[0001] Die Erfindung betrifft einen Abhänger für C-Profilschienen für Unterdecken, bei denen
die obenliegende Öffnung der C-Profilschiene durch zwei nach innen gerichtete Randstreifen
begrenzt wird, mit einem nach oben ragenden Abhängeroberteil und einem damit verbundenen,
unter die Randstreifen des C-Profils greifenden Abhängerunterteil, das ein sich quer
über die C-Profilschiene erstreckendes und deren obere Ränder übergreifendes Querstück
aufweist, gegenüber dem untere, seitliche Traglaschen in Längsrichtung der C-Profilschiene
versetzt angeordnet sind, die unter die Randstreifen der C-Profilschiene greifen.
[0002] Aus Blech bestehende C-Profilschienen werden in großem Umfang als Tragschienen von
abgehängten Unterdecken verwendet. Die nach innen gerichteten Randstreifen sind im
Querschnitt beispielsweise halbkreisförmig gekrümmt. Es ist bekannt (DE-GM 81 09 075),
die für diese C-Profilschienen bestimmten Abhänger als umgekehrt T-förmige, im wesentlichen
flache Blechteile auszubilden, die sich mit abgewinkelten horizontalen Laschen am
Boden der C-Profilschiene abstützen. Dadurch wird zwar eine gewisse Drucksteifigkeit
der Verbindung zwischen dem Abhänger und der C-Profilschiene erreicht; da die C-Profilschienen
aber üblicherweise aus verhältnismäßig dünnem Blech hergestellt sind, besteht die
Gefahr, das sich die unteren Abhängeteile durch die Stegfläche der C-Profilschiene
hindurch abzeichnen, was besonders unerwünscht ist, wenn die Unterseite der Stegfläche
der C-Profilschiene an der Deckenunterseite sichtbar bleibt, wie dies bei vielen
abgehängten Decken der Fall ist.
[0003] Bei einem Abhänger der eingangs genannten Gattung (DE-AS 21 09 596) ist deshalb ein
sich quer über die C-Profilschiene erstreckendes Querstück vorgesehen, das als senkrechte
Platte ausgeführt ist, die in ihrer unteren Kante zwei Ausnehmungen aufweist, in die
die oberen Ränder der C-Profilschiene ragen. Bei einer etwaigen Druckbelastung von
unten stützt sich die C-Profilschiene mit ihren oberen Rändern in diesen Ausnehmungen
des Querstücks ab. Das Querstück dieses bekannten Abhängers ragt aber nach oben und
insbesondere zu den beiden Seiten hin über die C-Profilschiene hinaus. Dies kann sich
insbesondere dann störend auswirken, wenn der Raum neben und über den C-Profilschienen
des Traggerippes einer abgehängten Unterdecke Isoliermaterial zum Brand- und Schallschutz
aufnehmen soll.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Abhänger der eingangs genannten Gattung
so auszubilden, daß er das Einbringen von Isoliermaterial od.dgl. nicht stört oder
behindert.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Querstück zwei in einer
horizontalen Ebene an der Oberseite des C-Profils liegende Querstückabschnitte mit
jeweils einer nach unten abgewinkelten Endlasche aufweist, die jeweils den oberen
Rand der C-Profilschiene übergreift und an der Außenseite der C-Profilschiene (1)
flach anliegt.
[0006] Das Querstück, das eine von unten wirkende Druckbelastung der C-Profilschiene aufnimmt
und beispielsweise im Brandfall ein Aufweiten der oberen Ränder der C-Profilschiene
verhindert, liegt bei dem erfindungsgemäßen Abhänger sowohl an der Oberseite wie an
den Seitenflächen der C-Profilschiene flächig an und stört daher beim Einbringen von
Isoliermaterial nicht. Insbesondere besteht keine Gefahr, da die Isoliermatten an
vorstehenden Kanten des Abhängers hängenbleiben oder daß durch vorstehende Teile des
Abhängerunterteils eine glattflächige Anlage des Isoliermaterials an den C-Profilschienen
verhindert wird. Eine solche glattflächige Anlage ist vor allem für einen wirksamen
Brandschutz und Schallschutz wichtig.
