[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herabsetzung
der Einklemmgefahr bei automatischen Türen mit Motor mit Antriebsregelung bei Aufzügen
mit geregeltem Türantrieb, welcher über den Motor mit Antriebsregelung und mechanische
Uebertragungs- und Kupplungsglieder Türflügel einer Schacht- und Kabinentür von einer
Geschlossenstellung in eine Offenstellung und umgekehrt bewegt und welcher die Türflügel
in jeder Stellung zwischen den beiden Endstellungen Offen und Geschlossen stoppen,
in gleicher Richtung weiterbewegen oder reversieren lässt.
[0002] Das Einklemmen von Aufzugsbenützern zwischen sich schliessenden Aufzugstüren muss
aufgrund einschlägiger Vorschriften mittels geeigneten Vorrichtungen verhindert werden.
Solche Vorrichtungen bestehen meist inform von elektromechanischen Schliesskraftbegrenzern,
welche in der Kraftübertragung zwischen Motor und Tür ein federndes Element aufweisen,
welches bei unzulässiger Krafteinwirkung auf die Tür durch Auslenkung einen elektrischen
Kontakt betätigt und dieser via Türsteuerung eine Reversierung der Tür einleitet.
[0003] Mit der US-Patentschrift Nr. 4, 563, 625 ist eine Lösung bekannt geworden, bei welcher
eine unzulässige Krafteinwirkung auf die Tür ohne Elektromechanik detektiert wird.
Mittels eines Messwiderstandes (230, Fig. 4) im Motorstromkreis wird der dem Motorstrom
proportionale Spannungsabfall als Drehmomentwert interpretiert und mit einem einstellbaren
Grenzwert verglichen. Bei Überschreitung desselben werden Stop- und Reversieroperationen
ausgelöst.
[0004] Ein wesentlicher Nachteil dieser Lösung ist der, dass die Schliesskraft nie einen
grösseren als den gemäss den Vorschriften erlaubten Wert aufweisen darf. Das reduziert
unnötigerweise die Beschleunigungskraft des Antriebes und es wird die kurzzeitige
Überlastungsmöglichkeit eines Elektromotors nicht ausgenützt. Ferner ist bei einer
allmählichen Veränderung des Wirkungsgrades im mechanischen Antriebssystem ein fehlerhaftes
Ansprechen der Schliesskraftbegrenzung und somit eine Türstörung die Folge.
[0005] Gemäss einer europäischen Patentanmeldung Nr. 0 213 308 sind zum Zwecke der Hinderniserkennung
an den Schliesskanten von automatischen Aufzugstüren kapazitive Sensoren angebracht,
welche Fehlersignale erzeugen, wenn ihre Antennen durch ein Hindernis oder eine Störung
kapazitiv beeinflusst werden. Die offenbarte Lösung beschreibt die Weiterverarbeitung
der Fehlersignale und deren Kompensation bei langsam veränderlicher Störbeeinflussung.
Bei dem Stand der Technik wird für einen Einklemmschutz eine Sensor-Vorrichtung benötigt
und der Einklemmschutz ist bei schliessender der Türe in den letzten paar cm der Schliessbewegung
infolge der nötigen Passivierung der Sensoren nicht mehr gewährleistet.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung
für eine Schliesskraftbegrenzung ohne zusätzliche, diskrete die Motorleistung limitierende
Messund Schaltkreise zu schaffen.
[0007] Die Aufgabe wird durch die in den Ansprüchen gekennzeichnete Erfindung gelöst.
[0008] Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind im wesentlichen darin zu sehen,
dass die Ansprechkraft der Schliesskraftbegrenzung konstant bleibt und dass der Einklemmschutz
bis zum letzten mm der Schliessbewegung gewährleistet ist. Ferner wird für den verbesserten
Einklemmschutz keine zusätzliche Annäherungssensorik benötigt. Ein weiterer Vorteil
liegt darin, dass weitgehend vorhandene regeltechnische Einrichtungen für das Verfahren
verwendet werden und dass der Motor besser ausgenüzt werden kann.
