[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum gleichzeitigen Längsprofilieren von Festensprossen
oder ähnlichen, an zwei gegenüberliegenden Seiten zu profilierenden Hölzern, bei dem
der jeweils zu profilierende Holzrohling bzw. die Fenstersprosse auf einem, eine horizontale
Auflagefläche aufweisenden Werkstücktisch zwischen zwei beidseitig einer in Vorschubrichtung
verlaufenden, vertikalen Längsmittelebene der Maschine angeordneten, sich in Richtung
der Längsmittelebene erstreckenden, an gegenüberliegenden vertikalen Flächen des zu
profilierenden Holzrohlings bzw. an gefrästen vertikalen Flächen der profilierten
Fenstersprosse anliegenden Seitenführungsleisten und zwei an gegenüberliegenden Seiten
der Längsmittelebene gelagerten, um vertikale Achsen rotierenden Fräswerkzeugsätzen
mittels einer von oben auf den Holzrohling bzw. die Fenstersprosse einwirkenden Vorschubeinheit
hindurchgeführt wird, wobei die Fenstersprosse ein im wesentlichen T-förmiges Profil
mit einem Steg und einer sich senkrecht hierzu erstreckenden Glaswange erhält und
der Steg vertikal zur Auflagefläche stehend gefräst wird.
[0002] Die Erfindung betrifft eine Fräsmaschine zum gleichzeitigen Längsprofilieren von
Fenstersprossen oder ähnlichen, an zwei gegenüberliegenden Seiten zu profilierenden
Hölzern, mit einem eine horizontale Auflagefläche aufweisenden Werkstücktisch, mit
beidseitig einer in Vorschubrichtung verlaufenden, vertikalen Längsmittelebene der
Fräsmaschine angeordneten, sich in Richtung der Längsmittelebene erstreckenden, an
gegenüberliegenden vertikalen Flächen des zu profilierenden Holzrohlings bzw. an gefrästen
vertikalen Flächen der profilierten Fenstersprosse anliegenden Seitenführungsleisten,
mit einer oberhalb der Auflagefläche vorgesehenen Vorschubeinheit, die von oben auf
den Holzrohling bzw. die Fenstersprosse einwirkt, und mit zwei an gegenüberliegenden
Seiten der Längsmittelebene gelagerten, vertikalen Frässpindeln, die je einen Fräswerkzeugsatz
tragen, wobei die Fenstersprosse ein im wesentlichen T-förmiges Profil mit einem Steg
und einer sich senkrecht hierzu erstreckenden Glaswange aufweist und der Steg vertikal
zur Auflagefläche stehend gefräst wird.
[0003] Bei einer bekannten Fräsmaschine zum gleichzeitigen Längsprofilieren von Fenstersprossen
an zwei gegenüberliegenden Seiten der oben genannten Art (DE-U- 1 690 473), mit welcher
auch das eingangs erwähnte Verfahren durchführbar ist, sind die Fräswerkzeugsätze
gegenüber der Auflagefläche des Werkstücktisches so angeordnet, daß die Glaswange
in dem der Auflagefläche benachbarten Bereich gefräst wird und der Steg der Fenstersprosse
von der Glaswange senkrecht nach oben absteht. Die Seitenführungsleisten liegen ausschließlich
an den vertikalen Flächen des Holzrohlings bzw. des gefrästen Steges der profilierten
Fenstersprosse an und dienen auch ausschließlich zur seitlichen Abstützung und Führung.
