[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum adaptierten Vorsteuern
und Regeln der den zwei Kraftstoffzumeßeinrichtungen einer Brennkraftmaschine zuzuführenden
Luft/Kraftstoff-Gemische, die zwei gesonderte Abgaskanäle mit jeweils einer Lambdasonde
und einem Katalysator aufweist.
Stand der Technik
[0002] Ein derartiges Verfahren und eine Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens sind
z. B. von einem System der Anmelderin zum Vorsteuern und Regeln eines 12-Zylinder-ottomotores
bekannt, der zwei Zylinderbänke mit jeweils sechs Zylindern aufweist. Die Kraftstoffzumeßeinrichtungen
sind als Einspritzeinrichtungen ausgeführt. Die Ansaugrohre sind voneinander getrennt,
und es sind zwei gesonderte Tankentlüftungsventile vorhanden. Das adaptierte Vorsteuern
und Regeln wird durch zwei voneinander getrennte Einzelvorrichtungen ausgeführt, wobei
jede Vorrichtung jeweils einer Zylinderbank zugeordnet ist.
[0003] Ein ähnliches Verfahren sowie eine entsprechend Vorrichtung ist auch aus der US-A-4
383 515 bekannt. Dort wird jedoch nur mit einem von Last und Drehzahl abhängigen Vorsteuerwert
ohne Adaption gearbeitet und lediglich die Abgase der beiden Zylinderbänke mit getrennten
Abgassonden erfaßt. Eine Tankentlüftung ist nicht vorgesehen.
[0004] Die EP-A-191 174 offenbart eine "Vorrichtung zur Entlüftung eines Kraftstofftanks"
unter Einbeziehung einer Lambdaregelung sowie einer adaptiven Vorsteuerung. Dabei
ist vorgesehen, die Grundadaption im Lambda-Regelkreis für die Kraftstoffzufuhrberechnung
nur dann freizugeben, wenn die aus der Tankentlüftung herrührenden Kraftstoffmengen
vernachlässigbar sind.
[0005] Verfahren der eingangs genannten Art werden als Stereolambdaregelung bezeichnet.
Charakteristisch für die Stereolambdaregelung sind die gesonderten Abgaskanäle mit
jeweils einer Lambdasonde und einem Katalysator. Hinter dem Katalysator können die
Abgasrohre vereinigt sein. Die Ansaugleitungen brauchen nicht völlig voneinander.getrennt
zu sein, wie beim beschriebenen Anwendungsbeispiel, sondern Luft kann auch für beide
Bänke gemeinsam durch ein Hauptrohr angesaugt werden.
[0006] Unter adaptiertem Vorsteuern und Regeln versteht man das Verfahren, daß abhängig
von Werten von Betriebsgrößen Vorsteuerwerte zum Einstellen des Luft/Kraftstoffgemisches,
in der Regel vorläufige Einspritzzeiten, bestimmt werden. Die Vorsteuerwerte sind
so gewählt, daß beim jeweils vorliegenden Betriebszustand gerade ein gewünschter Lambdawert
erreicht werden soll, insbesondere der Lambdawert 1, bei Magerkonzepten ein Lambdawert
größer 1. Treten Abweichungen vom gewünschten Lambdawert auf, werden diese ausgeregelt.
Um systemimmanenten Störgrößen Rechnung zu tragen, wird außerdem eine Adaption durchgeführt,
d. h. die Vorsteuerwerte werden mit Integralergebnissen des Regelstellwertes korrigiert.
Dadurch halten sich Regelabweichungen in engen Grenzen, was zu schnellem Ausregeln
und geringer Schwingungsneigung der Einrichtung zum adaptierten Vorsteuern und Regeln
führt.
