| (19) |
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(11) |
EP 0 429 573 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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11.08.1993 Patentblatt 1993/32 |
| (22) |
Anmeldetag: 16.05.1990 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)5: F02D 41/20 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9000/361 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9015/922 (27.12.1990 Gazette 1990/29) |
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| (54) |
SCHALTUNGSANORDNUNG ZUM BETRIEB VON ELEKTROMAGNETISCHEN VERBRAUCHERN
CIRCUIT FOR OPERATING ELECTROMAGNETIC USERS
CIRCUITS DE COMMANDE DE CONSOMMATEURS ELECTROMAGNETIQUES
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB |
| (30) |
Priorität: |
20.06.1989 DE 3920064
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.06.1991 Patentblatt 1991/23 |
| (73) |
Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- SCHWAB, Siegbert
D-7032 Sindelfingen (DE)
- VOGEL, Wolfgang
D-7016 Gerlingen (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 306 839 FR-A- 2 569 239
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DE-A- 3 511 966 US-A- 4 729 056
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- Montanari Adriano, "Misure elettroniche", September 1985, Edizioni Cupido, (Potenza,
Picena, MC) siehe Seite 66, Zeilen 1-22
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zum Betrieb von elektromagnetischen
Verbrauchern, insbesondere von Magnetventilen von Brennkraftmaschinen.
[0002] Um elektromagnetische Verbraucher möglichst schnell in ihren Nenn-Erregungszustand
zu versetzen, ist es bekannt, sie beim Einschalten für kurze Zeit an eine höhere Spannung
zu legen, als es für den Nenn-Erregungszustand notwendig ist. Bei Brennkraftmaschinen
mit einem Magnetventile aufweisenden Kraftstoff-Versorgungssystem besteht das Bedürfnis,
die elektromagnetische Verbraucher bildenen Magnetventile möglichst schnell einzuschalten
und anschließend mit möglichst geringer Energie im Einschaltzustand zu halten. In
der Anzugphase wird jedem Magnetventil daher eine größere Spannung als in der nachfolgenden
Haltephase zugeführt. Hierzu ist eine taktende Versorgung (elektronischer Schalter)
des Magnetventils in Verbindung mit einer Freilauf-Diode bekannt, wobei über das Taktverhältnis
der Anzug- (bzw. Spitzen-) und Haltestrom eingestellt und gegebenenfalls geregelt
wird. So ist es aus der DE-OS 28 41 781 bekannt, einen elektromagnetischen Verbraucher
über ein von zwei Schwellwertgebern gesteuertes Schaltglied an eine Versorgungsspannung
zu legen. Die beiden Schwellwertgeber ermöglichen einen Zweipunkt-Regler-Betrieb.
Der Verbraucherstrom wird in Abhängigkeit einer Vorgabe zwischen einem oberen und
einem unteren Stromgrenzwert gehalten. Derart getaktete Endstufen sind im Hinblick
auf ihre elektromagnetische Verträglichkeit (EMV-Eigenschaft) unbefriedigend.
[0003] Ferner ist es bekannt, den Verbraucherstrom entsprechend einem Sollwert-Vorgabeprofil
derart zu regeln, daß in der Anzugphase des Magnetventils ein Spitzen- und in der
nachfolgelden Betriebsphase ein Haltestrom des Magnetventils fließt. Vorzugsweise
wird der Verbraucherstrom von einem Transistor einstellt, der insbesondere in der
Haltestromphase aufgrund des Schaltungsaufbaus eine hohe, unerwünschte Verlustleistung
entwickelt.
[0004] Aus der EP-A-306 839 ist ein Verfahren und Einrichtung zum Ansteuern von Elektromagneten
bekannt, bei dem für die Anzugphase des Magnetventils die Betriebsspannung mit einem
DC/DC-Wandle auf ein Spannungsniveau hochtransformiert, das in der Regel dem Mehrfachen
der Betriebsspannung des Systems entspricht. Anzugs- und Halte phase werden mit zwei
transistorierten Schaltern gesteuert (vergleiche Anspruch 1,1. Teil).
