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EP 0 426 953 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.09.1993 Patentblatt 1993/39 |
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Anmeldetag: 06.08.1990 |
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Mechanischer Türfeststeller für Kraftwagentüren
Mechanical door check for doors of automotive vehicles
Arrêt de porte à fonctionnement mécanique pour portes de véhicules automobiles
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE DE ES FR GB IT NL SE |
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Priorität: |
08.11.1989 DE 3937218
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.05.1991 Patentblatt 1991/20 |
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Patentinhaber: ED. Scharwächter GmbH & Co.KG. |
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D-42855 Remscheid (DE) |
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Erfinder: |
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- Klüting, Bernd Alfred, Dipl. Ing.
D-5608 Radevormwald (DE)
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Vertreter: Schön, Theodor,
Patent- und Zivilingenieur |
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Sonnleiten 7 84164 Moosthenning 84164 Moosthenning (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
GB-A- 816 380
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US-A- 4 833 755
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen mechanischen Türfeststeller für Kraftwagentüren,
bestehend aus einem am einen Türanordnungsteil, Tür oder Türsäule, angeordneten Haltergehäuse
und einer am anderen Türanord- nungsteil angelenkten, das Haltergehäuse durchsetzenden
Türhaltestange sowie einer im Haltergehäuse untergebrachten und mit der Türhaltestange
zusammenwirkenden Bremsund Halteeinrichtung.
[0002] Mechanische Türfeststeller für Kraftwagentüren üblicher Bauart zeichnen sich im Wesentlichen
dadurch aus, daß an einer Türhaltestange über ihre Länge hin verteilt eine oder mehrere
Bremsrampen angeordnet sind, mit welchen eine Brems-oder Feststelleinrichtung in einem
Haltergehöäuse derart zusammenwirkt, daß die Kraftwagentür in einer oder mehreren
vorbestimmten Öffnungslagen abgebremst und festgehalten wird.
Für Kraftwagentüren bestimmte Türfeststeller dieser Bauart sind in gewisser Weise
mit dem Nachteil behaftet, als sie eine Feststellung der Tür nur in bestimmten Öffnungslagen
ermöglichen, was beim Parken unter räumlich beengten Verhältnissen oder in Garagen
oftmals die Gefahr einer Beschädigung der eigenen Fahrzeugtür oder aber auch des benachbarten
Fahrzeuges durch die nicht festgestellte Fahrzeugtür mit sich bringen kann. Es sind
daher schon verschiedentlich Vorschläge dahingehend gemacht worden, einen Türfeststeller
für Kraftwagentüren derart auszugestalten, daß er ein Festlegen der Kraftwagentür
in jeder beliebigen Öffnungslage ermöglicht. Insbesondere sind in diesem Zusammenhang
Vorschläge für hydraulisch arbeitende Türfeststeller für Kraftwagentüren bekannt geworden,
welche ein Feststellen der Kraftwagentür in jeder beliebigen Öffnungslage ermöglichen,
während gleichzeitig die Kraftwagentür bei gewollter und beabsichtigter Bewegung völlig
freigängig ist. Derartige Vorschläge, wie sie beispielsweise aus DE-AS 1 459 182 oder
DE-OS 25 55 062 bekannt sind, sind mit dem Nachteil behaftet, daß der dort vorgeschlagene
Türfeststeller neben einem sehr erheblichen Aufwand seine eigene Herstellung auch
einen erheblichen Bedarf an Einbauraum erfordert und schließlich nur mit einem großen
Montageaufwand montierbar ist.
Es sind aber auch bereits Vorschläge für einen mechanischen Türfeststeller zum Festlegen
der Tür in jeder beliebigen Öffnungslage bekannt geworden, beispielsweise durch die
GB-PS 816 380, die hierzu bereits eine als Klemmeinrichtung ausgebildete, im Haltergehäuse
untergebrachte Brems- und Halteeinrichtung vorschlägt. Dabei ist vorgesehen, daß ein
Paar an den Breitseiten der Türhaltestange anliegender durch Rollen oder Walzen gebildeter
Bremskörper in einem federbelasteten Käfig angeordnet sind, derart, daß der Käfig
gegen die Federlast kippbar im Haltergehäuse aufgenommen ist und die erforderliche
Haltekraft zum Feststellen der Kraftwagentür in beliebiger Öffnungslage durch ein
Verklemmen der Bremskörper einerseits gegen das Türhalteband und andererseits gegen
den Käfig erfolgt. Nachteilig ist an dieser Bauart eines Türfeststellers zunächst
der Umstand, daß die Bremskörper ständig unter einer gewissen Federlast an der Türhaltestange
anliegen und daher die Tür ganz grundsätzlich niemals freigängig sein kann. Ferner
erfordert das Aufbringen einer ausreichenden Haltekraft die Anwendung entsprechend
starker Belastungsfedern für den die Bremskörper aufnehmenden Käfig, wodurch der Türfeststeller
nicht nur aufwendig und teuer in der Herstellung ist, sondern auch eine entsprechende
ständige Schwergängigkeit der Tür verursacht.
