[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren gemäß dem Gattungsbegriff des Patentanspruches
1.
[0002] Durch eine aus DE-OS 22 42 344 bekannte Einspritzdüse wird der Einspritzvorgang allein
durch die auf die Düsennadel einwirkenden Kräfte gesteuert. Einerseits wird die Düsennadel
durch die Druckfeder in Schließstellung gehalten, andererseits versucht der Druck
des von einer Einspritzpumpe kommenden Brennstoffes die Düsennadel gegen die Kraft
der Druckfeder anzuheben. Um höhere Einspritzdrücke zu verwirklichen, ohne die Kraft
der Druckfeder über ein erträgliches Maß steigern zu müssen, wird sie durch einen
in Schließrichtung wirkenden Hilfskolben unterstützt. Wenn der Druck des Brennstoffes
die Kraft der Druckfeder überwindet wird durch Freigabe einer Einspritzbohrung Brennstoff
in den Brennraum der Brennkraftmaschine eingespritzt, bis durch Abbau des Druckes
die Druckfeder und der Hilfskolben die Düsennadel zum Schließen veranlaßt. Dieses
bekannte Einspritzverfahren läßt allerdings kein gesteuertes mehrfaches Öffnen und
Schließen der Einspritzdüse während eines Arbeitsspieles zu.
[0003] Aus SU-A-681 206 ist eine Einspritzdüse bekannt, welche der Unterteilung des Einspritzvorganges
in eine Vor- und Haupteinspritzung dient. Zu diesem Zweck weist die Düsennadel eine
Rundkerbe auf. Von dieser Rundkerbe führen diagonal in der Düsennadel verlaufende
Bohrungen in einen Druckraum vor den Düsenbohrungen. In Schließstellung der Düsennadel
ist die Rundkerbe mit einer Zulaufbohrung für den Brennstoff verbunden, so daß bei
einsetzender Förderung der Einspritzpumpe der Brennstoff über die Rundkerbe und die
diagonalen Bohrungen in den Druckraum gelangt und die Düsennadel anhebt. Nach dem
Anheben der Düsennadel wird die Zulaufbohrung zum Teil wieder durch die Unterkante
der Rundkerbe überdeckt, so daß die Brennstoffzufuhr gedrosselt wird und sich die
Hubgeschwindigkeit der Düsennadel verringert. Vorübergehend wird die Brennstoffzufuhr
durch das Überfahren der Zulaufbohrung durch die Unterkante der Rundkerbe unterbrochen.
In oberster Stellung der Düsennadel hingegen, deren Bewegung durch Anschlag begrenzt
wird, gibt eine weitere Kante der Düsennadel den direkten Weg des Brennstoffes von
der Zulaufbohrung zum Druckraum frei. Dadurch wird die Düsennadel so lange in geöffneter
Stellung gehalten, bis der Förderdruck der Einspritzpumpe absinkt. Die Düsennadel
fällt dann in die Schließstellung zurück und öffnet erst wieder, wenn die Förderung
der Einspritzpumpe erneut einsetzt. Eine oszillierende Bewegung der Düsennadel während
eines Fördervorganges der Einspritzpumpe ist somit nicht möglich.
[0004] Die gestiegenen Anforderungen an eine Verbesserung der Abgaswerte können mit dem
konventionellen Arbeitsverfahren der Einspritzdüse nicht mehr befriedigt werden. Die
Abgase der Diesel-Brennkraftmaschine sollen in ihrem Gehalt an CH Bestandteilen und
in ihrem Gehalt an krebserregenden Rußpartikeln, die den Schwarzrauch verursachen
reduziert werden. Gleichzeitig soll auch der Anteil an NOx verringert und das Verbrennungsgeräusch
gemindert werden. Dies sind zum Teil konträre Forderungen, die mit dem konventionellen
Einspritzverfahren nicht zu meistern sind.
[0005] Ausgehend von dem bekannten Einspritzverfahren gemäß dem Gattungsbegriff des Patentanspruches
1 liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, das Einspritzverfahren derart weiterzubilden,
daß der Gemischaufbereitungsprozeß und die davon abhängige Qualität des Verbrennungsablaufes
so gesteuert werden kann, daß die Anteile an CH und Ruß reduziert werden, ohne daß
der Anteil an NOx erhöht wird und daß dabei zugleich das Verbrennungsgeräusch eine
Minimierung erfährt.