[0007] Auf jede der beiden Zylinderbänke bei einer Stereolambdaregelung wirken individuelle
Störgrößen, z. B. unterschiedliche Leckluftraten und unterschiedliche Durchflußraten
der Kraftstoffzumeßeinrichtungen. Dieser Unabhängigkeit der beiden Zylinderbänke voneinander
wird dadurch Rechnung getragen, daß gemäß dem Stand der Technik für jede Bank das
Verfahren zum adaptierten Vorsteuern und Regeln gesondert in jeweils einer gesondert
dafür vorgesehenen Vorrichtung ausgeführt wird. Dies führt zu einem relativ hohen
Preis der Gesamtvorrichtung zur Stereolambdaregelung.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren für Stereolambdaregelung
anzugeben, das mit einer einzigen Vorrichtung zum adaptierten Vorsteuern und Regeln
der beiden Kraftstoffzumeßeinrichtungen für zwei Zylinderbänke einer Brennkraftmaschine
auskommt. Der Erfindung liegt weiterhin die Aufgabe zugrunde, eine nach einem solchen
Verfahren arbeitende Vorrichtung für die Stereolambdaregelung anzugeben.
Vorteile der Erfindung
[0009] Das erfindungsgemäße Verfahren ist durch die Merkmale von Anspruch 1, die erfindungsgemäße
Vorrichtung durch die Merkmale von Anspruch 3 gegeben. Vorteilhafte Weiterbildungen
und Ausgestaltungen sind Gegenstand des abhängigen Anspruchs.
[0010] Dem erfindungsgemäßen Verfahren liegen im wesentlichen zwei Erkenntnisse zugrunde.
Die eine Erkenntnis ist die, daß sich die individuellen Eigenschaften der zwei Zylinderbänke
einer Brennkraftmaschine alle in den beiden getrennt vorgenommenen Lambdawertmessungen
niederschlagen, also durch unterschiedliche Werte der Regelstellgröße und unterschiedliche
Werte der aus der Regelstellgröße berechneten Vorsteueradaptionsgrößen berücksichtigbar
sind. Die Vorsteuerstellwerte sind herkömmlicherweise in aufwendigen Rechenverfahren
aus Kennfeldern oder Rennlinien zu bestimmen. Die Abarbeitungszeit eines Regelverfahrens
läßt sich mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erheblich abkürzen, da die Vorsteuerstellwerte
für beide Zylinderbänke gemeinsam verwendet werden. Entsprechendes gilt in Bezug auf
Lambdasollwerte, wenn es sich um eine Magerregelung handelt. Die zweite Erkenntnis
ist die, daß ein jeweils vorliegender Vorsteuerstellwert nicht dauernd mit Korrekturwerten
für die beiden Bänke zu modifizieren ist, sondern daß die Arbeitszyklen der Zylinder
in den beiden Bänken gegeneinander versetzt sind, daß also in einem ersten Zeitraum
der Vorsteuerstellwert mit Korrekturwerten für die eine Bank und danach mit Korrekturwerten
für die andere Bank modifiziert werden muß. Beim erfindungsgemäßen Stereolambdaregelungsverfahren
wird also ein für beide Kraftstoffzumeßeinrichtungen gemeinsamer Vorsteuerstellwert
für die Stellgrößen und ein gemeinsamer Lambdasollwert bestimmt, aber es werden für
jede Kraftstoffzumeßeinrichtung gesondert Werte einer Regelstellgröße und von dieser
abhängige Werte von Vorsteueradaptionsgrößen bestimmt und dem gemeinsamen Vorsteuerstellwert
nacheinander gesondert überlagert. Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Stereolambdaregelung
zeichnet sich demgemäß dadurch aus, daß sie für beide Zylinderbänke gemeinsam ausgebildet
ist und Mittel zum Ausführen der genannten Verfahrensschritte aufweist.
[0011] Gemäß einer Weiterbildung des Verfahrens wird für beide Kraftstoffzumeßeinrichtungen
ein gemeinsamer Tankentlüftungsadaptionswert verwendet, der aus der für eine der beiden
Kraftstoffzumeßeinrichtungen bestimmten Regelstellgröße bestimmt wird. Dies ist selbst
dann möglich, wenn völlig voneinander getrennte Ansaugleitungen verwendet werden.
