[0001] Die Erfindung betrifft eine Sicherheitspersonenschleuse mit einem im wesentlichen
zylindrischen Türgehäuse, das aus zwei einen Sperrsektor und einen Durchgangssektor
oder zwei Durchgangssektoren begrenzenden Wandschalen besteht, die zwei sich gegenüberliegende
Passageöffnungen freilassen, und das als Durchlaßfreigabeorgan, welches aus festgelegten
Ruhestellungen um die vertikale Zentralachse des Türgehäuses drehbar und motorisch
antreibbar ist, eine Drehtüre mit maximal vier Türflügeln oder einen Drehzylinder
mit wenigstens einer Passageöffnung aufweist, wobei das Durchlaßfreigabeorgan mittels
einer von einer elektronischen Steuereinheit, insbesondere von einem Mikroprozessor,
steuerbaren Bremseinrichtung arretierbar ist und wobei an die elektronische Steuereinheit
periphere Idendifikationseinrichtungen, z.B. Kartenleser, und/oder in den Durchgangssektoren
bzw. im Sperrsektor angeordnete Überwachungssensoren angeschlossen sind.
[0002] Bei einer bekannten Sicherheitspersonenschleuse der gattungsgemäßen Art (DE-OS 29
01 494) ist die Drehtür mit einer hydraulischen Geschwindigkeitskontrolleinrichtung
und mit einem elektromagnetischen Bremsmechanismus versehen. Dieser Bremsmechanismus
wird von einer im Sperrsektor des Türgehäuses unter der Drehtür im Boden montierten
druckempfindlichen Vorrichtung so gesteuert, daß die Drehtür gegen Drehung blockiert
werden kann. Die druckempfindliche Vorrichtung erstreckt sich dabei über einen Sperrsektor.
Beim Betreten der druckempfindlichen Vorrichtung im Sperrsektor wird ein Signal zu
einem elektronischen Relais abgesetzt, welches den Bremsmechanismus in Gang setzt
und dadurch die Verriegelung der Drehtür bewirkt.
[0003] Die Bremsvorrichtung ist aus Unfallverhütungsgründen so ausgelegt, daß ihre Bremswirkung
nicht zu einem festen Blockieren der Drehtüre führt, sondern daß die Drehtüre unter
Aufwendung eines größeren Drehmomentes trotz ein geschalteter Bremsvorrichtung manuell
gedreht werden kann.
[0004] Weil die Drehtür bei aktivierter Bremsvorrichtung durch menschliche Kraft noch gedreht
werden kann, ist es einer Person möglich, den Sperrsektor unberechtigterweise zu passieren.
Damit kann aber eine sichere Zugangs- oder Ausgangskontrolle nicht gewährleisetet
werden. Will man dies mit den bekannten Brems- bzw. Blockiereinrichtungen erreichen,
so müssen diese so gestaltet sein, daß im Falle der Blockierung ein Drehen der Drehtür
durch eine Person vollkommen unmöglich ist. Das kann allerdings im Einzelfall dazu
führen, daß eine Person, die z.B. mit einem sehr großen Schritt in den Sperrsektor
gelangt ist und nun auf der druckempfindlichen Vorrichtung steht, nicht mehr aus dem
Sperrsektor herauskommt. Da der gesamte Bodenbereich des Sperrsektors von der druckempfindlichen
Vorrichtung abgedeckt ist, hat die im Sperrsektor befindliche Person auch keine Möglichkeit,
die Blockierung der Drehtür selbst aufzuheben und den Sperrsektor der Drehtür wieder
zu verlassen.
[0005] Eine Kontrolle des Durchgangssektors ist bei dieser bekannten Sicherheitspersonenschleuse
nicht vorgesehen.
[0006] Die der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe besteht darin, eine Sicherheitspersonenschleuse
der gattungsgemäßen Art so auszubilden, daß einerseits eine sichere Zugangs- und Ausgangskontrolle
gewährleistet ist, daß aber andererseits bei einer Blockierung des Durchlaßfreigabeorgans
gegen unberechtigten Durchtritt eine sich im Sperrsektor oder im Durchgangssektor
befindende Person das Türgehäuse wieder verlassen kann.
[0007] Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, daß als zusätzliche Blockiereinrichtung
eine unmittelbar oder über ein Getriebe mit dem drehbaren Durchlaßfreigabeorgan in
fester Drehverbindung stehende Sperrscheibe vorgesehen ist, die auf einem Kreisbogen
um die Zentralachse des Türgehäuses wenigstens ein Anschlagflächenpaar mit einer in
Vorwärtsdrehrichtung wirksamen und mit einer in Rückwärtsdrehrichtung wirksamen Anschlagfläche
aufweist, und daß der Sperrscheibe zwei ortsfeste, von der Steuereinheit steuerbare,
wechselweise zwischen zwei Anschlagflächen eines Anschlagflächenpaares in die Sperrscheibe
stellbare Sperriegel zugeordnet sind, wobei der Abstand der beiden Anschlagflächen
jedes Anschlagflächenpaares einem Freilaufwinkel entspricht, der so groß ist, daß
das Durchlaßfreigabeorgan sich bei einem in die Sperrscheibe gestellten Sperriegel
(24, 25) etwa um den halben Sektorwinkel des Durchgangssektors frei drehen kann.
[0008] Mit der erfindungsgemäßen Lösung ist nicht nur die Erfindungsaufgabe in all ihren
Teilen mit der erforderlichen Funktionssicherheit gelöst, sondern es ist sichergestellt,
daß bei einer Blockierung des Durchlaßfreigabeorgans in einer Drehrichtung sich das
Durchlaßfreigabeorgan manuell in entgegengesetzter Drehrichtung wenigstens so weit
drehen läßt, daß die Gefahr des Einsperrens einer Person im Türgehäuse ausgeschlossen
ist. Gleichzeitig kann aber durch das Vorsehen eines zweiten Sperriegels während der
Passage einer berechtigten Person eine Blockierung des Durchlaßfreigabeorgans in Rückwärtsdrehrichtung
bewirkt werden, bevor das Durchlaßfreigabeorgan seine nächste Ruhestellung erreicht
hat, wobei aber das Weiterdrehen des Durchlaßfreigabeorgans bis zur Freigabe der Austrittsöffnung
nicht behindert wird. Zudem kann auch gewährleistet werden, daß eine Blockierung nicht
eintreten kann, wenn sich eine vertikale Begrenzungskante des Durchlaßfreigabeorgans
in einem solchen Abstand von einer Begrenzungskante einer Wandschale befindet, in
welchem die Gefahr des Einklemmens besteht. Darüber hinaus sind die Lösungsmittel
einfach, platzsparend und funktionell leicht beherrschbar.
[0009] Während durch die Ausgestaltung nach Anspruch 2 sich die Anschlagflächen der Sperrscheibe
sehr einfach herstellen lassen, ergibt sich durch die Ausgestaltung nach Anspruch
3 der wesentliche Vorteil, daß sich mit einem Minimum an Aufwand sehr exakte Blockierpositionen
des Durchlaßfreigabeorgans mit nur einer Sperrscheibe und nur zwei Sperriegeln erzielen
lassen.
[0010] Während es grundsätzlich auch möglich ist, beispielsweise durch mechanische oder
elektronische Steuereinrichtungen, sicherzustellen, daß jeweils nur ein Sperriegel
zur gleichen Zeit zwischen die Anschlagflächen eines Anschlagflächenpaares gestellt
werden kann, ist durch die Ausgestaltung des Anspruches 4 eine sehr einfache Möglichkeit
aufgezeigt, diese Bedingung zu erfüllen.