[0005] Ebenso wird in der US-A-4,729,056 ein hochgesetzte Spannung für die Überstromphase
bei einem Gegenstand nach Anspruch 1, erstem Teil verwendet.
Vorteile der Erfindung
[0006] Die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung mit den im Hauptanspruch 1 genannten Merkmalen
kann im stationären arbeiten, d. h. im nicht getakteten Betrieb, so daß die mit dem
Taktbetrieb verbundenen Nachteile nicht auftreten. So stellt sich eine günstige Energiebilanz
und eine wesentlich verbesserte EMV-Eigenschalt ein. Die Schaltglieder nehmen entweder
ihren gesperrten oder ihren leitenden Zustand ein, so daß nur sehr geringe Verlustleistungen
auftreten können. Um den elektromagnetischen Verbraucher möglichst schnell in seinen
Nenn-Erregungszustand zu versetzen, wird zunächst eine größere Spannung durch das
entsprechende Schaltglied und anschließend eine demgegenüber kleinere Spannung durch
ein weiteres Schaltglied an den Verbraucher gelegt. Bei Magnetventilen steht somit
in der Anzugphase eine entsprechende Anzugenergie und nachfolgend die notwendige,
wesentlich geringere Halteenergie zur Verfügung. Es sind somit zwei Stromkreise mit
unterschiedlich hohen Spannungen vorgesehen, so daß ein "zweistufiger" Betrieb möglich
ist. Sofern jedoch eine weitere Abstufung gewünscht ist,kann - im Rahmen der Erfindung-
auch eine die Zahl "zwei" übersteigende Anzahl von Schaltgliedern vorgesehen sein,
die entsprechend unterschiedlich große Spannungen an den Verbraucher legen.
[0007] Dabei wird die größere Spannung von einer Betriebsspannung gebildet und die kleinere
Spannung mittels eines Gleichspannungswandlers (DC/DC-Wandlers) aus der Betriebsspannung
erzeugt. Die Ausgangsspannung des Gleichspannungswandlers wird derart gewählt, daß
das Magnetventil seinen Haltezustand einnimmt, wobei Spannungsabfälle an möglicherweise
vorhandenen übrigen Schaltungskomponenten und auch Störgrößen (wie Toleranz, Temperatur
usw.) berücksichtigt werden. Der Gleichspannungswandler läßt sich für mehrere Schaltungsanordnungen
einer Gesamtanlage verwenden, die mehrere Magnetventile aufweist. So erfordert jeder
Zylinder einer Brennkraftmaschine ein Einspritzventil, das von den genannten Magnetventilen
gebildet wird.
[0008] Aufgrund des Einsatzes des Gleichspannungswandlers zur Erzeugung der Haltespannung
entsteht nur eine sehr geringe Verlustleistung in dem zugehörigen Schaltglied, so
daß insbesondere gebräuchliche Transistoren eingesetzt werden können.
[0009] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß die kleinere Spannung
die Größe der Mindest-Erregerspannung des Verbrauchers aufweist. Sie wird - wie oben
beschrieben- vorzugsweise erst eine gewisse Zeit nach dem Einschalten des Verbrauchers
an diesen gelegt, damit er seine Mindesterregung behält. Bei einem Magnetventil stellt
die kleinere Spannung die Haltespannung dar, während die direkt beim Einschalten an
den Verbraucher angelegte größere Spannung die Anzugspannung des Magnetventils bildet.
Die Anzugspannung kann -je nach Belastbarkeit von Schaltglied und Verbraucher- ein
Vielfaches der Nennspannung ausmachen.
[0010] Um eine gegenseitige Einflußnahme der Schaltglieder zu verbindern, ist nach einer
Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, daß die beiden Schaltglieder über eine Entkopplungsschaltung
mit dem Verbraucher verbunden sind. Diese Entkopplungsschaltung wird vorzugsweise
von einer Diodenanordnung gebildet. Diode Anordnung ist insbesondere dabei so ausgebildet,
daß zwei Dioden in Durchlaßrichtung mit gleichartigen Elektroden (Anoden oder Katoden)
an dem Verbraucher angeschlossen sind und das deren andere Elektroden (Katoden oder
Anoden) jeweils in verbindung zu einem der Schaltglieder stehen. Hierdurch sind unerwünschte
Ausgleichsströme zwischen den beiden Spannungsebenen vermieden.
