[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Abstellplatz für Container, in denen das Erdreich
schädigende Materialien, z.B. Schrottspäne, Schrottstanzteile u.dgl. mit daran haftendem
Bohröl, gelagert sind, wobei die Container konstruktiv vorgesehene oder durch den
Gebrauch verursachte Öffnungen aufweisen.
[0002] Insbesondere im Metall verarbeitenden Gewerbe fallen als Abfallprodukt Späne, Stanzteile
u.dgl. an. Die Werkzeuge der Bearbeitungsmaschinen werden üblicherweise mit Bohröl
gekühlt und geschmiert. Dadurch haftet an den Spänen bzw. Stanzteilen Öl an, das mit
dem Schrott in den Container gelangt. Die Container werden je nach betrieblicher Ausstattung
auf befestigten Stellen ggf. Betonflächen abgestellt, wobei jedoch das Problem besteht,
das Bohröl, das aus Öffnungen des Containers ausläuft, ins Erdreich gelangt. Selbst
wenn die Container, was üblicherweise nicht der Fall ist, dicht ausgeführt wären,
ist dies langfristig nicht ausreichend, da im rauhen Betrieb bei der Befüllung der
Container mit Schrott sehr schnell Undichtheiten auftreten.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, einen Abstell- bzw. Entsorgungsplatz
für Container zur Verfügung zu stellen, der eine Schädigung des Erdreiches durch Eindringen
schädlicher Stoffe im Bereich des Abstellplatzes von Containern mit Sicherheit verhindert.
[0004] Die Aufgabe der Erfindung wird dadurch gelöst, daß unterhalb des Containers eine
Auffangeinrichtung vorgesehen ist, die eine zumindest der Grundfläche des Containers
entsprechende horizontale Ausdehnung hat. In vorteilhafter Weise ist die Auffangeinrichtung
als eine aus Baumaterialien, z.B. Stahlbeton, hergestellte Grube ausgebildet, die
auf ihrer Innenseite mit einem Dichtmittel, z.B. Epoxydharz versehen ist. Alternativ
kann die Auffangeinrichtung als Wanne ausgebildet sein, die aus korrisionsbeständigem
Material, z.B. feuerverzinktem Stahl, hergestellt ist. Je nach den örtlichen Gegebenheiten
kann es zweckmäßig sein, wenn eine Grube ausgehoben und diese in Beton bzw. Stahlbeton
ausgeführt wird. Andererseits kann aber auch, wenn die Bodengegebenheiten dies nicht
zulassen, oder auch aus Kostengründen, eine Wanne vorgesehen werden, die auf planiertem
bzw. entsprechend vorbereitetem Boden abgestellt wird. Die Wanne kann sich - dies
muß jedoch nicht unbedingt der Fall sein - an einer Rampe anschließen, wobei die
Oberkante der Wanne etwa der Höhe der Rampe entspricht.
[0005] Gemäß der Erfindung ist die Grube bzw. die Wanne durch ein den Container aufnehmendes
Gestell abgedeckt, das je nach Ausgestaltung der Grube bzw. der Wanne in einem Absatz
derselben bzw. mit Stützen auf dem Boden der Grube bzw. der Wanne angeordnet ist.
Dabei ist das Gestell vorzugsweise rostartig ausgebildet und weist an seiner Unterseite
einen Auffangtrichter auf, dessen Mündung mit einem Tank in Verbindung steht. Dadurch
werden alle aus dem Container austretenden Flüssigkeiten über den Auffangtrichter
in den Tank geleitet und dort aufgefangen. Der Tank ist in vorteilhafter Weise versetzt,
vorzugsweise in Längsrichtung des Gestells, angeordnet und mit einer verschließbaren
Zusatzöffnung, die sich an das Gestell anschließt, abgedeckt. Dadurch ergibt sich
zum einen eine ebene obere Fläche der Grube bzw. der Wanne zum anderen eine gute
Zugangsmöglichkeit zum Tank, so daß die dort angesammelte Flüssigkeit, beispielsweise
mit einer Pumpe entfernt und entsorgt werden kann. Andererseits ist es auch möglich,
die Zuleitung zum Tank zu unterbrechen und den Tank auszuwechseln. In vorteilhafter
Weise sitzt der Tank in einer Vertiefung bzw. einem Sumpf, so daß sich in diesem Bereich
auch bei Leckagen am Auffangtrichter, der Leitung oder dem Tank alle Flüssigkeiten
sammeln, die ihrerseits von der dichten Grube bzw. der dichten Wanne aufgefangen werden.