Die horizontale Abstützung der gefrästen Fenstersprosse erfolgt ausschließlich dadurch,
daß sie sich mit der nach unten gekehrten Außenseite ihrer Glaswange an der Auflagefläche
abstützt. Die Vorschubeinrichtung drückt mit ihren Vorschubrollen bzw. auch einem
Vorschubband von oben her zunächst auf die nach oben gekehrte Oberfläche des Holzrohlings
und nach dem Fräsen auf die nach oben gekehrte Schmalseite des Steges. Dieser Steg
hat vielfach nur eine Dicke von 10 mm oder weniger. Infolgedessen ergibt sich auch
nur eine kleine Berührungsfläche zwischen den Vorschubrollen und der Schmalseite des
Steges. Dies führt dazu, daß besonders bei kurzen Fenstersprossen nur geringe Vorschubkräfte
übertragen werden können. fegen dieser geringen Vorschubkräfte müssen große Zerspanungskräfte
vermieden werden. Um dies zu erreichen, ist es vielfach erforderlich, aus den zu profilierenden
Holzrohlingen in einem separaten Arbeitsgang wesentliche Holzteile vor dem eigentlichen
Profilieren durch Sägen herauszutrennen. Weiterhin ergeben sich auch dann Schwierigkeiten,
wenn die Glaswange in ihrer Ausdehnung senkrecht zum Steg schmal ist, und/oder wenn
die Glaswange auch an ihrer Außenseite ein Profil aufweist, welches zu ihren äußeren
Rändern hin abfällt. In diesem Fall stützt sich nämlich dann die Glaswange nur noch
mit einer sehr schmalen Fläche auf der Auflagefläche des Werkstücktisches ab und die
Seitenführungsleisten bieten keine ausreichende Abstützung mehr, um eine maßgenaue
Profilierung der Fenstersprosse zu gewährleisten. Auch aus diesem Grund ist das Vorprofilieren
der Rohlinge durch Sägen erforderlich. Bei der oben beschriebenen Fräsmaschine ist
zwar eine Höhenverstellung der Seitenführungsleisten mittels ringartigen Unterlagen
vorgesehen, jedoch dient diese Höhenverstellung dem ausschließlichen Zweck, die Seitenführungsleisten
so hoch anzuordnen, daß sie an dem nach oben gerichteten gefrästen Steg der Fenstersprosse
anliegen können und daß die unten liegende Glaswange ungehindert unter den Seitenführungsleisten
hindurchtreten kann.
[0004] Bei einer anderen bekannten Fräsmaschine zum Längsprofilieren von Fenstersprossen
ist nur eine horizontal angeordnete Frässpindel vorgesehen, die unterhalb der Auflagefläche
des Arbeitstisches angeordnet ist. Die Fenstersprosse wird hier so profiliert, daß
zunächst in einem ersten Arbeitsgang eine Hälfte und dann in einem zweiten Durchlauf
durch die Maschine die symmetrisch hierzu angeordnete andere Hälfte profiliert wird.
Der Steg erstreckt sich hierbei parallel zur Auflagefläche des Werkstücktisches. Die
Vorschubeinheit weist ein Vorschubband auf, welches zunächst an der nach oben gerichteten
Oberfläche des Holzrohlings und dann an der Seitenfläche der Glaswange anliegt. Da
auch die Seitenfläche der Glaswangen häufig sehr schmal ist, können bei kurzen Fenstersprossen
Vorschubprobleme auftreten, die allerdings hier geringer sind, weil nur ein Fräswerkzeugsatz
arbeitet. Der zweifache Durchlauf der Fenstersprossen erfordert jedoch einen doppelten
Arbeitsaufwand. Außerdem ist keine Abstützung des Steges nach oben vorgesehen, so
daß bei schmalen Stegen ein Flattern der Sprosse während des Fräsens festzustellen
ist. Dieses Flattern führt zu Unregelmäßigkeiten in der gefrästen Oberfläche.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Fräsmaschine zum
gleichzeitigen Längsprofilieren von Fenstersprossen oder ähnlichen an zwei gegenüberliegenden
Seiten profilierte Hölzer der eingangs erwähnten Art aufzuzeigen, mit der auch sehr
kurze Sprossen ohne Vorprofilierung der Holzrohlinge rasch, maßgenau und mit einwandfreier
Oberflächengüte profiliert werden können, insbesondere auch dann, wenn die Glaswangen
schmal und/oder an ihren Außenflächen profiliert sind.