[0006] Gelöst wird diese Aufgabe durch das dem Kennzeichen des Patentanspruches 1 entnehmbare
Verfahren.
[0007] Dadurch, daß die Düsennadel selbst als Steuerorgan für ein zeitlich periodisches
Öffnen und Schließen fungiert, wird die Verbesserung der Gemischaufbereitung mit vergleichsweise
geringen konstruktivem Aufwand ermöglicht. Die Folgen einer solchermaßen realisierten
Modulation der eingespritzten Kraftstoffmenge ist ein, von kurzem Zündverzug gekennzeichneter
Verbrennungsablauf. Dessen - aus akustischer Sicht willkommene - Verminderung des
Körperschall- und damit Luftschallaufkommens ist auf eine Verringerung der Verbrennungsdruck-Anstiegsgeschwindigkeit
zurückzuführen bis hin zum Ausbleiben der Anregung von Stehwellenfeldern im Brennnraum.
Dies wiederum wirkt sich insofern zusätzlich positiv auf den NOx-Gehalt des Abgases
aus, als die sonst in den örtlichen und zeitlichen Druckmaxima der Eigenformen anzutreffenden,
NOx produzierenden, hohen Temperaturspitzen ebenfalls ausbleiben.
[0008] Eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 kann dem Kennzeichen
des Anspruches 2 entnommen werden.
[0009] Durch die Ringkerbe im Düsennadelschaft kann die Zufuhr des Brennstoffes zum Druckraum
durch die Düsennadel selbst gesteuert werden. Die Düsennadel und die Druckfeder stellen
ein Schwingungssystem dar, bei welchem die Düsennadel durch das Öffnen und Schließen
der Brennstoffzufuhr zum Druckraum zu hochfrequenten Schwingungen angeregt wird. Der
sonst in einem Zug erfolgende oder nur in eine Vor- und Haupteinspritzung unterteilte
Einspritzvorgang wird in viele kleine Schritte unterteilt mit den vorab schon geschilderten
Vorteilen.
[0010] Die Steuerung der Brennstoffzufuhr zum Druckraum mittels der ersten und zweiten Nut
mit der Ringkerbe des Düsennadelschaftes als Steuerorgan stellt eine ohne großen baulichen
Aufwand zu realisierende Möglichkeit dar, die Einspritzung in kleine Takte zu zerlegen.
[0011] Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung besteht nach Anspruch 3 darin, daß die
Kraftquelle als Kolben ausgebildet ist, der mit einer kennfeldgesteuerten Druckquelle
beaufschlagbar ist. Dadurch läßt sich der Öffnungsdruck den jeweils gewünschten Anforderungen
anpassen.
[0012] Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind in Zeichnungen dargestellt.
Es zeigt:
- Figur 1
- einen Längsschnitt durch ein Einspritzventil mit einem Düsennadelschaft als Steuerorgan
- Figur 2
- einen Querschnitt II-II durch die Einspritzdüse in Höhe einer Rundkerbe einer Düsennadel
- Figur 3
- ein Detail des Düsennadelschaftes mit einer Rundkerbe
- Figur 4
- eine Funktion der Kräfte an einer Düsennadel, aufgetragen über dem Druck
- Figur 5-8
- Funktionen der Bewegungs-Parameter der Düsennadel aufgetragen über der Zeit
[0013] In Figur 1 ist ein Längsschnitt durch ein Einspritzventil dargestellt. Dieses besteht
üblicherweise aus den Hauptkomponenten Düsenhalter 1, einem Düsenkörper 2 und einer
Überwurfmutter 3 welche den Düsenkörper 2 und den Düsenhalter 1 verbindet. Im Düsenkörper
2 ist eine Düsennadel 4 geführt, welche von einer Druckfeder 5 in Schließstellung
gehalten wird. Die Brennstoffzufuhr erfolgt über eine druckfeste Verschraubung 6 und
eine Zulaufbohrung 7. Um hohe Brennstoffdrücke verwirklichen zu können, ohne daß die
Nadelspitze 4 einschließlich zugeordnetem Dichtsitz Schaden nimmt, wird die Druckfeder
5 durch einen mit Brennstoffdruck belasteten Hilfskolben 8 entlastet. Der Hilfskolben
8 mit Durchmesser d3 trägt überwiegend zur Schließkraft bei. Der Schließkraft wirkt
eine auf eine Druckschulter 9 eines Düsennadelschaftes 10 einwirkende Kraft entgegen.
