(19)
(11) EP 0 419 766 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
03.04.1991  Patentblatt  1991/14

(21) Anmeldenummer: 90110859.7

(22) Anmeldetag:  08.06.1990
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5H01R 13/58, H01R 13/26
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK ES FR GB GR IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 29.09.1989 DE 3932709

(71) Anmelder: TKM Telekommunikation und Elektronik GmbH
D-41236 Mönchengladbach (DE)

(72) Erfinder:
  • Fremgen, Dieter
    D-5603 Wülfrath (DE)
  • Künzl, Dieter
    D-5800 Hagen 8 (DE)
  • Vernaleken, Alban
    D-4930 Detmold (DE)
  • Gerlach, Bernd
    D-6100 Darmstadt 13 (DE)

(74) Vertreter: Patentanwälte Meinke, Dabringhaus und Partner 
Postfach 10 46 45
44046 Dortmund
44046 Dortmund (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Elektrischer Steckverbinder


    (57) Mit einem elektrischen Steckverbinder zur Kupplung eines aus mehreren Adern (3) bestehenden elektrischen Kabels (2, 2b), insbesondere einer Telefonschnur, mit einem die elek­trischen Kontakte (5) aufweisenden, die einzelnen Adern (3) nebeneinanderliegend kontaktierenden ersten Gehäuse­teil (4,24,42) und einem die Anschlußleitung zuggesichert aufnehmenden weiteren Gehäuseteil (6,29), soll unter Auf­rechterhaltung einer ausreichenden Zugsicherung eine einfa­che Montage, insbesondere eine Kabeladervereinzelung mit einfachen Mitteln möglich werden, bei gleichzeitiger Anpas­sung an unterschiedliche Einbausituationen.
    Dies wird dadurch erreicht, daß der Steckverbinder (1) im Bereich des Rastelementes (7,7a) mit einem Kabeladerverein­zelungselement (16 bzw. 26,26b) ausgerüstet ist.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung richtet sich auf einen elektrischen Steckver­binder der im Oberbegriff des Anspruches 1 angegebenen Art.

    [0002] Es gibt eine Fülle von elektrischen Steckverbindern, insbe­sondere für Telefonkabel. Derartige Steckverbinder werden an die jeweils herrschenden oder geplanten Bedingungen in den Netzen angepaßt. So geht eine Entwicklung dahin, elek­trische Steckverbinder einzusetzen, wie sie in der DE 24 32 122-C3 beschrieben sind.

    [0003] Eine in der Bundesrepublik Deutschland ebenfalls eingeführ­te elektrische Steckverbindung zeigt die DE 37 06 604-A1, die einen Stecker zeigt, der in der Fachwelt als TAE-­Stecker bezeichnet wird, nämlich als Telekommunikations-An­schluß-Einheit.

    [0004] Insbesondere der Stecker nach der DE 24 32 122-C3 weist nicht nur Handhabungsnachteile auf, da er sehr klein ist, er ist insbesondere auch nicht ausreichend zuggesichert. Es besteht eine Bestimmung dahingehend, daß derartige Steckverbinder einen Zug von 30 N standhalten müssen. Auch läßt sich ein derartiger Stecker nicht immer in den notwen­digen Einbausituationen anordnen. Er kann, einmal mit ei­ nem Kabel versehen, auch nicht jederzeit mit einem anderen System adaptiert werden.

    [0005] Elektrische Verbinder bzw. Stecker sind auch noch in weite­ren Ausführungsformen bekannt. So beispielsweise aus DE 85 165 542-U1, DE 38 33 120-A1 und DE 38 39 728-A1, wo­bei der Steckverbinder nach der zuletzt genannten Litera­turstelle auch aus zwei Elementen besteht, die über Rast­nocken miteinander verbindbar sind mit Verriegelungs- und Entriegelungsrastelementen.

    [0006] Ein gemeinsames Problem aller bekannten Lösungen liegt dar­in, daß eine Vielzahl von sehr feinen Kabeladern häufig in unterschiedlicher Anzahl vor Ort, d.h. an der Baustelle mit einem entsprechenden Steckverbinder ausgerüstet werden müssen, was mit den bekannten Lösungen zum Teil sehr schwierig ist, wobei zusätzlich die Verbindung so getrof­fen sein muß, daß sie auch den mechanischen Beanspruchun­gen, die vor Ort auftreten, gerecht wird.