[0009] In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt
und es zeigen
- Fig. 1
- die Frontansicht einer automatischen Aufzugstüre,
- Fig. 2
- ein Blockschema,
- Fig. 3
- ein Regelschema,
- Fig. 4
- ein Diagramm einer Fahrkurve
- Fig. 4a,
- ein Blockschema und
- Fig. 5
- ein Flussdiagramm.
[0010] In der Fig. 1 ist eine automatische Aufzugstür 1 dargestellt mit einem Türmotor 1.1,
einer Türantriebssteuerung 1.2, einem Riemenvorgelege 1.3 und einem Antriebsband 1.4.
Mit Türmitnehmern 1.5, werden Türflügel 1.6 bewegt, welche Türrollen 1.7, Führungsstücke
1.13 und Sicherheitsleisten 1.11 mit Steuerteilen 1.12 aufweisen. Ferner sind auf
den Türflügeln 1.6 spreizbare Schachttürmitnehmer 1.10 vorhanden. Ein Schaltnocken
1.15 am oberern Rand des rechten Türflügels 1.6 betätigt in der Offenstellung einen
Endschalter Offenstellung 1.9 und in der Geschlossenstellung einen Endschalter Geschlossenstellung
1.8.
[0011] Die Fig. 2 ist ein Blockschema, in welchem Funktionselemente und ihre Beziehung zueinander
auf einer Kabine 2 dargestellt werden. Die Türantriebsteuerung 1.2 enthält eine uP-Steuerung
2.3 und eine Schaltelektronik 2.4. Der Türmotor 1.1 besteht aus einem DC-Motor 2.1
und einem Digital-Tacho 2.2. Mit einem mechanischen Antrieb 2.5 sind die in Fig. 1
dargestellten Antriebselemente 1.3, 1.4 und 1.5 zusammengefasst. Die Schachttürmitnehmer
1.10 wirken auf eine Schachttür 2.8. Die Funktionselemente 2.5, 1.6 und 2.8 wirken
noch auf eine mechanische Verriegelung 2.6 und diese auf Verriegelungskontakte 2.7.
Die von den Kabinentürflügeln 1.6 via Schaltnocken 1.15 (Fig. 1) betätigten Endschalter
1.8, 1.9 stehen in Verbindung mit einem in dieser Figur nicht dargestellten Steuerlogikteil
in der uP-Steuerung 2.3, welche die entsprechenden Signale via ein Hängekabel 2.12
in einen Maschinenraum 2.13 weiterleitet. Die Türsicherheitsleisten 1.11 und eine
Vorraumüberwachung 2.10 reagieren auf Effekte von einer Peripherie 2.11 und stehen
in Verbindung mit der uP-Steuerung 2.3 wie auch mit dem Maschinenraum 2.13, in welchem
sich eine in dieser Figur nicht dargestellte Aufzugssteuerung befindet. Ein Speiseteil
2.9 versorgt die ganze Türantriebssteuerung 1.2.
[0012] Die Fig. 3 zeigt das Regelschema mit dem Türantrieb. Der umrandete Bereich der uP-Steuerung
2.3 weist alle Elemente der Türmotorregelung auf. Ein Sollwertgeber 3.5 besteht im
wesentlichen aus den gespeicherten Fahrkurven 3.20, 3.21 und 3.22 sowie aus dem Fahrtkurvenwähler
3.18, welcher von einer Aufzugsteuerung 3.17 beeinflusst wird. Aus dem Sollwertgeber
3.5 führt ein Sollwert V
ref zu einem ersten Vergleicher 3.1, zu welchem noch vom Digital-Tacho 2.2 via einem
DA-Wandler 3.15 ein Istwert V
ist geführt ist. Ein nachfolgender Differenzwertgeber 3.6 hat eine erste Verbindung zu
einem Grenzwertvergleicher 3.7 und eine zweite Verbindung zu einem zweiten Vergleicher
3.2. Im Grenzwertvergleicher 3.7, welcher über einen zweiten Eingang noch zusätzlich
die Toleranzwerte aus einem Sollwertgeber 3.5 erhält, werden bei Überschreitungen
entsprechende Signale an die Aufzugssteuerung 3.17 geleitet. Ein von der Aufzugssteuerung
3.17 beeinflusster Lernfahrtwähler 3.19 aktiviert einen Lernfahrtrechner 3.11, welcher
Werte für eine Massekompensation 3.12 und eine Reibungskompensation 3.13 ermittelt.
