[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Mischen bzw. Kneten von flüssigen, zähflüssigen,
plastischen, pulverförmigen oder körnigen Stoffen, welche aus wenigstens zwei, auf
zueinander parallelen Wellen in einem Gehäuse angeordneten und gleichsinnig drehenden
einstückig ausgebildeten Knetblöcken besteht , von denen jeder aus in Achsrichtung
hintereinander und in Umfangsrichtung wedeltreppenartig versetzt angeordneten Kurvenscheiben
besteht , wobei der Umriß der Kurvenscheiben aus Kreisbögen gebildet ist.
[0002] Eine derartige, jedoch nicht einstückige, Vorrichtung ist bekannt ( DE-C - 813 154
). Bei diesen Vorrichtungen besteht die Schwierigkeit, die Knetblöcke derart zu gestalten,
daß ein Optimum der Antriebsenergie der Knetblöcke in Knet- und Mischarbeit umgesetzt
wird. Wenn. beim Knet- und Mischvorgang nicht ausreichend Antriebsenergie gleichmäßig
in Knet- und Mischarbeit umgesetzt wird, dann liegt eine ungenügende Ausnutzung der
Möglichkeiten der Knetblöcke vor. Wird dagegen zuviel der Antriebsenergie in Knet-
und Mischarbeit umgesetzt, dann kann es auf Dauer zu einem überdurchschnittlichen
örtlichen Verschleiß der Knetblöcke und/oder zu einer partiellen Überbeanspruchung
des bearbeiteten Stoffes kommen, welches mehr oder weniger große Qualitätseinbußen
nach sich zieht.
[0003] Das diesem Dokument zugrunde liegende technische Problem besteht darin, die Knetblöcke
derart zu gestalten, daß eine optimale Menge der Antriebsenergie in Knet- und Mischarbeit
umgesetzt wird und eine gleichmäßige Bearbeitung des Stoffvolumens stattfindet. Die
Knetblöcke sollen derart aufgebaut sein, daß die Spalte, durch die der Stoff beim
Kneten und Mischen hindurchgepreßt wird mit einfachen Mitteln an die Verfahrensaufgabe
angepaßt werden können.
[0004] Es ist auch eine Vorrichtung bekannt ( Druckschrift : " Zweiwellige Compoundier -
Maschine ZCM " der Fa. Automatik Apparate - Maschinenbau H. Hench GmbH). bei der die
für das Mischen und Kneten vorgesehenen Knetblöcke aus einer Mehrzahl von relativ
dünnen Scheiben bestehen. Die Scheiben weisen - in Abhängigkeit davon , ob mit ihnen
eine zweigängige oder eine dreigängige Schnecke aufgebaut werden soll - eine ovale
oder etwa dreieckige Gestalt auf . Für die Herstellung der Scheiben bedarf es einer
präzisen spangebenden Bearbeitung.
[0005] Ferner ist es aus der US-A-4 824 256 bekannt, bei einer Vorrichtung entsprechend
Oberbegriff des Anspruchs 1 der Erfindung von den Flanken der Kurvenscheiben Material
abzutragen, um die Fertigungstoleranzen und Temperaturunterschiede so zu kompensieren,
daß sich die Kurvenscheiben überhaupt aneinander vorbei bewegen können.
[0006] Demgegenüber weist die erfindungsgemäße Vorrichtung die weiteren Merkmale auf, daß
die Durchlaßöffnung zwischen zwei Kurvenscheiben durch einen Werkstoffabtrag an wenigstens
einer Kurvenscheibe derart vergrößert ist, daß zwischen zwei aufeinanderfolgenden
Korverschreiben eine Zwischenscheibe angeordnet ist, die einen Umriß aufweist, welcher
der kleinsten gemeinsamen Fläche der benachbarten Kurvenscheiben entspricht, und das
Verhältnis der Dicken von Kurvenscheibe zu Zwischenscheibe zwischen 1:3 bis 3:1 beträgt.
[0007] Durch den Werkstoffabtrag an und die Größe des Versatzwinkels zwischen den Kurvenscheiben
können Höhe und Länge der Durchlaßöffnungen optimiert werden, so daß sie während des
Knet- und Mischvorganges dem gekneteten und gemischten Stoff einen optimalen Widerstand
entgegensetzen, der derart in Knet- und Mischarbeit umgesetzt wird, daß weder ein
überdurchschnittlicher Verschleiß der Knetblöcke noch eine partielle mechanisch-thermische
Überbeanspruchung des Stoffes eintritt.
