(19)
(11) EP 0 426 981 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
15.05.1991  Patentblatt  1991/20

(21) Anmeldenummer: 90117814.5

(22) Anmeldetag:  15.09.1990
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5H01R 13/64
(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH DE FR GB IT LI

(30) Priorität: 04.11.1989 DE 3936768

(71) Anmelder: F. Wieland Elektrische Industrie GmbH
D-96052 Bamberg (DE)

(72) Erfinder:
  • Schrauder, Franz
    D-8602 Litzendorf (DE)
  • Kager, German
    D-8729 Oberaurach (DE)

(74) Vertreter: Matschkur, Götz, Lindner Patent- und Rechtsanwälte 
Postfach 11 91 09
90101 Nürnberg
90101 Nürnberg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Codierbarer Steckverbinder


    (57) Die Erfindung bezieht sich auf einen codierbaren Steckverbinder mit einem ersten und einem zweiten Steckerteil, die an einem Ende unter schwenkbarer Anlenkung ineinander einhängbar sind, um durch eine Schwenkbewegung ein Zusammenstecken und Trennen der Steckerteile zu bewirken, wobei im Anlenkbereich an den Steckerteilen ansteckbare Codierstücke ein Zusammenstecken nicht zusammengehöriger Steckerteile verhindern, und wobei die Codierstücke derart an den Steckerteilen angeordnet sind, daß bei nicht zusammenpassenden Codierstücken das In­einanderhängen der Steckerteile verhindert ist.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen codierbaren Steckver­binder mit einem ersten und einem zweiten Steckerteil, die an einem Ende unter schwenkbarer Anlenkung ineinander ein­hängbar sind, um durch eine Schwenkbewegung ein Zusammen­stecken und Trennen der Steckerteile zu bewirken, wobei im Anlenkbereich an den Steckerteilen ansteckbare Codierstücke ein Zusammenstecken nicht zusammengehöriger Steckerteile verhindern.

    [0002] Neben Ausbildungen derartiger Steckverbinder derart, daß eine Ausnehmung an der Befestigungsnase des einen Stecker­teils zu einem Ansatz an dem Befestigungshaken des Gegen­steckerteils paßt (DE-A 2 849 077), was aber eine recht komplizierte jeweils unterschiedliche Ausbildung der Stek­kerteile erforderlich macht, ist dabei auch bereits eine Anordnung der eingangs beschriebenen Art vorgeschlagen wor­den (europ. Patentschrift 0 119 951), bei welcher im An­lenkbereich der Steckerteile Codierstücke an den Stecker­teilen angesteckt werden können, die nur bei zusam­mengehörigen Codierstücken ein Zusammenschwenken der Stec­kerteile unter gegenseitiger, elektrischer Verbindung er­lauben, während bei nicht zusammengehörigen Codierstücken das Gegeneinanderverschwenken der Steckerteile durch die Codierstücke verhindert wird.

    [0003] Diese letztere Anordnung ermöglicht zwar eine beliebige nachträgliche Codierung der Steckerteile, so daß der form­technische Aufwand bei der Fertigung der Steckerteile selbst relativ klein gehalten werden kann. Auf der anderen Seite hat diese Art der Codierung aber den Nachteil, daß gerade wegen der Unterbringung der Codierstücke unmittelbar im Bereich der Schwenkachse eine erhebliche Gefahr der Zer­ störung der Codierstücke oder gar der Steckerteile selbst besteht, indem nämlich wegen des großen Hebelarms beim Zu­sammendrücken der Steckerteile bei unpassenden Codierstük­ken diese häufig einfach abgeschert werden.

    [0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen co­dierbaren Steckverbinder der eingangs genannten Art so aus­zugestalten, daß er bei gleichbleibend einfachem Aufbau und leichter Codierbarkeit durch Anstecken entsprechender Co­dierstücke das Zusammenstecken nicht zusammengehöriger Steckerteile zuverlässig und ohne die Gefahr einer Beschä­digung der Codierstücke oder der Steckerteile selbst ver­hindert.

    [0005] Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß die Codierstücke derart an den Steckerteilen angeordnet sind, daß bei nicht zusammenpassenden Codierstücken das In­einanderhängen der Steckerteile verhindert ist.

    [0006] Erfindungsgemäß setzt also die Codierung bereits eine Stufe vor der eingangs angesprochenen Codierung an, bei der näm­lich das Ineinanderhängen der Steckerteile immer möglich ist, jedoch durch die Codierstücke das Zusammenschwenken der Steckerteile gegeneinander verhindert werden soll. Durch die erfindungsgemäße Codierung soll aber bereits das Ineinanderhängen der nicht zusammengehörigen Steckerteile verhindert werden, wodurch sich das Problem einer gewaltsa­men Verschwenkung der Steckerteile gegeneinander unter Zer­störung der Codierung oder der Steckerteile selbst über­haupt nicht erst stellen kann.

    [0007] In Ausgestaltung der Erfindung kann dabei vorgesehen sein, daß die vorzugsweise mittels Schwalbenschwanzverbindungsab­schnitten an die Steckerteile ansteckbaren Codierstücke im Bereich jenseits der Schwenkachse angeordnet sind, wobei mit ganz besonderem Vorteil die Ausbildung so erfolgen kann, daß das erste Steckerteil einen Lageransatz mit seit­lichen Schwenkzapfen zum unterhaken U- bzw. C-förmiger La­gerpfannen des zweiten Steckerteils aufweist, wobei das er­ste Codierstück an die Stirnfläche des Lageransatzes an­steckbar ist, während das zweite Codierstück auf eine Ver­längerung des zweiten Steckerteils aufsteckbar ist.

