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(11) |
EP 0 427 940 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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31.03.1993 Patentblatt 1993/13 |
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Anmeldetag: 28.09.1990 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: E01B 31/17 |
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Verfahren sowie Vorrichtung zur Bearbeitung der Laufflächen von Schienen
Process and apparatus for treating the rolling surfaces of rails
Procédé et dispositif de traitement des surfaces de roulement de rails
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH FR GB IT LI NL |
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Priorität: |
14.11.1989 DE 3937812
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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22.05.1991 Patentblatt 1991/21 |
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Patentinhaber: LINSINGER MASCHINENBAU GMBH |
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A-4662 Steyrermühl (AT) |
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Erfinder: |
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- Pomikacsek, Josef, Dipl.-Ing.
A-4813 Altmünster (AT)
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| (74) |
Vertreter: Hafner, Dieter, Dr.rer.nat., Dipl.-Phys. |
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Dr. Hafner & Stippl,
Patentanwälte,
Ostendstrasse 132 90482 Nürnberg 90482 Nürnberg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 801 110 US-A- 4 178 724
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DE-A- 2 801 111
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zur Bearbeitung
der Laufflächen von Schienen gemäß den Oberbegriffen der Patentansprüche 1 sowie 7.
[0002] Ein vergleichbares gattungsgemäßes Verfahren bzw. Vorrichtung ist bereits aus der
DE-OS 28 01 110 sowie der DE-OS 28 01 111 bekannt. Es handelt sich hierbei in beiden
Fällen um Schienenschleifmaschinen, bei denen mehrere hintereinander in Längsrichtung
der Schiene angeordnete Rutschersteine während des Betriebes oszillierend hin und
her bewegt werden. Die Rutschersteine sind daher während des Betriebs kontinuierlich
mit der Oberfläche der Schiene in Berührung. Ein kontinuierliches Einwirken der Rutschersteine
auf die Schienenoberfläche ist insofern nachteilig, als die Poren zwischen den Schleifpartikeln
allmählich verstopft werden, wodurch eine deutliche Verschlechterung der Schleiffähigkeit
verursacht wird. Zwar bewirkt die oszillierende Bewegung der Rutschersteine gemäß
dem Stand der Technik eine Lockerung des auf den Arbeitsflächen entstehenden Schleifschlamms,
diese Selbstreinigungswirkung ist jedoch begrenzt. Aufgrund des Einsatzes der sich
oszillierend bewegenden Rutschersteine ist ferner ein spiel freier Antriebsmechanismus
des Schienenfahrzeuges notwendig, um eine einwandfreie Schleifwirkung zu erzeugen.
Hierdurch ist ein zusätzlicher Kostenaufwand nötig.
[0003] Ein Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Verfahren sowie eine Vorrichtung
zur Bearbeitung der Laufflächen von Schienen zu schaffen, welche(s) unter Zuhilfenahme
einfacher Mittel eine kostengünstige aber hochwirksame Bearbeitung von Schienenlaufflächen
ermöglicht.
[0004] Dieses Ziel wird beim erfindungsgemäßen Verfahren dadurch gelöst, daß
a) die Schleifsteine einzeln oder in Gruppen während des Betriebs periodisch in eine
Arbeitsposition abgesenkt und wieder in eine Ruheposition angehoben werden,
b) jeweils mindestens ein Schleifstein während des Betriebs sich in Arbeitsposition
befindet und
c) während der Ruhestellung eines jeden Schleifsteins dessen Arbeitsfläche gereinigt
wird.
[0005] Durch die Erfindung wird gewährleistet, daß während des Betriebs der nachteilig wirkende
Schleifschlamm von den Arbeitsflächen der Schleifsteine entfernt werden kann. Die
Schleifsteine werden während des Betriebs der Vorrichtung periodisch immer wieder
in einen gereinigten Zustand gebracht. Hierdurch wird eine wesentliche Erhöhung der
Schleifwirkung der Schleifsteine und dadurch eine höhere Bearbeitungsqualität erzielt.
Das erfindungsgemäße Verfahren gewährleistet daher eine sehr hohe Bearbeitungsqualität
bei im Vergleich zu bekannten Verfahren wesentlich längeren Standzeiten der Schleifsteine.
