| (19) |
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(11) |
EP 0 433 386 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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16.02.1994 Patentblatt 1994/07 |
| (22) |
Anmeldetag: 08.09.1989 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP8901/047 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9002/696 (22.03.1990 Gazette 1990/07) |
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| (54) |
VERFAHREN ZUM ZUSAMMENBAUEN VON ZWEI GLASTAFELN ZU EINER ISOLIERGLASSCHEIBE
PROCESS FOR ASSEMBLING TWO GLASS SHEETS TO FORM AN INSULATING GLASS PANE
PROCEDE POUR ASSEMBLER DEUX PLAQUES DE VERRE AFIN DE FORMER UNE VITRE ISOLANTE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE |
| (30) |
Priorität: |
10.09.1988 DE 3830866
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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26.06.1991 Patentblatt 1991/26 |
| (73) |
Patentinhaber: Lenhardt Maschinenbau GmbH |
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D-75242 Neuhausen (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- LENHARDT, Karl
D-75242 Neuhausen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Twelmeier, Ulrich, Dipl.Phys. et al |
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Patentanwälte Dr. Rudolf Bauer
Dipl.-Ing.Helmut Hubbuch, Dipl.Phys. Ulrich Twelmeier
Westliche Karl-Friedrich-Strasse 29-31 75172 Pforzheim 75172 Pforzheim (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 152 807 OP-T-IC AL ENG US-A- 4 676 713
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EP-A- 0 222 349 US-A- 2 193 393
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Verfahren mit den im Oberbegriff des Anspruchs 1
angegebenen Merkmalen. Ein solches Verfahren ist aus der DE-A-35 39 879 bekannt. Zur
Durchführung des bekannten Verfahrens dienen zwei waagerecht fördernde Saugförderer
in Gestalt von Saugförderbändern, welche parallel zueinander angeordnet sind. Von
den beiden zu einer Isolierglasscheibe zusammenzufügenden Glastafeln haftet die eine
an dem einen Saugförderer und die andere an dem gegenüberliegenden Saugförderer, wobei
sich die Glastafeln annähernd in lotrechter Lage befinden. Den beiden Saugförderern
werden die Glastafeln mittels eines anderen Waagerechtförderers zugeführt, der mit
einem Rollengang aus angetriebenen Rollen ausgerüstet ist, auf denen die Glastafeln
stehen, während sie sich an einer Stützeinrichtung (Rollenfeld oder Luftkissenwand)
abstützen, welche sich parallel zum Rollengang oberhalb von ihm erstreckt. Durch die
beiden Saugförderer werden die beiden Glastafeln in vorgegebenem Abstand deckungsgleich
positioniert und dann wird mittels einer Düse ein Strang aus einer pastösen und anschließend
erstarrenden Masse, welche an den beiden Glastafeln anhaftet, in den Zwischenraum
zwischen den beiden Glastafeln längs ihres Randes eingespritzt. Das kann mit einer
oder mit mehreren Düsen erfolgen, wobei die vertikalen Stränge bei ruhenden Glastafeln
durch eine geradlinig aufwärts bzw. abwärts bewegte Düse, die waagerechten Stränge
hingegen durch eine ruhende Düse gespritzt werden, während die beiden Glastafeln durch
die Saugförderer geradlinig vor- oder zurückgefördert werden. Ist auf diese Weise
der Scheibenzwischenraum durch einen umlaufenden Strang hermetisch verschlossen, werden
die beiden nunmehr zu einer Isolierglasscheibe verbundenen Glastafeln auf ein Abnahmetransportband
weitergefördert. Wenn erforderlich, können sie zuvor zwischen den beiden Saugförderern
auf ein vorgegebenes Sollmaß zusammengedrückt werden.
[0002] Die bekannte Vorrichtung und das mit ihr ausgeführte Verfahren eignen sich gut zum
Zusammenbau von ebenen Isolierglasscheiben, mit geradlinigen Rändern, aber nicht für
den Zusammenbau von gekrümmten Isolierglasscheiben.
[0003] Aus der DE-A-28 46 785 und aus der AT-B-326 295 ist es bekannt, eine ebene, rechteckige
Isolierglasscheibe, deren einzelne Glastafeln durch einen rahmenförmigen Abstandhalter
bereits fest miteinander verbunden sind, zum Versiegeln ihrer Randfuge geradlinig
an einer ortsfesten Versiegelungsdüse entlangzuführen und durch eine Schwenkvorrichtung,
welche eine Saugvorrichtung umfaßt, aufeinanderfolgend um 90° zu drehen, während der
Versiegelungsvorgang unterbrochen ist, um die vier Ränder der Isolierglasscheibe nacheinander
zur Anlage an der Düse zu bringen. Diese Vorgehensweise eignet sich nicht zum Zusammenbau
von gekrümmten, noch unverbundenen Glastafeln zu einer gekrümmten Isolierglasscheibe.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das gattungsgemäße Verfahren
so weiter zu entwickeln, dass mit ihm auch gekrümmte Isolierglasscheiben zusammengebaut
werden können. Ausserdem soll eine Vorrichtung zum Durchführen des weiterentwickelten
Verfahrens angegeben werden. Für gekrümmte Isolierglasscheiben besteht ein Bedarf
im Automobilbau.
[0005] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen
sowie durch eine Vorrichtung mit den im Anspruch 12 angegebenen Merkmalen. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0006] Während bisher parallel auf Abstand gehaltene, unverbundene Glastafeln nur ruhend
und/oder während einer waagerechten Förderbewegung durch Einspritzen einer pastösen
und anschließend erstarrenden Masse mit einem plastischen Abstandhalterrahmen versehen
wurden, wird erfindungsgemäß erstmals vorgeschlagen, die Glastafeln gemeinsam synchron
zu verdrehen und sie dadurch an einer, ggfs. auch an mehreren oder abschnittsweise
an einer von mehreren Düsen entlang zu führen. Das läßt sich dadurch verwirklichen,
dass die Saugvorrichtungen, mit denen die beiden Glastafeln gehalten und bewegt werden,
drehbar am Ende eines dreidimensional bewegbaren Roboterarmes von zwei Robotern angebracht
werden. Die Genauigkeit, mit welcher Roboterantriebe durch Mikrocomputer gesteuert
werden können, reicht aus, um die beiden Glastafeln - obwohl sie unverbunden sind
- nahezu wie eine starre Einheit synchron zu verdrehen. Dabei werden die Glastafeln
vorzugsweise so gedreht, dass sich der Rand einer der beiden Glastafeln an einem im
Raum festen Punkt entlangbewegt. An dieser Stelle kann man dann eine Düse im wesentlichen
ortsfest anordnen, an welcher die gekrümmten Glastafeln mit ihrem Rand entlangbewegt
werden. Eine entsprechend exakte Bewegungssteuerung der Glastafeln ist mit Robotern
möglich, zumal beim Herstellen von Isolierglasscheiben für Automobile nur wenige Scheibenformate
in großer Zahl zu fertigen sind, so dass die Bewegungskoordinaten entsprechend der
Umrißgestalt der Glastafeln einem Nur-Lese-Speicher der steuernden Mikrocomputer eingegeben
werden können. Zur Programmierung der Mikrocomputer kann man dabei so vorgehen, dass
man zunächst den Mikrocomputer eines der beiden Roboter mit den Bewegungskoordinaten
programmiert, dann den Mikrocomputer des anderen Roboters mit den mathematisch gespiegelten
Bewegungskoordinaten programmiert, dann in einem Testlauf etwaige Gleichlauffehler
beobachtet und daraufhin die Bewegungskoordinaten zur Minimierung der Gleichlauffehler
korrigiert. Vorzugsweise verwendet man zwei gleich ausgebildete Roboter, weil das
die Erzielung eines Gleichlaufes erleichtert.