[0007] Gemäß einer bevorzugten Ausführung der Erfindung ist vorgesehen, daß bei einem Abhänger
der genannten Gattung mit einem im horizontalen Querschnitt U-förmigen Abhängeroberteil
mit einer Stegfläche und zwei Flanschen diese beiden Flansche des Abhängeroberteils
jeweils zur Seite hin in einen der horizontalen Querstückabschnitte übergehen. Dadurch
wird nicht nur eine sehr günstige Krafteinleitung im Obergangsbereich, sondern auch
eine glatte äußere Gestaltung erreicht, die eine dichte Anlage des Isoliermaterials
ermöglicht. Vorzugsweise verläuft der Übergang vom Flansch des Abhängeroberteils in
den Querstückabschnitt in einem Bogen.
[0008] Im Gegensatz zu dem bekannten Abhänger, der ein bloßes Biegeteil ist, stellt der
erfindungsgemäße Abhänger ein Formteil dar, bei dessen Formgebung ein Fließen des
Blechmaterials nach Art eines Tiefziehvorgangs erfolgt. Ein solches Blechformteil
ist gegenüber einem bloßen Biegeteil wesentlich formsteifer, auch wenn verhältnismäßig
dünnes Blechmaterial verwendet wird.
[0009] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß
das Abhängerunterteil ein in der Ebene der Stegfläche des Abhängeroberteils liegendes
Flächenstück aufweist, von dessen beiden Seitenrändern jeweils senkrecht dazu ein
Steg abgewinkelt ist, und daß vom Ende des Stegs jeweils eine seitliche Traglasche
abgewinkelt ist, die parallel und im Abstand zur Ebene des Flächenstücks liegt.
[0010] Im Gegensatz zu dem gattungsbildenden Stand der Technik wird hierbei der Steg, der
den Abstand zwischen den seitlichen Traglaschen einerseits und der Ebene der Stegfläche
des Abhängers überbrückt, aus demjenigen Bereich des Zuschnitts gewonnen, der sich
nach den beiden Seiten hin erstreckt, so dafl der Zuschnitt nur so lang gewählt werden
muß wie der fertige Abhänger. Dadurch wird eine besondere günstige Materialausnutzung
erreicht.
[0011] Vorzugsweise ist das Abhängerunterteil mit einem senkrechten Flächenstück versehen,
an dessen beiden Seitenrändern ein unter den Randstreifen greifender Tragabschnitt
ausgebildet ist, in dem eine senkrechte Sicke verläuft. Dadurch wird erreicht, daß
dieser Tragabschnitt vor allem in senkrechter Richtung eine hohe Tragfestigkeit erhält.
Außerdem ist die Fläche, mit der der durch die Sicke gekrümmte Tragabschnitt den Randstreifen
der aufgenommenen C-Profilschiene untergreift, verhältnismäßig groß, so daß auch bei
einer hohen Belastung die Gefahr eines Durchschneidens vermieden wird.
[0012] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, daß die beiden senkrechten
Sicken der beiden Tragabschnitte durch eine waagerechte Sicke mit einer mittleren
senkrechten Sicke verbunden sind. Dadurch wird insgesamt eine wesentliche Erhöhung
der Tragfähigkeit auch bei Verwendung von verhältnismäßig dünnem Blech erreicht.
[0013] Die Erfindung wird nachfolgend an einem Ausfuhrungsbeispiel näher erläutert, das
in der Zeichnung dargestellt ist. Es zeigt:
Fig. 1 einen Abhänger für C-Profilschienen einer abgehängten Unterdecke in einer Ansicht
in Längsrichtung der C-Profilschiene,
Fig. 2 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles II in Fig. 1,
Fig. 3 eine Draufsicht in Richtung des Pfeiles III in Fig. 2,
Fig. 4 in einer Seitenansicht entsprechend der Fig. 2 eine Stellung bei der Montage
des Abhängers und
Fig. 5 eine stark vergrößerte Teilansicht aus Fig. 1.