Die wirksame Druckfläche ergibt sich dabei aus der Differenz der Durchmesser d2 des
Düsennadelschaftes 10 und dem Durchmesser d1 des Düsennadelsitzes.
[0014] Erfindungsgemäß ist ein Druckraum 11 nicht ständig über die Zulaufbohrung 7 mit Druck
beaufschlagt. Vielmehr kann der Zulauf von Brennstoff zum Druckraum 11 durch den Düsennadelschaft
10 gesperrt, oder durch eine Rundkerbe 12 freigegeben werden. In der gezeichneten
Stellung der Düsennadel 4, also in der Schließstellung gelangt der Brennstoff über
die Zulaufbohrung 7 und eine Verbindungsleitung 13 in eine Nut 14. Über die Rundkerbe
12 kann in der gezeigten Stellung über eine zweite Nut 15 und eine Leitung 16 der
Druckraum 11 unter Druck gesetzt werden. Dieser Druck übt auf die Düsennadel 4 eine
Kraft aus, die sich aus dem Produkt des hydraulischen Druckes und der wirksamen Kolbenfläche
- gebildet aus der Differenz der Durchmesser d1 und d2 - ergibt. Diese Kraft wirkt
der Summe der Kräfte aus Federkraft und Kraft des Hilfskolbens 8 entgegen und veranlaßt
die Ventilöffnung. Durch die Bewegung der sich öffnenden Düsennadel 4 wandert die
Rundkerbe 12 nach oben und der Düsennadelschaft versperrt den Nachschub von Brennstoff,
währenddessen sich der Druck im Druckraum 11 durch Einspritzen eines Teilvolumens
über Düsenbohrungen 16a soweit abbaut, daß die Düsennadel wieder in Schließstellung
zurückfällt und das Spiel von neuem beginnt, solange, bis die Förderung von Brennstoff
durch ein nicht dargestelltes Pumpenelement der Einspritzpumpe aufhört.
[0015] Die jeweils gerade vorherrschende, sehr hohe, im kHz-Bereich liegende "Hubfrequenz"
der Düsennadel ist abhängig von den Parametern: augenblickliche Kraftstofffördergeschwindigkeit
des Pumpenelementes der Einspritzpumpe, Masse der Düsennadel, statische und dynamische
Eigenschaften der Anpreßfeder und den wellenmecahnischen Eigenschaften des hydraulischen
Pfades stromauf- und -abwärts von der Schieberventilfunktion befindlich.
[0016] Zur Begrenzung der Oszillationsbewegung der Düsennadel 4 ist noch ein Anschlag 18
vorgesehen, der zwischen den Düsenkörper 2 und dem Düsenhalter 1 eingeschoben ist
und mittels der Überwurfmutter 3 fixiert wird.
[0017] Bei Vorhandensein eines, mittels Druckregler versehenen Druckerzeugers, beispielsweise
einer Zahnradpumpe ist es möglich einen Federteller 5a der Druckfeder 5 unmittelbar
als Kolben auszubilden und auf die Druckfeder 5 ganz zu verzichten. Der Hilfskolben
8 der vom Druck des Brennstoffes beaufschlagt wird, kann als Führungsstange fungieren,
während der Raum der nicht mehr benötigten Druckfeder 5 über eine gestrichelt angedeutete
Steuerleitung 5b mit einem regelbaren Druckerzeuger verbunden wird. Diese Variante
ohne Druckfeder 5 läßt eine Variationsmöglichkeit des Öffnungsdruckes zu, indem über
die Steuerleitung 5b der als Kolben ausgebildete Federteller 5a mit regelbarem Hydraulikdruck
beaufschlagt wird. Der Öffnungsdruck läßt sich in an sich bekannter Weise über eine
Kennfeldsteuerung in Abhängigkeit der Motorzustand-Parameter wie Motordrehzahl und
Motorlast beeinflussen.
[0018] Figur 2 zeigt einen Querschnitt II-II durch die Rundkerbe 12. Die beiden Nuten 14
und 15 erstreckten sich nur über einen Teil des Umfangs, so daß der Weg von der Nut
14 zur zweiten Nut 15 durch den Düsennadelschaft 10 unterbrochen werden kann. Nur
die Rundkerbe 12 stellt die Verbindung von der Nut 14 über die zweite Nut 15 zum Druckraum
11 (Figur 1) her.
