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EP 0 434 601 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.07.1998 Patentblatt 1998/28 |
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Anmeldetag: 24.10.1990 |
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Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von ungezwirntem Garn aus mindestens zwei
relativ zueinander konstant angeordneten Fibrillenbündeln
Process and apparatus for the preparation of non-twisted yarn, from at least two filament
bundles having a constant relative disposition to each other
Procédé et dispositif pour la fabrication d'un fil non-retordu, composé d'au moins
deux faisceaux de filaments ayant une disposition relative l'un par rapport à l'autre,
constante
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT NL |
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Priorität: |
18.12.1989 CH 4531/89
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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26.06.1991 Patentblatt 1991/26 |
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Patentinhaber: MASCHINENFABRIK RIETER AG |
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CH-8406 Winterthur (CH) |
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Erfinder: |
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- Flachmueller, Werner
CH-8548 Rickenbach (CH)
- Weiss, Hans-Joach
CH-9631 Ulisbach (CH)
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Vertreter: Frei, Alexandra Sarah |
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Frei Patentanwaltsbüro
Postfach 768 8029 Zürich 8029 Zürich (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 133 198 US-A- 3 775 958 US-A- 4 164 841
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US-A- 3 384 944 US-A- 4 025 595 US-A- 4 293 518
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Bemerkungen: |
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Die Akte enthält technische Angaben, die nach dem Eingang der Anmeldung eingereicht
wurden und die nicht in dieser Patentschrift enthalten sind. |
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung liegt im Gebiete der Textiltechnik und betrifft ein Verfahren und eine
Vorrichtung gemäss dem Oberbegriff der beiden unabhängigen Patentansprüche. Mit Hilfe
des erfindungsgemässen Verfahrens und der Vorrichtung können aus Bündeln von endlosen,
synthetischen Fibrillen ungezwirnte Garne so hergestellt werden, dass die gegenseitige
Anordnung der einzelnen Fibrillenbündel konstant ist.
[0002] Zwei oder mehrere Bündel von endlosen, synthetischen Fibrillen werden kontinuierlich
zu ungezwirnten Garnen verarbeitet, indem sie zwischen den Verfahrensschritten Spinnen
und Strecken oder zwischen dem Strecken und dem Texturieren (zum Beispiel gasdynamisches
Stauchkräuselverfahren) zusammengeführt und eventuell aktiv, zum Beispiel indem sie
einen Luftstrahl passieren, vermischt werden. Wenn beim Zusammenführen und beim Vermischen
nicht spezielle Vorkehrungen getroffen werden, ist im hergestellten ungezwirnten Garn
die relative Anordnung der ursprünglichen einzelnen Fibrillenbündel rein zufällig
und sie wechselt mit einer zufälligen Häufigkeit, die in ihrem Mittel auch abhängig
ist von den Umgebungsbedingungen während der Herstellung und von Fabrikationsparametern
wie zum Beispiel der Fadenspannung beim Zusammenführen oder Vermischen. Für Garne,
die aus identischen Fibrillenbündeln zusammengesetzt sind, ist die relative Anordnung
dieser Bündel irrelevant, sodass für ihre Herstellung ein solches Verfahren absolut
geeignet ist. Dies ist nicht der Fall für Garne, die aus verschiedenfarbigen oder
verschieden anfärbbaren Bündeln bestehen. Der farbliche Effekt von fertigen Produkten
aus solchen Garnen ist in hohem Masse von der gegenseitigen Anordnung der Fibrillenbündel
und vor allem von der Häufigkeit ihres Wechsels abhängig. Eine sehr häufige Änderung
der Anordnung führt zu einem fast einfarbig wirkenden Produkt, während weniger häufige,
unregelmässige Änderungen zu nicht erwünschten Streifungen und flekkenartigen Erscheinungen
führen können.
[0003] Da der farbliche Effekt des fertigen Produktes nicht dem Zufall überlassen werden
kann, sind Anstrengungen gemacht worden, die gegenseitige Anordnung der Fibrillenbündel
in einem ungezwirnten Garn zu steuern. Zum Beispiel beansprucht die deutsche Patentschrift
DE 33 28 477 ein Verfahren, in dem mit entsprechend angeordneten Changierfadenführern
die gegenseitige Anordnung der Fibrillenbündel beim Zusammenführen in einem steuerbaren
regelmässigen Rhythmus geändert wird. Dadurch können Garne mit einer regelmässigen
und vor allem reproduzierbaren farblichen Qualität hergestellt werden, die zu regelmässig
fein oder grober melierten Fertigprodukten führen.
[0004] Andere farbliche Effekte als Melierungen und regelmässige Mischungen lassen sich
aber erzielen mit Garnen, in denen die gegenseitige Anordnung der verschiedenfarbigen
Fibrillenbündel sich nicht ändert, also bei der Herstellung konstant gehalten wird.