Im übrigen ist es nicht erforderlich, daß der Antriebsmechanismus des Schienenfahrzeugs
spielfrei sein muß. Zweckmäßige Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens ergeben
sich aus den Unteransprüchen 2 - 6.
[0006] Zweckmäßigerweise erfolgt die Reinigung durch einfaches Eindüsen von Wasser. Die
Möglichkeit der Reinigung der Arbeitsflächen von Schleifsteinen generell und hier
insbesondere die Reinigung durch einfaches Eindüsen von Wasser gewährleistet ferner,
daß nicht nur die Arbeitsflächen der Schleifsteine, sondern sekundär auch die Schienenlauffläche
während des Betriebs der Vorrichtung gereinigt werden kann.
[0007] Eine erhöhte Schleifwirkung bei gleichzeitiger effektiver Reinigung der Arbeitsflächen
wird zweckmäßigerweise dann erreicht, wenn die Mehrzahl, insbesondere mindestens zwei
der Schleifsteine sich in Arbeitsposition befindet.
[0008] Eine einfache Aktivierung bzw. Passivierung der Vorrichtung ist dadurch erreichbar,
daß sämtliche Schleifsteine über einen gemeinsamen Träger abgesenkt werden und in
dieser Position das Abheben bzw. Absenken einzelner Schleifsteine über separate Antriebe
erfolgt. Bei Beendigung des Bearbeitungsvorganges kann über den gemeinsamen Träger
die komplette Vorrichtung in eine Passiv-Stellung gebracht werden.
[0009] Dadurch, daß gemäß einer weiteren zweckmäßigen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Verfahrens die Lage eines jeden einzelnen Schleifsteins quer zur Längsrichtung der
Schiene aktiv nachgeführt wird, können Schienenbereiche mit Krümmungen (Weichenbereiche
etc.), bei denen sich eine Veränderung der Lage der Schiene relativ zum Werkzeughalter
aufgrund des Radstands des Fahrgestells ergibt, ausgeglichen werden. Folglich läßt
sich auch in gekrümmten Bereichen von Schienen eine optimale Oberflächenqualität der
bearbeiteten Schiene erzielen.
[0010] Zur Lösung des eingangs erwähnten Ziels ist bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung
vorgesehen, daß die Schleifsteine einzeln oder in Gruppen vertikal bewegbar sind,
derart, daß während des Betriebs ein periodisches und zwischen den Schleifsteinen
alternierendes Abheben (Ruhestellung) und Wiederabsenken (Arbeitsstellung) der Schleifsteine
erzielbar ist und eine Reinigungseinrichtung vorgesehen ist, welche die Arbeitsfläche
des in Ruhestellung befindlichen Schleifsteins reinigt. Durch die erfindungsgemäße
Vorrichtung wird ein kontinuierliches Reinigen der einzelnen Schleifsteine während
des Betriebs ermöglicht und dadurch eine wesentliche Erhöhung der Schleifwirkung der
Schleifsteine und als Folge davon eine Erhöhung der Bearbeitungsqualität der Schienenoberfläche
erzielt.
[0011] Zweckmäßigerweise sind als Reinigungsvorrichtung im Bereich des jeweiligen Schleifsteins
befindliche Wasserdüsen vorgesehen. Die Möglichkeit der Reinigung generell und hier
insbesondere die Reinigung durch Einstrahlen von Wasser bietet den zusätzlichen Vorteil,
daß neben der Reinigung der Arbeitsflächen der Schleifsteine sekundär auch die Schienenoberfläche
gereinigt wird, so daß die in Arbeitsposition befindenden Schleifsteine eine frischgereinigte
Schienenoberfläche bearbeiten können.
[0012] Zweckmäßigerweise ist jedem Schleifstein oder jeder Schleifsteineinheit ein eigener
Halterahmen zugeordnet. Die Steuerung der vertikalen Bewegung des Schleifsteins kann
daher in vorteilhafter Weise unabhängig von den restlichen Schleifsteinen erfolgen.
Zusätzlich lassen sich bei separatem Halterahmen weitere Bewegungsmöglichkeiten des
Halterahmens erzielen.