Insbesondere in Verbindung mit der Wanne können statt des Tanks ein Auffang- und ein
Vorratsbehälter vorgesehen sein, wobei in dem Auffangbehälter die Flüssigkeit gesammelt
und von dort, z.B. mittels einer schwimmergesteuerten Pumpe, in den Vorratsbehälter
gefördert wird.
[0006] Wird eine besonders kurze Wanne gewünscht, so können der Auffang- und/oder der Vorratsbehälter
und/oder der Tank auch unterhalb des Gestells bzw. Auffangtrichters angeordnet sein,
wobei dann eine Reinigungs- oder Zugangsklappe auch seitlich angeordnet sein kann.
Je nach Lage der Klappe muß dabei auf Dichtheit geachtet werden.
[0007] In vorteilhafter Weise weist darüberhinaus die Grube, Wanne und/oder der Tank eine
Leckagewarneinrichtung auf, die eventuelle Undichtheiten anzeigt.
[0008] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind, um das Eindringen von Regen in den
Container zu verhindern, Pfosten, insbesondere auf einer Längsseite des Abstellplatzes,
vorgesehen, an denen ein hochklappbares Dach befestigt ist. Das Hochklappen ist deshalb
von Bedeutung, weil üblicherweise die Container mittels eines Absetzkippers transportiert
werden, der von oben an den Container heranreichende Hubarme aufweist.
[0009] In einer zusätzlichen Ausgestaltung der Erfindung ist als Abdeckung des Containers
oder auch eines Lagerplatzes für Altmaterial ein Sektionsdach umgekehrt U-förmig über
dem Einfüllbereich des Containers bzw. des Lagerplatzes angebracht. Die einzelnen
Segmente sind zueinander überdeckend ausgelegt und stufenweise ein- und ausfahrbar,
wobei der beanspruchte Bauraum im eingefahrenen Zustand des Sektionsdaches vorteilhaft
nur den Bauraum eines Segmentes erfordert.
[0010] Als eine Alternative zu der bevorzugten Gestaltung der Segmente, bei der eine horizontale
Verbindung zwischen den beiden Seitenflächen des Segmentes besteht, kann diese durch
zwei übereinstimmend schräggestellte Flächen in Form eines Spitzdaches ersetzt werden.
[0011] Der erfindungsgemäße Aufbau der Abdeckung sieht weiter seitlich horizontal verlaufend
angeordnete Schienen vor, die auf bzw. an einem Tragrahmen angeordnet sind und in
denen die Segmente längsverschiebbar sind. Vorteilhaft ist jedem Segment eine eigene
Schiene zugeordnet, wobei diese in einem parallelem Abstand zueinander angeordnet
sind. Neben einer exakten Führung wird weiter durch die beanspruchte Schienen-Anordnung
erreicht, daß seitlich am Container herunterfallendes Material beim Befüllen zwischen
den Schienen durchfallen kann und ein Verschieben des Sektionsdaches dadurch nicht
behindert wird.
[0012] Zur Darstellung einer kostengünstigen Gestaltung der Schienen bietet es sich an,
diese durch hochkantig gestellte Flacheisen darzustellen, deren paralleler Abstand
beispielsweise durch Abstandshülsen erreichbar ist. Die Schienenmontage wie auch der
Austausch einer Schiene wird erleichtert durch eine Verschraubung der einzelnen Schienen
jeder Seite zu einer Einheit. Aufgrund des Schienenprofils ist die Gefahr von Verunreinigungen
gering, da diese nahezu ungehindert zwischen den Schienen hindurchfallen und weiter
sich kein Regenwasser und Schnee im Schienenbereich sammeln kann. Durch Versuche hat
sich ein Schienenabstand von ca. 30 mm bewährt, der die Verschiebung des Sektionsdaches
in der Praxis gewährleistet.