Dies ist mit dem erwähnten Verfahren nicht möglich. Aus Garnen mit konstanter Fibrillenbündelanordnung
lassen sich zum Beispiel Fertigprodukte herstellen mit Farbnuancen abhängig vom Blickwinkel
oder vom Verarbeitungsmuster oder Fertigprodukte mit farblich nuancierten Vorder-
und Rückseiten.
[0005] Aus der US 4 025 595 ist ein Verfahren bekannt, mit welchem mindestens zwei unterschiedliche
Fibrillenbündel zu einem Garn zusammengeführt werden, welches beispielsweise einen
niedrigen oder einen hohen Farbkontrast oder andere unterschiedliche Eigenschaften
aufweist. Die Eigenschaften des Garns entstehen dabei aus den unterschiedlichen Eigenschaften
der Fibrillenbündel, die bespielsweise unterschiedliche Querschnitte aufweisen können,
oder aus unterschiedlichen Polymermaterialien bestehen können oder welche bei gleichem
Material unterschiedliche Glanzverminderer oder unterschiedliche Färbbarkeit, Farbe
oder Farbton aufweisen können. Dabei werden die einzelnen Fibrillenbündel nach dem
Spinnen verwirbelt, d.h. in Abständen werden die Fibrillen der Fibrillenbündel zu
Engstellen zusammengeführt, um ein Zusammenführen der einzelnen Fibrillen jedes Fibrillenbündels
zu erhalten. Anschliessend werden die Fibrillenbündel verstreckt, um einen vorgegebenen
Bereich mit einer Anzahl Verdichtungsstellen pro Meter Garnlänge zu erhalten. Nach
dem Verstrecken werden die Fibrillenbündel nochmals zusammen verwirbelt, um ein stellenweises
Verbinden bzw. Überkreuzen der Fibrillenbündel miteinander zu erreichen und um damit
ein Garn mit einem Kontrast zu erzeugen, welcher entsprechend der Anzahl Verbindungen
der Fibrillenbündel miteinander von einem starken bis zu einem schwachen Kontrast
reichen kann.
[0006] Die Erfindung stellt sich nun die Aufgabe, ein Verfahren anzugeben und eine Vorrichtung
zu schaffen für die Herstellung von Garnen, aus denen Produkte mit solchen speziellen,
neuen farblichen Effekten hergestellt werden können. Mindestens zwei Bündel endloser
synthetischer Fibrillen sollen so zu einem ungezwirnten Garn zusammengefügt werden,
dass die gegenseitige Anordnung der einzelnen Fibrillenbündel immer dieselbe ist.
Der Grad der gegenseitigen Vermischung in den Grenzzonen zwischen den einzelnen Fibrillenbündeln
soll steuerbar und reproduzierbar sein. Das Verfahren soll mit herkömmlichen Durchlaufverfahren
zur Herstellung synthetischer Garne so kombiniert werden können, dass die einzelnen
Fibrillenbündel nicht erst auf Spulen aufgewickelt werden müssen. Die Vorrichtung
soll modulartig in bestehende Vorrichtungen zur kontinuierlichen Herstellung von ungezwirnten
Garnen eingebaut werden können.
[0007] Diese Aufgabe wird gelöst durch das Verfahren und die Vorrichtung, die in den kennzeichnenden
Teilen der unabhängigen Patentansprüche für Verfahren und Vorrichtung beansprucht
sind. Im Folgenden werden Verfahren und Vorrichtung anhand von Figuren detailliert
beschrieben. Dabei zeigen
- Figur 1:
- Schemata verschiedener, erfindungsgemässer Verfahrensvarianten und des Standard-Verfahrens,
- Fig 2:
- a,b,c,d Schematas einer Ausführungsvariante der erfindungsgemässen Vorrichtung für Verfahrensvariante
I und Vorrichtung für das Standard-Verfahren,
- Fig 3:
- a,b,c Detailzeichnungen der Teilvorrichtung für die kraftschlüssige Falschdralleinrichtung.
- Fig 4:
- Detailzeichnung der Teilvorrichtung für die Zusammenführung.
[0008] Fig 1 zeigt den schematischen Ablauf des Herstellungsverfahrens für ungezwirnte Garne.
Die Hauptverfahrensschritte sind Spinnen 11, Strekken 12 und Texturieren 13, die in
der Figur als ausgezogene, grosse Kästen dargestellt sind. Die Zwischenverfahrensschritte
sind als kleine Kästen (unterbrochene Linien) dargestellt, oberhalb der Hauptverfahrensschritte
für das Standard-verfahren gemäss dem Stande der Technik und unterhalb der Hauptverfahrensschritte
für vier erfindungsgemässe Verfahrensvarianten.
[0009] Gemäss dem hergebrachten (Standard-) Verfahren werden die aus den Spinndüsen austretenden
Fibrillenbündel in einem Verfahrensschritt 14.1 zu einem Fibrillenbändchen verbreitert,
in dem die Fibrillen mehr oder weniger nebeneinander liegen, und in dieser Form beölt.