[0012] Dem liegt die Erkenntnis zugrunde, daß bei der Tankentlüftungsadaption das u.U unterschiedliche
Ansaugverhalten der zwei Zylinderbänke (z.B. durch individuelle Leckluftraten) berücksichtigt
werden muß. In dem erfindungsgemäßen Verfahren geschieht dies durch die für beide
Zylinderbänke gesondert bestimmten Vorsteueradaptionswerte, die während der Tankentlüftungsadaption
unverändert genutzt werden.
Zeichnung
[0013] Die Erfindung wird im folgenden anhand von durch eine Figur veranschaulichten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Die Figur zeigt in Form eines Funktionsblockdiagramms eine Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Verfahrens.
Beschreibung von Ausführungsbeispielen
[0014] In der Figur sind in der Mitte rechts eine erste Zylinderbank 1.1 mit z. B. vier
Zylindern und eine zweite Zylinderbank 1.2 dargestellt, die ebenso viele Zylinder
aufweist. Die Zahl der Zylinder ist nicht näher gekennzeichnet und auf sie kommt es
auch im weiteren nicht an. Im Ansaugstutzen 2.1 der ersten Bank 1.1 sind Einspritzventile
als Kraftstoffzumeßeinrichtung 3.1 angeordnet. Entsprechend weist die zweite Bank
1.2 einen Ansaugstutzen 2.2 mit einer Kraftstoffzumeßeinrichtung 3.2 auf. Im Abgasrohr
4.1 der ersten Zylinderbank 1.1 ist eine erste Lambdasonde 4.1 angebracht. Eine entsprechende
zweite Lambdasonde 5.2 ist im Abgasrohr 4.2 der zweiten Zylinderbank 1.2 vorhanden.
[0015] Außer den eben genannten körperlichen Bauteilen sind in Fig. 1 nur noch Funkionsschritte
dargestellt, wie sie von einem Programm in einer Stereolambdaregelungseinrichtung
ausgeführt werden. Einzelne der Funktionsschritte können auch durch gesonderte Bauteile
realisiert sein, was sich jedoch nur bei hohen Stückzahlen rentiert. In der Regel
werden nach derzeitigem Stand der Technik alle Funktionen einer Lambdaregelung durch
ein in einem Mikrorechner ablaufendes Programm realisiert.
[0016] Im folgenden wird zunächst das Teilverfahren beschrieben, wie es für die erste Zylinderbank
1.1 ausgeführt wird.
[0017] In einem Vergleichsschritt 6.1 wird der von der ersten Labmdasonde 5.1 bestimmte
Lambdaistwert von einem Lambdasollwert abgezogen. Der Lambdasollwert beträgt in der
Regel 1, kann jedoch, bei Magerkonzepten, auch größer als 1 sein. In letzterem Fall
wird der Lambdasollwert abhängig von Werten von aktuellen Betriebsgrößen, z. B. der
Fahrpedalstellung und der Drehzahl, aus einem Kennfeld oder durch Auswerten von Kennlinien
bestimmt. Der aus den beiden Lambdawerten gebildete Differenzwert wird in einem Regelungsschritt
7.1, in der Figur mit "1. Regelung" beschriftete, zum Ausgeben einer Regelstellgröße
verarbeitet. Beim Ausführungsbeispiel ist die Regelstellgröße ein Regelfaktar FR1.
Mit desem Regelfaktor FR1 wird in einem Regelmultiplikationsschritt 8.1 ein Vorsteuerstellwert
TL x

Fi multiplikativ modifiziert, der bereits zuvor additiv in einem Leckluftadaptionsschritt
9.1 mit einem Leckluftadaptionswert modifiziert wurde. Dieser Leckluftadaptionswert
wurde in einem Vorsteueradaptionsschritt 10.1 durch Integration des Regelfaktors FR1
auf beliebige bekannte Art und Weise gewonnen. Im Vorsteueradaptionsschritt 10.1 werden
beim dargestellten Ausfünrungsbeispiel außer dem Leckluftadaptionswert noch ein multiplikativer
und ein additiver Adaptionswert bestimmt. Ersterer wird mit dem durch die oben genannten
Schritte modifizierten Vorsteuerstellwert in einem Adaptionsmultiplikationsschritt
11.1 multiplikativ verknüpft. Dann wird in einem Adaptionsadditionsschritt 12.1 der
additive Adaptionswert hinzugezählt. Alle Adaptionswerte werden dauernd durch Integration
des Regelfaktors FR1 neu bestimmt, solange ein Vorsteueradaptionsflag 13.1 gesetzt
ist. Dieses Flag ist in der Figur als Schalter dargestellt, der beim Verschieben nach
links schließt. Beim Rücksetzen des Flag, entsprechend einem Verschieben des Schalters
nach rechts, findet dagegen Tankentlüftunasadaption statt. Das Flag wird in vorgegebenen
regelmäßigen Zeitabständen vor z. B. einigen Sekunden gesetzt bzw. rückgesetzt.
