingeschoben werden, so daß innen die Kontakte hergestellt werden
können. Dabei rastet der nach innen ragende Rastnocken 32 in die Rastausnehmung 35
ein und die Verbindung ist fertiggestellt.
[0036] In Fig. 5 ist ein abgewandeltes Beispiel dargestellt. Der wesentliche Unterschied
besteht hier darin, daß das weitere Gehäuseteil, hier mit 24a bezeichnet, eine etwas
anders geartete Aufnahme für die Knicktülle 15c aufweist, ansonsten sind die Elemente
im wesentlichen gleich, sie tragen daher auch das gleiche Bezugszeichen ergänzt um
in "a" gegenüber der Ausführungsform nach Fig. 4.
[0037] Hier ist auch noch vereinfacht die Aufsicht einer Steckdose oder Kupplungsdose 36
wiedergegeben, wobei dort angedeutet ist, daß die Aufnahmeumrißkontur 37 der Eingriffsöffnung
30a derart unterschiedlich profiliert sein kann, um nur eine spezifische Steckergröße
aufzunehmen, die je nach Anzahl der vereinzelten Kabeladern, es kann sich beispielsweise
um vier, sechs oder acht Kabeladern handeln, entspricht. Hierzu können beispielsweise
am äußeren Bereich des Gehäuseteiles 24a Eingriffsnocken 38 vorgesehen sein, die in
entsprechende, nach außen ragende Ausnehmungen 39 an der Eingriffsöffnung 30a eingreifen,
deren Weite bzw. Stärke vorbestimmt ist und nur den Eintritt eines entsprechend gleichen
Elementes ermöglichen, d.h. wird dort ein vieradriges Kabel gewünscht, ist die entsprechende
Zuord nung an der Eingriffsöffnung 30a mit den Ausnehmungen 39a so abgestimmt, daß
nur die entsprechenden Nocken 38a dort eingreifen können.
[0038] Zur Identifizierung unterschiedlicher Kabeladern kann auch das als Rastbügel ausgebildete
Rastelement 7b nach den Ausführungsformen der Fig. 6 bzw. 6a herangezogen werden.
Hier kann beispielsweise die Breite des vorderen Eingriffsbereiches, der hier mit
40 bezeichnet ist, einer zusätzlichen Eingriffsöffnung 41 angepaßt sein, wiederum
in Abhängigkeit von der Anzahl der jeweils betroffenen Kabeladern. Der Unterschied
zwischen den Ausführungsformen der Fig. 6 und 6a besteht in der Zuführung des Kabels
2c mit der jeweiligen Knicktülle 15.
[0039] In den Fig. 7 bis 9 ist wiederum ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel desjenigen
Gehäuseteiles dargestellt, welches mit einem Kabeladervereinzelelement ausgerüstet
ist.
[0040] In dem dort dargestellten Beispiel wird das hier allgemein mit 42 (Fig. 9) bezeichnete
erste Gehäuseteil von zwei im wesentlichen gleichartigen Gehäusehälften gebildet.
Diese Gehäusehälften werden im Extrusionsverfahren als Kunststoffprofil hergestellt.
Eine solche Profilleiste ist in Fig. 7 dargestellt. Die einzelnen Hälften sind dort
mit 42a bezeichnet. Die Vereinzelungsrillen sind hier mit 26b bezeichnet, sie entsprechen
im wesentlichen Art und Anord nung derjenigen Vereinzelungsrillen 26 und 26a nach
den Ausführungen gemäß den Fig. 4 und 5.
[0041] In Fig. 8 ist vereinfacht ein Montageelement wiedergegeben. In ein unteres Werkzeugauflager
43 wird eine Elementenhälfte 42a in eine entsprechende Ausnehmung 44 eingelegt.
Das Werkzeugteil 43 trägt auf seiner Vorderseite einen Vereinzelungskamm 45. Nach
Freilegen der einzelnen Kabeladern 3e um einen gewissen Betrag wird das Kabel 15e
auf die Werkzeuggrundplatte 43 aufgelegt mit Vereinzelung der Kabeladern 3e über den
Kamm 45. Nunmehr wird das obere Element 42a, baugleich mit dem unteren Element 42a,
von oben aufgelegt und ein als Heizbacke mit vorderer Schneidklinge 46 ausgebildetes
Werkzeug 47 wird von oben abgesenkt. Das Heizwerkzeug 47 hat im Inneren eine Aufnahme
48 für das obere Kunststoffelement 42a, wobei zusätzlich in der Aufnahme 48 ein Vorsprung
49 vorgesehen ist. Wird nun die Heizbacke 47 mit Schneidklinge 46 von oben abgesenkt,
werden zunächst die nach vorne überragenden freien Enden der Kabeladern 3e abgeschnitten
und danach die beiden Elemente 42a aneinander verschweißt unter Zwischenlage der
Kabeladern 3e.