    [0008] Bei dieser letztgenannten Ausbildung hat es sich als beson­ders zweckmäßig erwiesen, wenn das zweite Codierstück an die Innenseite der Stirnwand der kastenförmig ausgebildeten Verlängerung des zweiten Steckerteils ansteckbar ist.

    [0009] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Aus­führungsbeispiels sowie anhand der Zeichnung. Dabei zeigen:

    Fig. 1 eine teilweise geschnittene Seitenansicht eines er­findungsgemäßen codierbaren Steckverbinders während des Einhängens der Steckerteile ineinander,

    Fig. 2 eine teilweise aufgebrochene Seitenansicht des steckverbinders in der zusammengefügten Stellung der Steckerteile,

    Fig. 3 eine vergrößerte Seitenansicht des Anlenkstirnteils des ersten Steckerteils,

    Fig. 4 eine Aufsicht auf das Verbindungsende des ersten Steckerteils in Richtung des Pfeils IV in Fig. 3,

    Fig. 5 eine vergrößerte aufgebrochene Seitenansicht des Anlenkverbindungsendes des zweiten Steckerteils,

    Fig. 6 eine Aufsicht auf das zweite Steckerteil in Rich­tung des Pfeils VI in Fig. 5,

    Fig. 7 eine Aufsicht auf das Schwenkverbindungsende des codierbaren Steckverbinders in der Schließstellung gemäß Fig. 2 und

    Fig. 8 u. 9 Aufsichten auf zusammengehörige Paare von Codierstücken.



    [0010] Bei dem in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiel eines codierbaren Steckverbinders ist das erste Steckerteil 1 mit Steckerstiften 2 versehen, während das zweite Stec­kerteil 3 entsprechende, in den Zeichnungen nicht im ein­zelnen dargestellte Buchsen aufweist, die beim Gegeneinan­derschwenken der am einen Ende ineinander einhängbaren Steckerteile 1 u. 3 in Kontaktverbindung miteinander gelan­gen. Zum Zusammenschwenken der Steckerteile 1 und 3, wobei Haken 4 und federnde Gegenhaken 5 eine Verriegelung bewir­ken können, ist am Steckerteil 3 ein Lageransatz 6 mit seitlichen Schwenkzapfen 7 angeformt, während am Stecker­teil 1 zwei entsprechend der Breite des Lageransatzes 6 be­abstandete Lagerpfannen 9 angeformt sind, unter welche die Schwenkzapfen 7 untergehakt werden können.

    [0011] Am Stirnende des Lageransatzes 6 ist eine Schwalbenschwanz­nut 10 vorgesehen, in welche eine schwabenschwanzförmige Rippe 11 eines Codierstücks 12 arretierend einsteckbar ist. Am Steckerteil 1 ist eine kastenförmige Verlängerung 13 vorgesehen, dessen Stirnwand 14 innenseitig ebenfalls eine Schwalbenschwanznut 15 zum Einstecken einer Schwalben­schwanzrippe 16 eines Gegencodierstücks 17 aufweist. Die Ausbildung ist dabei so getroffen, daß bei nicht zusammen­ gehörigen Codierstücken 12, 17 bereits das Einhaken der Schwenkzapfen 7 unter die Lagerpfannen 9 verhindert ist.

    [0012] Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausführungs­beispiel beschränkt. Neben einer anderen Art der Ausbildung der Codierstücke kann auch die Art und Weise der Anbringung der Codierstücke an den Steckerteilen in anderer Weise aus­gebildet sein, solange die Ausbildung nur so getroffen ist, daß durch die Codierstücke ein Ineinanderhängen nicht zu­sammengehöriger Steckerteile verhindert wird und nicht nur - wie beim Stand der Technik - das Gegeneinanderverschwen­ken der stets ineinander einhängbaren Steckerteile.


    Ansprüche

    1. Codierbarer Steckverbinder mit einem ersten und einem zweiten Steckerteil, die an einem Ende unter schwenk­barer Anlenkung ineinander einhängbar sind, um durch eine Schwenkbewegung ein Zusammenstecken und Trennen der Steckerteile zu bewirken, wobei im Anlenkbereich an den Steckerteilen ansteckbare Codierstücke ein Zu­sammenstecken nicht zusammengehöriger Steckerteile verhindern, dadurch gekennzeichnet, daß die Codier­stücke (12,17) derart an den Steckerteilen (1,3) angeordnet sind, daß bei nicht zusammenpassenden Codierstücken (12,17) das Ineinanderhängen der Steckerteile (1,3) verhindert ist.
     
    2. Codierbarer Steckverbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die vorzugsweise mittels Schwal­benschwanzverbindungsabschnitten (11,16) an die Steckerteile (1,3) ansteckbaren Codierstücke (12,17) im Bereich jenseits der Schwenkachse (7) angeordnet sind.
     
    3. Codierbarer Steckverbinder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Steckerteil (3) einen Lageransatz (6) mit seitlichen Schwenkzapfen (7) zum Unterhaken U- bzw. C-förmiger Lagerpfannen (9) des zweiten Steckerteils (1) aufweist, wobei das erste Codierstück (12) an die Stirnfläche des Lageransatzes (6) ansteckbar ist, während das zweite Codierstück (17) auf eine Verlängerung (13) des zweiten Steckerteils aufsteckbar ist.
     
    4. Codierbarer Steckverbinder nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Codierstück (17) an die Innenseite der Stirnwand (14) der kastenförmig ausgebildeten Verlängerung (13) des zweiten Steckerteils (1) ansteckbar ist.
     




    Zeichnung













    Recherchenbericht