[0007] Um einen um die Glastafeln herumführenden geschlossenen Strang zu erzeugen, kann
man einen Randabschnitt an der Düse vorbeiführen, während diese ruht, und man kann
die Düse an einem anderen Randabschnitt vorbeiführen, während die Glastafeln ruhen,
und grundsätzlich ist auch eine gleichzeitige Bewegung sowohl der Glastafeln als auch
der Düse möglich. Der apparative Aufwand zur Durchführung des Verfahrens ist jedoch
am geringsten, wenn man die Düse im wesentlichen ortsfest anordnet und die Glastafeln
mit ihrem Rand an ihr entlangbewegt, denn dann muss nur die Bewegung der beiden Saugvorrichtungen
gesteuert werden, sie muss aber nicht abgestimmt werden auf eine Bewegung der Düse.
Für die Düse reicht es hingegen aus, wenn sie an der vorgesehenen Stelle in engen
Grenzen beweglich, insbesondere justierbar und vorzugsweise federnd gelagert wird,
so dass sie während des Spritzvorganges mit mässigem Druck den Rand der einen oder
der anderen Glastafel, möglicherweise auch dem Rand beider Glastafeln anliegt. Letzteres
wird allerdings nur in Ausnahmefällen möglich sein, da Isolierglasscheiben zur Verwendung
als Seitenscheiben in Automobilen vorzugsweise aus unterschiedlich großen Glastafeln
zusammengesetzt sind (DE-A-35 17 581). In diesem Fall wird man die Düse zweckmässigerweise
am Rand der kleineren Glastafel zur Anlage bringen.
[0008] Führt man - wie bevorzugt - den Rand der Glastafeln an einer ortsfesten Düse entlang,
dann bewegt sich wenigstens ein Randpunkt der Glastafel im Verlauf einer vollen Umdrehung
der Glastafel auf einer geschlossenen Bahnkurve, und man kann durch Vergleich der
Koordinaten von Anfangs- und Endpunkt der Positionen der beiden Saugvorrichtungen
am Ende eines jeden Zusammenbauvorgangs eine Aussage darüber treffen, ob die vorgeschriebene
Bewegungsbahn eingehalten worden ist.
[0009] Die Weiterbildung gemäß Anspruch 4 hat den Vorteil, dass sich die Vorrichtung zur
Durchführung des Verfahrens vereinfacht, insbesondere, wenn die Drehachse durch den
Schwerpunkt der Isolierglasscheibe geht, wodurch der Kraftbedarf beim Drehen und der
translatorische Anteil der Drehbewegung besonders klein werden.
[0010] Die Weiterbildung gemäß Anspruch 7 hat den Vorteil, dass die Bewegungen der Roboter
in Richtung der Drehachse mimimal sind.
[0011] Die Weiterbildung gemäß Anspruch 8 hat den Vorteil, dass der zwischen die beiden
Glastafeln eingespritzte Strang an allen Stellen des Scheibenrandes annähernd in gleicher
Weise durch Schwerkraft beeinflußt wird. Sollte hingegen hinsichtlich des apparativen
Aufwandes eine zur Erdoberfläche parallele Drehachse günstiger sein, dann empfiehlt
es sich, die Drehung so durchzuführen, dass der Rand der Glastafel an der Düse entlang
abwärts bewegt wird (Anspruch 9) damit der bereits extrudierte Strangabschnitt den
frischesten und daher noch am leichtesten fließenden Strangabschnitt stützen kann.
[0012] Die Weiterbildung nach den Ansprüchen 10 und 11 hat den Vorteil, dass etwaige Toleranzen
in der Dicke der Glastafeln, die entsprechende Schwankungen des Abstandes der Glastafeln
zur Folge haben, und auch etwaige Dosierungenauigkeiten beim Einspritzen der Masse
zwischen die beiden Glastafeln sowie Gleichlaufschwankungen beim Drehen der beiden
Glastafeln nachträglich ausgeglichen werden können. Dazu ist es natürlich erforderlich,
dass die Glastafeln während des Einspritzvorganges in einem Abstand gehalten werden,
der etwas größer ist als der Sollabstand der Glastafeln, vorzugsweise 1 bis 2 mm größer.
Um dieses Maß werden die Glastafeln anschließend einander angenähert und dadurch der
Strang aus der pastösen und fortschreitend erstarrenden Masse gestaucht , so dass
er sich an allen Stellen des Randes der Glastafeln fugenlos mit diesen verbindet.
[0013] Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung liegt darin, dass der Zusammenbau der gekrümmten
Isolierglasscheiben mit verhältnismässig geringem apparativem Aufwand möglich ist.
Insbesondere können die beiden Roboter, die zum Vollführen der Drehbewegung der Glastafeln
eingesetzt werden, sich die Glastafeln selbst holen und positionieren. In Weiterbildung
der Erfindung ist deshalb vorgesehen, dass in Reichweite der Roboter Zuförderer für
die beiden Glastafeln angeordnet sind. Da die Glastafeln vor dem Zusammenbau gewaschen
werden müssen, sind die Zuförderer für die beiden Glastafeln vorzugsweise jeweils
durch eine Waschmaschine hindurchgeführt. Sie gelangen dann aus der Waschmaschine
kommend frisch gewaschen in die Reichweite des jeweiligen Roboters und können kurz
danach von diesen ergriffen, positioniert und zur Isolierglasscheibe zusammengebaut
werden, ohne dass eine Verschmutzungsgefahr durch längere Wartezeiten, durch eine
Zwischenlagerung oder durch besondere Übergabevorrichtungen bestünde. Damit die Roboter
die beiden Glastafeln exakt in wiederholbarer Relativlage positionieren, sollten sie
in der Lage sein, ihre Saugvorrichtung in vorgegebener Lage und Orientierung wiederholbar
an die Glastafel anzulegen. Das könnte dadurch geschehen, dass man die Saugvorrichtung
mit Sensoren versieht, die die Glastafel abtasten und den Roboter so steuern , dass
die Saugvorrichtung die gewünschte Position einnimmt. Vorzugsweise sieht man jedoch
an dem jeweiligen Zuförderer Festanschläge vor, mit deren Hilfe die Glastafel in vorbestimmter
Lage wiederholbar positioniert wird, so dass es genügt, die Roboter in an sich üblicher
Weise so zu programmieren, dass sie die ihnen vorgegebene Position wiederholt anfahren
und sich dabei ihre Glastafel holen. Nach beendetem Zusammenbauvorgang kann die Isolierglasscheibe
wahlweise durch den einen oder durch den anderen Roboter abgelegt, z.B. in ein Magazin
eingestellt werden, mit welchem die Isolierglasscheiben in ein Lager gebracht oder
der Weiterverwendung zugeführt werden. Dadurch, dass das Ablegen wahlweise durch den
einen oder durch den anderen Roboter erfolgen kann, ist ein unterbrechungsfreies Arbeiten
möglich: Ist ein Magazin in Reichweite des einen Roboters voll, kann als nächstes
ein zweites Magazin in Reichweite des anderen Roboters gefüllt und in der Zwischenzeit
in Reichweite des ersten Roboters das gefüllte Magazin durch ein leeres Magazin ersetzt
werden.