[0013] Eine weitere Ausgestaltung sieht Profilräder vor, über die die einzelenen Segmente
in bzw. auf den Schienen leichtgängig abrollen zur Erreichung einer geringen Antriebsleistung
und einer leichten manuellen Verschiebbarkeit des Sektionsdaches.
[0014] Der Aufbau des erfindungsgemäßen Sektionsdaches sieht Anschläge bzw. Mitnehmer in
den einzelnen Segmenten vor, durch die eine Kopplung zwischen dem mit einem Antrieb
versehenen Segment und den übrigen Segmenten erfolgt, wobei die Verschiebung eines
benachbarten Segmentes erst nach Erreichung eines Stellweges erfolgt, der der Längserstreckung
des übergreifenden Segmentes entspricht. Aufgrund der ziehenden oder schiebenden
Bewegung der einzelnen Segmente sind diese jeweils stirnseitig in Richtung der Längsachse
des Sektionsdaches mit Anschlägen versehen.
[0015] Eine einseitige Verlängerung der Schienen erlaubt bei eingefahrenem Sektionsdach
die völlige Freilegung des Containers, insbesonderes seines Einfüllbereichs und damit
eine optimale Zugänglichkeit. Zur Erreichung einer gewissen Eingrenzung der Schienenverlängerung
ist erfindungsgemäß das in Richtung Schienenverlängerung weisende Segment verlängert
bzw. mit einem weiteren Segment starr gekoppelt, wobei dieses am freien Ende eine
nach innen gerichtete Schräge aufweist zur Eingrenzung des Überstandsmaßes.
[0016] Alle Segmente sind weiter mit einem den Schienenbereich bzw. Tragrahmen hintergreifenden
Element, z.B. in Form eines Hebels, auf der zum Container gerichteten Seite versehen,
der eine Hinterklammerung darstellt und zum Schutz gegen ein "Entgleisen" sowie zur
Windsicherung eines Segmentes eingesetzt sind. Durch eine Verbindung der einzelnen
Hebel bzw. der Hinterklammerung in Form einer Blechabdeckung kann darüber hinaus
ein wirksamer Schutz der Profilräder und Schienen vor aus dem Container fallenden
Material erreicht werden.
[0017] In einer Ausgestaltung der Erfindung ist ein Motorantrieb für die Verschiebung des
Sektionsdaches vorgesehen. Zur Erreicherung einer vorteilhaft einfachen Antriebslösung
ist ausschließlich das Segment mit dem Antrieb verbunden, welches zur Verschiebung
von der geöffneten in die geschlossene Stellung den längsten Stellweg aufweist. Vorzugsweise
ist der Antrieb mit einem einseitigen Kettenantrieb versehen, z.B. in Form einer
Umlaufkette, in die ein Antriebsritzel eines Elektromotors eingreift. Zur Antriebskopplung
zwischen dem Segment und der Umlaufkette bietet es sich an, Bauelemente vorzusehen,
wie z.B. ein Klappriegel oder Schwenkhebel, die ein einfaches und schnelles Lösen
des Segment-Antriebes erlauben, um bei einem Stromausfall oder einer Störung im Antrieb
das Sektionsdach von Hand verschieben zu können. Eine Einbauanordnung der Umlaufkette
unterhalb der Schienen bzw. in einem weitestgehend abgedeckten Gehäuse verringert
die Unfallgefahr und schützt die Antriebskette gleichzeitig vor Verschmutzung und
erhöht folglich die Verfügbarkeit des Antriebes.
