| (19) |
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(11) |
EP 0 427 665 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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19.10.1994 Patentblatt 1994/42 |
| (22) |
Anmeldetag: 12.10.1990 |
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Verfahren und Einrichtung zum Einziehen eines Kettfadens in eine Webmaschine, insbesondere
in ein Webblatt
Method and device for drawing in a warp thread on weaving machines, particularly through
a reed
Procédé et dispositif pour passer un fil de chaîne dans un métier à tisser, en particulier
dans un peigne
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE DE FR IT SE |
| (30) |
Priorität: |
10.11.1989 CH 4053/89
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.05.1991 Patentblatt 1991/20 |
| (73) |
Patentinhaber: SULZER RÜTI AG |
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CH-8630 Rüti (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Stacher, Angelo
CH-9320 Arbon (CH)
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| (74) |
Vertreter: Hammer, Bruno, Dr. |
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c/o Sulzer Management AG
KS/Patente/0007 8401 Winterthur 8401 Winterthur (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 037 681 EP-A- 0 318 047 GB-A- 2 216 908
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EP-A- 0 259 915 GB-A- 2 027 191
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Behebung von Kettfadenbrüchen in einer Webmaschine,
bei dem der gebrochene Kettfaden lokalisiert, erfasst und wenigstens teilweise durch
einen Hilfskettfaden ersetzt wird, welcher danns mittels einer Einzieheinrichtung
zur Weberseite hin eingezogen wird.
[0002] Es sind zahlreiche Verfahren und Einrichtungen dieser Art in der Patentliteratur
dokumentiert. Aus der EP-A-0259915 ist ein Verfahren zur Behebung von Kettfädenbrüchen
in einer Webmaschine bekannt, bei dem ein neuer Kettfaden mittels einer Einzieheinrichtung
in den Bereich zwischen Kettfadenwächter und Schaftpaket eingezogen wird, wobei ein
Ende dieses neuen Kettfadens durch den abgefallenen Kettwächter und das andere Ende
durch die entsprechende Weblitze gezogen und durch eine Nadel gehalten wird. Bei diesem
Verfahren wird der neue Kettfaden durch eine Nadel oder Düse in das Webblatt eingezogen.
[0003] Zur Durchführung des Verfahrens ist eine Einzieheinrichtung vorgesehen, die auf der
Kettseite angeordnet ist um den neuen Kettfaden in den Kettfadenwächter und die Weblitze
einzuziehen, sowie die Stelle im Webblatt aufzufinden, in die der neue Schussfaden
einzuziehen ist.
[0004] Als nachteilig erweist sich bei diesem Verfahren, dass die Einzieheinrichtung den
Kettfaden lediglich bis vor das Webblatt einzieht und beim Auffinden der Einziehstelle
im Webblatt die beidseits dieser Einziehstelle verlaufenden Kettfäden und Riedstäbe
verdrängt werden.
[0005] Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen. Die Erfindung wie sie in den Ansprüchen
1 bis 12 gekennzeichnet ist, löst die Aufgabe ein Verfahren und eine Einrichtung zur
Behebung von Kettfädenbrüchen zu schaffen, durch welches der neue Kettfaden durch
das Webblatt zur Warenseite hin automatisch eingezogen wird. Hierzu wird die Einrichtung
mit einem Aufspürorgan auf der Warenseite, d.h. zwischen Webblatt und Ware über die
Webbreite verfahren und mittels des Aufspürogans die durch den gebrochenen Kettfaden
entstandene Lücke in der Webkette feststellt. In die festgestellte Lücke wird der
Hilfskettfaden mittels eines Manipulators von der Warenseite her eingezogen. Auf diese
Weise wird der Hilfskettfaden genau ohne manuelle Arbeit durch das Webblatt bis über
das Gewebe eingezogen, so dass der Webbetrieb automatisch wiederaufgenommen werden
kann. Die Auf dem Gewebe liegenden Enden des vorher herausgezogenen gebrochenen Kettfadens
und des Hilfskettfadens werden entweder einige Webzyklen nach dem Einziehen oder später,
beispielsweise bei der Gewebekontrolle, abgeschnitten.
[0006] Die Position des einzuziehenden Hilfskettfadens kann dadurch gefunden werden, dass
das Aufspürorgan die Anwesenheit der eingezogenen Kettfäden im Oberfach feststellt
und während der Längsverschiebung für jeden abgetasteten Kettfaden ein Signal an die
Steuerung der Einrichtung abgibt, woraus sich eine Erfahrungsfolge von Signalen ergibt,
und dass bei Fehlen eines Kettfadens und damit bei Ausbleiben eines erwarteten Signals
die augenblickliche Position der Einrichtung in Längsrichtung in der Steuerung registriert
wird, wobei diese Position die Sollposition der Einrichtung für das nachfolgende Einziehen
eines Hilfskettfadens ist, und dass die Einrichtung dann in die Sollposition gesteuert
wird und dort den Hilfskettfaden in das Webblatt einzieht.