[0003] Der Erfindung liegt ausgehend von dem vorstehend aufgezeigten Stand der Technik die
Aufgabe zugrunde einen mechanischen Türfeststeller für Kraftwagentüren zu schaffen,
der bei geringstmöglichem Herstellungs-und Montageaufwand und bei im Übrigen völliger
Freigängigkeit der Fahrzeugtür erforderlichenfalls eine sichere Feststellung der Tür
in jeder beliebigen Öffnungsstellung ermöglicht.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Halteeinrichtung wenigstens
eine mit der Türhaltestange in Reibschluß bringbare, kippbar im Haltergehäuse abgestützte
Lamelle und ein der Einleitung der Kippbewegung der Lamelle zugeordnetes Verstellelement
umfaßt.
[0005] Im Interesse der Erzielung einer ausreichenden Haltekraft bei möglichst geräuschfreier
Arbeitsweise des Türfeststellers wird jedoch bevorzugt vorgesehen, daß die Halteeinrichtung
wenigstens ein mit der Türhaltestange in Reibschluß bringbares, kippbar im Haltergehäuse
abgestütztes Lamellenpaket und ein der Einleitung der Kippbewegung des Lamellenpaketes
zugeordnet es Verstellelement umfaßt. Die Verwendung eines Lamellenpaketes als Bremsoder
Feststellmittel gestattet ein Feststellen der Fahrzeugtür in jeder beliebigen Öffnungslage
und gewährleistet dabei auf der einen Seite hohe Brems-und Feststellkräfte und bringt
auf der anderen Seite weiterhin den Vorteil einer einfachen Herstellbarkeit des Türfeststellers
mit sich. Ferner arbeitet ein solcher Türfeststeller geräuschfrei und ist ein solcher
Türfeststeller unvermeidlichen Verschmutzungen der Türhaltestange gegenüber verhältnismäßig
unempfindlich.
[0006] In einer bevorzugten Anwendungsform ist vorgesehen, daß das der Einleitung der Kippbewegung
der Lamellen zugeordnete Verstellelement vermittels einer Fernbedienung verstellbar
ist, wobei weiterhin die Anordnung derart getroffen sein kann, daß das der Einleitung
der Kippbewegung des Lamellenpaketes zugeordnete Verstellelement vermittels eines
Betätigungshebels und eines Übertragungsmittels, insbesondere mittels eines Bowdenzuges,
manuell betätigbar ist. Dabei kann der Betätigungshebel entweder im Bereich des Türgriffes
angeordnet, oder aber auch mit dem Türgriff verbunden sein, so daß der Türfeststeller
beim Öffnen oder Schließen der Tür automatisch gelöst wird.
[0007] In einer zweckmäßigen Ausführungsform der Erfindung ist wenigstens ein eine Anzahl
von der Türhaltestange durchsetzter Lamellen umfassendes Lamellenpaket vorgesehen,
welches einerseits kippbar am Haltergehäuse abgestützt und andererseits mittels eines
Verstellelementes gegen eine eine Rückstellung bewirkende Federlast in eine Kipplage
verstellbar ist. Dabei kann vorgesehen sein, daß das Verstellement durch einen um
eine quer zur Längsachse der Türhaltestange verlaufende Achse schwenkbar und der Kippabstützung
des Lamellenpaketes gegenüberliegend im Haltergehäuse gelagerten Kipphebel gebildet
ist und vermittels einer Druckplatte auf das Lamellenpaket wirkt.
[0008] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist ferner vorgesehen, daß die als Rückstellfeder
auf das Lamellenpaket wirkende Federlast durch eine am Haltergehäuse festgelegte,
die eine Seite des Lamellenpaketes umgreifende und mit wenigstens einem ihrer Schenkel
an einer Stirnseite des Lamellenpaketes anliegende Bügelfeder gebildet ist und daß
in Verbindung mit einer solchen Gestalltung der Rückstelleinrichtung die Kippabstützung
des Lamellenpaketes durch einen quer zur Längsachse des Haltergehäuses bzw. der Türhaltestange
ausgerichtet in den Seitenwandungen des Haltergehäuses abgestützten Bolzen mit rundem
Querschnitt gebildet ist.