[0014] Die Ausbildung der Saugvorrichtung gemäß Anspruch 18 hat den Vorteil, dass die Glastafel
vollflächig an der Saugvorrichtung anliegen kann und dass man trotz elastisch nachgebend
ausgebildeter Oberfläche mit hinreichender Maßgenauigkeit genügend Druck zum abschließenden
Zusammenpressen der Isolierglasscheibe ausüben kann.
[0015] Die Weiterbildung nach Anspruch 19 hat den Vorteil, dass man die Platte durch Erwärmen
im Kontakt mit einer ausgewählten Glastafel exakt deren Kontur anpassen kann.
[0016] Anspruch 20 beschreibt eine alternative Ausführungsform der Saugvorrichtung. Ihre
Weiterbildung nach Anspruch 21 hat den Vorteil, dass die Anschläge zwischen den Saugtellern
eine exakte Positionierung für die Glastafel erleichtern; gleichzeitig können sie
zum maßgenauen Zusammenpressen der Isolierglasscheibe eingesetzt werden. Zu diesem
Zweck sind sie vorzugsweise justierbar.
[0017] Die Weiterbildung gemäß Anspruch 23 hat den Vorteil, dass die exakte Lage der Glastafeln
an den Saugvorrichtungen kontrollierbar ist.
[0018] Die Weiterbildung gemäß Anspruch 24 hat den Vorteil, dass die Lage der Glastafeln,
insbesondere ihr gegenseitiger Abstand vor allen Dingen dort kontrolliert werden kann,
wo die Einhaltung von Maßtoleranzen besonders wichtig ist, nämlich am Rand der Isolierglasscheibe.
[0019] Die Weiterbildung gemäß Anspruch 25 hat den Vorteil, dass etwaige Gleichlaufschwankungen
der Roboter, welche die Saugvorrichtungen synchron drehen sollen, ausgeglichen werden,
weil die Saugvorrichtungen für die Dauer des Drehvorganges verdrehfest miteinander
verbunden werden können, so dass keinerlei Relativdrehung zwischen ihnen auftreten
kann. Eine besonders einfache Ausführungsform der Einrichtungen, mit denen die beiden
Saugvorrichtungen verdrehfest miteinander verbunden werden können, ist Gegenstand
des Anspruchs 26. Die Stifte können im Prinzip auf beliebige Weise motorisch vorgeschoben
und wieder zurückgezogen werden; vorzugsweise verwendet man pneumatisch betätigte
Kolben-Zylinder-Einheiten, bei denen die Kolbenstangen die besagten Stifte sind. Bei
den Aufnahmen für die Stifte kann es sich beispielsweise um Ösen an der gegenüberliegenden
Saugvorrichtung oder um Löcher in einem Rahmenteil der gegenüberliegenden Saugvorrichtung
handeln. Die Weiterbildung gemäß Anspruch 28 hat dabei den Vorteil, dass die Stifte
und die sie betätigenden Zylinder in eine zur betreffenden Saugvorrichtung ungefähr
parallele Lage gebracht werden können, wodurch sie beim Vorbeilauf an der Düse besonders
wenig stören.
[0020] Vorzugsweise sieht man wenigstens drei solche Einrichtungen am Umfang der Saugvorrichtungen
verteilt vor. Für den Zusammenbau kleinerer Isolierglasscheiben genügen drei solche
Einrichtungen. Für größere Isolierglasscheiben können auch mehr als drei solche Einrichtungen
vorgesehen sein. Diese Einrichtungen sollten unabhängig voneinander betätigt werden
können. Das hat den Vorteil, dass dann, wenn sich die Düse einer solchen Einrichtung
nähert, diese eine Einrichtung geöffnet (wenn es sich um einen Stift handelt, der
Stift zurückgezogen) werden kann, so dass die Düse diese Einrichtung ungehindert passieren
kann. Dabei ist eine verdrehfeste Verbindung der beiden Saugvorrichtungen nach wie
vor vorhanden, da die übrigen Einrichtungen die beiden Saugvorrichtungen nach wie
vor verbinden. Nach dem Vorbeilauf der Düse an der jeweiligen Einrichtung wird diese
erneut betätigt und in Eingriff mit der gegenüberliegenden Saugvorrichtung gebracht.
[0021] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von schematischen Zeichnungen erläutert.
- Figur 1
- zeigt eine Vorrichtung zum Zusammenbauen von zwei Glastafeln für eine Isolierglasscheibe
in der Draufsicht,
- Figur 2
- zeigt einen Ausschnitt aus der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung in vergrößertem
Maßstab in der Draufsicht, nämlich zwei durch Roboterarme auf Abstand gehaltene Glastafeln
während des Einspritzens der Masse,
- Figur 3
- zeigt einen Längsschnitt durch den vorderen Teil der Düse, mit welcher die Masse eingespritzt
wird,
- Figur 4
- zeigt in der Draufsicht einen Ausschnitt aus einer Vorrichtung wie in Fig. 1 und 2
dargestellt, aber mit anderen Saugvorrichtungen,
- Figur 5
- zeigt Saugvorrichtungen in einer Darstellung wie in Fig. 2, jedoch zusätzlich mit
Einrichtungen zu ihrer verdrehfesten Verbindung ausgerüstet,
- Figur 6
- zeigt im Schnitt ein Detail einer jener Einrichtungen an einer der Saugvorrichtungen,
- Figur 7
- zeigt einen Ausschnitt aus der in Fig. 5 dargestellten Anordnung aus einer anderen
Blickrichtung, und
- Figur 8
- zeigt die räumliche Anordnung von drei Einrichtungen zur verdrehfesten Verbindung
der zwei Saugvorrichtungen an einer der Saugvorrichtungen.
[0022] Die Figur 1 zeigt zwei spiegelbildlich gleiche, einander gegenüberstehende Roboter
1 und 2, jeweils bestehend aus einem ortsfesten Sockel 3 bzw. 4, auf dem um eine vertikale
Achse 17 bzw. 18 drehbar ein Rumpf 5 bzw. 6 angeordnet ist. Am Rumpf ist ein um eine
waagerechte Achse 19 bzw. 20 verschwenkbarer Roboterarm 7 bzw. 8 angebracht, welcher
aus mehreren gegeneinander beweglichen Abschnitten 7a, 7b, 7c und 7d bzw. 8a, 8b,
8c und 8d besteht. Die Abschnitte 7a und 7b sind um die waagerechte Achse 19 bzw.
20 verschwenkbar. Die Abschnitte 7b und 8b sind gegenüber den Abschnitten 7a bzw.
8a in Richtung von deren Längsachse 25 bzw. 26 verschiebbar. Die Abschnitte 7c und
8c sind gegenüber den Abschnitten 7b bzw. 8b um eine waagerechte Achse 21 bzw. 22
verschwenkbar. Die vordersten Abschnitte 7d und 8d sind gegenüber den Abschnitten
7c bzw. 8c um eine zur Achse 21 bzw. 22 parallele, tieferliegende und deshalb nicht
dargestellte Achse und ferner um eine ebenfalls nicht dargestellte Achse, welche im
rechten Winkel zur Achse 21 und der parallel unter ihr liegenden Achse bzw. zur Achse
22 und der parallel unter ihr liegenden Achse verläuft verschwenkbar. Schließlich
ist die Saugvorrichtung 9 um die Längsachse 25 des vorderen Roboterarmabschnittes
7d und die Saugvorrichtung 10 um die Längsachse 26 des vorderen Roboterarmabschnittes
8d verdrehbar. Damit ist ausreichende Bewegungsmöglichkeit gegeben, um die einzelnen
Glastafeln 11 und 12 von den Zuförderern 13 bzw. 14 zu holen, einander gegenüberliegend
in vorgegebenem Abstand zu positionieren, so dass die Achsen 25 und 26 miteinander
fluchten, die beiden so positionierten Glastafeln 11 und 12 dann mit ihrem Rand an
der Düse 15 entlangzubewegen und die fertig zusammengebaute Isolierglasscheibe anschließend
mit einem der Roboterarme (im gezeichneten Beispiel ist es der Roboterarm 8) in einem
Magazin 16 abzustellen.
