[0001] Die Erfindung betrifft eine Schussfadenverteilvorrichtung einer Reihenfachwebmaschine
mit Lufteintrag. Eine derartige Vorrichtung ist in der EP-PS 0 143 860 beschrieben.
Die Schnittstellen für den Schussfaden liegen dort relativ weit vom Geweberad entfernt
und es sind diskontinuierliche Bewegungen von Uebertragungselementen für die Verteilung
der Schussfäden notwendig. Eine weitere, vorteilhafte Ausführung ist Gegenstand der
vorliegenden Erfindung. Sie löst die Aufgabe, mit geringen Beschleunigungskräften
im Schussfaden die Verteilung auf und das Einblasen in die verschiedenen Schusskanäle
eines Webrotors vorzunehmen. Gemäss der Erfindung wird die Aufgabe gelöst, indem die
Vorrichtung einen ortsfesten Teil und einen mit dem Webrotor mitrotierenden Teil aufweist,
die eine gemeinsame rotationssymmetrische Trenn-und Dichtfläche besitzen, über die
die Übergabe von Schussfäden stattfindet, und indem jedem Schusskanal ein Einschiessrohr
auf dem mitrotiernden Teil zugeordnet ist, in welches eine Speisedüse, die im ortsfesten
Teil positioniert ist, den Schussfaden mittels Luft einbläst.
[0002] Die Vorteile der Erfindung sind darin zu sehen, dass die Verteilung und das Umsteuern
der Schussfäden zwangsläufig über geschlossene Kanäle erfolgen, deren Bildung durch
die Rotation des Webrotors stattfindet.
[0003] Im folgenden wird die Erfindung anhand von einem Ausführungsbeispiel beschrieben.
Es zeigt:
Fig. 1 die schematische Anordnung de Kettfadenlaufs in einer Reihenfachwebmaschine
mit Webrotor;
Fig. 2 schematisch den Schussfadenübergang vom ortsfesten Teil zum mitrotierenden
Teil einer Schussfadenverteilvorrichtung, wobei der ortsfeste Teil seitlich weggeklappt
ist;
Fig. 3 einen schematischen Ausschnitt aus einer Schussfadenverteilvorrichtung, die
quer zur Trenn- und Dichtfläche zwischen ortsfestem Teil und mit rotierendem Teil
entlang des Fadenverlaufs aufgeschnitten ist;
Fig. 4 einen radialen Ausschnitt aus der schematischen Darstellung eines Webrotors
und einer Schussfadenverteilvorrichtung mit einem ortsfesten und einem mitrotierenden
Teil;
Fig. 5 einen Schnitt durch eine Hilfsdüse mit koaxial angeordneter Speisedüse im ortsfesten
Teil einer Schussfadenverteilvorrichtung.
[0004] In den Figuren ist eine Schussfadenverteilvorrichtung einer Reihenfachwebmaschine
mit Lufteintrag gezeigt. Die Kettfäden 9 vom Kettbaum 1 werden über Umlenkungen 3
tangential an einen drehenden Webrotor 4 geführt und innerhalb eines bestimmten Umlenkbereiches
von Kämmen 6, die reihenweise zu Schusskanälen 7 angeordnet sind, zur Fachbildung
ausgelenkt. Während der Drehung der so gebildeten Fächer in Drehrichtung 5 werden
Schussfäden 10 eingetragen, die mit den durch die Kettfäden tauchenden Kämmen bis
zum tangentialen Ablauf des neu gebildeten Tuchs mitgenommen werden. Das Tuch wird
auf dem Warenbaum 2 aufgewickelt.
[0005] Erfindungsgemäss werden die Schussfäden 10 von einer Fadenzuführeinrichtung 31 auf
mehrere Schusskanäle 7 eines Webrotors 4 verteilt, indem die Vorrichtung einen ortsfesten
Teil 21 und einen mit dem Webrotor 4 mitrotierenden Teil 11 aufweist, die in einer
rotationssymmetrischen Fläche eine gemeinsame Trenn- und Dichtfläche 20 besitzen,
über die die Uebergabe von Schussfäden 10 stattfindet und indem jedem Schusskanal
7 ein Einschiessrohr 12 auf dem mitrotierenden Teil 11 zugeordnet ist, in welches
eine Speisedüse 22, die im ortsfesten Teil 21 positioniert ist, den Schussfaden 10
mittels Luft einbläst.