[0006] Das Verfahren ist nach der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß die Fenstersprosse
an gegenüberliegenden Seiten so gefräst wird, daß ihre Glaswange an der der Auflagefläche
des Werkstücktisches abgekehrten oberen Seite der Fenstersprosse ausgebildet wird
und ihr Steg dabei nach unten zur Auflagefläche hin gerichtet ist, und daß die beim
Längsprofilieren entstehenden, nach unten gerichteten horizontalen Innenflächen der
Glaswange in Vorschubrichtung hinter dem jeweiligen Fräswerkzeugsatz an horizontalen
Auflageflächen von Horizontalführungsleisten abgestützt werden.
[0007] Die Fräsmaschine ist nach der Erfindung dadurch gekennzeichnet. daß beidseitig der
Längsmittelebene in Vorschubrichtung hinter jedem Fräswerkzeugsatz je eine sich in
Vorschubrichtung erstreckende Horizontalführungsleiste vorgesehen ist, die gegenüber
der Auflagefläche des Werkstücktisches höheneinstellbar ist und eine nach oben gerichtete,
mit Höhenabstand von der Auflagefläche angeordnete, horizontale Führungsfläche aufweist,
an welcher die Fenstersprosse in einer Anordnung mit obenliegender Glaswange und nach
unten gerichtetem Steg mit jeweils einer nach unten zur Auflagefläche hin gerichteten
Innenfläche ihrer Glaswange abstützbar ist, wobei der Höhenabstand gleich groß oder
geringfügig größer einstellbar ist als die Höhe des Steges der Fenstersprosse.
[0008] In Abkehr von der bisherigen Arbeitsweise geht also die Erfindung von dem Gedanken
aus, bei der gleichzeitigen Profilierung der Fenstersprossen an gegenüberliegenden
Seiten diese so zu fräsen, daß die Glaswange an der der Auflagefläche des Werkstücktisches
abgekehrten oberen Seite der Fenstersprosse ausgebildet wird. Der Steg der Fenstersprosse
ist dabei nach unten zu der Auflagefläche hin gerichtet. Die Abstützung in vertikaler
Richtung erfolgt jedoch nicht an der nach unten gerichteten Schmalseite des Steges,
sondern an den nach unten gerichteten horizontalen Innenflächen der Glaswange. Bei
diesen Innenflächen handelt es sich um Flächen, die beim späteren Fensterrahmen in
der Ebene der Glasscheibe liegen und an denen sich die Außenseite der Glasscheibe
unter Zwischenschaltung einer Dichtung abstützt. Die Innenflächen der Glaswange sind
verhältnismäßig breit und stützen sich auf den horizontalen Führungsflächen der Horizontalführungsleisten
ab. Dank der breiten Auflagefläche wird eine einwandfreie Abstützung erreicht, die
eine maßgenaue Fertigung des Profils der Fenstersprosse mit hoher Oberflächengüte
gewährleistet. Die Vorschubeinrichtung wirkt von oben her auf die Außenseite der Glaswange
ein. Da diese Außenseite in der Regel breiter ist als die Schmalseite des Steges und
da außerdem die Vorschubrollen der Vorschubeinheit mit einem Überzug aus elastischem
Material versehen sind und sich daher der Außenseite der Glaswange anfassen können,
wird eine verhältnismäßig breite Kontaktfläche zwischen den Vorschubrollen und der
Außenseite der Glaswange geschaffen. Diese breite Kontaktfläche ermöglicht auch die
Übertragung größerer Vorschubkräfte. Im Zusammenwirken mit der guten Abstützung ist
es daher möglich, Fenstersprossen direkt aus Holzrohlingen zu bearbeiten, die einen
rechteckigen Querschnitt aufweisen. Es ist nicht erforderlich, diese Holzrohlinge
in einem separaten Arbeitsgang durch Sägen vorzuprofilieren.
