[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Anpassung der Endabregeldrehzahl
des Reglers einer Einspritzpumpe einer ein Fahrzeug antreibenden luftverdichtenden
Einspritzbrennkraftmaschine an die auf das Fahrzeug wirkenden Fahrwiderstände gemäß
Oberbegriff des Hauptanspruches.
[0002] Aus der DE-PS 36 13 685 ist es bekannt, die Endabregelkennlinie mit steigenden Fahrwiderständen
in Richtung höherer Brennkraftmaschinendrehzahlen zu verschieben. Dadurch wird erreicht,
daß nach dem Hochschalten in die nächsthöhere Übersetzungsstufe auch bei hohen Fahrwiderständen
immer noch eine ausreichend hohe Anschlußdrehzahl zur Weiterbeschleunigung des Fahrzeuges
gegeben ist. Setzt man nun eine bestimmte Dauer für den Hochschaltvorgang voraus,
so ist, bezogen auf einen bestimmten Fahrgeschwindigkeitsverlust, der Drehzahlverlust
nach dem Hochschalten bei großeren Übersetzungen (z.B. 1. Gang) größer als derjenige
bei niederen Übersetzungen (z.B. 5. Gang). Mit anderen Worten heißt dies, daß, um
bei einer vorgegebenen, dem jeweiligen Fahrwiderständ entsprechenden Abregeldrehzahl
nach dem Hochschalten den gewunschten Wert für die Anschlußdrehzahl überhaupt erreichen
zu können, die Brennkraftmaschine bei hohen übersetzungen (z.B. im 1.Gang) um einen
größeren Betrag über die errechnete Abregeldrehzahl gedreht werden muß als bei niederen
Ubersetzungen (z.B. im 5. Gang). Damit muß, bezogen auf einen vorgegebene Fahrwiderstand,
die Endabregelung in jeder Übersetzungsstufe ab einer anderen Drehzahl erfolgen, um
nach einem Schaltvorgang noch in dem Drehzahlbereich zu sein, aus welchem heraus
bei den gegebenen Fahrwiderständen noch ein Weiterbeschleunigen des Fahrzeuges möglich
ist.
[0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der im Oberbegriff
des Hauptanspruches beschriebenen Art aufzuzeigen, mit welchem bezogen auf einen
bestimmten Fahrwiderständ eine Abstimmung der Endabregeldrehzahl auf die gerade
gewählte Getriebeübersetzung nicht mehr erforderlich ist.
[0004] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des
Hauptanspruches gelöst.
[0005] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren wird eine Referenzübersetzung bestimmt, welche
bei der Ermittlung der fahrwiderstandsabhängigen Endabregeldrehzahl mitberücksichtigt
wird. Dadurch kann die Endabregeldrehzahl unabhängig von der gerade gefahrenen Getriebeübersetzung
bestimmt werden und zwar so bestimmt werden, daß nach jedem Schaltvorgang noch eine
ausreichend hohe Anschlußdrehzahl vorliegt. Als Referenzübersetzung wird diejenige
Getriebeübersetzung bestimmt, bei welcher in dem Falle, daß die Brennkraftmaschine
bis hin zu ihrer maximal zulässigen Drehzahl gedreht wird, im nächsthöheren Gang
-unter Annahme eines gängigen Wertes für die Dauer des Schaltvorganges- noch eine
Anschlußdrehzahl vorliegt, welche im Bereich des maximalen Drehmomentes der Brennkraftmaschine
liegt. Der Bestimmung der Referenzübersetzung liegt dabei ein Referenzfahrwiderständ
zugrunde, welcher ermittelt wird zum einen aus den konstanten Fahrzeugdaten , wie
z.B. Fahrzeugstirnfläche, Luftwiderständsbeiwert, Fahrzeugmasse etc. und zum anderen
aus den die zu erwartenden Fahrbedingungen charakterisierenden Referenzdaten. Es sind
dies z.B. die Relativgeschwindigkeit aus der Fahrzeug- und der Luftgeschwindigkeit,
der Rollreibwert, und insbesondere die den Fahrwiderständ vorwiegend beeinflussende
Fahrbahnsteigung. Generell ist zu sagen, daß, je größer die während des Fahrbetriebs
zu erwartenden Fahrwiderstände sind (Fahrt in unwegsamem Gelände, größere Fahrbahnsteigungen,
etc.), desto kleiner muß die Gangstufe bzw. desto größer muß die Übersetzung sein,
bei welcher die Endabregeldrehzahl der maximal zulässigen Drehzahl der Brennkraftmaschine
entspricht.
