[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Verpackung aus Karton für rieselfähiges Gut wie
z.B. Waschmittel, mit zwei Seitenwänden, einer Vorderwand, einer Rückwand, einem Boden
und einer an der Rückwand angelenkten Verschlußklappe, die durch weitere, an den anderen
Wänden angelenkte Klappen unterlegt ist, wobei die an der Vorderwand angelenkte Klappe
über den vollen Querschnitt der Verpackung reicht und einen angelenkten Lappen aufweist,
der an der Innenseite der Verschlußklappe anliegt.
[0002] Eine derartige Verpackung ist in der US-PS 3 543 997 beschrieben, bei der an der
Vorderwand eine weitere Klappe angelenkt ist, die zwar die Verpackung weitgehend verschließt,
keineswegs aber dicht ist.
[0003] Darüber hinaus ist aus der FR-A-755 181 eine Verpackung bekannt, die verhältnismäßig
dicht ausgestaltet ist, dazu aber einen kompliziert aufgebauten Faltverschluß aufweist
und darüber hinaus nur schwer zu öffnen ist.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verpackung der genannten Art so auszugestalten,
daß sie auch für rieselfähiges Gut, wie z.B. Waschmittel geeignet ist. Sie muß im
verschlossenen Zustand so dicht sein, daß das Waschmittel nicht austreten kann, sie
muß leicht und ohne Werkzeug zu öffnen und nach Entnahme einer Teilmenge wieder einigermaßen
dicht verschließbar sein.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die an der Vorderwand angelenkte
Klappe parallel und in geringem Abstand von den Oberkanten der beiden Seitenwände
verlaufende, wenigstens teilweise doppelspurige Ritzlinien aufweist, die sich auch
über den angelenkten Lappen erstrecken und Sollbruchlinien darstellen, und daß an
der Verschlußklappe die Seitenwände und die Vorderwand wenigstens geringfügig übergreifende
Wandstücke angeformt sind, wobei an dem die Vorderwand übergreifenden Wandstück eine
Grifflasche angeformt ist, in deren Bereich eine auftrennbare Klebestelle zur Verbindung
mit der Vorderwand vorgesehen ist.
[0006] Entlang dieser Ritzlinien, die - da sie nicht durch das Kartonmaterial durchgehen
- keine Undichtigkeiten bilden, kann die Abdichtungs-Klappe geöffnet werden, wobei
die verbleibenden Randstreifen eine Stabilisierung der geöffneten Verpackung darstellen.
[0007] Darüber hinaus ist eine besonders einfach zu öffnende Verschlußeinrichtung geschaffen,
die aber trotzdem eine ausreichende Verschlußsicherheit und eine gute Dichtigkeit
gewährleistet.
[0008] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt auch darin, daß die an der Vorderwand
angelenkte Klappe im Verlauf der Anlenklinie des Lappens mit einer an der Unterseite
vorgesehenen Ritzlinie versehen ist, daß von der Oberseite her im Bereich der beiden
Enden der Anlenklinie jeweils wenigstens eine Einprägung vorgesehen ist, und daß im
Bereich dieser Einprägungen die Ritzlinie unterbrochen ist.
[0009] Dadurch läßt sich die Klappe noch leichter zusammenfalten, was der Dichtigkeit im
Faltbereich zugute kommt; sie läßt sich aber auch sehr leicht zum Öffnen der Verpackung
herausreißen.
[0010] Ebenfalls sehr vorteilhaft ist es, wenn erfindungsgemäß zwischen der an der Vorderwand
angelenkten Klappe und der Verschlußklappe an den beiden Seitenwänden angelenkte Lappen
eingefaltet sind, die sich höchstens bis zu den in der unteren Klappe vorgesehenen,
als Aufreißlinien dienenden Ritzlinien erstrecken.
[0011] Beim Einfalten dieser beiden an den Seitenwänden angelenkten Klappen können sich
diese durch diese Ausgestaltung auf der großen, an der Vorderwand angelenkten Klappe
abstützen und erfahren dadurch einen sehr guten Halt, wodurch auch wieder die Dichtigkeit
günstig beeinflußt wird.
[0012] Bei einer weiteren erfindungsgemäßen Ausgestaltung ist vorgesehen, daß die an den
Seitenwänden angelenkten Lappen an ihrem der Anlenklinie der Verschlußklappe zugekehrten
Ende abgeschrägt sind, und daß die Ritzlinien entlang der freien Kante der Lappen
verlaufen und weniogstens einer Teilstrecke der genannten Abschrägung folgen.