[0011] Nach einem bevorzugten Ausführungsbeispiel weist zumindest einer der mit den unterschiedlich
großen Spannungen betriebenen Stromkreise eine Stromregelung auf. Vorzugsweise ist
der die Haltespannung aufweisende Stromkreis mit der Stromregelung versehen. Diese
besitzt einen den Haltestrom erfassenden Sensor, der an einen Stromregler angeschlossen
ist. Dieser steuert das zugehörige Schaltglied an.
[0012] Der Sensor ist vorzugsweise als Shunt ausgebildet. Als Schaltglieder können Transistoren
eingesetzt werden.
[0013] Ferner ist eine Steuerschaltung vorgesehen, die dem Stromregler einen Haltestrom-Sollwert
und dem direkt von der Betriebsspannung versorgten Schaltglied einen Steuerwert für
die Anzugphase zuführt. Die Steuerschaltung arbeitet bevorzugt derart, daß beim Einschalten
zunächst der Steuerwert der Basis des an die größere Spannung angeschlossenen Transistors
zugeführt wird, so daß sich ein definierter Spitzenstrom für ein möglichst rasches
Einschalten des Magnetventils einstellt. Nach Ablauf der Anzugphase wird die Versorgung
des Magnetventils von dem mit niedrigerer Spannung betriebenen Haltestromkreis übernommen.
Hierzu wird das dem Haltestromkreis zugeordnete Schaltglied ein- und das dem Anzugstromkreis
zugeordnete Schaltglied ausgeschaltet. Es ist jedoch auch möglich, daß beide Stromkreise
gleichzeitig eingeschaltet werden und daß nach der Anzugphase eine Ausschaltung des
Anzugstromkreises erfolgt, wobei der Haltestromkreis eingeschaltet bleibt. Hierdurch
erfolgt zunächst ein Betrieb des Verbrauchers mit der entsprechend größeren Spannung,
da die kleinere Spannung keine Wirkung entfaltet. Durch die Entkopplungsschaltung
ist eine gegenseitige Beeinflussung der beiden Spannungen verhindert. Nach dem Ausschalten
der größeren Spannung (Betriebsspannung) erfolgt der weitere Betrieb mit der niedrigeren
Haltespannung.
[0014] Durch die Stromregelung des Haltestromkreises wird die Verlustleistung und die Strombelastung
des Magnetventils auf einen möglichst geringen Wert reduziert. Die Stromregelung bietetüberdies
die Möglichkeit, den Haltestrom auf einen vorbestimmten Wert genau einzustimmen. Überdies
wird durch den Stromregler eine gegebenenfalls vorliegende Spannungswelligkeit des
Haltestromkreises weitestgehend ausgeregelt.
[0015] Die Haltespannung, d. h. die Ausgangsspannung des Gleichspannungswandlers, wird vorzugsweise
so eingestellt, daß es bei einem Ansteigen des ohmschen Widerstandes des Verbrauchers
(z.B. durch Temperatureinflüsse) zu einem Übergang von der Stromregelung zu einer
Spannungsregelung kommt. Hierdurch wird die Verlustleistung im Verbraucher (Magnetventil)
zusätzlich begrenzt.
Zeichnung
[0016] Die Erfindung wird im folgenden anhand der Figuren naher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- ein Blockschaltbild der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung,
- Figur 2
- einen Ausschnitt aus dem Blockschaltbild gemäß Figur 1 in detaillierter Darstellung,
- Figur 3
- ein Steuersignal für einen Haltestromkreis,
- Figur 4
- ein Steuersignal für einen Anzugstromkreis,
- Figur 5
- einen Spannungsverlauf an einem mit der Schaltungsanordnung betriebenen elektromagnetischen
Verbraucher und
- Figur 6
- einen Stromverlauf des Verbrauchers.