[0018] In einem Zeitraum, in dem Tankentlüftungsadaption stattfindet, wird in einem Tankentlüftungsadaptionsschritt
14.1 auf beliebige bekannte Art und Weise ein Tankentlüftungsadaptionswert bestimmt,
der mit dem jeweils vorliegenden, durch Vorsteueradaptionswerte modifizierten Vorsteuerstellwert
multiplikativ in einem Tankentlüftungsmultiplikations-Schritt 15.1 verknüpft wird.
Während derjenigen Phasen, in denen Tankentlüftungsadaption stattfindet, bleiben also
die Vorsteueradaptionswerte unverändert, während in Zeiträumen mit Vorsteueradaption
der Tankentlüftungsadaptionswert unverändert bleibt, und zwar auf dem Wert 1. Vorsteuerstellwerte
werden also im Vorsteueradaptionszeitraum mit einem variablen Regelfaktor FR1 und
variablen Vorsteuerstellwerten modifiziert, während die Vorsteuerwerte während des
Tankentlüftungsadaptionszeitraumes nach wie vor durch den sich dauernd ändernden
Regelfaktor FR1 und den Tankentlüftungsadaptionswert modifiziert werden. Das Ergebnis
ist eine vorläufige Einspritzzeit TIV1.
[0019] Die vorläufige Einspritzzeit TIV1 wird über ein Interface 16 in einen zweiten ebenfalls
beiden Zylinderbänken 1.1 und 1.2 gemeinsamen Rechner weitergeleitet, der in einem
Korrekturaddierschritt 17.1 additiv eine Korrekturzeit zufügt, die Störgrößen in Bezug
auf batteriespannungsabhängige Eigenschaften der Einspritzventile der Kraftstoffzumeßeinrichtung
3.1 berücksichtigt. Es werden außerdem, was nicht gesondert dargestellt ist, für jedes
Einspritzventil kurbelwellenabhängige Öffnungs- und Schließzeitpunkte bestimmt.
[0020] Das Interface 16 zwischen zwei Rechnern ist beim Ausführungsbeispiel vorgesehen,
weil die nach derzeitigem Stand der Technik üblichen Rechner zum Bestimmen von adaptierten
Stellgrößen nicht genügend Ausgänge besitzen, um mehrere Einspritzventile sequentiell
gesondert ansteuern zu können. Es befindet sich also sozusagen links vom Interface
16 ein Hauptrechner und rechts davon ein Hilfsrechner zum Ausgeben von Ansteuergrößen
für die Einspritzventile. Der Hilfsrechner kann bei Abänderung des Ausführungsbeispieles
nicht nur den letzten Modifizierschritt der Vorsteuerstellwerte, nämlich den Multiplizierschritt
17.1 zur Batteriespannungskorrektur vornehmen, sondern er kann noch weitere der vorgenannten
Modifizierschritte übernehmen. Es sind dann die entsprechenden Modifizierwerte, also
z. B. die Tankentlüftungsadaptionswerte ebenfalls über das Interface 16 zu übertragen.
Umgekehrt ist es möglich, auch den letzten Modifizierschritt 17.1 durch den Hauptrechner
auszuführen.
