[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Wechseln von Druckplatten gemäß dem Oberbegriff
des Anspruches 1.
[0002] Durch die EP-A-0214549 ist eine gattungsgemäße Einrichtung zum Wechseln von Druckplatten
mit einer Einrichtung zum zeitweiligen Aufnehmen von Druckplatten an einem Druckturm
einer Rotationsdruckmaschine mit einem Farbwerk, Platten- und Gummituchzylinder bekannt
geworden. Die Einrichtung zum zeitweiligen Aufnehmen von Druckplatten ist als einteiliges
Druckplattenspeichergehäuse für zuzuführende Druckplatten ausgeführt. Das Druckplattenspeichergehäuse
ist fest am Druckturm befestigt.
[0003] Durch die EP-Anm. 02 68 857 ist eine halbautomatische Einrichtung bekannt, mit der
es möglich ist, eine Druckplatte auf dein Plattenzylinder einer Rotationsdruckmaschine
zu befestigen.
[0004] Nachteilig an der Einrichtung nach der EP-Anm. 02 68 857 ist, daß die Druckplatte
per Hand in die Klemmeinrichtung eingeführt werden muß; außerdem müssen die Befehle
zum Auflegen der Druckplatte, Einklemmen und Spannen per Hand an einem Schaltpult
eingegeben werden.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zum Wechseln von Druckplatten
eines Plattenzylinders zu schaffen.
[0006] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des
Anspruches 1 gelöst.
[0007] Der Vorteil der erfindungsgemäßen Einrichtung liegt insbesondere darin, daß für das
Befestigen der Druckplatten auf dem Plattenzylinder Hilfspersonal eingesetzt werden
kann. Eine Berührung des Personals mit den rotierenden Teilen der Maschine wird ausgeschlossen,
d.h. die Sicherheit wird erhöht. Stillstandszeiten der Maschine zum Wechseln der Druckplatten
werden verkürzt.
[0008] Eine passerrelevante Lage der Platte auf dem Plattenzylinder wird präziser. Ein Makulaturanfall,
der durch langwierige Passerkorrektur entsteht, wird vermindert.
[0009] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird
im folgenden beschrieben. Es zeigen
- Fig. 1
- eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen Druckplattenspeichers im Schnitt, Druckplattenzuführstellung,
- Fig. 2
- wie Fig. 1, jedoch andere Winkelstellung des Plattenzylinders, Druckplattenlösestellung,
- Fig. 3
- eine vergrößerte Seitenansicht der Klemmeinrichtung für ein Druckplattenende, Druckplattenklemmstellung,
- Fig. 4
- eine vergrößerte Seitenansicht der Klemmeinrichtung für einen Druckplattenanfang,
- Fig. 5
- Steuereinrichtung und Steuerrechner,
- Fig. 6
- einen Ablaufplan für das Zuführen einer Druckplatte zum Plattenzylinder,
- Fig. 7
- einen Ablaufplan für das Abführen einer Druckplatte vom Plattenzylinder.
[0010] Eine Rotationsdruckmaschine weist mehrere Drucktürme 1 (z.B. 4) auf, die jeweils
u.a. ein Farbwerk, einen Plattenzylinder 3, einen Gummituchzylinder 4 und einen Gegendruckzylinder
6 enthalten. Diese sind in üblicher Weise in Seitengestellen der Rotationsdruckmaschine
gelagert.
[0011] Da die verschiedenen Drucktürme 1 untereinander nahezu gleich sind, wird die Erfindung
nur anhand eines Druckturmes 1 beschrieben.
[0012] An einer Zugangsseite 8 zu den Zylindern 3, 4, 6 des Druckturmes 1 ist ein Druckplattenspeicher
9 vorgesehen. Dieser ist an einer Abdeckplatte 11 befestigt, welche zusammen mit dem
Druckplattenspeicher 9 mittels jeweils zweier Schwingen (Arme) 17; 18, die an den
Seitengestellen der Drucktürme 1 befestigt sind, vertikal in zwei Endstellungen verschwenkbar
angeordnet ist. Der Schwenkradius ist durch gestrichelte Linien dargestellt. Hierzu
sind an einer vorderen und hinteren Seite der Abdeckplatte 11 jeweils ein oberes und
unteres Gelenk 14; 16 vorgesehen, in der jeweils ein erstes Ende der Schwingen 17;
18 schwenkbar gelagert ist. Ein zweites Ende der Schwingen 17, 18 ist jeweils schwenkbar
an den Seitengestellen gelagert. Die Abdeckplatte 11 als Koppel, die Schwingen 17,
18 und das Gestell des Druckturmes 1 als Steg bilden somit ein Gelenkviereck.