[0009] Eine besonders wenig aufwendige, leicht montierbare Gestaltungsweise ergibt sich
bei einem solchen Türfeststeller dadurch, daß einerseits dem Kipphebel und andererseits
der als Rückstellfeder auf das Lamellenpaket wirkenden Bügelfeder ein durch eine Querwandung
des Haltergehäuses gebildetes Widerlager zugeordnet ist, wobei zweckmäßigerweise vorgesehen
ist, daß die das dem Kipphebel und der Rückstellfeder zugeordnete Widerlager bildende
Querwand des Haltergehäuses durch gegen die Strinseite eines einseitig offen gestalteten,
topfförmigen Haltergehäuses abgestützte Druckplatten gebildet ist. Im einfachsten
Falle können die das Widerlager bildenden Druckplatten durch die als Bügelfeder ausgebildete
Rückstellfeder an der Stirnseite des Haltergehäuses in Anlage gehalten sein.
[0010] Nach einem anderen Merkmal der Erfindung ist der das Verstellelement bildende Kipphebel
als doppelarmiger Hebel ausgebildet.
[0011] In vorteilhafter Einzalausgestaltung wird ferner vorgeschlagen, daß die die Rückstellfeder
bildende Bügelfeder beiderseits einer das Lamellenpaket untergreifenden Basis jeweils
zwei unterschiedlich lang ausgebildete Federschenkel aufweist.
[0012] Ferner ergibt sich hinsichtlich der Herstellungsweise und der Montageweise ein Vorteil
daraus, daß die Lamellen durch Stahlplatten gebildet und bezüglich ihrer von der Türhaltestange
durchsetzten Ausnehmung symetrisch ausgebildet sind, so daß bei der Montage keine
besondere Rücksicht auf eine bestimmte Ausrichtung der einzelnen Lamellen genommen
zu werden braucht.
[0013] Die Türhaltestange kann bei einem derartigen Türfeststeller in Verbindung mit einer
entsprechenden Gestaltung der Ausnehmungen in den Lamellen jedes beliebige Querschnittsprofil
aufweisen, wird jedoch im Interesse der Vereinheitlichung zweckmäßigerweise eine symetrische
geometrische und insbesondere eine kreisrunde Querschnittsform besitzen.
[0014] Schließlich kann noch vorgesehen sein, daß das Haltergehäuse über Nietbolzen um eine
senkrecht zur Längsachse der Türhaltestange gerichtete Achse schwenkbar zwischen zwei
in einer vertikalen Richtung einander gegenüberliegend angeordneten Befestigungspratzen
aufgehängt ist.
[0015] Außer in der vorstehend aufgezeigten durch eine Fernbetätigung bestimmten Weise,
kann die Betätigung des Trürfeststellers auch so gestaltet sein, daß die Feststellung
der Tür in Abhängigkeit von einem Stillstand der Tür in einer Öffnungslage selbsttätig
erfolgt, beispielsweise dadurch, daß die Lamellen ständig an der Türhaltestange anliegen
und hinsichtlich ihrer zugelassenen Kippbewegung auf einen lediglich zur Erzeugung
einer für die Feststellung der Tür ausreichenden Reibkrafterhöhung geeigneten Betrag
begrenzt sind.
[0016] Die Erfindung ist in der nachfolgenden Beispielsbeschreibung anhand eines in der
Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles im Einzelnen beschrieben. In der Zeichnung
zeigt die
- Figur 1
- eine schematische Draufsicht auf die Anordnung des Türfeststellers in der Fahrzeugkarosserie;
- Figur 2
- einen Längsschnitt durch das Haltergehäuse des Türfeststellers bei in der Lösestellung
befindlichem Türfeststeller;
- Figur 3
- einen Längsschnitt durch das Haltergehäuse des Türfeststellers bei in der Arretierstellung
befindlichem Türfeststeller;
- Figur 4
- einen Schnitt durch das Haltergehäuse entlang der Linie IV - IV in Figur 2;
- Figur 5
- eine Einzeldarstellung einer im Haltergehäuse angeordneten Rückstellfeder;
- Figur 6
- eine andere Ausführungsform eines Türfeststellers.