[0021] Alle Rechenschritt, die bisher für die Lambdaregelung der ersten Zylinderbank 1.1
beschrieben wurden, werden entsprechend für die zweite Zylinderbank 1.2 ausgeführt.
Entsprechende Rechenschritte sind in der Figur mit ".2" statt ".1" aber im übrigen
gleichen Bezugszeichen indiziert.
[0022] Von Bedeutung für das beschriebene Verfahren ist, daß Lambdasollwerte und Vorsteuerstellwerte
gemeinsam verwendet werden und nur die Werte der Stellgrößen FR1 bzw. FR2 und die
aus diesen Werten berechneten Adaptionswerte zylinderbankindividuell bestimmt werden.
Die Vorsteuerstellwerte werden nicht jeweils für die erste Zylinderbank 1.1 und die
zweite Zylinderbank 1.2 gemeinsam modifiziert, sondern ein Vorsteuerwert wird in einem
bestimmten kurzen Zeitabschnitt zunächst mit für die ersten Zylinderbank 1.1 bestimmten
Werten modifiziert, um eine Einspritzzeit für ein Einspritzventil an der ersten Zylinderbank
zu liefern, und in einem darauffolgenden kurzen Zeitabschnitt wird der Vorsteuerwert
mit Werten für die zweite Zylinderbank 1.2 modifiziert, um Einspritzwerte für ein
dortiges Einspritzventil bereitzustellen. Aufgrund dieser Maßnahmen ist es möglich,
mit einer einzigen Vorrichtung für die Stereolambdaregelung beider Zylinderbänke 1.1
und 1.2 auszukommen. Selbst wenn diese Vorrichtung in einen Hauptrechner und einen
Hilfsrechner untergliedert ist, handelt es sich dennoch um eine gemeinsame Vorrichtung.
[0023] Weiter oben wurde summarisch darauf hingewiesen, daß für die zweite Zylinderbank
in Bezug auf Rechenschritte zum Bestimmen von Einspritzzeiten alles für die erste
Zylinderbank 1.1 ausführlich Beschriebene entsprechend gelte. Dies trifft jedoch für
eine bevorzugte Ausführungsform nicht für die Tankentlüftungsadaption zu. Daher sind
in der Figur die zur zweiten Zylinderbank 1.2 zugehörigen Rechenschritte, die mit
der Tankentlüftungsadaption zu tun haben, gestrichelt eingezeichnet. Es handelt sich
hierbei um den Tankentlüftungsadaptionsschritt 14.2 und einen Regelfaktorkorrekturschritt
18.2. Der Sinn des Korrekturschrittes ist der, dann, wenn der Tankentlüftungsadaptionswert
verändert wird, den Regelfaktor FR2 gegenläufig in einem Divisionsschritt 19.2 zu
verändern, so daß das Produkt aus (bereits anderweitig modifiziertem) Vorsteuerwert,
Regelfaktor und Tankadaptionswert konstant bleibt. Ein entsprechender Regelfaktor-Korrekturschritt
18.1 findet auch für Werte für die erste Zylinderbank 1.1 statt. Auch die Vorsteueradaptionswerte
müssen entsprechend rückkorrigiert werden, was allerdings der Übersichtlichkeit halber
nicht dargestellt ist. Bei all diesen Rückkorrekturen handelt es sich um übliche Rechenschritte.
[0024] Da, wie erwähnt, beim bevorzugten Ausführungsbeispiel der Tankentlüftungsadaptionsschritt
14.2 für die zweite Zylinderbank nicht ausgeführt wird, aber auch für diese Zylinderbank
ein Tankentlüftungsadaptionswert benötigt wird, wird derjenige Tankentlüftungsadaptionswert
im Takentlüftungsmultiplikationschritt 15.2 verwendet, der im Tankentlüftungsadaptionsschritt
14.1 berechnet wurde. Dies ist möglich, da während der Tankentlüftungsadaptionsphase
im wesentlichen dieselben Störgrößen wirken, deren Einflüsse während der verhergehenden
Vorsteueradaptionsphase adaptiert wurden und demgemäß in den Vorsteueradaptionswerten
berücksichtigt sind. Eventuelle kleine Restfehler werden durch geringfügig unterschiedliche
Regelfaktoren FR1 bzw. FR2 für die beiden Zylinderbänke 1.1 bzw. 1.2 ausgeglichen.