[0006] Mit dem Anspruch 5 ist eine Vorrichtung aufgezeigt, mit Hilfe derer die Referenzdaten
vor jedem Fahrtantritt entsprechend des zu erwartenden Einsatzprofiles neu eingegeben
und damit berücksichtigt werden können.
[0007] In der Zeichnung zeigt
Figur 1 ein Ausführungsbeispiel einer vorteilhaften Vorrichtung zur Durchführung
des erfindungsgemaßen Verfahrens in einer Prinzipdarstellung
Figur 2 die Funktionsweise der elektronischen Steuereinheit bei der Ermittlung der
Referenzübersetzung in Form eines Flußdiagrammes und
Figur 3 die Funktionsweise der elektronischen Steuereinheit bei der Ermittlung der
dem jeweiligen Fahrwiderständ entsprechenden Endabregeldrehzahl ebenfalls in einem
Flußdiagramm.
[0008] In Figur 1 zeigt 1 eine ein Fahrzeug 2 antreibende Dieselbrennkraftmaschine, an
der eine Kraftstoffeinspritzpumpe 3 angeordnet ist. Die Regelstange dieser Einspritzpumpe
3 wird über einen Stellantrieb 4 betätigt, der wiederum durch eine elektronische
Steuereinheit 5 angesteuert wird. Die Steuereinheit 5 gleicht in ihren Grundfunktionen
dem in der MTZ 44 (1983) 10 Seiten 378-380 offenbarten elektronischen Dieselregler
(EDR) bis auf den Unterschied, daß bei der Steuereinheit 5 zusatzlich noch ein Block
zur erfindungsgemäßen Ermittlung der Endabregeldrehzahl vorgesehen ist. Mit 6 sind
diejenigen Meßwertleitungen bezeichnet, welche auch bei dem bekannten elektronischen
Dieselregler vorgesehen sind. Zusätzlich wird der Steuereinheit 5 noch ein der aktuellen
Fahrbahnsteigung α entsprechendes Signal zugeführt, welches über einen am Fahrzeug
2 angeordneten Neigungssensor 7 erfaßt wird. Um den Einfluß von Bodenunebenheiten
zu eliminieren ist in der Meßwertleitung 8 ein Integrierglied 9 zur Glättung des von
dem Sensor 7 erfaßten Signals vorgesehen. An dem Fahrzeug 2 ist ferner ein Leseeinrichtung
10 für einen mobilen Datenträger 11 (Codekarte mit Magnetstreifen) angebracht, welche
über die Datenleitung 12 ebenfalls mit der elektronischen Steuereinheit 5 verbunden
ist. Auf diesen mobilen Datenträger 11 werden vor Fahrtantritt die Daten zur Ermittlung
eines Referenzfahrwiderstandes F
W,ref abgespeichert. Diese Referenzdaten sind erstens feste Fahrzeugdaten, wie z.B. die
Fahrzeugmasse m, die Trägheitsmomente rotierender Bauteile J
R,Trieb, die Stirnfläche A des Fahrzeuges 2, der Luftwiderstandsbeiwert c
w etc., zweitens konstante Zustandsgrößen, wie z.B. die Luftdichte ρ₁, die Erdbeschleunigung
g etc. und drittens die Daten, welche das während des Fahrbetriebes zu erwartende
Einsatzprofil charakterisieren. Im einzelnen sind dies die Relativgeschwindigkeit
v
rel,ref aus der Fahr- und der Luftgeschwindigkeit zur Ermittlung des Referenzluftwiderstandes,
der Rollreibwert f
ref für die Ermittlung des Referenzrollreibwiderstandes und der Fahrbahnsteigungswinkel
α
ref für die Ermittlung des Referenzsteigungswiderständes.