[0013] Dadurch dienen die Kanten der beiden Lappen gleichzeitig als Aufreißlineal, was das
Aufreißen noch weiter erleichtert.
[0014] Sehr vorteilhaft ist es auch, wenn erfindungsgemäß die Lappen mit der Oberseite der
an der Vorderwand angelenkten Klappe verklebt sind.
[0015] Dadurch wird die Steifigkeit und damit einhergehend die Dichtigkeit der Verpackung
noch weiter gesteigert.
[0016] Erfindungsgemäß kann auch vorgesehen sein, daß der an der inneren Verschlußklappe
angelenkte Lappen im von den Ritzlinien abgeteilten Seitenbereich mit der Innenseite
der äußeren Verschlußklappe verklebt ist.
[0017] Über diese Seitenbereiche bleiben die Randstreifen mit der Verschlußklappe verbunden,
woraus sich eine verbesserte Verwindungssteifigkeit ergibt.
[0018] Das Öffnen der Verschlußeinrichtung ist besonders einfach, wenn erfindungsgemäß an
dem die Vorderwand übergreifenden Wandstück eine Grifflasche angeformt ist,in deren
Bereich eine auftrennbarew Klebestelle zur Verbindung mit der Vorderwand vorgesehen
ist.
[0019] Dabei hat es sich als besonders günstig erwiesen, wenn gemäß der Erfindung in der
Vorderwand und/oder in der Grifflasche eine im wesentlichen kreisförmige oder ovale
Ritzlinie vorgesehen ist, innerhalb welcher die Klebeverbindung vorliegt.
[0020] Beim Auftrennen erfolgt innerhalb dieser Ritzlinie eine Materialspaltung, die ein
Auftrennen der eigentlichen Klebeverbindung erübrigt und damit besonders einfach zu
vollziehen ist.
[0021] In der Zeichnung ist die Erfindung anhand von zwei Ausführungsbeispielen veranschaulicht.
Dabei zeigen:
- Fig.1
- einen flachliegenden Kartonzuschnitt
- Fig.2
- eine schaubildliche Darstellung einer aus dem Kartonzuschnitt gemäß Fig.1 aufgerichteten
Verpackung,
- Fig.3
- einen weiteren flachliegenden Kartonzuschnitt und
- Fig.4
- eine aus dem Zuschnitt nach Fig.3 aufgerichtete Verpackung in schaubildlicher Darstellung.
[0022] Mit 1 ist in Fig.1 ein Kartonzuschnitt bezeichnet, der eine Rückwand 2, eine Vorderwand
3 sowie zwei Seitenwände 4 und 5 aufweist. Diese Wände sind über Faltlinien 6, 7 und
8 miteinander verbunden. An der Vorderwand 3 ist über eine weitere Faltlinie 9 ein
Materialstreifen 10 angeformt, der mit der Seitenwand 5 in einer Längsnaht verbunden
wird. An der Rückwand 2, der Vorderwand 3, den beiden Seitenwänden 4 und 5 sowie an
dem Materialstreifen 10 sind Lappen 11 bis 15 angelenkt, die zur Bildung des Verpackungsbodens
mit einander verbunden werden können.
Am oberen Ende der Rückwand 2 ist über eine Faltlinie 16 eine Verschlußklappe 17 angelenkt,
die aus einer Deckfläche 18, zwei Seitenwandstücken 19 und 20, einem Vorderwandstück
21 sowie zwei Verbindungslappen 22,23 besteht.
Die Vorderwand 3 trägt - ebenfalls über die Faltlinie 16 angelenkt - eine Klappe 24,
an der über eine weitere Faltlinie 25 ein Lappen 26 angeformt ist. Sowohl die Klappe
24 als auch der daran angeformte Lappen 26 sind durch zwei parallel zu den seitlichen
Begrenzungskanten verlaufende Ritzlinien 27 und 28 unterteilt.
Innerhalb der durch die Ritzlinien 27 und 28 abgeteilten Abschnitte des Lappens 26
sind - mit 29 und 30 bezeichnet - zwei Klebestellen vorgesehen, an denen der Lappen
mit der Innenseite der Deckfläche 18 der Verschlußklappe 17 verbunden wird.
[0023] Eine weitere Klebestelle ist innerhalb einer kreisförmigen Ritzlinie 31 vorgesehen,
die sich im oberen Abschnitt der Vorderwand 3 befindet und an welcher das Vorderwandstück
21 der Verschlußklappe 17 innerhalb einer dort angeformten Grifflasche 32 mit der
Vorderwand verklebt wird.