[0007] Das Aufspürorgan läuft beim Abstaten über die Kettfäden im Oberfach zwischen Gewebe
und dem Webblatt in dessen hinterer Position. Die Einrichtung wird an der Webmaschine
zuerst grob positioniert, indem die Lage des gebrochenen Kettfadens, welche mit einem
Kettfadenwächter festgestellt worden ist, von der Webmaschine an die Steuerung der
Einrichtung übermittelt wird. Die Einrichtung nimmt dann die Grobposition in Längsrichtung
der Webmaschine beim gebrochenen Kettfaden ein. Von hier aus wird dann die Sollposition
mittels des Aufspürorgans gesucht. Dabei wird die Einrichtung mittels eines Fahrantriebes
aus der Grobposition schrittweise in die eine und in die andere Richtung entlang des
Webblattes bewegt, wobei die Schrittweite laufend vergrössert wird, um so möglichst
schnell die Sollposition des einzuziehenden Kettfadens zu finden. Nach erstmaligen
Ermitteln der Sollposition in einer Bewegungsrichtung kann die Sollposition ein zweites
Mal in entgegengesetzter Richtung ermittelt werden. Aus beiden bestimmten Sollpositionen
ist durch die Steuerung eine gemittelte Sollposition zu berechnen, in welche die Einrichtung
schliesslich zum Einziehen des Hilfskettfadens verschoben wird. Die Einrichtung zur
Durchführung des Verfahrens besteht unter anderem aus einem Manipulator mit einem
Strahlen aussendenden Aufspürorgan, an welchem eine schwenkbare Lochnadel befestigt
ist, die zwischen den Lamellen des Webblattes hindurchführbar ist. Das Aufspürorgan
besitzt einen optischen Sender und einen Empfänger zur Registrierung der von einzelnen
Kettfäden reflektierten Strahlen. In die Lochnadel wird dann der Hilfskettfaden einfädelt,
und diese wird dann zurück über das Gewebe geschwenkt, wodurch der Hilfskettfaden
in das Webblatt eingezogen ist.
[0008] Auf diese Weise wird der Hilfskettfaden genau ohne manuelle Arbeit durch das Webblatt
bis über das Gewebe eingezogen, so dass der Webbetrieb automatisch wiederaufgenommen
werden kann. Die auf dem Gewebe liegenden Enden des vorher herausgezogenen gebrochenen
Kettfadens und des Hilfskettfadens werden entweder einige Webzyklen nach dem Einziehen
oder später, beispielsweise bei der Gewebekontrolle, abgeschnitten.
[0009] Im folgenden wird die Erfindung anhand der Figuren näher beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- schematisch eine Seitenansicht auf den Webbereich einer Webmaschine vom Spannbaum
bis zum Gewebe mit einigen Funktionsorganen der Einrichtung,
- Fig. 2
- eine Seitenansicht eines Einziehrohres für den Hilfskettfaden,
- Fig. 3
- eine Teilansicht auf den Webbereich vom Spannbaum bis zum Kettfadenwächter,
- Fig. 3a
- in einer Teilansicht den Grundriss der Anordnung in Fig. 3,
- Fig. 3b
- den Einziehvorgang in eine Wächterlamelle des Kettfadenwächters,
- Fig. 4
- die gesamte Einrichtung zur Behebung von Kettfadenbrüchen in perspektivischer schematischer
Darstellung,
- Fig. 5a
- einen Manipulator mit Aufspürorgan und Lochnadel in der Arbeitsposition,
- Fig. 5b
- die Signalfolge, welche mittels des Aufspürorgans ermittelt wurde, und die daraus
sich ergebende Sollposition der Lochnadel für den Einziehvorgang,
- Fig. 5c - 5d
- andere Arbeitspositionen des Manipulators in Fig. 5a,
- Fig. 6a - 6d
- verschiedene Arbeitspositionen von Funktionsorganen des Manipulators nach dem Einziehen
des Hilfskettfadens in das Webblatt,
- Fig. 7a
- die Einrichtung in einer Ausführungsform für Transport oberhalb der Webmaschine
- Fig. 7b
- eine weitere Ausführungsform der Einrichtung mit einem bodengebundenen Fahrantrieb.
[0010] In Fig. 1 wird die Webkette 10 über den Spannbaum 14 in Laufrichtung in die Horizontale
umgelenkt. Im Kettfadenwächter 2 mit den Lamellen 20, 21 ist eine Lamelle 21 in der
Kontaktposition auf der Kontaktschiene 23, da der in sie eingezogene Kettfaden 11
gebrochen ist. Wie im folgenden ausgeführt wird, kann mittels der Lamelle 21 und der
Kontaktschiene 23 eine schmale Gasse in der Webkette 10 gebildet werden, in welche
ein Schwert 50 zur Verbreiterung der Gasse eingefahren wird. Das Schwert 50 wird vor
dem Eintauchen in die Webkette 10 mittels eines nicht dargestellten Fahrantriebes
horizontal in Schussrichtung der Webmaschine auf die Höhe der Wächterlamelle 21 gesteuert.
Die Lage der Wächterlamelle 21 und somit die anzustrebende Lage für das Schwert 50
kann beispielsweise mit einem speziellen handelsüblichen Kettfadenwächter bestimmt
werden, indem der Widerstand eines Drahtes in Schussrichtung von einer Seite des Kettfadenwächters
2 aus bis zur Kontaktstelle der Wächterlamelle 21 bestimmt wird, woraus sich deren
Position auf einfache Weise ermitteln lässt, wenn der Widerstand pro Längeneinheit
des Drahtes bekannt ist. Das kettseitig liegende Ende des gebrochenen Kettfadens 11
wird durch ein Abführgerät 80 erfasst, beispielsweise mit einer Saugdüse 81, welche
in dieselbe Position wie das Schwert 50 über die gebildete Gasse zwischen den Kettfäden
12, 13 gesteuert wurde. Die Saugdüse 81 schwenkt in Richtung des Pfeils 81' zu einer
Schneid- und Haltevorrichtung 82, wo das von der Saugdüse 81 gehaltene Teilstück des
gebrochenen Kettfadens 11 abgelegt und durchtrennt wird, um in einem folgenden Arbeitsgang
mit einem Hilfskettfaden 1 verbunden zu werden. Auf der anderen Seite des Kettfadenwächters
2 in Fig. 1 kann das dort liegende Ende des gebrochenen Kettfadens 11 ebenfalls mittels
der Saugdüse 81 erfasst und hochgezogen werden. Dies ist erforderlich, damit der gebrochene
Kettfaden 11 beim Verschieben des Schwerts 50 in Richtung 50'' sich nicht auf dessen
Vorderseite in Pfeilrichtung 50'' aufstauen kann. Durch Verschieben des Schwertes
50, wie aus Fig. 1 und 4 zu ersehen ist, wird ein freier Arbeitsraum auch im Bereich
des Pakets der Webschäfte 3 geschaffen, in welchen Litzen 30 bzw. 31 geführt werden.