Schon in diesem Verfahrensschritt werden keine Vorkehrungen getroffen, um die Fibrillen
der einzelnen Bündel separat zu führen und eine Vermischung der Bündel ist bereits
möglich. Von der Beölung wird das Fibrillenbändchen über einen einrilligen Konvergenzfadenführer
geführt (Verfahrensschritt 17), wobei die ursprünglichen Fibrillenbündel zu einem
Faden zusammengeführt werden und ihre Identität verlieren. Es folgt eine weitere Beölung
14.2. Die zweimal beölten und zusammengeführten Fibrillenbündel werden in dieser Form
der Strecke zugeführt. Es ist offensichtlich, dass bei einem solchen Verfahren nicht
nur die gegenseitige Anordnung der einzelnen Bündel, sondern sogar der einzelnen Fibrillen
beim Eingang in die Strecke rein zufällig ist und dass sie sich in rein zufälligen
Abständen verändern kann.
[0010] Die Variante I des erfindungsgemässen Verfahrens (in Fig. 1 die erste Zeile unterhalb
der Hauptverfahrensschritte) sieht zwischen dem Spinnen und dem Strecken mehr Zwischenverfahrensschritte
vor, die alle darauf ausgerichtet sind, die gegenseitige Lage der Fibrillenbündel
und die gegenseitige Vermischung der Fibrillen der einzelnen Fibrillenbündel konstant
zu halten, sodass das der Strecke zugeführte kombinierte Bündel nicht eine Mischung
der ursprünglichen Einzelbündel darstellt, sondern absolut parallel geführte Einzelbündel,
deren Fibrillen in den Grenzzonen nicht oder in einer reproduzierbaren Weise vermischt
sind.
[0011] Der erste Zwischenschritt 14.1 dieser erfindungsgemässen Verfahrensvariante ist wie
beim Standard-Verfahren eine Umformung der Fibrillenbündel in Fibrillenbändchen und
eine Beölung. Durch eine entsprechende Führung der Bändchen und eine breite Beölungsfläche
wird dafür gesorgt, dass die einzelnen Bändchen separat nebeneinander laufen. Auf
die Beölung 14.1 folgt ein Separierschritt 15.1, in dem die Bändchen einzeln so über
Separierstifte geführt werden, dass sie wieder zu Bändchen verbreitert werden, die
aber gegenüber den Bändchen im Beölungsschritt 14.1 um 90° gedreht sind. Eine zweite
Beölung 14.2 mit einer Beölungsfläche, die zur Beölungsfläche für die Beölung 14.1
senkrecht steht, folgt auf die Separierung 15.1. Die so vorbereiteten immer noch separaten
Fibrillenbündel werden nun durch eine Falschdrallstufe 16 geführt. Dabei laufen die
Bündel einzeln durch runde Ösen, in denen durch ensprechende Luftführung ein Luftwirbel
erzeugt wird. Durch diesen Luftwirbel erfahren die Fibrillenbündel einen Falschdrall,
der die einzelnen Fibrillen so anordnet, dass sie in späteren Verfahrensschritten,
in denen die einzelnen Bündel parallel und eng nebeneinander geführt werden, weniger
die Tendenz haben, sich mit den Fibrillen des nebenan laufenden Bündels zu vermischen.
Dieser Effekt wird noch verstärkt dadurch, dass die Drehrichtung des Luftwirbels für
benachbarte Bündel entgegengesetzt ist. Die spätere Vermischungstendenz der Fibrillen
kann über die Stärke und Menge des Luftstromes gesteuert werden. Auf den Falschdrallschritt
16 folgt ein Zusammenführschritt 17, in dem die bis anhin separat geführten Fibrillenbündel
in einer Rille eines Fadenführers konvergieren. Der Fadenführer, der die einzelnen
Bändchen zusammenführt ist so angeordnet und seine Rille so geschaffen, dass die Bändchen
in einer konstanten Art und Weise nebeneinander zu liegen kommen. In dieser Form,
also als zu einem Faden kombinierte, parallel laufende, nebeneinander liegende, sich
in keinem Falle überkreuzende, an ihren Kontaktflächen nicht vorvermischte, komputierte
Fibrillenbündel wird das Material dem Verfahrensschritt 12, dem Strecken zugeführt.
[0012] Mit der Variante I des erfindungsgemässen Verfahrens wird ein Garn erzeugt, das sich
durch eine minimale Vermischung der Fibrillen der einzelnen Bündel in ihren Kontaktzonen
auszeichnet. Dadurch werden eher klare Farbeffekte erzeugt, und aus solchen Garnen
hergestellte Fertigprodukte werden bei hohem Farbkontrast zwischen den einzelnen Bündeln
als effektiv mehrfarbig wahrgenommen. Soll für weichere farbliche Effekte eine Vermischung
der Fibrillen in den Randzonen der einzelnen Bündel zugelassen werden, kann dies,
wie bereits erwähnt, durch geringeren Luftstrom für die kraftschlüssig arbeitende
Falschdralleinrichtung erwirkt werden, oder, wie die Verfahrensvariante II zeigt,
durch völliges Weglassen dieser Einrichtung. Der Effekt der scharfen Farbtrennung
kann auch noch erhöht werden, indem nach der Zusammenführung die einzelnen Bündel
wieder getrennt werden in weiteren Trennschritten 15.2 noch vor dem Streckschritt
12 und/oder 15.3 zwischen Strecken 12 und Texturieren 13. Solche Verfahrensvarianten
sind als Variante III und IV in Fig. 1 dargestellt.