[0011] Durch die Ausgestaltung nach Anspruch 5 besteht die Möglichkeit, das Durchlaßfreigabeorgan
in jeder seiner Ruhestellungen in einer bestimmten Drehrichtung, beispielsweise in
Zutrittsrichtung zu einem Raum, zu sperren, um beispielsweise sicherzustellen, daß
nicht mehr als eine bestimmte Anzahl von Personen den gesicherten Raum betritt oder
verläßt.
[0012] Nachfolgend werden anhand der Zeichnung mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung
näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- in Perspektivansicht eine Sicherheitspersonenschleuse;
- Fig. 2
- einen Horizontalschnitt, der Sicherheitspersonenschleuse aus Fig. 1;
- Fig. 3
- eine vereinfachte Darstellung einer Drehtüre mit einer Blockiereinrichtung;
- Fig. 4
- die Sperrscheibe der Blockiereinrichtung aus Fig. 3 in Draufsicht;
- Fig. 5
- ein vereinfachtes Schaltschema der Steuereinrichtung;
- Fig. 6
- schematisch die Wandschalen einer mit einer dreiflügeligen Drehtüre versehenen Sicherheitspersonenschleuse
mit einem Durchgangsektor und einem Sperrsektor;
- Fig. 7
- in vereinfachter Darstellung die Wandschalen einer mit einer vierflügeligen Drehtüre
versehenen Sicherheitspersonenschleuse mit einem Durchgangssektor und einem Sperrsektor;
- Fig. 8
- die Wandschalen einer mit einer vierflügeligen Drehtüre und zwei Durchgangssektoren
versehenen Sicherheitspersonenschleuse;
- Fig. 9
- in schematisierter Draufsicht eine mit einer dreiflügeligen Drehtür und einer dazu
konzentrisch angeordneten Sperrscheibe versehenen Sicherheitspersonenschleuse;
- Fig. 9a bis 9g
- sieben verschieden Positionen der dreiflügeligen Drehtüre der Fig. 9;
- Fig. 10
- in schematischer Draufsicht eine mit einer vierflügeligen Drehtüre und einer dazu
konzentrisch angeordneten Sperrscheibe versehenen Sicherheitspersonenschleuse;
- Fig. 10a bis Fig. 10h
- acht verschiedene Drehstellungen der Drehtüre aus Fig. 10;
- Fig. 11
- in schematischer Draufsicht eine weitere Sicherheitspersonenschleuse mit einer vierflügeligen
Drehtüre und einer konzentrisch dazu angeordneten Sperrscheibe;
- Fig. 11a
- bis Fig. 11l die Drehtüre der Fig. 11 in zwölf unterschiedlichen Drehstellungen;
- Fig. 12
- in schematischer Draufsicht eine Sicherheitspersonenschleuse mit einer nur zweiflügeligen
Drehtür, deren Flügelenden mit unsymmetrischen Sperrsegmenten versehen sind;
- Fig. 13
- in schematischer Draufsicht eine Sicherheitspersonenschleuse mit einer ebenfalls zweiflügeligen
Drehtüre, deren Flügelenden jedoch mit symmetrischen Sperrsegmenten versehen sind
und
- Fig. 14
- in schematischer Draufsicht eine Sicherheitspersonenschleuse mit einem Drehzylinder
als Durchlaßfreigabeorgan, dem ebenfalls eine Sperrscheibe konzentrisch zugeordnet
ist.
[0013] In den Fig. 1 und 2 ist schematisch eine Sicherheitspersonenschleuse mit einem zylindrischen
Türgehäuse 1 dargestellt, das aus zwei sich etwa diametral gegenüberliegenden, verglasten
Wandschalen 2 und 3 gebildet ist, die zwei sich gegenüberliegende Passageöffnungen
4 und 5 freilassen. In dem Türgehäuse 1 ist als Durchlaßfreigabeorgan eine um eine
vertikale Zentralachse 6 drehbare, mit drei Türflügeln 7, 8 und 9 versehene Drehtüre
10 angeordnet, die in beiden durch die Pfeile 11 und 11' angedeuteten Richtungen elektromotorisch
antreibbar ist. Damit ist auch zugleich ein sich über den Winkel β von etwa 110° (Fig.
6) erstreckender Durchgangssektor 12 und dem gegenüberliegend ein sich über den Winkel
ε von etwa 130° erstreckender Sperrsektor 13 festgelegt. Es ist dabei erkennbar, daß
der Winkel β, über den sich der Durchgangsektor 12 erstreckt, kleiner ist als der
Winkel ε des Sperrsektors 13 und daß sich die beiden Passageöffnungen jeweils über
einen Öffnungswinkel von 60° erstrecken. Wie aus Fig. 9 erkennbar ist, haben die drei
Türflügel 7, 8 und 9 jeweils einen Türflügelwinkel φ von 120°, der identisch ist mit
dem Winkelabstand α, den die einzelnen festgelegten Ruhestellungen der Drehtüre 10
voneinander haben. Das bedeutet, daß sich die Drehtüre 10 bei jedem regulären Durchgang
in Richtung des Pfeiles 11 oder in Richtung des Pfeiles 11' aus der in Fig. 9 dargestellten
Ruhestellung um 120° dreht, um danach wieder die nächste Ruhestellung einzunehmen.
Es ist ebenfalls erkennbar, daß sich in der Ruhestellung jeweils einer der Türflügel
7, 8 oder 9 in der Ebene der Winkelhalbierenden 14 des Durchgangssektors 12, d.h.
des Winkels β befindet, woraus sich ergibt, daß die beiden anderen Türflügel 7 und
8 zu dieser Winkelhalbierenden 14 eine symmetrische Lage einnehmen, in welcher sie
innerhalb der Begrenzungsränder 15 und 16 der Wandschale 2 stehen.
[0014] Bei der Ausführungsform der Fig. 7 und 10 ist ein anderes Türgehäuse 1/1 vorgesehen,
in dem als Durchlaßfreigabeorgan eine mit vier Türflügeln versehene Drehtüre 21 angeordnet
ist, die wiederum um die vertikale Zentralachse 6 in den beiden Richtungen der Pfeile
11 und 11' drehbar und motorisch antreibbar ist. Hierbei erstreckt sich die den Durchgangssektor
12/1 begrenzende Wandschale 3/1 über einen Winkel β' von etwa 95°, während die den
Sperrsektor 13/1 begrenzende Wandschale 2/1 sich über einen Winkel ε' von etwa 185°
erstreckt, so daß die Passageöffnungen 4/1 und 5/1 jeweils einen Öffnungswinkel von
etwa 40° aufweisen. Auch hierbei sind die beiden Wandschalen 2/1 und 3/1 jeweils symmetrisch
zur gemeinsamen Winkelhalbierenden 14 der Winkel β' und ε' angeordnet, während die
festgelegten Ruhestellungen der vierflügeligen Drehtüre 21 wieder so liegen, daß sich
in jeder Ruhestellung ein Türflügel 20 z.B. im Bereich des Durchgangssektors 12/1
und ein Türflügel 18 z.B. im Bereich des Sperrsektors 13/1 in der Ebene der gemeinsamen
Winkelhalbierenden 14 befindet, während die beiden anderen quer dazu verlaufenden
Türflügel 17, 19 innerhalb der Begrenzungsränder 15/1 und 16/1 der den Sperrsektor
13/1 begrenzenden Wandschale 2/1 liegen.