Es werden damit alle Litzen 30 mit intakten Kettfäden seitlich verdrängt mit Ausnahme
der Litze 31, in die der Hilfskettfaden 1 einzuziehen ist. Es wird angenommen, dass
der gebrochene Kettfaden 11 durch das Litzenauge 32 der Litze 31 geführt ist. Diese
Litze wird später vom Schwert 50 selektioniert. Auf der Vorderseite des Pakets 3 der
Webschäfte kann das dort liegende Teilstück des gebrochenen Kettfadens 11 durch die
Saugdüse 81'' erfasst und in die Position 11'' in Fig. 1 beim Webblatt 4 gezogen werden.
Der gebrochene Kettfaden 11'' kann in dieser obersten Position leicht durch eine Saugdüse
83 erfasst werden, da er oberhalb der übrigen Kettfäden 12 liegt, und nach vorne über
das Gewebe 100 mittels der Saugdüse 83 gezogen werden. Damit sind die Teile des gebrochenen
Webfadens 11 aus dem Webbereich entfernt. Es ist zweckmässig, die Webkette 10 in die
Fachschlussposition zu steuern, wobei alle Litzenaugen 32 auf gleicher Höhe wie in
Fig. 1 gezeichnet liegen.
[0011] In Fig. 2 ist ein Einziehrohr 71, wie es zum Einziehen des Hilfskettfadens 11 in
die Wächterlamellen 20, 21 und Weblitzen 30, 31 verwendet wird, in der Seitenansicht
dargestellt, wobei die Saugöffnung 71c, ein Schlitz 71b und die Blasöffnung 71a sichtbar
sind. Ein Luftstrom L durch das Einziehrohr 71 erzeugt bei der Saugöffnung 71c einen
Unterdruck und verlässt das Einziehrohr mit dem Hilfskettfaden 1 durch die Blasöffnung
71a, wobei der Strom rechtwinklig zur Längserstreckung des Einziehrohres 71 umgelenkt
wird. Durch die Saugöffnung 71c kann der Hilfskettfaden 1 in das Einziehrohr 71 eintreten
und durch den Schlitz 71b aus dem Einziehrohr 71 herausgezogen werden, wenn der Einziehvorgang
beendet ist. Das Ansaugen des Hilfskettfadens 1 in die Saugöffnung 71c wird dadurch
unterstützt, dass gegenüber der Saugöffnung 71c die Blasöffnung 72a des Einziehrohres
72 liegt. Dies wird im folgenden noch erläutert.
[0012] In Fig. 3 ist der Webbereich beim Kettfadenwächter 2 während des Einziehens des Hilfskettfadens
1 dargestellt. Das Schwert 50 ist in einer Bewegung gemäss Pfeil 50' in die Webkette
10 eingetaucht und hat eine verbreiterte Gasse gebildet, wie dies in Fig. 3b ersichtlich
ist. Fig. 3a zeigt den Augenblick des Eintauches des Schwerts 50 zwischen den Kettfäden
12 und 13, welche dem gebrochenen Kettfaden 11 benachbart sind. Die Wächterlamelle
21 ist in ihrer tiefgestellten Position 21' schräg gestellt, wodurch sich die Gasse
zwischen den benachbarten Kettfäden für das Eintauchen des Schwerts 50 gebildet hat.
Die Schrägstellung der Lamelle 21 lässt sich dadurch erreichen, dass Schlitze in der
Kontaktschiene 23 schräg ausgeführt sind und die Kontaktschiene 23 und eine Tragschiene
22 in Längsrichtung gegeneinander bewegt werden. Ein derartiger Kettfadenwächter ist
beispielsweise in der schweizerischen Patentschrift 169 657 dargestellt. Die Lamelle
21 wird durch einen Halter 24 erfasst und für die nachfolgende Einziehoperation hochgezogen.
[0013] Ein Teilstück des gebrochenen Kettfadens 11 in Fig. 3 ist in einer Knüpf- oder Spleissvorrichtung
76 mit einem abgelängten Stück eines Hilfskettfadens 1 verbunden worden. Der Hilfskettfaden
wird mittels einer Zumess- und Zuführvorrichtung 73 mit einem Rollenpaar 74 der Einrichtung
7 zum Einziehen des Hilfskettfadens 1 zugeführt. Das Rollenpaar 74 kann ortsfest rotierend
den Hilfskettfaden 1 weitergeben, und nach Beendigung des Transportes des Hilfskettfadens
1 wird das Rollenpaar in Richtung Pfeil 73' getrennt. In der Einrichtung 7 zum Einziehen
des Kettfadens 1 wird der Hilfskettfaden beispielsweise gemäss Fig. 3b durch das rechte
Einziehrohr 71 horizontal an den Kettfadenwächter 2 herangeführt. Der Hilfskettfaden
1 wird dann in die Wächterlamelle 21 eingeführt und weiter in das linke Einziehrohr
72 geblasen.
