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EP 0 429 487 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.04.1993 Patentblatt 1993/17 |
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Anmeldetag: 01.08.1989 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: F27D 23/02 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE8900/503 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9001/666 (22.02.1990 Gazette 1990/05) |
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VORRICHTUNG ZUM REINIGEN VON FEUERFEST AUSGEKLEIDETEN FÖRDERRINNEN
DEVICE FOR CLEANING CONVEYING CHANNELS WITH A REFRACTORY COATING
DISPOSITIF DE NETTOYAGE DE RIGOLES DE TRANSPORT A REVETEMENT IGNIFUGE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
12.08.1988 DE 3827401
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.06.1991 Patentblatt 1991/23 |
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Patentinhaber: Preussag Stahl Aktiengesellschaft |
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31226 Peine (DE) |
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Erfinder: |
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- KAISER, Heinrich
D-3320 Salzgitter 1 (DE)
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Vertreter: Lüdtke, Frank et al |
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Preussag AG
Patente und Lizenzen
Postfach 61 02 09 30602 Hannover 30602 Hannover (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-C- 668 333 US-A- 2 825 372
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DE-C- 3 225 015 US-A- 3 144 835
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich eine Vorrichtung zum Reinigen von feuerfest ausgekleideten
Förderrinnen für schmelzflüssige Metalle und Schlacken und betrifft insbesondere die
Einrichtungen zum Verfahren der Vorrichtung entlang der Förderrinne während der Bearbeitung
der Rinnenwand.
[0002] Aus DE-PS 32 25 015 ist eine Vorrichtung zum Reinigen von Förderrinnen mittels rotierender
Ketten bekannt. Diese Vorrichtung ist mit Rädern, die beiderseits der Rinne in Schienen
geführt werden, längs der Rinne verfahrbar. Die dort gezeigte Anordnung von zwei Führungsschienen
in Form breiter Rinnen für die vier Räder ist jedoch unzweckmäßig. Unter der Hitzeeinwirkung
von flüssigem Metall und heißer Schlacke verformt sich der Hallenboden und insbesondere
der Untergrund neben der Rinne, was zu bleibenden Verformungen der in oder auf diesem
Untergrund fest angeordneten oder ausgebildeten Schienen führt, so daß eine einwandfreie
Spurführung parallel zur Rinne und eine gleichmäßige Auflage aller Räder nicht zu
erreichen ist. Unregelmäßigkeiten des Fahrweges erschweren nicht nur die Bedienung
der Vorrichtung, sondern beeinflussen auch den Reinigungsvorgang nachteilig. Außerdem
ergeben derartige Schienen beim Betrieb der Rinne eine erhöhte Unfallgefahr. Ferner
können derartige Schienen dadurch urbrauchbar werden, daß die Rinne überläuft.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es daher, die Einrichtungen zum Verfahren der Vorrichtung
im Hinblick auf sich ergebende Bodenveränderungen und zur Vermeidung der Unfallgefahr
zu verbessern.
[0004] Diese Aufgabe wird nach dem Hauptanspruch gelöst. Die Unteransprüche stellen bevorzugte
Weiterbildungen, insbesondere bezüglich der Ausbildungen der vorgesehenen Schiene
dar.
[0005] Es ist selbstverständlich bekannt, daß eine Dreipunkt-Auflage auch auf unebenem Boden
die stabile Stellung eines Gegenstandes gewährleistet. Im vorliegenden Fall ist jedoch
das Fahrgestell der Vorrichtung, dessen Baulänge im Verhältnis zu seiner Breite relativ
kurz ist, auf einem sich unter Wärmeeinflüssen laufend verändernden Untergrund möglichst
parall zur Rinnenmitte zu führen. Diese Veränderungen führen nicht nur zu Höhenunterschieden
der Auflage für die Schiene, sondern auch zu Veränderungen der Spurweite, wenn zwei
Schienen verwendet werden. Dabei ist zu beachten, daß aus dem Putzvorgang auch Seitenkräfte
auf das Fahrgestell wirken. Die vorliegende Erfindung löst dieses Problem in einer
einfachen, auch für den rauhen Betrieb an beispielsweise einem Hochofen geeigneten
Weise. Die erfindungsgemäße Führung des Gestells ist insbesondere auch vorteilhaft
gegenüber schienenlosen Vorrrichtungen wie beispielsweise Baggerfahrzeugen, an denen
ein Putzkopf montiert wird.