[0013] An einem unteren Ende an beiden Seiten der Abdeckplatte 11 ist jeweils ein Arbeitszylinder
19 schwenkbar gelagert. Eine Kolbenstange 21 des Arbeitszylinders 19 ist gelenkig
mit einem Hebel 22 verbunden. Der Hebel 22 trägt in seinem Ende drehbar gelagert eine
parallel zur Achse des Plattenzylinders 3 angeordnete, durchgehende Andrückwalze 26.
Die Andrückwalze 26 kann auch abgesetzt sein. Die Andrückwalze 26 weist eine im Verhältnis
zu einer Druckplatte 27 weiche Oberfläche (z.B. Gummi; Kunststoff) auf. Der Hebel
22 ist um eine Achse 30 einer drehbar in Seitenstützen (nicht dargestellt) der Abdeckplatte
11 gelagerten Antriebsrolle 29 schwenkbar gelagert. Die Antriebsrolle 29 ist abgesetzt
und weist einen Antrieb (z. B. Zahnradantrieb, Elektromotor usw.) auf.
[0014] Im Ausführungsbeispiel ist dieser schematisch durch ein Kettenrad 31 mit Antriebskette
32 dargestellt.
[0015] Die Antriebsrolle 29 und die Andrückwalze 26 stehen ebenfalls in Antriebsverbindung,
wobei sie vorzugsweise gleiche Umfangsgeschwindigkeiten aufweisen.
[0016] Eine Andrückrolle 33 ist mit einer Antriebsrolle 29 in Berührung bringbar. Hierzu
ist die Andrückrolle 33 in einem ersten Ende eines zweiarmigen Hebels 34 drehbar gelagert.
[0017] Der Hebel 34 ist nahezu mittig in den Seitenstützen der Abdeckplatte 11 schwenkbar
gelagert und weist an einem zweiten Ende ein Gelenk 36 auf, das mit einem Ende einer
Kolbenstange 37 verbunden ist. Die Kolbenstange 37 ist Teil eines Arbeitszylinders
40, der gelenkig an der Abdeckplatte 11 befestigt ist.
[0018] Der Druckplattenspeicher 9 besteht aus einem ca. druckplattenbreiten Gehäuse 38 mit
einer Speicherkammer 39. Das Gehäuse 38 weist im Schnitt betrachtet eine leichte Krümmung
derart auf, daß ein oberer Teil des Gehäuses 38 nahezu vertikal ausgerichtet ist und
ein unterer Teil des Gehäuses 38 tangential auf einen unteren Teil des Plattenzylinders
3 hin ausgerichtet ist. Eine trichterförmige Öffnung 41 im oberen Teil des Gehäuses
38 erleichtert das Einschieben der Druckplatte 60.
[0019] Das Gehäuse 38 ist zweiteilig ausgeführt und weist oberhalb der Abdeckplatte 11 ein
Scharnier 42 auf, mittels dessen ein oberer Teil des Gehäuses 38 nach unten abklappbar
ist, wodurch ein oberer Teil des Druckturmes 1, in dem in üblicher Weise ein Farbwerk
(nicht dargestellt) der Druckmaschine vorgesehen ist, einer Bedienperson zugänglich
ist.
[0020] Eine Vorderwand 43 des Gehäuses 38 erstreckt sich bis kurz vor die Andrückwalze 26
und weist im Bereich der Antriebsrolle 29 Durchbrüche 44 auf, durch welche Oberflächenbereiche
der abgesetzten Antriebsrolle 29 in die Speicherkammer 39 hineinragen. Eine Rückwand
46 des Gehäuses 38 erstreckt sich bis kurz vor die Andrückrolle 33. Hinter der Andrückrolle
33 sind parallel zur Vorderwand 43 mehrere Auswurffinger 45 vorgesehen, die fest auf
einer schwenkbar in den Seitenstützen der Abdeckplatte 11 gelagerten Auswurffingerwelle
47 angeordnet sind. Eine Antriebsvorrichtung für die Auswurffingerwelle 47 zeigt Fig.