[0018] Zum Auslösen des Antriebes dient erfindungsgemäß ein vorzugsweise im Bereich der
Schienen oder am Tragrahmen angeordneter Tast- oder Handschalter. Zur Bedienungserleichterung
ist weiter eine Funksteuerung vorgesehen, mit der die einzelnen Segmente des Sektionsdaches
durch Fernbetätigung verfahrbar sind, was insbesondere für eine Beschickung der Container
mittels Gabelstapler vorteilhaft ist und eine Zeitersparnis bewirkt. Außerdem kann
die erfindungsgemäße verschiebbare Containerabdeckung gekoppelt werden mit einer
selbsttätigen Containerbeschickung. Durch eine Steuerung, mit der sichergestellt
ist, daß die Beschickung erst dann erfolgen kann, wenn das Sektionsdach entsprechend
geöffnet ist, kann auf einen manuellen Eingriff verzichtet werden.
[0019] Zur weiteren Erläuterung der Erfindung wird auf die Zeichnungen verwiesen, in denen
Ausführungsbeispiele der Erfindung vereinfacht dargestellt sind. Es zeigen:
Fig. 1 bis 2b Längs- und Querschnitte durch einen Abstellplatz, der unterhalb des
Containers eine Grube aufweist,
Fig. 3 bis 4a einen Abstellplatz für Container in Längs- und Querschnitten, bei dem
eine Wanne vorgesehen ist,
Fig. 5 ein Sektionsdach mit Container in der Perspektive, dargestellt in geschlossener
Stellung, bestehend aus drei Segmenten,
Fig. 6 eine Darstellung gemäß Fig. 5, bei der das Segmentdach geöffnet ist,
Fig. 7 eine aus vier Segmenten bestehende geschlossene Container-Abdeckung in einer
Seitenansicht,
Fig. 8 die Container-Abdeckung gemäß Fig. 3 in der geöffneten Stellung,
Fig. 9 einen Rollcontainer, dargestellt in der Seitenansicht mit einem geschlossenen,
aus fünf Segmenten bestehenden Sektionsdach,
Fig. 10 eine Container-Darstellung in Anlehnung an Fig. 9, bei der das Sektionsdach
geöffnet ist.
[0020] In den Fig. 1 bis 4a sind, soweit im einzelnen dargestellt, mit 1 ein Container bezeichnet,
der von einem Gestell 2 getragen wird. Das Gestell ist, im einzelnen nicht darge
stellt, rostartig ausgebildet, d.h. es hat eine Vielzahl von Öffnungen, durch die
Flüssigkeit hindurchtreten kann. Unterhalb des Gestells 2 ist ein Auffangtrichter
3 angeordnet, der über eine Leitung 4 mit einem Absperrhahn oder Absperrventil mit
einem Tank 5 verbunden ist. Das Gestell 2 ruht gemäß den Fig. 1 bis 2b auf einem Absatz
6 einer Grube 7, die vorzugsweise aus Beton hergestellt ist. Die Grube 7 weist einen
Sumpf 8 auf, in dem der Tank 5 angeordnet ist. Oberhalb des Tanks 5 ist eine Zugangsöffnung
vorgesehen, die durch einen aufklappbaren Deckel 10 verschlossen ist. Der Deckel
schließt sich in Längsrichtung an das Gestell 2 an, so daß nach Öffnen des Deckels
der Tank entweder mittels Pumpen entleert oder ausgewechselt werden kann. An das Gestellt
2 schließt sich auf der einen Längsseite ein Auffangblech 18 dichtend an, das in Richtung
des Gestells 2 Gefälle hat und entweder fest oder gemäß Fig. 3-3b klappbar ausgebildet
ist und am Ende mit einer Auffangrinne, die vorzugsweise seitlich verschlossen ist,
versehen ist.
[0021] Weiterhin sind mit 11 Pfosten bezeichnet, die auf einer Längsseite des Abstellplatzes
angeordnet sind und ein Dach 12 tragen, das sich oberhalb des Abstellplatzes erstreckt.