    [0007] Aufgabe der Erfindung ist daher die Schaffung einer Lö­sung, mit der unter Aufrechterhaltung einer ausreichenden Zugsicherung eine einfache Montage, insbesondere eine Ka­beladervereinzelung mit einfachen Mitteln möglich wird, bei gleichzeitiger Anpassung an unterschiedliche Einbausi­tuationen.

    [0008] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß beim elektrischen Steckverbinder der im Oberbegriff des An­spruches 1 angegebenen Art dieser Steckverbinder mit einem Kabelvereinzelungselement ausgerüstet ist.

    [0009] Durch die Kombination der im Oberbegriff angegebenen Merk­male, insbesondere der Verrastelemente, die für ausreichen­de Zugsicherung sorgt mit einer Möglichkeit der Kabelader­vereinzelung wird die erfindungsgemäße Aufgabe gelöst, es ist für eine optimale Zugsicherung ebenso gesorgt wie für eine leichte Handhabung des Steckers.

    [0010] Das Vorsehen eines Rastbügels an einem zusätzlichen Gehäu­seteil macht es möglich, für eine optimale Zugsicherung zu sorgen, wobei gleichzeitig ein leicht handhabbarer Stecker geschaffen wird, und zwar durch das weitere Gehäuseteil, das den bekannten Steckverbinder wenigstens bereichsweise umschließt, so daß unterschiedliche Einbausituationen er­faßt werden können.

    [0011] An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, daß das DE 89 06 957-U1 einen Anschlußstecker für unterschiedliche Einbau­ten zeigt, der allerdings lediglich zur Aufnahme eines gat­tungsbildenden Steckkontaktes in unterschiedlichen Einlauf­situationen des Telefonkabels dient, ohne daß eine zusätz­liche Zugsicherung vorgesehen ist.

    [0012] Es gibt Situationen, in denen es lediglich auf eine beson­ders gute Handhabbarkeit der Steckverbindung ankommt, weni­ger auf die Verrastung, so daß die Erfindung hierfür vor­sieht, daß der Rastbügel über eine Klemmverbindung am zwei­ten Gehäuseteil festgelegt ist, wobei die Klemmverbindung über ein Einsteckwerkzeug lösbar ist.

    [0013] Damit läßt sich beispielsweise ein entsprechend ausgerüste­tes Kabel werksseitig vorkonfektioniert mit einem Steckver­binder mit dem erfindungsgemäßen Rastbügel versehen. Soll­te der Rastbügel vor Ort nicht benötigt werden, kann er beispielsweise durch einfaches Einstecken eines Schrauben­ziehers entrastet und damit gelöst werden.

    [0014] Die Erfindung sieht auch vor, daß im weiteren Gehäuseteil ein Aufnahmeelement zum Halten einer Knickschutztülle am Kabel angeordnet ist. Dieses Aufnahmelement dient wiederum der Zugentlastung bzw. der Einleitung eines auf das Kabel ausgeübten Zuges in das weitere Gehäuseteil.

    [0015] Als besonders zweckmäßig hat sich erwiesen, wenn das Auf­nahmeelement eine Kabeladervereinzelungsschiene aufweist. Damit läßt sich die Montage der steckverbindenden Elemente insbesondere der Kabeladern vereinfachen.

    [0016] Erfindungsgemäß ist auch vorgesehen, daß der Vereinzelungs­schiene eine Umlenkanlagefläche zum Umlenken der Kabel­ adern um 90° zugeordnet ist mit einem Freiraum im Bereich der Umlenkfläche zur Bildung von Kabelschlaufen größer 90°.

    [0017] Mit dieser Maßnahme wird dem vordringlichen Ziel der Erfin­dung, einen möglicherweise auf der Verbindung ausgeübten Zug zu kompensieren, weiter in Rechnung getragen. Eine sich an der Umlenkfläche anlegende Kabelader wird dort ge­bremst. Der Freiraum zur Bildung von Kabelschlaufen größer 90°, ist besonders zweckmäßig, um einem ggf. ausgeübten Zug durch eine gewisse Verlängerungsmöglichkeit der Ka­beladern innerhalb dieser Streckverbindung Rechnung tragen zu können.

    [0018] Schließlich sieht die Erfindung auch vor, daß im weiteren Gehäuseteil des Kabeleinganges eine Steckdose, insbesonde­re zur Aufnahme von TAE-Steckern vorgesehen ist, also von Steckern die genormt sind als Telekommunikationsanschluß­eingang.