[0019] Ein Detail der Rundkerbe 12 ist in Figur 3 dargestellt. Beim Überfahren einer ersten
Steuerkante 19 wird die Brennstoffzufuhr über die Nuten 14 und 15 zum Druckraum 11
(Figur 1) freigegeben. Bei der weiteren Bewegung des Düsennadelschaftes 10 in der
angegebenen Pfeilrichtung wird die Brennstoffzufuhr durch die zweite Steuerkante 20
wieder unterbrochen.
[0020] In Figur 4 sind die an der Düsennadel 4 (Figur 1) angre ifenden Kräfte als Funktion
des Brennstoffdruckes p dargestellt. Die Gerade A-B1 gibt den Verlauf der Kraft an
der in Schließstellung befindlichen Düsennadel 4 wieder, wie er allein aus dem Brennstoffdruck
resultiert, wenn er an der Fläche wie sie sich aus der Differenz der Durchmesser d1
und d2 der Düsennadel 4 ergibt, angreift (Figur 1). Diese Kraft wirkt in Öffnungsrichtung.
[0021] Die Gerade F1-B1 ergibt sich aus der Kraft F1 der vorgespannten Druckfeder 5 (Figur
1) und des Hilfskolbens 8. Diese Kraft wirkt in Schließrichtung. Wenn der Brennstoffdruck
Null ist wirkt lediglich die Kraft F1 der Druckfeder 5. Mit zunehmendem Druck p erhöht
sich die Schließkraft durch die Kraft auf den Hilfskolben 8. Im Punkt B1 erreicht
die in Öffnungsrichtung wirkende Kraft aus der Geraden A-B1 den Wert der Schließkraft
aus der Geraden F1-B1. Das Ventil öffnet beim Druck pö1. Die Beziehung zwischen den
am Öffnungsprozeß beteiligten Größen lautet:

darin bedeutet:
- F1 =
- Kraft der vorgespannten Druckfeder
- d2 =
- Durchmesser des Düsennadelschaftes
- d1 =
- Durchmesser des Dichtsitzes
- d3 =
- Durchmesser des Hilfskolbens
- pö1 =
- Öffnungsdruck
[0022] Nach Öffnen der Düsennadel 11 erfolgt eine Vergrößerung der, von der Durchmesserdifferenz
d₂ - d₁ bestimmten, im Öffnungssinne wirkenden Druckfläche auf einen, nur noch von
d₂ vorgegebenen Wert. Die Kraft auf die Düsennadel wächst schlagartig auf den Wert
D1 pö1 · A, mit A =

[0023] Durch Abspritzen in den Brennraum sinkt der Druck vom Punkt pö1 wieder ab, wie es
durch die Teilgerade D1-D1' angedeutet ist. Bei Freigabe der Rundkerbe 12 (Figur 1)
beginnt das Spiel der Düsennadel erneut, wobei sich die Wiederholfrequenz der Düsennadel
im Bereich mehrerer kHz bewegt.
[0024] Die Vorgänge an der Düsennadel sind qualitativ in den Figuren 5 bis 8 dargestellt.
[0025] Figur 5 stellt eine Funktion des Düsennadelweges über der Zeit t aufgetragen dar.
Zum Zeitpunkt T1 beginnt die Düsennadel abzuheben und erreicht ihren maximalen Hub.
Der Hub wird begrenzt durch den Anschlag des Düsennadelschaftes 10 am Anschlag 18
(Figur 1). Durch Abspritzen des Brennstoffes in den Brennraum fällt der Druck wieder
ab, da die Zufuhr weiteren Brennstoffes, wie in der Figur 1 beschrieben, durch den
Düsennadelschaft selbst unterbrochen wird. Im Punkt T2 setzt die Düsennadel weich
auf, bzw. erfährt kurz vor dem Aufsetzen eine Bewegungsumkehr womit das Spiel von
neuem beginnt.
[0026] Den Druckverlauf über der Zeit t gibt Figur 6 wieder. Zunächst steigt dem Druck etwa
linear bis zum Öffnungsdruck pö an (siehe Figur 4). Im Zeitpunkt T1 öffnet die Düsennadel,
der Leitungsdruck fällt durch Abspritzen des Brennstoffes in den Brennraum ab. Bevor
in T2 die Düsennadel aufsetzt wird über die Rundkerbe 12 (Figur 1) die Brennstoffzufuhr
zum Druckraum 11 wieder frei, so daß es zu einem erneuten Druckaufbau kommt, bis in
T2 der Öffnungsdruck pö wieder erreicht wird.