[0006] Weitere Einzelheiten der Rinnnenputzmaschine, insbesondere der erfindungsgemäßen
Führung des Fahrgestells, werden anhand der auf den beigefügten vereinfachten Zeichnungen
schematisch dargestellten Abbildungen beschrieben.
[0007] Es zeigen
- Fig. 1
- einen Schnitt durch die Förderrinne mit einer Ansicht auf die Vorrichtung zum Reinigen
der Rinne,
- Fig. 2
- ein Ende einer Führungsschiene,
- Fig. 3
- eine Ansicht auf eine Förderrinne mit einer neben ihr liegenden Führungsschiene und
einer angedeuteten Vorrichtung zum Reinigen.
[0008] Der Putzkopf der dargestellten Vorrichtung besteht aus einer Trommel 1, an der Ketten
2 befestigt sind, die bei Drehung der Trommel abgesetzte Schlacke und lose Bestandteile
des Feuerfestmaterials der Auskleidung 4 an der Wand der Förderrinne 3 abschlagen,
wie beispielsweise in DE-PS 32 25 015 beschrieben ist.
[0009] Die Vorrichtung weist ein Fahrgestell 5 auf. Auf diesem ist eine Säule 30 quer zur
Rinne verschiebbar. An der Säule 30 ist ein Schlitten 31 in senkrechter Richtung beweglich
geführt. Die seitliche Verschiebung der Säule 30 und damit auch des Putzkopfes 1,
2 erfolgt über einen Motor 32, vorzugsweise mittels eines Kettenzuges 33. Die Höhenverstellung
des Putzkopfes 1, 2 geschieht durch den Motor 34, und auch hierfür ist angesichts
des rauhen, staubigen Betriebes an einem Hochofen eine Kette 35 zweckmäßig. Für den
Antrieb der Trommel 1 ist auf dem Schlitten 31 ein Motor 6 vorgesehen. Die Vorrichtung
weist ferner einen Fahrstand 36 auf. Für die Zuführung der elektrischen Energie zu
der Vorrichtung kann eine Kabeltrommel 37 vorgesehen sein.
[0010] An einer Seite des Gestells 5 sind vorzugsweise zwei über Fahrmotore 29 einzeln angetriebene
Räder 21 angeordnet. Die Räder 21 laufen auf der Führungsschiene 20. Etwa im Bereich
der Räder 21 sind um vertikale Achsen drehbare, nicht angetriebene Seitenführungsrollen
22 vorgesehen, die seitlich an der Führungsschiene 20 laufen und die seitliche Führung
bei Antrieb der Räder 21 sowie die beim Reinigen der Rinne auf das Gestell 5 wirkenden
Seitenkräfte übernehmen. An der anderen Seite der Rinne ist an dem Gestell 5 eine
einzige nicht angetriebene Stützrolle 23 angeordnet. Die Stützrolle 23 kann einen
größeren Durchmesser als die Räder 21 haben, so daß sie über Unebenheiten des Untergrundes
leichter hinwegrollt. Ein getrennter Antrieb beider Räder 21 hat den Vorteil, daß
selbst in dem Fall, daß das Gestell 5 irgendwo aufsitzt und eines der Räder 21 von
der Schiene 20 abgehoben wird, noch ein Antrieb über das andere Rad 21 möglich ist,
so daß es bei der Beseitigung der aufgetretenen Schwierigkeit wenigstens mitwirken
kann. Hierbei ist zu beachten, daß der Bereich der Förderrinne auch während des Reinigungsvorganges
noch so heiß ist, daß er nicht ohne weiteres zugänglich ist.