[0009] Damit bei der erfindungsgemäßen Fräsmaschine das gefräste Holzprofil auch tatsächlich
durch die Horizontalführungsleisten abgestützt werden kann, ist es erforderlich, daß
die Horizontalführungsleisten gegenüber der Auflagefläche des Werkstücktisches feinfühlig
so höheneinstellbar sind, daß der Höhenabstand der horizontalen Führungsflächen von
der Auflagefläche gleich groß oder geringfügig größer ist als die Höhe des Steges
der Fenstersprosse. Diese feinfühlige Höheneinstellung ist erforderlich, weil nämlich
der Holzrohling vor dem Profilieren auf der Auflagefläche des Werkstücktisches abgestützt
ist, während das Holzprofil bzw. die gefräste Fenstersprosse nach der Profilierung
nur noch durch die Horizontalführungsleisten abgestützt sein soll.
[0010] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
[0011] Die Erfindung ist in folgendem, anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Draufsicht auf die Fräsmaschine,
- Figur 2
- einen Querschnitt nach der Linie II-II der Figur 1,
- Figur 3
- einen Querschnitt nach der Linie III-III der Figur 1,
- Figur 4
- einen Querschnitt eines zweiten Ausführungsbeispieles an einer gegenüber dem Querschnitt
III-III in Vorschubrichtung nachfolgenden Bereich,
- Figur 5
- eine fertigprofilierte Fenstersprosse in Stirnansicht.
[0012] In der Zeichnung ist die Fräsmaschine nur im Prinzip dargestellt. Die Fräsmaschine
weist einen Werkstücktisch 1 mit einer horizontalen Auflagefläche 2 auf. Dieser Werkstücktisch
1 erstreckt sich in Längsrichtung der Maschine, d.h. in Vorschubrichtung V. Beidseitig
einer sich in Vorschubrichtung V erstreckenden vertikalen Längsmittelebene E-E ist
je eine vertikale Frässpindel 3, 4 vorgesehen. Die Frässpindeln 3, 4 werden über nicht
dargestellte Motoren angetrieben und tragen je einen aus mehreren Frässcheiben bestehenden
Fräswerkzeugsatz 5, 6. Die eine Frässpindel 3 kann stationär in einem Maschinengestell
gelagert sein, während die andere Frässpindel 4 senkrecht zur Längsmittelebene E -
E in Richtung B horizontal verstellbar ist. Die Frässpindeln 3, 4 sind in Spindelsupporten
7, 8 gelagert.
[0013] An jedem Spindelsupport 7, 8 ist in Vorschubrichtung V vor der zugehörigen Frässpindel
3, 4 ein erster Tragbock 9, 10 und hinter den Frässpindeln 3, 4 ein zweiter Tragbock
11, 12 vorgesehen. An den ersten Tragböcken 9, 10 sind Seitenführungsleisten 13, 14
angeordnet, die sich in Vorschubrichtung V erstrecken. Diese Seitenführungsleisten
13, 14 weisen vertikale Führungsflächen 13a, 14a auf. Der Holzrohling R, aus dem die
Fenstersprosse S gefräst werden soll, weist zunächst einen rechteckigen Querschnitt
auf. Die vertikalen Führungsflächen 13a, 14a dienen zur seitlichen Abstützung und
Führung des Holzrohlings R und liegen an dessen vertikalen Flächen R1 und R2 an. An
den zweiten Tragböcken 11, 12 sind Seitenführungsleisten 15, 16 vorgesehen, deren
vertikale, sich parallel zur Längsmittelebene E-E erstreckende Führungsflächen 15a,
16a an vertikalen Flächen 17a des Steges 17 der profilierten Fenstersprosse S anliegen
und den Steg 17 seitlich abstützen. Zweckmäßig ist eine der beiden Seitenführungsleisten
16, wie es mit der Feder 18 schematisch angedeutet ist, federnd am Tragbock 12 abgestützt,
so daß der Steg 17 spielfrei zwischen beiden Seitenführungsleisten 15, 16 geführt
ist.
