| (19) |
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(11) |
EP 0 436 881 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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06.04.1994 Patentblatt 1994/14 |
| (22) |
Anmeldetag: 18.12.1990 |
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| (54) |
Überspannungsableiter
Surge voltage arrester
Dérivateur de surtensions
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK FR GB IT LI NL SE |
| (30) |
Priorität: |
12.01.1990 DE 4000717
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.07.1991 Patentblatt 1991/29 |
| (73) |
Patentinhaber: Hermann Kleinhuis GmbH. & Co. KG |
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D-58507 Lüdenscheid (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Balzer, Manfred
W-5880 Lüdenscheid (DE)
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| (74) |
Vertreter: Buse, Karl Georg, Dipl.-Phys. |
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Patentanwälte Dipl.-Phys. Buse
Dipl.-Phys. Mentzel
Dipl.-Ing. Ludewig
Postfach 20 14 62 42214 Wuppertal 42214 Wuppertal (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 639 533 DE-U- 8 811 986
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DE-A- 3 805 890
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Überspannungsableiter für elektrische Anlagen,
bestehend aus einem Gehäuseteil und einem Einsteckelement, wobei das Einsteckelement
mit einem Stellglied, einer Defektanzeige sowie mit Kontaktzungen ausgestattet ist,
denen entsprechende Gegenkontaktelemente zugeordnet sind, wobei zwischen diesen Kontaktzungen
Überspannungsschutzelemente, wie Varistoren, angeordnet sind.
[0002] Ein derartiger Überspannungsableiter ist beispielsweise aus der DE-C 36 39 533 bekannt.
Bei dieser Anordnung besteht der Überspannungsableiter aus einem etwa U-förmigen Gehäuseunterteil
mit Kontaktzungen an den Schenkeln des Unterteiles sowie einem etwa quaderförmigen
Gehäuseoberteil mit in die Kontaktzungen einsetzbaren, an den Schmalseiten austretenden
Kontaktschienen bzw. Messern, wobei zwischen letzteren die Überspannungselemente,
wie z.B. Varistoren, angeordnet sind sowie gegebenenfalls im Oberteil einer Defektanzeige.
Dabei sind zur Aufnahme der Kontaktschienen an den Innenseiten der Schenkel des Unterteiles
Schlitzführungen vorgesehen, so daß das Gehäuseoberteil von oben her in das Unterteil
eingeführt werden kann. Außerdem ist eine die Schenkelstirnflächen vollständig verdeckende
Blende vorgesehen, aus der lediglich der das Gehäuseunterteil überragende Teil des
Gehäuseoberteils hindurchragt, wobei im Bereich dieser Stirnfläche des Gehäuseoberteils
die Defektanzeige angeordnet ist. Eine derartige Anordnung eines Überspannungsableiters
hat an sich den Vorteil einer kompakten und relativ glattflächigen Bauweise sowie
auch einer guten elektrischen Sicherheit, da eine Berührung der Stromführenden Teile
z.B. beim Auswechseln eines defekten Gehäuseoberteils unmöglich ist. Nachteilig ist
bei der vorbekannten Ausführungsform eines Überspannungsableiters, daß der an der
Defektanzeige sichtbare Zustand des Überspannungsschutzelementes nur an diesem Überspannungsableiter
selbst abgelesen werden kann.
[0003] Aus der DE-A 38 05 890 ist ein Überspannungsableiter der hier interessierenden Art
bekanntgeworden, der mit einer Einrichtung zur Fernanzeige eines Defektes ausgerüstet
ist. Es geht dabei um eine Vorrichtung zur Funktionsüberwachung von Überspannungsableitern
mit Defektanzeige und einem Schaltelement, welches mindestens beim Ausfall des Überspannungsableiters
durch die Defektanzeige betätigbar ist. Bei der konkreten Ausführungsform einer solchen
Vorrichtung besteht das Schaltelement aus einem elektrischen Schalter, einer diesen
betätigbaren Schubstange sowie die Schubstange aus der einen Endstellung in die andere
Endstellung verstellenden Stellgliedern. Jedem Überspannungsableiter ist dabei ein
separates Stellglied zugeordnet, welches bei defektem Überspannungsableiter von dem
Defektanzeigeelement betätigbar ist. Diese bekannte Vorrichtung kann nicht mit einer
im Bedarfsfall einsetzbaren zusätzlichen Defektanzeige versehen werden.
[0004] Der Erfindung liegt demnach die Aufgabe zugrunde, den bekannten Überspannungsableiter
unter Beibehaltung der bisherigen Vorteile, insbesondere der kompakten Bauweise, mit
einer im Bedarfsfall einsetzbaren zusätzlichen Defektanzeige zu versehen.
