Gebiet der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft elektrotherapeutische Apparate und bezieht sich insbesondere
auf Verfahren zur Erzeugung von für die Anregung biologischer Objekte bestimmten elektrischen
Impulsen und auf eine Einrichtung zu deren Durchführung.
Stand der Technik
[0002] Bekannt ist ein Verfahren zur Anregung eines biologischen Objektes, bei dem man elektrische
Impulse zu dessen Anregung erzeugt.
[0003] Das Verfahren besteht in einer nachstehend angegebenen Reihenfolge von Verfahrensschritten:
man führt eine Anregung mit einem Referenzreiz, dann eine Indikationsanregung zur
Bestimmung der Reaktion des Objektes und eine Heilanregung durch, wozu man elektrische
Impulse mit vorgegebener Frequenz und Dauer formiert. Man verstärkt diese Impulse
und führt sie zur Anregung innerhalb einer gewissen Zeitspanne zu. Dann nimmt man
wieder die Indikationsanregung vor und urteilt darüber, ob die Heilanregung abgebrochen
oder fortgesetzt werden muß (US,A,4505275).
[0004] Die nach diesem Verfahren erzeugten elektrischen Impulse weisen unveränderliche Parameter
innerhalb der Periode der Heilanregung auf, sie lassen sich nicht einem laufenden
Zustand des Anregungsobjektes anpassen. Eine mehrfache Heilanregung verlängert die
Einwirkungsprozedur, wodurch die Wahrscheinlichkeit einer Überdosierung erhöht wird.
All dies führt zu einer Verminderung des therapeutischen Effektes.
[0005] Bekannt ist ein Verfahren zur Erzeugung von elektrischen Impulsen für die Anregung
neuromuskulärer Strukturen des Stütz- und Bewegungsapparates und der Organe, welches
darin besteht, daß man Impulse mit einer vorgegebehen Frequenz erzeugt, jeden Impuls
in der Länge moduliert, eine Serie von Impulsen mit einer vorgegebenen Seriendauer
und einer vorgegebenen Pausenzeit zwischen ihnen unter linearer Verlängerung und Verkürzung
der Dauer der Impulse vorgegebener Frequenz formiert, die eine Serie bildenden Anregungsimpulse
verstärkt und diese dem biologischen Objekt zuführt, wobei man eine maximale Dauer
der Impulse vorgegebener Frequenz in der Serie entsprechend der individuellen Empfindlichkeit
des biologischen Objektes (SU,A,1169669) einstellt.
[0006] Die Parameter der einwirkenden Impulsserien werden versuchsweise bei maximaler Antwort
des Objektes unter physiologisch komfortablen Bedingungen Bedingungen eingestellt.
Dabei ist keine individuelle Dosierung vorgesehen, was eine Überdosierung hervorrufen
kann. Dis Impulse werden einem laufenden Zustand des Objektes nicht angepaßt, und
all dies setzt den gesamten therapeutischen Effekt herab.
[0007] Es ist eine Einrichtung zur Erzeugung von elektrischen Anregungsimpulsen bekannt,
die einen Impulsgenerator, einen mit diesem verbundenen Modulator, einen Verstärker
und eine Ausgangsstufe (SU,A,1069832) enthält.
[0008] Eine Impulsspannung rechteckiger Form wird vom Impulsgenerator auf einen Eingang
des Modulators gegeben. Seinem zweiten Eingang werden Impulse von einem Modulationsfrequenzmodulator
zugeführt. Am Ausgang des Modulators entsteht eine impulsmodulierte Trägerfrequenzspannung
rechteckiger Form, die zum Eingang des Verstärkers gelangt und die nach der Verstärkung
vom Ausgang des letzteren auf das biologische Objekt gegeben wird.
[0009] Bei dieser Einrichtung werden die Impulse mit starr stabilisierten, im voraus eingestellten
Parametern erzeugt. Bei dieser Einrichtung ist keine Möglichkeit gegeben, den Zustand
des biologischen Objektes und die Dynamik der Änderung dieses Zustandes auszuwerten,
was zu einer ungerecht-fertigten Verschleppung der Anregungsprozedur und zu einer
eventuellen Überdosierung führt.
[0010] Bekannt ist auch ein elektrischer Anreger, der -in Reihe geschaltet- einen Impulsgenerator,
einen Dauerformer, einen Amplitudenformer in Form eines Leistungsverstärkers und eine
aktive Elektrode enthält, die an einen Gewebeabschnitt (SU,A, 1011130) angelegt wird.
[0011] Der Generator liefert Impulse mit gewünschter Anregungsperiode, von denen jeder Impuls
den Reizdauerformer auslöst, der den Amplitudenformer steuert. Zugleich erzeugt der
letztere einen Stromimpuls, der über die Elektroden fließt.
[0012] Eine solche Einrichtung besitzt dieselben Nachteile, die der früher betrachteten
bekannten Einrichtung eigen sind.
Offenbarung der Erfindung
[0013] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Erzeugung von für die
Anregung von biologischen Objekten bestimmten elektrischen Impulsen und eine Einrichtung
zu dessen Durchführung zu entwickeln, welche es gestatten, die elektrischen Impulse
durch Änderung des Auswertungsparameters des Zustandes des biologischen Objektes zu
verändern und damit diese Impulse an den Zustand des anzuregenden biologischen Objekt
anzupassen.
[0014] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß man im Verfahren zur Erzeugung von für die
Anregung biologischer Objekte bestimmten elektrischen Impulsen, bei dem man Impulse
mit einer vorgegebenen Frequenz erzeugt, jeden Impuls längenmoduliert, Serien von
Anregungsimpulsen mit einer vorgegebenen Seriendauer und einer vorgegebenen Pausenzeit
zwischen ihnen unter linearer Verlängerung und Verkürzung der Dauer der Impulse vorgegebener
Frequenz formiert, die eine Serie bildenden Anregungsimpulse verstärkt und diese über
Elektroden einem biologischen Objekt zuführt, wobei man die maximale Dauer der Impulse
vorgegebener Frequenz in der Serie entsprechend der individuellen Empfindlichkeit
des biologischen Objektes einstellt, erfindungsgemäß die Dauer der dem biologischen
Objekt zugeführten Anregungsimpulsserie entsprechend einer Auswertung elektrophysikalischer
Zustandsparameter des Zwischenelektrodenbereiches des biologischen Objektes verändert,
welche gleichzeitig mit der Anregung des biologischen Objektes durchgeführt wird.
[0015] Es ist zweckmäßig, als elektrophysikalischen Parameter zur Auswertung des Zustandes
des biologischen Objektes die Impedanz des Zwischenelektrodenbereiches des biologischen
Objektes zu benutzen und diese Impedanz nach Zeitkennlinien eines elektrischen Signals
zu bewerten, das nach der Beendigung jedes Anregungsimpulses entsteht.
[0016] Man kann auch die geänderte Dauer der Serie von Anregungsimpulsen mit der vorgegebenen
Dauer verglieichen, und wenn die geänderte Seriendauer die vorgegebene unterschreitet,
wird die Zuführung der nächsten Anregungsimpulsserie zum betreffenden Bereich des
biologischen Objektes wiederaufgenommen, und wenn die geänderte Dauer der Anregungsimpulsserie
gleich der vorgegebenen oder länger als diese ist, wird die Zuführung der Anregungsimpulsserie
zum betreffenden Bereich des biologischen Objektes abgebrochen.
[0017] Es ist auch zweckdienlich, invertierte elektrische Impulse zusätzlich zu formieren,
die für die Einwirkung auf den Bereich des biologischen Objektes bestimmt sind.
[0018] Diese Aufgabe wird auch dadurch gelöst, daß die Einrichtung zur Durchführung des
Verfahrens zur Erzeugung von für die Anregung biologischer Objekte bestimmten elektrischen
Impulsen, welche einen Impulsgenerator, einen Pulslängenmodulator, dessen einer Eingang
am Ausgang des Impulsgenerators liegt, einen Leistungsverstärker für Anregungsimpulse,
dessen Eingang mit dem Ausgang des Pulslängenmodulators verbunden ist und dessen Ausgänge
an die Elektroden angeschlossen sind, die an einen Bereich des biologischen Objektes
bei der Anregung gelegt werden, enthält, erfindungsgemaß einen ersten Former eines
die Reaktion des biologischen Objektes auf den Anregungsimpuls bestimmenden Signals,
dessen Eingang mit dem Ausgang des Anregungsimpuls-Leistungsverstärkers verbunden
ist und an dessen Ausgang ein Signal für die Steuerung der Dauer der Anregungsimpulsserie
gebildet wird, einen Generator für Impulse einer veränderbaren Dauer, die die Dauer
der Anregungsimpulssserie festlegt und dessen Eingang mit dem Ausgang des ersten Formers
eines die Reaktion des biologischen Objektes auf den Anregungsimpuls bestimmenden
Signals verbunden ist, einen zweiten Former eines Signals, dessen Dauer der Dauer
der Anregungsimpulsserie entspricht und das eine Vorder- und eine Hinterflanke aufweist,
die sich mit einer konstanten Geschwindigkeit ändern, wobei der zweite Former eingangsseitig
mit dem Ausgang des Generators für Impulse einer veränderbaren Dauer verbunden ist,
und einen Höchstpegelbegrenzer für das Modulationssteuerungssignal enthält, dessen
einer Eingang mit einer Signalpegelvorgabeschaltung, anderer Eingang mit dem Ausgang
des zweiten Signalformers und dessen Ausgang mit dem zweiten Eingang des Pulslängenmodulators
in Verbindung steht.