[0014] Beiderseits der Längsmittelebene E-E ist in Vorschubrichtung V hinter jedem Fräswerkzeugsatz
5, 6 eine sich in Vorschubrichtung V erstreckende Horizontalführungsleiste 19, 20
vorgesehen. Jeder der beiden Horizontalführungsleisten 19, 20 weist eine nach oben
gerichtete horizontale Führungsfläche 19a, 20a auf, die mit Höhenabstand H von der
Auflagefläche 2 angeordnet ist. Dieser Höhenabstand H ist gleich groß oder geringfügig
größer als die Höhe h des Steges 17, gemessen von dessen Schmalseite 17b bis zu den
Innenflächen 21a der Glaswange 21 der fertigprofilierten Fenstersprosse S.
[0015] Zum besseren Verständnis ist in Figur 5 eine fertigprofilierte Fenstersprosse S im
Querschnitt dargestellt. Diese Fenstersprosse S weist im wesentlichen ein T-förmiges
Profil auf, mit einem Steg 17 und einer sich senkrecht hierzu erstreckenden Glaswange
21. Die Außenseite 21b der Glaswange 21 kann beliebig profiliert sein und beispielsweise
die Form aufweisen, wie sie in Figur 5 dargestellt ist. In den übrigen Figuren ist
der Einfachheit halber eine Fenstersprosse S dar gestellt, deren Glaswange 21 ein
trapezförmiges Profil aufweist. Die Innenflächen 21a der Glaswange 21 dienen beim
fertigen Fensterflügel zur Abstützung der Fensterscheibe. Sie erstrecken sich parallel
zur Scheibenebene. An den Innenflächen 21a liegt die Fensterscheibe mit ihrer Außenfläche
unter Zwischenschaltung einer Dichtung an. Der Steg 17 erstreckt sich zwischen zwei
benachbarten Fensterscheiben und dient zur Befestigung von Glashalteleisten 22, die
in Figur 5 strichpunktiert dargestellt sind. Mit der neuen Fräsmaschine werden die
Fenstersprossen S so gefräst, daß der Steg 17 vertikal angeordnet ist und der Auflagefläche
2 zugekehrt ist, während die Glaswange 21 der Auflagefläche 2 abgewandt ist, am oberen
Ende des Steges 17 ausgebildet ist.
[0016] Die Horizontalführungsleisten 19, 20 sind ebenfalls an den Tragböcken 11, 12 angeordnet
und abgestützt. An ihren horizontalen Führungsflächen 19a, 20a stützen sich die nach
unten gerichteten Innenflächen 21a der Glaswange 21 ab.
[0017] Damit die Fräsmaschine unterschiedlichen Sprossenhöhen angepaßt werden kann, sind
die beiden Horizontalführungsleisten 19, 20 gegenüber der Auflagefläche 2 des Werkstücktisches
1 höheneinstellbar. Diese Höheneinstellung erfolgt bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel,
bei dem die Tragböcke 11, 12 mit den Spindelsupporten 7, 8 verbunden sind, zweckmäßig
dadurch, daß der Werkstücktisch 1, wie mit dem Pfeil C angedeutet, höhenverstellbar
ist.
[0018] Zweckmäßig ist die in Vorschubrichtung V hinter jedem Fräswerkzeugsatz 5, 6 angeordnete
Seitenführungsleiste 15 bzw. 16 mit der zugehörigen Horizontalführungsleiste 19 bzw.
20 in einer Führungsschiene vereinigt. Hierbei ist diese Führungsschiene, wie es aus
Figur 3 ersichtlich ist, zweckmäßig ein Winkelprofil.