[0014] Das Schwert 50 wird gemäss Fig. 1, Pfeil 50'' nach links in Richtung auf diejenige
Weblitze 31 bewegt, in die der Hilfskettfaden eingefädelt werden soll. Ein Sensor
55 gemäss Fig. 4 im Schwert 50 stellt die Position der Weblitze 31 fest. In diese
Position, die von der Steuerung S registriert wird, werden dann die Einziehrohre 71
und 72 zum Einfädeln an die Weblitze 31 herangeführt.
[0015] In Fig. 4 sind die Funktionsorgane der Einrichtung 101 schematisch mit Antriebsmitteln
dargestellt. Das Schwert 50 wird zur Bildung einer Arbeitsgasse zwischen den horizontal
gespannten Kettfäden 10 im Arbeitsbereich der Einrichtung durch einen Arm 56 horizontal
und vertikal in Richtung der Pfeile bei 56 versetzt, weiterhin werden Einziehrohre
71 und 72 mittels der Arme 715 bzw. 725 horizontal versetzt. Zur Führung und zum Antrieb
der Arme 715, 725 sind Rollen 710 vorgesehen.
[0016] Nach Entfernen des gebrochenen Kettfadens aus der Webkette 10 wird zunächst von einer
Hilfskettfadenspule 10' mittels eines Hilfsblasrohres 73' Kettfaden abgezogen und
in das Hilfsrohr 72' eingeführt. Der Hilfskettfaden 1 bewegt sich dabei in Richtung
auf das Rollenpaar 74. Der Hilfskettfaden wird durch das Rollenpaar 74 erfasst und
in einen Speicher 75 eingeführt, welchen der Hilfskettfaden zunächst horizontal durchläuft,
bis er den Sensor 91 passiert. Mit der Abgabe eines Sensorsignales des Sensors 91
an die Steuerung S beim Vorbei laufen des Schussfadens wird ein Zählwerk in Gang gesetzt,
welches die Umdrehungen eines Antriebsmotors 74' beim Rollenpaar 74 festhält. Das
Rollenpaar 74 läuft dann so lange weiter, bis eine vorgegebene Anzahl von Umdrehungen
des Antriebsmotors 74' bzw. eine vorgegebene Länge des Hilfskettfadens 1 erreicht
ist. Die Spitze des Hilfskettfadens 1 ist inzwischen durch den unten geschlitzten
Speicher 75 in den Spleisser 76 gelangt, in welchem die Spitze des Hilfskettfadens
nach Abgabe eines Signals des Sensors 94 beim Vorbeilaufen des Hilfskettfadens erfasst
wird. Bei Weiterförderung des Hilfskettfadens durch das Rollenpaar 74 wird sich dann
ein Hilfskettfadenvorrat im Speicher 75 bilden. Eine Saugdüse 81, welche den gebrochenen
Kettfaden aus der Webkette 10 angesaugt hat, legt diesen in die Knüpf- oder Spleissvorrichtung
76 ein, wo er mit der Spitze des Hilfskettfadens 1 verbunden wird. Anschliessend kann
das Ende des gebrochenen Kettfadens 10' in der Saugdüse 21 durch eine Schere 79 abgeschnitten
werden. Mit Beendigung des Förder- und Speichervorganges des Hilfskettfadens 1 steht
das Rollenpaar 74 still und kehrt anschliessend seine Drehrichtung gemäss Pfeil 74b
um. Gleichzeitig wird Blasluft in das Hilfsrohr 72' in Förderrichtung zum Einziehrohr
71 hin eingeleitet. Der Hilfskettfaden wurde vorher eine Schere 77 geschnitten. Durch
das Rückwärtsdrehen des Rollenpaares 74 wird nun der Hilfskettfaden 1 kontrolliert
durch das Hilfsrohr 72', welches seitlich geschlitzt ist, zum ebenfalls seitlich geschlitzten
Einziehrohr 71 weiterbewegt. Von dort wird der Hilfskettfaden 1 in die Lamelle 21
und weiter in das Einziehrohr 72 eingeblasen. Das Rollenpaar 74 wird nach Beendigung
des Einziehvorganges gemäss Pfeil 74a auseinanderbewegt und gibt so den Hilfskettfaden
1 frei. Die Einziehrohre 71 und 72 werden zeitweise über die Luftanschlüsse 71d und
72d mit Blasluft versorgt. In der Steuerung S ist u.a. das Programm für das Ein- und
das Ausschalten der Blasluft für die Einziehrohre 71 und 72 sowie das Laufprogramm
für das Rollenpaar 74 abgespeichert.
[0017] Fig. 5a zeigt Teile des vorderen Manipulators 101a der Einrichtung 101 in seiner
Arbeitsstellung beim Webblatt 4. Das Aufspürorgan 101c mit einem Sender L und einem
Empfänger E wird unmittelbar neben dem Webblatt 4 und knapp oberhalb der Kettfäden
12 im Oberfach in Längsrichtung des Webblattes von der Grobposition der Einrichtung
101 aus abwechselnd schrittweise in beide Längsrichtungen bewegt, wobei die reflektierten
Lichtstrahlen jedes einzelnen Kettfadens 12 im Empfänger E Signale A1,A2,... gemäss
Fig. 5b auslösen, welche von der Steuerung S der Einrichtung 101 registriert werden.