[0017] Die Türhaltestange 2 eines im allgemeinen mit 1 bezeichneten Türfeststellers ist
vermittels eines Lagerbockes 3 um eine zur Türscharnierachse parallele Achse 4 schwenkbar
an der Türsäule 5 der Fahrzeugkarosserie angelenkt. Am Türkörper 6 ist ein von der
Türhaltestange 2 durchsetztes Haltergehäuse 7 befestigt. Das Haltergehäuse 7 ist im
allgemeinen topfförmig ausgebildet und über zwei einander in einer vertikal und senkrecht
zur Längsachse der Türhaltestange 2 ausgerichteten Achse ausgerichtete Nietbolzen
8 an zwei einander gegenüberliegend angeordneten Befestigungspratzen 9 aufgehängt,
wobei die Befestigungspratzen 9 ihrerseits an der Strinwand 10 des Türkörpers 6 befestigt
sind. Innerhalb des Haltergehäuses 7 ist ein aus einer Anzahl von Lamellen gebildetes
Lamellenpaket 11 angeordnet, wobei die Lamellen 11 jeweils eine mittig und zur Grundrißform
der Lamellen 11 symetrisch angeordnete, von der Türhaltestange 2 durchgriffene Ausnehmung
12 aufweisen. Die Lamellen 11 sind an ihrer einen Seite gegen einen ein Kipplager
bildenden und quer zur Längsachse der Türhaltestange 2 ausgerichtet im Halterheäuse
7 befestigten Bolzen 13 abgestützt und an ihrer gegenüberliegenden Seite durch einen
ein Verstellelement bildenden Kipphebel 14 beaufschlagbar. Der Kipphebel 14 ist im
gezeigten Ausführungsbeispiel als doppelarmiger Hebel ausgebildet und um eine quer
zur Längsachse der Türhaltestange 2 ausgerichtete Achse 15 schwenkbar im Haltergehäuse
7 aufgehängt. Mit dem Lamellenpaket 11 wirkt der Kipphebel 14 über seinen einen Hebelarm
16 vermittels einer Druckplatte 17 zusammen. Auf der anderen Seite ist dem Kipphebel
14 ein Widerlager zugeordnet, an dem der Kipphebel 14 über seinen zweiten Hebelarm
18 abgestützt ist. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist das Widerlager durch Widerlagerplatten
19 gebildet, die ihrerseits an dessen offener Stirnseite anliegend am Haltergehäuse
7 abgestützt sind. Die Lamellen 11 des Lamellenpaketes werden, wie insbesondere aus
der Darstellung der Figur 3 ersichtlich, durch ein Verschwenken des Kipphebels 14
in eine zur Türhaltestange 2 parallel ausgerichtete Lage um ihre Anlagelinie an dem
das Kipplager bildenden Bolzen 13 in eine schräg zur Längsachse der Türhaltestange
2 ausgerichtete Stellung gekippt, woraus sich eine reibschlüssige Anlage der Lamellen
11 an der Türhaltestange 2 und daraus resultierend eine zur sicheren Feststellung
der Tür in ihrer gerade aktuellen Öffnungslage ausreichende Klemm-oder Reibkraft folgt.
Das Lamellenpaket 11 ist durch die Kraft einer Rückstellfeder belastet, die im gezeigten
Ausführungsbeispiel durch eine Bügelfeder 21 gebildet ist und ausgehend von einer
das Lamellenpaket 11 und die Druckplatten 17 untergreifenden blattförmigen Basis 22
beidendig mit jeweils zwei unterschiedlich langen Federschenkeln 23 und 24 ausgestattet
ist und an der einen Seite mit ihren beiden Federschenkeln 23 und 24 an den Druckplatten
17 abgestützt ist, während sie auf der anderen Seite mit ihren beiden Federschenkeln
23 und 24 an der Außenseite des Lamellenpaketes 11 anliegt. Der im Ausführungsbeispiel
gezeigte Türfeststeller 1 ist hinsichtlich der Festlegung und Freigabe der Fahrzeugtür
manuell betätigbar, in der Weise, daß der Kipphebel 14 vermittels eines durch einen
am Türkörper 6 insbesondere schwenkbar angeordneten Hand-bzw. Betätigungshebels 30
und eines diesen mit dem Kipphebel 14 verbindenden Bowdenzuges 31 zwischen seiner
Wirkstellung und seiner Lösestellung hin und herbewegt werden kann. Der Betätigungshebel
30 ist dabei vorzugsweise in der Nähe von oder unmittelbar an einem Türgriff oder
dergl. angeordnet.