[0019] Oberhalb der Auflagefläche 2 und mit Abstand von dieser ist eine Vorschubeinheit
vorgesehen, die mehrere in Vorschubrichtung hintereinander angeordnete, synchron angetriebene
Vorschubrollen 23 aufweisen kann. Der Übersichtlichkeit halber ist nur eine Vorschubrolle
23 in Figur 1 dargestellt. Die Vorschubrollen 23 werden von oben her gegen die nach
oben gerichtete Oberfläche R3 des Holzrohlings R bzw. die Außenseite 21b der daraus
gefrästen Fenstersprosse S angedrückt. Sie drücken damit den Holzrohling R gegen die
Auflagefläche 2 des Werkstücktisches 1 und auch gegen die horizontalen Führungsflächen
19a und 20a der Horizontalführungsleisten 19, 20.
[0020] Die Wirkungsweise der neuen Fräsmaschine ist folgende:
[0021] Ein Holzrohling R von rechteckigem Querschnitt wird zwischen die Seitenführungsleisten
13, 14 in Vorschubrichtung V eingeführt und gelangt dann auch in den Bereich der ersten
Vorschubrolle 23. Er wird von dieser erfaßt und zwischen den rotierenden Fräswerkzeugsätzen
5, 6 hindurchbewegt. Die Seitenführungsleisten 13, 14 führen den Holzrohling R, indem
sie an dessen vertikalen Flächen R1 und R2 anliegen. Durch den rechten Fräswerkzeugsatz
5 wird die rechte Seite des Holzrohlings R bearbeitet und profiliert, wobei die in
bezug auf die Längsmittelebene E-E rechts liegende Hälfte der späteren Fenstersprosse
S ihr endgültiges Profil erhält. Um eine einwandfreie Maßgenauigkeit und Oberflächengüte
der gefrästen Flächen sicherzustellen, ist es wichtig, daß die gefrästeFenstersprosse
S in Vorschubrichtung auch hinter den Fräswerkzeugsätzen 5, 6 sowohl seitlich als
auch in Höhenrichtung einwandfrei abgestützt wird. Hierzu dienen die an den vertikalen
Flächen 17a des Steges 17 anliegenden Seitenführungsleisten 15, 16 und die horizontalen
Führungsleisten 19, 20, an denen sich hinter den Fräswerkzeugsätzen 5, 6 die Glaswange
21 mit ihren Innenflächen 21a abstützt. Durch die verhältnismäßig breiten Innenflächen
21a ist eine einwandfreie Abstützung gewährleistet.
[0022] Damit die Abstützung der Fenstersprosse S hinter den Fräswerkzeugsätzen 5, 6 tatsächlich
an den Horizontalführungsleisten 19, 20 und nicht am Werkstücktisch 1 erfolgt, ist
zweckmäßig die horizontale Oberfläche 2a des Werkstücktisches 1 in dem in Vorschubrichtung
V hinter den Fräswerkzeugsätzen 5, 6 liegenden Bereich gegenüber der Auflagefläche
2 in dem vor den Fräswerkzeugsätzen 5, 6 liegenden Bereich um etwa 0,3 bis 0,5 mm
etwas tiefer angeordnet. Es wird damit vermieden, daß die Höhenabstützung über den
schmalen Steg 17 erfolgt.