[0009] Vor Fahrtantritt werden also die oben genannten Referenzdaten auf dem mobilen Datenträger
11 abgespeichert und über die Leseeinrichtung 10 an einen Speicher 13 der elektronischen
Steuereinheit 5 übergeben (s. Fig. 2). Mit dem Start der Brennkraftmaschine 1 wird
nun aus diesen aus dem Speicher 13 übernommenen Daten (Eingabeblock 14) zunächst
der Referenzfahrwiderstand F
W,ref, welcher sich aus den einzelnen Komponenten Referenzluftwiderständ F
1,ref, Referenzrollwiderstand F
R,ref und Referenzsteigungswiderstand F
S,ref zusammensetzt (s. Block 15, Fig.2), gemäß der Beziehung
F
W,ref =

*c
w*A*v²
rel,ref + f
ref*m*g + m*g*sinα
ref
berechnet. Aus diesem Referenzfahrwiderstand F
W,ref wird anschließend im Block 16 unter Mitberücksichtigung der Fahrzeugmasse m, der
einzelnen Trägheitsmomente J
R,Trieb und des dynamischen Reifenradius r
dyn die auf das Fahrzeug 2 wirkende Referenzverzogerung a
v,ref gemäß

ermittelt. Mit dieser Referenzverzogerung a
v,ref und einer angenommenen Schaltdauer t
s zwischen zwei Übersetzungsstufen wird dann im Block 17 genau diejenige Getriebeübersetzung
(Referenzübersetzung i
G,ref) errechnet, von welcher aus nach dem Ausdrehen der Brennkraftmaschine 1 bis hin zur
maximal zulässigen Drehzahl der Brennkraftmaschine n
max in der nächsthöheren Übersetzungsstufe noch eine vorgegebene Anschlußdrehzahl n
Ziel gegeben ist. Diese Anschlußdrehzahl n
Ziel liegt im Bereich des maximalen Drehmomentes der Brennkraftmaschine 1. i
G,ref wird ermittelt nach der Vorschrift

[0010] In diesem Ausführungsbeispiel ist ein Getriebe mit geometrischer Stufung vorgesehen,
wobei die Größe ß den entsprechenden Stufensprung darstellt. i
D bezeichnet den Wert für die konstant bleibende Hinterachsübersetzung. Da der errechnete
Wert für i
G,ref in den meisten Fällen nicht exakt einer realen Getriebeübersetzung entspricht, kann
in dem Block 18 aus einem Speicher die dem errechneten Wert am nächsten liegende reale
Getriebeübersetzung als Referenzübersetzung i
ref ausgelesen werden. Für die Funktion ist dieser Abgleich jedoch nicht erforderlich,
d.h. es kann auch mit einer nicht real vorhandenen Referenzübersetzung i
ref weitergerechnet werden.
[0011] Sind während des Fahrbetriebes relativ hohe Fahrwiderstande zu erwarten, so ist
eine relativ große Referenzübersetzung i
ref erforderlich, d.h. also, schon in einer relativ niederen Gangstufe muß nach einem
Ausdrehen der Brennkraftmaschine 1 bis hin zu ihrer Maximaldrehzahl n
max in der nächsthöheren Gangstufe eine Drehzahl vorliegen, die im Bereich des maximalen
Drehmomentes der Brennkraftmaschine liegt. Sind die zu erwartenden Fahrwiderstände
relativ gering, so genügt als Referenzübersetzung i
ref eine höhere Gangstufe, also eine niederere Übersetzung. Im Falle des Ausdrehens der
Brennkraftmaschine 1 bis zu ihrer maximal zulässigen Drehzahl n
max bei solchen Übersetzungen, welche größer sind als die Referenzübersetzung i
ref (Ausdrehen in kleinerer Gangstufe), liegt die Anschlußdrehzahl dann natürlich unterhalb
der Drehzahl, bei welcher das Drehmoment maximal ist, jedoch liegt sie immer noch
in einem Bereich, in welchem ein Weiterbeschleunigen des Fahrzeuges 2 bei den zugrundeliegenden
Fahrbedingungen möglich ist.
[0012] Zur Wahl der die Einsatzbedingungen charakterisierenden Referenzdaten v
rel,ref, f
ref und α
ref ist folgendes zu sagen. Ist z.B. zu erwarten, daß das Fahrzeug im Fahrbetrieb des
ofteren größere Steigungen zu überwinden hat, also daß der mittlere Fahrbahnsteigungswinkel
relativ groß ist, so ist der entsprechende Referenzsteigungswinkel α
ref relativ gering zu wahlen. Ein kleiner Referenzsteigungswinkel α
ref führt zu einem relativ geringen Referenzfahrwiderstand F
W,ref (Block 15) und demzufolge zu einem geringen Referenzverzögerungsbetrag a
v,ref (Block 16). Mit einer geringen Referenzverzögerung a
v,ref ergibt sich jedoch eine hohe Referenzübersetzung i
G,ref (Block 17), also eine relativ niedere Gangstufe (Block 18), von welcher aus nach
einem Hochdrehen bis zur maximal zulässigen Drehzahl n
max im nächsthöheren Gang noch eine Anschlußdrehzahl im Bereich des maximalen Drehmomentes
gegeben ist.
[0013] Analog hierzu gilt für den Referenzrollreibwert f
ref bzw. für die Referenzrelativgeschwindigkeit v
rel,ref, daß dieser bzw. diese bei zu erwartenden Fahrbedingungen mit hohem mittlerem Rollreibungsfaktor
(schlechter Straßenzustand) bzw. mit hoher mittlerer Relativgeschwindigkeit relativ
klein zu wählen ist, um eine relativ hohe Referenzübersetzung zu erhalten und umgekehrt.