[0006] Jede Speisedüse 22 zieht von einer ihr zugeordneten Fadenzuführeinrichtung 31 einen
kontinuierlich zugelieferten Schussfaden 10 ab, dessen Geschwindigkeit in einem festen
Verhältnis zur Drehzahl des Webrotors 4 einstellbar ist. Von jeder Speisedüse 22 werden
die Schussfäden zyklisch in eine bestimmte Anzahl von m = 4 ihr zugeordneten Einschiessrohre
12 eingeblasen, deren Mündungen 15 in der Achse des jeweiligen Schusskanals 7 liegen,
das heisst, das Produkt der Anzahl n = 3 mit Fadenzuführeinrichtungen zugeführten
Schussfäden 10 und der Anzahl m = 4 von einem der Schussfäden 10 belieferten Einschiessrohre
12 entspricht der Anzahl von 12 Schusskanälen 7 am Webrotor 4.
[0007] Entsprechend den Schusskanälen 7 am Webrotor 4 liegen die Mündungen 15 der Einschiessrohre
12 auf einem Einschiesskreis 8 und sind dort für jede Speisedüse 22 gleichmässig verteilt
und von einer Speisedüse zur nächsten in einem Schusskanalabstand versetzt.
[0008] Der Uebergang des Schussfadens vom ortsfesten zum mitrotierenden Teil erfolgt von
einem Verbindungskanal 24 im ortsfesten Teil 21, der in Drehrichtung ein Kreisbogenstück
beschreibt und zur Trenn- und Dichtfläche 20 hin offen ist, zu einem Uebernahmekanal
14, der im mitrotierenden Teil 11 mit der Abstreifschulter 13 des Einschiessrohres
12 beginnt, der sich in Drehrichtung als Kreisbogenstück mit dem gleichen Durchmesser
wie der Verbindungskanal fortsetzt und der zur Trenn- und Dichtfläche hin offen ist,
damit über die Zeit vom Wegfahren einer öffnenden Kante 16 an einer ortsfesten Kante
27 bis zur Ankunft der Abstreifschulter 13 an der Kante 27 keine Blindräume beim Eintragen
einer neu gebildeten Schussfadenspitze passiert werden müssen. Die m = 4 Uebernahmekanäle
14 sind gleichmässig auf dem mit dem Verbindungskanal 24 gemeinsamen Kreis in der
Trenn- und Dichtfläche 20 verteilt. Die Abstreifschulter 13 geht annähernd im rechten
Winkel von Trenn- und Dichtfläche 20 weg. Aus Fig. 3 ergibt sich, dass die vorangehende
Abstreifschulter 13a und ihr zugehöriges Einschiessrohr 12 über eine gewisse Zeit
gleichzeitig mit dem nachfolgenden Einschiessrohr 12 zum Verbindungskanal 24 hin offen
sind, damit die in der Klemm- und Schneidvorrichtung 32 durch Schnitt entstandene
neue Schussfadenspitze zurückgezogen und über das nachfolgende Einschiessrohr 12 eingetragen
werden kann.
[0009] Um für das Zurückziehen der neu gebildeten Schussfadenspitze eine Rückströmung und
für das Einblasen mit dem nachfolgenden Einschiessrohr eine Düsenwirkung zu erzielen,
blasen die koaxial angeordnete Speisedüse 22 und Hilfsdüse 26 entgegen der Drehrichtung
in spitzem Winkel zur Mittellinie des Verbindungskanals 24 und wirken als Injektor,
der entgegen der Drehrichtung gesehen, einerseits über eine Mischstrecke einen Ueberdruck
im Bereich hinter der Düseneinmündung erzeugt und andererseits im Bereich vor der
Düsenmündung einen Unterdruck gegenüber der Atmosphäre erzeugt. Um diesen Effekt bei
geringem Platzbedarf zu erreichen, hat sich eine Hilfsdüse mit quadratischem Austrittsquerschnitt,
die koaxial eine Speisedüse mit Kreisquerschnitt einschliesst, als vorteilhaft erwiesen.
Wenn die Fadenzuführeinrichtung 31 den Schussfaden 10 mit einer grösseren Geschwindigkeit
als der Umfangsgeschwindigkeit am Einschusskreis anliefert, entsteht eine Fadenschlaufe
im Verbindungskanal zum neuen Einschiessrohr 12 hin, solange der Schussfaden am Austritt
des davorliegenden zugehörigen Einschiessrohres 12 geklemmt und geschnitten wird.