[0023] Damit die Glashalteleisten 22 gleichzeitig mit der Fenstersprosse S hergestellt und
profiliert werden können, erfolgt ihre Profilierung mittels entsprechend ausgestalteter
Fräswerkzeugsätze 5, 6 während des Durchlaufs des Holzrohlinges R. Die Glashalteleisten
22 sind dann, nachdem sie die Fräswerkzeugsätze 5, 6 passiert haben, an den Steg 17
angeformt und müssen noch von diesem abgetrennt werden. Dies erfolgt dadurch, daß
in Vorschubrichtung hinter jedem Fräswerkzeugsatz 5, 6 ein weiterer Fräswerkzeugsatz
24, 25 angeordnet ist, wie es in Figur 4 dargestellt ist. Von dem linken Fräswerkzeugsatz
25 ist aus Gründen der Übersichtlichkeit der obere Teil nicht gezeichnet. Die beiden
Fräswerkzeugsätze 24, 25 können auf einer gemeinsamen Frässpindel 26 angeordnet sein,
die unterhalb der horizontalen Oberfläche 2a des Werkstücktisches 1 quer zur Vorschubrichtung
V angeordnet ist. Die beiden Fräswerkzeugsätze 24, 25 sind in Figur 1 strichpunktiert
angedeutet. Mittels der Fräswerkzeugsätze 24, 25 werden die Glashalteleisten 22 vom
Steg 17 getrennt und dabei gleichzeitig auch noch an ihrer Unterseite profiliert.
Bei einer solchen Ausgestaltung ist es zweckmäßig, wenn jedes Winkelprofil an seiner
Seitenführungsleiste 15, 16 im Bereich hinter den Fräs werkzeugsätzen 24, 25 eine
nach unten in den Frässchlitz reichende Verlängerung 15', 16' aufweist. Diese Verlängerungen
15', 16' dienen als zusätzliche Führung für den Steg 17 und auch als Führungen für
die Glashalteleisten 22. Sie haben gleichzeitig auch die Funktion eines sogenannten
Spaltkeiles, wie er bei Kreissägen üblich ist.
1. Verfahren zum gleichzeitigen Längsprofilieren von Fenstersprossen oder ähnlichen,
an zwei gegenüberliegenden Seiten zu profilierenden Hölzern, bei dem der jeweils zu
profilierende Holzrohling bzw. die Fenstersprosse auf einem, eine horizontale Auflagefläche
aufweisenden Werkstücktisch zwischen zwei beidseitig einer in Vorschubrichtung verlaufenden,
vertikalen Längsmittelebene der Maschine angeordneten, sich in Richtung der Längsmittelebene
erstreckenden, an gegenüberliegenden vertikalen Flächen des zu profilierenden Holzrohlings
bzw. an gefrästen vertikalen Flächen der profilierten Fenstersprosse anliegenden Seitenführungsleisten
und zwei an gegenüberliegenden Seiten der Längsmittelebene gelagerten, um vertikale
Achsen rotierenden Fräswerkzeugsätzen mittels einer von oben auf den Holzrohling bzw.
die Fenstersprosse einwirkenden Vorschubeinheit hindurchgeführt wird, wobei die Fenstersprosse
ein im wesentlichen T-förmiges Profil mit einem Steg und einer sich senkrecht hierzu
erstreckenden Glaswange erhält und der Steg vertikal zur Auflagefläche stehend gefräst
wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Fenstersprosse (S) an gegenüberliegenden Seiten so gefräst wird, daß ihre
Glaswange (21) an der der Auflagefläche (2) des Werkstücktisches (1) abgekehrten oberen
Seite der Fenstersprosse ausgebildet wird und ihr Steg (17) dabei nach unten zur Auflagefläche
(2) hin gerichtet ist, und daß die beim Längsprofilieren entstehenden, nach unten
gerichteten horizontalen Innenflächen (21a) der Glaswange (21) in Vorschubrichtung
(V) hinter dem jeweiligen Fräswerkzeugsatz (5, 6) an horizontalen Auflageflächen (19a,
20a) von Horizontalführungsleisten (19, 20) abgestützt werden.