In einem vierten Vergleicher 3.4 werden diese Werte addiert und ihre Summe zum zweiten
Vergleicher 3.2 als Kompensationswert V
k geführt. Der Ausgang des zweiten Vergleichers 3.2 führt zu einem Regler 3.8, in welchem
der entsprechende Stellgrössenwert für eine nachfolgende Schaltelektronik 2.4 generiert
wird. Ein zweiter Eingang bei der Schaltelektronik 2.4 ist mit der Aufzugssteuerung
3.17 verbunden. Der DC-Motor 2.1 wird von der Schaltelektronik 2.4 nach dem Prinzip
der Pulsweitenmodulation angesteuert. Die Motorkraft F
mot führt über einen dritten Vergleicher 3.3 zu einer Antriebslast 3.10, welche als Reaktion
die Antriebsgegenkraft F
A bewirkt. Einen externe Störkraft 3.9 wirkt im Störfall als negative Kraft F
w auf den dritten Vergleicher 3.3. Die Verbindung des DC-Motors 2.1 mit dem Digital-Tacho
2.2 ist mechanisch. Der Digital-Tacho 2.2 ist elektrisch mit dem Digitalfilter 3.15
und via Lernfahrtwähler 3.19 mit dem Lernfahrtrechner 3.11 verbunden.
[0013] Die Figur 4 zeigt ein Diagramm mit der Schliessfahrkurve 3.22, welche Eckpunkte a,
b, c, d, e und f aufweist. Eine Real-Sollwertkurve 4.1 wird durch abrundende Filterschaltungen
aus der Schliessfahrkurve 3.22 erzeugt. Aus der Real-Sollwertkurve 4.1 wird eine positive
Toleranzkurve 4.3 mit einem Abstand + dV
max und eine negative Toleranzkurve 4.2 mit einem Abstand - dV
max von der Real-Sollwertkurve erzeugt.
[0014] Die Figur 4a stellt diesen Vorgang dar. Ein Filter 3.22.1 rundet die Ecken der Schliessfahrkurve
3.22 soweit ab, dass daraus der Real-Sollwert 4.1 entsteht, welcher in dieser Form
am Ausgang des Sollwertgebers 3.5 als V
ref vorhanden ist. Der gleiche Wert wird auch noch einem Dividierer 3.22.2 zugeführt.
Dieser ermittelt laufend einen beispielsweise 5%-Anteil des momentanen Real-Sollwertes
4.1 und man erhält so den positiven Toleranzgrenzwert + dV
max. In einem nachfolgenden Inverter 3.22.3 wird der negative Toleranzgrenzwert - dV
max gebildet.
[0015] Die Fig. 5 ist ein Flussdiagramm, welches die Funktionen einer Türschliessfahrt darstellt.
Anhand dieser und der Figur 3 wird im folgenden die Arbeitsweise der Erfindung näher
erläutert.
[0016] Bei offener Tür und vorhandenem Fahrbefehl für den Aufzug wird von der Aufzugssteuerung
3.17 der Fahrkurvenwähler 3.18 auf die Stellung Schliessen gebracht. Dieser Vorgang
läuft kontaktlos und inform einer Speicheradressierung ab. Die im nicht dargestellten
Speicher abgerufene Schliessfahrkurve 3.22 ist noch als eine Anzahl Geraden mit den
Eckpunkten a, b, c, d, e, und f abgelegt. Diese Eckpunkte werden anlässlich der ersten
Lernfahrt definiert und liegen beispielweise für a bei 30%, für b bei 50%, für c bei
70%, für d bei 75%, für e bei 85% und für f bei 95% des gesamten Schliessfahrweges
der Tür.