[0027] Aus dem Hub der Düsennadel nach Figur 5 ergibt sich der Freigabequerschnitt A, dessen
Verlauf über der Zeit t in Figur 7 dargestellt ist.
[0028] Die Figur 8 zeigt den Verlauf der auf die Düsennadel wirken den Kraft F. Zum Zeitpunkt
T0 greift nur die Kraft der Druckfeder 5 (Figur 1) an, die in Schließrichtung wirkt.
Mit ansteigendem Brennstoffdruck überlagert sich dieser Federkraft die aus den Durchmessern
d1 bis d3 resultierende Differenzdruckkraft (Figur 4) bis in T1 die Kraft in Öffnungsrichtung
die Kraft in Schließrichtung übersteigt. Die Kraft in Öffnungsrichtung steigt durch
Freigabe des Durchmessers d1 auf den vollen Durchmesser d2 plötzlich an (Sprung vom
Punkt B1 auf D1 in Figur 4). Durch Abspritzen in den Brennraum sinkt die Kraft wieder
ab, bis im Punkt Ta Kräftegleichgewicht herrscht und anschließend die aus Federkraft
und Kraft auf den Hilfskolben zusammengesetzten Kräfte in Schließrichtung die aus
dem Druckraum 11 in Öffnungsrichtung auf den Durchmesser d2 wirkende Kraft überwinden,
bis die Düsennadel im Zeitpunkt T2 schließt.
1. Verfahren zum intermittierenden Einspritzen von Brennstoff in den Brennraum einer
Brennkraftmaschine, wobei ein Öffnen und ein Schließen einer Düsennadel (4) einer
Einspritzdüse allein durch ein Zusammenwirken einer in Richtung auf eine Schließstellung
auf die Düsennadel (4) wirkenden Kraft einer Kraftquelle und einer in Richtung einer
Öffnungsbewegung auf die Düsennadel (4) durch den Brennstoffdruck einwirkenden Kraft
gesteuert wird, derart, daß in Schließstellung der Düsennadel (4) der Weg des Brennstoffes
von einer Zulaufbohrung (7) zu einem Druckraum (11) eines Düsenkörpers (2) frei ist
und dieser Weg des Brennstoffes im Laufe einer Öffnungsbewegung der Düsennadel (4)
durch diese selbst wieder versperrt wird, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Ausschöpfen
des größtmöglichen Hubes der Düsennadel (4) der Weg von der Zulaufbohrung (7) zum
Druckraum (11) durch die Düsennadel (4) gesperrt ist.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, bei der die Kraftquelle
aus einer die Düsennadel (4) in Schließrichtung belastenden Druckfeder (5) gebildet
wird und einen diese Druckfeder unterstützenden Hilfskolben (8) auf- aufweist und
die Düsennadel am gegenüberliegenden Ende in einem Druckraum (11) über eine Druckschulter
(9) verfügt, welche den Übergang von der Düsennadel (4) zu einem Düsennadelschaft
(10) bildet, dadurch gekennzeichnet, daß der Düsennadelschaft (10) eine Rundkerbe
(12) aufweist, daß die Rundkerbe (12) den Weg des Brennstoffes von einer über eine
Verbindungsleitung (13) mit der Zulaufbohrung (7) verbindbaren Nut (14) zu einer auf
gleicher Ebene liegenden achsparallel angeordneten zweiten Nut (15) freigibt, bzw.
beim Anheben der Düsennadel (4) in deren oberster Stellung wieder versperrt, und daß
die zweite Nutz (15) über eine Leitung (16) mit dem Druckraum (11) im einem Düsenkörper
(2) verbunden ist (Figur 1).
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftquelle aus einem
als Kolben ausgebildeten Federteller (5a) besteht, und daß dieser Federteller (5a)
über eine Steuerleitung (5b) im Düsenhalter (1) durch einen kennfeldgesteuerten Druckerzeuger
beaufschlagbar ist.