[0042] Durch die Ausprägung 49 wird beim Schweißvorgang eine Einprägung, hier mit 35a bezeichnet,
automatisch mit eingeformt. Diese Einprägung 35a entspricht der Rastnut 35 z.B. bei
den Ausführungsbeispielen gemäß Fig. 4 und 5. Das nun mehr fertige Element 42 wird
dann in entsprechende weitere Gehäuseteile eingesteckt, etwa in ein Gehäuseteil 29
nach Fig. 4 oder ein Gehäuseteil 4 nach Fig. 1.
[0043] In Fig. 3 ist noch dargestellt, daß die Tülle 15 insbesondere für eine baustellenseitige
Montage schrumpffähig ausgebildet sein kann, dies ist gestrichelt dargestellt und
mit 15a bezeichnet. Darüber hinaus kann beispielsweise zusätzlich eine Geldichtung
50 im Kupplungsbereich vorgesehen sein, um eventuell zusätzlich eine Feuchtigkeitsdichtung
bereitzustellen.
[0044] Natürlich sind die beschriebenen Ausführungsbeispiele der Erfindung noch in vielfacher
Hinsicht abzuändern, ohne den Grundgedanken zu verlassen. So können beispielsweise
an das zuletzt beschriebene Gehäuseteil 42 beim Schweißvorgang gleichzeitig Identifizierungsnocken
angeprägt werden, falls nötig kann eine Knicktülle, dort nicht dargestellt, mit angeformt
werden.
1. Elektrischer Steckverbinder (1) zur Kupplung eines aus mehreren Adern (3) bestehenden
elektrischen Kabels (2) , insbesondere einer Telefonschnur, mit einem die elektrischen
Kontakte aufweisenden, die einzelnen Adern nebeneinanderliegend kontaktierenden ersten
Gehäuseteil (4,24,42) und einem die Adern bzw. das Kabel zuggesichert aufnehmenden
weiteren Gehäuseteil (6), wobei das weitere Gehäuseteil (6,29) mit einem Rastelement
(7) zum Verrasten in einer Steckdose (8) oder in einem anderen Kupplungselement ausgerüstet
ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Steckverbinder (1) im Bereich des Rastelementes (7,7a) mit einem Kabeladervereinzelungselement
(16 bzw. 26,26b) ausgerüstet ist.
2. Steckverbinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Rastelement (7) über eine Klemmverbindung am zweiten Gehäuseteil festgelegt
ist, wobei die Klemmverbindung (10) über ein Einsteckwerkzeug lösbar ist.
3. Steckverbinder nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß im weiteren Gehäuseteil (6) ein Aufnahmelement zum Halten einer ggf. wärmeschrumpffähigen
Knickschutztülle (15) am Kabel (2) angeordnet ist, wobei insbesondere das Aufnahmeelement
(14) eine Kabeladervereinzelungsschiene (16) aufweist.
4. Steckverbinder nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Vereinzelungsschiene (16) eine Umlenkanlagefläche (17) zum Umlenken der Kabeladern
(3) um 90° zugeordnet ist, mit einem Freiraum (18) im Bereich der Umlenkfläche (17)
zur Bildung von Kabelschlaufen (19) größer 90°.
5. Steckverbinder nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß im weiteren Gehäuseteil (6a) eine Steckdose (20), insbesondere zur Aufnahme von
TAE-Steckern (21) vorgesehen ist.
6. Steckverbinder nach Anspruch 1 oder einem der folgenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß am weiteren Gehäuseteil am freien Ende des Kabeladervereinzelungselementes (25)
ein Markierungs-/Schneidelement und/oder ein Codierelement (38,40) und/oder ein Adervereinzelungskamm
(27) vorgesehen ist.
7. Steckerverbinder nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Codierelement am Rastelement (7b) bzw. als Eingriffsnocken (38) am weiteren
Gehäuseteil (24a) ausgebildet ist.
8. Steckverbindung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden,
dadurch gekennzeichnet,
daß das weitere Gehäuseteil (42) aus zwei im wesentlichen gleichen, in der Gebrauchslage
aneinander verklebten Kunststoffplatten (42a) gebildet ist, wobei die aufeinander
zuweisenden Kunststoffplatten (42a) als Kabelvereinzelungselemente mit Kabeladeraufnahmenuten
(26b) ausgebildet sind.
9. Steckverbindung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schneidelemente und/oder der Vereinzelungskamm (27) über Sollbruchstellen
(28) einstückig am Gehäuseteil (24,24a) angeformt sind.
10. Steckverbindung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kunststoffplatten (42a) als Heißschmelzkleberextrudat ausgebildet sind.