[0017] Nach Ablauf der Türoffenhaltezeit und wenn keine Hindernisdetektion vorliegt, erfolgt
von einer Türsteuerungslogik 3.14 die Freigabe Türfahrt Schliessen. Dann startet V
ref gemäss dem Real-Sollwert 4.1. Beim ersten Vergleicher 3.1 wird der vom Digital-Tacho
2.2 stammende und im DA-Wandler 3.15 in einen analogen Wert umgwandelte Istwert V
ist zugeführt. Die Differenz der beiden Werte ist dann als Regelfehler dV vorhanden.
[0018] Im Grenzwertvergleicher 3.7 wird der Regelfehler dV auf seine Toleranzhaltigkeit
geprüft. Im ungestörten Normal-Fall, also dV < dV
max, wird dem Wert dV beim zweiten Vergleicher 3.2 ein vom vierten Vergleicher 3.4 zugeführter
Kompensationswert V
k zuaddiert und das Eingangssignal für den Regler 3.8 gebildet.
[0019] Der Regler 3.8 produziert ein Aussteuerungssignal für die Schaltelektronik 2.4, welche
ihrerseits den DC-Motor 2.1 nach dem vorgängig erwähnten Prinzip der Pulsweitenmodulation
steuert.
[0020] Der Motorkraft F
mot wirkt eine durch eine Antriebslast 3.10 bewirkte Reaktionskraft F
A entgegen, welche beim Beschleunigen negative und beim Verzögern positive Werte aufweist.
Der dritte Vergleicher 3.3 dient der Darstellung des Kräftevergleichs und ist real
nicht vorhanden. Im Normal-Fall ist die externe Störkraft 3.9 bzw. F
w nicht wirksam.
[0021] Der zeitliche Ablauf des Real-Sollwertes 4.1 wird wegabhängig gesteuert, was vom
Digital-Tacho 2.2 via Integrator 3.16 ermöglicht wird.
[0022] Der Schliessvorgang läuft nun ab bis die Tür geschlossen ist, was mit dem Endschalter
Geschlossen 1.8 detektiert wird. Es erfolgt dann als Abschluss der Schliessoperation
die mechanische und elektrische Verriegelung sowie ein Zuhalten der geschlossenen
und verriegelten Tür mit reduzierter Motorkraft oder einer allenfalls vorhandenen,
hier nicht dargestellten Haltebremse. Diese Funktionen werden ebenfalls von der Aufzugssteuerung
3.17 via Türsteuerungslogik 3.14 gesteuert. Bei fehlerhafter elektrischer Verriegelung
wird ein Störsignal " Sicherheitskreis offen" 3.14.2 gebildet und im Normalfall ein
Quittungssignal 3.14.3 erzeugt, beide zuhanden der Aufzugssteuerung 3.17.
[0023] Der Erfindungsgegenstand bezieht sich jedoch auf den Störfall, was nun im folgenden
erläutert wird.
[0024] Eine externe Störkraft 3.9 entsteht beim Auffahren auf ein Hindernis, wobei für das
erklärende Beispiel angenommen wird, dass die Sicherheitsleisten 1.11 und die Vorraumüberwachung
2.10 absichtlich oder unabsichtlich unwirksam seien.
[0025] Die Beschreibung beginnt für diesen Fall beim Grenzwertvergleicher 3.7. Im Flussdiagramm
der Fig. 5 ist dessen Funktion in zwei Schritte aufgeteilt, wobei in einem ersten
Schritt 3.7.1 die Grenzwertüberschreitung festgestellt und in einem zweiten Schritt
3.7.2 dessen Polarität ermittelt wird.
[0026] Ein negativer Wert bedeutet: Der Istwert V
ist hat den momentanen Real-Sollwert 4.1 bzw. V
ref um mehr als - dV
max unterschritten. Ein positiver Wert bedeutet: Der Istwert V
ist hat den momentanen Wert V
ref um mehr als + dV
max überschritten.
[0027] Letzteres kann beispielweise bei einem Riemenbruch vorkommen, wobei dann der plötzlich
abgehende DC-Motor 2.1 bis zur Ausregelung kurzzeitig via Digital-Tacho 2.2 und Digitalfilter
3.15 solche Werte erzeugt. Es wird dann in der Folge ein Störsignal 3.14.1 gebildet,
worauf ein Ausschalten via Aufzugssteuerung 3.17 bzw. Türsteuerungslogik 3.14 erfolgt.