[0013] Zweckmäßigerweise wird als Antrieb zur vertikalen Bewegung des Schleifsteines eine
Hydraulikeinheit verwendet, welche mit dem zentralen Rahmen oder zentralen Träger
in Verbindung steht, wobei der Halterahmen als Gegenlager der Hydraulikeinheit dient.
Diese Ausgestaltung ist konstruktionstechnisch besonders einfach zu realisieren.
[0014] Dadurch, daß gemäß einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung
der Halterahmen und/oder die Hydraulikeinheit über eine Querführung mit dem zentralen
Träger in Verbindung stehen, kann der Halterahmen und/oder die Hydraulikeinheit eines
jeden Schleifsteines unabhängig von den übrigen Schleifsteinen vertikal bewegt werden.
Insbesondere ist es möglich, die in Längsrichtung der Schiene hintereinander angeordneten
Schleifsteine dem Krümmungsverlauf der Schiene entsprechend anzupassen.
[0015] Die in Unteranspruch 11 beschriebene Nachführung der Lage eines Schleifsteines quer
zur Längsrichtung der Schiene ist zweckmäßigerweise dadurch erzielbar, daß mittels
der Querführung der die Vertikalbewegung bewirkende Antrieb, insbesondere die Hydraulikeinheit
quer zur Längsachse der Schienen verschiebbar ist, der Halterahmen sowohl in Querrichtung
als auch senkrecht zur Schiene bewegbar an der Hydraulikeinheit angeordnet ist und
der Näherungsschalter zur Erfassung einer quer zur Schiene erfolgenden Verschiebung
des Halterahmens vorgesehen sind. Diese Ausgestaltung besitzt den Vorteil, daß Abweichungen
von der Sollposition des Schleifwerkzeugs aufgrund der besonderen Anordnung des Halterahmens
erfassbar sind und eine Nachstellung der Querposition über die Querführung erfolgen
kann.
[0016] Zweckmäßigerweise ist hierzu der Halterahmen U-förmig ausgebildet und weist an seiner
offenen Seite den Werkzeughalter auf. Halterahmen und Werkzeughalter umschließen dann
gleichsam die Hydraulikeinheit, bilden also eine geschlossene Einheit, wobei jedoch
eine Querbeweglichkeit der Hydraulikeinheit möglich bleibt.
[0017] Eine weitere Ausgestaltung ist dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein elastisches
Glied zwischen Halterahmen und Hydraulikeinheit vorgesehen ist. Dieses elastische
Glied bewirkt eine elastisch beaufschlagte Vertikalbeweglichkeit sowie Querbeweglichkeit
des Halterahmens.
[0018] Eine konstruktiv besonders einfache Lösung sieht vor, daß als elastisches Glied mindestens
ein Gummipuffer eingesetzt wird, welcher sowohl komprimiert werden kann als auch eine
querwirkende Elastizität aufweist.
[0019] Eine zweckmäßige Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung wird im folgenden anhand
der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Bearbeitung der Lauffläche von Schienen in schematisierter,
stark vereinfachter Darstellung;
- Fig. 2
- das Prinzip der Ansteuerung bzw. Aufhängung eines einzelnen Schleifsteines aus einer
Blickrichtung parallel zur Längsachse der Schiene, der Schleifstein befindet sich
hier in Arbeitsposition;
- Fig. 3
- die Anordnung gemäß Fig. 2 aus einer Blickrichtung quer zur Längsachse der Schiene;
- Fig. 4
- die Ansteuerung bzw. Anlenkung des Schleifsteins, wobei sich der Schleifstein hier
im abgehobenen Zustand in Ruheposition befindet;
- Fig. 5
- die Anordnung gemäß Fig. 4 aus einer Blickrichtung quer zur Längsachse der Schiene.
[0020] Fig. 1 zeigt mit Bezugszeichen 1 die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Bearbeitung
der Laufflächen von Schienen 3. Die Vorrichtung 1 umfaßt ein Fahrgestell 2, welches
selbst angetrieben oder aber über eine (nicht dargestellte) Zugmaschine bewegbar ist.