[0014] Messungen haben gezeigt, daß der Einfluß des Luft- und des Rollwiderständes auf die
Verzögerung des Fahrzeuges 2 während eines Schaltvorganges minimal ist.
[0015] Über die Referenzdaten v
rel,ref, f
ref und α
ref können auch weitere, den Fahrwiderstand nicht unmittelbar beeinflussende Faktoren
mitberücksichtigt werden, wie z.B. die Antriebseigenschaften des Fahrzeuges. So ware
es denkbar, bei einer relativ schwachen Brennkraftmaschine einen relativ geringen
Referenzsteigungswinkel vorzugeben, was letztendlich zu einer höheren Referenzübersetzung
führt.
[0016] In Figur 3 ist aufgezeigt, wie die elektronische Steuereinheit 5 mit dieser zuvor
errechneten Referenzübersetzung i
ref in Abhängigkeit des den Fahrwiderstand überwiegend beeinflussenden aktuellen Steigungswiderstandes
die aktuelle Endabregeldrehzahl n
ab ermittelt.
[0017] Da, wie bereits gesagt, auf die Verzögerung des Fahrzeuges während eines Schaltvorganges
sowohl der Luftwiderständ als auch der Rollreibungswiderstand einen nur minimalen
Einfluß haben, wurde in diesem Ausführungsbeispiel auf eine separate Ermittlung der
aktuellen Werte dieser beiden Komponenten verzichtet. Selbstverständlich ist es in
weiterer Ausgestaltung der Erfindung ebenso möglich, mehrere Fahrwiderstände zusammen
zu erfassen, z.B. über die Hochdrehgeschwindigkeit der Brennkraftmaschine und damit
dann die entsprechende Endabregeldrehzahl n
ab zu ermitteln.
[0018] Zunächst wird nun über den Eingabeblock 19 das der aktuellen Fahrbahnsteigung entsprechende,
vom Sensor 7 erfaßte Signal α (Steigungswinkel) eingelesen. Aus einem in einem Festwertspeicher
abgelegten Kennfeld wird nun in Block 20 die dieser aktuellen Fahrbahnsteigung α entsprechende
auf das Fahrzeug 2 während eines Schaltvorganges wirkende Verzögerung a
v ausgelesen. Im anschließenden Block 21 erfolgt die Berechnung der aktuellen Endabregeldrehzahl
n
ab unter anderem mit der zuvor ermittelten aktuellen Verzögerung a
v und mit der nach dem Start der Brennkraftmaschine ermittelten Referenzübersetzung
i
ref gemäß der Vorschrift

. Wie auch bei der Ermittlung der Referenzübersetzung, bezeichnet n
Ziel die gewunschte Anschlußdrehzahl im Bereich des maximalen Drehmomentes der Brennkraftmaschine,
β den Stufensprung des geometrisch abgestuften Getriebes, t
s die vorgegebene Schaltdauer, i
D die Hinterachsübersetzung und r
dyn den dynamische Reifenradius.
Da es sich bei einer Verzogerung um eine negative Beschleunigung handelt, wird in
der Beziehung in Block 21 zur Ermittlung von n
ab die Verzögerung a
v natürlich mit negativem Vorzeichen eingesetzt, so daß die Endabregeldrehzahl n
ab mit größer werdender Verzögerung, also mit steigenden Fahrwiderständen auch größer
wird und umgekehrt.
Im folgenden Verzweigungsblock 22 wird überprüft, ob die errechnete Endabregeldrehzahl
n
ab größer ist als die maximal zulässige Brennkraftmaschinendrehzahl n
max. Wenn ja, wird die Endabregeldrehzahl n
ab im Block 23 festgesetzt auf die maximal zulässige Drehzahl n
max, um eine Beschädigung der Brennkraftmaschine 1 durch Überdrehzahlen auszuschließen.
Liegt der errechnete Wert für n
ab unterhalb von n
max, folgt im Verzweigungsblock 24 die Abfrage, ob die errechnete Endabregeldrehzahl
n
ab unterhalb einer vorgegebenen Mindestdrehzahl n
min liegt. In diesem Fall wird im Block 25 die Endabregeldrehzahl n
ab auf n
min festgesetzt. Diese Überprüfung ist für den Fall vorgesehen, daß aufgrund eines technischen
Defektes der elektronischen Steuereinheit 5 eine zu niedere Endabregeldrehzahl n
ab ermittelt wird und damit eventuell eine ausreichende Anschlußdrehzahl nach einem
Schaltvorgang nicht mehr gewahrleistet sein könnte.