[0023] Die Saugvorrichtungen 9 und 10 haben jeweils einen Rahmen 27 bzw. 28, an welchem
mehrere Saugteller 29 und Anschläge 30 in einer der Oberflächengestalt der Glastafeln
11 bzw. 12 angepaßten Lage angebracht sind. Die Saugteller 29 haben in an sich bekannter
Weise eine elastisch nachgebende Vorderseite, welche über die Vorderseite der Anschläge
30 vorsteht, solange die Saugteller keine Glastafel angesaugt haben.
[0024] Bei den Zuförderern 13 und 14 handelt es sich um Waagerechtförderer, welche einen
waagerechten Rollengang haben, deren Rollen 31 um nahezu waagerechte Achsen 32 drehbar
synchron angetrieben sind. Oberhalb der Rollen und gegenüber den Rollen etwas zurückversetzt
ist ein endloses Stützband 33 vorgesehen, welches um Umlenkwalzen 34 herumgeführt
ist, deren Drehachse 35 im rechten Winkel zu den Drehachsen 32 der Rollen 31 verläuft,
und zwar ungefähr lotrecht, so dass die gemeinsame Tangentialebene der Rollen 31 im
rechten Winkel zur Vorderseite des Stützbandes 33 verläuft. Die Glastafeln 11 bzw.
12 werden auf die Rollen 31 aufgestellt und mit ihrem oberen Rand gegen das Stützband
33 gelehnt. Damit die Glastafeln vom Zuförderer 13, 14 nicht herunterkippen, sind
die Achsen 32 der Rollen 31 um wenige Grad aus der Waagerechten nach hinten gekippt
und entsprechend sind auch die Achsen 35 der Umlenkwalzen 34 um dasselbe Maß aus der
lotrechten Lage nach hinten gekippt. Damit die Glastafeln 11, 12 auf den Zuförderern
13, 14 in stets gleichbleibender, reproduzierbarer Orientierung gefördert werden,
sind die Rollen 31 mit einer umlaufenden Ringnut 36 versehen, welche im Querschnitt
keilförmig ist und den unteren Rand der Glastafeln exakt führt. Am Ende der Zuförderer
13, 14 befindet sich ein nicht dargestellter Endanschlag, welcher die Glastafeln 11,
12 in vorbestimmter Lage stoppt. Die Glastafeln können von den Robotern 1 und 2 deshalb
in stets gleichbleibender Lage von den Zuförderern 13 und 14 entnommen und dadurch
leicht gleichbleibend so positioniert werden, dass sie einander parallel in dem vorgegebenen
Abstand gegenüberliegen und dabei die Drehachsen 25 und 26 miteinander fluchten (siehe
auch Fig. 2).
[0025] Die Düse 15 befindet sich an einem Düsenkopf 40, welcher drehbar in einer Halterung
41 gelagert ist; er ist gemeinsam mit der Halterung 41 mittels eines Druckmittelzylinders
(vorzugsweise ein pneumatischer Druckmittelzylinder) vor und zurückschiebbar und kann
dadurch federnd zur Anlage am Rand der einen oder der anderen Glastafel 11 oder 12
gebracht werden.
[0026] Der Aufbau des Düsenkopfes ist im Detail in Figur 3 dargestellt. In der Halterung
41 ist eine längs durchbohrte Welle 47 drehbar gelagert. Mit dem vorderen Ende der
Welle 47 ist die Düse 15 verschraubt. Deshalb wird die Welle 47 auch als Düsenwelle
bezeichnet. In der Düsenwelle verlaufen parallel zu deren Achse zwei Kanäle 43 und
44, welche sich in die Düse 15 fortsetzen und in der Düsenmündung 45 zusammentreffen.
In den Kanälen 43, 44 verlaufen längsverschiebliche Nadeln 48 und 49, welche durch
nicht dargestellte Druckmittelzylinder betätigt werden und dazu dienen, die Düse 15
nach Bedarf zu verschließen. Der Kanal 43 hat Verbindung mit einem die Düsenwelle
47 umgebenden Ringkanal 50 in der Halterung 41 und der Kanal 44 hat Verbindung mit
einem die Düsenwelle 47 umgebenden anderen Ringkanal 51 in der Halterung 41. Auf der
Halterung ist ein Dosierzylinder 46 befestigt, welcher in einen zum Ringkanal 50 führenden
Verbindungskanal 52 mündet. Ausserdem ist an der Halterung 41 ein Rohr 53 befestigt,
welches in einen zum Ringkanal 51 führenden Verbindungskanal 54 mündet. Eine detailliertere
Beschreibung der aus dem Düsenkopf und seiner Halterung bestehenden Vorrichtung findet
sich in der Internationalen Patentanmeldung PCT/EP89/00425; allerdings ist dort anstelle
des Rohrs 53 ein weiterer Dosierzylinder vorgesehen.
[0027] Durch die Düse wird zwischen die beiden Glastafeln 11 und 12 ein Verbundstrang gespritzt.
Der Verbundstrang besteht aus zwei Teilsträngen, von denen einer dem Innenraum zwischen
den beiden Glastafeln zugewandt ist, während der andere Teilstrang der Aussenluft
zugewandt ist. Der innere Teilstrang besteht üblicherweise aus einem thermoplastischen
Material, insbesondere aus einem Polyisobutylen, in welchem ein pulvriges oder körniges
Trockenmittel, beispielsweise ein Molekularsieb, verteilt ist. Der äußere Teilstrang
besteht üblicherweise aus einem Zweikomponentenkleber, insbesondere aus einem Thiokol.
Dementsprechend hat die Düse 15 eine aus den beiden Abschnitten 55 und 56 bestehende
Doppelmündung (Fig. 3).
[0028] Das Polyisobutylen, bei dem es sich nach seinen Eigenschaften um einen Butylkautschuk
handelt, wird durch eine nicht dargestellte Pumpe aus einem Vorratsbehälter in den
Dosierzylinder 46 eingespeist. Der Aufbau eines solchen Dosierzylinders ist im einzelnen
in der Internationalen Patentanmeldung PCT/EP89/00423 beschrieben. Die Basiskomponente
(Binder) des Thiokols wird durch eine nicht dargestellte Pumpe in einen Zwischenspeicher
60 eingespeist. Die Härterkomponente des Thiokols wird durch eine nicht dargestellte
Pumpe aus einem Vorratsbehälter in einen Zwischenspeicher 61 eingespeist. Bei den
beiden Zwischenspeichern 60 und 61 handelt es sich um Kolben-Zylinder-Einheiten, welche
die Substanzen mit gleichbleibendem Druck zwei Rotationsdosierpumpen (Zahnradpumpen)
62 bzw. 63 zuführen. Ausgangsseitig sind die beiden Rotationsdosierpumpen durch Leitungen
64 und 65 mit einer aus zwei Abschnitten bestehenden gelenkigen Rohrleitung 66 verbunden,
welche in das an der Halterung 41 für die Düse 15 befestigte Rohr 53 mündet. Von den
beiden Abschnitten der gelenkigen Rohrleitung 66 ist wenigstens einer, vorzugsweise
beide, als statischer Mischer ausgebildet, in welchem die Basiskomponente und die
Härterkomponente im Durchlauf gemischt werden. Damit das Mischungsverhältnis von Basiskomponente
zur Härterkomponente konstant ist, sind die beiden Rotationsdosierpumpen 62 und 63
miteinander sychronisiert. Der Aufbau einer solchen Vorrichtung zum Fördern und Dosieren
eines Zweikomponenten Kleb- oder Dichtstoffes ist im einzelnen in der früheren deutschen
Patentanmeldung P 38 30 293.4 beschrieben.