Das Dach ist gelenkig an den Pfosten befestigt und kann über die Zugseile 13 hochgeklappt
werden, so daß der Container freisteht und von einem Absetzkipper aufgenommen werden
kann.
[0022] In dem Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 3 bis 4a weist das Gestell 2 Stützen 14
auf, die auf dem Boden einer Wanne 15 stehen. Die Wanne ist aus korrosionsbeständigem
Material z.B. feuerverzinktem Stahl, rostfreiem Stahl u.dgl. hergestellt, wobei die
Ränder bis zur Höhe des Gestells 2 reichen. An das Gestell 2 schließt sich auch hier
ein Deckel 10 an, durch den ein Zugang in die Wanne gegeben ist. In dem Ausführungsbeispiel
gemäß den Fig. 3 bis 4a sind in die Wanne ein Auffangbehälter 16 und Vorratsbehälter
17 eingearbeitet, wobei der Abfluß des Auffangtrichters 3 in den Auffangbehälter
16 mündet. In dem Auffangbehälter 16 ist eine Tauchpumpe installiert, die beispielsweise
über einen Schwimmer gesteuert ist und die Flüssigkeit in den Vorratsbehälter 17
fördert, aus dem dann eine endgültige Entsorgung der Flüssigkeit erfolgen kann.
[0023] Wie bereits angesprochen, können der Auffang- 16 bzw. Vorratsbehälter 17 oder der
Tank 5 auch unterhalb des Gestells 2 angeordnet sein, so daß eine kurze Wanne 15
bzw. Grube 7 vorsehen sein kann.
[0024] Wie bereits in der allgemeinen Beschreibung ausgeführt, sind bei den erfindungsgemäßen
Abstellplätzen Leckageanzeigen bzw. Flüssigkeitsstandsanzeigen vorgesehen, die z.B.
einen Alarm auslösen, wenn der Tank 5 bzw. der Vorratsbehälter 17 mit Flüssigkeit
angefüllt sind.
[0025] Der erfindungsgemäße Aufbau einer verschiebbaren Abdeckung für Container ist u.a.
der Fig. 5 zu entnehmen, bei der das aus den Segmenten 27, 28, 29 bestehende Sektionsdach
20 geschlossen dargestellt ist. Die umgekehrt U-förmig gestalteten Segmente übergreifen
die Außenkontur des Containers 26 in seiner oberen Kontur, dem Einfüllbereich 33,
und sind jeweils seitlich im parallelen Abstand zum Container 26 angeordneten Schienen
30 geführt. Zur Erreichung einer verschiebbaren Abdeckung, die in der geöffneten Stellung
wenig Platz beansprucht, sind die einzelnen Segmente zueinander übergreifend ausgelegt,
so daß im geöffneten Zustand alle Segmente von dem in seinen Außenabmessungen größten
Sektionsdach 27 überdeckt sind. Zur Erreichung einer exakten Längsverschiebung ist
jedes Segment in einer eigenen Schiene 30 verschiebbar, wobei die Verschiebung durch
einen Elektromotor 24 erfolgen kann, der mittels eines Schalters 23 betätigbar ist.
Die Verschiebung des Sektionsdaches kann durch eine Umlaufkette erfolgen, die beispielsweise
unterhalb der Schienen 30 angeordnet ist und in die ein am Segment 27 befestigter
Mitnehmer greift zum Öffnen oder Schließen des Sektionsdaches 20. Alternativ zum Motorantrieb
ist das Sektionsdach auch von Hand verschiebbar. Zur vereinfachten Beschickung des
Containers ist der Motorantrieb zur Verschiebung der Container-Abdeckung auch mittels
einer Funksteuerung fernbetätigbar. Aus Sicherheitsgründen ist die motorbetriebene
Verschiebung des Sektionsdaches gekoppelt mit einer Warnleuchte 25, die ein optisches
Signal gibt bei einer Verschiebung der Container-Abdeckung. Der in den Figuren 5
und 6 dargestellte Container 26 befindet sich auf einer Auffangvorrichtung 32, in
der aus dem Container 26 austretende Flüssigkeiten, die nicht ins Erdreich dringen
dürfen, aufgefangen werden. Ein Tragrahmen 31, der U-förmig ausgebildet ist, umschließt
teilweise die Auffangsvorrichtung 32 und ist seitlich des Containers 26 bis ungefähr
zu dessen halber Höhe geführt und dient zur Aufnahme der horizontal angeordneten Schienen
30. An den Stirnseiten ist der Tragrahmen 31 offen gestaltet zur Containeraufnahme
durch ein Transportfahrzeug.