[0013] Fig. 1 stellt als Beispiele vier Varianten des erfindungsgemässen Verfahrens dar.
Selbstverständlich sind auch andere Anordnungen der Verfahrensschritte möglich, indem
zum Beispiel die Fibrillenbündel total separat der Strecke 12 zugeführt und erst zwischen
Strecken 12 und Texturieren 13 in einer Serie von Verfahrenszwischenschritten zusammengeführt
werden.
[0014] Fig. 2 zeigt eine Gegenüberstellung einer Ausführungsvariante der erfindungsgemässen Vorrichtung
zur Durchführung der Verfahrensvariante I (Figuren 2a und 2b) und der Standard-Vorrichtung
zur Durchführung des Standard-Verfahrens (Figuren 2c und 2d). In beiden Fällen ist
eine Variante für drei Fibrillenbündel aufgezeigt. Diese lässt sich sinngemäss für
nur zwei oder für mehr als drei Fibrillenbündel abwandeln. Ebenso ist es möglich,
die beiden dargestellten Anordnungen gegenüber der strichpunktierten Linie spigelbildlich
zu repetieren. Mit solchen Anordnungen lassen sich dann je zwei Garne aus zwei oder
mehreren Fibrillenbündeln herstellen. Fig. 2a und 2c sind aus einer Blickrichtung
senkrecht zu der Linie, in der die Spinndüsen angeordnet sind, im Folgenden kurz Düsenlinie
genannt, gesehen, Fig. 2b und 2d aus eine Blickrichtung parallel zur Düsenlinie.
[0015] Die Fibrillenbündel a, b und c treten aus entsprechenden Spinndüsen, die in einer
Linie angeordnet sind, aus. Die Düsenlinie liegt für die Figuren 2a und c in der Papierebene,
für die Figuren 2b und d senkrecht zur Papiertebene. Die Fibrillenbündel laufen zuerst
über einen Beölungskopf 21 und einen kurz darauf folgenden Fadenführer 22 bestehend
aus einem Keramikstift. Durch das Ablaufen der Bündel über den Beölungskopf 21 und
den Fadenführer 22 werden die Bündel zu Bändchen verbreitert, in denen die Fibrillen
mehr oder weniger nebeneinander laufen. Für die Verfahrensvariante I (Fig 2a und b)
stehen der Beölungskopf 21 und der Fadenführer 22 parallel zur Düsenlinie und die
Beölungsbreite ist so gross (z.B. 300mm), dass die einzelnen Bündel separiert darüber
geführt werden können. Nach dem Fadenführer laufen die Bändchen je über einen Separierstift
23a/b/c. der senkrecht zur Düsenlinie steht. Das heisst mit anderen Worten, dass die
Bändchen zwischen dem Fadenführer 22 und den Separierstiften 23 zuerst als Bändchen
parallel zur Düsenlinie laufen, dann zu Bündeln zusammenlaufen, um senkrecht zur Düsenlinie
wieder zu Bändchen verbreitert zu werden. Nach den Separierstiften 23 laufen die Bändchen
immer noch separat in die Rillen von Separierrollen 24 und werden wieder zu Bündeln
zusammengefasst. Diese Bündel passieren dann den Fadenöler 25, dessen Beölungsfläche
senkrecht zur Düsenlinie steht und über den die Fäden separat laufen. Auf den Beöler
25 folgt die Falschdralleinrichtung, auf die im Zusammenhang mit Fig. 3 noch näher
eingegangen werden soll. Die Fibrillenbündel durchlaufen getrennt Ösen der Falschdralleinrichtung.
Sie erhalten durch den Luftwirbel in den Ösen eine Drehung, die gegen die Spinndüsen
von den Separierrollen 24 oder von den Separierstiften 23 gestoppt wird. Die kraftschlüssig
verdrallten Bündel laufen nebeneinander zwischen einem Paar von Zentrierstiften 27
und über einen weiteren Trennstift 28, der in der Richtung gegen die Streckzone als
Drallstopp wirkt. Es folgt ein Fadenschneider mit Absaugung 29. Nach einem weiteren
Trennstift 30 folgt erst die effektive Zusammenführung der einzelnen Bündel in einer
Rille eines Fadenführers 31. Auf die genaue Gestalt des Fadenführers 31 wird im Zusammenhang
mit Fig 4 noch näher eingegangen. Vom Fadenführer 31 wird der aus den ursprünglich
drei Fibrillenbündeln kombinierte Faden über entsprechende Walzenanordnungen zur Streckzone
geführt.
