[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Bodenhülse zur Aufnahme eines zu einem Sportgerät
gehörenden Standrohres gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Eine derartige Bodenhülse ist aus der DE-OS 36 21 975 bekannt.
[0003] Beim Einsatz der dort beschriebenen und gezeigten Bodenhülse ist es allerdings,
wie im übrigen auch bei allen anderen bekannten, erforderlich, den Querschnitt der
Bodenhülse dem Querschnitt des Standrohres anzupassen, um so einen sicheren Stand
des Standrohres zu gewährleisten.
[0004] Dies bedeutet jedoch eine erhebliche Einschränkung der Verwendung von Sportgeräten,
da deren Standrohre, aufgrund der unterschiedlichen Beanspruchungen verschieden ausgebildet
sind.
So gibt es Sportgeräte, deren Standrohr einen ovalen Querschnitt, andere deren Standrohr
einen eckigen oder runden, und wieder andere deren Querschnitt in Form eines
Polygons gestaltet sind.
[0005] Für all diese unterschiedlichen Querschnittsformen ist es bislang notwendig, entsprechend
angepaßte Bodenhülsen zu verwenden, wobei es natürlich nicht möglich ist, beispielsweise
die für einen runden Querschnitt ausgelegte Bodenhülse für ein Standrohr mit ovalem
Querschnitt zu verwenden.
[0006] Abgesehen von der eingeschränkten Verwendungsfähigkeit der in das Erdreich eingelassenen
Bodenhülsen, stellt sich als weiterer Nachteil die relativ umfangreiche, da variantenreiche
Herstellung und Lagerhaltung dar. Insofern wird auch die Kostenstruktur bei der Herstellung
bzw. beim Einsatz der bekannten Bodenhülsen ungünstig beeinflußt.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Bodenhülse der
gattungsgemäßen Art so zu gestalten, daß sie universell, für verschiedenste Querschnittsformen
des Standrohres einsetzbar ist.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs
1 genannten Merkmale gelöst.
[0009] Durch die polygone Formgebung eines Teils des inneren Umfangs der Bodenhülse wird
gewährleistet, daß jedes eingesteckte Standrohr, unabhängig davon, welche Querschnittsform
es aufweist, mit zumindest zwei Bereichen an der Wandung der Bodenhülse anliegt.
[0010] Durch die weitere Maßnahme, daß der polygonartig ausge bildeten Seite gegenüberliegend
eine Zwischenwand vorgesehen ist, die in unterschiedlichen Abständen zu der polygonartigen
Seite in die Bodenhülse einschiebbar ist, wird den differierenden Außenabmessungen
der einzusteckenden Standrohre Rechnung getragen, so daß diese immer an der Zwischenwand
zur Anlage kommen.
[0011] In vorteilhafter Weise ist dabei die Zwischenwand so gestaltet, daß sie im Querschnitt
unterschiedlich geformte, den Konturen der verschiedenen Standrohre in etwa angepaßte
Außenflächen aufweist, so daß sich daraus ein teilweiser Formschluß zwischen dem
Standrohr und der Zwischenwand ergibt.
[0012] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, die Bodenhülse mit
einem teilweise umlaufenden Kragen zu versehen, auf dem sich dann, wenn kein Standrohr
eingesetzt ist, ein an sich bekannter Deckel abstützt, der beispielsweise mit einem
Exzenterverschluß festgelegt sein kann. Bei Nichtgebrauch, also dann, wenn ein Standrohr
in die Bodenhülse eingeführt ist, kann dieser Deckel in eine gegenüber der polygonen
Seite angeordnete Kammer, in Längsrichtung der Bodenhülse verlaufend, eingeschoben
werden, so daß er dort geschützt und gegen ein Verlieren gesichert ist.
[0013] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
[0014] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnungen
beschrieben.