Wird die schliessende Tür durch eine externe Störkraft 3.9 aufgehalten oder gebremst,
entsteht eine negative Überschreitung, also dV > - dV
max. In diesem Fall wird der DC-Motor elektrodynamisch und allenfalls zusätzlich mechanisch
bis zum Stillstand abgebremst und es wird eine Reversierung, also eine Öffnungsbewegung
eingeleitet.
[0028] Es muss in diesem Zusammenhang noch die Frage beantwortet werden, warum - dV
max bei der zulässigen maximalen Krafteinwirkung von beispielsweise 150 Newton überschritten
wird. Die Motor-Kennlinie und der Regelverstärkungsfaktor ergeben bei einer bestimmten
externen Störkraft 3.9 einen reproduzierbaren Regelfehler dV. Diese beiden Faktoren
erlauben es, die entsprechende positive 4.2 und vor allem negative Toleranzkurve 4.3
zu definieren.
[0029] Es wird beansprucht, dass die Ansprechwerte für ein Stoppen und Reversieren konstant
bleiben. Diese Konstanthaltung wird durch die Addition des aktuellen Kompensationswertes
V
k beim zweiten Vergleicher 3.2 erreicht. Der aktuelle Kompensationswert V
k wird bei jeder Lernfahrt neu ermittelt. Lernfahrt und Kompensationswertvermittlung
werden wie folgt durchgeführt:
[0030] Der Sollwertgeber 3.5 weist, wie eingangs erwähnt, eine Lernfahrkurve 3.20 auf, welche
bei Bedarf von der Aufzugssteuerung 3.17 mittels dem Fahrkurvenwähler 3.18 abgerufen
wird. Gleichzeitig wird auch der Lernfahrtwähler 3.19 aktiviert und die Lernfahrt
als Schliessbewegung mit konstanter und sehr kleiner Geschwindigkeit durchgeführt.
Der dabei mit dem Lernfahrt-Rechner registrierte zeitliche Verlauf des Regelfehlers
dV gibt in der Beschleunigungsphase den Hinweis auf die zu beschleunigende Masse und
über den ganzen Verlauf die Information über die Reibungsverhältnisse anhand des festgestellten
Regelfehlers dV. Mit ersterem wird ein Massekompensationswert 3.12 und mit letzterem
ein Reibungskompensationwert 3.13 errechnet. Die beiden im vierten Vergleicher 3.4
zusammengezählten Kompensationswerte werden dann bei jeder normalen Schliessfahrt
dem zweiten Vergleicher 3.2 zugeführt.
[0031] Auf diese Art werden sich langsam verändernde Reibungsverhältnisse laufend ausgeglichen,
und es wird der Ansprechwert für die Schliesskraftbegrenzung konstant gehalten.
[0032] Die allererste Lernfahrt dient, wie allgemein üblich, der Wegdatenerfassung, womit
dann die Eckpunkte, Beschleunigungen und Geschwindigkeiten für die Fahrkurven 3.21
und 3.22 definiert werden. Lernfahrten können, je nach Bedarf in beliebigen Zeitintervallen
durchgeführt werden. Das kann beispielweise einmal in 24 Stunden sein oder gar bei
jeder Türschliessung ohne Fahrbefehl für den Aufzug.
[0033] Bei übermässiger bzw. definierter Wirkungsgradverschlechterung werden keine Kompensationswerte
V
k mehr erzeugt, aber anstelle dessen wird ein entsprechendes Störsignal an die Aufzugssteuerung
gegeben. Für eine zügige Beschleunigung und damit auch für eine hohe erreichbare Türgeschwindigkeit
insbesondere für die Öffnungsbewegung sind entsprechend hohe Motorströme erforderlich.