[0014] Der in der Zeichnung dargestellte Abhänger dient dazu, eine C-Profilschiene 1, die
in der Zeichnung jeweils mit strichpunktierten Linien nur angedeutet ist, von einer
Rohbaudecke abzuhängen. Die C-Profilschiene 1 ist eine Tragschiene eines Traggerippes
einer abhängten Unterdecke.
[0015] Die C-Profilschiene 1 weist eine untenliegende flache Stegfläche 2 auf, von der zwei
Flanschflächen 3 senkrecht nach oben abgewinkelt sind. Von den Oberkanten der beiden
beiden Flanschflächen 3 erstreckt sich jeweils ein im Querschnitt beispielsweise halbkreisförmiger
Randstreifen 4 nach innen. Die C-Profilschiene 1 wird von mehreren, über ihre Länge
verteilten Abhängern 5 getragen, die jeweils über ein (nicht dargestelltes) Abhängerteil
an der Rohbaudecke höhenverstellbar angebracht sind.
[0016] Der Abhänger 5 weist ein nach oben ragendes, im horizontalen Querschnitt U-förmiges
Abhängeroberteil 6 auf, das nach unten in ein Abhängerunterteil 7 übergeht, das der
Verbindung mit der C-Profilschiene 1 dient.
[0017] Das Abhängerunterteil 7 weist ein Querstück auf, das aus zwei in einer horizontalen
Ebene liegenden Querstückabschnitten 8 besteht. Diese Querstückabschnitte 8 liegen
an der Oberseite der Randstreifen 4 der C-Profilschiene 1 an und stützen diese nach
oben ab.
[0018] Jeweils die äußeren Enden der Querstückabschnitte 8 sind als Endlaschen 9 nach unten
abgewinkelt, die an der Außenseite der oberen Ränder der C-Profilschiene 1 flach anliegen.
[0019] Das U-förmige Abhängeroberteil 6 weist eine Stegfläche 10 auf, die nach unten in
ein in der gleichen senkrechten Ebene liegendes Flächenstück 11 des Abhängerunterteils
7 übergeht. Dieses Flächenstück 11 ist in der Mitte durch eine senkrechte Sicke 12
versteift. Das Flächenstück 11 weist eine nach unten ragende Verlängerung auf, die
den Boden 2 der C-Profilschiene 1 gegen ein unbeabsichtigtes Anheben sichert.
[0020] An den beiden Seitenrändern des Flächenstücks 11 ist jeweils ein Tragabschnitt 13
ausgebildet, in dem eine senkrechte Sicke 14 verläuft. Dadurch erhält der Tragabschnitt
13 in der Draufsicht (Fig. 3) im wesentlichen die Querschnittsgestalt eines Halbzylinders,
dessen äußerer, senkrechter Wandabschnitt 13a innen parallel zur Flanschfläche 3 der
C-Profilschiene 1 verläuft.
[0021] Fig. 5 läßt erkennen, daß der Tragabschnitt 13 und insbesondere der Wandabschnitt
13a nach oben vorspringen und eine unter den Randstreifen 4 greifende Haltenase 13b
bilden, die so gestaltet ist, daß außer einem halbkreisförmig gekrümmten Randstreifen
4 auch ein schärfer abgewinkelter Randstreifen aufgenommen werden kann, wie in Fig.
5 angedeutet.
[0022] Der in Längsrichtung der C-Profilschiene 1 gemessene lichte Abstand a (Fig. 3) zwischen
dem Tragabschnitt 13 und dem ihm zugewandten Rand des Querstückabschnitts 8 ist aus
Gründen der Montage, wie später noch erläutert wird, mindestens so groß wie die Höhe
h des gewölbten Randstreifens 4 der C-Profilschiene 1 (Fig. 4).
[0023] Eine waagerechte Sicke 12a verbindet die mittlere Sicke 12 mit den beiden senkrechten
Sicken 14 am Rand, so daß ein zusammenhängendes System von Versteifungssicken gebildet
wird.