[0015] Es zeigen:
Fig. 1-3 jeweils eine Bodenhülse mit eingesteckten, im Querschnitt unterschiedlichen
Standrohren, jeweils in einer Draufsicht,
Fig. 4 eine Teilseitenansicht der Bodenhülse mit zugeordnetem, in Explosivdarstellung
gezeigtem Deckel,
Fig. 5 eine Teildraufsicht auf den Deckel gesehen in Richtung des Pfeiles V in Figur
4.
[0016] Die in den Figuren 1 bis 4 dargestellte Bodenhülse 1, die ins Erdreich einbringbar
ist und in die ein Standrohr 2, 3, 4 einsteckbar ist, das zu einem nicht dargestellten
Sportgerät gehört.
Dabei ist der Querschnitt der Bodenhülse 1 im wesentlichen rechteckförmig gestaltet.
Allerdings ist ein Teil des Umfangs, das heißt eine Längsseite, im Querschnitt polygonartig
gestaltet, wobei diese polygonartige Ausbildung symmetrisch ist und dabei vier stumpfwinklig
zueinander angeordnete Schrägflächen aufweist. Auf diese Weise kommt jedes eingesteckte
Standrohr 2, 3, 4, unabhängig vom Querschnitt, mit mindestens zwei Bereichen der
polygonartigen Seite 5 in Anlage.
[0017] Auf der polygonartigen Seite 5 gegenüberliegend ist eine Zwischenwand 6 in die Bodenhülse
1 eingeschoben, deren Breitseiten unterschiedlich ausgebildet sind.
[0018] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel weist die Zwischen wand 6 auf einer Breitseite
einen Steg 11 auf, während die andere Breitseite konvex geformt ist, so daß ein im
Querschnitt kreisförmiges Standrohr 2, wie( es in der Figur 1 dargestellt ist, über
einen größeren Bereich zur Anlage kommt.
[0019] Bei den in den Figuren 2 und 3 gezeigten Ausführungsbeispielen ist das Standrohr
jeweils mit einer Längsnut 12 versehen, in die dann der Steg 11 der entsprechend umgesteckten
Zwischenwand 6 eingreift und so eine Lagearretierung bewirkt.
[0020] Die einander gegenüberliegenden, parallel zueinander verlaufenden Wände der Bodenhülse
1 sind jeweils mit zwei parallel und mit Abstand zueinander verlaufenden Nuten 9 versehen,
wobei die Nuten 9 jeweils einer Seite direkt gegenüber den Nuten 9 der anderen Seite
der Bodenhülse 1 liegen.
[0021] Mit Hilfe von angeformten Federn 10 ist die Zwischenwand 6 in den Nuten 9 geführt.
Durch Umstecken der Zwischenwand 6 kann deren Abstand zur polygonartigen Seite 5
verändert werden, so daß der in der Bodenhülse gebildete Aufnahmeraum für die Standrohre
2, 3, 4 entsprechend deren, je nach Querschnittsform veränderten Abmaßen angepaßt
werden kann.
Dies ist sehr deutlich in den Figuren 2 und 3 erkennbar.
[0022] Selbstverständlich sind außer der gezeigten Anzahl von Nuten 9, je nach Erfordernis,
auch noch weitere Nuten denkbar. Auch ist die Formgebung der Breitseiten der Zwischenwand
6 variabel und letztendlich nur davon ab hängig, welche Querschnittsformen die Standrohre
aufweisen.
[0023] Auf ihrer Oberseite ist die Bodenhülse 1 im Bereich der parallelen, einander gegenüberliegenden
Seiten und im Bereich der polygonen Seite 5 mit einem Kragen versehen, der der Kontur
der Bodenhülse in diesen Bereichen angepaßt ist und der eine Aufkantung aufweist.
In Nichtgebrauchsstellung, also dann, wenn kein Standrohr in die Bodenhülse 1 eingesteckt
ist, kann diese mit einem Deckel 8 abgedeckt werden, der sich dann auf dem Kragen
7 abstützt.