1. A method for the intermittent injection of fuel into the combustion chamber of an
internal combustion engine, an opening and closing of a nozzle needle (4) of an injection
nozzle being controlled solely by a combination of a force from a power source acting
upon the nozzle needle (4) in the direction of a closed position and a force resulting
from the fuel pressure acting upon the nozzle needle (4) in the direction of an opening
movement, so that when the nozzle needle (4) is in the closed position, the path of
the fuel from a supply bore (7) to a pressure chamber (11) of a nozzle element (2)
is free and this fuel path is blocked again by the nozzle needle (4) during an opening
movement of the said nozzle needle, characterised in that, once the maximum stroke
of the nozzle needle (4) is exhausted, the path from the supply bore (7) to the pressure
chamber (11) is blocked by the nozzle needle (4).
2. A device for carrying out the method according to claim 1, in which the power source
is formed by a compression spring (5) loading the nozzle needle (4) in the direction
of closure and comprises an auxiliary piston (8) supporting the said compression spring,
and at the opposite end in a pressure chamber the nozzle needle comprises a pressure
shoulder (9), which forms the transition from the nozzle needle (4) to a nozzle needle
shaft (10), characterised in that the nozzle needle shaft (10) comprises a circular
notch (12), the circular notch (12) releases the path of the fuel from a groove (14)
connectable via a connecting line (13) with the supply bore (7) to a second groove
(15) arranged axially parallel to the first groove and in the same plane, or blocks
the said path again when the nozzle needle (4) is lifted into its top position, and
the second groove (15) is connected via a line (16) to the pressure chamber (11) in
a nozzle element (2) (Fig. 2).
3. A device according to claim 2, characterised in that the power source is formed by
a spring washer (5a) constructed as a piston, and the said spring washer (5a) can
be acted upon via a control line (5b) in the nozzle holder (1) by a pressure generator
controlled by a performance graph.
1. Procédé pour l'injection intermittente de carburant dans la chambre de combustion
d'un moteur à combustion interne, procédé dans lequel une ouverture et une fermeture
d'une aiguille d'injecteur (4) est vivement commandée conjointement par une force
d'une source d'énergie agissant sur l'aiguille d'injecteur (4) en direction d'une
position de fermeture, et d'une force agissant par l'intermédiaire de la pression
du carburant sur l'aiguille d'injecteur (4) dans le sens d'un mouvement d'ouverture,
de sorte que dans la position de fermeture de l'aiguille d'injecteur (4), le trajet
du carburant, depuis un perçage d'arrivée (7) vers une chambre de pression (11) d'un
corps d'injecteur (2) est libre, et que ce trajet du carburant est à nouveau fermé
au cours d'un mouvement d'ouverture de l'aiguille d'injecteur (4) par de l'aiguille
elle-même, procédé caractérisé en ce que, après l'épuisement de la plus grande course
possible de l'aiguille d'injecteur (4), le trajet entre le perçage d'arrivée (7) et
la chambre de pression (11) est bloqué par l'aiguille d'injecteur (4).
2. Dispositif pour la mise en oeuvre du procédé selon la revendication 1, dans lequel
la source d'énergie est constituée par un ressort de pression (5) sollicitant l'aiguille
d'injecteur (4) dans le sens de la fermeture, et comporte un piston auxiliaire (8)
assistant ce ressort de pression, tandis que l'aiguille d'injecteur, à son extrémité
opposée, dans une chambre de pression (11) dispose d'un épaulement de pression (9)
qui forme la transition entre l'aiguille d'injecteur (4) et le fût (10) de l'aiguille
d'injecteur, dispositif caractérisé en ce que le fût (10) de l'aiguille d'injecteur
comporte une entaille à fond arrondi (12), en ce que cette entaille à fond arrondi
(12) libère le parcours du carburant entre une gorge (14) susceptible d'être reliée
au perçage d'arrivée (7) par l'intermédiaire d'une canalisation de liaison (13) et
une seconde gorge (15) d'axe parallèle placé sur le même plan, ou bien ferme à nouveau
ce parcours lors du soulèvement de l'aiguille d'injecteur (4) dans sa position la
plus haute, et en ce que la seconde gorge (15) est reliée par l'intermédiaire d'une
canalisation (16) à la chambre de pression (11) dans un corps d'injecteur (2) (figure
1).
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que la source d'énergie est
constituée par une coupelle de ressort (5a) revêtant la forme d'un piston, et en ce
que cette coupelle de ressort (5a) est susceptible d'être sollicitée par l'intermédiaire
d'une canalisation de commande (5b) dans le support d'injecteur (1) par un générateur
de pression commandé par un champ caractéristique.