[0026] Aus den Fig. 7 und 8 ist in einer Seitenansicht eine Alternativlösung zu dem zuvor
beschriebenen Sektionsdach dargestellt, das insgesamt aus den Segmenten 38 - 40 gebildet
ist. Zur Verlängerung des Stellweges vom Sektionsdach 21 ist es in der geöffneten
Stellung aufgrund einseitig verlängerter Schienen 42 so weit verschiebbar, daß der
Container 36 über den gesamten Einfüllbereich 45 befüllbar ist. Der Aufbau des Sektionsdaches
21 sieht dazu eine starre Verbindung zwischen den Segmenten 37, 38 vor, die gemeinsam
verschiebbar sind, wobei das Segment 37 eine schrägverlaufende Stirnseite 41 aufweist,
durch die ein Überhang des Segmentes 37 im unteren Bereich verringert ist und andererseits
die Verlängerung der Schiene 42 eingegrenzt werden kann. Wie bereits im zuvor beschriebenen
Ausführungsbeispiel zeigt auch die Ausführung gemäß den Fig. 7 und 8 eine Auffangsvorrichtung
44, die starr mit dem Tragrahmen 43 verbunden ist und die gemeinsam mit dem Container
und dessen verschiebbarer Abdeckung einen Entsorgungsplatz darstellen, der vorteilhaft
nicht standortgebunden ist.
[0027] Aus den Fig. 9 und 10 ist eine verschiebbare Abdeckung, basierend auf der Erfindung
für einen Rollcontainer dargestellt. Die Fig. 9 zeigt das Sektionsdach 22 bestehend
aus den Segmenten 47 - 51 in der geschlossenen, d.h. abgedeckten Stellung des Containers
46. Zur Verschiebung des Sektionsdaches 22 in die geöffnete Stellung (Fig. 10) sind
die Segmente 48 - 51 auf den horizontal seitlich des Containers 46 verlaufenden Schienen
52 längsverschiebbar bis zur Anlage an das Segment 47. Die Schienen 52 sind dabei
mit dem Tragrahmen 53 verbunden, der seitlich neben dem auf dem Boden stehenden Container
46 angeordnet ist. Auf der der Aufnahmeöse 56 gegenüberliegenden Seite hinter der
Containerwand 54 ist der Tragrahmen 53 zur Stabilisierung mit einer Querverbindung
versehen.
1. Abstellplatz für Container, in denen das Erdreich schädigende Materialien, z.B.
Schrottspäne, Schrottstanzteile u.dgl. mit daran haftendem Bohröl, gelagert sind,
wobei der Container konstruktiv vorgesehene oder durch den Gebrauch verursachte Öffnungen
aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb des Containers (1) eine Auffangeinrichtung vorgesehen
ist, die eine zumindest der Grundfläche des Containers (1) entsprechende horizontale
Ausdehnung hat.
2. Abstellplatz für Container nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Auffangeinrichtung eine aus Baumaterialien, z.B. Beton,
hergestellte Grube (7) aufweist, die auf ihrer Innenseite mit einem Dichtmittel, z.B.
Epoxydharz, versehen ist.
3. Abstellplatz für Container nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Auffangeinrichtung eine Wanne (15) aufweist, die aus
korrosionsbeständigem Material, z.B. feuerverzinktem Stahl, hergestellt ist.
4. Abstellplatz für Container nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Grube (7) bzw. Wanne (15) durch ein den Container
(1) aufnehmendes Gestell (2) abgedeckt ist.
