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EP 0 429 756 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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25.01.1995 Patentblatt 1995/04 |
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Anmeldetag: 24.07.1990 |
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Vorrichtung zur Ermittlung der Vorgarnzugkraft
Device for determining the roving tension
Dispositif pour la détermination de la tension de la mèche
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR IT LI |
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Priorität: |
30.11.1989 DD 335038
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.06.1991 Patentblatt 1991/23 |
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Patentinhaber: GROSSENHAINER TEXTILMASCHINENBAU GMBH |
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D-01558 Grossenhain (DE) |
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Erfinder: |
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- Richter, Manfred
DDR-8280 Grossenhain (DD)
- Kumm, Ulrich, Dipl.-Ing.
DDR-9006 Chemnitz (DD)
- Klinger, Klaus, Dr.-Ing.
DDR-9016 Chemnitz (DD)
- Zill, Joachim, Dipl.-Ing.
DDR-9030 Chemnitz (DD)
- Flaemig, Ingo, Dipl.-Ing.
DDR-9613 Waidenburg (DD)
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Vertreter: Viering, Jentschura & Partner |
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Postfach 22 14 43 80504 München 80504 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
CH-A- 486 573 DE-A- 2 813 887 US-A- 3 420 048
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DD-A- 222 362 DE-U- 8 900 167
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Ermittlung der Größe der Vorgarnzugkraft
zwischen dem Streckwerkausgang und dem Spinnflügel einer Vorspinnmaschine.
[0002] Die im Produktionsprozeß an Vorspinnmaschinen wirkenden maschinentechnischen und
textiltechnologischen sowie physikalischen Einflüsse führen zu nachteiligen Unregelmäßigkeiten,
insbesondere der Vorgarnspannung. Zur Kontrolle dieser Vorgarnspannung bzw. der Vorgarnzugkraft
als Maß der Vorgarnspannung sind verschiedene Methoden bekannt, bei denen der Vorgarndurchhang
zwischen dem Streckwerkausgang und dem Spinnflügel durch visuelle Beobachtung oder
manuell durch Handberührung in herkömmlicher Weise kontrolliert wird. Diese rein subjektive
und deshalb ungenaue Methode liefert aber nur während der Beobachtung oder der Berührung
Spannungswerte für ggf. erforderliche Eingriffe in die Maschineneinstellung hinsichtlich
der Drehzahländerungen. Eine kontinuierliche Überwachung ist nicht gegeben.
[0003] Aus der DD-ES 222 362 ist es bekannt, die Vorgarnspannung allein aus dem Durchhang
des Vorgarns zwischen dem Streckwerkausgang und dem Drallgeber durch Meßwertaufnehmer
optoelektronisch zu ermitteln. Nachteilig dabei ist, daß während des Spinnprozesses
auftretende überhöhte Vorgarnspannungen, die zu Fehlverzügen führen, nicht erfaßt
werden können und Änderungen an der äußeren Kontur des Vorgarnes, beispielsweise durch
Dickenschwankungen und Unterschiede in der Voluminösität, zu fehlerhaften Ergebnissen
führen.
[0004] In der DE-OS 28 13 887 sind ein Verfahren und eine Vorrichtung beschrieben, nach
denen das Vorgarn mit Druckluft beaufschlagt wird. Die Schwingungen des Vorgarns als
Maß der Vorgarnspannung wurden mit einem vorgegebenen Frequenzwert verglichen. Aufgrund
des erhaltenen Vergleichsergebnisses wird die Drehzahl der Spule bis zur Übereinstimmung
der Frequenzen verändert. Die Meßergebnisse werden jedoch bei Veränderung der Dicke
und der Voluminösität verfälscht und die einwirkende Druckluft kann qualitätsmindernd
zum Aufspreizen des Vorgarns führen.
[0005] Die CH-PS 550 379 beschreibt eine kontaktlose Winkelmeßeinrichtung, insbesondere
zur Fadenspannungsregelung, bei einem Wicklerantrieb. Unter der Fadenspannung wird
eine Welle mit Arm und Pendelrolle verdreht, so daß ein auf der Welle befestigter
Permanentmagnet mit einem Wickelkörper seine Lage zu einem ortsfesten Hallgenerator
ändert. Das vom Hallgenerator abgegebene Signal wird entsprechend weiterverarbeitet.
[0006] Aus weiteren Patentschriften und der Fachliteratur sind eine Vielzahl von Vorrichtungen
in unterschiedlichen Variationen bekannt, bei denen eine Vergleichmäßigung der Spannung
durch Änderung der Drehzahl erzielt wird, indem das fadenförmige Gut über eine Tänzerrolle
oder ein anderes mechanisch tastendes Belastungselement geführt und die Lageabweichung
als Maß der Spannung erfaßt und ausgewertet wird.