[0015] In den Fig. 8 und 11 ist eine weitere Ausführungsform einer Sicherheitspersonenschleuse
der gattungsgemäßen Art dargestellt, bei der das zylindrische Türgehäuse 1/2 zwei
sich diametral gegenüberliegende, unter sich gleich große Wandschalen 2/2 und 3/2
aufweist, die jeweils einen sich über einen Winkel β1 von etwa 95° erstreckenden Durchgangssektor
12/2 und Sperrsektor 13/2 begrenzen und die Passageöffnungen 4/2 und 5/2 freilassen,
welche sich ebenfalls exakt diametral gegenüberliegen und jeweils einen Öffnungswinkel
von 85° aufweisen. Die hier als Durchlaßfreigabeorgan vorgesehene Drehtüre 22 weist
wiederum vier Türflügel 35, 36, 37 und 38 auf, die jeweils rechtwinklig zueinander
angeordnet sind und somit einen Türflügelwinkel ρ von 90° zueinander haben. Bei dieser
Ausführungsform ist die Drehtüre 22 nur in Richtung des Pfeiles 11 drehbar und motorisch
angetrieben. Auch weist diese Drehtüre 22 nur zwei Ruhestellungen auf, die um 180°
zueinander versetzt sind und die so liegen, daß die gemeinsame Winkelhalbierende 14
der beiden Sektoren 12/2 und 13/2 jeweils die Winkelhalbierende zwischen zwei Türflügeln
bildet, d.h., daß jeweils zwei Türflügel 36 und 37 bzw. 35 und 38 zu der Winkelhalbierenden
14 eine symmetrische Lage einnehmen. Aus Fig. 11 ist ersichtlich, daß sich auch hier
in den Ruhestellungen der Drehtüre 22 die Endkanten ihrer Türflügel 35 bis 38 jeweils
innerhalb der Begrenzungsränder 15/2 bzw. 16/2 der Wandschalen 2/2 und 3/2 liegen.
[0016] In den Fig. 12, 13 und 14 sind noch drei weitere Ausführungsformen von Sicherheitspersonenschleusen
schematisch dargestellt, auf die nachstehend noch näher eingegangen wird.
[0017] Wie bereits erwähnt, werden bei allen Ausführungsformen die Drehtüren 10 bzw. 21
bzw. 22 während einer korrekten Personenpassage jeweils in der Richtung angetrieben,
in welcher die betreffende Person, die zur Passage berechtigt ist, den jeweiligen
Durchgangssektor 12 bzw. 12/1 bzw. 12/2 bzw. 12/3 passieren will. Aus Gründen der
Unfallverhütung ist jedoch der elektrische Antrieb so ausgelegt, daß die Drehtüre
im Bedarfsfalle von einer Person angehalten, ja sogar in Gegenrichtung gedreht werden
kann. Durch entsprechende Steuermittel ist aber auch sichergestellt, daß die Drehtüre
in jedem Falle nach einer durchgeführten oder versuchten Passage wieder in die nächstliegende
festgelegte Ruhestellung gedreht und dort angehalten wird. Diese Ruhestellungen der
Drehtüren 10, 21 und 22 können durch elektrisch gesteuerte Brems- oder Rastvorrichtungen
gesichert sein. Aber auch dabei soll aus Unfallverhütungsgründen das Haltemoment nur
so groß sein, daß es von einer Person im Bedarfsfalle überwunden werden kann, daß
also eine Person die Drehtüre 10, 21 bzw. 22 auch ohne elektrischen Antrieb manuell
drehen kann.
[0018] Auf Grund dieser Bedingungen sind solche Personenschleusen, wenn keine zusätzlichen
Einrichtungen vorhanden sind, in unkorrekter Weise von nichtberechtigten Personen
überwindbar. Um diese Nachteile zu vermeiden und um zu erreichen, daß nur berechtigte
Personen diese Sicherheitspersonenschleusen passieren können, um einen geschützten
Raum zu betreten oder um einen geschützten Raum zu verlassen, und um zugleich eine
Kontrolle zu ermöglichen, durch welche festgestellt werden kann, wie viele Personen
den geschützten Raum betreten haben bzw. verlassen haben, also wie viele Personen
sich jeweils zu einem bestimmten Zeitpunkt in dem geschützten Raum befinden, ist eine
zusätzliche Blockiereinrichtung vorgesehen, die im folgenden näher erläutert wird.
[0019] Diese Blockiereinrichtung weist bei allen Ausführungsbeispielen jeweils eine Sperrscheibe
23, 23', 23/1 bis 23/5 auf, die wie die Fig. 3 zeigt, oberhalb einer Drehtüre, beispielsweise
der Drehtüre 10, konzent-risch zu deren Zentralachse 6 angeordnet und fest mit der
Drehtüre verbunden ist und die jeweils mit einer der jeweiligen Anzahl der festgelegten
Ruhestellungen der betreffenden Drehtüre 10, 21 oder 22 entsprechende Anzahl von kreisbogenförmigen
Ausnehmungen einer bestimmten Umfangslänge versehen ist und der jeweils zwei Sperriegel
24 und 25 zugeordnet sind. Die Sperriegel 24 und 25 sind durch Elektromagnete 68 und
69 individuell steuerbar und wechselweise in eine der Ausnehmungen stellbar. Bei der
Sperrscheibe 23', die in Fig. 4 dargestellt ist, sind es die drei auf ihrer radialen
Außenseite offenen Ausnehmungen 26, 27 und 28, bei der Sperrscheibe 23 sind es die
drei schlitzförmigen Ausnehmungen 26, 27 und 28, bei der Sperrscheibe 23/1 sind es
die vier Ausnehmungen 29, 30, 31 und 32 und bei der Sperrscheibe 23/2 sind es nur
zwei Ausnehmungen 33 und 34. Die Enden dieser Ausnehmungen 26 bis 34 bilden jeweils
Anschlagflächenpaare 26/1-26/2 bis 34/1-34/2, die jeweils an einem aktivierten Sperriegel
24 oder 25 anschlagen und dann die Drehtüre 10, 21 oder 22 in der einen oder anderen
Drehrichtung blockieren können. In den Fig. 4, 9, 10 und 11 sind die Sperriegel 24
und 25 jeweils in Form von Kreisen dargestellt.
[0020] Wie aus den Fig. 9, 10 und 11 erkennbar ist, erstrecken sich die Ausnehmungen 26,
27 und 28 bzw. 29 bis 32 sowie 33 und 34 jeweils über einen sog. Freilaufwinkel γ
bzw. γ' bzw. γ1, der jeweils etwa halb so groß ist wie der Sektorwinkel β bzw. β'
bzw. β1 des Durchgangssektors 12, 12/1, 12/2 der betreffenden Sicherheitspersonenschleuse.
Dadurch ist gewährleistet, daß sich die Sperrscheiben 23 bzw. 23/1 bzw. 23/2 auch
dann, wenn einer der Sperriegel 24 oder 25 in eine der Ausnehmungen 26 bis 34 ragt,
um eben diesen Freilaufwinkel γ bzw. γ' bzw. γ1 in der einen und anderen Richtung
noch frei drehbar sind. Daß die Sperriegel 24 und 25 jeweils auf den gleichen Radien
angeordnet sind wie die Ausnehmungen 26 bis 34, ergibt sich aus der Bedingung, daß
sie in diese einfallen sollen. Es ist auch eine Bedingung, daß die Anschlagflächenpaare
26/1-26/2 bis 34/1-34/2, die von den Enden der Ausnehmungen 26 bis 34 gebildet werden,
bei ein und derselben Sperrscheibe 23, 23', 23/1, 23/2 jeweils in einer sog. Sperrebene
liegen, in welche die beiden Sperriegel 24 und 25 individuell und wechselweise einstellbar
sind, um ihre Sperr- bzw. Blockierwirkung auszuüben.