[0008] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist im Anspruch 2 enthalten. Sie ist
nachstehend anhand der Figuren erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1 a
- die Draufsicht auf die Stirnseite eines bekannten Knetblockes.
- Fig. 1 b
- die Seitenansicht des Knetblockes gemäß Fig. 1 a
- Fig. 2
- die Draufsicht auf die Stirnseite von zwei, in einem Gehäuse angeordneten, gleichsinnig
drehenden Knetblöcken,
- Fig. 3 a
- die Draufsicht auf die Stirnseite eines Ausführungsbeispieles des erfindungsgemäßen
Knetblokkes.
- Fig. 3 b
- die Seitenansicht des Knetblockes gemäß Fig. 3a und
- Fig. 4
- die Umrisse der Kurvenscheiben und Zwischenscheiben des Knetblockes gemäß den Figuren
3a und 3b.
[0009] Der in den Figuren 1 a und 1 b dargestellte Knetblock besteht aus insgesamt fünf
Kurvenscheiben 1, 2, 3, 4 und 5. Jede Kurvenscheibe besitzt eine linsenähnlich geformte
Gestalt, und sie sind derart zusammengesetzt, daß der Knetblock zentrisch auf einer
( nicht gezeigten ) Welle angeordnet werden kann. Die linsenähnlich geformte Gestalt
der Kurvenscheiben wird dadurch erreicht, daß der Umriß der Kurvenscheiben aus den
Umrißkurven 6 und 7 besteht. Im einfachsten Fall ist die Umrißkurve ein Kreisbogen.
Die Umrißkurve kann aber auch aus mehreren Kreisbögen bestehen. Bei den gezeigten
Kurvenscheiben 1 bis 5 sind die Spitzen derart abgestumpft, daß die stumpfenEnden
der Kurvenscheiben ebenfalls von Kreisbögen 8 und 9 gebildet sind.
[0010] Wie besonders aus Fig. 1 a deutlich zu erkennen ist, sind die hintereinander angeordneten
Kurvenscheiben 1 bis 5 jeweils um 45 Winkelgrade gegeneinander versetzt, d. h. der
Versatzwinkel beträgt 45°. Auf diese Weise weist der Knetblock eine wendeltreppenartige
Gestalt auf und zwischen jeweils zwei Enden zweier benachbarter Kurvenscheiben ist
eine axiale Durchlaßöffnung vorhanden, durch welche der Stoff hindurch gefördert wird.
[0011] Knetblöcke sind in Produktionsmaschinen vorwiegend einstückig ausgebildet, da aus
Einzelscheiben zusammengesetzte Knetblöcke gegenüber Zerbrechen anfälliger sind und
die Gefahr von Einbaufehlern besteht. Im Prinzip können die Knetblöcke aber auch aus
einzelnen Scheiben aufgebaut sein. Bei den Knetblöcken wird durch die Scheibendicke
und den Versatzwinkel zwischen den Scheiben die Höhe und Länge der Scherspalte eingestellt.
[0012] Fig. 2 zeigt die übliche Anordnung von zwei Knetblöcken mit den Kurvenscheiben 1
bis 4 auf zwei parallel zueinander angeordneten (nicht gezeigten) Wellen, welche gleichsinnig
drehbar in dem Gehäuse 18 angeordnet sind.
[0013] Eine Ausführungsform der Erfindung ist in den Figuren 3a, 3b und 4 gezeigt. Wie die
Figuren 3a und 3b erkennen lassen, besitzt dieser Knetblock ebenfalls Kurvenscheiben
1 bis 5, wie sie bereits anhand der Figuren 1a und 1b gezeigt worden sind. Wie jedoch
aus Fig. 3 b zu erkennen ist, ist jeweils zwischen zwei Kurvenscheiben, nämlich zwischen
1 und 2, 2 und 3, 3 und 4 sowie 4 und 5 eine Zwischenscheibe 13, 14, 15 und 16 vorhanden,
welche einen Umriß aufweisen, welcher der kleinste gemeinsamen Fläche der beiden benachbarten
Kurvenscheiben entspricht.
[0014] Um dies besser zu verdeutlichen, sind in Fig. 4 die Kurvenscheiben und Zwischenscheiben,
welche in den Figuren 3a und 3b hinter- bzw. nebeneinander angeordnet sind, einzeln
in der Draufsicht gezeigt.