[0019] Die Einrichtung kann auch einen Zeitdiskriminator enthalten, an dessen Ausgang ein
die Beendigung der Anregung anzeigendes Signal gebildet wird und dessen einer Eingang
mit dem Ausgang des Generators für Impulse einer veränderbaren Dauer verbunden ist
und dessen anderer Eingang am Ausgang einer Steuereinheit des Zeitdiskriminators liegt,
die mit dem Ausgang des Anregungsimpuls-Leistungsverstärkers in Verbindung steht.
[0020] Der zweite Eingang der Steuereinheit des Zeitdiskriminators oder der dritte Eingang
des Zeitdiskriminators kann mit dem Ausgang des Impulsgenerators verbunden sein.
[0021] Es ist zweckmäßig, daß die Einrichtung einen Zeitgeber, dessen Eingang mit dem Ausgang
der Steuereinheit des Zeitdiskriminators verbunden ist, und einen steuerbaren Stromversorgungsteil
enthält, der eingangsseitig mit dem Ausgang des Zeitgebers verbunden ist und die Stromversorgung
abschaltet, und daß der zweite Eingang des Zeitgebers mit dem Ausgang des Impulsgenerators
verbunden ist.
[0022] Es ist auch zweckdienlich, den Ausgang des Zeitdiskriminators mit dem dritten Eingang
des Höchstpegelbegrenzers für das Modulationssteuerungssignal oder mit dem zweiten
Eingang des steuerbaren Stromversorgungsteils zu verbinden.
[0023] Außerdem hat es sich als vorteilhaft erwiesen, daß die Einrichtung einen Umschalter
der Elektroden aufweist, der zwischen den Elektroden und dem Anregungsimpuls-Leistungsverstärkers
geschaltet ist.
[0024] Der erste Signalformer und der Generator für Impulse einer veränderbaren Dauer können
als Multivibrator mit CMOS-Transistoren ausgebildet sein, in dessen erster Stufe in
den Sources jedes Transistors Widerstände geschaltet sind, und am das Source des p-Kanal-Transistors
ein Kondensator angeschlossen ist, dessen zweiter Anschluß den Eingang des ersten
Signalformers bildet, wobei die erste Stufe des Multivibrators einen Rückkopplungskreis
aus einer Diode und einem mit dieser in Reihe liegenden Widerstand aufweist, und der
Ausgang der zweiten Multivibratorstufe dient als Ausgang des Generators für Impulse
einer veränderbaren Dauer; der zweite Signalformer kann einen Integrator mit CMOS-Transistoren
darstellen, bei denen zwischen den Speiseschienen und den Sources Widerstände geschaltet
sind.
[0025] Auch ist es zweckmäßig, daß der Pulslängenmodulator einen aus CMOS-Transistoren aufgebauten
Verstärker enthält, an dessen Eingang ein Differenzierkreis vorgesehen ist, dessen
Zeitkonstante mit Hilfe eines einzelnen MOS-Transistors geändert wird, dessen Gate
mit einem Eingang des Modulators verbunden ist, während der Eingang des Differenzierkreises
als zweiter Eingang des Modulators dient.
[0026] Die Signalpegelvorgabeschaltung kann einen Integrator mit CMOS-Transistoren enthalten,
bei denen zwischen Speiseschienen und den Sources Widerstände geschaltet sind, während
der Eingang des Integrators über Umschalter mit den Speiseschienen in Verbindung stehen
kann.
[0027] Es hat sich als bequem erwiesen, daß der Impulsgenerator einen Multivibrator mit
CMOS-Transistoren darstellt, dessen erster Stufe einen aus CMOS-Transistoren aufgebauten
Verstärker enthält, in dessen Rückkopplungskreis ein aus einem Widerstand und einem
Kondensator bestehendes Trägheitsglied geschaltet ist, wobei zwischen den Speiseschienen
und den Sources CMOS-Transistoren der ersten Stufe noch je ein zusätzlicher MOS-Transistor
geschaltet ist und die zusammengeschalteten Gates der zusätzlichen MOS-Transistoren
den Eingang der ersten Stufe bilden, während der Ausgang des Verstärkers als Ausgang
der ersten Stufe des Multivibrators dient.
[0028] Es ist auch von Vorteil, daß die Steuereinheit des Zeitdiskriminators -in Reihe geschaltet-einen
Widerstand und einen Negator, einen ersten Impulszähler, dessen Zähleingang mit dem
Ausgang des Negators verbunden ist und dessen Steuereingang an dessen Ausgang angeschlossen
ist, der Rücksetzeingang dieses Impulszählers als Eingang der Steuereinheit dient,
und einen zweiten Impulszähler enthält, dessen Zähleingang mit dem Rücksetzeingang
des ersten Impulszählers vereinigt ist, wobei der Steuereingang des zweiten Impulszählers
mit seinem Ausgang und der Rücksetzeingang des zweiten Impulszählers mit dem Ausgang
des ersten Impulszählers in Verbindung stehen.
[0029] Es ist wünschenswert, daß der Zeitdiskriminators ein ODER-Glied und einen Impulszähler
enthält, dessen Rücksetzeingang mit dem Ausgang des ODER-Gliedes verbunden ist, wobei
der Zähleingang dieses Zahlers den Eingangs des Zeitdiskriminators bildet und der
Steuereingang dieses Zählers mit seinem Ausgang verbunden ist.
[0030] Es ist auch erwünscht, daß der steuerbare Stromversorgungsteil eine Spannungsquelle
und ein Flipflop enthält, dessen Setzeingang über einen Ausschalter mit dem Ausgang
dar Spannungsquelle verbunden ist und dessen Rücksetzeingänge als Eingänge des steuerbaren
Stromversorgungsteils dienen, wobei der Ausgang des Flipflops mit dem Steuereingang
eines elektronischen Schalters verbunden ist, dessen Eingang an die Spannungsquelle
angeschlossen ist.
[0031] Das erfindungsgemäße Verfahren und die Einrichtung zu seiner Durchführung ermöglichen
eine individuell dosierte Anregung biologischer Gewebe, welche von elektrophysikalischen
Parametern der Gewebe abhängt, unter minimaler äußerer energetischer Einwirkung und
mit minimalem Energieaufwand.
Kurzbeschreibung der Erfindung
[0032] Im weiteren wird die Erfindung an Hand ihres Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme
auf die beigelegten Zeichnungen erläutert. Es zeigt:
Fig. 1a,b,c,d,e Zeitdiagramme elektrischer Impulse an den Elektroden;
Fig. 2 ein Strukturschaltbild einer erfindungsgemäßen Einrichtung zur Erzeugung von
elektrischen Impulsen;
Fig. 3 ein Strukturschaltbild der Einrichtung mit einem Zeitdiskriminator gemäß der
Erfindung;
Fig. 4 eine andere Ausführungsform der gleichen Einrichtung gemäß der Erfindung;
Fig. 5 eine weiters Ausführungsform der erfindungsgemäßen Einrichtung;
Fig. 6 ein Strukturschaltbild der Einrichtung mit einem Zeitgeber nach der Erfindung;
Fig. 7 eine Ausführungsform der erfindungsgemaßen Einrichtung mit Zeitgeber;
Fig. 8 ein Strukturbild der Einrichtung mit einer Variante der Begrenzung der Anregungsenergie
gemäß der Erfindung;
Fig. 9 dieselbe Einrichtung mit Unterbrechung der Anregung;
Fig. 10 ein Strukturschaltbild der erfindungsgemäßen Einrichtung mit einem Umschalter
der Elektroden;
Fig. 11 einen ersten Signalformer gemäß der Erfindung;
Fig. 12 einen zweiten Signalformer gemäß der Erfindung;
Fig. 13 einen Pulslängenmodulator gemäß der Erfindung;
Fig. 14 eine Signalpegelvorgabeschaltung gemäß der Erfindung;
Fig. 15 einen Impulsgenerator gemäß der Erfindung;
Fig. 16 eine Steuereinheit eines Zeitdiskriminators gemäß der Erfindung;
Fig. 17 einen Zeitdiskriminator gemäß der Erfindung;
Fig. 18 einen Stromversorgungsteil gemäß der Erfindung;
Fig. 19 einen Höchstpegelbegrenzer für das Signal gemäß der Erfindung;
Fig. 20 einen Leistungsverstärker gemäß der Erfindung;
Fig. 21 einen Zeitgeber gemäß der Erfindung:
Die beste Ausführungsform der Erfindung
[0033] Das Verfahren zur Erzeugung von für die Anregung biologischer Objekte bestimmten
elektrischen Impulsen wird wie folgt durchgeführt.