[0018] Bei dem in der Figur 6 dargestellten Ausführungsbeispiel sind zwei Lamellenpakete
111 beiderseits eines doppelarmoigen Kipphebels 140 in einem trogförmigen Haltergehäuse
70 angeordnet, wobei die beiden Lamellenpakete 111 jeweils durch die beiden Federschenkeln
23 und 24 einer die lamellenpakete 111 untergreifenden Bügelfeder 20 in Rückstellrichtung
belastet sind. Einer besonderen Abstützung der Lamellenpakete bzw. des Kipphebels
gegenüber dem Haltergehäuse 70 bedarf es dabei nicht, da die beiden Lamellenpakete
111 durch den doppelarmigen Kipphebel 140 gegensinnig verstellt werden.
1. Mechanischer Türfeststeller für Kraftwagentüren, bestehend aus einem am einen Türanordnungsteil,
Tür (6) oder Türsäule (5), angeordneten Haltergehäuse (7) und einer am anderen Türanordnungsteil
angelenkten, das Haltergehäuse (7) durchsetzenden Türhaltestange (2) sowie einer kippbar
im Haltergehäuse (7) untergebrachten und mit der Türhaltestange (2) klemmend zusammenwirkenden
Brems- und Halteeinrichtung (11), dadurch gekennzeichnet, daß die Halteeinrichtung
wenigstens eine mit der Türhaltestange (2) in ReibschluB bringbare, kippbar im Haltergehäuse
(7) abgestützte Lamelle (11) und ein der Einleitung der Kippbewegung der Lamelle (11)
zugeordnetes, ve rmittels Fernbedienung verstellbares Verstellelement (16) umfaßt.
2. Türfeststeller nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteeinrichtung wenigstens
ein mit der Türhaltestange (2) in Reibschluß bringbares, kippbar im Haltergehäuse
(7) abgestütztes Lamellenpaket (11) und ein der Einleitung der Kippbewegung der Lamelle
(11) zugeordnetes, vermittels Fernbedienung verstellbares Verstellelement (16) umfaßt.
3. Türfeststeller nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das der Einleitung
der Kippbewegung des Lamellenpaketes (11) zugeordnete Verstellelement (14) vermittels
eines Betätigungshebels (30) und eines übertragungsmittels (31) manuell betätigbar
ist.
4. Türfeststeller nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein eine
Anzahl von der Türhaltestange (2) durchsetzter Lamellen (11) umfassendes Lamellenpaket
einerseits kippbar am Haltergehäuse (7) abgestützt und andererseits mittels eines
Verstellelementes (14) gegen eine Federlast (21) in eine Kipplage verstellbar ist.
5. Türfeststeller nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Verstellement
durch einen um eine quer zur Längsachse der Türhaltestange (2) verlaufende Achse (15)
schwenkbar und der Abstützung (13) des Lamellenpaketes (11) gegenüberliegend im Haltergehäuse
(7) gelagerten Kipphebel (14) gebildet ist und vermittels einer Druckplatte (17) auf
das Lamellenpaket (11) wirkt.
6. Türfeststeller nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die als Rückstellfeder
auf das Lamellenpaket (11) wirkende Federlast durch eine am Haltergehäuse (7) festgelegte,
die eine Seite des Lamellenpaketes (11) umgreifende und mit wenigstens einem ihrer
Schenkel (23, 24) an einer Stirnseite des Lamellenpaketes (11) anliegende Bügelfeder
(21) gebildet ist.
7. Türfeststeller nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die kippbare Abstützung
des Lamellenpaketes (11) durch einen quer zur Längsachse des Haltergehäuses (7) bzw.
der Türhaltestange (2) ausgerichtet in den Seitenwandungen des Haltergehäuses (7)
abgestützten Bolzen (13) gebildet ist.
8. Türfeststeller nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß einerseits dem Kipphebel
(14) und andererseits der als Rückstellfeder auf das Lamellenpaket (11) wirkenden
Bügelfeder (21) ein durch eine Querwandung des Haltergehäuses (7) gebildetes Widerlager
zugeordnet ist.
9. Türfeststeller nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das dem Kipphebel
(14) und der Rückstellfeder (21) zugeordnete Widerlager durch gegen die Strinseite
eines einseitig offenen topfförmigen Haltergehäuses (7) abgestützte Druckplatten (19)
gebildet ist.
10. Türfeststeller nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, die das Widerlager bildenden
Druckplatten (19) durch die als Bügelfeder (21) ausgebildete Rückstellfeder an der
Stirnseite des Haltergehäuses (7) in Anlage gehalten sind.