Aufgrund der vorhandenen Wärmeträgheit eines Elektro- bzw. DC-Motors kann ein solcher
kurzzeitig mit sehr hohen Strömen, welche ein Vielfaches des zulässigen Dauerstromes
ausmachen ohne Schaden belastet werden. Eine Stromlimite ist einzig mit den Kohlebürsten
und dem Kollektor gegeben, welche aber bei Bedarf entsprechend dimensioniert werden
können. Es ist vorteilhaft eine Stromlimitierung inform einer elektronischen Sicherung
als Halbleiterschutz in der Schaltelektronik vorzusehen. Es wird ferner beansprucht,
dass der Einklemmschutz bis am Ende der Schliessbewegung wirksam bleibt. Mit dem beschriebenen
Verfahren und der Vorrichtung ist es möglich, die Schliesskraftbegrezung bis zum letzten
Millimeter der Schiessbewegung wirken zu lassen. Das ist besonders wirkungsvoll gegen
das Einklemmen und Verletzen von schmalen menschlichen Gliedmassen wie beispielsweise
Hände und Finger, aber auch Kleidungsstücke. Die Wichtigkeit des Einklemmschutzes
in der letzten Phase der Schliessbewegung ist auch noch unter einem weiteren Aspekt
hervorzuheben. Wie die Figur 1 zeigt sind normaler Weise automatische Aufzugstüren
1 mit Sicherheitsleisten 1.11. ausgerüstet. Diese erfüllen aber ihre Funktionen nur
bis auf eine bestimmte Distanz zueinander. Wenn sich die Türvorderkanten bei einer
Schliessbewegung auf beispielweise fünf bis zwei cm angenähert haben, müssen die Detektionssysteme
der Sicherheitsleisten zwecks Verhinderung von Eigendetektionen unempfindlicher oder
gar abeschaltet werden.
[0034] Die Erfindung erfüllt hier die Forderung nach vollständigem Einklemmschutz bis zum
letzten mm. In dieser Schlussphase der Schliessbewegung ist ferner die Türgeschwindigkeit
so klein, dass die dynamische Kraftkomponente vernachlässigbar klein ist und nur der
statische Anteil wirkt. Es ist auf Grund dieser Fakte sogar angezeigt, dass die Ansprechwerte
der Schliesskraftbegrenzung, zwecks noch besserem Schutz der Aufzugsbenützer, erheblich
unter dem vorgeschriebenen Höchstwert eingestellt werden können ohne Beeinträchtigung
der Türoperationen.
1. Verfahren zur Herabsetzung der Einklemmgefahr bei automatischen Türen mit Motor mit
Antriebsregelung bei Aufzügen mit geregeltem Türantrieb, welcher über den Motor mit
Antriebsregelung und mechanische Übertragungs- und Kupplungsglieder Türflügel einer
Schacht- und Kabinentür von einer Geschlossenstellung in eine Offenstellung und umgekehrt
bewegt und welcher die Türflügel in jeder Stellung zwischen den beiden Endstellungen
Offen und Geschlossen stoppen, in gleicher Richtung weiterbewegen oder reversieren
lässt, dadurch gekennzeichnet, dass das Stoppen und Reversieren auf dem ganzen Weg einer sich schliessenden Aufzugstür
durch einen von einer externen Störkraft (3.9) erzeugten, in der Antriebsregelung
des Motors definierten Toleranzwert überschreitenden positiven und negativen Regelfehler
dVmax ausgelöst wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet,
dass, ausgehend von einem Fahrkurvensollwert Vref momentan positive Grenzwerte + dVmax
mittels eines Dividierers (3.22.2) und momentan negative Grenzwerte -dVmax mittels
eines nachfolgenden Inverters (3.22.3) ermittelt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet,
dass ein, das Verhältnis externe Störkraft (3.9) zum Regelfehler dV verkleinerndes,
Einführen eines Kompensationswertes Vk in einen Vergleichspunkt (3.2) erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 3
dadurch gekennzeichnet,
dass das Schliessen einer Aufzugstür bei Nichtvorliegen eines Fahrbefehls für diesen
entsprechenden Aufzug als eine, aktuelle Kompensationswerte liefernde Lernfahrt durchgeführt
wird.