Auch der Regelfaktor-Korrekturwert wird übernommen.
[0025] Wenn der Tankentlüftungsadaptionswert z. B. aus dem Regelfaktor FR1 nicht mehr bestimmt
werden kann, wird dies durch ein Fehlersuchverfahren festgestellt, und es wird dann
der Tankentlüftungsadaptionsschritt 14.1 gesperrt und stattdessen der Tankentlüftungsadaptionsschritt
14.2 ausgeführt. Der von diesem Schritt gelieferte Adaptionswert wird nicht nur im
Tankentlüftungsmultiplikationsschritt 15.2, sondern auch im Tankentlüftungsmultiplikationsschritt
15.1 verwendet.
1. Verfahren zum adaptierten Vorsteuern und Regeln der Luft/Kraftstoffgemische mittels
zweier Kraftstoffzumeßeinrichtungen (2.1 und 2.2) einer Brennkraftmaschine, die zwei
gesonderte Abgaskanäle (4.1 und 4.2) mit jeweils einer Lambdasonde (5.1 und 5.2) und
einem Katalysator aufweist, wobei
- für beide Kraftstoffzumeßeinrichtungen ein gemeinsames Lastsignal (TL) erfaßt wird,
- ein für beide Kraftstoffzumeßeinrichtungen gemeinsamer Vorsteuerstellwert (TL*

Fi) und ein gemeinsamer Lambdasollwert (λ soll) bestimmt werden,
- für jede Kraftstoffzumeßeinrichtung Werte einer Lambda-Regelstellgröße mit Regelfaktoren
(FR1 und FR2 ) und von dieser abhängige Werte von Vorsteuerstellgrößen und von dieser
abhängige Werte von Vorsteueradaptionsgrößen (Ausgangssignale von 10.1 und 10.2) gesondert
bestimmt und dem gemeinsamen Vorteuerstellwert (TL*

Fi) gesondert überlagert werden,
- für beide Kraftstoffzumeßeinrichtungen ein gemeinsamer Tankentlüftungsadaptionswert
(Ausgangssignal von 14.1) verwendet wird, der aus der für eine der beiden Kraftstoffzumeßeinrichtungen
bestimmten Regelstellgröße (FR1, FR2) bestimmt wird,
- Vorsteuer- und Tankentlüftungsadaption nicht gleichzeitig stattfinden, und wobei
- dann, wenn eine Tankentlüftungsadaption stattfindet, einer der Regelfaktoren (FR1,FR2)
in einer Weise korrigiert wird, die die lambdakorrigierte Einspritzzeit TIV unverändert
läßt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei dann, wenn das Bestimmen des Tankentlüftungsadaptionswertes
für die erste Kraftstoffzumeßeinrichtung aufgrund eines Fehlers nicht mehr möglich
ist, dieser Wert aus der für die zweite Kraftstoffzumeßeinrichtung gebildeten Regelstellgröße
bestimmt wird, und für beide Kraftstoffzumeßeinrichtungen gemeinsam verwendet wird.