[0017] Die Figur 1 zeigt als Blockschaltbild eine Schaltungsanordnung zum Betrieb eines
elektromagnetischen Verbrauchers 1. Dieser ist als Magnetventil einer nicht dargestellten
Brennkraftmaschine ausgebildet. Mittels des Magnetventils wird die Kraftstoffeinspritzung
der Brennkraftmaschine gesteuert.
[0018] Die Schaltungsanordnung ist an eine Betriebsspannung U
B angeschlossen, die als Eingangsspannung einem Gleichspannungswandler 2 zugeführt
wird. Der Gleichspannungswandler 2 stellt einen sogenannten DC/DC-Wandler dar, der
aus der Betriebsspannung U
B eine Haltespannung U
H erzeugt. Bei der Betriebsspannung U
B und der Haltespannung U
H handelt es sich um Gleichspannungen. Die Betriebsspannung U
B stellt eine gegenüber der Haltespannung U
H größere Spannung U₁ dar, mithin bildet die Haltespannung U
H eine demgegenüber kleinere Spannung U₂.
[0019] Die Haltespannung U
H wird über einen Sensor 3 einem ersten Schaltglied 4 zugeführt. Die Betriebsspannung
U
B ist an ein zweites Schaltglied 5 angeschlossen. Die Schaltglieder 4 und 5 sind vorzugsweise
als Transistoren ausgebildet. Die Emitter-Kollektor-Strecken bilden die Schaltstrecken
der Schaltglieder 4 und 5. Vorzugsweise liegt die Betriebsspannung U
B an dem Emitter des zugehörigen Transistors und die um den Spannungsabfall am Sensor
3 verminderte Haltespannung U
H ebenfalls an dem Emitter des anderen Transistors an. Die Ausgänge 6 und 7 der Schaltglieder
4 und 5 sind an eine Entkopplungsschaltung 8 angeschlossen. Die Ausgänge 6 und 7 werden
von den Kollektoren der Transistoren der Schaltglieder 4 und 5 gebildet.
[0020] Die Entkopplungsschaltung 8 weist eine Dioden-Anordnung 9 auf, die -gemäß Figur 2-
aus zwei Dioden D₁ und D₂ besteht. Die Anoden der Dioden D₁ und D₂ sind jeweils mit
einem der Kollektoren der die Schaltglieder 4 und 5 bildenen Transistoren verbunden.
Die Katoden der Dioden D₁und D₂ sind an einen Summenpunkt 10 zusammengeführt, der
ferner mit dem einen Anschluß des Verbrauchers 1 verbunden ist. Der andere Anschluß
des Verbrauchers 1 ist an Masse geführt.
[0021] Die Schaltungsanordnung weist ferner eine Steuerschaltung 11 auf, die an ihrem Ausgang
12 ein erstes Steuersignal S₁ und an ihrem Ausgang 13 ein zweites Steuersignal S₂
bereitstellt. Das Steuersignal S₁ wird einem Stromregler 14 als Haltestrom-Sollwert
zugeführt. Ferner ist der als Shunt 15 ausgebildete Sensor 3 über eine Leitung 16
mit dem Stromregler 14 verbunden. Der Ausgang 17 des Stromreglers 14 führt zum ersten
Schaltglied 4, und zwar an die Basis des dort verwendeten Transistors. Am Ausgang
13 der Steuerschaltung 11 steht das zweites Steuersignal S₂ zur Verfügung, das über
eine Leitung 18 auf die Basis des Transistors des zweiten Schaltgliedes 5 gegeben
wird.
[0022] Die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung arbeitet folgendermaßen:
Für das Öffnen des Magnetventils (Verbraucher 1) stellt die Steuerschaltung 11 die
in den Figuren 3 und 4 dargestellten Impulse (Steuersignale S₁ und S₂) zur Verfügung.