[0029] Ein vollständiges Arbeitsspiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung läuft folgendermaßen
ab:
Durch die Zuförderer 13 und 14 werden zwei gekrümmte Glastafeln 11 und 12 herangefördert
und am Ende des Zuförderers durch einen Festanschlag positioniert. In dieser Lage
werden sie von den Robotern 1 und 2 mittels der Saugvorrichtungen 9 und 10 erfaßt.
Die Bewegung der Roboter ist dazu so programmiert, dass die Saugvorrichtungen 9 und
10 die Glastafeln 11 und 12 in stets gleichbleibender Lage auf den Glastafeln erfassen.
Haben Sie die Glastafeln 11 und 12 angesaugt, werden sie von den Zuförderern 13 und
14 abgehoben, verschwenkt (siehe die gestrichelte Darstellung in Figur 1) und in der
Mitte zwischen den beiden Robotern in vorgegebenem Abstand parallel zueinander positioniert,
so dass die beiden Drehachsen 25 und 26 miteinander fluchten. Für die nun folgende
Bewegung sind die beiden Roboter miteinander synchronisiert und sie führen exakt spiegelbildliche
Bewegungen aus, so dass zwischen den beiden Glastafeln 11 und 12 keine Relativbewegung
auftritt. Durch Vorschieben der Düse 15 und entsprechendes Ausrichten der Glastafeln
11 und 12 wird die Düse am Rand der kleineren Glastafel 12 zur Anlage gebracht, wobei
die Düse in den Zwischenraum zwischen den beiden Glastafeln eintaucht und die Düsenmündung
55, 56 in eine Richtung weist, die zum Rand der Glastafel 12 ungefähr parallel ist
(siehe Fig. 3). Dann wird durch Drehen der Roboterarmabschnitte 7d und 8d und eine
angepaßte Bewegung der übrigen Roboterarmabschnitte das Glastafelpaar mit seinem Rand
an der Düse 15 entlanggeführt, wodurch in den Zwischenraum zwischen den beiden Glastafeln
11 und 12 umlaufend ein Verbundstrang gespritzt wird, der die beiden Glastafeln miteinander
verbindet. Der Druckmittelzylinder 42 sichert dabei einen guten Kontakt zwischen der
Düse 15 und dem Rand der Glastafel 12, an welchen der die Düse 15 federnd andrückt.
Zur Reibungsminderung ist am Düsenkopf als Gleitstück ein Kunststoffteil 57 angebracht,
mit welchem der Düsenkopf am Rand der Glastafel 12 anliegt.
[0030] Ist der Strang zwischen den beiden Glastafeln 11 und 12 geschlossen, wird die Düse
15 zurückgezogen, die Glastafeln werden in eine Position gebracht, in welcher die
Längsachsen der verschiebbaren Roboterarmabschnitte 7b und 8b miteinander fluchten,
und dann wird eines dieser Roboterarmabschnitte 7b oder 8b oder auch beide um ein
vorgegebenes Maß vorgeschoben und dadurch die beiden Glastafeln um 1 bis 2 mm vorgeschoben,
wodurch die Isolierglasscheibe auf ihr Sollmaß verpreßt wird. Damit ist die synchrone
Bewegung der beiden Roboter beendet. Die Saugvorrichtung 9 wird von der Glastafel
11 gelöst. Die beiden zu einer Isolierglasscheibe verbundenen Glastafeln 11 und 12
verbleiben somit noch an der Saugvorrichtung 10 und werden nunmehr durch Verschwenken
des Roboterarms 8 zum Magazin 16 überführt und dort abgestellt.
[0031] Nunmehr kann ein weiterer Arbeitszyklus dadurch beginnen, dass die nächsten beiden
Glastafeln von den Zuförderern 13 und 14 geholt werden.
[0032] Anstatt die Saugvorrichtungen aus mehreren Saugtellern 29 und Anschlägen 30, gegen
welche die Glastafeln durch die Saugteller gezogen werden, zu bilden, könnte man die
Saugvorrichtungen auch durch eine entsprechend der Oberflächengestalt der Glastafeln
11 und 12 geformte Platte 70 bilden, über deren Vorderseite eine Anzahl von Ansaugöffnungen
verteilt sind, die gemeinsam mit einer Unterdruckquelle in Verbindung stehen. Eine
solche abgewandelte Ansaugvorrichtung ist in Fig. 4 dargestellt.
[0033] Die in den Fig. 5 bis 8 dargestellte Ausführungsform der Erfindung stimmt weitgehend
mit der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform überein; deshalb sind gleiche bzw.
einander entsprechende Teile in den beiden Ausführungsbeispielen mit übereinstimmenden
Bezugszahlen bezeichnet. Das Ausführungsbeispiel in Fig. 5 unterscheidet sich von
jenem in Fig. 2 darin, dass Einrichtungen vorgesehen sind, mit denen die beiden Saugvorrichtungen
9 und 10 verdrehfest miteinander verbunden werden können. Es handelt sich bei diesen
Einrichtungen um pneumatische Kolben-Zylinder-Einheiten 71, 72 und 73, welche am Rand
der einen Saugvorrichtung 10 angebracht und unabhängig voneinander betätigt werden
können. Durch entsprechende Betätigung kann bei jeder Kolben-Zylinder-Einheit 71,
72 und 73 eine Kolbenstange 74, 75 bzw. 76 vorgeschoben und zurückgezogen werden.
Am Rand der gegenüberliegenden Saugvorrichtung 9 befindet sich in der Flucht einer
jeden Kolbenstange 74, 75 und 76 eine Bohrung 77 bzw. 78, in welcher eine mit einer
Einführfase versehene Büchse 79 bzw. 80 steckt, in welche die Kolbenstange 74, 75
bzw. 76 im wesentlichen spielfrei eingeführt werden kann. (Die zur Kolbenstange 74
gehörende Bohrung und Büchse sind nicht dargestellt). Alle drei Kolben-Zylinder-Einheiten
71, 72, 73 sind mit ihrem hinteren Ende schwenkbar an der Grundplatte der Saugvorrichtung
10 angebracht. Die Schwenkachse verläuft quer zur Längserstreckung der Kolben-Zylinder-Einheiten
71, 72, 73, zu deren Verschwenken je ein Druckmittelzylinder 81, 82 bzw. 83 an der
Saugvorrichtung 10 angebracht ist. Die Kolben-Zylinder-Einheiten 71, 72 und 73 sowie
die ihnen zugeordneten Bohrungen 77 und 78 sind in einer Anzahl von wenigstens drei
Stück am Umfang der Saugvorrichtungen 9 und 10 verteilt angeordnet. Die stiftförmigen
Kolbenstangen werden in die Büchsen 79 und 80 eingeführt, sobald die beiden Glastafeln
11 und 12 korrekt positioniert sind. Wenn sich beim Verdrehen der Glastafeln 11 und
12 die Düse 15 einer der Kolbenstangen 74, 75 oder 76 nähert, wird nur diese eine
Kolbenstange zurückgezogen und in eine zu den Glastafeln 11 und 12 ungefähr parallele
Lage verschwenkt, um der Düse 15 einen ungehinderten Vorbeilauf zu ermöglichen. Danach
wird die Kolben-Zylinder-Einheit wieder aufgerichtet und ihre Kolbenstange in die
zugehörige Büchse vorgeschoben.