[0024] In Fig.2 ist eine aufgerichtete, gefüllte und verschlossene Verpackung dargestellt,
bei der die Verschlußklappe 17 wieder hochgeklappt wurde. Dazu wurde die Grifflasche
32 erfaßt und das Kartonmaterial innerhalb der kreisförmigen Ritzlinie 31 aufgespalten,
so daß die Verschlußklappe hochgeklappt werden konnte.
[0025] Zum weiteren Öffnen der Verpackung wird nun der Lappen 26 erfaßt und die beiden Ritzlinien
27 und 28 aufgetrennt, so daß sich auch die Klappe 24 hochklappen läßt.
[0026] Es ist nun möglich, diese Klappe 24 entlang der Faltlinie 16 völlig herauszutrennen,
um ein besonders einfaches Entnehmen des Füllgutes zu erreichen. Andererseits kann
aber auch diese Klappe 24 an der Verpackung verbleiben, um insbesondere bei feuchtigkeitsempfindlichen
Füllgütern während der weiteren Lagerzeit eine verbesserte Abdichtung zu erreichen.
Dazu können die beiden Ritzlinien 27 und 28 doppelspurig ausgebildet sein, das heißt
eine Spur ist von oben und die andere Spur in geringem Abstand davon von unten eingebracht,
so daß auch nach dem Auftrennen der Ritzlinien eine Auflagefläche für die Klappe 24
verbleibt.
[0027] Beim zweiten Ausführungsbeispiel nach Fig.3 ist mit 100 ein Kartonzuschnitt bezeichnet,
der eine Rückwand 2, eine Vorderwand 3 sowie zwei Seitenwände 4 und 5 aufweist. Diese
Wände sind über Faltlinien 6, 7 und 8 miteinander verbunden. An der Vorderwand 3 ist
über eine weitere Faltlinie 9 ein Materialstreifen 10 angeformt, der mit der Seitenwand
4 in einer Längsnaht verbunden wird. An der Rückwand 2, der Vorderwand 3, den beiden
Seitenwänden 4 und 5 sowie an dem Materialstreifen 10 sind Lappen 11 bis 15 angelenkt,
die zur Bildung des Verpackungsbodens miteinander verbunden werden können.
[0028] Am oberen Ende der Rückwand 2 ist über eine Faltlinie 16 eine Verschlußklappe 17
angelenkt, die aus einer Deckfläche 18, zwei Seitenwandstücken 19 und 20, einem Vorderwandstück
21 sowie zwei Verbindungslappen 22,23 besteht.
[0029] Die Vorderwand 3 trägt - ebenfalls über die Faltlinie 16 angelenkt - eine Klappe
124, an der über eine weitere Faltlinie 25 ein Lappen 126 angeformt ist. Diese Faltlinie
25 ist von der Unterseite her als Ritzlinie ausgebildet, welche durch vier Einprägungen
125 von der Obseite her unterbrochen ist. Im Bereich der Klappe 124 ist die Faltlinie
16 mit einer Perforation 116 versehen, die ein Abtrennen der Klappe von der Vorderwand
erleichtert. Sowohl die Klappe 124 als auch der daran angeformte Lappen 126 weisen
zwei Ritzlinien 127 und 128 auf, die zum Aufreißen dienen und im Bereich der Klappe
124 doppelspurig - d.h. je eine Ritzung von oben und von unten - ausgebildet sind.
Diese Ritzlinien 127 und 128 verlaufen auf einem Großteil ihrer Länge parallel zu
den Außenkanten der Klappe 124 und gehen zum Lappen 126 hin schräg nach außen, um
sich dann wieder parallel zu den Außenkanten zu erstrecken.
[0030] In Fig.4 ist eine aufgerichtete, gefüllte und teilweise verschlossene Verpackung
dargestellt, bei der die Verschlußklappe 17 noch hochgestellt ist.
[0031] Dabei ist der Verschluß der Deckseite sichtbar, bei dem zuerst die Klappe 124 eingefaltet
und mit ihrem Lappen 126 an die Deckfläche 18 der Verschlußklappe 17 angelegt wurde.
Die beiden Eckabschnitte 140,141 wurden dabei an die Deckfläche 18 angelegt und können
dort angeklebt sein. Anschließend wurden die beiden an den Seitenwänden 4 und 5 angelenkten
streifenförmigen Lappen 142 und 143 auf die Klappe 124 aufgefaltet und mit dieser
verklebt. Die freien Außenkanten dieser beiden Lappen 142,143 verlaufen dabei parallel
und mit sehr geringem Abstand von den Ritzlinien 127,128, so daß die Kanten als Aufreißhilfe
dienen.