2. In einem Abstand von der schwenkbaren Lagerung der Auswurffingerwelle 47 greift
eine Kolbenstange 48 gelenkig an einem Hebel 50 der Auswurffingerwelle 47 an. Die
Kolbenstange 48 ist Teil eines Arbeitszylinders 49, der gelenkig an der Abdeckplatte
11 befestigt ist. Die Auswurffinger 45 sind mittels der Kolbenstange 48 derart schwenkbar
gelagert, daß ihre Spitzen 68 in die Peripherie 62 des Plattenzylinders 3 eintauchen
bzw. über die Peripherie abheben können.
[0021] Ferner sind Mittel vorgesehen (nicht dargestellt), die bewirken, daß die Auswurffinger
45 nur im Bereich der Plattenzylindergrube 52 in die Peripherie 62 des Plattenzylinders
eintauchen können.
[0022] Der Plattenzylinder 3 weist in einer Grube 52 eine Plattenklemm- und Spannvorrichtung
53, 54 auf. Die Plattenklemmvorrichtung ist z.B. durch die DE-PS 36 26 936 bekannt.
Diese zeichnet sich insbesondere durch einen günstig angeordneten Schwenkpol der Klemmklappe
55; 56 aus. Dieser bewirkt, daß ein Druckplattenende 57 beim Einlegen in die bzw.
Herausnehmen aus der Plattenklemm- und Spannvorrichtung 54 nicht durch die Klemmklappe
55 behindert wird.
[0023] Die Spannvorrichtung ist z.B. durch die DE-OS 36 04 071 bekannt.
[0024] Bei Drehung des Plattenzylinders 3 aus einer Druckplattenlösestellung A im Uhrzeigersinn
(rückwärts) und Druckbeaufschlagung des Arbeitszylinders 49 gelangen die Spitzen 68
der Auswurffinger 45 durch entsprechende Durchbrüche 64 in der Klemmklappe 55 hindurch
in Ausnehmungen 65 in der Plattenklemm- und Spannvorrichtung 54 unter das Druckplattenende
57 und unterstützen somit ein Abheben des Druckplattenendes 57 von einer Klemmauflage
63.
[0025] Vorgesehene Stellmittel für die Plattenklemm- und Spannvorrichtung 53,54 werden über
eine Dreheinführung am Plattenzylinderzapfen mit Arbeitsmedium versorgt. Selbstverständlich
ist es auch möglich, Einrichtungen vorzusehen, die bei einem Stillstand des Plattenzylinders
3 in seinen verschiedenen Stellungen diesen über seine Stirnseite oder Mantelflache
mit Arbeitsmedium versorgen. Die Stellmittel können hydraulisch, pneumatisch, mechanisch
oder auch elektrisch wirken.
[0026] Im Druckbetrieb befindet sich der Druckplattenspeicher 9 in einer Stellung gemäß
der Fig. 1 und Fig. 2. In dieser Stellung ist der Zugang zu den Zylindern 3, 4, 6
durch die Abdeckplatte 11 verschlossen, die Andrückwalze 26 ist jedoch vom Plattenzylinder
3 abgeschwenkt (nicht gezeigt). Die Abdeckplatte 11 weist eine Durchblickmöglichkeit
(nicht dargestellt) auf den Plattenzylinder 3 auf.
[0027] In einer Druckplattenlöse- bzw. -zuführstellung A, B ist die Andrückwalze 26 an den
Plattenzylinder 3 angestellt.
[0028] Nach Beendigung des laufenden Druckauftrages fährt der Plattenzylinder 3 in die vorbestimmte
Druckplattenlösestellung A (Fig. 2). Die Klemmklappe 55 wird geöffnet. Ein Druckplattenende
57 schwenkt durch seine elastische Eigenspannung nach außen, bis es an einem unteren
Teil der Vorderwand 43 anliegt oder wird durch Weiterdrehen des Plattenzylinders 3
in die Druckplattenklemmstellung C durch die Auswurffinger 45 von der Klemmauflage
63 abgehoben.