1. Verfahren zum Zusammenbauen von zwei Glastafeln (11, 12) zu einer Isolierglasscheibe
mit den folgenden Verfahrensschritten:
Gattungsmerkmale:
(a) Die Glastafeln (11, 12) werden durch Saugfördern in vorgegebenem Abstand voneinander
parallel zueinander angeordnet;
(b) während die beiden Glastafeln (11, 12) durch Ansaugen ihrer beiden einander abgewandten
Oberflächen in ihrem vorgegebenen Abstand gehalten werden, ohne dass sich zwischen
ihnen irgendwelche Abstandhalter befinden, wird längs ihres Randes zwischen sie ein
endloser Strang aus einer zunächst pastösen und anschließend erstarrenden, an beiden
Glastafeln (11, 12) anhaftenden Masse eingespritzt;
(c) danach wird das Ansaugen der einen Glastafel (11) beendet und die Isolierglasscheibe
durch fortwährendes Ansaugen der anderen Glastafel (12) abgefördert und abgegeben;
das Neue kennzeichnende Merkmale:
(d) zur Anwendung des Verfahrens auf gekrümmte Glastafeln (11, 12), welche insbesondere
zur Verwendung in Fahrzeugen bestimmt sind, werden die Glastafeln (11, 12) während
der Ausführung des Verfahrensschrittes (b) beim Einspritzen der Masse gemeinsam synchron,
ohne dass zwischen ihnen eine Relativbewegung auftritt, um eine die Glastafeloberflächen
durchsetzende Achse (26) gedreht.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Glastafeln (11, 12) so
gedreht werden, dass sich der Rand einer der beiden Glastafeln (11, 12) an einem im
Raum festen Punkt entlang bewegt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Randpunkt
der Glastafeln (11, 12) sich während der Drehbewegung auf einer geschlossenen Bahnkurve
bewegt.
4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die
Drehachse (26) in Bezug auf die Glastafeln (11, 12) ortsfest ist, aber während der
Drehbewegung im Raum verlagert wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Drehachse (26) während
der Drehbewegung auf einer geschlossenen Bahnkurve bewegt.
6. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die
Drehachse (26) ungefähr durch den Schwerpunkt der Isolierglasscheibe geht.
7. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die
Drehachse (26) annähernd senkrecht auf den Glastafeloberflächen steht.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachse (26) annähernd
lotrecht zur Erdoberfläche orientiert ist.
9. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachse (26) annähernd
parallel zur Erdoberfläche orientiert ist und sich der Rand der einen Glastafel (12)
an dem im Raum festen Punkt entlang abwärts bewegt.
10. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch ge kennzeichnet, dass der
Abstand der Glastafeln (11, 12) zwischen den Verfahrensschritten (b) und (c) verringert
wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand um 1 bis 2 mm
verringert wird.
12. Vorrichtung zum Zusammenbauen von zwei Glastafeln (11, 12) zu einer Isolierglasscheibe
mit zwei Saugfördervorrichtungen (1, 2), welche die beiden Glastafeln (11, 12) zufördern
und so positionieren, dass sie in vorgegebenem Abstand voneinander (parallel zueinander)
angeordnet sind,
mit einer oder mehreren Düsen (15) zum Einspritzen eines Stranges aus einer zunächst
pastösen und anschließend erstarrenden, an beiden Glastafeln (11, 12) anhaftenden
Masse in den Zwischenraum zwischen den beiden Glastafeln (11, 12) langs ihres Randes,
mit einer steuerbaren Speisevorrichtung (46, 60-66) zum Speisen der Düse(n) (15) mit
der pastösen Masse,
mit einer oder mehreren, entsprechend der Umrißgestalt der Glastafeln (11, 12) steuerbaren
Antriebsvorrichtungen, durch die die auf Abstand gehaltenen Glastafeln (11, 12) und
die Düse(n) (15) relativ zueinander so bewegbar sind, dass die Düse(n) (15) mit in
den Zwischenraum der Glastafeln (11, 12) weisender Mündung (45) am Rand einer Glastafel
(12) entlang bewegt wird bzw. werden,
dadurch gekennzeichnet, dass die Saugfördervorrichtungen zwei Roboter ( 1 , 2 ) mit
einer motorisch drehbaren Saugvorrichtung ( 9 , 10) am Ende eines dreidimensional
bewegbaren Roboterarmes ( 7 , 8 ) sind,
und dass die beiden Roboter ( 1 , 2 ) zum Vollführen einer Drehbewegung der beiden
Glastafeln (11, 12) - ohne Änderung der Lage der Glastafeln (11, 12) relativ zueinander
- synchronisiert sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine i.w. ortsfest angeordnete
Düse (15) vorgesehen ist, an welcher die Roboter (1,2) die beiden auf Abstand gehaltenen
Glastafeln (11, 12) mit ihrem Rand entlangführen.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Roboter (1 ,
2 ) zum Vollführen der Drehbewegung der beiden Glastafeln (11, 12) durch Mikrocomputer
gesteuert sind, deren Nur-Lese-Speicher die Bewegungskoordinaten für die Drehbewegung
enthalten.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Roboter (1,
2) gleich, insbesondere spiegelbildlich gleich ausgebildet sind.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass in Reichweite
des einen und in Reichweite des anderen Roboters (1,2) je ein Zuförderer (13, 14)
für die eine bzw. die andere Glastafel (11, 12) angeordnet ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuförderer (13, 14)
jeweils durch eine Waschmaschine hindurchgeführt sind.
18. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Saugvorrichtung (9,
10) eine Platte (70) mit gekrümmter, elastisch nachgebender Oberfläche hat, in welche
eine Anzahl von Ansaugkanälen münden, die mit einer Unterdruckquelle verbunden sind.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte (70) aus thermoplastischem
Werkstoff besteht.
20. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Saugvorrichtung (9,
10) eine zusammenhängende Anordnung mehrerer Saugteller (29) enthält, wobei die Anordnung
so getroffen ist, dass sie sich gemeinsam einer stetig gekrümmten Fläche anschmiegen.
21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass an der Saugvorrichtung
(9, 10) in der Nachbarschaft der Saugteller (29), die an ihrer Vorderseite elastisch
nachgiebig ausgebildet sind, Anschläge (30) für die Glastafel (11, 12) angebracht
sind.
22. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschläge (30) justierbar
an der Saugvorrichtung (9, 10) befestigt sind.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens
an einer der Saugvorrichtungen (9, 10) ein Lagesensor vorgesehen ist, der die Lage
der beiden Saugvorrichtungen (9, 10) zueinander, insbesondere ihren gegenseitigen
Abstand überwacht.
24. Vorrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Lagesensoren in
der Nachbarschaft des Randes der Saugvorrichtung (9, 10) angeordnet sind.