An jeder Seite des Fahrgestells 2 befindet sich eine Bearbeitungseinheit, welche einen
zentralen Träger 4 aufweist, der über Hydraulikzylinder 6 sowie Schwingen 5 vertikal
bewegbar angeordnet ist. Die Bearbeitungseinheit kann folglich über den gemeinsamen
Träger 4 in eine während des Betriebs vorherrschende Aktiv-Position abgesenkt werden.
Ist der Bearbeitungsvorgang beendet, wird über die Hydraulikzylinder 6 die gesamte
Bearbeitungseinheit angehoben.
[0021] Die Bearbeitungseinheit umfaßt eine Mehrzahl in Längsrichtung der Schiene 3 entlang
des Trägers 4 hintereinander angeordneter Schleifsteine 7, welche auf die Oberfläche
der Schiene während des Betriebs einwirken. Die Unterseite des jeweiligen Schleifsteins
7 weist ein der Oberflächenkontur einer Schiene angepaßtes Profil auf.
[0022] Aus Fig.2 ist die Konstruktion der Lagerung bzw. Aufhängung der einzelnen Schleifsteine
7 ersichtlich. Der gemeinsame Träger 4 steht mit einer Hydraulikeinheit 11 über eine
Querführung 10 in Verbindung. Die Hydraulikeinheit 11 umfaßt einen Druckstempel 15,
welcher von einem Stützteil 16 getragen ist. Stützteil 16 sowie Druckstempel 15 bilden
die Hydraulikeinheit 11.
[0023] Druckstempel 15 und Stützteil 16 sind von einem U-förmigen Halterahmen 8 umgeben,
dessen offenes Ende durch einen Werkzeughalter 9 verschlossen ist, an dem der Schleifstein
7 angebracht ist. Der U-förmige Halterahmen 8 sowie der Werkzeughalter 9 umgeben die
Hydraulikeinheit 11, wobei der Druckstempel 15 der Hydraulikeinheit 11 an der Innenseite
der Schmalseite des U-förmigen Rahmens 8 angreift.
[0024] Zwischen dem Werkzeughalter 9 und der Unterseite des Stützteils 16 der Hydraulikeinheit
11 sind - wie aus Fig. 3 ersichtlich - zwei Gummipuffer 13 eingesetzt. Die beiden
Gummipuffer 13 erlauben bei Betätigung des Druckstempels 15 der Hydraulikeinheit 11
eine vertikale Bewegbarkeit von Halterahmen 8 zu Hydraulikeinheit 11, wobei sich die
Hydraulikeinheit 11 an dem Werkzeughalter 9 über die beiden Gummipuffer 13 abstützt.
Diese Konstruktion erlaubt jedoch nicht nur eine vertikale Bewegung von Halterahmen
8 zu Hydraulikeinheit 11, sondern auch eine horizontale Verschiebbarkeit der beiden
Teile zueinander. Hierbei werden die beiden Gummipuffer 13 in Richtung zur Auslenkung
hin deformiert.
[0025] Die Hydraulikeinheit 11 ist über die Querführung 10 mittels eines Hydraulikzylinders
6 quer zur Längsachse der Schiene verschiebbar angeordnet. Desweiteren sind Näherungsschalter
12 am Halterahmen 8 zur Bestimmung von Änderungen des Abstandes von Hydraulikeinheit
zu dem jeweiligen Näherungsschalter 12 vorgesehen. Die Näherungsschalter 12 sind mit
einer Steuerung verbunden, welche auf ein Hydraulikventil 17 einwirkt.
[0026] Die Figuren 2 und 3 bezeichnen den Schleifstein bzw. dessen Ansteuerung in Arbeitsposition,
d. h. in unmittelbarem Kontakt mit der Lauffläche der Schiene.
[0027] Fig. 4 beschreibt demgegenüber die Ruheposition des Schleifsteins 7, welche durch
Betätigung des Druckstempels 15 vollzogen werden kann. Hierbei werden die Gummipuffer
13 entsprechend komprimiert.