[0021] Bei den Ausführungsformen der Fig. 9 und 10 ist der Abstandswinkel δ δ', den die
beiden Sperriegel 24 und 25 voneinander haben, etwas größer gewählt als der halbe
Sektorwinkel β bzw. β' (Fig. 6 und 7) des Durchgangssektors 12 bzw. 12/1 und somit
auch größer als der jeweils zugehörige Freilaufwinkel γ bzw. γ'. Dadurch ist sichergestellt,
daß zur gleichen Zeit immer nur einer der beiden Sperriegel 24 oder 25 in eine der
Ausnehmungen 26 bis 28 bzw. 29 bis 32 ragen kann. Diese Bedingung kann auch mit anderen
Mitteln, z.B. schaltungstechnischen Mitteln oder mit zusätzlichen mechanischen Sperrvorrichtungen
erfüllt werden.
[0022] Bei der Ausführungsform der Fig. 11, bei der die Sperrscheibe 23/2 nur zwei sich
diametral gegenüber-liegende Ausnehmungen 33 und 34 aufweist, ist der Abstandswinkel
δ1 zwischen den beiden Sperriegeln 24 und 25 so gewählt, daß er geringfügig größer
ist als die Summe aus dem Freilaufwinkel γ1 und dem Türflügelwinkel ρ. Somit ist auch
hier die Bedingung erfüllt, daß zur gleichen Zeit nur einer der beiden Sperriegel
24 oder 25 in eine der beiden Ausnehmung 33 oder 34 einfallen kann.
[0023] Bei den beiden Ausführungsbeispielen der Fig. 6 und 9 sowie 7 und 10 ist durch die
angegebene Wahl der die Durchgangssektoren 12 bzw. 12/1 begrenzenden Wandschalen 3
bzw. 3/1 und des dazugehörigen Sektorwinkels β bzw. β' im Verhältnis zu der Größe
der Türflügelwinkel ρ sichergestellt, daß höchstens ein Differenzspalt
S von 20 cm (siehe Fig. 9d und Fig. 10d) entstehen kann, wenn der jeweils nachlaufende
Türflügel in den Bereich des Sektorwinkels β bzw. β' eintritt. Diese Größe des Differenzspaltes
S gewährleistet, daß eine sich im Durchgangsektor befindende Person diesen nicht verlassen
kann, wenn die Türe in dieser Position z.B. durch das Einfallen des Sperriegels 24
in die Ausnehmung 28 bzw. 32 blockiert wird.
[0024] Andererseits kann aber bei einer solchen Blockierung der Drehtüre 10 bzw. 21 in der
einen Drehrichtung die Drehtüre 10 bzw. 21 in der entgegengesetzten Richtung wieder
so weit zurückgedreht werden, daß die sich im Durchgangsektor 12 bzw. 12/1 befindende
Person diesen wieder durch die Passageöffnung 4 oder 5 bzw. 4/1 oder 5/1 verlassen
kann, durch welche sie eingetreten ist.
[0025] Zur Steuerung eines die Drehtüre 10 bzw. 21 bzw. 22 antreibenden Elektromotors 40
und einer elektromagnetischen Bremse 41 sowie der beiden Elektromagneten 68 und 69
der Sperriegel 24 und 25 ist die in Fig. 5 vereinfacht dargestellte Schaltungsanordnung
vorgesehen. Diese weist als Steuereinheit 42 einen Mikroprozessor auf, an den als
periphere Steuereinrichtungen zwei Ausweisleser 43 und 44 (siehe auch Fig. 2), ein
Positionsgeber 45 sowie mehrere in den Sperrsektoren 13, 13/1 bzw. 13/2 und Durchgangssektoren
12, 12/1 bzw. 12/2 angeordnete Raumsensoren 46 bzw. 47 ange-schlossen sind. In der
Regel sind diese Raumsensoren 46 und 47 an der Decke 48 des Türgehäuses 1, 1/1 bzw.
1/2 angeordnet, und sie sind in der Lage zu signalisieren, ob sich jeweils nur eine
oder mehrere Personen in einem Durchgangssektor bzw. in einem Sperrsektor befinden,
so daß der mit ihren Signalen belieferte Mikroprozessor 42 entsprechende Steuersignale
an die Elektromagnete 68, 69 der Sperriegel 24 und 25 geben kann, um einen von diesen
Sperriegeln 24 oder 25 in eine der Ausnehmungen 26 bis 34 der einzelnen Sperrscheiben
23, 23', 23/1 bzw. 23/2 einfallen zu lassen.
[0026] Die Raumsensoren 47 der Durchgangssektoren können aber so ausgelegt sein, daß sie
Sperrsignale an den Mikroprozessor liefern, wenn eine an sich berechtigte Person unerlaubte
Gegenstände mit sich führt.
[0027] In den Fig. 9a bis 9g sind unterschiedliche Steuerzustände der im wesentlichen aus
der Stperrscheibe 23 und den beiden Sperriegeln 24 und 25 bestehenden Blockiereinrichtung
dargestellt. Dabei bedeutet der als schwarze Kreisfläche dargestellte Sperriegel 24
bzw. 25, daß dieser Sperriegel aktiviert, d.h. in Sperrposition gebracht worden ist
und somit in eine der Ausnehmungen 26, 27 und 28 ragt. Die Fig. 9a zeigt die auch
in Fig. 9 dargestellte Ausgangs- bzw. Ruhestellung der Drehtüre 10. Beide Sperriegel
24 und 25 sind nicht aktiviert. Die schlitzförmige Ausnehmung 28 befindet sich in
einer Winkellage, in welcher sich der Sperriegel 24 unmittelbar neben der Anschlagfläche
28/1 befindet, so daß er in dieser Ruhestellung der Drehtüre 10 in die Ausnehmung
28 einfallen könnte. Somit ist es möglich, die Drehtüre 10 in ihrer Ruheposition in
einer Drehrichtung zu blockieren, wenn z.B. erreicht werden soll, daß keine weitere
Person mehr in den geschützten Raum gelangen soll. Der andere Sperriegel 25 sitzt
etwa mittig über der anderen Anschlagfläche 28/2, so daß dieser nicht einfallen kann.
Angenommen eine Person 50 die sich durch eine Identifikationskarte im Kartenleser
44 als durchgangsberechtigt ausgewiesen hat, betritt durch die Passageöffnung 5 in
Richtung des Pfeiles 11 den Durchgangsektor 12, so wird der Antriebsmotor 40 in Drehrichtung
des Pfeiles 11 eingeschaltet, sobald diese Person 50 vom ersten Raumsensor 47 erfaßt
worden ist. Wird nun im Laufe der Passage von den Raumsensoren festgestellt, daß diese
Person nicht allein ist, oder daß sie einen nicht erlaubten Gegenstand mit sich führt,
so erhält der Mikroprozessor ein entsprechendes Signal, durch welches der Sperriegel
24 aktiviert und in die Ausnehmung 28 abgesenkt wird, was beispielsweise in der Drehposition
der Fig. 9b erfolgt. Mit der Aktivierung des Sperriegels 24 wird auch der Motor 40
abgeschaltet und die Bremse 41 eingeschaltet. Die Drehtüre bleibt stehen. Wenn nun
die betreffende Person 50 versucht, trotzdem zu der Passageöffnung 4 zu gelangen,
indem sie die Drehtüre 10 in Richtung des Pfeiles 11 von Hand weiterdreht, so erfährt
die Drehtüre in der in Fig. 9c dargestellten Position eine Blockierung, indem das
nachlaufende Ende der Ausnehmung 28, d.h. die Anschlagfläche 28/2 gegen den aktivierten
Sperriegel 24 läuft und die Sperrscheibe 23 die Drehtüre 10 am Weiterdrehen hindert.