Die Schrittlängen bei den Längsbewegungen können laufend vergrössert werden, bis die
Position des gebrochenen Kettfadens 11 gefunden ist. Die Steuerung S der Einrichtung
101 kontrolliert auch den Fahrantrieb 108 der Einrichtung 101, der in den Figuren
7a und 7b dargestellt ist. Die Impulse der Steuerung S an den Fahrantrieb 108, der
beispielsweise einen Schrittmotor enthält, werden den empfangenen Signalen A1,A2,...
zugeordnet. Sobald die Steuerung erkennt, dass zwischen den Signalen A1 und A2, wie
in Fig. 5b dargestellt, ein Signal fehlt, während alle übrigen Signale gleichen Abstand
aufweisen, wird der Fahrantrieb 108 der Einrichtung 101 zurückgesteuert, und zwar
um die halbe Anzahl der Impulse an den Fahrantrieb 108, welche vorher zwischen dem
Empfang der Signale A1 und A2 an den Fahrantrieb übermittelt worden waren. Es kann
nötig sein, während des Suchvorganges die Webschäfte 3 mehrmals abwechselnd in das
Oberfach zu bewegen, bis derjenige Webschaft in der oberen Position ist, in dessen
Lamelle 30 der Hilfskettfaden 1 eingezogen ist. Bei elektronischen gesteuerten Aggregaten
zur Steuerung der Webschäfte läuft dies automatisch ab. Die Einrichtung befindet sich
dann mit dem Einziehorgan für das Webblatt 4, der Lochnadel 60, genau auf der Höhe
des in das Webblatt 4 zwischen zwei Lamellen 40 einzuziehenden Hilfskettfadens 1 in
der Sollposition, und die Lochnadel 60 schwenkt um die Achse 60a zwischen den Lamellen
des Webblattes 4 hindurch. Ein Kraftsensor 62 gemäss Fig. 5a an der Lochnadel 60 stellt
sicher, dass die Lochnadel oder eine Blattlamelle 40 des Webblattes 4 nicht beschädigt
werden, wenn die Spitze der Lochnadel 60 einmal nicht den Weg zwischen zwei Blattlamellen
40 finden sollte. Bei Ueberschreitung einer vorgegebenen Kraft in der Lochnadel 60
würde der Kraftsensor 62 über die Steuerung S das Abschalten der Einrichtung 101 bewirken.
Wie weiter oben beschrieben, wird der Hilfskettfaden dann in die Lochnadel 60 eingefädelt
und wie in Fig. 5c gezeigt durch das Webblatt 4 nach links gezogen. Nach dem Einziehen
des Hilfskettfadens 1 durch das Webblatt 4 wird der Manipulator 101a weiter nach links
über das Gewebe 100 weiterbewegt, wobei der Manipulator 101a gegebenenfalls den Breithalter
100b gemäss Fig. 5c für das Gewebe umfahren muss, wenn der Kettfaden 11 im Bereich
des Breithalters 100b am Geweberand gebrochen ist. In Fig. 5d ist die Position des
Hilfskettfadens 1a im Bereich des Breithalters 100b bzw. 1b im Bereich ausserhalb
des Breithalters nach dem Verschieben des Manipulators 101a über das Gewebe 100 zu
sehen. In den Fig. 5a,c,d ist jeweils eine Fadenklemme 27 und ein Scherenblatt 28
zu sehen, in Fig. 5d oberhalb einer Gewebestütze 100a, wobei der Hilfskettfaden 1
durch die Fadenklemme 27 auf das Gewebe 100 herabgedrückt wird. Oberhalb des Hilfskettfadens
1c in Fig. 5d ist eine Saugdüse 83, mit welcher der Hilfskettfaden 1c nach dem Zurückschwenken
der Lochnadel 60 in die obere Position erfasst wird.
[0018] In Fig. 6a sind Funktionsorgane des vorderen Manipulators 101a nach dem Durchziehen
des Hilfskettfadens 1 durch das Webblatt 4 gezeigt. Die Saugdüse 83 hat den Hilfskettfaden
1 angesaugt, die Fadenklemme 27, ein plattenförmiges Element, das im Kontakt mit einem
Scherenblatt 28 geführt wird, wird nach unten gegen das Gewebe 100 zur Anschlaglinie
A' hin verschoben, wobei es den Hilfskettfaden 1 mit einer Klemmkante 270a erfasst.
Die Klemmkante 270a kann Teil eines elastischen Einsatzes 270 sein, wodurch der Hilfskettfaden
1 besonders sicher gehalten wird. Die Fadenklemme 27 besitzt auf der dem Scherenblatt
28 zugewandten Seite eine Schneidkante 270b, über welche in der unteren Stellung der
Fadenklemme 27 eine Schneide 280 des Scherenblattes 28 geschoben werden kann. Das
Scherenblatt 28 kann schwenkbar angeordnet sein, wie aus der Stellung 28' des Scherenblattes
in Fig. 6b hervorgeht. In einer Schwenkbewegung wird das Scherenblatt 28 nach dem
Absenken in die vertikale Position gebracht, in der der Hilfskettfaden 1 geschnitten
werden kann. Fig. 6c zeigt die Fadenklemme 27 in der unteren Stellung, wobei sie den
Hilfskettfaden 1 festhält, während die Webmaschine 102 wieder ihren Betrieb aufgenommen
hat und den Hilfskettfaden 1 mit mehreren Schussfäden abbindet. Zusätzlich wird der
Hilfskettfaden 1 von der Saugdüse 83 gehalten. Anschliessend wird der Hilfskettfaden
1 durch Hochziehen des Scherenblattes 28 mit der Schneide 280 geschnitten. Das abgeschnittene
freie Ende des Hilfskettfadens wird durch die Saugdüse 83 abgeführt. Es ist zweckmässig,
das Aufspürorgan 101c nach Abschluss des Einziehens nochmals durch Ueberfahren der
Sollposition prüfen zu lassen, ob der Hilfskettfaden korrekt eingezogen ist. Falls
dies nicht der Fall ist, kann über die Steuerung S davon ausgelöst über die Kontrolllampe
der Webmaschine Betriebspersonal gerufen werden, um manuell einzugreifen.