[0034] Man erzeugt eine Folge von rechteckigen Impulse mit einer vorbestimmten Folgefrequenz,
welche dann längenmoduliert werden, und formiert Serien reckteckiger Impulse mit einer
vorgegebenen Folgefrequenz sowie mit einer vorgegebenen Pausenzeit zwischen den Serien.
Dabei wird die Dauer der Impulse vorgegebener Frequenz in der Serie linear auf den
Maximalwert verlängert, der entsprechend der individuellen Empfindlichkeit des biologischen
Objektes eingestellt wird, bei der der Patient subjektive Empfindungen eines elektrischen
Stechens komfortabler Art erleidet, und nachher linear auf Null vermindert.
[0035] Die so erhaltenen Serien (Fig. 1a) von Anregungsimpulsen 1 werden verstärkt. Ein
einzelner verstärkter Anregungsimpuls 2, der keinen Kontakt mit dem biologischen Objekt
hat, ist in Fig. 1b dargestellt.
[0036] Die verstärkten Anregungsimpulse 1, welche Serien bilden, werden dem biologischen
Objekt zugeführt. Dabei nehmen je nach dem Zustand elektrophysikalischer Parameter
des Zwischenelektrodenbereiches des biologischen Objektes die Anregungsimpulse eine
Form an, die jeweils in Fig. 1c,d,e gezeigt ist, worin Varianten der Anregungsimpulse
mit schwachen, mittleren und ausgeprägten Abweichungen der elektrophysikalischen Parameter
von der Norm dargestellt sind.
[0037] Als elektrophysikalischer Parameter, nach dem die Auswertung des Zustandes des biologischen
Objektes durchgeführt, wird, kommt die Impedanz des Zwischenelektrodenbereiches des
biologischen Objektes in Betracht.
[0038] Die Impedanz wird nach den Zeitkennlinien 3, 4, 5 (Fig. 1 c, d, e) eines elektrischen
Signals bewertet, das nach der Beendigung jedes Anregungsimpulses 1 auftritt. Darauf
verändert man entsprechend der so erhaltenen Auswertung der Impedanz die Dauer der
Anregungsimpulsserie und vergleicht einen erhaltenen Wert der Seriendauer mit der
vorgegebenen Seriendauer.
[0039] Unterschreitet dabei die erhaltene Seriendauer die vorgegebene, so wird die Zuführung
von Anregungsimpulsserien wiederaufgenommen, und wenn der erhaltene Wert der Seriendauer
länger als die vorgegebene oder dieser gleich ist, wird die weitere Zuführung von
Anregungsimpulsserien zu dem betreffenden Bereich (Abschnitt) des biologischen Objektes
abgebrochen.
[0040] Um den therapeutischen Effekt der elektrischen Anregung zu erhöhen, werden die obenaufgezählten
Verfahrensschritte wiederholt, wobei man die Einwrikungsimpulse invertiert.
[0041] Ausgehend von der Dynamik der Änderungen von Störungen unter Einwirkung einer Anregungsimpulsserie
bestimmt man einen Bereich für die Durchführung der nachfolgenden Anregung, was die
Möglichkeit bietet, die äußere energetische Einwirkung herabzusetzen und die Zeit
für die Prozeßführung zu reduzieren, was dementsprechend zu einer allmählichen Verkleinerung
der Fläche, auf die eingewirkt wird, führt.
[0042] Die Einrichtung zur Erzeugung von für die Anregung bestimmten elektrischen Impulsen
enthält einen Impulsgenerator 6 (Fig. 2), dessen Ausgang 7 am Eingang 8 eines Pulslängenmodulators
9 liegt, einen Anregungsimpuls-Leistungsverstärker 10, dessen Eingang 11 am Ausgang
12 des Modulators 9 liegt und dessen Ausgänge 13, 14 mit Elektroden 15, 16 verbunden
sind, welche entsprechenderweise an einen Bereich 17 eines biologischen Objektes bei
der Anregung gelegt werden.
[0043] An den Ausgang 13 des Verstärkers 10 ist der Eingang 18 eines Formers 19 eines die
Reaktion des biologischen Objektes auf einen Anregungsimpuls bestimmenden Signals
angeschlossen. Am Ausgang 20 des Formers 19 wird ein Signal für die Steuerung der
Dauer einer Anregungsimpulsserie formiert. Der Ausgang 20 des Formers 19 steht mit
dem Eingang 21 eines Generators 22 für Impulse einer veränderbaren Dauer, die die
Dauer der Anregungsimpulse festlegt, in Verbindung, dessen Ausgang 23 mit dem Eingang
24 eines Formers 25 eines Signals verbunden ist, dessen Dauer der Dauer der Anregungsimpulsserie
entspricht und das eine Vorder- und eine Hinterflanke aufweist, die sich mit einer
konstanten Geschwindigkeit ändern.
[0044] Die Einrichtung hat auch einen Höchstpegelbegrenzer 26 für das Modulationssteuerungssignal,
dessen Eingang 27 mit dem Ausgang 28 des Signalformers 25 und dessen Eingang 29 mit
einer Signalpegelvorgabeschaltung 30 verbunden ist. Der Ausgang 31 des Begrenzers
26 ist mit dem zweiten Eingang 32 des Pulslängenmodulators 9 verbunden. An den Ausgang
33 des Leistungsverstärkers 10 ist ein Anzeiger 34 geschaltet.
[0045] Die Einrichtung ist auch mit einem Zeitdiskriminator 35 versehen (Fig. 3), an dessen
Ausgang 36 ein Signal für das Abbrechen (die Begrenzung) der Anregung gebildet wird
und dessen Eingang 37 mit dem Ausgang 38 einer Steuereinheit 39 des Zeitdiskriminators
35 verbunden ist. Der Eingang 40 der Steuereinheit 39 des Zeitdiskriminators 35 ist
an den Ausgang 13 des Leistungsverstärkers 10 angeschlossen, wobei der Eingang 41
des Zeitdiskriminators 35 mit dem Ausgang 23 des Generators 22 für Impulse einer veränderbaren
Dauer verbunden ist.
[0046] Der Eingang 42 (Fig. 4) der Steuereinheit 39 des Zeitdiskriminators 35 und der Eingang
43 (Fig. 5) des letzteren sind an den Ausgang 7 (Fig. 4, 5) des Impulsgenerators 6
angeschlossen.
[0047] Die Einrichtung weist auch einen Zeitgeber 44 (Fig.6), dessen Eingang 45 an den Ausgang
38 der Steuereinheit 39 des Zeitdiskriminators 35 geführt ist, und einen steuerbaren
Stromversorgungsteil 46 auf, dessen Eingang 47 mit dem Ausgang 48 des Zeitgebers 44
verbunden ist, wobei der Eingang 49 (Fig. 7) des Zeitgebers 44 mit dem Ausgang 7 des
Impulsgenerators 6 in Verbindung steht.
[0048] Der Ausgang 36 (Fig. 8) des Zeitdiskriminators 35 ist an den Eingang 50 des Höchstpegelbegrenzers
26 für das Modulationssteuerungssignal angeschlossen.
[0049] Bei einer anderen Ausführungsform der Einrichtung ist der Ausgang 36 des Zeitdiskriminators
35 mit dem Eingang 51 des Stromversorgungsteils 46 verbunden.
[0050] In den beiden Ausführungsformen der Einrichtung enthält diese einen Umschalter 52
(Fig. 10) der Elektroden, der zwischen den Ausgängen 13, 14 des Leistungsverstärkers
10 und den Elektroden 15, 16 geschaltet ist und zwei Schaltstellungen hat, welche
die Möglichkeit bieten, an jeden Ausgang 13 (14) des Verstärkers 10 eine jede der
Elektroden 15 (16) anzuschließen.