11. Türfeststeller nach Anspruch 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der das Verstellelement
bildende Kipphebel (14) als doppelarmiger Hebel ausgebildet ist.
12. Türfeststeller nach Anspruch 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die die Rückstellfeder
bildende Bügelfeder (21) beiderseits einer das Lamellenpaket (11) untergreifenden
Basis (22) jeweils zwei unterschiedlich lang ausgebildete Federschenkel (23, 24) aufweist.
13. Türfeststeller nach Anspruch 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Lamellen (11)
durch Stahlplatten gebildet und bezüglich ihrer von der Türhaltestange (2) durchsetzten
Ausnehmung (12) symetrisch ausgebildet sind.
14. Türfeststeller nach Anspruch 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Haltergehäuse
(7) über Nietbolzen (8) um eine senkrecht zur Längsachse der Türhaltestange (2) gerichtete
Achse schwenkbar an zwei in einer vertikalen Richtung einander gegenüberliegend angeordneten
Befestigfungspratzen (9) aufgehängt ist.
15. Türfeststeller nach Anspruch 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Türhaltestange
(2) ein kreisrundes Querschnittsprofil aufweist.
16. Türfeststeller nach Anspruch 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Türhaltestange
(2) einen beliebigen Profilquerschnitt aufweist.
17. Türfeststeller nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in Verbindung mit einer
Freigangbereiche aufweisenden Türhaltestange (2) die Lamellen (11) ständig an der
Türhaltestange (2) anliegen und hinsichtlich ihrer zugelassenen Kippbewegung auf einen
lediglich zur Erzeugung einer für die Feststellung der Tür ausreichenden Reibkrafterhöhung
geeigneten Betrag begrenzt sind und daß das Verstellelement durch eine Federlast gebildet
ist, die eine Kippbewegung der Lamellen (11) bei einem Stillstand der Türhaltestange
(2) bewirkt.
18. Türfeststeller nach einem oder mehreren der voraufgehenden Ansprüche 1 bis 17, dadurch
gekennzeichnet, daß zwei Lamellenpakete (111) symetrisch beiderseits eines durch einen
doppelarmigen Kipphebel (140) gebildeten Verstellelementes in einem trogförmigen Haltergehäuse
(70) angeordnet sind.
1. A mechanical door stay for motor vehicle doors and consisting of a supporting hoursing
(7) disposed on a door arrangement part, door (6) or door column (5) and, the door-retaining
bar (2) articulated on the other part of the door arrangement and traversing the supporting
housing (7), and further consisting of braking and supporting means (11) cooperating
in clamping manner with the door-retaining bar (2) and accommodated tiltably in the
supporting housing (7), characterised in that the supporting means comprises at least
one plate (11) tiltably braced in the supporting housing (7) and adapted to be brought
into frictional closure with the door-retaining bar (2) and a displacement element
(16) displaceable by remote control and associated with initiation of the tilting
movement of the plate (11).
2. A door stay according to Claim 1, characterised in that the supporting means comprise
at least one plate assembly (11) tiltably braced in the supporting housing (7) and
adapted to be brought into frictional closure with the door-retaining bar (2), and
a displacement element (16) displaceable by remote control and associated with initiation
of the tilting movement of the plate (11).
3. A door stay according to Claim 1 and 2, characterised in that the displacement element
(14) associated with initiation of the tilting movement of the plate assembly (11)
can be actuated manually by means of an actuating lever (30) and a transmission means
(31).
4. A door stay according to Claim 1 to 3, characterised in that at least one plate assembly
comprising a number of plates (11) traversed by the door-retaining bar (2) is on the
one hand tiltably braced on the supporting housing (7) while on the other it can be
displaced into a tilted position against a spring loading (21), by means of a displacing
element (14).
5. A door stay according to Claim 1 to 4, characterised in that the displacing element
is constituted by a rocker lever (14) mounted in the supporting housing (7) opposite
the braking means (13) of the plate assembly (11) and pivotable about an axis (15)
extending cross-wise to the longitudinal axis of the door-retaining bar (2), said
rocker lever (14) acting on the plate assembly (11) through a thrust plate (17).
6. A door stay according to Claim 1 to 5, characterised in that the spring loading acting
as a return spring on the plate assembly (11) is constituted by a stirrup-shaped spring
member (21) fixed on the supporting housing (7) and engaging around one side of the
plate assembly (11), at least one of its arms (23, 24) bearing on an end face of the
plate assembly (11).