2. Fräsmaschine zum gleichzeitigen Längsprofilieren von Fenstersprossen (S) oder ähnlichen,
an zwei gegenüberliegenden Seiten zu profilierenden Hölzern, mit einem eine horizontale
Auflagefläche (2) aufweisenden Werkstücktisch (1), mit beidseitig einer in Vorschubrichtung
(V) verlaufenden, vertikalen Längsmittelebene (E-E) der Fräsmaschine angeordneten,
sich in Richtung der Längsmittelebene erstreckenden, an gegenüberliegenden vertikalen
Flächen (R1, R2) des zu profilierenden Holzrohlings (R) bzw. an gefrästen vertikalen
Flächen (17a, 17b) der profilierten Fenstersprosse (S) anliegenden Seitenführungsleisten
(13, 14; 15, 16),mit einer oberhalb der Auflagefläche (2) vorgesehenen Vorschubeinheit
(23), die von oben auf den Holzrohling (R) bzw. die Fenstersprosse (S) einwirkt, und
mit zwei an gegenüberliegenden Seiten der Längsmittelebene (E-E) gelagerten, vertikalen
Frässpindeln (3, 4), die je einen Fräswerkzeugsatz (5, 6) tragen, wobei die Fenstersprosse
(S) ein im wesentlichen T-förmiges Profil mit einem Steg (17) und einer sich senkrecht
hierzu erstreckenden Glaswange (21) aufweist und der Steg (17) vertikal zur Auflagefläche
(2) stehend gefräst wird, dadurch gekennzeichnet, daß beidseitig der Längsmittelebene (E-E) in Vorschubrichtung (V) hinter jedem Fräswerkzeugsatz
(5, 6) je eine sich in Vorschubrichtung (V) erstreckende Horizontalführungsleiste
(19, 20) vorgesehen ist, die gegenüber der Auflagefläche (2) des Werkstücktisches
(1) höheneinstellbar ist und eine nach oben gerichtete, mit Höhenabstand (H) von der
Auflagefläche (2) angeordnete, horizontale Führungsfläche (19a, 20a) aufweist, an
welcher die Fenstersprosse (S) in einer Anordnung mit obenliegender Glaswange und
nach unten gerichtetem Steg mit jeweils einer nach unten zur Auflagefläche (2) hin
gerichteten Innenfläche (21a) ihrer Glaswange (21) abstützbar ist, wobei der Höhenabstand
(H) gleich groß oder geringfügig größer einstellbar ist als die Höhe (h) des Steges
(17) der Fenstersprosse (S).
3. Fräsmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jede Horizontalführungsleiste (19, 20) mit einem die zugehörige Frässpindel (3,
4) tragenden Spindelsupport (7, 8) verbunden ist und daß der Werkstücktisch (1) gegenüber
den Spindelsupporten (7, 8) höhenverstellbar ist.
4. Fräsmaschine nach mindestens einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die in Vorschubrichtung (V) hinter jedem Fräswerkzeugsatz (5, 6) angeordnete
Seitenführungsleiste (15, 16) mit der zugehörigen Horizontalführungsleiste (19, 20)
in einer Führungsschiene vereinigt ist.
5. Fräsmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsschiene (15, 19; 16, 20) ein Winkelprofil ist.
6. Fräsmaschine nach mindestens einem der Ansprüche 2 - 5, dadurch gekennzeichnet, daß die horizontale Oberfläche (2a) des Werkstücktisches (1) in dem in Vorschubrichtung
(V) hinter den Fräswerkzeugsätzen (5, 6) liegenden Bereich gegenüber der Auflagefläche
(2) in dem vor den Fräswerkzeugsätzen (5, 6) liegenden Bereich etwas tiefer angeordnet
ist.
7. Fräsmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß in Vorschubrichtung (V) hinter jedem Fräswerkzeugsatz (5, 6) ein weiterer Fräswerkzeugsatz
(24, 25) zum Heraustrennen einer Glashalteleiste (22) vorgesehen ist, dessen Frässpindel
(26) unterhalb der horizontalen Oberfläche (2a) des Werkstücktisches (1) angeordnet
ist und daß jede Seitenführungsleiste (15, 16) eine nach unten in den vom weiteren
Fräswerkzeugsatz (24, 25) gebildeten Frässchlitz reichende Verlängerung (15', 16')
aufweist.