Nach dem Schneiden und Freigeben der neuen Schussfadenspitze geht die Schlaufe noch
innerhalb der Schussverteilvorrichtung in einen gestreckten Schussfaden über. Am Webrotor
4 sind längs der Schusskanäle 7 Stafettendüsen 33 angebracht, die den Schusseintrag
aus den Einschiessrohren 12 unterstützen. Klemm- und Schneidvorrichtungen 32 sind
zwischen Einschussrohr 12 und dem aus Kämmen 6 gebildeten Schusskanal 7 positioniert.
Das Schneiden kann mit einem ortsfesten Werkzeug vorgenommen werden, in welches die
Schussfäden 10 zwangsläufig mit der Drehbewegung von Mündung 15 und Schusskanal 7
hineinlaufen. Um den Injektoreffekt bei der richtigen Stellung der Führungskanäle
12, 24, 14 auszunutzen, muss der eingetragene Schussfaden 10 in vorgegebenen Umlaufpositionen
zum ortsfesten Teil 21, z.B. zu den Speise- und Hilfsdüsen 22, 26, geklemmt, geschnitten
und als neue Schussfadenspitze freigegeben werden. Ebenso wird die Grösse und der
zeitliche Verlauf des Impulses der Luftströmung aus Speisedüse 22 und/oder Hilfsdüse
26 in Abhängigkeit von der Umlaufposition des zugehörigen Schussfadens 10 gesteuert.
Während des Eintragens des Schussfadens in den Schusskanal 7 erzeugt die Luftströmung
in den Führungskanälen 24, 14, 12 und die Luftströmung der Stafettendüsen eine Zugspannung
im Schussfaden, die ihn an den Innendurchmessern der Kreisbogenstücke vom Verbindungskanal
24 und vom Uebernahmekanal anliegen lässt. Durch Hinterschneiden dieser inneren Flächen
verlagert sich der Schussfaden 10 mehr zum Kanalgrund und von der Trenn-und Dichtfläche
20 weg.
[0010] Als weitere Unterstützung beim Umsteuern der Luftströmung vom vorangehenden zum zugehörigen
nachfolgenden Einschiessrohr 12 hat es sich als vorteilhaft erwiesen, mindestens eine
Abblaseöffnung 17 im mitrotierenden Teil 11 oder in der ortsfesten Begrenzungsfläche
des Uebernahmekanals 14 anzubringen. Je abrupter die Abzweigung und je kleiner die
Weite dieser Oeffnungen in Fadenlaufrichtung ist, desto geringen ist die Gefahr für
ein Hängenbleiben des Schussfadens. Da die Wirkung der Abblaseöffnungen vor allem
während des Umsteuerns der Luftströmung gefordert ist, wird ihr ein Sammelraum mit
einstellbarem Ausflusswiderstand nachgeschaltet, wobei der Ausfluss über bestimmte
Drehwinkel des Einschussrohres 12 zum ortsfesten Teil 21 vollständig geschlossen werden
kann.
[0011] Um zu grosse Luftverluste und ein Klemmen des Schussfadens 10 in der Trenn- und Dichtfläche
20 zu vermeiden, sind verschieden Massnahmen möglich. Zunächst kann man den Abstand
der ortsfesten Fläche zur mitrotierenden Fläche auf weniger als 0,2 mm begrenzen oder
die Flächen als Gleitflächen mit einer einstellbaren Anpresskraft aufeinander laufen
lassen, was eine verschleissfeste Materialpaarung mit guten Trockenlaufeigenschaften
voraussetzt und durch Zugabe eines Schmiermittels unterstützt werden kann. Eine weitere
Massnahme besteht im Anbringen von Dichtleisten oder von Sperrluft- oder Entlüftungskanälen,
die an der Dichtfläche 20 wirken, indem sie Uebernahme- und Verbindungskanäle umgeben.
[0012] Die hier gezeigten Schussfadenverteilvorrichtungen können dazu benutzt werden, von
beiden Seiten Schussfäden 10 in einen Webrotor 4 einzuschiessen, wobei entsprechend
mehr Schusskanäle 7, die Fächer bilden, vorhanden sein müssen und beide Systeme um
eine Schusskanalteilung versetzt sein müssen und die Stafettendüsen beider Systeme
gegenläufig orientiert sein müssen.