[0015] Bei dem in den Figuren 3a und 3b gezeigten Ausführungsbeispiel weisen die Kurvenscheiben
1 bis 5 und die Zwischenscheiben 13 bis 16 die gleiche Dicke auf, d.h. das Verhältnis
der Kurvenscheibendicke zur Zwischenscheibendicke ist 1:1. Es kann zwischen 1:3 und
3:1 variieren.
1. Vorrichtung zum Mischen bzw. Kneten von flüssigen, zähflüssigen, plastischen, pulverförmigen
oder körnigen Stoffen, welche aus wenigstens zwei, auf zueinander parallelen Wellen
in einem Gehäuse (18) angeordneten und gleichsinnig drehenden einstückig ausgebildeten
Knetblöcken besteht, von denen jeder aus in Achsrichtung hintereinander und in Umfangsrichtung
wendeltreppenartig gegeneinander versetzt angeordneten Kurvenscheiben (1 - 5) besteht,
wobei der Umriß der Kurvenscheiben aus Kreisbögen (6, 7, 8, 9) gebildet ist, dadurch
gekennzeichnet, daß die Durchlaßöffnung zwischen zwei Kurvenscheiben (1 - 5) durch
einen Werkstoffabtrag an wenigstens einer Kurvenscheibe derart vergrößert ist, daß
zwischen zwei aufeinanderfolgenden Kurvenscheiben (1 - 5) eine Zwischenscheibe (13
- 16) angeordnet ist, die einen Umriß aufweist, welcher der kleinsten gemeinsamen
Fläche der benachbarten Kurvenscheiben entspricht, und das Verhältnis der Dicken von
Kurvenscheibe (1 - 5) zu Zwischenscheibe (13 - 16) zwischen 1:3 bis 3:1 beträgt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis der Dicken
von Kurvenscheibe (1 - 5) zu Zwischenscheibe (13 - 16) 1:1 beträgt.
1. A device for the mixing or kneading, respectively, of liquid, viscous, plastic, powdery
or granular materials, with said device consisting of at least two kneading blocks
that are made in one piece, disposed on shafts extending parallel to one another within
a housing (18) and rotate in the same direction, with each of said kneading blocks
consisting of camplates (1 - 5) disposed one behind the other in the axial direction
and staggered in relation to one another like a spiral staircase in the circumferential
direction, with the contour of said camplates being formed of circular arcs (6, 7,
8, 9), characterized in that the flow passage opening between two camplates (1 - 5)
is enlarged by way of stock removal on at least one camplate in such a way that an
intermediate plate (13 - 16) is disposed between two successively following camplates
(1 to 5), said intermediate plate having an outer contour which corresponds to the
smallest joint surface of the neighbouring camplates, and the ratio of the thicknesses
of camplate (1 - 5) to intermediate plate (13 - 16) is between 1:3 and 3:1.
2. A device as claimed in claim 1, characterized in that the ratio of the thicknesses
of camplate (1 - 5) to intermediate plate (13 - 16) is 1:1.
1. Dispositif pour malaxer ou pétrir des matières liquides, visqueuses, plastiques, pulvérulentes
ou granuleuses, qui se compose d'au moins deux blocs de pétrissage réalisés d'un seul
tenant, disposés sur des arbres parallèles les uns aux autres dans un carter (18)
et tournant dans le même sens, dont chacun est constitué par des cames (1 à 5) disposées
axialement les unes derrière les autres et décalées les unes par rapport aux autres
dans le sens périphérique, à la manière d'un escalier en colimaçon, le profil des
cames étant défini par des arcs de cercle (6, 7, 8, 9), caractérisé en ce que l'ouverture
de passage entre deux cames (1 à 5) est agrandie par un enlèvement de matière au niveau
d'au moins une came, de telle sorte qu'entre deux cames successives (1 à 5) est agencée
une came intermédiaire (13 à 16) qui présente un contour qui correspond à la plus
petite surface commune des cames voisines, et en ce que le rapport entre l'épaisseur
des cames (1 à 5) et l'épaisseur des cames intermédiaires (13 à 16) est de 1 : 3 à
3 : 1.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le rapport entre l'épaisseur
des cames (1 à 5) et l'épaisseur des cames intermédiaires (13 à 16) est de 1 : 1.