Beide Steuersignale S₁ und S₂ werden zum gleichen Zeitpunkt t₁ abgegeben. Zum Zeitpunkt
t₂ geht das das zweite Schaltglied 5 beaufschlagende Steuersignal S₂ wieder auf Null
zurück, während das Steuersignal S₁ weiterhin- und zwar bis zum Zeitpunkt t₃- geliefert
wird. Die Abgabe der Steuersignale S₁ und S₂ hat zur Folge, daß dem Stromregler 14
ein Haltestrom-Sollwert vorgegeben wird. Über die Leitung 16 erhält der Stromregler
14 den vom Sensor 3 erfaßten Haltestrom-Istwert. Die sich zwischen dem Haltestrom-Sollwert
und Haltestrom-Istwert ergebende Regeldifferenz führt am Ausgang 17 des Stromreglers
zu einem entsprechenden Ausgangssignal, das die Basis des Transistors des ersten Schaltgliedes
4 ansteuert.
[0023] Zum Zeitpunkt t₁ werden aufgrund der Steuersignale S₁ und S₂ beide Schaltglieder
4 und 5 durchgesteuert, so daß sich der in der Figur 5 dargestellte Spannungsverlauf
der Verbraucherspannung U
L sowie der in der Figur 6 dargestellte, zugehörige Verbraucherstromverlauf (Verbraucherstrom
I
L) einstellt. Solange das Steuersignal S₂ an dem zweiten Schaltglied 5 anliegt, wird
die größere Spannung U₁ (Betriebsspannung U
B) über die Entkopplungsschaltung 8 an den Verbraucher 1 angelegt. Die kleinere Spannung
U₂ (Haltespannung U
H), die am Summenpunkt 10 und demnach ebenfalls an den Verbraucher 1 anliegt, entfaltet
keine Wirkung, da sie kleiner als die Betriebsspannung U
B ist. Insofern kommt sie erst zum Zeitpunkt t₂ zum Tragen, da dann das zweite Schaltglied
5 seinen gesperrten Zustand annimmt und am Verbraucher 1 nunmehr nur noch die kleinere
Spannung U₂, d. h. U
H zur Verfügung steht. Die Verbraucherspannung U
L geht demgemäß zum Zeitpunkt t₂ auf einen niedrigeren Wert zurück. Zum Zeitpunkt t₃
wird auch das Steuersignal S₁ ausgeschaltet, so daß auch das erste Schaltglied 4 in
seinen gesperrten Zustand übergeht. Der Verbraucher 1 wird damit spannungslos.
[0024] In der Figur 6 ist das zu dem Spannungsverlauf des Verbrauchers 1 zugehörige Stromdiagramm
wiedergegeben. Der Verbraucherstrom I
L steigt aufgrund der relativ großen Betriebsspannung U
B zügig an und erreicht sehr schnell seinen Maximalwert I
max. Hierdurch kann das Magnetventil innerhalb sehr kurzer Zeit anziehen. Ist das Anziehen
erfolgt, so reicht es für das Beibehalten dieses Zustandes aus, daß die Wicklung des
Magnetventils von einem gegenüber dem maximalen Strom I
max kleineren Strom, nämlich dem Haltestrom I
H durchflossen wird. Dieser stellt sich zum Zeitpunkt t₂ ein. Er wird von dem Gleichspannungswandler
2 -eingestellt von dem Schaltglied 4-geliefert. Da die Stromregelung (Stromregler
14) mit der gegenüber der Betriebsspannung U
B kleineren Spannung U₂ erfolgt, tritt in dem ersten Schaltglied 4 nur eine relativ
geringe Verlustleistung auf.
[0025] Die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung kann insbesondere bei in ihrer Dämpfungskraft
verstellbaren Stoßdämpfern für Kraftfahrzeuge eingesetzt werden. Das Verstellglied
eines derartigen Stoßdämpfers ist als Magnetventil ausgebildet, so daß dieses den
Verbraucher 1 bildet.
1. Schaltungsanordnung zum Betrieb von elektromagnetischen Ventilen, insbesondere von
Magnetventilen von Brennkraftmaschinen und/oder Magnetventilen zur Verstellung der
Dämpfungseigenschaften eines Stoßdämpfers für Kraftfahrzeuge, bei der durch mindestens
zwei unabhängig voneinander steuerbare Schaltglieder (4, 5) zwei unterschiedlich große
Spannungen (U1, U2) an das Magnetventil (1) angelegt werden, dadurch gekennzeichnet,
daß die höhere der beiden Spannungen (U1) die Betriebsspannung (UB) der gesamten Schaltungsanordnung ist und die niedrigere der beiden Spannungen (U2)
mittels eines Gleichspannungswandlers (2; DC/DC- Wandler) aus der höheren Spannung
(UB, U2) gebildet wird.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die kleinere Spannung (U₂) die Größe der Mindest-Erregerspannung des Verbrauchers
(1) aufweist.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die kleinere Spannung (U₂) die Haltespannung (UH) eines den Verbraucher (1) bildenden Magnetventils und die größere Spannung (U₁)
die Anzugspannung des Magnetventils ist.
4. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Schaltglieder (4,5) über eine Entkopplungsschaltung (8) mit dem Verbraucher
(1) verbunden sind.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Entkopplungsschaltung (8) eine Dioden-Anordnung (9) aufweist.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Entkopplungsschaltung (8) zwei Dioden (D₁, D₂) aufweist, die in Durchlaßrichtung
mit gleichartigen Elektroden (Anoden oder Katoden) an den Verbraucher (1) angeschlossen
sind und deren andere Elektroden (Katoden oder Anoden) jeweils in Verbindung zu einem
der Schaltglieder (4 bzw. 5) stehen.
7. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest einer der mit der unterschiedlich großen Spannungen (U₁, U₂) betriebenen
Stromkreise eine Stromregelung aufweist.
8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der die Haltespannung (UH) aufweisende Stromkreis mit der Stromkreis mit der Stromregelung versehen ist.
9. Schaltungsanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Stromregelung einen den Haltestrom (IH) erfassenden Sensor (3) aufweist, der an einen Stromregler (14) angeschlossen ist,
welcher das zugehörige Schaltglied (4) ansteuert.
10. Schaltungsanordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor (3) als Shunt (15) ausgebildet ist.
11. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1,4,6 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltglieder (4,5) als Transistoren ausgebildet sind.
12. Schaltungsanordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet eine Steuerschaltung (11), die dem Stromregler (14) einen Haltestrom-Sollwert (Steuersignal
S₁) für die Haltephase und dem direkt von der Betriebsspannung (UB) versorgten Schaltglied (5) einen Steuerwert (Steuersignal S₂) für die Anzugphase
des Magnetventils zuführt.
1. Circuit arrangement for operating electromagnetic valves, especially solenoid valves
in internal-combustion engines and/or solenoid valves for adjusting the damping properties
of a shock absorber for motor vehicles, in which two voltages (U1, U2) [sic] of different
magnitude are applied to the solenoid valve (1) by means of at least two switching
elements (4, 5) which can be controlled independently of one another, characterised
in that the higher of the two voltages (U1) [sic] is the operating voltage (UB) of the complete circuit arrangement, and the lower of the two voltages (U2) [sic]
is formed from the higher voltage (UB, U2) [sic] by means of a DC/DC converter (2).
2. Circuit arrangement according to Claim 1, characterised in that the smaller voltage
(U₂) has the magnitude of the minimum energising voltage of the load (1).
3. Circuit arrangement according to Claim 1 or 2, characterised in that the smaller voltage
(U₂) is the holding voltage (UH) of a solenoid valve which forms the load (1), and the larger voltage (U₁) is the
energising voltage of the solenoid valve.
4. Circuit arrangement according to one of the preceding claims, characterised in that
the two switching elements (4, 5) are connected to the load (1) via a decoupling circuit
(8).
5. Circuit arrangement according to Claim 4, characterised in that the decoupling circuit
(8) has a diode arrangement (9).
6. Circuit arrangement according to Claim 4 or 5, characterised in that the decoupling
circuit (8) has two diodes (D₁, D₂) which are connected to the load (1) in the forward
direction by identical electrodes (anodes or cathodes), and whose other electrodes
(cathodes or anodes) are in each case connected to one of the switching elements (4
or 5 respectively).
7. Circuit arrangement according to one of the preceding claims, characterised in that
at least one of the circuits operated using the voltages (U₁, U₂) of different magnitude
has current regulation.
8. Circuit arrangement according to Claim 3, characterised in that the circuit having
the holding voltage (UH) is provided with the current regulation.