    [0019] An dieser Stelle sei bemerkt, daß es Modulstecker gibt, zum Übergang von einem System in das andere mit dem Ziel, in vorhandene TAE-Steckdosen anderer Stecker einzuführen.

    [0020] Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung bei­spielsweise näher erläutert. Diese zeigt in

    Fig. 1 eine räumliche Darstellung des elektrischen Steckverbinders mit einer Übergangsanschluß­einheit,

    Fig. 1a einen etwas abgewandelten Steckverbinder, mit einer TAE-Steckdose,

    Fig. 2 eine räumliche Darstellung eines Detailbe­reiches des Kabeleinganges im Steckverbin­der,

    Fig. 3 einen Schnitt durch den Steckverbinder, ein­geklingt in einer Steckdose,

    Fig. 4 und 5 je eine perspektivische Darstellung zweier abgewandelter Ausführungsbeispiele des er­findungsgemäßen Steckverbinders,

    Fig. 6 und 6a wiederum abgewandelte Ausführungsbeispiele in perspektivischer, vereinfachter Darstel­lung,

    Fig. 7 eine im Extrusionsverfahren hergestellte Profilleiste aus Kunststoff mit Hälften ei­nes Elementes des Steckverbinders,

    Fig. 8 in vereinfachter Darstellung ein Schneid- und Schweißwerkzeug zur Montage eines sol­chen Elementes sowie in

    Fig. 9 eine Aufsicht auf das komplettierte Element aus dem Werkzeug nach Fig. 8.



    [0021] Der allgemein mit 1 bezeichnete Steckverbinder gemäß Fig. 1 dient zur Kupplung eines elektrischen Kabels, z.B. einer Telefonschnur 2 mit einer Mehrzahl von nebeneinanderliegen­den Adern 3 (Fig. 2), die in einem ersten mit 4 bezeichne­ten Gehäuseteil elektrisch kontaktiert sind. Die elektri­schen Kontakte sind in Fig. 3 mit 5 bezeichnet.

    [0022] In Fig. 1 ist der elektrische Steckverbinder 1 in einer 90° Umlenkbauweise dargestellt, hierauf ist die Erfindung aber nicht beschränkt, in gleicher Weise könnte auch eine koaxiale Stecker-/Kabelführung vorgesehen sein.

    [0023] Wesentlich für die Erfindung ist das weitere Gehäuseteil 6 in welches das erste Gehäuseteil 4 integriert ist bzw. dort festgelegt, wie sich dies aus der Schnittzeichnung (Fig. 3) ergibt.

    [0024] Das weitere Gehäuseteil 6 ist mit einem Rastbügel 7 ausge­rüstet zum Verrasten in einer Steckdose 8 (Fig. 3) oder ei­nem weiteren Kupplungselement 9 (Fig. 1).

    [0025] Der Rastbügel 7 ist, wie in Fig. 3 dargestellt, über eine Klemmlasche 10 im Gehäuseteil 6 verrastet, wobei durch seitliches Einschieben eines Werkzeuges diese Klemmlasche 10 nach oben gedrückt werden kann, um den Rastbügel 7 aus einem Montageschlitz 11 im Gehäuseteil 6 entfernen zu kön­nen.

    [0026] An seinem freien Ende weist der Rastbügel 7 eine Hakenlei­ste 12 auf, die mit einer entsprechend gegensinnig gestal­teten Leiste 13 in der Steckdose 8 oder mit einem Nocken­element 13a an der Kupplung 9 verrastet werden kann.

    [0027] Wie in Fig. 2 vergrößert dargestellt, ist im Gehäuseteil 6 ein Aufnahmelement 14 zum Halten einer Knicktülle 15 am Ka­bel 2 vorgesehen. Im dargestellten Beispiel weist das Auf­nahmelement 14 eine Kabeladervereinzelungsschiene 16 auf, der eine Umlenkfläche 17 zugeordnet ist, um ein 90°-Umlen­ken der Kabeladern 3 zu ermöglichen.

    [0028] Wie sich insbesondere aus Fig. 3 ergibt, ist der Umlenkflä­che 17 ein Freiraum 18 zugeordnet, derart, daß die Kabel­adern 3 hier zur Bildung von Schlaufen, mit 19 bezeichnet, eingelegt werden können, wobei diese Schlaufen größer als 90° sind.