[0051] Bei der Einrichtung sind der erste Former 19 und der Generator 22 für Impulse einer
veränderbaren Dauer auf der Basis eines Multivibrators mit CMOS-Transistoren 53 (Fig.11),
54 und 55, 56 ausgeführt, bei welchem Multivibrator in den Source-Elektroden 57 und
58 der Transistoren 53 bzw. 54 der ersten Stufe jeweils Widerstände 59 und 60 geschaltet
sind, und an das Source 57 des Transistors 53 ist ein Kondensator 61 angeschlossen,
dessen zweiter Anschluß 62 den Eingang 18 (Fig. 2) des ersten Formers 19 bildet. Die
erste Stufe weist einen Rückkopplungskreis aus einer Diode 63 (Fig. 11) und einem
mit dieser in Reihe liegenden Widerstand 64 auf, während der Ausgang 65 der zweiten
Stufe des Multivibrators als Ausgang 23 (Fig. 2) des Generators 22 für Impulse einer
veränderbaren Dauer dient.
[0052] Der zweite Signalformer 25 stellt einen Integrator mit CMOS-Transistoren 66 (Fig.
12) und 67 dar, zwischen deren Speiseschienen 68 und 69 und den Sources 70 und 71
jeweils Widerstände 72 und 73 geschaltet sind.
[0053] Der Pulslängenmodulator 9 (Fig. 2) enthält einen aus CMOS-Transistoren 74 (Fig. 13)
und 75 aufgebauten Verstärker, an dessen Eingang 76 ein Differenzierkreis aus einem
Kondensator 77 und einem Widerstand 78 vorgesehen ist, dessen Zeitkonstante sich mit
Hilfe eines einzelnen MOS-Transistors 79 andert, dessen Gate den Eingang 32 (Fig.
2) des Pulslängenmodulators 9 bildet, wobei der Eingang 81 (Fig.13) des Differenzierkreises
als Eingang 8 (Fig. 2) des Pulslängenmodulators dient.
[0054] Die Signalvorgabeschaltung 30 enthalt einen Integrator mit CMOS-Transistoren 82 (Fig.
14) und 83, zwischen deren Speiseschienen 84 und 85 und deren Sources 86 und 87 jeweils
Widerstände 88 und 89 geschaltet sind, während der Eingang 90 des Integrators über
Umschalter 91 und 92 mit den Speiseschienen 84 bzw. 85 verbunden ist.
[0055] Der Impulsgenerator 6 (Fig. 2) stellt einen Multivibrator mit CMOS-Transistoren 93
(Fig. 15), 94,95,96,97,98 dar, in dessen erster Stufe ein Verstarker mit CMOS-Transistoren
95,96 enthalten ist und im Rückkopplungskreis ein Trägheitsglied aus einem Widerstand
99 und einem Kondensator 100 geschaltet ist, wobei zwischen den Speiseschienen 101,
102 und den Sources 103,104 der CMOS-Transistoren 95 bzw. 96 zusätzliche MOS-Transistoren
93,94 geschaltet sind.
[0056] Die zusammengeschalteten Gates 105, 106 der MOS-Transistoren 93, 94 bilden dabei
den Eingang 107 der ersten Multivibratorstufe, während der Ausgang 108 des aus CMOS-aufgebauten
Verstärkers 95,96 als Ausgang der ersten Multivibratorstufe dient.
[0057] Die Steuereinheit 39 (Fig. 3) des Zeitdiskriminators 35 enthält -in Reihe geschaltet-
einen Widerstand 109 (Fig. 16) und einen Negator 110, einen ersten Impulszähler 111,dessen
Zähleingang 112 mit dem Ausgang 113 des Negators 110 verbunden ist und dessen Steuereingang
114 mit dessen Ausgang 115 in Verbindung steht.
[0058] Der Rücksetzeingang 116 des Impulszählers 111 ist der Eingang 40 (Fig. 3) der Steuereinheit
39 des Zeitdiskriminators 35. Die Steuereinheit 39 des Zeitdiskriminators 35 enthält
auch einen zweiten Impulszähler 117 (Fig. 16), dessen Zähleingang 118 mit dem Rücksetzeingang
116 des Impulszählers 111 vereinigt ist. Der Steuereingang 119 des Impulszahlers 117
steht mit dessen Ausgang 120 in Verbindung, während der Rücksetzeingang 121 des Zählers
117 am Ausgang 115 des Impulszählers 111 liegt.
[0059] Der Zeitdiskriminator 35 (Fig. 3) enthält ein ODER-Glied 122 (Fig.17) und einen Impulszähler
123, dessen Rücksetzeingang mit dem Ausgang 125 des ODER-Gliedes 122 verbunden ist.
Der Zähleingang 126 des Impulszählers 123 bildet den Eingang 43 (Fig. 3) des Zeitdiskriminators
35, während oder Steuereingang 127 (Fig. 17) des Impulszählers 123 mit dessen Ausgang
128 verbunden ist.
[0060] Der Stromversorgungsteil 46 (Fig. 6) enthält eine Spannungsquelle 129 (Fig. 18) und
ein Flipflop 130, dessen Setzeingang 133 über einen Ausschalter 132 mit dem Ausgang
133 der Spannungsquelle 129 verbunden ist. Die Eingänge 134, 135 des Flipflops 130
stellen Eingänge 47 (Fig. 6), 51 des Stromversorgungsteils 46 dar, während der Ausgang
136 (Fig. 18) des Flipflops 130 mit dem Steuereingang 137 eines elektronischen Schalters
138 verbunden ist, dessen Eingang 139 an die Spannungsquelle 129 gelegt ist.
[0061] Die Spannungsquelle 129 kann als Satz von galvanischen Elementen und Sonnenenergiequellen
ausgeführt werden, während der elektronische Schalter 138 auf einem Transistor aufgebaut
ist.
[0062] Der Höchstpegelbegrenzer 26 (Fig. 2) für das Modulationssteuerungssignal enthält
drei Stromkreise, die jeweils eine Reihenschaltung eines Widerstandes 140 (Fig. 19)),
141, 142 und einer Diode 143, 144 bzw. 145 darstellen. Die anderen Anschlußenden der
Dioden 143,144,145 sind vereinigt und mit dem Ausgang 31 (Fig. 2) des Höchstpegelbegrenzers
26 für das Modulationssteuerungssignal verbunden und über einen Widerstand 146 (Fig.
19) an eine gemeinsame Sammelschiene 147 gelegt.
[0063] Der Leistungsverstärker 10 (Fig. 2) und der Anzeiger 34 enthält einen Verstärker
148 (Fig. 20) mit CMOS-Transistoren 149, 150 und einen Transistor 151, dessen Basis
152 an den Ausgang 153 des Verstärkers 148 angeschlossen ist. Der Kollektor 154 des
Transistors 151 ist über eine Diode 155 an eine Abzweigung 156 einer Induktivitätsspule
157 angeschlossen. Das erste Anschlußende 158 der Spule 157 ist an eine Speiseschiene
159 angeschlossen, während das zweite Anschlußende 160 den ersten Ausgang 13 (Fig.
2) des Leistungsverstärkers 10 bildet. Der zweite Ausgang 14 des Leistungsverstärkers
10 ist mit der Speiseschiene 159 (Fig. 20) verbunden. Der Emitter 161 des Transistors
151 steht mit dem dritten Ausgang 33 (Fig. 2) des Leistungsverstärkers 10 in Verbindung
und ist an den Anzeiger 34 geschaltet, der eine Diode 162 (Fig. 20) enthält, die an
die gemeinsame Sammelschiene 163 angeschlossen ist.
[0064] Der Zeitgeber 44 (Fig. 7) enthält einen Impulszahler 164 (Fig. 21), dessen Zähleingang
165 mit dem Eingang 49 (Fig.7) des Zeitgebers 44 und dessen Rücksetzeingang 166 (Fig.
21) mit dem Eingang 44 (Fig. 7) des Zeitgebers 44 verbunden ist. Der Ausgang 167 (Fig.21)
ist an den Steuereingang 168 des Zählers 164 und an den Ausgang 48 (Fig. 7) des Zeitgebers
44 geschaltet.
[0065] Bei der Behandlung der Realisierungsbeispiele der einzelnen Einheiten der Einrichtung
wurden einige Bauelemente dieser Einheiten nicht erwähnt. So enthält beispielsweise
der Signalformer 19 (Fig. 2) einen zeitbestimmenden Kondensator 169 (Fig. 11) und
einen Widerstand 170; der Former 25 (Fig. 2) ist mit einem Widerstand 171 (Fig. 12)
und einem Kondensator 172 versehen; die Schaltung 30 (Fig. 2) zur Signalpegelvorgabe
(Fig. 2) weist einen zeitbestimmenden Widerstand 173 (Fig. 14) und einen Kondensator
174 auf, während der Impulsgenerator 6 (Fig. 2) einen zeitbestimmenden Widerstand
175 (Fig. 15) und einen Kondensator 176 aufweist.