[0016] Für die Standardvariante (Fig 2c und d) stehen der Beölungskopf 21 und der Fadenführer
22 senkrecht zur Düsenlinie. Dadurch kommen die einzelnen Bündel auf dem Beölungskopf
21 aufeinander oder beliebig nebeneinander zu liegen und es entsteht bereits hier
ein Mischbändchen, das dann auch direkt auf einen einrilligen Konvergenzfadenführer
24' geführt wird. Auf den Konvergenzfadenführer 24' folgt wie für die Verfahrensvariante
I ein Fadenöler 25. Die weiteren Elemente der Vorrichtung in Fadenrichtung sind dieselben
wie für die Vorrichtung für die Verfahrensvariante I, ausser dass die Falschdralleinrichtung
26 fehlt und somit auch der Trennstift 28, der den Falschdrall stoppt.
[0017] Ein Vergleich der beiden Vorrichtungen in Fig. 2 zeigt, dass diese ohne weiteres
in denselben räumlichen Verhältnissen angeordnet werden können, das heisst also, dass
bestehende Anordnungen umgerüstet werden können, oder dass die erfindungsgemässe Vorrichtung
und die Standard-Vorrichtung zu demontierbaren Modulen zusammengefasst und beliebig
ausgetauscht werden können.
[0018] Fig. 3a zeigt einen Schnitt senkrecht zur Fadenrichtung und Fig. 3b einen entsprechenden
Schnitt parallel zur Fadenrichtung durch die Falschdralleinrichtung 26. Die drei Fibrillenbündel
a, b und c laufen von oben nach unten durch die drei Ösen 35a/b/c. Die Ösen sind am
Fadenein- und Fadenauslauf leicht trichterförmig ausgeweitet, damit keine scharfe
Kante den durchlaufenden Faden verletzten könnte. In jede Öse wird aus einer zentralen
Luftzufuhrbohrung 36 durch einen tangential gegen die Öse verlaufenden Luftkanal 37a/b/c
Luft eingeblasen (Figur 3c). Die Fadeneinführschlitze 38a/b/c, durch die die Fibrillenbündel
in die Ösen eingeführt werden, münden ebenfalls tangential in die Oesen, sie münden
auf der ihnen entgegengesetzen Seite in die Ösen, so dass sie den Luftwirbel möglichst
wenig stören. Die Fadeneinführschlitze 38a/b/c sind gegen die Aussenseite der Vorverwirbelungsvorrichtung
erweitert, damit die Fibrillenbündel mühelos in sie eingeführt werden können. Die
Richtung des Luftwirbels (mit Pfeilen angedeutet) ist dank der entsprechenden Anordnung
der Luftkanäle 37a/b/c und der Fadeneinführschlitze 38a/b/c in benachbarten Ösen entgegengesetzt.
[0019] Fig 4 zeigt einen Längsschnitt durch den Fadenführer 31. Der Fadenführer ist zweirillig,
damit er 2 Garne, kombiniert aus je 3 Fibrillenbündeln führen kann. Die Rillen 31.1
und 31.2 des Fadenführers 31 sind relativ breit und die Auflagefläche G zur Verhinderung
des Auseinanderlaufens des Fadens leicht konkav (vertieft), sodass die einzelnen Fibrillenbündel
eng aneinander zu liegen kommen, aber nicht aufeinander liegen.
[0020] Die für die Verfahrensvarianten III und IV notwendigen zusätzlichen Trennschritte
15.2 und 15.3 werden herkömmliche Trennrollen verwendet wie die Trennrollen 24.
1. Verfahren zur Herstellung von ungezwirnten Garnen aus mindestens zwei unterschiedlichen
Fibrillenbündeln, in welchem die Fibrillen der Fibrillenbündel nach dem Spinnen in
einem weiteren Verfahrensschritt derart zusammengeführt werden, dass die Fibrillen
der einzelnen Fibrillenbündel weniger die Tendenz haben, sich mit den Fibrillen eines
benachbarten Fibrillenbündels zu vermischen und in einem weiteren Verfahrensschritt
verstreckt werden,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die Fibrillenbündel in einem weiteren, dem genannten Zusammenführen der Fibrillen
vorangehenden Verfahrensschritt beölt werden,
- und dass nach dem Strecken in einem weiteren Verfahrensschritt die Fibrillenbündel
texturiert werden
- und dass die Fibrillenbündel durch entsprechendes Führen zwischen den Stufen des
herkömmlichen Herstellungsverfahrens, Spinnen, Strecken und Texturieren so geführt
werden, dass sie ihre durch die gegenseitige Lage der Spinndüsen gegebene gegenseitige
Lage der Fibrillenbündel beibehalten,
und in dieser Form als nebeneinanderliegende, sich in keinem Falle überkreuzende
Fibrillenbündel, deren Fibrillen in den Grenzzonen nicht oder in einer reproduzierbaren
Weise vermischt sind, dem Strecken und dem Texturieren zugeführt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fibrillenbündel im genannten
Verfahrensschritt, in welchem die Fibrillen zusammengeführt werden, eine Vorverwirbelung
erfahren.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fibrillenbündel im genannten
Verfahrensschritt, in welchem die Fibrillen zusammengeführt werden, in einer Drallstufe
einen Falsch-Drall erfahren.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass dabei die Fibrillenbündel
einzeln durch Ösen laufen, in denen durch entsprechende Luftführung ein Luftwirbel
erzeugt wird, durch welchen die Fibrillenbündel den Falsch-Drall erfahren.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftwirbel für benachbarte
Fibrillenbündel eine entgegengesetzte Richtung hat.