Auf Grund der Länge der Ausnehmung 28 besteht aber für die im Durchgangssektor 12
stehende Person 50 die Möglichkeit, die Drehtüre 10 in entgegengesetzter Richtung
wieder so weit zurückzuschieben, daß sie das Türgehäuse 1 durch die Passageöffnung
5, durch welche sie eingetreten ist, wieder verlassen kann.
[0028] Wenn hingegen die berechtigte Person 50 nicht von einer unberechtigten Person begleitet
wird bzw. keine unerlaubten Gegenstände mit sich führt, ist eine Aktivierung des Sperriegels
24 unterblieben; die berechtigte Person kann, während die Drehtüre 10 in ihre nächste
Ruheposition läuft und dort, gesteuert vom Positionsgeber 45 anhält, das Türgehäuse
1 durch die Passageöffnung 4 verlassen.
[0029] Sobald die in Fig. 9
d dargestellte Position der Drehtüre 10 erreicht ist, in welcher der eine Türflügel
9 mit dem einen Rand der Wandschale 3 den Differenzspalt
S von etwa 20 cm bildet, hat die nachfolgende Ausnehmung 27 mit ihrer vorlaufenden
Anschlagfläche 27/1 den Sperriegel 25 erreicht, so daß ab dieser Position der Sperriegel
25 aktiviert und in die Ausnehmung 27 gestellt werden kann. Geschieht dies, so ist
ab dieser Position ein Rückdrehen der Drehtüre 10 nicht mehr möglich. Dies ist wichtig,
um ausschließen zu können, daß in der Gegenrichtung eine unberechtigte Person in den
Durchgangsektor 12 eintritt und die Drehtüre 10 entgegen des in Gang befindlichen
Antriebs manuell zurückdreht. Außerdem ist diese Rückwärtsblockierung auch dann wichtig,
wenn man eine zuverlässige Zählung der sich in einem geschützten Raum befindenden
Personen durchführen will. Man kann dadurch sicherstellen, daß jede Person, die die
Personenschleuse in Gegenrichtung passieren will, zuerst wieder den auf der anderen
Seite liegenden Kartenleser aktivieren muß.
[0030] Desweiteren kann durch die im Sperrsektor 13 angeordneten Raumsensoren 46 verhindert
werden, daß eine unberechtigte Person 51 während der Drehung der Drehtüre 10 in Richtung
des Pfeiles 11, während welcher eine berechtigte Person 50 den Durchgangsektor 12
passiert, durch den Sperrsektor 13 zur Passageöffnung 5 gelangt, in dem der Sperriegel
25 aktiviert und in die Ausnehmung 27 gesetzt wird. Dazu zeigt Fig. 9, daß die am
aktivierten Sperriegel 25 ankommende nachlaufende Anschlagfläche 27/2 die Drehtüre
10 anhält, bevor der Türflügel 7 den Sperrsektor 13 verläßt und daß aus dieser Blockierungsposition
die Drehtüre 10 mit der Sperrscheibe 23 bei aktiviertem Sperriegel 25 wieder so weit
entgegen der Drehrichtung des Pfeiles 11 zurückgedreht werden kann, daß die unberechtigte
Person 51 das Türgehäuse 1 wieder durch die Passageöffnung 4 verlassen kann, wie es
in Fig. 9f angedeutet ist. In Fig. 9e nimmt die Drehtüre 10 gegenüber der Ruhestellung
der Fig. 9a die auf eine Passage in Richtung des Pfeiles 11 folgende Ruhestellung
ein.
[0031] Mit dieser Anordnung der Ausnehmungen 26, 27, 28 und der Sperriegel 24, 25 ist auch
gewährleistet, daß eine Blockierung der Drehtüre in denjenigen Drehwinkelbereichen
der Drehtüre 10 ausgeschlossen ist, in denen die Gefahr des Einklemmens zwischen einem
Türflügel 7, 8, 9 und einer Wandschalenrand besteht.
[0032] Diese Bedingung ist auch bei den anderen Ausführungsformen der Erfindung erfüllt.
[0033] Die beschriebene Funktionsweise der Blockiereinrichtung vollzieht sich auch bei einer
Passage in entgegengesetzter Richtung, also in Richtung des Pfeiles 11', allerdings
mit dem Unterschied, daß die Funktionen der beiden Sperriegel 24 und 25 gegeneinander
vertauscht sind. In diesem Falle verhindert der gesetzte Sperriegel 25 ein Erreichen
der Passageöffnung 5 in der Winkelstellung der Fig. 9
d; der gesetzte Sperriegel 24 verhindert in der Winkelposition der Fig. 9
c ein Zurückdrehen der Drehtüre 10. Auch das unerlaubte Passieren des Sperrsektors
13 wird in analoger Weise mit Hilfe der beiden Sperriegel 24 und 25 und der Ausnehmungen
26, 27 und 28 verhindert.
[0034] Anhand der Fig. 10
a bis 10
h ist erkennbar, daß auch bei der Sicherheitspersonenschleuse der Ausführungsform nach
Fig. 10 durch entsprechende wechselweise Aktivierung der beiden Sperriegel 24 und
25 die Drehtüre 21 in analogen Winkelpositionen blockierbar ist, wie die Drehtüre
10.
[0035] Während die Fig. 10
a die Ruheposition der Drehtüre 10 wiedergibt hat sich die Drehtüre 10 in Fig. 10
b, nachdem eine berechtigte Person 50 durch die Passageöffnung 5/1 in den Durchgangsektor
12/1 getreten ist, in Pfeilrichtung 11 in Bewegung gesetzt. Die Fig. 10c zeigt, daß
durch eine Aktivierung des dabei in die Ausnehmung 32 einfallenden Sperriegels 24
eine Blockierung der Drehtüre 21 erreicht werden kann, bevor die Passageöffnung 4/1
freigegeben wird und daß aus dieser Blockierposition die Drehtüre 21 wieder um die
Länge der Ausnehmung 32 zurückgedreht werden kann, damit die Person 50, die entweder
von einer unberechtigten Person begleitet wird oder verbotene Gegenstände mit sich
führt, nicht passieren, aber den Durchgangsektor in Rückwärtsrichtung wieder verlassen
kann. Die Fig. 10d zeigt die Winkelposition der Drehtüre 21 und der Sperrscheibe 23/1
in einer Position, in welcher zwischen dem einen Türflügel 20 und der den Durchgangsektor
12/1 begrenzenden Wandschale 3/1 gerade der Differenzspalt
S erreicht ist und in welcher der Sperriegel 25 gerade in die Ausnehmung 31 einfallen
kann. Ab dieser Position der Drehtüre 21 besteht die Möglichkeit, durch Aktivierung
des Sperriegels 25 die Rückwärtsdrehung der Drehtüre 21 zu verhindern, zugleich aber
der passierenden Person 50 noch die Möglichkeit zu geben, den Durchgangsektor 12/1
durch die Passageöffnung 4/1 zu verlassen. Desgleichen ist es möglich, durch entsprechende
Aktivierung des Sperriegels 25 zu verhindern, daß eine unberechtigte Person 51 durch
den Sperrsektor 3/1 hindurch zur Passageöffnung 5/1 gelangen kann, indem der in die
Ausnehmung 31 eingefallene Sperriegel 25 die Drehtüre 21 blockiert, bevor diese ihre
nächste Ruheposition erreicht hat. Die sich dabei in der oberen Hälfte des Sperrsektors
13/1 befindende unberechtigte Person 51 hat aber dann noch die Möglichkeit, die Türe
manuell in entgegengesetzter Richtung so weit zurückzudrehen, daß sie den Sperrsektor
13/1 durch die Passageöffnung 4/1 wieder verlassen kann, wie das in Fig. 10d dargestellt
ist.