[0011] Unter der Führungsschiene 20 befindet sich mit Abstand zueinander eine Anzahl kleiner
Platten 27, mit denen die Führungsschiene auf Brammen der dicken metallischen Platten
26, die in den Halleboden eingelassen sind, aufliegt. In den Platten 27 können, wie
in Fig. 2 angedeutet ist, Gewindebolzen 28 als Stellschrauben zum Ausgleich von Bodenunebenheiten
angebracht sein. Anstelle der gezeigten Gewindebolzen 28 oder zusätzlich hierzu können
auch andere geeignete Ausgleichsmittel, z. B. mit ineinandergreifenden Teilen stapelbare
Unterlegscheiben 38, die formschlüssig ineinander passen, verwendet werden. Normalerweise
genügt eine verhältnismäßig grobe Ausrichtung der Schienen. Etwa an den Enden der
Schienen, vorzugsweise im Abstand von zwei Dritteln der Rinnenlänge, sind an ihrer
Unterseite Führungsbolzen 24 vorgesehen, die in Langlöcher 25 einer Platte 26 eingesetzt
werden.
[0012] Die einstückige Führungsschiene 20, die z. B. 20 m Lang ist, wird während des normalen
Betriebes der Förderrinne entfernt und kann durch einen Kran leicht weggenommen sowie
zum Reinigungsvorgang mittels der Bolzen 24 und der Langlöcher 25 sehr einfach wieder
eingesetzt werden. Auch die Reingungsvorrichtung selbst wird während des normalen
Rinnebetriebes von der Förderrinne durch einen Kran auf einen Warteplatz gestellt.
Sind in einem Hochofenbetrieb mehrere etwa gleich lange Förderrinnen vorhanden, so
können Vorrichtung und Führungsschiene wechselweise bei diesen Rinnen zur Reinigung
eingesetzt werden.
[0013] Fig. 3 zeigt vereinfacht eine Förderrinne für einen Hochofen mit einer neben ihr
eingesetzten Führungsschiene 20 und der angedeuteten Vorrichtung. Durch die Führungsschiene
20 und die Seitenführungsrollen 22 läuft die Vorrichtung problemlos parallel zur Mitte
der Förderrinne 3. Eine Querverschiebung der Trommel 1 ist nur erforderlich, wenn
dies durch den Zustand der Rinnenwand oder deren Verlauf notwendig wird. Gegebenenfalls
kann die Vorrichtung auch ein Stück zurückgefahren werden, um an einer Stelle den
Reinigungsvorgang zu wiederholen. Die Führung der Vorrichtung auf der Schiene 20 erleichtert
den Arbeitsvorgang erheblich und wird insbesondere durch Unebenheiten des Hallenbodens
neben der Förderrinne nicht beeinflußt. Fig. 3 zeigt außerdem Absaugeinrichtungen
40, durch die während des Rinnenbetriebes Gase und/oder Rauch abgesaugt werden können
und die während der Reinigung einen Teil des anfallenden Staubes abziehen.
[0014] Die Erfindung ist nicht auf die in den Beispielen dargeste!lte Reinigungsvorrichtung
mit Ketten an einer Trommel beschränkt, sondern kann auch bei Rinnenputzmaschinen
verwendet werden, die mit anderen Putzköpfen arbeiten.