[0066] Die Einrichtung nach Fig. 10 funktioniert wie folgt.
[0067] Die Einrichtung wird durch kurzzeitiges Schließen des Ausschalters 132 im Stromversorgungsteil
46 eingeschaltet. Dabei wird mit dem am Ausgang 136 des Flipflops 130 erscheinenden
Signal der elektronische Schalter 138 geschlossen und die Versorgungsspannung allen
Baugruppen der Einrichtung zugeführt.
[0068] Der Impulsgenerator 6 wirkt analog dem bekannten, für den gleichen Zweck bestimmten
Generator, hat aber einen geringeren Energieverbrauch. Am Ausgang 7 des Generators
6 wird eine Folge von rechteckigen Impulsen mit einer vorgegebenen Folgefrequenz gebildet,
die dann zum Eingang 8 des Modulators 9 gelangt.
[0069] Mit dem Modulator 9 wird die Modulation der eintreffenden Impulse in der Länge durchgeführt,
wobei ihre Dauer proportional zum Pegel des am Eingang 32 des Modulators 9 anliegenden
Signals bis auf Null verkürzt wird. Die Wirkungsweise des Modulators 9 ist ähnlich
der des bekannten, für den gleichen Zweck bestimmten.
[0070] Die längenmodulierten Anregungsimpulse gelangen vom Ausgang 12 des Modulators 9 an
den Eingang 11 des Leistungsverstärkers 10.
[0071] Die Induktivitätsspule 157 im Verstarker 10 stellt einen Aufwartstransformator dar
und sichert damit die Erzeugung von Hochspannungsimpulsen am Ausgang 13 des Verstarkers
10, welche danach zur Elektrode 15 gelangen. Die Elektrode 16 ist indifferent und
steht über den Ausgang 14 des Verstärkers 10 mit der Speiseschiene 159 in Verbindung.
Die Dauer der Impulse an der Elektrode 15 wird nach der Leuchtintensität des Anzeigers
34 bewertet.
[0072] Im Ausgangszustand formiert der Generator 22 am Ausgang 23 Rechteckimpulse, deren
Dauer die Seriendauer festlegt.
[0073] Der Generator 22 hat die Möglichkeit, die Dauer der zu erzeugenden Impulse entsprechend
dem an seinem Eingang 21 anliegenden Signal ohne Änderung der Pausenzeit zwischen
den Impulsen zu verändern.
[0074] Die Impulse vom Ausgang 23 des Generators 22 treffen am Former 25 ein, der für die
Bildung der an dessen Ausgang 28 auftreffenden Impulse mit linearer ansteigender Vorder-
und linear abfallender Hinterflanke sorgt.
[0075] Die gebildeten Impulse treffen am Eingang 27 des Begrenzers 26 ein, der die Begrenzung
der Amplitude der so gebildeten Impulse auf einen Wert gewährleistet, der durch die
Schaltung 30 am Eingang 29 des Begrenzers 26 vorgegeben wird.
[0076] Dabei wird die Vergrößerung oder Verminderung des durch die Schaltung 30 gebildeten
Spannungspegels durch das Schließen des Umschalters 92 oder 91 gewährleistet.
[0077] Auf solche Weise erscheinen am Ausgang 31 des Begrenzers 26 negative Impulse mit
linear veränderlicher Vorder- und Hinterflanken, mit einer Dauer, die der Seriendauer
entspricht, und mit einer vorgegebenen Pausenzeit zwischen den Impulsen und einem
minimalen Pegelwert, der durch den Spannungspegel am Eingang 29 des Begrenzers 26
bestimmt wird.
[0078] Die so begrenzten Impulse treffen am Eingang 32 des Modulators 9 ein, an dessen Ausgang
12 Serien reckteckiger Anregungsimpulse mit linearer Verlängerung der Dauer der Impulse
in einer Serie auf den (mit Hilfe der Schaltung 30) vorgegebenen Wert und mit einer
vorgegebenen Pausenzeit zwischen den Anregungsimpulsserien gebildet werden.
[0079] Stehen die Elektroden 15 und 16 in Keinem Kontakt mit dem Bereich 17 des biologischen
Objektes, zeichnen sich die Impulse 2 (Fig. 1b) am Ausgang 13 des Verstärkers 10 durch
eine hohe Schwingungsfrequenz und eine relativ kleine Dämpfung aus. Dabei reicht das
Signal am Ausgang 20 des Formers 19 für die Änderung der Betriebsart des Generators
22 nicht aus.
[0080] Die Steuereinheit 39 des Zeitdiskriminators 35 gewährleistet eine Aussonderung der
Schwingungsfrequenz am Eingang 40. Die Schaltung 39 wirkt analog der für diesen Zweck
bestimmten bekannten Schaltung, ist aber zur Verbesserung der Genauigkeit der Frequenzunterscheidbarkeit
aus digitaten Bauelementen aufgebaut und wird mit einer Impulsfolge vom Ausgang 7
des Generators 6 synchronisiert.
[0081] Somit wird beim Anliegen einer Hochfrequenz (z.B. von Impulsen 2 in Fig. 1b) am Eingang
40 der Schaltung 39 ein Signal an deren Ausgang 38 gebildet, durch das die Funktion
des Zeitdiskriminators 35 verboten und die Funktion des Zeitgebers 44 freigegeben
wird.
[0082] Der Zeitgeber 44 ist zur Erhöhung der Genauigkeit bei der Bildung eines Zeitintervalls
aus digitalen Bauelementen aufgebaut und wird mit einer Impulsfolge vom Ausgang 7
des Generators 6 synchronisiert.
[0083] Liegt innerhalb des im Zeitgeber 44 eingestellten Zeitintervalls eine Hochfrequenz
an, was demjenigen Zustand der Einrichtung entspricht, bei dem sie mit dem Bereich
17 des biologischen Objektes in keinem Kontakt steht, so wird am Ausgang 48 des Zeitgebers
44 ein Signal formiert, das zum Eingang 47 des Stromversorgungsteils 46 gelangt und
die ganze Einrichtung ausschaltet.
[0084] Sobald die Elektroden 15, 16 mit dem Bereich 17 des biologischen Objektes in Berührung
gebracht sind, erscheinen an diesen Elektroden je nach dem Zustand des biologischen
Objektes 17 Signale, die den Kennlinien 3,4 oder 5 (Fig. 1c, d,e) entsprechen. Hierbei
wird am Ausgang 20 des Formers 19 ein Signal gebildet, das für die Änderung der Dauer
des vom Generator 22 erzeugten Impulses ausreicht. Da sich der am Eingang 40 der Schaltung
39 ablaufende Vorgang durch eine relativ niedrige Frequenz auszeichnet, wird am Ausgang
38 der Schaltung 39 ein Signal gebildet, durch das der Zeitgeber 44 zurückgesetzt
und seine Funktion verboten sowie gleichzeitig die Arbeit des Zeitdiskriminators 35
freigegeben wird.
[0085] Durch den Zeitdiskriminator 35 wird die Dauer der vom Generator 22 zu erzeugenden
Impulsen mit der vorgegebenen Dauer verglichen, wobei der Zeitdiskriminator 35 analog
dem für den gleichen Zweck geeigneten bekannten funktioniert, aber aus digitalen Bauelementen
zwecks Erhöhung der Genauigkeit der Erzeugung von Zeitintervallen aufgebaut ist und
mit einer Impulsfolge vom Ausgang 7 des Generators 6 synchronisiert wird.
[0086] Da im Prozeß der Einwirkung auf das biologische Objekt sich dessen Zustand und folglich
die Charakteristik des Prozesses (Fig. 1) am Ausgang 13 des Verstärkers 10 ändern,
ergibt sich von einem gewissen Zeitpunkt an ein solches Signal am Ausgang 20 des Formers
19, bei welchem die Dauer der vom Generator zu erzeugenden Impulse gleich oder größer
als die vorgegebene wird. Hierbei wird am Ausgang 36 des Zeitdiskriminators 35 ein
Signal formiert, das über den Begrenzer 26 auf den Steuereingang 32 des Modulators
einen Einfluß ausübt, so daß auf einen gewissen Mindestwert die Dauer der Anregungsimpulse
am Ausgang 12 des Modulators verkürzt wird und damit die Möglichkeit einer Überdosierung
der Behandlungseinwirkung kleiner wird.