[0028] Wie aus Fig. 5 ersichtlich, sind im Bereich des Schleifsteins 7 Wasserdüsen 14 vorgesehen,
welche während der Zeitdauer der Ruheposition des jeweiligen Schleifsteins 7 die Arbeitsflächen
des Schleifsteins 7 und sekundär auch die Schienenoberfläche von anhaftenden Schleifschlamm
befreien.
[0029] Im folgenden soll die Arbeitsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung näher erläutert
werden. Während des Betriebs (Träger ist abgesenkt = Aktiv-Position) der Vorrichtung
1 werden die einzelnen Schleifsteine 7 durch Betätigung des jeweiligen Druckstempels
15 alternierend abgehoben bzw. abgesenkt, wobei jeweils die Arbeitsflächen der abgehobenen
Schleifsteine mittels Wasserstrahl gereinigt werden. Die Taktfolge der in Arbeits-
bzw. Ruheposition befindlichen Schleifsteine kann beliebig eingestellt werden, es
hat sich jedoch als vorteilhaft erwiesen, immer eine Mehrzahl von Schleifsteinen in
Arbeitsposition zu halten.
[0030] Die Betätigung der einzelnen Hydraulikeinheiten 11 bzw. Druckstempel 15 erfolgt hintereinander
periodisch unter Zuhilfenahme einer geeigneten Steuerung. Die übrigen Schleifsteine
7 bleiben in Arbeitsposition, wobei die ausgeübten Druckkräfte durch den zentralen
Träger 4 konstant sind und auf die sich in Arbeitsposition befindlichen Schleifsteine
wirksam ausüben. Konstante Bearbeitungskräfte werden gewährleistet, da die Reibungskraft
von der Fläche unabhängig ist.
[0031] Bei Spurweitenänderungen oder bei Änderung der Lage des Fahrgestells zum Schienenstrang
beispielsweise in Kurvenbögen ist es möglich, die Lage der Schleifsteine nachzustellen.
Ändert sich folglich die Spurweite bzw. die Lage des Fahrzeugs zum Schienenstrang,
führt dies aufgrund der freien Querbeweglichkeit des den Schleifstein 7 haltenden
Halterahmens 8 zu einer Änderung der Position des Halterahmens 8 relativ zum Fahrzeug,
wodurch eine Deformierung der Gummipuffer 13 verursacht wird. Mit anderen Worten,
es verändert sich die Lage des Halterahmens 8 bzw. des Werkzeughalters 9 zur fest
mit dem Träger 4 in Verbindung stehenden Hydraulikeinheit 11. Die Abweichung von der
jeweiligen Sollposition wird in beiden Richtungen mit Hilfe von Näherungsschalter
12 erfaßt. Mit Hilfe der Signale der Näherungsschalter 12 wird das Hydraulikventil
17 betätigt, womit der Hydraulikzylinder 6 über die Querführung 10 eine Kompensationsbewegung
der Hydraulikeinheit 11 durchführt. Diese Kompensationsbewegung wird solange aktiviert,
bis bei Erreichen der Soll-Position des Schleifsteins 7 der jeweilige Näherungsschalter
12 abschaltet.