1. Vorrichtung zum Reinigen von feuerfest ausgekleideten Förderrinnen für schmelzflüssige
Metalle und Schlacke mittels Retten (2), die an einer rotierenden Trommel (1) angeordnet
sind, mit einem schienengeführten, in Längsrichtung über der Förderrinne verfahrbaren
Gestell (5), dadurch gekennzeichnet, daß an einer Seite der Förderrinne (3) eine einzige
leicht demontierbare Führungsschiene (20) angeordnet ist, das Fahrgestell (5) an der
Seite der Führungsschiene (20) zwei Räder (21), von denen mindestens eines mit einem
Fahrmotor (29) angetrieben wird und zwei Paare von um vertikale Achsen drehbare Seitenführungsrollen
(22) sowie an der anderen Seite eine frei mitlaufende Stützrolle (23) aufweist und
daß die Führungsschiene (20) an ihrer Unterseite Führungsbolzen (24) aufweist, die
in parallel zur Mitte der Rinne (3) verlaufende Langlöcher (25) in metallischen Platten
(26) einsetzbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsschiene (20)
an ihrer Unterseite mit einer Anzahl kleiner Platten (27) versehen ist, in denen Gewindebolzen
(28) zur Anpassung an den sich durch Wärmeeinflüsse verändernden Schmelzhallenboden
oder an die Platten (26) angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsschiene
(20) ein Stahlprofil ist, das als ein Stück über die Länge der Förderrinne (3) reicht
und nur etwa an jedem Ende, vorzugsweise im Abstand von etwa zwei Dritteln der Rinnenlänge,
einen Führungsbolzen (24) besitzt.
1. Device for cleaning channels with a refractory coating for molten metals and slags
by means of chains (2) disposed on a rotating drum (1), with a rail-guided running
gear (5) displaceable longitudinally along the channel, characterised in that a single
easily-removable guide rail (20) is disposed on one side of the channel (3), the running
gear (5) has, on the side of the guide rail (20) two wheels (21), of which at least
one is driven by a traction motor (29), and has two pairs of lateral guide rollers
(22) which are rotatable about vertical axes, and, on the free side a free-wheeling
support roller (23), and in that the guide rail (20) has on its underside guide bolts
(24), which may be inserted into slots (25), extending parallel to the centre of the
channel (3), in metal plates (26).
2. Device according to claim 1, characterised in that the guide rail (20) is provided
on its underside with a plurality of small plates (27) in which there are disposed
threaded bolts (28) for adaptation to the workshop floor, which changes under the
influence of heat, or to the plates (26).
3. Device according to claim 1 or 2, characterised In that the guide rail (20) is a profiled
steel component, which extends as one continuous part over the length of the channel
(3) and only has a guide bolt (24) at each end, preferably at a spacing apart of approximately
two-thirds of the length of the channel.
1. Dispositif pour nettoyer des rigoles de transport à revêtement réfractaire prévues
pour des métaux en fusion et des scories, à l'aide de chaînes (2) qui sont disposées
sur un tambour rotatif (1), comportant un chariot (5) guidé sur rail et apte à être
déplacé dans le sens longitudinal au-dessus de la rigole de transport, caractérisé
en ce qu'il est prévu, d'un côté de la rigole de transport (3), un rail de guidage
(20) unique et facilement démontable, le chariot (5) possède, sur le côté du rail
de guidage (20), deux roues (21) dont l'une au moins est entraînées par un moteur
de translation (29), et deux paires de galets de guidage latéral (22) aptes à tourner
autour d'axes verticaux et, de l'autre côté, un galet support (23) entraîné librement,
et en ce que le rail de guidage (20) possède, sur sa face inférieure, des boulons
de guidage (24) qui sont aptes à être introduits dans des trous oblongs (25) s'étendant,
dans des plaques métalliques (26), parallèlement au milieu de la rigole (3).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le rail de guidage (20)
est pourvu, sur sa face inférieure, de plusieurs petites plaques (27) dans lesquelles
sont disposés des boulons filetés (28) destinés à l'adaptation au sol de la halle
de fusion modifié par des influences thermiques, ou aux plaques (26).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le rail de guidage
(20) est un profilé qui d'étend, en une pièce, sur la longueur de la rigole de transport
(3) et ne possède qu'à chaque extrémité, approximativement, de préférence à une distance
d'environ deux tiers de la longueur de rigole, un boulon de guidage (24).