In Fig. 10
h ist die Drehtüre 21 in ihrer gegenüber der Fig. 10a um 90° versetzten Ruheposition
dargestellt.
[0036] In den Fig. 11
a bis 11
l sind unterschiedliche Funktionsphasen der Blockiereinrichtung der in Fig. 11 schematisch
dargestellten Sicherheitspersonenschleuse wiedergegeben, bei der die mit vier Türflügeln
35 bis 38 versehene Drehtüre 22 zwei um 180° versetzte festgelegte Ruhestellungen
einnimmt und deren Sperrscheibe 23/2 demzufolge mit nur zwei Ausnehmungen 33 und 34
versehen ist. Die weitere Besonderheit dieser Sicherheitspersonenschleuse besteht
darin, daß sie zwei Durchgangssektoren 12/2 und 12/3 aufweist, die sich exakt diametral
gegenüberliegen, für die aber die beschriebene Blockiereinrichtung die gleiche Sicherheit
gegen unberechtigte Passagen bietet. Wenn in der Ruheposition 11
a eine berechtigte Person 50, die sich durch einen Berechtigungsausweis am Kartenleser
44 ausgewiesen hat, in Richtung des Pfeiles 11 durch die Passageöffnung 5/2 in das
Innere des Türgehäuses 1/2 tritt, so wird sie von einem Raumsensor 47 erfaßt, und
die Drehtüre 22 wird in Gegenuhrzeigerdrehrichtung in Gang gesetzt. Wenn sich im Laufe
der weiteren Sensorüberprüfung keine Beanstandung ergibt, so kann die berechtigte
Person 50 den Durchgangsektor 12/2 passieren und diesen durch die Passageöffnung 4/2
verlassen. Stellt sich jedoch bei der weiteren Sensorüberprüfung heraus, daß die Person
50 z.B. von einer weiteren nicht berechtigten Person begleitet wird oder einen unerlaubten
Gegenstand mit sich führt, so kann durch entsprechende Aktivierung des Sperriegels
24, der dabei in die Ausnehmung 34 einfällt, die Drehtüre 22 in der in Fig. 11
c dargestellten Position gegen weiteres Drehen in Durchgangsrichtung blockiert werden.
Im anderen Falle kann in der Position 11
d durch entsprechende Aktivierung des Sperriegels 25, der dann in die Ausnehmung 33
einfällt, ein Rückwärtsdrehen der Drehtüre 22 sicher verhindert werden, was insofern
wichtig ist, als dadurch ein Vortäuschen einer ordnungsgemäßen Passage durch die Person
50 ausgeschlossen werden kann.
Bei aktiviertem Sperriegel 25 hat die Person 50 keine Möglichkeit mehr, die Tür in
Rückwärtsrichtung zu verlassen. Sie kann nur aus der gegenüberliegenden Passageöffnung
4/2 die Drehtüre wieder verlassen. Wie die Fig. 11a bis 11l zeigen, kann mit Hilfe
des Sperriegels 24 auch verhindert werden, daß eine unberechtigte Person 51 den Durchgangsektor
12/3 passiert, während die berechtigte Person 50 den Durchgangsektor 12/2 passiert.
Dies geschieht dadurch, daß der aktivierte Sperriegel 24 in die Ausnehmung 34 einfällt
und die Drehtüre 22 blockiert, so lange sich die unberechtigte Person noch im Durchgangsektor
12/3 befindet. Es besteht dann nur noch die Möglichkeit, die Drehtüre 22 in entgegengesetzter
Richtung wieder zurückzudrehen, damit die unberechtigte Person 51 den Durchgangsektor
12/3 in Gegenrichtung wieder verläßt. Erst wenn dies geschehen ist, kann die berechtigte
Person 50 die Passage vollenden, wonach die Drehtüre 22 die in Fig. 11
l dargestellte zweite Ruheposition einnimmt.
[0037] In ähnlicher Weise kann das Prinzip der vorstehend beschriebenen Blockiereinrichtung
auch für Drehtüren der in den Fig. 12, 13 und 14 dargestellten Art verwendet werden,
denen gemeinsam ist, daß sie nur zwei jeweils im 180° zueinander versetzte Ruhestellungen
ihrer Drehtüren 53 und 54 bzw. des Drehzylinders 55 aufweisen. In allen drei Fällen
sind die Durchlaßfreigabeorgane, nämlich die Drehtüren 53 bzw. 54 bzw. der Drehzylinder
55 nur in einer Richtung drehbar. Die konzentrisch zu den Drehachsen der Drehtüren
53 bzw. 54 bzw. des Drehzylinders 55 angeordneten Sperrscheiben 23/3 bzw. 23/4 bzw.
23/5 sind jeweils nur mit zwei sich diametral gegenüberliegenden Ausnehmungen 56 und
57 bzw. 58 und 59 bzw. 60 und 61 versehen, denen jeweils zwei Sperriegel 24 und 25
zugeordnet sind. Die Türgehäuse werden bei diesen Ausführungsbeispielen jeweils aus
sich diametral gegenüberliegenden gleichgroßen Wandschalen 62 und 63 bzw. 64 und 65
bzw. 66 und 67 gebildet, so daß sich insgesamt gesehen, funktionell etwa die gleichen
Verhältnisse ergeben, wie bei der Sicherheitspersonenschleuse, die in den Fig. 8 und
11 bzw. in den Fig. 11a bis 11l dargestellt und erläutert ist.
[0038] Dadurch, daß die Drehtüren 53 und 54 an den Enden ihrer Türflügel jeweils mit unsymmetrischen
Verschließsegmenten 70 bzw. mit symmetrischen Schalensegementen 71 versehen sind,
werden bei diesen Sicherheitspersonenschleusen die Passageöffnungen 4/3 und 5/3 bzw.
4/4 und 5/4 während der Passagen zeitweise vollständig verschlossen.
1. Sicherheitspersonenschleuse mit einem im wesentlichen zylindrischen Türgehäuse (1,
1/1 bis 1/4), das aus zwei einen Sperrsektor (13, 13/1 bis 13/3) und einen Durchgangssektor
(12, 12/1 bis 12/3) oder zwei Durchgangssektoren (12, 12/1 bis 12/3 begrenzenden Wandschalen
(2, 2/1 bis 2/3, 3, 3/1 bis 3/3) besteht, die zwei sich gegenüberliegende Passageöffnungen
(4, 4/1 bis 4/4, 5, 5/1 bis 5/4) freilassen, und das als Durchlaßfreigabeorgan (10,
21, 22, 53 bis 55), welches aus festgelegten Ruhestellungen um die vertikale Zentralachse (6) des Türgehäuses
(1, 1/1 bis 1/4) drehbar und motorisch antreibbar ist, eine Drehtüre (10, 21, 22,
53, 54) mit maximal vier Türflügeln (7-9, 17-20, 35-38) oder einen Drehzylinder (55)
mit wenigstens einer Passageöffnung aufweist, wobei das Durchlaßfreigabeorgan (10,
21, 22, 53 bis 55) mittels einer von einer elektronischen Steuereinheit (42), insbesondere
von einem Mikroprozessor, steuerbaren Bremseinrichtung (41) arretierbar ist und wobei
an die elektronische Steuereinheit (42) periphere Identifikationseinrichtungen, z.