    [0029] Die Erfindung ist in Fig. 1a in einer abgewandelten Ausfüh­rung dargestellt, hier zeigt der Steckverbinder 1a in sei­nem weiteren Gehäuseteil 6a eine Steckdose 20 zur Aufnahme sogenannter TAE-Stecker. Hier ist also die Steckverbindung 1a als Übergangsmodul ausgestaltet, wobei anzumerken ist, daß die Kupplung 9 in Fig. 1 ebenfalls ein Übergangsmodul darstellt, da die Kupplung 9 an Ihrem Steckverbinder 1 ab­gewandten Ende mit einem TAE-Stecker 21 ausgerüstet ist.

    [0030] Zum Endkuppeln weist schließlich der Rastbügel 7 auf sei­nen Unterseiten einen Drucknocken 22 auf, der mit einer Rastlasche 23 am ersten Gehäuseteil 4 zusammenwirkt. Wird in Fig. 3 der Rastbügel 7 nach unten gedrückt, so treibt der Nocken 22 den Rastbügel 23 außer Eingriff, die Steck­verbindung kann damit gelöst werden.

    [0031] Zur Vereinfachung der Beschreibung wird bei den folgenden Figuren die Numerierung wennigstens teilweise fortgeführt, so daß es selbst bei baugleichen Teilen nach den Ausfüh­rungsbeispielen der vorangegangenen Beschreibung zu unter­schiedlichen Bezugsziffern kommen kann.

    [0032] In Fig. 4 ist eine Ausführungsvariante dargestellt, bei der an einem mit 2b bezeichneten Kabel eine Knicktülle 15b vorgesehen ist, die ein allgemein mit 24 bezeichnetes Ge­häuseteil trägt. Dieses Gehäuseteil 24 ist mit einem Kabel­vereinzelungselement 25 ausgestattet, welches von einer Kunststoffplatte gebildet ist mit eingezeichneten und mit 26 bezeichneten Aufnahmenuten für die einzelnen Kabel­adern. Am freien Ende ist ein Vereinzelungskamm 27 über ei­ne Sollbruchstelle 28 vorgesehen. Das erste Gehäuseteil ist hier mit 29 bezeichnet, es entspricht in seinem wesent­lichen Aufbau der Gestaltung nach Fig. 3 und dem dortigen Gehäuseteil 4, es weist eine Einstecköffnung 30, einen Rastbügel 31 und einen nach innen ragenden Sperrnocken 32 auf.

    [0033] Wie sich aus Fig. 4 ergibt, trägt das Gehäuseteil 24 über ein Scharnierverschluß einen Sperr- und Rastdeckel 34, der in die dort wiedergegebenen kleinen Rastnocken 33 eingrei­fen kann. Zusätzlich ist in den Deckel 34 eine Rastnut 35 eingeprägt, die in der Kupplungslage mit dem Rastnocken 32 am ersten Gehäuseteil 29 zusammenwirkt und für die Zugent­lastung der Kabeladern bzw. der Steckverbindungen sorgt.

    [0034] Die Wirkungsweise ist die folgende:

    [0035] Das Kabel 2b wird eingeführt, die Kabeladern über den Kamm 27 vereinzelt und vor dem Kamm, was nicht näher darge­stellt ist, eingekürzt. Der Deckel 34 wird geschlossen und verrastet und das Kammelement 27 wird über die Sollbruch­stelle 28 abgeknickt, so daß die Kabeladern über diesen entsprechenden Bereich nach vorne ragen. Nunmehr kann das weitere Gehäuseelement 24 mit seinem vorderen Teil in die Öffnung 30 des Gehäuseteiles 29 eingeschoben werden, so daß innen die Kontakte hergestellt werden können. Dabei rastet der nach innen ragende Rastnocken 32 in die Rastaus­nehmung 35 ein und die Verbindung ist fertiggestellt.

    [0036] In Fig. 5 ist ein abgewandeltes Beispiel dargestellt. Der wesentliche Unterschied besteht hier darin, daß das weite­re Gehäuseteil, hier mit 24a bezeichnet, eine etwas anders geartete Aufnahme für die Knicktülle 15c aufweist, anson­sten sind die Elemente im wesentlichen gleich, sie tragen daher auch das gleiche Bezugszeichen ergänzt um in "a" ge­genüber der Ausführungsform nach Fig. 4.