[0019] Fig. 7a zeigt eine Gesamtübersicht der Einrichtung 101 in einer Ausführungsform für
Transport oberhalb der Webmaschine. Das Fahrzeug 101' besitzt einen Fahrantrieb 108
mit einer Welle 108a und mindestens einem Zahnrad 108b zum Vortrieb der Einrichtung,
welche über Laufräder 108c auf Schienen 105a,b abgestützt ist. Entlang einer Schiene
105a läuft eine Zahnschiene 105c zum Vortrieb des Fahrzeugs 101'. Der vordere Manipulator
101a und der hintere Manipulator 101b, in welchem die Einziehrohre 71 und 72, der
Halter 24 für die Wächterlamellen 24 und der Arm 56, der das Schwert 50 trägt, getragen
werden, werden durch je einen Träger 103a,b vertikal geführt. Die Träger 103a,b sind
mittels der Antriebe 106a,b vertikal verschiebbar. Weitere Antriebe 107a,b für die
Manipulatoren 101a,b sorgen für deren horizontale Verschiebung sowie für die Bewegung
der einzelnen Funktionsorgane 71,72,24, 56,60. In der Einrichtung 101 ist weiterhin
die Steuerung S und eine lufttechnische Einrichtung 109 untergebracht. Letztere umfasst
u.a. Versorgungsleitungen 109a,b für Druckluft, Saugluft, elektrischen Strom sowie
einen Abfallbehälter 109c für abgesaugte Fadenreste. Unterhalb der Einrichtung 101
ist schematisch die Webmaschine 102 mit der Webkette 10, dem Spannbaum 14, den Wächterlamellen
20 und den Webschäften 3 dargestellt. Während der hintere Manipulator 101b für den
Kettbereich zwischen dem Spannbaum 14 und den Weblitzen 3 zuständig ist, wird der
Bereich zwischen Gewebe 100 und Webblatt 4 durch den vorderen Manipulator 101a bearbeitet.
[0020] In Fig. 7b ist eine andere Ausführungsform der Einrichtung 101 gezeigt, wobei das
Fahrzeug 101' der Einrichtung 101 über Laufrollen 108c auf dem Websaalboden abgestützt
ist. Eine berührungslos wirkende Bodenführung 110 steuert die Einrichtung durch den
Websaal an die jeweilige Webmaschine 102, an welcher eine Kettfadenreparatur durchzuführen
ist. Die Steuerung S kommuniziert dabei mit der Bodenführung 110. Zur Abstimmung der
Funktionen der Webmaschine 102 und der Einrichtung 101 ist am Fahrzeug 101' ein Sender
und Empfänger 111 vorgesehen, der an die Steuerung S angeschlossen ist. Ein entsprechender
Sender und Empfänger ist auch an der Webmaschine vorzusehen.
1. Verfahren zur Behebung von Kettfadenbrüchen in einer Webmaschine, bei der der gebrochene
Kettfaden (11) lokalisiert, erfasst und wenigstens teilweise entfernt sowie teilweise
durch einen Hilfskettfaden (1) ersetzt wird, welcher dann mittels einer Einzieheinrichtung
(101) zur Weberseite hin eingezogen wird, dadurch gekennzeichnet, dass mittels eines
Aufspürorgans (101c) der Einzieheinrichtung (101), das auf der Warenseite entlang
des Webblattes (4) verschiebbar ist, die durch den gebrochenen Kettfaden entstandene
Lücke in der Webkette (10) beim Webblatt (4) gesucht wird, und dass mittels eines
auf der Warenseite entlag des Webblattes (4) verschiebbaren Manipulators (101a) bei
der festgestellten Lücke der Hilfskettfaden (1) in das Webblatt (4) eingezogen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mittels des Aufspürorgans
(101c) die Position des einzuziehenden Hilfskettfadens (1) dadurch gefunden wird,
dass das Aufspürorgan (101c) die Anwesenheit der eingezogenen Kettfäden (12,13) im
Oberfach feststellt und während der Längsverschiebung für jeden registrierten Kettfaden
ein Signal (A) an die Steuerung (S) der Einrichtung (101) abgibt und mit einer gespeicherten
Erfahrungsforlge von Signalen vergleicht, und dass bei Fehlen eines Kettfadens (11)
und damit bei Ausbleiben eines erwarteten Signals (A) die augenblickliche Position
der Einrichtung (101) in Längsrichtung in der Steuerung (S) registriert wird, wobei
diese Position die Sollposition der Einrichtung für das nachfolgende Einziehen eines
Hilfskettfadens (1) ist, und dass die Einrichtung (101) dann in die Sollposition gesteuert
wird und dort den Hilfskettfaden (1) in das Webblatt (4) einzieht.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufspürorgan (101c)
die Kettfäden (12) im Oberfach zwischen Gewebe (100) und Webblatt (4) in dessen hinterer
Position absucht.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung
(101) an der Webmaschine (102) zunächst grob positioniert wird, indem die Lage des
gebrochenen Kettfadens (11), welche mit einem Kettfadenwächter (20) festgestellt worden
ist, von der Webmaschine (102) an die Steuerung (S) der Einrichtung (101) übermittelt
wird, und dass die Einrichtung (101) die Grobposition in Längsrichtung der Webmaschine
bei dem gebrochenen Kettfaden (11) einnimmt, und dass von hier aus die Sollposition
mittels des Aufspürorgans (101c) gesucht wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung
(101) mittels eines Fahrantriebs (108) aus der Grundposition schrittweise, bei jedem
Schritt die Richtung wechselnd, entlang des Webblattes (4) bewegt wird, wobei die
Schrittweite laufend vergrössert wird, bis die Sollposition des einzuziehenden Hilfskettfadens
(1) gefunden ist.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die einrichtung (101) nach
erstmaligem Ermitteln der Sollposition in einer Bewegungsrichtung in entgegengesetzter
Richtung ein zweites Mal die Sollposition ermittelt, und dass aus beiden ermittelten
Sollpositionen eine mittlere Sollposition durch die Steuerung (S) bestimmt wird, in
welche die Einrichtung (1) schliesslich zum Einziehen des Hilfskettfadens (1) gesteuert
wird.
7. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 gekennzeichnet durch ein
Aufspürorgan (101c) mit einem wellenerzeugenden Sender (L) für die Emission eines
Strahls und einem Empfänger (E) zur Registrierung des von den Kettfäden (12) reflektierten
Strahls sowie einen Manipulator (101a) mit einer schwenkbaren Lochnadel (60) zum Einziehen
des Hilfskettfadens in das Webblatt (4), die auf der Warenseite entlang des Webblattes
verschiebbar angeordnet sind.
8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Sender (L) einen Lichtstrahl
emittiert.
9. Einrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass zum Festhalten des
mittels der Lochnadel (60) durch das Webblatt (4) eingezogenen Hilfskettfadens (1)
eine Fadenklemme (27) an die Anschlaglinie des Webblattes (4) am Gewebe (100) heranführbar
ist.
10. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenklemme (27) eine
Schneidkante (270b) aufweist, und dass ein Scherenblatt (28) entlang der Fadenklemme
(27) quer über die Schneidkante (270b) bewegbar ist, womit der Hilfskettfaden (1)
nach dem Einweben abgeschnitten werden kann.
11. Einrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung
(101) in ein Fahrzeug (101') mit einem vorderen Manipulator (101a) und einem hinteren
Manipulator (101b) gegliedert ist, welche innerhalb des Fahrzeuges (101') mittels
Antrieben (106a,b,107a,b) verschiebbar sind.
12. Einrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung
(101) eine lufttechnische Einrichtung (109) mit Versorgungsleitungen für Druckluft
und Saugluft (109a,b) mit sich führt.
1. A method of clearing warp yarn breakages in a loom, the broken warp yarn (11) being
located, engaged, at least to some extent removed and to some extent replaced by an
emergency warp yarn (1), the same then being drawn in towards the cloth end by draw-in
means (101), characterised in that a tracing element (10̸1c) of the draw-in means
(10̸1), such means being movable along the reed (4) on the cloth side, hunts for the
gap caused in the warp (10̸) near the reed (4) by the broken warp yarn and once the
gap has been ascertained a manipulator (10̸1a) movable along the reed on the cloth
side draws the emergency warp yarn (1) into the reed (4).
2. A method according to claim 1, characterised in that the tracing element (10̸1c) finds
the position of the emergency warp yarn (1) to be drawn in by ascertaining the presence
of the drawn-in warp yarns (12, 13) in the top shed and outputting for each recorded
warp yarn during the longitudinal movement a signal (A) to the control (S) of the
draw-in means (10̸1), comparing such signal with a stored empirical sequence of signals,
and in the absence of a warp yarn (11) and, therefore, in the absence of an expected
signal (A) the instantaneous longitudinal position of the draw-in means (10̸1) is
recorded in the control (S), the latter position being the set-value position of the
draw-in means (10̸1) for the subsequent drawing-in of an emergency warp yarn (1),
whereafter the draw-in means (10̸1) are moved into the set-value position and in such
position draw the emergency warp yarn (1) into the reed (4).
3. A method according to claim 1 or 2, characterised in that the tracing element (10̸1c)
hunts for the warp yarns (12) in the top shed between the cloth (10̸0̸) and the reed
(4) in the rearward position thereof.
4. A method according to any of claims 1 to 3, characterised in that the draw-in means
(10̸1) are initially positioned approximately on the loom (10̸2) by the position of
the broken warp yarn (11) as detected by a warp yarn monitor (20̸) being transmitted
by the loom (10̸2) to the control (S) of the draw-in means (10̸1), the same take up
the approximate position lengthwise of the loom near to the broken warp yarn (11)
and from here the tracing element (10̸1c) hunts for the set-value position.
5. A method according to any of claims 1 to 4, characterised in that a drive (10̸8) moves
the draw-in means (10̸1) along the reed (4) from its normal position stepwise with
a change of direction at each step, step size increasing continuously until the set-value
position of the emergency warp yarn (1) to be drawn in has been found.
6. A method according to claim 5, characterised in that after the set-value position
has been ascertained for the first time in one direction of movement the draw-in means
(10̸1) ascertain the set-value position a second time in the opposite direction, and
the control (S) determines from the two ascertained set-value positions a mean set-value
position to which the draw-in means (10̸1) are finally moved to draw in the emergency
warp yarn (11).
7. A device for the practice of the method according to claim 1, characterised by a tracing
element (10̸1c) having a wave-producing transmitter (L) adapted to emit a beam and
a receiver (E) adapted to record the beam reflected by the warp yarns (12); and a
manipulator (10̸1a) having a pivotable guide (60̸) for drawing the emergency warp
yarn into the reed (4), which are disposed to be movable along the reed on the cloth
side.
8. A device according to claim 7, characterised in that the transmitter (L) transmits
a light beam.
9. A device according to claim 7 or 8, characterised in that to secure the emergency
warp yarn (1) drawn in through the reed (4) by way of the guide (60̸) a yarn clamp
(27) can be moved to the line where the cloth (10̸0̸) is beaten up on the reed (4).
10. A device according to claim 9, characterised in that the yarn clamp (27) has a cutting
edge (270̸b) and a shears blade (28) is movable along the yarn clamp (27) transversely
over the cutting edge (270̸b), so that the emergency warp yarn (1) can be severed
after having been woven in.