[0032] Das erfindungsgemäße Verfahren bzw. die diesbezügliche Vorrichtung ermöglichen eine
höchst effiziente Bearbeitung von Schienenoberflächen bei im Vergleich zum Stand der
Technik erhöhten Standzeiten der Schleifsteine 7. Desweiteren wird eine im Vergleich
zu den eingangs erwähnten, bekannten Vorrichtungen erhöhte Baudichte von Schleifsteinen
ermöglicht. Letztendlich sind an den Antriebsmechanismus des Zugfahrzeugs keine besonderen
Forderungen gestellt. Alles in allem erweist sich die Erfindung als wesentlicher Fortschritt
auf dem Gebiet der Oberflächenbearbeitung von Schienen.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0033]
1 Vorrichtung zur Bearbeitung von Laufflächen
2 Fahrgestell
3 Schiene
4 Träger
5 Schwinge
6 Hydraulikzylinder
7 Schleifwerkzeug
8 Halterahmen
9 Werkzeughalter
10 Querführung
11 Hydraulikeinheit
12 Näherungsschalter
13 Gummipuffer
14 Wasserdüse
15 Druckstempel
16 Stützteil
17 Hydraulikventil
1. Verfahren zur Bearbeitung der Laufflächen von Schienen, bei dem mittels beweglichen,
an einem entlang der Schienenstrecke bewegbaren Fahrgestell angeordneten Schleifsteinen
auf die Lauffläche von Schienen eingewirkt wird, wobei eine Mehrzahl von Schleifsteinen
verwendet wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß
a) die Schleifsteine einzeln oder in Gruppen während des Betriebs periodisch in eine
Arbeitsposition gesenkt und anschließend wieder in eine Ruheposition angehoben werden,
b) in jedem Fall ein Schleifstein während des Betriebs sich in Arbeitsposition befindet
sowie
c) während der Ruhestellung eines jeden Schleifsteins dessen Arbeitsfläche gereinigt
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Reinigung durch Einstrahlen von Wasser erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 - 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens zwei Schleifsteine sich ständig in Arbeitsposition befinden.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 - 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß sämtliche Schleifsteine über einen gemeinsamen Träger abgesenkt werden und in
dieser Position das Abheben bzw. das Absenken einzelner Schleifsteine über separate
Antriebe erfolgt.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 - 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Lage eines jeden einzelnen Schleifsteines quer zur Längsrichtung der Schiene
aktiv nachgeführt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Nachführung jedes Schleifsteines unabhängig von den weiteren Schleifsteinen
erfolgt.
7. Vorrichtung zur Bearbeitung der Laufflächen von Schienen, insbesondere zur Durchführung
des Verfahrens gemäß den Ansprüchen 1 - 6, mit einem Fahrgestell, mindestens einem
am Fahrgestell abstützbaren Träger, welcher mit auf die Laufflächen von Schienen anpreßbaren
Schleifsteinen in Verbindung steht und die Schleifsteine in Längsrichtung der Schiene
hintereinander angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schleifsteine (7) einzeln oder in Gruppen vertikal bewegbar sind, derart,
daß während des Betriebes ein periodisches und zwischen den Schleifsteinen alternierendes
Abheben (Ruhestellung) und Wiederabsetzen (Arbeitsstellung) der Schleifsteine (7)
erzielbar ist und eine Reinigungseinrichtung vorgesehen ist, welche die Arbeitsfläche
des in Ruhestellung befindlichen Schleifsteines (7) reinigt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Reinigungsvorrichtung im Bereich des jeweiligen Schleifsteines (7) Wasserdüsen
(14) vorgesehen sind.
9. Vorrichtung nach den Ansprüchen 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß jedem Schleifstein (7) oder jeder Schleifsteingruppe ein eigener Halterahmen (8)
zugeordnet ist.
10. Vorrichtung nach den Ansprüchen 7 - 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Antrieb zur vertikalen Bewegung des Schleifsteins (7) hydraulisch erfolgt
und als Gegenlager der Hydraulikeinheit der Halterahmen (8) dient.
11. Vorrichtung nach den Ansprüchen 7 - 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Lage eines jeden einzelnen Schleifsteines (7) quer zur Längsrichtung der Schiene
(3) während des Betriebs aktiv nachführbar ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß Halterahmen (8) und/oder Hydraulikeinheit (11) über eine Querführung mit dem zentralen
Träger (4) in Verbindung stehen.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß mittels der Querführung (10) der die Vertikalbewegung bewirkende Antrieb, insbesondere
die Hydraulikeinheit (11) quer zur Längsrichtung der Schienen (3) verschiebbar ist,
der Halterahmen (8) sowohl in Querrichtung als auch senkrecht zur Schiene (3) bewegbar
an der Hydraulikeinheit (11) angeordnet ist und Näherungsschalter (12) zur Erfassung
einer Verschiebung des Halterahmens (8) vorgesehen sind.
14. Vorrichtung nach den Ansprüchen 7 - 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Halterahmen (8) U-förmig ausgebildet ist und an seiner offenen Seite einen
Werkzeughalter (9) aufweist und damit eine geschlossene Einheit bildet.