B. Kartenleser (43, 44), und/oder in den Durchgangssektoren (12, 12/1 bis 12/3) bzw.
im Sperrsektor (13, 13/1 bis 13/3) angeordnete Überwachungssensoren (46, 47) angeschlossen
sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß als zusätzliche Blockiereinrichtung eine unmittelbar oder über ein Getriebe mit
dem drehbaren Durchlaßfreigabeorgan (10, 21, 22, 53, 54, 55) in fester Drehverbindung
stehende Sperrscheibe (23, 23', 23/1 bis 23/5) vorgesehen ist, die auf einem Kreisbogen
um die Zentralachse (6) des Türgehäuses (1) wenigstens ein Anschlagflächenpaar (26/1-26/2
bis 34/1-34/2) mit einer in Vorwärtsdrehrichtung wirksamen und mit einer in Rückwärtsdrehrichtung
wirksamen Anschlagfläche aufweist, und daß der Sperrscheibe (23, 23', 23/1 bis 23/5)
zwei ortsfeste, von der Steuereinheit (42) steuerbare, wechselweise zwischen zwei
Anschlagflächen (26/1 bis 34/2) eines Anschlagflächenpaars (26/1-26/2 bis 34/1-34/2)
in die Sperrscheibe (23, 23', 23/1 bis 23/5) stellbare Sperriegel (24, 25) zugeordnet
sind, wobei der Abstand der beiden Anschlagflächen (26/1 bis 34/2) jedes Anschlagflächenpaares
einem Freilaufwinkel (γ, γ', γ1) entspricht, der so groß ist, daß das Durchlaßfreigabeorgan
(10, 21, 22, 53, 54, 55) sich bei einem in die Sperrscheibe (23, 23', 23/1 bis 23/5)
gestellten Sperriegel (24, 25) etwa um den halben Sektorwinkel (β, β', β1) des Durchgangssektors
(12, 12/1, 12/2, 12/3) frei drehen kann.
2. Sicherheitspersonenschleuse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlagflächen
(26/1 bis 34/2) jeweils von den Enden einer oder mehrerer teilkreisbogenförmiger Ausnehmungen
(26 bis 34 und 56 bis 61) der Sperrscheibe (23, 23', 23/1 bis 23/5) gebildet sind.
3. Sicherheitspersonenschleuse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Anzahl der Anschlagflächenpaare (26/1-26/2 bis 34/1-34/2) einer Sperrscheibe (23,
23', 23/1 bis 23/5) der Anzahl der bestimmten Ruhestellungen des Durchlaßfreigabe
organs (10, 21, 22, 53, 54, 55) entspricht und daß die Winkelabstände der einzelnen
Anschlagflächenpaare (26/1-26/2 bis 34/1-34/2) bzw. Ausnehmungen (26 bis 34 und 56
bis 61) den Winkelabständen (α, α1, α2) der einzelnen Ruhestellungen des Durchlaßfreigageorgans
(10, 21, 22, 53, 54, 55) entsprechen.
4. Sicherheitspersonenschleuse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Sperriegel (24, 25) einen Winkelabstand (δ, δ', δ1) voneinander haben,
der um wenigstens soviel größer ist als der Abstandswinkel ( γ, γ'` γ1) der beiden
Anschlagflächen (26/1 bis 34/2) eines Anschlagflächenpaares (26/1-26/2 bis 34/1-34/2),
daß nur einer der beiden Sperriegel (24, 25) zur gleichen Zeit zwischen zwei Anschlagflächen
(26/1 bis 34/2) eines oder mehrerer Anschlagflächenpaare (26/1-26/2 bis 34/1-34/2)
gestellt werden kann.
5. Sicherheitspersonenschleuse nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß bei einem mehr als zwei bestimmte Ruhestellungen aufweisenden Durchlaßfreigabeorgan
(10, 21) die beiden Sperriegel (24, 25) so angeordnet sind, daß in jeder bestimmten
Ruhestellung des Durchlaßfreigabeorgans (10, 21) einer der Sperriegel (24, 25) unmittelbar
hinter einer in Rückwärtsdrehrichtung wirksamen Anschlagfläche (26/1 bis 32/1) in
die Sperrscheibe (23, 23', 23/1) einfallen kann.
6. Sicherheitspersonenschleuse nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß bei einer Drehtüre (10, 21) mit drei oder vier Türflügeln die den Durchgangssektor
(12, 12/1) begrenzende Wandschale (3, 3/1) sich symmetrisch zur Ruhestellung eines
Türflügels (7 bis 9 bzw. 17 bis 20) über einen Sektorwinkel ( β, β') erstreckt, der
höchstens um soviel kleiner ist als der Türflügelwinkel (φ), daß sich ein maximaler
Differenzspalt (S) von 20 cm ergibt.
1. Security entrance chamber for personnel having a substantially cylindrical door housing
(1, 1/1 to 1/4) consisting of two small shells (2, 2/1 to 2/3, 3, 3/1 to 3/3) which
limit a blocking sector (13, 13/1 to 13/3) and a through sector (12, 12/1 to 12/3)
or two through sectors (12, 12/1 to 12/3) and vacate two opposing passage orifices
(4, 4/1 to 4/4, 5, 5/1 to 5/4), and having, as transfer release member (10, 21, 22,
53 to 55) which is rotatable and motor-drivable from fixed rest positions round the
vertical central shaft (6) of the door housing (1, 1/1 to 1/4), a revolving door (10,
21, 22, 53, 54) with a maximum of four door leaves (7 to 9, 17 to 20, 35 to 38) or
a revolving cylinder (55) with at least one passage orifice, wherein the transfer
release member (10, 21, 22, 53 to 55) may be stopped by means of a braking device
(41) controllable by an electronic control unit (42), in particular by a microprocessor,
and wherein peripheral identification devices, for example card readers (43, 44) and/or
monitoring sensors (46, 47) arranged in the through sectors (12, 12/1 to 12/13) or
in the blocking sector (13, 13/1 to 13/3) are attached to the electronic control unit
(42), characterised in that, as additional blocking device there is provided a blocking
disc (23, 23', 23/1 to 23/5) making a fixed rotary connection directly or via a gear
with the rotatable transfer release member (10, 21, 22, 53, 54, 55) and having, on
an arc of a circle round the central shaft (6) of the door housing (1), at least one
pair of stop faces (26/1-26/2 to 34/1-34/2) with one stop face which is active in
the forward direction of rotation and one stop face which is effective in the reverse
direction of rotation, and in that the blocking disc (23, 23', 23/1 to 23/5) is allocated
two stationary blocking bolts (24, 25) which may be controlled by the control unit
(42) and may be set alternately between two stop faces (26/1 to 34/2) of a pair of
stop faces (26/1-26/2 to 34/1-34/2) into the blocking disc wherein the distance between
the two stop faces (26/1 to 34/2) of each pair of stop faces corresponds to a free-wheeling
angle (γ,γ',γ¹) which is sufficiently great for the transfer release member (10, 21,
22, 53, 54, 55) to rotate freely substantially round half the sector angle (β, β',
β¹) of the through sector (12, 12/1, 12/2, 12/3) in the case of a blocking bolt (24,
25) set in the blocking disc (23, 23', 23/1 to 23/5).
2. Security entrance chamber according to Claim 1, characterised in that the stop faces
(26/1 to 34/2) are each formed by the ends of one or more partial arc shaped recesses
(26 to 34 and 56 to 61) of the blocking disc (23, 23', 23/1 to 23/5).