7. A door stay according to Claim 1 to 6, characterised in that the tiltable bracing
of the plate assembly (11) is provided by a bolt member (13) aligned cross-wise to
the longitudinal axis of the supporting housing (7) of door-retaining bar (2) and
braced in the side walls of the supporting housing (7).
8. A door stay according to Claim 1 to 7, characterised in that an abutment constituted
by a transverse wall of the supporting housing (7) is associated on the one hand with
the rocker lever (14) and on the other with the stirrup-shaped spring member (21)
which acts on the plate assembly (11) as a return spring.
9. A door stay according to Claim 1 to 8, characterised in that the abutment associated
with the rocker lever (14) and the return spring (21) is formed by thrust plates (19)
braced against the end face of a supporting housing (7) which is pot-shaped and open
on one side.
10. A door stay according to Claim 1 to 9, characterised in that the thrust plates (19)
constituting the abutment are maintained in bearing contact with the end face of the
supporting housing (7) by the return spring which is constructed as a stirrup-shaped
spring member (21).
11. A door stay according to Claim 1 to 10, characterised in that the rocker lever (14)
forming the displacing element is constructed as a double-armed lever.
12. A door stay according to Claim 1 to 11, characterised in that the stirrup-shaped spring
member (21) forming the return spring has on both sides of a base (22) which engages
under the plate assembly (11) two spring arms (23, 24) which are of different lengths.
13. A door stay according to Claim 1 to 12, characterised in that the plates (11) are
steel plates and are of symmetrical construction in respect of their recess (12) through
which the door-retaining bar (2) passes.
14. A door stay according to Claim 1 to 13, characterised in that the supporting housing
(7) is suspended by rivet bolts (8) on two vertically oppositely disposed fixing lugs
(9) and is pivotable about an axis directed at right-angles to the longitudinal axis
of the door-retaining bar (2).
15. A door stay according to Claim 1 to 14, characterised in that the door-retaining bar
(2) is of circular cross-section.
16. A door stay according to Claim 1 to 14, characterised in that the door-retaining bar
(2) is of any desired cross-section.
17. A door stay according to Claim 1, characterised in that in conjunction with a door-retaining
bar (2) which has ranges of free movement, the plates (11) bear constantly on the
door-retaining bar (2) and are with regard to their admissible tilting movement confined
to an amount which is suitable only to generate a sufficient increase in friction
force to arrest the door and in that the displacing element is constituted by a spring
loading which brings about a tilting movement of the plates (11) when the door-retaining
bar (2) is stationary.
18. A door stay according to one or more of the preceding Claims 1 to 17, characterised
in that two plate assemblies (111) are disposed in a through-shaped supporting housing
(70) symmetrically on either side of a displacing element formed by a double-armed
rocker lever (140).
1. Arrêtoir de porte mécanique pour portes de véhicules automobiles, comportant:
- un boîtier de maintien (7), disposé sur l'une des parties de la porte, savoir la
porte elle-même (6) ou le montant de porte (5),
- une barre d'arrêt (2) articulée sur l'autre partie de la porte et traversant le
boîtier de maintien (7),
- un dispositif de freinage et de blocage (11) logé dans le boîtier de maintien (2),
pouvant basculer et coopérant par serrage avec la barre d'arrêt (2),
caractérisé en ce que le dispositif de freinage et de blocage comprend au moins une lamelle (11) disposée
dans le boîtier de maintien (7) en pouvant basculer et venir au contact par friction
avec la barre d'arrêt (2), et, un élément de réglage (16) commandé à distance et commandant
lui-même le basculement de la lamelle (11).
2. Arrêtoir de porte selon la revendication 1 caractérisé en ce que le dispositif de freinage et de blocage comprend au moins un paquet de lamelles (11)
disposé dans le boîtier de maintien (7) en pouvant basculer, et, un élément de réglage
(16) commandé à distance et commandant lui-même le basculement du paquet de lamelles
(11).
3. Arrêtoir de porte selon les revendications 1 et 2 caractérisé en ce que l'élément de réglage commandant le basculement du paquet de lamelles (11) est actionné
manuellement par un levier de manoeuvre (30) et un élément de transmission (31).
4. Arrêtoir de porte selon les revendications 1 à 3 caractérisé en ce que au moins un paquet de lamelles (11) composé d'un certain nombre de lamelles traversées
par la barre d'arrêt (2), s'appuie sur le boîtier de maintien (7) et peut basculer,
grâce à un élément de réglage (14), à l'encontre de la force d'un ressort (21).