6. Verfahren einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte
reproduzierbare Weise der Vermischung der Fibrillen in den Grenzzonen über die Stärke
und Menge des Luftstroms gesteuert wird.
7. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Drall vor dem Strecken
der Fibrillenbündel gestoppt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine zweite Beölung (14.2)
mit einer Beölungsfläche vorgesehen ist, welche zur Beölungsfläche für die erste Beölung
(14.1) senkrecht steht.
9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für die Beölung die Fibrillenbündel
separiert nebeneinander über eine Beölungsfläche laufen, auf welcher die Fibrillenbündel
zu Bändchen verbreitert und die einzelnen Bändchen separat darübergeführt werden.
10. Vorrichtung zur Herstellung eines ungezwirnten Garns aus mindestens zwei unterschiedlichen
Fibrillenbündeln (a,b,c),
welche aus Spinndüsen austreten die in einer Linie angeordnet sind und wobei die Vorrichtung
folgendes umfasst:
- Mittel, um die Fibrillen der Fibrillenbündel nach dem Spinnen so zusammenzuführen,
dass die Fibrillen der einzelnen Fibrillenbündel weniger die Tendenz haben, sich mit
den Fibrillen eines benachbarten Fibrillenbündels zu vermischen
- sowie Mittel (12) zum Strecken der Fibrillenbündel,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen den Spinndüsen und den vorgenannten Mitteln (26), welche die Fibrillen
zusammenführen, ein Beölungsmittel (21,25) vorgesehen ist,
auf dem die Fibrillenbündel als einzelne Bündel separiert darüber geführt werden,
dass nach den Mitteln zum Strecken (12) noch Mittel zum Texturieren (13) der Fibrillenbündel
sowie Führungsmittel (22,23,24,27,31) vorgesehen sind, die die Fibrillenbündel in
dieser Form als nebeneinanderliegende, sich in keinem Falle überkreuzende Fibrillenbündel,
deren Fibrillen in den Grenzzonen nicht oder in einer reproduzierbaren Weise vermischt
sind, dem Strecken und Texturieren zugeführt werden.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
dass die genannten Mittel (26) um die Fibrillen in der vorgenannten Art zusammenzuführen,
Ösen (35 a,b,c) sind, durch welche die Fibrillenbündel (a,b,c) durchlaufen,
wobei jede Öse einen in die Öse mündenden Luftkanal (37 a,b,c) aufweist,
und zwar derart, dass durch entsprechende Luftführung die einzelnen Fibrillen in der
genannten Art zusammengeführt werden,
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftkanal (37 a,b,c)
tangential in die Öse (35 a,b,c) mündet.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass jede Öse einen in die Öse
mündenden Fadeneinführungsschlitz (38 a,b,c) aufweist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Fadeneinführungsschlitz
(38 a,b,c) tangential in die Ösen (35 a,b,c) mündet.
15. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der
Luftkanal (37 a,b,c) und der Fadeneinführschlitz (38 a,b,c) auf der ihnen entgegengesetzten
Richtung in die Öse (35 a,b,c) münden, so dass der Luftwirbel möglichst wenig gestört
wird.
16. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die
Luftkanäle (37 a,b,c) und die Fadeneinführschlitze (38 a,b,c) in benachbarten Ösen
(35 a,b,c) so angeordnet sind, dass die Richtung der Luftwirbel von benachbarten Ösen
entgegengesetzt ist.
1. A method for producing non-twisted yarns made from at least two different bundles
of fibrils, in which the fibrils of the bundles of fibrils are joined after the spinning
in a further process step in such a way that the fibrils of the individual bundles
of fibrils have a lesser tendency to mix with the fibrils of an adjacent bundle of
fibrils, and are streched in a further process step,
characterized in that
- the bundles of fibrils are oiled in a further process step preceding the aforementioned
joining of the fibrils,
- that after the stretching the bundles of fibrils are textured in a further process
step;
- and that the bundles of fibrils are guided by respective guidance between the stages
of the common manufacturing method, namely spinning, stretching and texturing, in
such a way that they maintain the mutual position of the bundles of fibrils given
by the mutual position of the spinnerets,
and are supplied in this form to stretching and texturing as adjacently situated
bundles of fibrils which in no case cross one another and whose fibrils in the border
zones are not mixed or mixed in a reproduceable manner.