5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 zur Herabsetzung der Einklemmgefahr
bei automatischen Türen mit Motor mit Antriebsregelung bei Aufzügen mit geregeltem
Türantrieb, welcher über den Motor mit Antriebsregelung und mechanische Übertragungs-
und Kupplungsglieder Türflügel einer Schacht- und Kabinentür von einer Geschlossenstellung
in eine Offenstellung und umgekehrt bewegt und welcher die Türflügel in jeder Stellung
zwischen den beiden Endstellungen Offen und Geschlossen stoppen, in gleicher Richtung
weiterbewegen oder reversieren lässt, dadurch gekennzeichnet, dass die Regelstrecke der Türmotor-Antriebsregelung eine µP-Steuerung (2.3), enthaltend
einen ersten Vergleichspunkt (3.1) mit den eingängen Vist und Vref und dem Ausgang
dV, einen Vergleicher (3.7) mit den Eingängen Regelfehler dV und Grenzwerte +/- dVmax
und einer, bei einer Ueberschreitung der Grenzwerte +/- dVmax aktivierten Wirkverbindung
zu einer, Türstop oder -Reversierung bewirkenden Steuerung (3.17), einen zweiten Vergleicher
(3.2) mit den Eingängen Regelfehler dV und Kompensationswert Vk und einen Ausgang
zu einem Regler (3.8), vom Regler (3.8) einen Ausgang von der µP-Steuerung (2.3) zu
einer Schaltelektronik (2.4) mit einem Eingang aus der Steuerung (3.17), ein von der
Schaltelektronik gespeister DC-Motor (2.1) mit Digitaltacho (2.2) und einer Rückführung
in die µP-Steuerung (2.3) und über ein Digitalfilter (3.15) zum ersten Vergleichspunkt
(3.1), einen Kraftwerte-Vegleichspunkt (3.3) mit den Eingängen externe Störkraft Fw
(3.9), Drehkraft des DC-Motor Fmot und Widerstandskraft FA der Türmechanik und ein
Ausgang als resultierende Kraft für den mechanischen Antrieb der Türelemente aufweist.
1. Method for the reduction of the danger of getting caught in automatic doors, with
motor with drive regulation, in the case of lifts with regulated door drive, which
moves door leaves of a shaft and a cage door by way of the motor with drive regulation
and mechanical transmission and coupling members from a closed setting into an open
setting and conversely and which allows the door leaves to stop in any setting between
both the end settings "open" and "closed", move further in the same direction or reverse,
characterised thereby that the stopping and reversing is initiated over the entire
travel of a closing automatic door by a regulating error +/- dVmax produced by an
external interference force (3.9) and exceeding a defined tolerance value in the drive
regulation of the motor.
2. Method according to claim 1, characterised thereby that starting out from a travel
curve target value Vref instantaneous positive limit values +dVmax are determined
by means of a divider (3.22.2) and instantaneous negative limit values -dVmax are
determined by means of a downstream inverter (3.22.3).
3. Method according to claim 1, characterised thereby that an introduction of a compensating
value VK, which reduces the ratio of external interference force (3.9) to regulating error
dV, takes place in a comparison point.
4. Method according to claim 3, characterised thereby that the closing of a lift door
in the absence of a travel command for this corresponding lift is performed as a learning
travel supplying actual compensation values Vk.
5. Device for the performance of the method according to claim 1 for the reduction of
the danger of getting caught in automatic doors with motor with drive regulation,
in the case of lifts with regulated door drive, which moves door leaves of a shaft
and a cage door by way of the motor drive regulation mechanical transmission and coupling
elements from a closed setting into an open setting and conversely and which allows
the door leaves to stop in any setting between the two end settings, move further
in the same direction or reverse, characterised thereby that the regulating path of
the door motor drive regulation comprises a microprocessor control (2.3) containing
a first comparison point (3.1) with the inputs Vist and Vref and the output dV, a
comparator (3.7) with the inputs regulating fault dV and limit values +/- dVmax and
an operative connection, which is activated on an exceeding of the limit values +/-
dVmax, to a control (3.17) causing door stopping or reversing, a second comparator
(3.2) with the inputs regulating fault dV and compensating value Vk and an output
to a regulator (3.8), from the regulator (3.8) an output of the microprocessor control
(2.3) to an electronic switching system (2.4) with an input from the control (3.17),
a DC motor (2.1), which is supplied by the switching system (2.4), with digital tachometer
(2.2) and a feedback to the microprocessor control (2.3) and by way of a digital filter
(3.15) to the first comparison point (3.1), a force value comparison point (3.3) with
the inputs external interference force FW (3.9), torque of the DC motor Fmot and resistance
FA of the door mechanism and an output as resulting force for the mechanical drive
of the door elements.