9. Circuit arrangement according to Claim 8, characterised in that the current regulation
has a sensor (3) which detects the holding current (IH) and is connected to a current regulator (14) which drives the associated switching
element (4).
10. Circuit arrangement according to Claim 9, characterised in that the sensor (3) is
constructed as a shunt (15).
11. Circuit arrangement according to Claims 1, 4, 6 or 9, characterised in that the switching
elements (4, 5) are constructed as transistors.
12. Circuit arrangement according to Claim 9, characterised by a control circuit (11)
which supplies to the current regulator (14) a desired holding current value (control
signal S₁) for the holding phase and to the switching element (5), which is supplied
directly from the operating voltage (UB), a control value (control signal S₂) for the energising phase of the solenoid valve.
1. Circuit de commande pour le fonctionnement de vannes électro-magnétiques, en particulier
d'électro-vannes de moteurs à combustion interne et/ou d'électro-vannes pour le réglage
des propriétés d'absorption d'un absorbeur de chocs pour véhicules à moteur, circuit
dans lequel on applique deux tension (U₁, U₂) de grandeur différente à l'électro-vanne
(1) au moyen d'au moins deux organes de commutation (4, 5) pouvant être commandés
indépendamment l'un de l'autre, circuit de commande caractérisé en ce que celle des
deux tensions qui est plus élevée (U₁) est la tension de fonctionnement (Ub) de l'ensemble du circuit de commande et celle des deux tensions qui est plus basse
(U₂) est formée à partir de la tension plus élevée (Ub, U₂) au moyen d'un convertisseur à tension continue (2; convertisseur continu/continu).
2. Circuit de commande selon la revendication 1, caractérisé en ce que la tension plus
petite (U₂) présente la grandeur de la tension minimale d'excitation de l'appareil
consommateur d'électricité (1).
3. Circuit de commande selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la tension
plus petite (U₂) est la tension de maintien (Uh) d'une électro-vanne constituant l'appareil consommateur d'électricité (1) et la
tension plus grande (U₁) est la tension d'armement de l'électrovanne.
4. Circuit de commande selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce
que les deux organes de commutation (4, 5) sont reliées par un circuit de découplage
(8) à l'appareil consommateur d'électricité (1).
5. Circuit de commande selon la revendication 4, caractérisé en ce que le circuit de
découplage présente un montage à diodes (9).
6. Circuit de commande selon la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce que le circuit
de découplage (8) présente deux diodes (D₁, D₂) qui sont raccordées dans le sens passant
à des électrodes de même type (anodes ou cathodes) à l'appareil consommateur d'électricité
(1) et dont les autres électrodes (cathodes ou anodes) sont respectivement en liaison
avec l'un des organes de commutation (4 ou 5).
7. Circuit de commande selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce
que l'un des circuits au moins alimenté par les tensions de grandeur différente (U₁,
U₂) présente une régulation d'intensité de courant.
8. Circuit de commande selon la revendication 3, caractérisé en ce que le circuit qui
présente la tension de maintien (Uh) est pourvu de la régulation d'intensité du courant.
9. Circuit de commande selon la revendication 8, caractérisé en ce que la régulation
de l 'intensité du courant présente un détecteur (3) qui détecte l'intensité de courant
de maintien (Ih), détecteur (3) qui est raccordé à un régulateur d'intensité (14), qui commande l'organe
de commutation correspondant (4).
10. Circuit de commande selon la revendication 9, caractérisé en ce que le détecteur (3)
est constitué en shunt (15).
11. Circuit de commande selon les revendications 1, 4, 6 ou 9, caractérisé en ce que les
organes de commutation (4, 5) sont constitués par des transistors.
12. Circuit de commande selon la revendication 9, caractérisé en ce qu'un circuit de commande
(11), qui au régulateur d'intensité de courant (14) amène une valeur de seuil de courant
de maintien, (signal de commande S₁) pour la phase de maintien et une valeur de commande
(signal de commande S₂) à l'organe de commutation (5) directement alimenté par la
tension de fonctionnement (Ub) pour la phase d'armement de l'électrovanne.