[0024] Wie man aus Fig. 1 erkennt, gehen seitliche Flansche 15 des Abhängeroberteils 6 jeweils
in einem Bogen 16 in die beiden seitlichen Querstückabschnitte 8 über. Der Abhänger
5 bildet in diesem Übergangsbereich ein in sich formsteifes Formteil. Man erkennt
aus Fig. 1 besonders deutlich, daß die seitlichen Querstückabschnitte 8 und deren
Endlaschen 9 nahe an der C-Profilschiene anliegen und daher nur sehr wenig über deren
Außenkontur vorragen. Wenn neben und über der C-Profilschiene 1 Isoliermaterial, insbesondere
für den Brand- und Schallschutz eingebracht wird, stört das Abhängerunterteil 7 deshalb
nicht.
[0025] Die Montage erfolgt in der in Fig. 4 angedeuteten Weise. Der Abhänger 5 wird so auf
die C-Profilschiene 1 gelegt, daß er schräg zur Längsrichtung der C-Profilschiene
1 verläuft. In dieser Stellung können die Tragabschnitte 13 zwischen die Randstreifen
4 eingeführt werden. Anschließend wird der Abhänger 5 angenähert in Längsrichtung
der C-Profilschiene 1 ausgerichtet und aus dieser Stellung in Richtung des Pfeiles
17 bis in die senkrechte Stellung gemäß Fig. 2 hochgeklappt. In dieser senkrechten
Stellung, die durch die Verbindung zur Rohbaudecke gesichert ist, ist der Abhänger
5 formschlüssig mit der C-Profilschiene 1 verbunden und kann weder durch ein Anheben
der C-Profilschiene 1 noch durch eine Drehung des Abhängers 5 gelöst werden. Die seitlich
an den Flanschflächen 3 der C-Profilschiene 1 anliegenden Endlaschen 9 verhindern
ein seitliches Aufbiegen der C-Profilschiene 1 insbesondere im Brandfall. Damit wird
zugleich verhindert, daß sich die C-Profilschiene 1 im Brandfall vom Abhänger 5 lösen
könnte.
1. Abhänger für C-Profilschienen für Unterdecken, bei denen die obenliegende Öffnung
der C-Profilschiene durch zwei nach innen gerichtete Randstreifen begrenzt wird, mit
einem nach oben ragenden Abhängeroberteil und einem damit verbundenen, unter die Randstreifen
des C-Profils greifenden Abhängerunterteil, das ein sich quer über die C-Profilschiene
erstreckendes und deren obere Ränder übergreifendes Querstück aufweist, gegenüber
dem untere, seitliche Traglaschen in Längsrichtung der C-Profilschiene versetzt angeordnet
sind, die unter die Randstreifen der C-Profilschiene greifen, dadurch gekennzeichnet,
daß das Querstück zwei in einer horizontalen Ebene an der Oberseite der C-Profilschiene
(1) liegende Querstückabschnitte (8) mit jeweils einer nach unten abgewinkelten Endlasche
(9) aufweist, die jeweils den oberen Rand (4) der C-Profilschiene (1) übergreift und
an der Außenseite der C-Profilschiene (1) flach anliegt.
2. Abhänger nach Anspruch 1 mit einem im horizontalen Querschnitt U-förmigen Abhängeroberteil,
mit einer Stegfläche und zwei Flanschen, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Flansche
(15) des Abhängeroberteils (6) jeweils zur Seite hin in einen der horizontalen Querstückabschnitte
(8) übergehen.
3. Abhänger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ubergang vom Flansch
(15) des Abhängeroberteils (6) in den Querstückabschnitt (8) in einem Bogen (16) verläuft.
4. Abhänger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Abhängerunterteil (7)
ein senkrechtes Flächenstück (11) aufweist, an dessen beiden Seitenrändern ein unter
den Randstreifen (4) greifender Tragabschnitt (13) ausgebildet ist, in dem eine senkrechte
Sicke (14) verläuft.
5. Abhänger nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden senkrechten Sicken
(14) durch eine waagerechte Sicke (12a) mit einer mittleren senkrechten Sicke (12)
im Flächenstück (11) verbunden sind.
6. Abhänger nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das senkrechte Flächenstück
(11) eine nach unten ragende Verlängerung (11a) aufweist.