1. Procédé pour réduire le risque de coincement avec des portes automatiques comportant
un moteur à asservissement de commande, avec des ascenseurs comportant un entraînement
de porte asservi qui, par l'intermédiaire du moteur à asservissement de commande et
d'organes mécaniques de transmission et d'accouplement, amène les battants d'une porte
palière et d'une porte de cabine d'une position fermée à une position ouverte et inversement,
et qui les fait s'arrêter dans n'importe quelle position entre les deux positions
de fin de course ouverte et fermée, poursuivre leur déplacement dans le même sens
ou renverser leur marche,
caractérisé en ce que l'arrêt et le renversement de marche sont déclenchés, sur toute
la course d'une porte automatique se fermant, par un défaut d'asservissement de +/-
dVmax produit par une force de dérangement externe (3.9) et dépassant dans l'asservissement
d'entraînement du moteur une valeur de tolérance définie.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, à partir d'une valeur théorique
de courbe de marche Vref, des valeurs limites momentanément positives +dVmax sont
calculées à l'aide d'un diviseur (3.22.2) tandis que des valeurs limites momentanément
négatives -dVmax sont calculées à l'aide d'un inverseur (3.22.3) prévu en aval.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est prévu une introduction
d'une valeur de compensation Vk dans un point de comparaison (3.2), qui réduit le
rapport de la force de dérangement externe (3.9) au défaut d'asservissement dV.
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que la fermeture d'une porte d'ascenseur
en l'absence d'ordre de marche pour l'ascenseur correspondant est effectuée sous la
forme d'une course d'apprentissage fournissant des valeurs de compensation actuelles.
5. Dispositif pour l'exécution du procédé selon la revendication 1 pour réduire le risque
de coincement avec des portes automatiques comportant un moteur à asservissement de
commande, avec des ascenseurs comportant un entraînement de porte asservi qui, par
l'intermédiaire du moteur à asservissement de commande et d'organes mécaniques de
transmission et d'accouplement, amène les battants d'une porte palière et d'une porte
de cabine d'une position fermée à une position ouverte et inversement, et qui les
fait s'arrêter dans n'importe quelle position entre les deux positions de fin de course,
poursuivre leur déplacement dans le même sens ou renverser leur marche,
caractérisé en ce que le système asservi de l'asservissement de commande du moteur
de porte se compose d'une commande µP (2.3) qui comprend un premier point de comparaison
(3.1) avec les entrées Vist et Vref et la sortie dV, un comparateur (3.7) avec les
entrées défaut d'asservissement dV et valeurs limites +/- dVmax et une liaison fonctionnelle,
activée lorsque les valeurs limites +/- dVmax sont dépassées, avec une commande (3.17)
provoquant l'arrêt ou l'inversement de la porte, et un second comparateur (3.2) avec
les entrées défaut d'asservissement dV et valeur de compensation Vk, et une sortie
vers un asservisseur (3.8), et se compose d'une sortie de ladite commande µP (2.3)
vers un système électronique de commutation (2.4) pourvu d'une entrée provenant de
la commande (3.17), d'un moteur à courant continu (2.1) alimenté par le système électronique
(2.4) et comportant un tachymètre numérique (2.2) et un retour à la commande µP (2.3)
et, par l'intermédiaire d'un filtre numérique (3.15), au premier point de comparaison
(3.1), d'un point de comparaison de valeurs de force (3.3) avec les entrées force
de dérangement externe Fw (3.9), force de rotation du moteur à courant continu Fmot
et force de résistance FA du mécanisme de la porte, et d'une sortie sous la forme
d'une force résultante pour l'entraînement mécanique des éléments de la porte.