5. Arrêtoir de porte selon les revendications 1 à 4 caractérisé en ce que l'élément de réglage qui agit sur le paquet de lamelles (11) par l'intermédiaire
d'une plaque de pression (17), est constitué d'un levier basculant (14) disposé dans
le boîtier de maintien (7) en faisant face à l'appui (13) du paquet de lamelles (11)
et pouvant basculer autour d'un axe (15) perpendiculaire à l'axe longitudinal de la
barre d'arrêt (2).
6. Arrêtoir de porte selon les revendications 1 à 5 caractérisé en ce que le ressort agissant comme ressort de rappel sur le paquet de lamelles (11) est constitué
d'un ressort en forme d'étrier (21) assemblé avec le boîtier de maintien (7), entourant
le paquet de lamelles (11) d'un côté et s'appuyant sur un côté frontal du paquet de
lamelles (11) par au moins l'une de ses branches (23), (24).
7. Arrêtoir de porte selon les revendications 1 à 6 caractérisé en ce que l'articulation du paquet de lamelles (11) est constitué d'un boulon (13), orienté
perpendiculairement à l'axe longitudinal du boîtier de maintien (7), respectivement
de la barre d'arrêt (2), et s'appuyant sur les parois latérales du boîtier de maintien
(7).
8. Arrêtoir de porte selon les revendications 1 à 7 caractérisé en ce que d'une part, le levier basculant (14) et, d'autre part, le ressort en forme d'étrier
(21) agissant comme ressort de rappel sur le paquet de lamelles, coopèrent avec une
contre-butée constituée par une paroi transversale du boîtier de maintien (7).
9. Arrêtoir de porte selon les revendications 1 à 8 caractérisé en ce que la contre-butée coopérant avec le levier basculant (14) et le ressort de rappel (21)
est constituée de plaques de pression (19) disposées sur le côté frontal d'un boîtier
de maintien (7) en forme de pot, ouvert d'un côté.
10. Arrêtoir de porte selon les revendications 1 à 9 caractérisé en ce que les plaques de pression constituant la contre-butée sont maintenues appuyées sur
le côté frontal du boîtier de maintien (7) par le ressort en forme d'étier (21) agissant
comme ressort de rappel.
11. Arrêtoir de porte selon les revendications 1 à 10 caractérisé en ce que le levier basculant (14) constituant l'élément de réglage est un levier à deux bras.
12. Arrêtoir de porte selon les revendications 1 à 11 caractérisé en ce que le ressort en forme d'étrier (21) constituant le ressort de rappel comporte de part
et d'autre de sa base (22) qui passe sous le paquet de lamelles (11), deux branches
de ressort (23), (24) de longueur différente.
13. Arrêtoir de porte selon les revendications 1 à 12 caractérisé en ce que les lamelles (11) qui sont constituées par des plaques en acier, sont de conformation
symétrique par rapport à leur trou traversé par la barre d'arrêt (2).
14. Arrêtoir de porte selon les revendications 1 à 13 caractérisé en ce que le boîtier de maintien (7) qui est suspendu par des boulons rivés (8) à deux pattes
de fixation (9) disposées en face l'une de l'autre en direction verticale, est mobile
autour d'un axe perpendiculaire à l'axe longitudinal de la barre d'arrêt (2).
15. Arrêtoir de porte selon les revendications 1 à 14 caractérisé en ce que la barre d'arrêt (2) présente une section transversale de profilé circulaire.
16. Arrêtoir de porte selon les revendications 1 à 14 caractérisé en ce que la barre d'arrêt (2) présente une section transversale de profilé de forme quelconque.
17. Arrêtoir de porte selon la revendication 1 caractérisé en ce que pour une barre d'arrêt (2) présentant des zones de mouvement libre, les lamelles
(11) sont en contact permanent avec la barre d'arrêt, en ce que leur mouvement de basculement est limité à une ampleur adaptée à la seule production
d'un accroissement de la force de friction, suffisant pour assurer le blocage de la
porte et en ce que l'élément de réglage est constitué d'une force de ressort provoquant le basculement
des lamelles (11) lors de l'arrêt du mouvement de la barre d'arrêt (2).
18. Arrêtoir de porte selon l'une ou plusieurs revendications 1 à 17 caractérisé par deux paquets de lamelles (111), disposés dans un boîtier de maintien (70) en forme
d'auge, symétriquement de part et d'autre d'un élément de réglage constitué d'un levier
basculant (140).