[0007] Diese Lösungen einschließlich der Lösung aus der CH-PS 550 379 haben aber alle den
gemeinsamen Nachteil, daß sie nicht für die Ermittlung der Vorgarnspannung zwischen
Streckwerkausgang und Spinnflügel einsetztbar sind, weil jede Berührung des Vorgarns
zwischen Streckwerkausgang und Spinnflügel unweigerlich zu Störungen der Drallgebung
führt und den Spinnvorgang beeinträchtigt.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, mit der zur
Vergleichmäßigung des Vorgarns jeder auftretende Spannungszustand zwischen dem Streckwerkausgang
und dem Spinnflügel auf einfache Weise exakt erfaßt und daraus ein verwertbares Signal
abgeleitet werden kann, ohne das Vorgarn in irgendeiner Weise zu beeinflussen.
[0009] Ausgehend von der Vorrichtung nach DE-OS 28 13 887 wird die Aufgabe erfindungsgemäß
durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0010] Die Vorgarnzugkraft als Maß der Vorgarnspannung zwischen dem Streckwerkausgang und
dem Drallgeber wird wegproportional von dem axial beweglichen Drallgeber erfaßt und
mittels dieser Axialbewegung eine Abstandsänderung zwischen dem Permanentmagnetring
und dem Sensor erzeugt. Das sich durch die Abstandsänderung ergebende Ausgangssignal
des Sensors dient der Regelung der Vorgarnspannung oder wird auch in anderer Weise
verwertet. Die Intensität des Magnetfeldes des Magnetsystems bezüglich des Permanentmagnetrings
ist veränderbar.
[0011] Weitere Besonderheiten und Vorzüge der Erfindung sind bei einem Ausführungsbeispiel
verwirklicht, das anhand der Zeichnung erläutert wird.
[0012] In der einzigen Figur ist der obere Teil eines Spinnflügels 1 teilgeschnitten dargestellt.
In einer fest mit dem Spinnflügel 1 verbundenen Hülse 2 ist ein Drallgeber 4 in einem
Lager 3 axial beweglich gelagert, an welchem ein Permanentmagnetring 5 befestigt ist.
Der Drallgeber 4 wird vom rotierenden Spinnflügel 1 durch mehrere Stäbe 6 mitgenommen,
die mit ihren Enden in einer unteren Ringscheibe und im Drallgeber 4 fest eingesetzt
sind und einen Anschlagbund 7 der Hülse 2 mit Spiel durchragen. Die freie Länge der
achsparallelen Mitnehmerstäbe 6 entspricht der maximalen Axialbewegung des Drallgebers
4 in der Hülse 2.
[0013] In einem axialen Abstand zu dem an der unteren Ringscheibe befestigten Permanentmagnetring
5 ist ein Sensor 8 montiert. Ein ortsfestes Magnet 9 ist gegenüber dem axial beweglichen
Permanentmagnetring 5 angebracht. Der Abstand des Permanentmagnetrings 5 von dem Magneten
9 entspricht mindestens der maximalen Axialbewegung des Drallgebers 4 in der Hülse
2. Bei einer Änderung der Lage des Permanentmagnetrings 5 gegenüber dem Magneten 9
in axialer Richtung verändert sich auch die Größe der magnetischen Gegenkraft F
M.
[0014] Die Vorgarnzugkraft F
V als Maß der Spannung des zu verarbeitenden Vorgarnes 10 wirkt der bestehenden magnetischen
Gegenkraft F
M zwischen dem Permanentmagnetring 5 und dem Magneten 9 entgegen. Während des Vorspinnprozesses
bewirkt daher die Vorgarnzugkraft F
V eine Axialverschiebung des Drallgebers 4 gegenüber dem Spinnflügel 1 entgegen der
magnetischen Gegenkraft F
M.
[0015] Mit dem Drallgeber 4 ändert auch der Permanentmagnetring 5 seinen Abstand zum Sensor
8, was zu einer entsprechenden Änderung der Intensität des Magnetfeldes zwischen dem
Permanentmagnetring 5 und dem Sensor 8 führt. Der Sensor 8 erzeugt ein dem Magnetfeld
und damit der Vorgarnspannung proportionales Signal, welches dem Regelsystem des Antriebes
zugeführt oder in anderer Weise ausgewertet wird.
[0016] Durch Änderung der Intensität des Magnetfeldes des Magnets 9 kann die magnetische
Gegenkraft F
M bezüglich des Permanentmagnetringes 5 entsprechend der technologischen Erfordernisse
eingestellt werden.
[0017] Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung können alle Spannungszustände des Vorgarnes,
die durch verschiedene Einflüsse, wie Materialart, Drehungswert, Bewicklungsdaten
der Spule, Flügeldrehzahl, Flügeltyp u. ä. ständigen Änderungen unterliegen, kontinuierlich
und genau erfaßt und zur Vergleichmäßigung des herzustellenden Vorgarnes ausgewertet
werden.
[0018] Im Ergebnis wird eine prozeßgerechte Vorgarnspannung bei optimalen technologischen
Betriebsbedingungen erzielt.