[0029] Eine Drehung des Plattenzylinders 3 in Verbindung mit der angetriebenen Andrückwalze
26 im Uhrzeigersinn (rückwärts) bewirkt nun das Abführen der Druckplatte 27 vom Plattenzylinder
3 bzw. Einschieben der Druckplatte 27 in die Speicherkammer 39. Hierbei gelangt das
Druckplattenende 57 in einen Walzenspalt zwischen Antriebsrolle 29 und Andruckrolle
33, die das Druckplattenende 57 erfassen und mit gleicher oder größerer Umfangsgeschwindigkeit
wie der Plattenzylinder 3 die Druckplatte 27 weitertransportieren, wenn die Klemmklappe
56 der Plattenklemm- und Spannvorrichtung 53 für den Druckplattenanfang 58 in der
Druckplattenzuführstellung B (Fig. 1) bzw. kurz zuvor geöffnet wurde. Die Druckplatte
27 wird durch die Antriebsrolle 29 und Andrückrolle 33 soweit transportiert, bis der
Druckplattenanfang 58 der Druckplatte 27 den Walzenspalt verlassen hat, d.h. aus dem
unteren Teil des Druckplattenspeichers 9, heraustransportiert ist. Eine Bedienperson
kann nun das Druckplattenende 57 erfassen und die Druckplatte 27 aus der Speicherkammer
39 herausnehmen.
[0030] Zur Bestückung des Plattenzylinders 3 mit einer neuen Druckplatte 60 stellt eine
Bedienperson die neue Druckplatte 60 mit dem Druckplattenanfang 58 voran in die Speicherkammer
39, bis diese an der Antriebsrolle 29 und der Andrückrolle 33 anliegt. Der Plattenzylinder
3 steht in der Druckplattenzuführstellung B (Fig. 1), und die Klemmklappe 56 ist geöffnet.
Nun werden die Antriebsrolle 29 und die Andrückrolle 33 aktiviert und transportieren
die neue Druckplatte 60 aus der Speicherkammer 39, bis der Druckplattenanfang 58 gegen
einen Anschlag 51 der Plattenklemm- und Spannvorrichtung 53 stößt. Ein Lageerkenner
59 für die Anlage der Druckplatte (60) an dem Anschlag 51 gibt ein "Gut-Signal an
einen Steuerrechner 66, woraufhin die Klemmklappe 56 geschlossen wird. Der Druckplattenanfang
58 ist festgeklemmt. Der Plattenzylinder 3 wird nun entgegen dem Uhrzeigersinn (vorwärts)
gedreht, während die Andrückwalze 26 die Druckplatte 60 gegen den Plattenzylinder
3 andrückt. Signalisiert der Lageerkenner 59 eine schlechte Anlage der Druckplatte
60 an dem Anschlag 51 der Plattenklemm- und Spannvorrichtung 54, wird der Druckplattenklemmvorgang
abgebrochen und ein Störsignal erzeugt.
[0031] Bei Erreichen des Plattenzylinders in einer Druckplattenklemmstellung C (Fig. 3),
bei der das Druckplattenende 57 durch die Andrückwalze 26 auf die Klemmauflage 63
gedrückt wird, schließt die Klemmklappe 55 und klemmt das Druckplattenende 57 fest.
Eine anschließende Aktivierung der Spannelemente spannt die Druckplatte 60 auf dem
Plattenzylinder 3.
[0032] Die Druckplattenklemmstellung C liegt in Winkelgrade unterteilt nur wenig (ca. 5°
- 10°) hinter der Druckplattenlösestellung A, - die gleichzeitig die Entsorgungsstellung
ist - d.h. der Plattenzylinder 3 muß aus der Druckplattenlösestellung A nur ein kleines
Stück gegen den Uhrzeigersinn verdreht werden, bis er die Druckplattenklemmstellung
C (Fig. 3) erreicht.
[0033] In der Druckplattenklemmstellung C hat die Andrückwalze 26 das Druckplattenende 57
leicht um eine Kante 61 der Grube 52 des Plattenzylinders gebogen, so daß das Druckplattenende
57 innerhalb der Peripherie 62 des Plattenzylinders 3 auf der Klemmauflage 63 der
Plattenklemm- und Spannvorrichtung 54 zu liegen kommt, bevor es von der Klemmklappe
55 festgehalten wird.