    [0037] Hier ist auch noch vereinfacht die Aufsicht einer Steckdo­se oder Kupplungsdose 36 wiedergegeben, wobei dort angedeu­tet ist, daß die Aufnahmeumrißkontur 37 der Eingriffsöff­nung 30a derart unterschiedlich profiliert sein kann, um nur eine spezifische Steckergröße aufzunehmen, die je nach Anzahl der vereinzelten Kabeladern, es kann sich beispiels­weise um vier, sechs oder acht Kabeladern handeln, ent­spricht. Hierzu können beispielsweise am äußeren Bereich des Gehäuseteiles 24a Eingriffsnocken 38 vorgesehen sein, die in entsprechende, nach außen ragende Ausnehmungen 39 an der Eingriffsöffnung 30a eingreifen, deren Weite bzw. Stärke vorbestimmt ist und nur den Eintritt eines entspre­chend gleichen Elementes ermöglichen, d.h. wird dort ein vieradriges Kabel gewünscht, ist die entsprechende Zuord­ nung an der Eingriffsöffnung 30a mit den Ausnehmungen 39a so abgestimmt, daß nur die entsprechenden Nocken 38a dort eingreifen können.

    [0038] Zur Identifizierung unterschiedlicher Kabeladern kann auch das als Rastbügel ausgebildete Rastelement 7b nach den Aus­führungsformen der Fig. 6 bzw. 6a herangezogen werden. Hier kann beispielsweise die Breite des vorderen Eingriffs­bereiches, der hier mit 40 bezeichnet ist, einer zusätzli­chen Eingriffsöffnung 41 angepaßt sein, wiederum in Abhän­gigkeit von der Anzahl der jeweils betroffenen Kabeladern. Der Unterschied zwischen den Ausführungsformen der Fig. 6 und 6a besteht in der Zuführung des Kabels 2c mit der je­weiligen Knicktülle 15.

    [0039] In den Fig. 7 bis 9 ist wiederum ein abgewandeltes Ausfüh­rungsbeispiel desjenigen Gehäuseteiles dargestellt, wel­ches mit einem Kabeladervereinzelelement ausgerüstet ist.

    [0040] In dem dort dargestellten Beispiel wird das hier allgemein mit 42 (Fig. 9) bezeichnete erste Gehäuseteil von zwei im wesentlichen gleichartigen Gehäusehälften gebildet. Diese Gehäusehälften werden im Extrusionsverfahren als Kunst­stoffprofil hergestellt. Eine solche Profilleiste ist in Fig. 7 dargestellt. Die einzelnen Hälften sind dort mit 42a bezeichnet. Die Vereinzelungsrillen sind hier mit 26b bezeichnet, sie entsprechen im wesentlichen Art und Anord­ nung derjenigen Vereinzelungsrillen 26 und 26a nach den Ausführungen gemäß den Fig. 4 und 5.

    [0041] In Fig. 8 ist vereinfacht ein Montageelement wiedergege­ben. In ein unteres Werkzeugauflager 43 wird eine Elemen­tenhälfte 42a in eine entsprechende Ausnehmung 44 einge­legt. Das Werkzeugteil 43 trägt auf seiner Vorderseite ei­nen Vereinzelungskamm 45. Nach Freilegen der einzelnen Ka­beladern 3e um einen gewissen Betrag wird das Kabel 15e auf die Werkzeuggrundplatte 43 aufgelegt mit Vereinzelung der Kabeladern 3e über den Kamm 45. Nunmehr wird das obere Element 42a, baugleich mit dem unteren Element 42a, von oben aufgelegt und ein als Heizbacke mit vorderer Schneid­klinge 46 ausgebildetes Werkzeug 47 wird von oben abge­senkt. Das Heizwerkzeug 47 hat im Inneren eine Aufnahme 48 für das obere Kunststoffelement 42a, wobei zusätzlich in der Aufnahme 48 ein Vorsprung 49 vorgesehen ist. Wird nun die Heizbacke 47 mit Schneidklinge 46 von oben abgesenkt, werden zunächst die nach vorne überragenden freien Enden der Kabeladern 3e abgeschnitten und danach die beiden Ele­mente 42a aneinander verschweißt unter Zwischenlage der Ka­beladern 3e.

    [0042] Durch die Ausprägung 49 wird beim Schweißvorgang eine Ein­prägung, hier mit 35a bezeichnet, automatisch mit einge­formt. Diese Einprägung 35a entspricht der Rastnut 35 z.B. bei den Ausführungsbeispielen gemäß Fig. 4 und 5. Das nun­ mehr fertige Element 42 wird dann in entsprechende weitere Gehäuseteile eingesteckt, etwa in ein Gehäuseteil 29 nach Fig. 4 oder ein Gehäuseteil 4 nach Fig. 1.