2. A method as claimed in claim 1, characterized in that the bundles of fibrils are subjected
to a preliminary intermingling in the aforementioned process step in which the fibrils
are joined.
3. A method as claimed in claim 1, characterized in that the bundles of fibrils are subjected
in the aforementioned process step in which the fibrils are joined to a false twist
in a torsion stage.
4. A method as claimed in claim 3, characterized in that in this process the bundles
of fibrils run individually through eyes in which a respective air vortex is produced
by a respective guidance of the air, as a result of which the bundles of fibrils are
subjected to the false twist.
5. A method as claimed in claim 4, characterized in that the air vortex has an opposite
direction for adjacent bundles of fibrils.
6. A method as claimed in one of the preceding claims, characterized in that the aforementioned
reproduceable manner of the mixture of the fibrils in the border zones is controlled
through the strength and quantity of the air flow.
7. A method as claimed in claim 3, characterized in that the twist is stopped before
the stretching of the bundles of fibrils.
8. A method as claimed in claim 1, characterized in that a second oiling means (14.2)
with an oiling surface is provided which is perpendicular to the oiling surface for
the first oiling means (14.1).
9. A method as claimed in claim 1, characterized in that for the oiling the bundles of
fibrils run separated from one another over an oiling surface on which the bundles
of fibrils are widened into small ribbons and the individual ribbons are guided over
it separately.
10. An apparatus for producing a non-twisted yarn made of at least two different bundles
of fibrils (a, b, c) which exit from spinnerets arranged in a line, and with the apparatus
comprising the following:
- means in order to join the fibrils of the bundles of fibrils after the spinning
in such a way that the fibrils of the individual bundles of fibrils have a lesser
tendency to mix with the fibrils of an adjacent bundle of fibrils
- as well as means (12) for stretching the bundles of fibrils,
characterized in that
an oiling means (21, 25) is provided between the spinnerets and the aforementioned
means (26) which join the fibrils, on which oiling means the bundles of fibrils are
guided separately as individual bundles, and that after the means for stretching (12)
means are provided for texturing (13) the bundles of fibrils and guide means (22,
23, 24, 27, 31) are provided which supply the bundles of fibrils in this form to stretching
and texturing as adjacently situated bundles of fibrils which in no case cross one
another and whose fibrils in the border zones are not mixed or mixed in a reproduceable
manner.
11. An apparatus as claimed in claim 10, characterized in that the aforementioned means
(26) for joining the fibrils in the aforementioned manner are eyes (35 a, b, c) through
which the bundles of fibrils (a, b, c) pass, with each eye having an air duct (37
a, b, c) opening into the eye, namely in such a way that the individual fibrils are
joined in the aforementioned manner by a respective guidance of the air.
12. An apparatus as claimed in claim 11, characterized in that the air duct (37 a, b,
c) opens tangentially into the eye (35 a, b, c).
13. An apparatus as claimed in claim 11, characterized in that each eye is provided with
a yarn threading slot (38 a, b, c) opening into the eye.
14. An apparatus as claimed in claim 13, characterized in that the yarn threading slot
(38 a, b, c) opens tangentially into the eyes (35 a, b, c).
15. An apparatus as claimed in one of the preceding claims, characterized in that the
air duct (37 a, b, c) and the yarn threading slot (38 a, b, c) open into the eye (35
a, b, c) in the direction opposite to the same, so that the air vortex is disturbed
as little as possible.
16. An apparatus as claimed in one of the preceding claims, characterized in that the
air ducts (37 a, b, c) and the yarn threading slots (38 a, b, c) are arranged in adjacent
eyes (35 a, b, c) in such a way that the direction of the air vortices is opposite
of adjacent eyes.
1. Procédé utilisé pour la fabrication de fils non retordus à partir d'au moins deux
faisceaux de filaments différents, dans lequel, après le filage, les filaments des
faisceaux de filaments sont rassemblés, dans une étape de procédé ultérieure, de telle
sorte que les filaments des faisceaux de filaments individuels aient moins tendance
à se mélanger avec les filaments d'un faisceau de filaments voisin, et sont étirés
dans une étape de procédé ultérieure,
caractérisé par le fait que
- les faisceaux de filaments sont huilés dans une étape de procédé ultérieure qui
précède ledit rassemblement des filaments,
- et que les faisceaux de filaments sont texturés après l'étirage, dans une étape
de procédé ultérieure,
- et que, entre les étapes du procédé de fabrication traditionnelles, filage, étirage
et texturation, les faisceaux de filaments sont guidés par une guidage correspondant,
de telle sorte qu'ils maintiennent leur position réciproque qui est donnée par la
position réciproque des buses de filage,
et, sous cette forme, sont dirigés vers l'étirage et la texturation, en tant que
faisceaux de filaments reposant l'un à côté de l'autre, qui ne se croisent en aucun
cas, et dont les filaments ne sont pas mélangés ou sont mélangés d'une manière reproduisible,
dans les zones limites.