Weiterhin wird mit der Begrenzung auf n
min der Bedienungsfreundlichkeit Rechnung getragen, indem auf alle Fälle immer ein gewisser
Drehzahlbereich und damit auch eine gewisse Mindestmotorleistung zur Verfügung steht.
[0019] Im Falle einer Endabregeldrehzahl n
ab, die höher liegt als die Mindestdrehzahl n
min, wird genau dieser Wert n
ab für die Ansteuerung der Regelstange der Kraftstoffeinspritzpumpe 3 zugrunde gelegt.
Darüber hinaus wird dem Fahrer durch ein Display die aktuelle Endabregeldrehzahl n
ab angezeigt (Ausgabeblock 26).
[0020] Im Verzweigungsblock 27 wird abgefragt, ob die Brennkraftmaschine bereits abgestellt
ist. Falls nicht,
1. Verfahren zur Anpassung der Endabregeldrehzahl des Reglers der Einspritzpumpe
einer ein Fahrzeug antreibenden luftverdichtenden Einspritzbrennkraftmaschine an die
auf das Fahrzeug wirkenden Fahrwiderstände derart, daß die Endabregelkennlinie des
Reglers mit steigenden Fahrwiderstanden in Richtung höherer Brennkraftmaschinendrehzahlen
verschoben wird und umgekehrt,
dadurch gekennzeichnet,
daß zunächst ein den Fahrzeugeinsatzbedingungen entsprechender Referenzfahrwiderstand
(FW,ref) und daraus unter Berucksichtigung der entsprechenden Referenzfahrzeugdaten und einer
vorgegebenen Schaltdauer (ts) zwischen zwei Übersetzungsstufen eine Referenzverzogerung (av,ref) ermittelt wird, daß anschließend diejenige Getriebeübersetzung (Referenzübersetzung
iref) ermittelt wird, von welcher aus unter Zugrundelegung der zuvor bestimmten Referenzverzögerung
(av,ref) nach dem Ausdrehen der Brennkraftmaschine bis hin zur maximal zulässigen Drehzahl
(nmax) nach der vorgegebenen Schaltdauer (ts) in der nächsthöheren Ubersetzungsstufe noch eine Anschlußdrehzahl (nZiel) gegeben ist, welche im Bereich des maximalen Drehmomentes der Brennkraftmaschine
liegt und daß während des Fahrbetriebes in Abhängigkeit dieser Referenzübersetzung
(iref) und in Abhängigkeit des aktuellen Fahrwiderstandes die aktuelle Endabregeldrehzahl
(nab) ermittelt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Referenzfahrwiderstand (FW,ref) aus der Summe des Referenzluftwiderständes, des Referenzrollwiderstandes und des
Referenzsteigungswiderstandes bestimmt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Referenzrelativgeschwindigkeit (vrel,ref) zwischen der Fahr- und der Luftgeschwindigkeit zur Ermittlung des Referenzluftwiderständes
bei einer großen zu erwartenden mittleren Relativgeschwindigkeit während des Fahrbetriebes
klein angesetzt wird und umgekehrt,
daß der Referenzrollreibwert (fref) zwischen Fahrzeugreifen und dem Fahrbahnbelag zur Ermittlung des Referenzreibwertes
bei einem großen zu erwartenden mittleren Rollreibwert während des Fahrbetriebes
klein angesetzt wird und umgekehrt und daß der Referenzfahrbahnsteigungswinkel (αref) zur Ermittlung des Referenzsteigungswiderstandes bei einem großen zu erwartenden
mittleren Fahrbahnsteigungswinkel während des Fahrbetriebes klein angesetzt wird und
umgekehrt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Referenzübersetzung (iref) jeweils vor Fahrtantritt ermittelt wird.
5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 4 mit
einem den aktuellen Fahrwiderstand erfassenden Sensor, über welchen einer elektronischen
Steuereinheit ein dieser Größe entsprechendes elektrisches Signal zugeführt wird,
welche Steuereinheit ein Stellwertsignal zur Ansteuerung eines die Regelstange der
an der Brennkraftmaschine angeordneten Kraftstoffeinspritzpumpe betätigenden Stellgliedes
erzeugt,
dadurch gekennzeichnet,
daß die elektronische Steuereinheit (5) über eine Datenleitung (12) mit einer Leseeinrichtung
(10) für einen mobilen Datenträger (11) verbunden ist, auf welchen die Referenzdaten
des Fahrzeuges (2) und die die zu erwartenden Fahrbedingungen charakterisierenden
Referenzdaten abspeicherbar sind.