    [0043] In Fig. 3 ist noch dargestellt, daß die Tülle 15 insbeson­dere für eine baustellenseitige Montage schrumpffähig aus­gebildet sein kann, dies ist gestrichelt dargestellt und mit 15a bezeichnet. Darüber hinaus kann beispielsweise zu­sätzlich eine Geldichtung 50 im Kupplungsbereich vorgese­hen sein, um eventuell zusätzlich eine Feuchtigkeitsdich­tung bereitzustellen.

    [0044] Natürlich sind die beschriebenen Ausführungsbeispiele der Erfindung noch in vielfacher Hinsicht abzuändern, ohne den Grundgedanken zu verlassen. So können beispielsweise an das zuletzt beschriebene Gehäuseteil 42 beim Schweißvor­gang gleichzeitig Identifizierungsnocken angeprägt werden, falls nötig kann eine Knicktülle, dort nicht dargestellt, mit angeformt werden.


    Ansprüche

    1. Elektrischer Steckverbinder (1) zur Kupplung eines aus mehreren Adern (3) bestehenden elektrischen Kabels (2) , insbesondere einer Telefonschnur, mit einem die elektri­schen Kontakte aufweisenden, die einzelnen Adern nebenein­anderliegend kontaktierenden ersten Gehäuseteil (4,24,42) und einem die Adern bzw. das Kabel zuggesichert aufnehmen­den weiteren Gehäuseteil (6), wobei das weitere Gehäuse­teil (6,29) mit einem Rastelement (7) zum Verrasten in ei­ner Steckdose (8) oder in einem anderen Kupplungselement ausgerüstet ist,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der Steckverbinder (1) im Bereich des Rastelementes (7,7a) mit einem Kabeladervereinzelungselement (16 bzw. 26,26b) ausgerüstet ist.
     
    2. Steckverbinder nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß das Rastelement (7) über eine Klemmverbindung am zwei­ten Gehäuseteil festgelegt ist, wobei die Klemmverbindung (10) über ein Einsteckwerkzeug lösbar ist.
     
    3. Steckverbinder nach Anspruch 1 oder 2,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß im weiteren Gehäuseteil (6) ein Aufnahmelement zum Hal­ten einer ggf. wärmeschrumpffähigen Knickschutztülle (15) am Kabel (2) angeordnet ist, wobei insbesondere das Aufnah­meelement (14) eine Kabeladervereinzelungsschiene (16) auf­weist.
     
    4. Steckverbinder nach Anspruch 3,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der Vereinzelungsschiene (16) eine Umlenkanlagefläche (17) zum Umlenken der Kabeladern (3) um 90° zugeordnet ist, mit einem Freiraum (18) im Bereich der Umlenkfläche (17) zur Bildung von Kabelschlaufen (19) größer 90°.
     
    5. Steckverbinder nach einem der vorangehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß im weiteren Gehäuseteil (6a) eine Steckdose (20), ins­besondere zur Aufnahme von TAE-Steckern (21) vorgesehen ist.
     
    6. Steckverbinder nach Anspruch 1 oder einem der folgenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß am weiteren Gehäuseteil am freien Ende des Kabelader­vereinzelungselementes (25) ein Markierungs-/Schneidele­ment und/oder ein Codierelement (38,40) und/oder ein Ader­vereinzelungskamm (27) vorgesehen ist.
     
    7. Steckerverbinder nach Anspruch 6,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß das Codierelement am Rastelement (7b) bzw. als Ein­griffsnocken (38) am weiteren Gehäuseteil (24a) ausgebil­det ist.
     
    8. Steckverbindung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß das weitere Gehäuseteil (42) aus zwei im wesentlichen gleichen, in der Gebrauchslage aneinander verklebten Kunst­stoffplatten (42a) gebildet ist, wobei die aufeinander zu­weisenden Kunststoffplatten (42a) als Kabelvereinzelungs­elemente mit Kabeladeraufnahmenuten (26b) ausgebildet sind.
     
    9. Steckverbindung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Schneidelemente und/oder der Vereinzelungskamm (27) über Sollbruchstellen (28) einstückig am Gehäuseteil (24,24a) angeformt sind.
     
    10. Steckverbindung nach Anspruch 8,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Kunststoffplatten (42a) als Heißschmelzkleberextru­dat ausgebildet sind.
     




    Zeichnung
















    Recherchenbericht