25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Saugvorrichtungen
(9, 10) mit Einrichtungen (71 bis 78) zur gegenseitigen verdrehfesten Verbindung der
Saugvorrichtungen (9, 10) versehen sind.
26. Vorrichtung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass jene Einrichtungen (71
bis 78) an der einen Saugvorrichtung (10) angebrachte Stifte oder Stangen (74, 75,
76) umfassen, welche in Aufnahmen (77, 78) die an der gegenüberliegenden Saugvorrichtung
(9) ausgebildet oder angebracht sind, vorschiebbar und zurückziehbar sind.
27. Vorrichtung nach Anspruch 25 oder 26, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens drei
solche Einrichtungen (71 bis 78) am Umfang der Saugvorrichtungen (9, 10) verteilt
angeordnet und unabhängig voneinander betätigbar sind.
28. Vorrichtung nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass die Stifte oder Stangen
(74, 75, 76) zusätzlich um eine quer zu ihrer Längserstreckung verlaufende Achse verschwenkbar
sind.
1. Process for assembling two glass sheets (11, 12) to form an insulating glass pane
by the following steps:
Generic features:
(a) The glass sheets (11, 12) are positioned parallel to one another with a given
space between them by suction conveying;
(b) while both glass sheets (11, 12) are kept at their given space by suction at those
surfaces which are facing away from the opposed glass sheet,without any spacer between
them, a continuous string of material of an initially pasty and then curing material
is extruded between them along their edges which adheres to both glass sheets;
(c) then suction of one of the glass sheets (11) is terminated and the insulating
glass unit is transported away and unloaded by continuing suction of the other glass
sheet (12);
novel characterizing features:
(d) in applying the process to bent glass sheets (11, 12) especially for use in automobiles
during process step (b) and during extrusion of the material, the glass sheets (11,
12) are synchronously turned around an axis which runs through the glass sheet surfaces
without any relative movement occuring between them.
2. Process according to claim 1, characterized in that the glass sheets (11, 12) are
turned in such a way that the edge of one of the two glass sheets (11, 12) travels
along a point fixed in space.
3. Process according to claim 1 or 2,characterized in that at least one edge point of
the glass sheets (11, 12) travels on a closed curved path during the turning movement.
4. Process according to any of the preceding claims, characterized in that the turning
axis (26) is stationary with relation to the glass sheets (11, 12) but is shifted
in space during the turning movement.
5. Process according to claim 4, characterized in that the turning axis (26) travels
on a closed curved path during the turning movement.
6. Process according to any of the preceding claims, characterized in that the turning
axis (26) runs approximately through the center of mass of the insulating glass unit.
7. Process according to any of the preceding claims, characterized in that the turning
axis (26) is almost perpendicular to the surfaces of the glass sheets.
8. Process according to claim 7, characterized in that the turning axis (26) is oriented
almost perpendicular to the surface of the earth.
9. Process according to claim 2, characterized in that the turning axis (26) is oriented
almost parallel to the surface of the earth and the edge of the one glass sheet (12)
moves downwards along the said point fixed in space.
10. Process according to any of the preceding claims, characterized in that the space
between the glass sheets (11, 12) is reduced between steps (b) and (c).
11. Process according to claim 10 characterized in that the said space is reduced by 1
to 2 mm.
12. Device for the assembly of two glass sheets (11, 12) to form an insulating glass unit
with two suction conveying devices (1, 2) which supply and position the two glass
sheets (11, 12) such that they are arranged at a given space between them (parallel
to one another), with one or several nozzles (15) for extrusion of an initially pasty
and then curing material, which adheres to both glass sheets (11, 12), into the space
between the two glass sheets (11, 12) along the edges thereof,
with a controllable supply device for supply of the pasty material to the nozzle(s)
(15),
with one or several drive devices which are controllable according to the contour
of the glass sheets (11, 12) and by which the spaced glass sheets (11, 12) and the
nozzle(s) (15) are moved relatively to another in such a manner that the nozzle(s)
(15) with its (their) opening directed into the space between both glass sheets (11,
12) is (are) moved along the edge of one of the glass sheets (12),
characterized in that two robots (1, 2) constitute the suction transporting devices
each provided with a suction device (9, 10) which can be turned by a motor and is
provided at the end of a three-dimensionally movable robot arm (7, 8),
and that both robots (1, 2) are synchronized for the performance of a turning movement
of both glass sheets (11, 12) - without altering the relative position between the
glass sheets (11, 12).
13. Device according to claim 12, characterized in that there is provided a largely stationary
nozzle (15) past which the robots (1, 2) move the edge of the two spaced glass sheets
(11, 12).
14. Device according to claim 13, characterized in that both robots (1, 2) for the performance
of the turning movement of both glass sheets (11, 12) are controlled by microcomputers
the read-only-memories of which contain the movement coordinates for the turning movement.
15. Device according to claim 14, characterized in that both robots (1, 2) are identical,
especially of mirror inverted identical design.
16. Device according to any of claims 12 to 15, characterized in that one feed conveyor
(13, 14) for each of the two glass sheets (11, 12) is arranged within the range of
each of the two robots (1, 2).
17. Device according to claim 16, characterized in that the feed conveyors (13, 14) run
through a washing machine.
18. Device according to claim 12, characterized in that the suction device (9, 10) is
provided with a plate (70) of bent resilient surface, into which a number of suction
channels open, which are connected to a vacuum source.
19. Device according to claim 18, characterized in that the plate (70) consists of a thermoplastic
material.
20. Device according to claim 12, characterized in that the suction device (9, 10) comprises
a coherent arrangement of several suction cups (29), with the arrangement chosen in
such a way that all suction cups adapt to a continually bent plane.
21. Device according to claim 20, characterized in that the suction device (9, 10) is
equipped with stops (30) for the glass sheet (11, 12) next to the suction cups (29),
which are resilient at their front side.
22. Device according to claim 21, characterized in that the stops (30) are adjustably
attached to the suction device (9, 10).
23. Device according to any of claims 12 to 22, characterized in that at least one suction
device (9, 10) is provided with a position sensor, which monitors the position of
the two suction devices (9, 10) relative to one another and especially the space between
them.
24. Device according to claim 23, characterized in that several position sensors are arranged
next to the edge of the suction device (9, 10).
25. Device according to any of claims 12 to 24, characterized in that the suction devices
(9, 10) are provided with mechanisms (71 to 78) to guarantee torsion-free interconnection
of the suction devices (9, 10).
26. Device according to claim 25, characterized in that those mechanisms (71 to 78) comprise
pins or rods (74, 75, 76) attached to the one suction device (10), which are moved
back and forth within receptacles which are attached to the opposite suction device
(9).
27. Device according to claim 25 or 26,characterized in that at least three such mechanisms
(71 to 78) are distributed along the contour of the suction devices (9, 10) and that
these are operated independently of each other.
28. Device according to claim 26,characterized in that the pins or rods (74, 75, 76) are
also pivotable around an axis which runs transverse to their longitudinal extension.
