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EP 0 434 176 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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09.03.1994 Patentblatt 1994/10 |
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Anmeldetag: 21.12.1990 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: E05B 47/00 |
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Schloss-Schlüssel-Kombination
Lock and key combination
Combinaison avec serrure et clef
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE ES FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
22.12.1989 DE 8915242 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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26.06.1991 Patentblatt 1991/26 |
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Patentinhaber: IKON AKTIENGESELLSCHAFT
Präzisionstechnik |
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D-14167 Berlin (DE) |
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Erfinder: |
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- Descheé, Peter
W-1000 Berlin 37 (DE)
- Sengupta, Pritimay
W-1000 Berlin 45 (DE)
- Suckow, Bernd
W-1000 Berlin 22 (DE)
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Entgegenhaltungen: :
CH-A- 664 595 DE-A- 3 917 549
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DE-A- 3 836 458
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Schloß-Schlüssel-Kombination gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
[0002] Aus der Praxis sind derartige Kombinationen bekannt, wobei der Schlüssel in üblicher
Weise in einen Schließzylinder einführbar ist und dort dessen aus Kerben und Profilen
bestehende Codierung mechanisch durch die Zuhaltung bzw. den Sperrstift abtastbar
ist. Darüber hinaus ist bei derartigen Schlüsseln in der Schlüsselraide eine Elektronik
angeordnet und bspw. in der Längskante des Schlüsselschaftes befindet sich eine Antenne
in Form einer Spule, die mit einem Lesekopf zusammenarbeitet, der den Schließzylinder
umgibt bzw. in diesem angeordnet ist. Über die Antenne im Schlüssel bzw. die entsprechende
Antenne im Lesekopf kann ein Energie- und Informationsaustausch erfolgen, so daß die
Schließberechtigung nicht nur mechanisch, sondern auch elektronisch überprüfbar ist.
Derartige Schloß-Schlüssel-Kombinationen haben den Vorteil, daß nicht nur diese Schließberechtigung
grundsätzlich überprüfbar ist, sondern daß auch die Möglichkeit besteht, über entsprechende
Rechner und Anzeigereinheiten die Benutzung des Schlosses zu erkennen, die Betätigung
zu sperren und einzelne Betätigungen zu speichern, so daß damit insgesamt ein elektronisches
Schließ-Kontroll- und Informationssystem geschaffen wird mit höchsten Sicherheitsanforderungen.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Herstellung dieser Schloß-Schlüssel-Kombination
zu vereinfachen und zu verbessern.
[0004] Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, daß die schlüsselseitige Antenne
in einer der freien Schmalseiten der Schlüsselraide vorgesehen ist und daß der Lesekopf
räumlich getrennt vom Schließzylinder angeordnet ist.
[0005] Der Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung liegt darin, daß es wesentlich weniger aufwendig
ist, die entsprechende schlüsselseitige Antenne in der Raide anzuordnen anstatt bisher
in der Längsseite des Schlüsselschaftes und daß sich damit auch Vereinfachungen für
die Anordnung des Lesekopfes ergeben. Dieser Lesekopf, der räumlich getrennt vom Schließzylinder
ist, kann am Schloß selbst vorgesehen sein oder benachbart dazu, wobei selbstverständlich
dann eine elektrische Verbindung zum Schloß besteht.
[0006] Darüber hinaus ergibt sich die Möglichkeit, den Schlüssel zweiteilig zu fertigen,
und zwar einerseits die Schlüsselraide und zum anderen den Schlüsselschaft, so daß
eine Vielzahl von mechanisch/elektronisch codierten Schlüsseln in einfacher Weise
zusammengestellt werden können.
[0007] Die Erfindung soll nachfolgend anhand der Zeichnung erläutert werden, wobei diese
schematisch einen Schlüssel zeigt mit einem Schlüsselschaft 1 und der Schlüsselraide
2. Nicht dargestellt sind in der Zeichnung die einzelnen Profilierungen des Schlüsselschaftes
und angedeutet ist lediglich die Kerbung an der Schlüsselbrust. Die Schlüsselraide
weist üblicherweise zwei Seitenflächen auf, die als Grifflächen dienen, sowie drei
freie Schmalseiten, die in der Figur mit 4 bezeichnet sind. Die vierte Schmalseite
nimmt den Schlüsselschaft auf und wird daher in diesem Zusammenhang nicht als freie
Schmalseite bezeichnet.