[0087] Der stationäre Betrieb der Einrichtung wird beibehalten, bis die Elektroden 15, 16
mit dem biologischen Objekt in Berührung stehen. Der Ausgangszustand der Einrichtung
wird automatisch, sobald die Elektroden 15, 15 mit dem biologischen Objekt außer Berührung
gebracht werden, wiederhergestellt, wie es oben beschrieben wurde.
[0088] Um den therapeutischen Effekt zu erhöhen, wird zwischen den Ausgängen 13, 14 und
den Elektroden 15, 16 ein Umschalter 52 geschaltet, mit dessen Hilfe die Umschaltung
der aktiven und indifferenten(unwirksamen) Elektrode 15 bzw. 16 auf die Ausgänge 13
und 14 erfolgt.
[0089] Der Unterschied der Arbeitsweise der Einrichtung gemäß Fig. 9, 11 bis 21 von der
früher beschriebenen besteht darin, daß das Signal vom Ausgang 36 des Zeitdiskriminators
35 am Eingang des Stromversorgungsteils 46 eintrifft und die Stromversorgung der Einrichtung
abschaltet, wodurch eine Überdosierung der Einwirkung auf einen konkreten Bereich
17 des biologischen Objektes vermieden wird.
[0090] Somit wird der Ausgangszustand der Einrichtung beim Aufnören des Kontaktes zwischen
den Elektroden 15, 16 und dem biologischen Objekt nicht wiederhergestellt und bedarf
einer Wiedereinschaltung der Einrichtung.
[0091] Die Wirkungsweise der in Fig. 2 bis 8 dargestellten Einrichtungen ist analog der
obenbeschriebenen, weil sie verschiedene Ausführungsformen darstellen.
[0092] Das erfindungsgemäße Verfahren und die zugehörige Einrichtung wurden klinischen Prüfungen
unterworfen, deren Ergebnisse unten dargelegt werden.
[0093] Die erfindungsgemäße Methodik wurde an einer großen Gruppe von Kranken mit Erkrankungen
des peripheren Nervensystems, mit Wurzel- und neuritischen Veränderungen, statischen
und dynamischen Störungen, mit Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates verschiedener
Ätiologie (entzündliche, metabolische, genetische und andere Erkrankungen), Erkrankungen
des Zentralnervensystems mit liquordynamischen Störungen sowie mit Störungen und Störungsfolgen
im zerebralen Kreislauf, mit entzündlichen Erkrankungen der oberen Luftwege, mit Krankheiten
im Magen-Darm-Kanal, mit Erkrankungen des vegetativen Nervensystems und anderen pathologischen
Zustanden bei gestörten Adaptationsprozessen angewendet.
[0094] Unter den Erkrankungen des peripheren Nervensystems kamen Osteochondrosen der Hals-
und Lendenwirbelsaule am meisten vor. Die Exazerbationsdauern betrugen vor Beginn
der Behandlung von 3... 5 Tagen bis 2,5 ... 3 Monate, die Erkrankungsdauer waren ebenfalls
unterschiedlich. Es wurde folgendes festgestellt. Die Einwirkungszeit sei streng individuell.
Sie war kürzer bei einer geringeren Exazerbationsdauer und guten kompensatorischen
Möglichkeiten des Organismus des Kranken. Die Einwirkungszeit wurde verlängert bei
eine längere Zeit dauernden Exazerbationen (Rezidiven) vor der Behandlung oder bei
einer längeren Erkrankungsdauer.
[0095] Es wurde eine kennzeichnende Wirkung an einer Kontrollgruppe aus 10 Menschen, die
einer komplexen Therapie, einschließlich einer Nadelreflextherapie unterworfen wurden,
erhalten. Positive Veränderungen zeigten sich nicht nur in der Verminderung organischer
und funktioneller Herdveränderungen sondern auch betrafen den psychoemotionellen Zustand.
Es wurde die Einwirkung örtlich, segmentär ausgeübt. Die Anzahl von Behandlungsprozeduren
betrug 3 bis 15 jeden zweiten Tag oder zweimal in der Woche. Als Kontingent der Kranken
kamen ambulante Patienten und Kranken der neuralgischen Krankenhausabteilung in Betracht.
[0096] Die Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens verkürzt die Behandlungsdauer sowohl
unter ambulanten als auch unter den Krankenstationsverhältnissen sowie bei selbständiger
(häuslicher) Behandlung oder im Komplex mit anderen Behandlungsverfahren. Es war eine
gute Verträglichkeit der Einwirkung zu verzeichnen, wobei keine Zustandsverschlimmerung
der Kranken nicht beobachtet wurde. Positive Veränderungen wurden bei der Behandlung
von anderen Pathologiearten festgestellt.
[0097] In sechs Fällen wurde der Effekt "Placebo" geprüft, die elektrische Anregung wurde
mit Hilfe von anderen bekannten ähnlichen Einrichtungen durchgeführt. Festgestellt
wurde in sämtlichen sechs Fällen die Erkennung einer Placebo-Wirkung nach Unterscheidungsmerkmalen
und Effekten, die nach der Anregung auftreten.
[0098] Um die Kriterien für die individuell dosierte Anregung zu beweisen, wurden folgende
klinische Untersuchungen vorgenommen.
[0099] Es wurden 20 Patienten mit Erkrankungen des peripheren Nervensystems, mit Wurzelveränderungen
ausgewählt, bei denen gleiche statische und dynamische Störungen beobachtet wurden,
die Anfangszeit des nächstfolgenden Rezidivs bis 3 Tage betrug, die Erkrankungsdauer
bis 5 Jahre ausmachte, wobei dis Nerventätigkeit der Patienten von sanguinischem und
cholerischem Typ war. Unter den Kranken waren 12 Männer und 8 Frauen. Sie bildeten
drei Gruppen.
[0100] Die erste Gruppe setzte sich aus 8 Menschen- 5 Männern und 3 Frauen- zusammen. Es
wurde eine Einwirkung auf die Bereiche der Hautdecke über dem Gebiet erkrankter Wirbel
und im paraverteralen Bereich ausgeübt entsprechend der Auswertung der Impendanz des
Bereiches des Gewebes, bis die Resultate stabil wurden, wobei nur bei einem Vorzeichen
der Elektrodenpolarisation gearbeitet wurde (es wurde die Methodik einer individuell
dosierten Anregung verwendet).
[0101] In der zweiten Gruppe aus 6 Menschen - 2 Männern und 4 Frauen- wurde die individuell
dosierte Anregung analog, aber bei verschiedenen Polungen der Elektroden durchgeführt.
[0102] In der dritten Gruppe aus 6 Menschen- 5 Männern und einer Frau -wurde nach der individuell
dosierten Anregung eine zwangsmäßige Einwirkung (doppelte Zeit der dosierten Anregung
bei gleichem Vorzeichen der Polung) ausgeübt.
[0103] Die Kontrolle statischer und dynamischer Veränderungen und von Wurzelstörungen wurde
vor, nach der Anregung und nach jeder Einwirkung vorgenommen.
[0104] In sämtlichen Gruppen wurde ein positiver therapeutischer Effekt erreicht, der in
der Verbesserung von statischen und dynamischen Indizes der Wirbelsäule, in der Verminderung
von Wurzelprolapsen zum Ausdruck gebracht wurde und der nach der Behandlungsprozedur
erhältenblieb und zum Zeitpunkt der nächstfolgenden Einwirkung zunahm. Der therapeutische
Effekt vereinigte sich mit einer Änderung des emotionalen Hintergrundes und des gesamten
Zustendes der Kranken. Ein besonders ausgepragter klinischer Effekt wurde bei den
Kranken der zweiten Gruppe festgestellt. Diese Kranken benötigten weniger Behandlungsprozeduren
( 3 bis 4 ), um den arbeitsfahigen Zustand zu erreichen, gegenüber den Kranken der
ersten und der dritten Gruppe, welche dafür 4 bis 5 bzw. 6 bis 10 Prozeduren brauchten.
[0105] In der dritten Gruppe wurde eine Verminderung der nach der dosierten Anregung erreichten
klinischen Veränderungen (bis 5 ...7%) nach der erzwungenen Anregung beobachtet.
[0106] Es wurden alle Kranken nach 6 bis 7 Monaten dynamisch untersucht, wobei keine Rezedive
in allen Gruppen beobachtet wurden. Bei den Kranken der dritten Gruppe wurden periodische
unangenehme Paresen festgestellt, die von unbedeutenden Beschränkungen der Beweglichkeit
der Wirbelsäule begleitet wurden.