5. Abstellplatz für Container nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Grube (7) einen Absatz (6) zur Aufnahme des Gestells
(2) aufweist.
6. Abstellplatz für Container nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß am Gestell (2) Stützen (14) befestigt sind, die bis zum
Boden der Grube (7) bzw. der Wanne (15) reichen.
7. Abstellplatz für Container nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Gestell (2) rostartig ausgebildet ist und daß unterhalb
des Gestells (2) ein Auffangtrichter (3) vorgesehen ist, dessen Mündung mit einem
Auffangbehälter (16) bzw. Vorratsbehälter (17) oder einem Tank (5) in Verbindung steht.
8. Abstellplatz für Container nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Auffangbehälter (16) bzw. Vorratsbehälter (17) oder
der Tank (5) versetzt, vorzugsweise in Längsrichtung des Gestells (2), angeordnet
sind und daß oberhalb des Auffangbehälters (16) bzw. Vorratsbehälter (17) oder des
Tanks (5) und neben dem Gestell (2) eine verschließbare Zugangsöffnung (9) vorgesehen
ist.
9. Abstellplatz für Container nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß in der Grube (7), in der Wanne (15) und/oder in den Behältern
(16 bzw. 17) oder dem Tank (5) Pumpen und/oder Leckagewarneinrichtungen und/oder Flüssigkeitsstandsanzeigen
vorgesehen sind.
10. Abstellplatz für Container nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß neben bzw. an der Grube (7), der Wanne (15) oder dem Gestell
(2) Pfosten (11) angeordnet sind, an denen ein hochklappbares Dach (12) befestigt
ist.
11. Abstellplatz für Container nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß zumindest an einer Seite des Gestells (2) nach außen ragende
Auffangbleche (18) befestigt sind, die Gefälle in Richtung des Gestells (2) haben.
12. Abstellplatz für Container nach einem der vorhergehenden Ansprüche oder Lagerplatz
für Altmaterialien zum Schutz vor Witterungseinflüssen,
dadurch gekennzeichnet, daß als Abdeckung ein vorzugsweise U-förmig gestaltetes Sektionsdach
(20, 21, 22), in der Größe angepaßt an die abzudeckenden Gegenstände vorgesehen ist,
das mehrere ineinander verschiebbare Segmente (27 - 29, 38 - 40, 47 - 51), die den
gesamten Einfüllbereich (33, 45, 55) des Containers (26, 36, 46) überdecken, aufweist,
und daß die einzelnen Segmente jeweils zueinander überdeckend ausgelegt und stufenweise
ein- und ausfahrbar sind.
13. Abstellplatz für Container nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Segmente (27 - 29, 38 - 40, 47 - 51) des Sektionsdaches
(20, 21, 22) in seitlich des Containers (26, 36, 46) verlaufenden Schienen (30, 42,
52) längsverschiebbar sind, daß die Schienen (30, 42, 52) auf einem Tragrahmen (31,
43, 53) angeordnet sind und daß jedem Segment eine Schiene beidseits des Containers
zugeordnet ist, wobei die Schienen durch hochkantig gestellte Flacheisen gebildet
sind, die mittels Abstandshülsen parallel zueinander gehalten und durch Befestigungselemente
zu einer Einheit zusammengefügt sind.
14. Abstellplatz für Container nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß jedes Segment (27 - 29, 38 - 40, 47 - 51) mit einem die
Schienen (30, 42, 52) hintergreifenden Element versehen ist.
15. Abstellplatz für Container nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Segmente (27 - 29, 38 - 40, 47 - 51) des Sektionsdaches
(20, 21, 22) motorbetrieben bewegbar sind, daß ein einseitiger Kettenantrieb für
das mit dem Antrieb verbundene, den längsten Stellweg aufweisende Segment vorgesehen
ist, daß der Antrieb durch einen Tast- bzw. Handschalter auslösbar ist und daß der
Antrieb durch eine Funksteuerung betätigbar ist.