[0034] Die Andrückwalze 26 wird daraufhin in die Druckmaschinenbetriebsstellung zurückgeschwenkt,
indem der doppeltwirkende Arbeitszylinder 19 mit Druckmittel beaufschlagt die Kolbenstange
21 einfährt und die Andrückwalze 26 um die Achse 30 der Antriebsrolle 29 vom Plattenzylinder
3 abschwenkt.
[0035] Der Steuerrechner 66 ist mit einer Anzahl Elektromagnetventilen 67 verbunden, die
bei einem Kommando Druckplattenzufuhr bzw. -abfuhr in Abhängigkeit von den Stellungen
des Plattenzylinders 3 und in Verbindung mit einer geeigneten Software in richtiger
Reihenfolge schalten und die Stellzylinder mit Arbeitsmedium aus einer Druckquelle
72 versorgen.
[0036] Die Stellungen A, B, C des Plattenzylinders 3 werden mittels eines Drehwinkelgebers
71 ermittelt und dem Steuerrechner 66 zugeführt (Fig. 5).
[0037] Es werden ebenfalls sämtliche elektrischen Antriebe (z.B. Plattenzylinderantrieb
M, Antrieb für die Transportrolle 33) mittels des Steuerrechners 66 gesteuert.
[0038] Die Fig. 6 zeigt das Schema eines Ablaufplanes, nach welchem der Steuerrechner 66
in Verbindung mit Zählern und anderen Stellungsanzeigen (z.B. Drehimpulsgeber 71)
arbeitet, damit die Druckplatte 60 automatisch dem Plattenzylinder 3 zugeführt wird.
[0039] Durch Betätigung eines Startauslösers 101 wird eine Abfrage 102 der Sicherheitsbedingungen
(z.B. Ist die Abdeckplatte 11 geschlossen ?) durchgeführt. Entsprechende Sensoren
werden daraufhin aktiviert. Sind nicht sämtliche Sicherheitsbedingungen erfüllt, wird
ein Störsignal 103 erzeugt.
[0040] Bei Erfüllung sämtlicher Sicherheitsbedingungen wird ein Anlaufwarnsignal 104 gegeben.
Eine erneute Betätigung des Startauslösers 101 aktiviert einen Antrieb des Plattenzylinders
3 und verdreht ihn in die Druckplattenzuführstellung B; 106.
Bei Erreichen der Druckplattenzuführstellung B stoppt der Antrieb.
[0041] Eine anschließende Abfrage 107 betrifft das Vorhandensein einer neuen Druckplatte
60 im Druckplattenspeicher 9. Signalisieren vorgesehene, jedoch nicht dargestellte
Sensoren, daß die neue Druckplatte 60 fehlt, wird ein Störsignal 108 erzeugt. In einem
Schritt 109 wird die Klemmklappe 56 geöffnet, die Andrückwalze 26 wird an den Plattenzylinder
3 angestellt, und der Antrieb für sämtliche Transportrollen 26, 29, 33 wird aktiviert.
[0042] Danach wird in einem Schritt 111 der Lageerkenner 59 abgefragt. Ist die Lage der
Druckplatte 60 an den Anschlägen 51 nicht korrekt, erfolgt ein weiterer Vorschub 112
der Druckplatte. Nach dreimaligem negativen Bescheid 113 werden die Andrückwalze 26,
die Antriebsrolle 29 und die Andrückrolle 33 rückwärts angetrieben, so daß die Druckplatte
60 in die Speicherkammer 39 zurücktransportiert wird; außerdem wird ein Störsignal
114 erzeugt.
[0043] Bei korrekter Anlage der Druckplatte 60 wird in einem Schritt 116 der Antrieb für
die Andrückwalze 26, die Antriebsrolle 29 und die Andrückrolle 33 abgestellt. Daraufhin
wird im Schritt 117 die Klemmklappe 56 geschlossen und im Schritt 118 die Andrückrolle
33 von der Antriebsrolle 29 abgestellt.
[0044] Eine Aktivierung 119 des Plattenzylinderantriebs M dreht den Plattenzylinder 3 vorwärts
in die Druckplattenlösestellung A. Ist die Stellung erreicht, werden in einem Schritt
121 die Klemmklappe 55 geöffnet und die Plattenspanneinrichtung 54 auf Null gefahren.
[0045] In Schritt 122 wird der Plattenzylinder 3 in die Druckplattenklemmstellung C gefahren.
Der Plattenzylinder 3 wird zwischen den Stellungen A und C nicht angehalten.