[0008] Erfindungsgemäß ist nun die schlüsselseitige Antenne in einer der freien Schmalseiten
der Schlüsselraide angeordnet, wobei dies in der Figur mit 3 dargestellt ist.
[0009] Die Handhabung dieses Schlüssels erfolgt nun so, daß bspw. zunächst diese schlüsselseitige
Antenne 3 an den Lesekopf angelegt wird, wobei dies kontaktlos erfolgt, so daß hier
kein Verschleiß auftritt und damit die Energie- und Informationsübertragung erfolgen
kann. Auf diese Weise wird die elektronische Codierung des Schlüssels ausgewertet
und anschließend wird, wie üblich, der Schlüssel mit dem Schlüsselschaft in den Schließzylinder
eingeführt. Die Schließberechtigung wird dann aufgrund der vorher durchgeführten elektronischen
Kontrolle gegeben bzw. entzogen, und dies bedeutet, daß dann, wenn die Berechtigung
erteilt ist, der Schließzylinder durch entsprechende Drehung des Schlüssels selbst
in üblicher Weise betätigt werden kann, so daß damit eine Öffnung des Schlosses möglich
ist.
1. Schloß-Schlüssel-Kombination mit einem Schlüssel, dessen Schaft (1) eine aus Kerben
und Profilen bestehende Codierung aufweist, die mechanisch vom im Schloß angeordneten
Schließzylinder abtastbar ist und in dessen Raide (2) eine Elektronik angeordnet ist,
deren Codierung von einem dem Schloß zugeordneten Lesekopf prüfbar ist, wobei die
Energie- und Informationsübertragung über im Lesekopf bzw. Schlüssel angeordnete Antennen
(3) erfolgt,
dadurch gekennzeichnet,
daß die schlüsselseitige Antenne (3) in einer der freien Schmalseiten (4) der Schlüsselraide
vorgesehen ist und der Lesekopf räumlich getrennt vom Schließzylinder angeordnet ist.
2. Schloß-Schlüssel-Kombination nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schlüsselschaft (1) in diese Schlüsselraide (2) einsetzbar und mit dieser
fest verbindbar ist.
1. Lock-key combination with a key having a shaft (1) with a code consisting of notches
and profiles which is mechanically scanned by a cylinder in the lock. An electronic
mechanism is arranged in its rim (2) having a code which can be scanned by a reading
head located in the lock, whereby energy and information is transmitted via antennaes
(3) located in the reading head or key,
respectively,
its characteristics are
that the antenna (3) located on the key side is positioned in one of the free narrow
sides (4) of the key rim and the reading head is separately located apart from the
locking cylinder.
2. Lock-key combination based on Claim 1,
characterized
by the fact that the key shaft (1) can be inserted in the key rim (2) and is tightly
connected thereto.
1. Combinaison de serrure et de clef, comportant une clef dont la tige (1) présente un
code, qui est formé d'entailles et de profils et qui peut être palpé mécaniquement
par le cylindre de fermeture agencé dans la serrure, et dans la tête (2) de laquelle
est agencé un élément électronique dont le code peut être vérifié par une tête de
lecture adjointe à la serrure, la transmission d'énergie et d'information ayant lieu
par des antennes (3) agencées dans la tête de lecture et dans la clef, caractérisée
en ce que l'antenne (3) du côté de la clef est prévue dans un des côtés étroits libres
(4) de la tête de la clef et en ce que la tête de lecture est agencée de façon à être
séparée, dans l'espace, du cylindre de fermeture.
2. Combinaison de serrure et de clef suivant la revendication 1, caractérisée en ce que
la tige (1) de la clef peut être insérée dans cette tête de clef (2) et être reliée
fixement à celle-ci.