2. Procédé selon revendication 1,
caractérisé par le fait que,
dans ladite étape de procédé dans laquelle les filaments sont rassemblés, les faisceaux
de filaments subissent un prétour-billonnage.
3. Procédé selon revendication 1,
caractérisé par le fait que,
dans ladite étape de procédé dans laquelle les filaments sont rassemblés, les faisceaux
de filaments subissent une fausse torsion dans une étape de torsion.
4. Procédé selon revendication 3,
caractérisé par le fait que,
dans ce procédé, les faisceaux de filaments se déplacent individuellement à travers
des oeillets dans lesquels un tourbillon d'air est produit à l'aide d'un guidage d'air
correspondant, tourbillon d'air par lequel les faisceaux de filaments subissent la
fausse torsion.
5. Procédé selon revendication 4,
caractérisé par le fait que
le tourbillon d'air possède une direction opposée pour les faisceaux de filaments
voisins.
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que
ladite manière reproduisible de mélanger les filaments, dans les zones limites, est
commandée via la puissance et la quantité du courant d'air.
7. Procédé selon revendication 3,
caractérisé par le fait que
la torsion est arrêtée avant l'étirage des faisceaux de filaments.
8. Procédé selon revendication 1,
caractérisé par le fait
qu'un deuxième huilage (14.2) est prévu avec une surface de huilage qui se tient perpendiculaire
à la surface de huilage prévue pour le premier huilage (14.1).
9. Procédé selon revendication 1,
caractérisé par le fait que,
pour le huilage, les faisceaux de filaments se déplacent, séparés l'un de l'autre,
sur une surface de huilage, sur laquelle les faisceaux de filaments sont élargis en
bandelettes, et les bandelettes individuelles sont guidées séparément sur celle-ci.
10. Dispositif utilisé pour la fabrication d'un fil non retordu à partir d'au moins deux
faisceaux de filaments différents (a, b, c) sortant de buses de filage qui sont disposées
en ligne, et où le dispositif est constitué:
- de moyens pour rassembler, après le filage, les filaments des faisceaux de filaments,
de telle sorte que les filaments des faisceaux de filaments individuels aient moins
tendance à se mélanger avec les filaments d'un faisceau de filaments voisin,
- ainsi que de moyens (12) utilisés pour étirer les faisceaux de filaments,
caractérisé par le fait
que, entre les buses de filage et lesdits moyens (26) qui rassemblent les filaments,
un moyen de huilage (21, 25) est prévu, sur lequel les faisceaux de filaments sont
guidés séparément en tant que faisceaux individuels,
que, après les moyens servant à l'étirage (12), des moyens servant à la texturation
(13) des faisceaux de filaments ainsi que des moyens de guidage (22, 23, 24, 27, 31)
sont également prévus, lesquels dirigent, sous cette forme, vers l'étirage et la texturation,
les faisceaux de filaments en tant que faisceaux de filaments reposant l'un à côté
de l'autre, qui ne se croisent en aucun cas, et dont les filaments ne sont pas mélangés
ou sont mélangés d'une manière reproduisible, dans les zones limites.
11. Dispositif selon revendication 10,
caractérisé par le fait que
lesdits moyens (26) servant à rassembler les filaments de la manière citée auparavant,
sont des oeillets (35a, b, c) à travers lesquels se déplacent les faisceaux de filaments
(a, b, c), et où chaque oeillet possède un canal d'air (37a, b, c) qui débouche dans
l'oeillet, et ceci de telle manière que, par un guidage d'air correspondant, les filaments
individuels sont rassemblés de ladite manière.
12. Dispositif selon revendications 11,
caractérisé par le fait que
le canal d'air (37a, b, c) débouche tangentiellement dans l'oeillet (35a, b, c).
13. Dispositif selon revendications 11,
caractérisé par le fait que
chaque oeillet possède une fente d'introduction de fil (38a, b, c) débouchant dans
l'oeillet.
14. Dispositif selon revendications 13,
caractérisé par le fait que
la fente d'introduction de fil (38a, b, c) débouche tangentiellement dans l'oeillet
(35a, b, c).
15. Dispositif selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que
le canal d'air (37a, b, c) et la fente d'introduction de fil (38a, b, c) débouchent
dans l'oeillet (35a, b, c) dans des direction opposées, de telle manière que le tourbillon
d'air soit perturbé le moins possible.
16. Dispositif selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que
les canaux d'air (37a, b, c) et les fentes d'introduction de fil (38a, b, c) sont
disposés dans des oeillets voisins (35a, b, c) de telle manière que la direction des
tourbillons d'air soit opposée dans des oeillets voisins.