11. A device according to any of claims 7 to 10̸, characterised in that the draw-in means
(10̸1) are part of a vehicle (10̸1') having a front manipulator (10̸1a) and a rear
manipulator (10̸1b), both such manipulators being movable in the vehicle (10̸1') by
means of drives (10̸6a, b, 10̸7a, b).
12. A device according to any of claims 7 to 11, characterised in that the draw-in means
(10̸1) carry with themselves air supply means (10̸9) having supply lines for air at
a positive pressure and air at a negative pressure (10̸9a, b).
1. Procédé pour éliminer des cassures de fils de chaîne dans un métier à tisser, dans
lequel le fil de chaîne cassé (11) est localisé, saisi et au moins partiellement éloigné,
ainsi qu'au moins partiellement remplacé par un fil de chaîne auxiliaire (1) qui est
alors rentré du côté du tissu au moyen d'un mécanisme de rentrage (101), caractérisé
en ce que, au moyen d'un organe de dépistage (101c) du mécanisme de rentrage (101),
qui peut se déplacer le long du peigne (4) du côté du tissu, le vide créé par le fil
de chaîne cassé dans la chaîne (10) est cherché dans le peigne (4) et en ce que, au
moyen d'un manipulateur (101a) qui peut se déplacer le long du peigne (4) du côté
du tissu, le fil de chaîne auxiliaire (1) est rentré dans le peigne (4) lorsque le
vide a été établi.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, au moyen de l'organe de dépistage
(101c), la position du fil de chaîne auxiliaire (1) à rentrer est trouvée en ce que
l'organe de dépistage (101c) détermine la présence des fils de chaîne rentrés (12,
13) dans le pas supérieur et, au cours du déplacement longitudinal, pour chaque fil
de chaîne enregistré, envoie un signal (A) à la commande (S) du mécanisme (101) et
le compare à une suite d'informations mémorisées de signaux, et en ce que, lorsqu'un
fil de chaîne (11) manque, partant lorsqu'un signal attendu (A) fait défaut, la position
momentanée du mécanisme (101) en direction longitudinale est enregistrée dans la commande
(S), cette position étant la position de consigne du mécanisme pour le rentrage ultérieur
d'un fil de chaîne auxiliaire (1) et en ce que le mécanisme (101) est alors commandé
dans la position de consigne et rentre, à cet endroit, le fil de chaîne auxiliaire
(1) dans le peigne (4).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'organe de dépistage
(101c) recherche les fils de chaîne (12) dans le pas supérieur entre le tissu (100)
et le peigne (4) dans la position arrière de ce dernier.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le
mécanisme (101) est d'abord positionné de manière grossière contre le métier à tisser
(102), position dans laquelle l'emplacement du fil de chaîne cassé (11), qui a été
établi à l'aide d'un casse-chaîne (20), est transmis du métier à tisser (102) à la
commande (S) du mécanisme (101) et en ce que le mécanisme (101) mémorise la position
grossière en direction longitudinale du métier à tisser dans le cas du fil de chaîne
cassé (11) et en ce que, à partir de là, la position de consigne est recherchée au
moyen de l'organe de dépistage (101c).
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le
mécanisme (101) est mis en mouvement en pas-à-pas le long du peigne (4) au moyen d'un
dispositif d'entraînement pour le déplacement (108) à partir de la position de base,
en changeant de direction à chaque pas, la longueur de pas augmentant en continu jusqu'à
ce que la position de consigne du fil de chaîne auxiliaire (1) à rentrer ait été trouvée.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que le mécanisme (101), après
une première communication de la position de consigne dans une direction de mouvement,
communique la position de consigne une deuxième fois dans le sens contraire et en
ce que, à partir des deux positions de consigne communiquées, une position moyenne
de consigne est déterminée par la commande (S) dans laquelle le mécanisme (1) est
finalement commandé pour rentrer le fil de chaîne auxiliaire (101).
7. Mécanisme pour la mise en oeuvre du procédé selon la revendication 1, caractérisé
par un organe de dépistage (101c) comprenant un émetteur (L) générant des ondes pour
l'émission d'un rayon et un récepteur (E) pour l'enregistrement du rayon réfléchi
par les fils de chaîne (12), ainsi qu'un manipulateur (101a) muni d'une aiguille à
trou pivotante (60) pour rentrer le fil de chaîne auxiliaire dans le peigne (4), qui
sont disposés en mobilité le long du peigne du côté du tissu.
8. Mécanisme selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'émetteur (L) émet un rayon
lumineux.
9. Mécanisme selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce que, pour le maintien du
fil de chaîne auxiliaire (1) rentré à travers le peigne (4) au moyen de l'aiguille
à trou (60), on peut amener une pince de fil (27) le long du tissu (100) contre la
ligne de butée du peigne (4).
10. Mécanisme selon la revendication 9, caractérisé en ce que la pince de fil (27) présente
une arête vive (207b) et en ce qu'une lame (28) peut se déplacer le long de la pince
de fil (27) transversalement à l'arête vive (270b), avec laquelle le fil auxiliaire
de chaîne (1) peut être coupé après le rentrage.
11. Mécanisme selon la revendication 7 à 10, caractérisé en ce que le mécanisme (101)
est articulé dans un véhicule (101') avec un manipulateur avant (101a) et un manipulateur
arrière (101b), mobiles à l'intérieur du véhicule (101') au moyen de dispositifs d'entraînement
(106a, b, 107a, b).
12. Mécanisme selon l'une quelconque des revendications 7 à 11, caractérisé en ce que
le mécanisme (101) entraîne avec lui un mécanisme aéraulique (109) muni de conduits
d'alimentation pour de l'air sous pression et de l'air d'aspiration (109a, b).