3. Vorrichtung zum adaptierten Vorsteuern und Regeln der Luft/Kraftstoffgemische mittels
zweier Kraftstoffzumeßeinrichtungen (2.1 und 2.2) einer Brennkraftmaschine, die zwei
gesonderte Abgaskanäle (4.1 und 4.2) mit jeweils einer Lambdasonde (5.1 und 5.2) und
einem Katalysator aufweist, wobei
- ein Mittel zum Erfassen eines gemeinsamen Lastsignals TL für beide Kraftstoffzumeßeinrichtungen,
sowie
- ein Mittel zum Bestimmen eines gemeinsamen Vorsteuerstellwertes TL*

Fi für beide Kraftstoffzumeßeinrichtungen und zum Bestimmen eines gemeinsamen Lambdasollwertes
(λ soll) vorhanden ist,
die Vorrichtung ferner
- ein Mittel aufweist, das für jede Kraftstoffzumeßeinrichtung Werte einer Lambda-Regelstellgröße
mit Regelfaktoren (FR1 und FR2) und von dieser abhängige Werte von Vorsteuerstellgrößen
und von dieser abhängige Werte von Vorsteueradaptionsgrößen (Ausgangssignale von 10.1
und 10.2) gesondert bestimmt und dem gemeinsamen Vorsteuerstellwert (TL*

Fi) gesondert überlagert,
- Mittel enthält, die für beide Kraftstoffzumeßeinrichtungen einen gemeinsamen Tankentlüftungsadaptionswert
bilden, der aus der für eine der beiden Kraftstoffzumeßeinrichtungen bestimmten Regelstellgröße
bestimmt wird und daß die Vorrichtung mit Mitteln ausgestattet ist,
- die dafür sorgen, daß Vorsteuer- und Tankentlüftungsadaption nicht gleichzeitig
stattfinden und wobei
- Mittel vorhanden sind, die dann, wenn eine Tankentlüftungsadaption stattfindet,
einen der Regelfaktoren (FR1, FR2) in einer Weise korrigieren, die die lambdakorrigierte
Einspritzzeit TIV unverändert läßt.
1. Method for the adapted pre-control and closed-loop control of the air/fuel mixture
by means of two fuel metering devices (2.1 and 2.2) of an internal combustion engine
which has two separate exhaust gas ducts (4.1 and 4.2) each with a lambda probe (5.1
and 5.2) and a catalyser, in which
- a common load signal (TL) is recorded for both fuel metering devices,
- a common pre-control setting value (TL*

Fi) and a common required lambda value (λ required) are determined for both fuel metering
devices,
- values of a lambda closed-loop control setting parameter with control factors (FR1
and FR2) and values, dependent on the latter, of pre-control setting parameters and
values, dependent on the latter, of pre-control adaptation parameters (output signals
of 10.1 and 10.2) are separately determined for each fuel metering device and are
separately superimposed on the common pre-control setting value (TL*

FI),
- a common tank ventilation adaptation value (output signal of 14.1), which is determined
from the closed-loop setting parameters (FR1, FR2) determined for one of the two fuel
metering devices, is used for both fuel metering devices,
- pre-control adaptation and tank ventilation adaptation do not take place simultaneously,
and in which
- when a tank ventilation adaptation is taking place, one of the closed-loop control
factors (FR1, FR2) is corrected in a way which leaves the lambda-corrected injection
period TIV unchanged.
2. Method according to Claim 1 in which, when the determination of the tank ventilation
adaptation value for the first fuel metering device is no longer possible because
of a fault, this value is determined from the closed-loop control parameters formed
for the second fuel metering device and is used jointly for both fuel metering devices.
3. Appliance for the adapted pre-control and closed-loop control of the air/fuel mixture
by means of two fuel metering devices (2.1 and 2.2) of an internal combustion engine
which has two separate exhaust gas ducts (4.1 and 4.2) each with a lambda probe (5.1
and 5.2) and a catalyser, in which
- a means is present for recording a common load signal TL for both fuel metering
devices, and
- a means is present for determining a common pre-control setting value TL*

Fi for both fuel metering devices and for determining a common required lambda value
(λ required),
the appliance also
- has a means by which values of a lambda closed-loop control setting parameter with
control factors (FR1 and FR2) and values, dependent on the latter, of pre-control
setting parameters and values, dependent on the latter, of pre-control adaptation
parameters (output signals of 10.1 and 10.2) are separately determined for each fuel
metering device and are separately superimposed on the common pre-control setting
value (TL*

FI),
- has means by which a common tank ventilation adaptation value, which is determined
from the closed-loop setting parameters determined for one of the two fuel metering
devices, is formed for both fuel metering devices and that the appliance is equipped
with means
- which ensure that pre-control adaptation and tank ventilation adaptation do not
take place simultaneously and in which
- means are present which, when a tank ventilation adaptation is taking place, correct
one of the closed-loop control factors (FR1, FR2) in a way which leaves the lambda-corrected
injection period TIV unchanged.