3. Security entrance chamber according to Claim 1 or 2, characterised in that the number
of pairs of stop faces (26/1-26/2 to 34/1-34/2) of a blocking disc (23, 23', 23/1
to 23/5) corresponds to the number of specific rest positions of the transfer release
member (10, 21, 22, 53, 54, 55) and in that the angular intervals between the individual
pairs of stop faces (26/1-26/2 to 34/1-34/2) or recesses (26 to 34 and 56 to 61) correspond
to the angular intervals (α, α1, α2) of the individual rest positions of the transfer
release member (10, 21, 22, 53, 54, 55).
4. Security entrance chamber according to one of Claims 1 to 3, characterised in that
the two blocking bolts (24, 25) are at an angular interval (σ, σ', σ1) from one another
which is greater than the interval angle (γ,γ',γ 1) between the two stop faces (26/1-34/2)
of a pair of stop faces (26/1-26/2 to 34/1-34/2) by such an amount that only one of
the two blocking bolts (24, 25) can be set at the same time between two stop faces
(26/1 to 34/2) of one or more pairs of stop faces (26/1-26/2 to 34/1-34/2).
5. Security entrance chamber according to one of Claims 1 to 4, characterised in that
with a transfer release member (10, 21) having more than two specific rest positions,
the two blocking bolts (24, 25) are arranged such that, in each specific rest position
of the transfer release member (10, 21), one of the blocking bolts (24, 25) can fall
into the blocking disc (23, 23', 23/1) directly behind a stop face (26/1 to 32/2)
which is effective in the reverse direction of rotation.
6. Security entrance chamber according to one of Claims 1 to 5, characterised in that
with a revolving door (10, 21) having three or four door leaves, the wall shell (3,
3/1) limiting the through sector (12, 12/1) extends symmetrically to the rest position
of a door leaf (7, to 9 or 17 to 20) over a sector angle (β, β') which is smaller
than the door leaf angle (φ) at most by such an amount that a maximum differential
gap (S) of 20 cm is produced.
1. Sas de sécurité pour personnes, comprenant un châssis de porte (1, 1/1 à 1/4) sensiblement
cylindrique qui est composé de deux coques de paroi (2, 2/1 à 2/3, 3, 3/1 à 3/3) délimitant
un secteur de blocage (13, 13/1 à 13/3) et un secteur de passage (12, 12/1 à 12/3)
ou deux secteurs de passage (12, 12/1 à 12/3) et dégageant deux ouvertures de passage
(4, 4/1 à 4/4, 5, 5/1 à 5/4) opposées, et qui présente comme organe de libération
de passage (10, 21, 22, 53 à 55) qui, à partir de positions de repos définies, peut
être tourné autour de l'axe central (6) vertical du châssis de porte (1, 1/1 à 1/4)
et entraîné par moteur, une porte tournante (10, 21, 22, 53, 54) avec un maximum de
quatre vantaux (7 à 9, 17 à 20, 35 à 38), ou un tambour tournant (55) avec au moins
une ouverture de passage, l'organe de libération de passage (10, 21, 22, 53 à 55)
pouvant être bloqué au moyen d'un système de freinage (41) commandé par une unité
de commande électronique (42), en particulier un microprocesseur, et des dispositifs
d'identification périphériques, par exemple des lecteurs de badges (43, 44) et/ou
des détecteurs de surveillance (46, 47) disposés dans les secteurs de passage (12,
12/1 à 12/3) ou dans le secteur de blocage (13, 13/1 à 13/3), étant reliés à l'unité
de commande électronique (42), caractérisé en ce qu'il comprend comme dispositif de blocage supplémentaire un disque de blocage (23,
23', 23/1 à 23/5) qui, directement ou par l'intermédiaire d'un engrenage, est couplé
en rotation avec l'organe de libération de passage tournant (10, 21, 22, 53, 54, 55)
et présente, sur un arc de cercle autour de l'axe central (6) du châssis de porte
(1), au moins une paire de surfaces d'arrêt (26/1-26/2 à 34/1-34/2) avec une surface
d'arrêt active dans le sens de rotation vers l'avant et une surface d'arrêt active
dans le sens de rotation en arrière, et qu'au disque de blocage (23, 23', 23/1 à 23/5)
sont associés deux verrous de sûreté fixes (24, 25) pouvant être commandés par l'unité
de commande (42) et alternativement insérables dans le disque de blocage (23, 23',
23/1 à 23/5) entre deux surfaces d'arrêt (26/1 à 34/2) d'une paire de surfaces d'arrêt
(26/1-26/2 à 34/1-34/2), l'écartement des deux surfaces d'arrêt (26/1 à 34/2) de chaque
paire de surfaces d'arrêt correspondant à un angle de roue libre (γ, γ', γ1) qui est
suffisamment grand pour que l'organe de libération de passage (10, 21, 22, 53, 54,
55) puisse tourner librement d'environ la moitié de l'angle de secteur (β, β', β1)
du secteur de passage (12, 12/1, 12/2, 12/3) lorsqu'un verrou de sûreté (24, 25) est
engagé dans le disque de blocage (23, 23', 23/1 à 23/5).
2. Sas de sécurité pour personnes selon la revendication 1, caractérisé en ce que les
surfaces d'arrêt (26/1 à 34/2) sont constituées à chaque fois par les extrémités d'un
ou de plusieurs évidements (26 à 34 et 56 à 61) en forme d'arc de cercle du disque
de blocage (23, 23', 23/1 à 23/5).
3. Sas de sécurité pour personnes selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé
en ce que le nombre des paires de surfaces d'arrêt (26/1-26/2 à 34/1-34/2) d'un disque
de blocage (23, 23', 23/1 à 23/5) correspond au nombre des positions de repos définies
de l'organe de libération de passage (10, 21, 22, 53, 54, 55), et que les distances
angulaires entre les différentes paires de surfaces d'arrêt (26/1-26/2 à 34/1-34/2)
et respectivement les différents évidements (26 à 34 et 56 à 61) correspondent aux
distances angulaires (α, α1, α2) entre les différentes positions de repos de l'organe
de libération de passage (10, 21, 22, 53, 54, 55).
4. Sas de sécurité pour personnes selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en
ce que les deux verrous de sûreté (24, 25) se trouvent l'un par rapport à l'autre
à une distance angulaire (δ, δ', δ1) qui est au moins suffisamment plus grande que
l'angle d'écartement (γ, γ', γ1) des deux surfaces d'arrêt (26/1 à 34/2) de la paire
de surfaces d'arrêt (26/1-26/2 à 34/1-34/2) pour qu'un seul des deux verrous de sûreté
(24, 25) puisse être amené à la fois entre deux surfaces d'arrêt (26/1 à 34/2) d'une
ou de plusieurs paires de surfaces d'arrêt (26/1-26/2 à 34/1-34/2).
5. Sas de sécurité pour personnes selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en
ce que dans le cas d'un organe de libération de passage (10, 21) avec plus de deux
positions de repos définies, les deux verrous de sûreté (24, 25) sont disposés de
telle façon que dans chaque position de repos définie de l'organe de libération de
passage (10, 21), l'un des verrous de sûreté (24, 25) peut s'enclencher dans le disque
de blocage (23, 23', 23/1) directement derrière une surface d'arrêt (26/1 à 32/1)
active dans le sens de rotation vers l'arrière.
6. Sas de sécurité pour personnes selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en
ce que pour une porte tournante (10, 21) à trois ou quatre vantaux, la coque de paroi
(3, 3/1) qui délimite le secteur de passage (12, 12/1) s'étend symétriquement par
rapport à la position de repos d'un vantail de porte (7 à 9 et respectivement 17 à
20) sur un angle de secteur (β, β') qui est au maximum suffisamment plus petit que
l'angle de vantail de porte (φ) pour permettre l'obtention d'une fente différentielle
(S) maximale de 20 cm.