15. Vorrichtung nach den Ansprüchen 7 - 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens ein elastisches Glied zwischen Halterahmen (8) und Hydraulikeinheit
(11) vorgesehen ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß als elastisches Glied mindestens ein Gummipuffer (13) vorgesehen ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Hydraulikeinheit (11) über ein Stützteil (16) sowie zwei Gummipuffer (13)
auf dem Werzeughalter (9) abgestützt ist.
1. Method of treating the running surface of rails in which the latter are acted upon
by means of travelling grinding stones disposed on a bogie which is movable along
the section of rail, wherein a plurality of grinding stones is used, characterised
in that,
a) the grinding stones, individually or in groups, are periodically lowered into a
working position and subsequently raised again to a rest position, in operation;
b) one grinding stone is always in the working position in operation; and
c) whilst each grinding stone is in its rest position, its working surface is cleaned.
2. Method according to Claim 1, characterised in that the cleaning is effected by jets
of water.
3. Method according to Claims 1 - 2, characterised in that there are always at least
two grinding stones in the working position.
4. Method according to any one of Claims 1 - 3, characterised in that all the grinding
stones are lowered by a common beam and, in this position, the individual grinding
stones are raised and lowered by means of separate actuators.
5. Method according any one of to Claims 1 - 4, characterised in that the position of
each individual grinding stone transversely to the length of the rail is actively
monitored.
6. Method according to Claim 5, characterised in that each grinding stone is monitored
independently of the other grinding stones.
7. Device for treating the running surface of rails, particularly for carrying out the
method according to any one of Claims 1 - 6, having a bogie and at least one beam
which can be supported on the bogie and is connected to grinding stones which can
be pressed against the running surface of rails, the grinding stones being disposed
one behind another longitudinally of the rail, characterised in that the grinding
stones (7) can be moved vertically, either individually or in groups, in a manner
such that alternate grinding stones (7) are periodically raised (to a rest position)
and lowered (to a working position) during operation, and in that a cleaning device
is provided and cleans the working surfaces of the grinding stones (7) which are in
the rest position.
8. Device according to Claim 7, characterised in that water jets (14) are provided in
the region of each grinding stone (7), as cleaning devices.
9. Device according to Claim 7 or Claim 8, characterised in that each grinding stone
(7) or each group of grinding stones is associated with its own support frame (8).
10. Device according to any one of Claims 7 - 9, characterised in that the vertical movement
of the grinding stones (7) is actuated hydraulically and the support frame (8) serves
as a thrust bearing for the hydraulic unit.
11. Device according to any one of Claims 7 - 10, characterised in that the position of
each individual grinding stone (7) transversely to the length of the rail (3) can
be monitored actively in operation.
12. Device according to Claim 11, characterised in that the support frame (8) and/or the
hydraulic unit (11) is/are connected to the central beam (4) by means of a transverse
guide.
13. Device according to Claim 11 or Claim 12, characterised in that the actuator which
brings about the vertical movement, in particular, the hydraulic unit (11), is movable
transversely to the longitudinal direction of the rail (3) by virtue of the transverse
guide (10), the support frame (8) is mounted on the hydraulic unit (11) so as to be
movable both transversely and perpendicular to the rail (3), and proximity switches
(12) are provided for detecting movement of the support frame (8).
14. Device according to any one of Claims 7 - 13, characterised in that the support frame
(8) is U-shaped and, at its open end, has a tool holder (9) with which it forms a
closed unit.
15. Device according to any one of Claims 7 - 14, characterised in that at least one resilient
member is provided between the support frame (8) and the hydraulic unit (11).
16. Device according to Claim 15, characterised in that at least one rubber buffer (13)
is provided as the resilient member.
17. Device according to Claim 14, characterised in that the hydraulic unit (11) is supported
on the tool holder (9) by means of a support (16) as well as two rubber buffers (13).
1. Procédé d'usinage des surfaces de roulement de rails, selon lequel on agit sur la
surface de roulement de rails au moyen de meules mobiles disposées sur un châssis
roulant capable de se déplacer le long de la voie ferrée, avec utilisation de meules
multiples, caractérisé en ce que :
a) en fonctionnement, les meules sont, individuellement ou par groupes, périodiquement
abaissées à une position de travail, puis relevées à une position de repos,
b) en fonctionnement, l'une des meules est toujours en position de travail et
c) pendant que chaque meule est en position de repos, sa surface de travail est nettoyée.
2. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le nettoyage est effectué
par projection d'eau.
3. Procédé suivant l'une des revendications 1 et 2, caractérisé en ce qu'en permanence,
au moins deux meules sont en position de travail.
4. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'ensemble des
meules est abaissé au moyen d'un support commun et en ce que, dans cette position,
le soulèvement ou l'abaissement des différentes meules est effectué au moyen d'entraînements
distincts.
5. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la position
de chaque meule individuelle, transversalement à la direction longitudinale du rail,
fait l'objet d'un contrôle actif.
6. Procédé suivant la revendication 5, caractérisé en ce que le contrôle de chaque meule
est effectué indépendamment des autres meules.
7. Dispositif d'usinage des surfaces de roulement de rails, notamment pour la mise en
oeuvre du procédé suivant l'une des revendications 1 à 6, comprenant un châssis roulant
et au moins un support qui est capable de prendre appui sur ce châssis et qui est
relié à des meules agencées de façon à pouvoir être appliquées sur les surfaces de
roulement de rails, les meules étant disposées les unes derrière les autres selon
la direction longitudinale des rails, caractérisé en ce que les meules (7) sont déplaçables
verticalement de manière individuelle ou par groupes, de façon telle que, en fonctionnement,
on puisse obtenir un soulèvement (position de repos) et un abaissement (position de
travail) des meules (7) qui alternent d'une manière périodique entre les meules et
en ce qu'il est prévu un dispositif de nettoyage qui nettoie la surface de travail
de la meule (7) disposée en position de repos.
8. Dispositif suivant la revendication 7, caractérisé en ce que le dispositif de nettoyage
est constitué par des buses de projection d'eau (14) disposées à proximité de chaque
meule (7).
9. Dispositif suivant l'une des revendications 7 et 8, caractérisé en ce qu'un cadre
de support (8) individuel est associé à chaque meule (7) ou à chaque groupe de meules.
10. Dispositif suivant l'une des revendications 7 à 9, caractérisé en ce que l'entraînement
assurant le déplacement vertical de la meule (7) est de nature hydraulique et en ce
que le cadre de support (8) sert d'appui complémentaire à l'unité hydraulique.
11. Dispositif suivant l'une des revendications 7 à 10, caractérisé en ce que la position
de chaque meule individuelle (7), transversalement à la direction longitudinale du
rail (3), est activement contrôlable en fonctionnement.
12. Dispositif suivant la revendication 11, caractérisé en ce que le cadre de support
(8) et/ou l'unité hydraulique (11) sont reliés au support central (4) par l'intermédiaire
d'un guide transversal.
13. Dispositif suivant l'une des revendications 11 et 12, caractérisé en ce qu'à l'aide
du guide transversal (10), l'entraînement, notamment l'unité hydraulique (11), assurant
le déplacement vertical est déplaçable transversalement à la direction longitudinale
des rails (3), en ce que le cadre de support (8) est disposé sur l'unité hydraulique
(11) de façon à pouvoir être déplacé aussi bien en direction transversale que verticalement
par rapport au rail (3) et en ce qu'il est prévu des détecteurs de proximité (12)
pour évaluer un déplacement du cadre de support (8).
14. Dispositif suivant l'une des revendications 7 à 13, caractérisé en ce que le cadre
de support (8) a une forme en U et comprend sur son côté ouvert un porte-outil (9),
en formant ainsi une unité fermée.
15. Dispositif suivant l'une des revendications 7 à 14, caractérisé en ce qu'au moins
un organe élastique est prévu entre le cadre de support (8) et l'unité hydraulique
(11).
16. Dispositif suivant la revendication 15, caractérisé en ce que l'organe élastique est
constitué par au moins un bloc de caoutchouc (13).
17. Dispositif suivant la revendication 14, caractérisé en ce que l'unité hydraulique
(11) prend appui sur le porte-outil (9) par l'intermédiaire d'une pièce d'appui (16)
et de deux blocs de caoutchouc (13).