[0024] Zur Festlegung des Deckels 8 weist der Kragen zum einen einen Stift 17 auf, der in
eine Öffnung 19 in der Aufkantung eines Kragens 7 einsteckbar ist. Weiter ist der
Deckel 8 mit einer Exzenterscheibe 15 versehen, die mit Hilfe eines Werkzeuges, das
in eine Werkzeugaufnahme 18 eingreift, in einer Wand der Bodenhülse 1 vorgesehenen
Schlitz 16 einschwenkbar ist.
Auf diese Art und Weise ist der Deckel 8 fest arretiert.
[0025] Bei dessen Nichtgebrauch kann er in einer außerhalb des Aufnahmeraumes für das Standrohr
2,3,4 der Bodenhülse gebildeten Kammer 13 verstaut werden.
Bezugszeichenliste
[0026]
1 Bodenhülse
2 Standrohr
3 Standrohr
4 Standrohr
5 polygone Seite
6 Zwischenwand
7 Kragen
8 Deckel
9 Nut
10 Feder
11 Steg
12 Längsnut
13 Kammer
14 Anlage
15 Exzenterscheibe
16 Schlitz
17 Stift
18 Werkzeugaufnahme
19 Öffnung
1. Bodenhülse zur Aufnahme eines zu einem Sportgerät gehörenden Standrohres, das
in Gebrauchsstellung zumindest teilweise an der Wandung der Bodenhülse anliegt, dadurch gekennzeichnet, daß der innere Umfang der Bodenhülse (1) teilweise polygonartig ausgebildet ist
und daß der polygonartigen Seite (5) gegenüberliegend eine gegenüber dieser abstandsveränderbar
in die Bodenhülse (1) einschiebbare Zwischenwand (6) vorgesehen ist.
2. Bodenhülse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die polygonartige Seite
(5) symmetrisch ausgebildet ist.
3. Bodenhülse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die polygonartige
Seite (5) vier stumpfwinklig zueinander verlaufende Schrägen aufweist.
4. Bodenhülse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenwand (6) im
Querschnitt unterschiedlich geformte Breitseiten aufweist.
5. Bodenhülse nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Breitseite einen in
Längsrichtung verlaufenden Steg (11) und die andere Breitseite eine konvexe Ausformung
aufweist.
6. Bodenhülse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in jeder der parallel zueinander
verlaufenden, gegenüberliegenden Seitenwände mehrere, parallel und mit Ab stand
zueinander verlaufende Nuten (9) vorgesehen sind, wobei die Nuten (9) der einen Seitenwand
genau gegenüber den Nuten (9) der anderen Seitenwand (liegen.
7. Bodenhülse nach Anspruch 1 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenwand
(6) mit Federn (10) versehen sind, die in den Nuten (9) führbar sind.
8. Bodenhülse nach Anspruch 1, bei der ein Deckel vorgesehen ist, mit dem diese in
Nichtgebrauchsstellung abdeckbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß an der Oberseite
der Bodenhülse (1), im wesentlichen dem Umfang entsprechend, ein Kragen (7) vorgesehen
ist, auf dem der Deckel (8) aufliegt.
9. Bodenhülse nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Kragen (7) eine umlaufende
Aufkantung aufweist.
10. Bodenhülse nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß am Kragen (7)
ein Stift (17) angeordnet ist, der in eine Öffnung (19) der Aufkantung des Kragens
(7) einsteckbar ist.
11. Bodenhülse nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß auf
der dem Stift (17) abgewandten Unterseite des Deckels (8) eine Exzenterscheibe (15)
vorgesehen ist, die in Gebrauchsstellung des Deckels (8) in einen in der Bodenhülse
(1) vorgesehenen Schlitz (16) eindrehbar ist.
12. Bodenhülse nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
der der polygonen Seite (5) der Bodenhülse (1) gegenüberliegenden Seite und der Zwischenwand
(6) eine Kammer (13) gebildet ist, in der der Deckel (8) verstaubar ist.