1. Vorrichtung zum Verteilen der Schussfäden von einer Fadenzuführeinrichtung auf
mehrere Schusskanäle des Webrotors einer Reihenfachwebmaschine mit Lufteintrag indem
die Vorrichtung einen ortsfesten Teil (21) und einen mit dem Webrotor (4) mitrotierenden
Teil (11) aufweist, die in einer rotationssymmetrischen Fläche eine gemeinsame Trenn-und
Dichtfläche (20) besitzen, über die die Übergabe von Schussfäden (10) stattfindet,
und indem jedem Schusskanal (7) ein Einschiessrohr (12) auf dem mitrotiernden Teil(11)
zugeordnet ist, in welches eine Speisedüse (22), die im ortsfesten Teil (21) positioniert
ist, den Schussfaden (10) mittels Luft einbläst.
2. Schussfadenverteilvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die
Fadenzuführeinrichtung (31) die Schussfäden (10) kontinuierlich mit einer Geschwindigkeit
anliefert, die in einem festen Verhältnis zur Drehzahl des Webrotors (4) einstellbar
ist.
3. Schussfadenverteilvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
der rotierende Teil (11) mit dem Webrotor (4) fest verbunden ist, während der ortsfeste
Teil (21) über Lager (25) mit dem Webrotor (4) verbunden ist und eine Sicherung (28)
gegen Mitdrehen zum Maschinenrahmen aufweist.
4. Schussfadenverteilvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass das Produkt der Anzahl n mit der Fadenzuführeinrichtung (31) der Verteilvorrichtung
zugeführten Schussfäden (10) und der Anzahl m von einem der Schussfäden (10) belieferten
Einschiessrohre (12) der Anzahl der Schusskanäle (7) am Webrotor (4) entspricht.
5. Schussfadenverteilvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
dass die m von einem Schussfaden (10) belieferten Einschiessrohre (12) mit ihren Mündungen
(15) in der Achse des jeweiligen Schusskanals (7) liegen und im Abstand von n Schusskanalabständen
auf einem Einschiesskreis (8) des Webrotors (4) gestaffelt sind.
6. Schussfadenverteilvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
dass jede Speisedüse (22) in einen separaten, in Drehrichtung (5) ein Kreisbogenstück
beschreibenden Verbindungskanal (24) im ortsfesten Teil (21) einmündet, wobei der
Verbindungskanal (24) zur Trenn-und Dichtfläche (20) hin offen ist.
7. Schussfadenverteilvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
dass jedem Verbindungskanal (24) die Anzahl von m Übernahmekanälen (14) im mitrotierenden
Teil (11) zugeordnet ist, welche in m gleichen Abständen auf einem Kreis der Trenn-und
Dichtfläche (20) zum Verbindungskanal (24) liegen und mit diesem gemeinsame Durchbrüche
in der Trenn-und Dichtfläche (20) aufweisen.
8. Schussfadenverteilvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
dass die Einschiessrohre (12) mit einer Abstreifschulter (13) annähernd rechtwinklig
zur Trenn-und Dichtfläche (20) beginnen und mit einer Mündung (15) enden, deren Achse
in der Achse des zugehörigen Schusskanals (7) liegt.
9. Schussfadenverteilvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
dass die Speisedüsen (22) entgegen der Drehrichtung (5) in den jeweiligen Verbindungskanal
(24) in spitzem Winkel zu seiner Mittellinie einblasen.
10. Schussfadenverteilvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass Hilfsdüsen
(26) die Speisedüsen (22) unterstützen, indem sie entgegen der Drehrichtung (5) in
den Verbindungskanal (24) in spitzem Winkel zu seiner Mittellinie einblasen.
11. Schussfadenverteilvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,dass der
Luftstrom der Hilfsdüse (26) diese parallel zur Richtung des Luftstroms der Speisedüse
(22) verlässt.
12. Schussfadenverteilvorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet,
dass der Austrittsquerschnitt der Hilfsdüse (26) ein Quadrat bildet, das koaxial den
Austritt einer Speisedüse (22) mit Kreisquerschnitt einschliesst.
13. Schussfadenverteilvorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet,
dass die Düsen (22, 26) in dem Verbindungskanal (24) entgegen der Drehrichtung als
Injektor wirken, der einerseits entgegen der Drehrichtung gesehen über eine Mischstrekke
einen Überdruck im Bereich hinter der Düseneinmündung erzeugt und der andererseits
im Bereich vor der Düseneinmündung einen Unterdruck gegenüber Atmosphäre erzeugt.
14. Schussfadenverteilvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
dass eine Klemm-und Schneidvorrichtung (32) zwischen der Mündung (15) der Einschiessrohre
(12) und dem Eintritt der Schusskanäle (7) positioniert ist.
15. Schussfadenverteilvorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass eine
Klemm-und Schneidvorrichtung (32) jeweils in bestimmten, vorgegebenen Verdrehwinkeln
der Schusskanäle (7) zu den Speisedüsen (22) den zugehörigen Schussfaden (10) klemmt
und/oder schneidet.
16. Schussfadenverteilvorrichtung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet,
dass der schneidende Teil nur einmal als ortsfeste Vorrichtung ausgeführt ist, die
alle Schussfäden (10) zwangsläufig durch ihre Zuführung in Drehrichtung (5) schneidet.
17. Schussfadenverteiivorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet,
dass die als Injektor wirkenden Düsen (22, 26) die durch Schnitt in der Klemm-und
Schneidvorrichtung (32) entstandene neue Schussfadenspitze in den Verbindungskanal
24) zurücksaugen und den Schussfaden entgegen der Drehrichtung zum neu geöffneten
Einschiessrohr (12) ausstrecken.
18. Schussfadenverteilvorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 17, dadurch gekennzeichnet,
dass der Luftstrom der Speisedüse (22) und/oder Hilfsdüse (26) bezüglich Grösse und
zeitlichem Verlauf seines Impulses und dass die Klemm-und Schneidvorrichtung (32)
in Abhängigkeit von der relativen Lage der Einschiessrohre (12) zu den Düsen (22,
26) gesteuert sind.
19. Schussfadenverteilvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
dass die Verbindungskanäle (24) von der Trenn-und Dichtfläche (20) weg Hinterschneidungen
aufweisen.
20. Schussfadenverteilvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
dass zur Umsteuerung des Luftstroms in der Richtung zum neuen Einschiessrohr (12)
mindestens eine Abblaseöffnung (17) im mitrotierenden Teil (11) oder im ortsfesten
Teil (21) angebracht ist.
21. Schussfadenverteilvorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die
Abblaseöffnungen (17) in Laufrichtung des Schussfadens gesehen in einem Umlenkwinkel
grösser/gleich 90 Grad von der Kanalwand abzweigen.
22. Schussfadenverteilvorrichtung nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet,
dass die Abblaseöffnungen (17) scharfkantig vom Übernahmekanal (14) weggehen und in
Laufrichtung des Schussfadens eine Weite von weniger als 1,5 mm aufweisen.
23. Schussfadenverteilvorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 22, dadurch gekennzeichnet,
dass die Abblaseöffnungen (17) eines Übernahmekanals (14) in einen Pufferraum (18)
münden, der eine Ausflussöffnung (19) mit einstellbarem Ausflusswiderstand aufweist.
24. Schussfadenverteilvorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 23, dadurch gekennzeichnet,
dass die Ausflussöffnung (19) des Pufferraums (18) verschlossen ist, wenn der zugehörige
Übernahmekanal (14) bestimmte Verdrehwinkel zur Speisedüse (22) einnimmt.
25. Schussfadenverteilvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
dass der dichtende Luftspalt in der Trennfläche (20) zwischen Übernahmekanal (14)
und zugehörigem Verbindungskanal (24) weniger als 0,2 mm beträgt.
26. Schussfadenverteilvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8 und 25, dadurch
gekennzeichnet, dass sich die in der Trennfläche (20) als Dichtflächen ausgeführten
Flächen mit einer einstellbaren Anpresskraft berühren.
27. Schussfadenverteilvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8 und 25, 26, dadurch
gekennzeichnet, dass die in der Trennfläche (20) als Dichtfläche ausgeführten Flächen
in einer verschleissfesten und trocken gleitfähigen Materialpaarung ausgeführt sind.
28. Schussfadenverteilvorrichtung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass die
Gleifähigkeit der Materialpaarung durch ein zugeführtes Schmiermittel unterstützt
ist.
29. Schussfadenverteilvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
dass einander zugeordneten Verbindungskanäle (24) und Übernahmekanäle (14) in der
Trennfläche (20) von einem Sperrluft-oder Entlüftungssystem (28) eingeschlossen sind.
30. Schussfadenverteilvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
dass an der Trenn-und Dichtfläche (20) Dichtleisten Übernahme- und Verbindungskanäle
(14, 24) umgeben.
31. Reihenfachwebmaschine mit einer Schussfadenverteilvorrichtung nach einem der Ansprüche
1 bis 30.
32. Reihenfachwebmaschine nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet, dass beidseitig
des Webrotors (4) Schussfadenverteilvorrichtungen eingebaut sind, die in zueinander
versetzte Schusskanäle im gleichen Webrotor Schussfäden einbringen.