1. Procédé de commande préalable adaptative et de régulation du mélange air/carburant
à l'aide de deux installations de dosage de carburant (2.1 et 2.2) d'un moteur thermique
ayant deux tubulures d'échappement particulières (4.1, 4.2) et équipées chacune d'une
sonde lambda (5.1, 5.2) et d'un catalyseur,
- un signal de charge commun (TL) étant détecté pour les deux installations de dosage
de carburant,
- une valeur de commande préalable commune (TL* π Fi) commune étant prévue pour les
deux installations de dosage de carburant ainsi qu'une valeur de consigne lambda,
commune, lambda (λcoms) étant déterminée,
- pour chaque installation de dosage de carburant, on détermine des valeurs d'une
grandeur de régulation lambda avec des coefficients de régulation (FR1 et FR2) et
à partir de celles-ci, des valeurs dépendantes des grandeurs de réglage préalable
et à partir de celles-ci des valeurs dépendantes des grandeurs, commande préalable
adaptative (signaux de sortie de 10.1 et 10.2) que l'on détermine de manière particulière
et on les combine de façon particulière à la valeur de commande préalable commune
(TI* π Fi),
- pour les deux installations de dosage de carburant, on utilise une valeur de ventilation
adaptative de réservoir, commune, (signal de sortie de 14.1) qui se détermine à partir
des grandeurs de régulation (FR1, FR2) déterminées pour l'une des deux installations
de dosage de carburant,
- la commande préalable et la ventilation adaptative du réservoir ne se font pas simultanément
et,
- lorsqu'il y a une ventilation adaptative de réservoir, on corrige l'un des coefficients
de régulation (FR1, FR2) de façon à laisser inchangée la durée d'injection corrigée
en lambda (TIV).
2. Procédé selon la revendication 1, dans lequel, si la détermination de la valeur de
ventilation adaptative de réservoir n'est plus possible pour la première installation
de dosage de carburant à cause d'une erreur, on détermine cette valeur à partir des
grandeurs de régulation formées pour la seconde installation de dosage de carburant
et on l'utilise en commun pour les deux installations de dosage de carburant.
3. Dispositif de commande préalable adaptative et de régulation du mélange air/carburant
à l'aide de deux installations de dosage de carburant (2.1 et 2.2) d'un moteur thermique
ayant deux tubulures d'échappement distinctes (4.1, 4.2) avec chaque fois une sonde
lambda (5.1, 5.2) et un catalyseur,
- un moyen étant prévu pour détecter un signal de charge commun (TL) aux deux installations
de dosage de carburant, ainsi que
- un moyen pour déterminer une valeur de commande préalable commune (TL* π Fi) pour
les deux installations de dosage de carburant et pour déterminer une valeur de consigne,
lambda, commune (λcoms),
le dispositif comprend en outre:
- un moyen déterminant pour chaque installation de dosage de carburant, des valeurs
d'une grandeur de régulation lambda avec des coefficients de régulation (FR1, FR2)
et à partir de celles-ci, des valeurs dépendantes des grandeurs de commande préalable
et à partir de celles-ci, des valeurs dépendantes des grandeurs de commande préalable
adaptative (signaux de sortie de 10.1 et 10.2) déterminées séparément pour être combinées
séparément à la valeur de commande préalable commune (TL* π Fi),
- des moyens qui forment une valeur commune de ventilation adaptative de réservoir
pour les deux installations de dosage de carburant, cette valeur étant déterminée
à partir des grandeurs de régulation définies pour l'une des deux installations de
dosage de carburant, et en ce que le dispositif est muni de moyens,
- qui assurent que la commande préalable adaptative et la ventilation adaptative de
réservoir ne s'effectuent pas simultanément et,
- des moyens étant prévus qui corrigent l'un des coefficients de régulation (FR1,
FR2) lorsque se produit une ventilation adaptative du réservoir, pour être corrigée
afin que la durée d'injection, correction lambda (TIV) restent inchangés.