[0107] Das erfindungsgemäße Verfahren kann zur elektrischen Heilanregung mit individueller
Dosierung verwendet werden, wobei die äußere energetische Einwirkung verringert, die
Zeit der Einwirkung individuell eingestellt und die Zeit der nachfolgenden Prozeduren
durch Wahl der Einwirkungsstelle verkürzt wird. Die Einrichtung realisiert das Verfahren
im automatischen Betrieb und hat einen geringen Energieverbrauch. Die durch die Einrichtung
ausgeübte Einwirkung beeinflußt die Kompensations- und Adaptationsvorgänge im Organismus.
[0108] Es werden die Behandlungsdauern beträchtlich und die Verbleibzeit im krankenhaus
um 5 bis 10 Tags und mehr verkürzt.
[0109] Der Einrichtung können sich ungeschulte Bedienungspersonen und sogar der Patient
selbst ohne zusätzliche Anweisungen bedienen.
[0110] Durch die Verwendung der Einrichtung ist die Vereinigung der Einwirkung auf den Patienten
und der Kontrolls seines Zustandes möglich.
[0111] Die Erfindung kann in der klinischen und Sportmedizin sowie als Gerät individueller
Nutzung, insbesondere zur Prophylaxe und Behandlung von Krankheiten und pathologischen
Zuständen mit gestörten Kompensations- und Adaptationsvorgangen verwendet werden.
1. Verfahren zur Erzeugung von für die Anregung biologischer Objekte bestimmten elektrischen
Impulsen, bei dem man Impulse mit einer vorgegebenen Frequenz erzeugt, jeden Impuls
längenmoduliert, Serien von Anregungsimpulsen mit einer vorgegebenen Seriendauer und
einer vorgegebenen Pausenzeit zwischen ihnen unter linearer Verlängerung und Verkürzung
der Dauer der Impulse vorgegebener Frequenz formiert, die eine Serie bildenden Anregungsimpulse
verstärkt und diese über Elektroden einem biologischen Objekt zuführt, wobei man die
maximale Dauer der Impulse vorgegebener Frequenz in der Serie je nach individueller
Empfindlichkeit des biologischen Objektes einstellt, dadurch gekennzeichnet, daß man die Dauer der dem biologischen Objket zugeführten Anregungsimpulse entsprechend
einer Auswertung elektrophysikalischer Zustandsparameter des Zwischenelektrodenbereiches
des biologischen Objektes verändert, welche gleichzeitig mit der Anregung des biologischen
Objektes durchgeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als elektrophysikalischer Parameter zur Auswertung des Zustandes des biologischen
Ovjektes die Impedanz des Zwischenelektrodenbereiches des biologischen Objektes benutzt
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Impedanz des Zwischenelektrodenbereiches nach Zeitkennlinien eines elektrischen
Signals bewertet, das nach der Beendigung jedes Anregungsimpulses entstent.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die geänderte Dauer der Serie von Anregungsimpulsen mit der vorgegebenen Dauer
verglichen wird, und wenn die geanderte Seriendauer die vorgegebene unterschreitet,
die Zuführung der nächsten Anregungsimpulsserie zum betreffenden Bereich des biologischen
Objektes wiederaufgenommen wird, und wenn die geänderte Dauer der Anregungsimpulsserie
gleich der vorgegebenen oder länger als diese ist, die Zuführung der Anregungsimpulsserie
zum betreffenden Bereich des biologischen Objektes abgebrochen wird.
5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die geänderte Dauer der Serie von Anregungsimpulsen mit der vorgegebenen Dauer
verglichen wird, und wenn die geänderte Seriendauer die vorgegebene unterschreitet,
die Zuführung der nächsten Anregungsimpulsserie zum betreffenden Bereich des biologischen
Objektes wiederaufgenommen wird, und wenn die geänderte Dauer der Anregungsimpulsserie
gleich der vorgegebenen oder länger als diese ist, die Zuführung der Anregungsimpulsserie
zum betreffenden Bereich des biologischen Objektes abgebrochen wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man invertierte elektrische Impulse zusätzlich formiert, mit denen auf den Bereich
des biologischen Objektes eingewirkt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß man invertierte elektrische Impulse zusätzlich formiert, mit denen auf den Bereich
des biologischen Objektes eingewirkt wird.
8. Einrichtung zur Erzeugung von für die Anregung biologischer Objekte bestimmten elektrischen
Impulsen, die einen Impulsgenerator (6), einen Pulslängenmodulator (9), dessen einer
Eingang am Ausgang des Impulsgenerators (6) liegt, einen Leistungsverstärker (10)
für Anregungsimpulse, dessen Eingang mit dem Ausgang des Pulslängenmodulators (9)
verbunden ist und dessen Ausgänge an die Elektroden (15, 16) angeschlossen sind, die
an einen Bereich des biologischen Objekts bei dessen Anregung gelegt werden, enthält,
dadurch gekennzeichnet, daß sie einen ersten Former (19) eines die Reaktion des biologischen Objektes auf
den Anregungsimpuls bestimmenden Signals, dessen Eingang mit dem Ausgang des Angerungsimpuls-Leistungsverstärkers
(10) verbunden ist und an dessen Ausgang ein Signal für die Steuerung der Dauer der
Anregungsimpulsserie gebildet wird, einen Generator (22) für Impulse einer veränderbaren
Dauer, die die Dauer der Anregungsimpulsserie festlegt und dessen Eingang mit dem
Ausgang des ersten Signalformers (19) verbunden ist, einen zweiten Former (25) eines
Signals, dessen Dauer der Dauer der Anregungsimpulsserie entspricht und das eine Vorder-
und eine Hinterflanke aufweist, die sich mit einer konstanten Geschwindigkeit ändern,
wobei der Former (25) eingangsseitig mit dem Ausgang des Generators (22) für Impulse
einer veränderbaren Dauer verbunden ist, und einen Höchstpegelbegrenzer (26) für das
Modulationssteuerungssignal enthält, dessen einer Eingang mit einer Signalpegelvorgabeschaltung
(30), anderer Eingang mit dem Ausgang des zweiten Signalformers (25) und dessen Ausgang
mit dem zweiten Eingang des Pulslängenmodulators (9) in Verbindung steht.
9. Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen Zeitdiskriminator (35) enthält, an dessen Ausgang ein die Beendigung
der Anregung anzeigendes Signal gebildet wird und dessen einer Eingang mit dem Ausgang
des Generators (22) für Impulse einer veränderbaren Dauer verbunden ist und dessen
anderer Eingang am Ausgang einer Steuereinheit (39) des Zeitdiskriminators (35) liegt,
die mit dem Ausgang des Anregungsimimpuls-Leistungsverstärkers (10) in Verbindung
steht.
10. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Eingang der Steuereinheit (39) des Zeitdiskriminators (35) mit dem
Ausgang des Impulsgenerators (6) verbunden ist.
11. Einrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß der dritte Eingang des Zeitdiskriminators (35) mit dem Ausgang des Impulsgenerators
(6) verbunden ist.
12. Einrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen Zeitgeber (44), dessen Eingang mit dem Ausgang der Steuereinheit (39)
des Zeitdiskriminators (35) verbunden ist, und einen steuerbaren Stromversorgungsteil
(46) enthält, der eingangsseitig mit dem Ausgang des Zeitgebers (44) verbunden ist
und die Stromversorgung abschaltet.
13. Einrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen Zeitgeber (44), dessen Eingang mit dem Ausgang der Steuereinheit (39)
des Zeitdiskriminators (35) verbunden ist, und einen steuerbaren Stromversorgungsteil
(46) enthält, der eingangsseitig mit dem Ausgang des Zeitgebers (44) verbunden ist
und die Stromversorgung abschältet.
14. Einrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Eingang des Zeitgebers (44) mit dem Ausgang des Impulsgenerators
(6) verbunden ist.
15. Einrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Eingang des Zeitgebers (44) mit dem Ausgang des Impulsgenerators
(6) verbunden ist.
16. Einrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgang des Zeitdiskriminators (35) mit dem dritten Eingang des Höchstpegelbegrenzers
(26) für das Modulationssteuerungssignal verbunden ist.
17. Einrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgang des Zeitdiskriminators (35) mit dem dritten Eingang des Höchstpegelbegrenzers
(26) für das Modulationssteuerungssignal verbunden ist.
18. Einrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgang des Zeitdiskriminators (35) mit dem dritten Eingang des Höchstpegelbegrenzers
(26) für die Modulationssteuerungssignal verbunden ist.
19. Einrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgang des Zeitdiskriminators (35) mit dem zweiten Eingang des steuerbaren
Stromversorgungsteils (46) verbunden ist.
20. Einrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgang des Zeitdiskriminators (35) mit dem zweiten Eingang des steuerbaren
Stromversorgungsteils (46) in Verbindung steht.
21. Einrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgang des Zeitdiskriminators (35) mit dem zweiten Eingang des steuerbaren
Stromversorgunsteils (46) verbunden ist.
22. Einrichtung nach Anspruch 8 oder 9 oder 10 dadurch gekennzeichnet, daß sie einen Umschalter (52) der Elektroden (15, 16) aufweist, der zwischen den
Elektroden (15, 16) und dem Anregungsimpuls-Leistungsverstärker (10) geschaltet ist.
23. Einrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen Umschalter (52) der Elektroden (15, 16) aufweist, der zwischen den
Elektroden (15, 16) und dem Anregungsimpuls-Leistungsverstärker (10) geschaltet ist.
24. Einrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen Umschalter (52) der Elektroden (15, 16) aufweist, der zwischen den
Elektroden (15, 16) und dem Anregungsimpuls-Leistungsverstärker (10) geschaltet ist.
25. Einrichtung nach Anspruch 8 oder 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Signalformer (19) und der Generator (22) für Impulse einer veränderbaren
Dauer als Multivibrator mit CMOS-Transistoren (53 bis 56) ausgebildet sind, in dessen
erster Stufe in den Sources jedes Transistors (53,54) Widerstände (59,60) geschaltet
sind und an das Source des p-Kanal-Transistors (53) ein Kondensator (61) angeschlossen
ist, dessen zweiter Anschluß den Eingang des ersten Signalformers (19) bildet, wobei
die erste Stufe des Multivibrators einen Rückkopplungskreis aus einer Diode (63) und
einem mit dieser in Reihe liegenden Widerstand (64) aufweist, und der Ausgang der
zweiten Stufe des Multivibrators als Ausgang des Generators (22) für Impulse einer
veränderbaren Dauer dient.
26. Einrichtung nach einem beliebigen der Anspruch 8 oder 9 oder 10 bis 15 dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Signalformer (25) einen Integrator mit CMOS-Transistoren (66,67)
darstellt, bei denen zwischen den Speiseschienen (68,69) und den Sources Widerstände
(72,73) geschaltet sind.
27. Einrichtung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Signalformer (25) einen Integrator mit CMOS-Transistoren (66,67)
darstellt, bei denen zwischen den Speiseschienen (68,69) und den Sources Widerstände
(72,73) geschaltet sind.
28. Einrichtung nach Anspruch 8 oder 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Pulslängenmodulator (9) einen aus CMOS-Transistoren (74,75) aufgebauten
Verstärker enthält, an dessen Eingang ein Differenzierkreis vorgesehen ist, dessen
Zeitkonstante mit Hilfe eines einzelnen MOS-Transistors (79) geändert wird, dessen
Gate mit einem Eingang des Pulslängenmodulators (9) verbunden ist, wobei der Eingang
des Differenzierkreises als zweiter Eingang des Pulslängenmodulators (9) dient.
29. Einrichtung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß der Pulslängenmodulator (9) einen aus CMOS-Transistoren (74,75) aufgebauten
Verstärker enthält, an dessen Eingang ein Differenzierkreis vorgesehen ist, dessen
Zeitkonstante mit Hilfe eines einzelnen MOS-Transistors (79) geändert wird, dessen
Gate mit einem Eingang des Pulslängenmodulators (9) verbunden ist, wobei der Eingang
des Differenzierkreises als zweiter Eingang des Pulslängenmodulators (9) dient.
30. Einrichtung nach Anspruch 8 oder 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Signalpegelvorgabeschaltung (30) einen Integrator mit CMOS-Transistoren
(82,83) enthält, bei denen zwischen den Speiseschienen (84,85) und den Sources Widerstände
(88,89) geschaltet sind, während der Eingang des Integrators über Umschalter (91,92)
mit den Speiseschienen (84,85) in Verbindung steht.
31. Einrichtung nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, daß die Signalpegelvorgabeschaltung (30) einen Integrator mit CMOS-Transistoren
(82,83) enthält, bei denen zwischen den Speiseschienen (84,85) und den Sources Widerstände
(88,89) geschaltet sind, während der Eingang des Integrators über Umschalter (91,92)
mit den Speiseschienen (84,85) in Verbindung steht.
32. Einrichtung nach Anspruch 8 oder 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Impulsgenerator (6) einen Multivibrator mit CMOS-Transistoren (93 bis 98)
darstellt, dessen erste Stufe einen aus CMOS-Transistoren (95,96) aufgebauten Verstärker
enthält, in dessen Rückkopplungskreis ein aus einem Widerstand (99) und einem Kondensator
(100) bestehendes Trägheitsglied geschaltet ist, wobei zwischen den Speiseschienen
(101,102) und den Sources der CMOS-Transistoren (95,96) der ersten Stufe noch je ein
zusätzlicher MOS-Transistor (99 bzw.94) geschaltet ist und die zusammengeschalteten
Gates der zusätzlichen MOS-Transistoren (93,94) den Eingang der ersten Stufe bilden,
während der Ausgang des Verstärkers als Ausgang der ersten Stufe des Multivibrators
dient.
33. Einrichtung nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet, daß der Impulsgenerator (6) einen Multivibrator mit CMOS-Transistoren (93 bis 98)
darstellt, dessen erste Stufe einen aus CMOS-Transistoren (95,96) aufgebauten Verstärker
enthält, in dessen Rückkopplungskreis ein aus einem Widerstand (99) und einem Kondensator
(100) bestehendes Trägheitsglied geschaltet ist, wobei zwischen den Speiseschienen
(101,102) und den Sources der CMOS-Transistoren (95,96) der ersten Stufe noch je ein
zusätzlicher MOS-Transistor (93 bzw. 94) geschaltet ist und die zusammengeschalteten
Gates der zusätzlichen MOS-Transistoren (93,94) den Eingang der ersten Stufe bilden,
während der Ausgang des Verstärkers als Ausgang der ersten Stufe des Multivibrators
dient.
34. Einrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinheit (39) des Zeitdiskriminators (35) - in Reihe geschaltet- einen
Widerstand (109) und einen Negator (110), einen ersten Impulszähler (111), dessen
Zähleingang mit dem Ausgang des Negators (110) verbunden ist und dessen Steuereingang
an dessen Ausgang angeschlossen ist, der Rücksetzeingang dieses Impulszählers (111)
als Eingang der Steuereinheit (39) dient, und einen zweiten Impulszähler (117) enthält,
dessen Zähleingang mit dem Rücksetzeingang des ersten Impulszählers (111) vereinigt
ist, wobei der Steuereingang des zweiten Impulszählers (117) mit seinem Ausgang und
der Rücksetzeingang des zweiten Impulszählers (117) mit dem Ausgang des ersten Impulszählers
(111) in Verbindung stehen.
35. Einrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Zeitdiskriminator (35) ein ODER-Glied (122) und einen Impulszähler (123)
enthält, dessen Rücksetzeingang mit dem Ausgang des ODER-Gliedes (122) verbunden ist,
wobei der Zähleingang des Impulszählers (123) den Eingang des Zeitdiskriminators (35)
bildet und der Steuereingang dieses Zählers (123) mit seinen Ausgang verbunden ist.
36. Einrichtung nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, daß der Zeitdiskriminator (35) ein ODER-Glied (122) und einen Impulszähler (123)
enthält, dessen Rücksetzeingang mit dem Ausgang des ODER-Gliedes (122) verbunden ist,
wobei der Zähleingang des Impulszählers (123) den Eingang des Zeitdiskriminators (35)
bildet und der Steuereingang dieses Zählers (123) mit seinem Ausgang verbunden ist.
37. Einrichtung Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der steuerbare Stromversorgungsteil (46) eine Spannungsquelle (129) und ein
Flipflop (130) enthält, dessen Setzeingang über einen Ausschalter (132) mit dem Ausgang
der Spannungsquelle (129) verbunden ist und dessen Rücksetzeingänge (130) als Eingänge
des steuerbaren Stromversorgungsteils (46) dienen, wobei der Ausgang des Flipflops
(130) mit dem Steuereingang eines elektronischen Schalters (138) verbunden ist, dessen
Eingang an die Spannungsquelle (129) angeschlossen ist.
38. Einrichtung nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, daß der steuerbare Stromversorgungsteil (46) eine Spannungsquelle (129) und ein
Flipflop (130) enthält, dessen Setzeingang über einen Ausschalter (132) mit dem Ausgang
der Spannungsquelle (129) verbunden ist und dessen Rücksetzeingänge (130) als Eingänge
des steuerbaren Stromversorgungsteils (46) dienen, wobei der Ausgang des Flipflops
(130) mit dem Steuereingang eines elektronischen Schalters (138) verbunden ist, dessen
Eingang an die Spannungsquelle (129) angeschlossen ist.