[0046] Bei Erreichen der Druckplattenklemmstellung C wird in einem Schritt 123 die Klemmklappe
55 geschlossen und daraufhin die Plattenklemm- und spannvorrichtung 54 aktiviert.
Danach wird ein Signal Ende 124 erzeugt.
[0047] Die Fig. 7 zeigt den Ablaufplan für das Lösen und Abführen der Druckplatte 27 vom
Plattenzylinder 3 bzw. Einschieben in den Druckplattenspeicher 9.
[0048] Durch Betätigung eines Startauslösers 201 wird eine Abfrage 202 der Sicherheitsbedingungen
(z.B. Ist die Abdeckplatte 11 geschlossen ?) durchgeführt. Entsprechende Sensoren
werden daraufhin aktiviert. Unter anderem erfolgt auch die Abfrage, ob der Druckplattenspeicher
9 frei ist. Sind diese Bedingungen nicht erfüllt, wird ein Störsignal 203 erzeugt.
Sind sämtliche Sicherheitsbedingungen erfüllt, wird ein Anlaufwarnsignal 204 erzeugt.
[0049] Durch eine erneute Betätigung des Startauslösers 201 wird der Plattenzylinder 3 im
Schritt 205 in die Druckplattenlösestellung A verdreht. Bei Erreichen der Druckplattenlösestellung
A wird in einem Schritt 206 die Andrückwalze 26 an den Plattenzylinder 3 angestellt.
Die Andrückrolle 33 wird von der Antriebsrolle 29 abgestellt. Die Auswurffinger 45
werden aktiviert und tauchen in die Peripherie 62 des Plattenzylinders 3 ein. Die
Plattenspannung wird abgestellt, die Klemmklappe 55 wird geöffnet.
[0050] Danach wird in einem Schritt 207 ein Antrieb 31, 32 für die Andrückwalze 26 und die
Antriebsrolle 29 aktiviert. Gleichzeitig wird im Schritt 208 der Antrieb für den Plattenzylinder
3 aktiviert, so daß dieser rückwärts dreht.
[0051] Im Schritt 209 werden nach einer Plattenzylinderdrehung von ca. 50 mm im Bogenmaß
aus der Druckplattenlösestellung A die Auswurffinger 45 aus der Peripherie 62 des
Plattenzylinders 3 herausgeschwenkt.
[0052] In einem nachfolgenden Schritt 211 wird nach einer Plattenzylinderdrehung von ca.
150 mm im Bogenmaß aus der Druckplattenlösestellung A die Andrückrolle 33 an die Antriebsrolle
29 angestellt.
[0053] Im Schritt 212 fährt der Plattenzylinder 3 bis in die Druckplattenzuführstellung
B. Die Klemmklappe 56 wird im nachfolgenden Schritt 213 geöffnet.
[0054] Im Schritt 214 wird die Andrückwalze 26 abgestellt.
1. Einrichtung zum Wechseln von Druckplatten (60; 27) mit einem, ein Farbwerk, einen
Platten- (3) und einen Gummituchzylinder (4) aufweisenden Druckturm (1), an welchem
ein Druckplattenspeicher (9) zum zeitweiligen Aufnehmen von Druckplatten (60; 27),
die von Transportrollen (29, 33) zugeführt bzw. abgeführt werden, befestigt ist, dadurch
gekennzeichnet, daß der Druckplattenspeicher (9) ein zweiteiliges Gehäuse mit einer
einzigen Speicherkammer (39) zum zeitweiligen Aufnehmen von zuzuführenden und abgeführten
Druckplatten (60; 27) aufweist, daß ein erster, oberer Teil des Gehäuses nahezu vertikal
und ein zweiter, unterer gekrümmter Teil des Gehäuses tangential auf einen unteren
Teil des Plattenzylinders (3) hin ausgerichtet sind, daß oberer und unterer Teil des
Gehäuses mittels eines Scharnieres (42) derart verbunden sind, daß der obere Teil
des Gehäuses nach unten abklappbar ist, so daß ein Farbwerk zugänglich wird.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse an einer Koppel
(11) befestigt ist, daß die Koppel (11) mit einem ersten Ende von je zwei Schwingen
(17; 18) mittels Gelenken (16; 14) verbunden ist, daß das zweite Ende der Schwingen
(17; 18) schwenkbar an Seitengestellen des Druckturmes (1) gelagert ist, daß Koppel
(11), Schwingen (17; 18) und Seitengestelle des Druckwerkes (1) als Steg ein Gelenkviereck
bilden.
3. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Koppel (11)
als Abdeckplatte ausgeführt ist.
4. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Scharnier
(42) oberhalb der Koppel (11) vorgesehen ist.
5. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß als abschwenkbare
Schutzabdeckung für das Farbwerk, den Plattenzylinder (3) und den Gummituchzylinder
(4) der Druckplattenspeicher (9) vorgesehen ist.
1. Device for changing printing plates (60; 27) having a printing tower (1) which comprises
an inking unit, a plate cylinder (3) and a rubber-blanket cylinder (4) and to which
a printing-plate store (9) is fixed for the temporary reception of printing plates
(60; 27), respectively supplied and taken away by transporting rollers (29, 33), characterised
in that the printing-plate store (9) comprises a two-part housing having a single
storage chamber (39) for the temporary reception of printing plates (60; 27) which
are to be supplied and have been taken away, in that a first, upper part of the housing
is orientated almost vertically and a second, lower curved part of the housing is
orientated tangentially towards a lower part of the plate cylinder (3), in that upper
and lower part of the housing are connected by means of a hinge (42) in such a way
that the upper part of the housing can be folded down so that an icing unit is accessible.
2. Device according to Claim 1, characterised in that the housing is fixed to a coupler
(11), in that the coupler (11) is connected to a first end of in each case two oscillating
cranks (17; 18) by means of joints (16; 14), in that the second end of the oscillating
cranks (17; 18) is pivotably mounted on side frames of the printing tower (1), in
that coupler (11), oscillating cranks (17; 18) and side frames of the printing group
[sic] (1) as fixed link form a four-bar mechanism.
3. Device according to Claims 1 to 2, characterised in that the coupler (11) is designed
as a covering plate.
4. Device according to Claims 1 to 3, characterised in that the hinge (42) is provided
above the coupler (11).
5. Device according to Claims 1 to 4, characterised in that the printing-plate store
(9) is provided as a protective covering, capable of being pivoted away, for the inking
unit, the plate cylinder (3) and the rubber-blanket cylinder (4).
1. Dispositif de changement de plaques d'impression (60; 27), avec une tourelle d'impression
(1) présentant un groupe d'encrage, un cylindre porte-plaque (3) et un cylindre porte-blanchet
(4), tour d'impression à laquelle est fixé un stockage de plaques d'impression (9)
destiné à supporter temporairement des plaques d'impression (60, 27), ayant été amenées
par des rouleaux de transport (29, 33) ou en ayant été évacuées, caractérisé en ce
que le stockage de plaques d'impression (9) est un carter en deux parties, avec une
chambre de stockage (39) unique, pour recevoir de façon temporairement des plaques
d'impression (60; 27) amenées et évacuées, en ce qu'une première partie supérieure
du carter s'étend à peu près verticalement et une deuxième inférieure incurvée du
carter s'étend tangentiellement à une partie inférieure du cylindre porte-plaques
(3), en ce que la partie supérieure et la partie inférieure du carter sont reliées
au moyen d'une charnière (42), de manière que la partie supérieure du carter soit
rabattable vers le bas, de manière qu'un groupe d'encrage soit accessible.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le carter est fixé à un
couplage (11), en ce que le couplage (11) est relié à une première extrémité de paire
de balanciers (17, 18), au moyen d'articulations (16; 14), en ce que la deuxième extrémité
des balanciers (17; 18) est montée à pivotement sur des bâtis latéraux de la tourelle
d'impression (1), en ce que le couplage (11), les balanciers (17; 18) et les bâtis
latéraux du groupe d'impression (1) constituent les éléments d'un carré articulé.
3. Dispositif selon les revendications 1 à 2, caractérisé en ce que le couplage (11)
est réalisé sous forme de plaque de recouvrement.
4. Dispositif selon les revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la charnière (42)
est prévue au-dessus du couplage (11).
5. Dispositif selon les revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le stockage de plaques
d'impression (9) est prévu pour faire office de recouvrement protecteur rabattable
par pivotement pour le groupe d'encrage, le cylindre porte-plaques (3) et le cylindre
porte-blanchet (4).