1. Procédé pour assembler deux plaques de verre (11, 12) pour former une vitre isolante,
comprenant les opérations de base suivantes :
Particularités caractéristiques selon l'état de la technique :
(a) Les plaques de verre (11, 12) sont disposées parallèlement et à une distance prédéterminée
l'une par rapport à l'autre par des transporteurs aspirants;
(b) pendant que les deux plaques de verre (11, 12) sont maintenues, par aspiration
de leurs deux surfaces opposées, à la distance prédéterminée sans qu'il y ait entre
elles le moindre écarteur, un cordon sans fin d'une masse tout d'abord pâteuse qui
durcit ensuite et adhère aux deux plaques de verre (11, 12) est injecté entre lesdites
plaques de verre, le long de leur bord;
(c) ensuite, l'aspiration de l'une des plaques de verre (11) est supprimée et la vitre
isolante est évacuée et transférée par l'aspiration continue de l'autre plaque de
verre (12);
Particularités caractérisant la nouveauté :
(d) pour l'application du procédé à des plaques de verre (11, 12) courbes destinées
notamment à l'utilisation dans des véhicules, les plaques de verre (11, 12) sont tournées
ensemble, pendant l'exécution de l'opération (b), lors de l'injection de la masse,
de manière synchrone autour d'un axe (26) traversant les surfaces des plaques de verre
sans qu'il se produise entre celles-ci un mouvement relatif.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les plaques de verre (11,
12) sont tournées de facon que le bord de l'une des plaques de verre (11, 12) se déplace
le long d'un point fixe dans l'espace.
3. Procédé selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce qu'au moins un point
du bord des plaques de verre (11, 12) se déplace pendant le mouvement tournant sur
une trajectoire fermée.
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'axe de
rotation (26) est stationnaire par rapport aux plaques de verre (11, 12) mais qu'il
se déplace pendant le mouvement tournant dans l'espace.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'axe de rotation (26) se
déplace pendant le mouvement tournant sur une trajectoire fermée.
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'axe de
rotation (26) passe approximativement par le centre de gravité de la vitre isolante.
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'axe de
rotation (26) est sensiblement perpendiculaire aux surfaces des plaques de verre.
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'axe de rotation (26) est
orienté sensiblement verticalement par rapport à la surface terrestre.
9. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'axe de rotation (26) est
orienté sensiblement parallèlement par rapport à la surface terrestre et que le bord
de l'une des plaques de verre (12) se déplace le long du point fixe dans l'espace
vers le bas.
10. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'écartement
des plaques de verre (11, 12) est réduit entre les opérations de base (b) et (c).
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce que l'écartement est réduit de
1 à 2 mm.
12. Dispositif pour assembler deux plaques de verre (11, 12) pour former une vitre isolante,
comprenant deux transporteurs aspirants (1, 2) qui amènent les deux plaques de verre
(11, 12) et les positionnent de telle façon qu'elles se trouvent (parallèlement) à
une distance prédéterminée l'une par rapport à l'autre; une ou plusieurs buses (15)
pour l'injection d'un cordon d'une masse tout d'abord pâteuse qui durcit ensuite et
adhère aux deux plaques de verre (11, 12), dans l'intervalle entre les deux plaques
de verre (11, 12), le long de leur bord; un dispositif d'alimentation (46, 60 à 66)
commandable pour alimenter la (les) buse(s) (15) en masse pâteuse; un ou plusieurs
systèmes d'entraînement pouvant être commandés en fonction du contour des plaques
de verre (11, 12) par lesquels les plaques de verre (11, 12) maintenues à distance
l'une de l'autre et la (les) buse(s) (15) peuvent être déplacées les unes par rapport
aux autres de telle façon que la (les) buse(s) (15) dont la sortie (45) est dirigée
dans l'intervalle entre les plaques de verre (11, 12) est (sont) déplacée(s) le long
du bord de l'une des plaques de verre (12), caractérisé en ce que les transporteurs aspirants sont deux robots (1, 2) avec un dispositif d'aspiration
(9, 10) à entraînement en rotation motorisé, qui sont montés à l'extrémité d'un bras
de robot (7, 8) à mouvement tridimensionnel, et que les deux robots (1, 2) sont synchronisés
pour réaliser un mouvement de rotation des deux plaques de verre (11, 12) - sans modification
de la position relative des plaques de verre (11, 12).
13. Dispositif selon la revendication 12, caractérisé en ce qu'il comprend une buse (15)
sensiblement stationnaire devant laquelle les deux plaques de verre (11, 12) maintenues
à distance l'une de l'autre sont déplacées avec leur bord par les robots (1, 2).
14. Dispositif selon la revendication 13, caractérisé en ce que, pour la réalisation du
mouvement tournant des deux plaques de verre (11, 12), les deux robots (1, 2) sont
commandés par des micro-ordinateurs dont les mémoires à lecture seule contiennent
les coordonnées de mouvement pour le mouvement de rotation.
15. Dispositif selon la revendication 14, caractérisé en ce que les deux robots (1, 2)
sont de conformation identique, et notamment identiques à symétrie de miroir.
16. Dispositif selon l'une des revendications 12 à 15, caractérisé en ce qu'à portée de
l'un et l'autre des robots (1, 2) est installé respectivement un dispositif d'amenée
(13, 14) pour l'une et respectivement l'autre plaque de verre (11, 12).
17. Dispositif selon la revendication 16, caractérisé en ce que les dispositifs d'amenée
(13, 14) passent à chaque fois par une machine à laver.
18. Dispositif selon la revendication 12, caractérisé en ce que le dispositif d'aspiration
(9, 10) comporte une plaque (70) avec une surface courbe et élastique dans laquelle
débouchent une pluralité de canaux d'aspiration qui sont raccordés à une source de
dépression.
19. Dispositif selon la revendication 18, caractérisé en ce que la plaque (70) est constituée
d'une matière thermoplastique.
20. Dispositif selon la revendication 12, caractérisé en ce que le dispositif d'aspiration
(9, 10) comprend un système cohérent de plateaux d'aspiration (29), l'agencement étant
choisi de telle façon qu'ils épousent ensemble la forme d'une surface à courbure régulière.
21. Dispositif selon la revendication 20, caractérisé en ce que sur le dispositif d'aspiration
(9, 10), au voisinage des plateaux d'aspiration (29) dont la face avant est élastique,
sont disposées des butées (30) pour la plaque de verre (11, 12).
22. Dispositif selon la revendication 21, caractérisé en ce que les butées (30) sont montées
de manière ajustable sur le dispositif d'aspiration (9, 10).
23. Dispositif selon l'une des revendications 12 à 22, caractérisé en ce qu'au moins sur
l'un des dispositifs d'aspiration (9, 10) est prévu un détecteur de position qui surveille
la position relative des deux dispositifs d'aspiration (9, 10), en particulier leur
écartement mutuel.
24. Dispositif selon la revendication 23, caractérisé en ce que plusieurs détecteurs de
position sont disposés au voisinage du bord du dispositif d'aspiration (9, 10).
25. Dispositif selon l'une des revendications 12 à 24, caractérisé en ce que les dispositifs
d'aspiration (9, 10) comportent des systèmes (71 à 78) pour le couplage rigide en
torsion des dispositifs d'aspiration (9, 10).
26. Dispositif selon la revendication 25, caractérisé en ce que lesdits systèmes (71 à
78) comprennent des tiges ou des barres (74, 75, 76) montées sur l'un des dispositifs
d'aspiration (10), qui peuvent être avancées et retirées dans des logements (77, 78)
conformés ou montés sur le dispositif d'aspiration (9) opposé.
27. Dispositif selon l'une des revendications 25 ou 26, caractérisé en ce qu'au moins
trois de ces systèmes (71 à 78) sont répartis sur la périphérie des dispositifs d'aspiration
(9, 10) et peuvent être actionnés indépendamment les uns des autres.
28. Dispositif selon la revendication 26, caractérisé en ce que les tiges ou barres (74,
75, 76) peuvent être pivotées, en plus, autour d'un axe qui s'étend transversalement
à leur extension longitudinale.