[0019] Die Änderung der Intensität des Magnetfeldes des Magnets 9 kann erfolgen durch Veränderung
des Abstandes zwischen dem Magneten 9 und dem Permanentmagnetring 5, durch Änderung
des Materials des Magnets 9 und des Permanentmagnetrings 5 und durch Stromveränderung
bei Verwendung eines Elektromagneten als Magnet 9. Die letztgenannte Alternative ist
insofern von besonderem Vorteil, weil sie eine feinfühlige Verstellung der Gegenkraft
F
M während des Spinnbetriebes ohne direkte manuelle Eingriffe und damit bei programmgesteuerten
Spinnautomaten eine schnelle Reaktion auf geänderte Betriebsparameter ermöglicht.
1. Vorrichtung zur Ermittlung der Vorgarnzugkraft zwischen dem Steckwerksausgang und
dem Spinnorgan einer Spinneinheit,
dadurch gekennzeichnet, daß
ein mit der Vorgarnzugkraft FV beaufschlagter Drallgeber (4) gegenüber dem Spinnorgan (1) axial verschiebbar angeordnet
ist,
dem Drallgeber (4) ein Magnetsystem (5, 9), bestehend aus einem ortfesten Magneten
(9) und einem mit dem Drallgeber (4) axial beweglichen Magneten (5), zugeordnet ist
und
ein Sensor (8) zum Erfassen der jeweiligen Axialposition bzw. von Lageänderungen des
Drallgebers (4) vorgesehen ist, welcher der Vorgarnzugkraft FV proportionale Ausgangssignale erzeugt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Intensität des Magnetfeldes des Magnetsystems (5, 9) verstellbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß an dem als Spinnflügel ausgebildeten Spinnorgan (1) eine zur Abzugsöffnung
koaxiale Hülse (2) befestigt ist, in welcher der rohrförmige Teil des Drallgebers
(4) über ein Gleitlager (3) axial verschiebbar geführt ist, daß der toroidförmige
Kragen des Drallgebers (4) über mehrere achsparalle Mitnehmerstäbe (6) in Antriebsverbindung
steht und
daß das Magnetsystem (5, 9) einen am unteren Ende der Mitnehmerstäbe (6) befestigten
Permanentmagnetring (5) und einen ortsfesten Magneten (9) enthält.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Sensor (8) als Magnetsensor ausgebildet und dem Permanentmagnetring (5) zugeordnet
ist.
1. Device for determining the tensile force of a roving between the exit of the drafting
arrangement and the spinning element of a spinning unit
characterized in that
a twisting element (4) on which the tensile force (FV) of the roving is applied is axially moveable relative to the spinning element (1),
the twisting element (4) is associated with a magnet system consisting of a stationary
magnet (9) and a magnet (5) moveable together with the twisting element (4) and
a sensor (8) is provided for determining the resp. actual position and the changes
of position of the twisting element resp. which produces an output signal proportional
to the tensile force FV of the roving.
2. Device according to claim 1,
characterized in that
the intensity of the magnetic field of the magnet system (5, 9) is adjustable.
3. Device according to claim 1 or 2,
characterized in that
a sleeve (2) co-axial with the draw-off opening is connected to the spinning element
(1) being in the form of a spinning flyer in which sleeve the tubular part of the
twisting element (4) is axially moveably guided, that the rim of the twisting element
(4) is in driving connection by means of a plurality of driver bars (6) oriented parallel
to the axis, and that the magent system (5,9) includes a permanent magnet ring (5)
connected to the lower end of the driver bars (6) and a stationary magnet (9).
4. Device according to claim 3,
characterized in that
the sensor (8) is formed as a magnetic sensor and is associated with the permanten
magnet ring (5).
1. Dispositif de détermination de la force de traction appliquée à une mèche entre la
sortie du dispositif de filage et l'organe de filage d'une unité de filage, caractérisé
en ce que
on agence un détecteur de torsion (4) sollicité par la force de traction FV de la mèche en regard de l'organe de filage (1) de manière qu'il puisse se déplacer
axialement,
on affecte au détecteur de torsion (4) un système magnétique (5, 9) constitué d'un
aimant fixe (9) et d'un aimant (5) mobile axialement avec le détecteur de torsion
(4), et
on prévoir un capteur (8) permettant de terminer la position axiale respective
ou les modifications de position du détecteur de torsion (4) et qui produit des signaux
de sortie proportionnels à la force de traction FV appliquée à la mèche.
2. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'intensité du champ magnétique du système magnétique (5, 9) est réglable.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
on fixe sur l'organe de filage (1) qui se présente sous la forme d'une ailette
de filage une douille (2) coaxiale avec l'ouverture d'extraction, douille dans laquelle
la partie tubulaire du détecteur de torsion (4) est guidée via un palier glissant
(3) de manière à pouvoir se déplacer axialement, en ce que le collet toroïdal du détecteur
de torsion (4) est en liaison d'entraînement via plusieurs barrettes d'entraînement
à axes parallèles (6) et en ce que le système magnétique (5, 9) contient un anneau
magnétique permanent (5) fixé à une extrémité inférieure des barrettes d'entraînement
(6) et un aimant fixe (9).
4. Dispositif selon la revendication 3,
caractérisé en ce que le capteur (8) se présente sous la forme d'un capteur magnétique
et est affecté à l'anneau magnétique permanent (5).