[0032] Beim Aufsetzen der Verschlußkappe 17 wird deren Abschnitt 121 mit dem durch eine
Ritzlinie 144 markierten Abschnitt 145 in der Vorderwand verklebt, wodurch die Verschlußklappe
einen sicheren Halt erfährt.
[0033] Zum Öffnen der Verpackung wird zuerst diese Klebeverbindung gelöst, was durch Materialspaltung
innerhalb der Ritzlinie 144 geschieht und die Verschlußklappe in die dargestellte
Stellung gebracht. Dann wird die Klappe 124 am hinteren Ende erfaßt und entlang der
Ritzlinien 127 und 128 aufgetrennt und anschließend kann sie entlang der Perforation
116 völlig herausgelöst werden. Die verbleibenden Randstreifen der Klappe 124 und
die damit verklebten Lappen 142 und 143 verleihen der Verpackung auch nach dem Öffnen
eine gute Formstabilität.
1. Verpackung aus Karton für rieselfähiges Gut wie z.B. Waschmittel, mit zwei Seitenwänden,
einer Vorderwand, einer Rückwand, einem Boden und einer an der Rückwand angelenkten
Verschlußklappe, die durch weitere, an den anderen Wänden angelenkte Klappen unterlegt
ist, wobei die an der Vorderwand angelenkte Klappe über den vollen Querschnitt der
Verpackung reicht und einen angelenkten Lappen aufweist, der an der Innenseite der
Verschlußklappe anliegt, dadurch gekennzeichnet, daß die an der Vorderwand(3) angelenkte Klappe(24) parallel und in geringem Abstand
von den Oberkanten der beiden Seitenwände(4,5) verlaufende, wenigstens teilweise doppelspurige
Ritzlinien(27,28) aufweist, die sich auch über den angelenkten Lappen(26) erstrecken
und Sollbruchlinien darstellen, und daß an der Verschlußklappe(17) die Seitenwände(4,5)
und die Vorderwand(3) wenigstens geringfügig übergreifende Wandstücke(19,20,21) angeformt
sind, wobei an dem die Vorderwand(3) übergreifenden Wandstück(21) eine Grifflasche(32)
angeformt ist, in deren Bereich eine auftrennbare Klebestelle(31) zur Verbindung mit
der Vorderwand vorgesehen ist.
2. Verpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die an der Vorderwand(3) angelenkte Klappe(124) im Verlauf der Anlenklinie(25)
des Lappens(126) mit einer an der Unterseite vorgesehenen Ritzlinie versehen ist,
daß von der Oberseite her im Bereich der beiden Enden der Anlenklinie(25) jeweils
wenigstens eine Einprägung vorgesehen ist, und daß im Bereich dieser Einprägungen
die Ritzlinie unterbrochen ist.
3. Verpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der an der Vorderwand(3) angelenkten Klappe(124) und der Verschlußklappe(17)
an den beiden Seitenwänden(4,5) angelenkte Lappen(142,143) eingefaltet sind, die sich
höchstens bis zu den in der unteren Klappe(124) vorgesehenen, als Aufreißlinien dienenden
Ritzlinien(127,128) erstrecken.
4. Verpackung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die an den Seitenwänden(4,5) angelenkten Lappen(142,143) an ihrem der Anlenklinie
der Verschlußklappe(17) zugekehrten Ende abgeschrägt sind, und daß die Ritzlinien(127,128)
entlang der freien Kante der Lappen(142,143) verlaufen und wenigstens einer Teilstrecke
der genannten Abschrägung folgen.
5. Verpackung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die an den Seitenwänden(4,5) angelenkten Lappen(142,143) mit der Oberseite der
an der Vorderwand(3) angelenkten Klappe (124) verklebt sind.
6. Verpackung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der an der inneren Verschlußklappe angelenkte Lappen(26,126) im von den Ritzlinien(27,28;126,127)
abgeteilten Seitenbereich(29,30;140,141) mit der Innenseite der äußeren Verschlußklappe(17)
verklebt ist.
7. Verpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem die Vorderwand(3) übergreifenden Wandstück(21) eine Grifflasche(32,121)
angeformt ist, in deren Bereich eine auftrennbare Klebestelle zur Verbindung mit der
Vorderwand(3) vorgesehen ist.
8. Verpackung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß in der Vorderwand(3) und/oder in der Grifflasche(32,121) eine im wesentlichen
kreisförmige oder ovale Ritzlinie(31,144) vorgesehen ist, innerhalb welcher die Klebeverbindung
vorliegt.