[0005] Gelöst wird diese Aufgabe gemäß der Erfindung dadurch, daß der Überspannungsableiter
einen wahlweise ein Zusatzmodul zur Fernanzeige des Defektes oder ein Blindmodul aufnehmenden
Unterbringungsraum aufweist, wobei das Zusatzmodul bzw. das Blindmodul in den Unterbringungsraum
einführbar ist. Auf diese Weise wird es mit einfachen Mitteln erstmals möglich, den
Zustand des in dem austauschbaren Gehäuseoberteil oder Einsteckelement befindlichen
Überspannungsschutzelementes sowohl an dem Überspannungsableiter selbst sowie auch
an einer entfernt gelegenen Fernanzeige sichtbar zu machen, und zwar unter Beibehaltung
der bisher üblichen Kompaktbauweise. Denn sowohl für das bei Bedarf in den Unterbringungsraum
einsetzbare Zusatzmodul als auch für das Blindmodul wird kein zusätzlicher Platz beansprucht.
Diese Bauteile sind vielmehr vollkommen in den Überspannungsableiter integriert.
[0006] Bei der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Unterbringungsraum in dem
Gehäuseteil des Überspannungsableiters integriert. Hierdurch wird bei Einhaltung der
kompakten Bauweise eine einfache Unterbringung des Zusatz- bzw. Blindmoduls in dem
Überspannungsableiter erreicht, die es ermöglicht, das Einsteckelement ohne Entfernen
z.B. des Zusatzmoduls auswechseln zu können.
[0007] Es empfiehlt sich, das Gehäuseteil eine etwa U-förmige Gestalt und das mit diesem
in Wirkverbindung stehende Einsteckelement eine etwa quadratische Gestalt aufweisen
zu lassen. Dabei ist die Defektanzeige vorzugsweise an der Oberseite des Einsteckelementes
angeordnet.
[0008] Zweckmäßig ist es, das Einsteckelement an der der Defektanzeige gegenüberliegenden
Unterseite mit zwei Kontaktzungen auszustatten, so daß beim Auswechseln eines defekten
Einsteckelementes auf ein Entfernen der Abdeckplatte gänzlich verzichtet werden kann,
da die unterseitig angeordneten Kontaktzungen seitlich nicht hervorstehen.
[0009] Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung weist das Einsteckelement ein Unverwechselbarkeitsmerkmal
vorzugsweise in Form von an seinen Seitenwänden befindlichen, unterschiedlich breiten
Führungsnuten auf, wodurch es gegen ein falsches Einstecken gesichert ist.
[0010] Es empfiehlt sich, an der Unterseite des Gehäuseteiles Haltevorrichtungen zwecks
Zusammenwirkens mit einer Führungsschiene anzuordnen.
[0011] Zweckmäßig ist es, daß die mit den unterseitigen Kontaktzungen der Einsteckelemente
zusammenwirkenden Gegenkontaktelemente als im mittleren Bereich des Gehäuseteiles
angeordnete Endabschnitte von durch des Gehäuseteil hindurchgerührten Kontaktelementen
ausgebildet sind. Aus diese Weise können die Kontaktzungen des auswechselbaren Einsteckelementes
einfachst möglich mit entsprechenden, im Gehäuseteil befindlichen Gegenkontakten zusammenwirken
und über diese mit den elektrischen Stromanschlüssen verbunden werden.
[0012] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist das Zusatzmodul eine mit
dem Stellglied des Einsteckelementes zusammenwirkende Schalteinrichtung auf. Dabei
weist zweckmäßig das Zusatzmodul eine Durchtrittsöffnung sowie ein mit der Schalteinrichtung
in Wirkverbindung stehendes Betätigungselement auf und im benachbarten Bereich das
Einsteckelement ebenfalls eine Durchtrittsöffnung zweck Durchtritts des keilförmig
ausgebildeten Endes des Stellgliedes. Auf diese Weise wird eine einfache Übertragung
einer eventuell auftretenden Zustandsänderung, also eines Defektes, an dem in dem
Einsteckelement befindlichen Überspannungsschutzelement über die im Zusatzmodul angeordnete
Schalteinrichtung auf eine Fernanzeige verwirklicht.
[0013] Dabei ist es außerdem zweckmäßig, daß das Stellglied drehbar um einen Stift gelagert
ist und an seinem oberen Ende mit der Defektanzeige über einen Zapfen ausweichbar
verbunden ist, so daß der aufgetretene Defekt gleichzeitig mit der Fernanzeige auch
an dem Überspannungsableiter selbst über die Defektanzeige angezeigt werden kann.
[0014] Aus dem Stand der Technik sind außerdem Überspannungsableiter bekannt, die in Verbindung
mit einem einen Defekt anzeigenden Stellglied mit einem Sicherungsband ausgestattet
sind, wobei der in dem Einsteckelement befindliche Varistor mit dem Sicherungsband
verbunden ist. Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht nun darin, eine derartige
Ausführungsform in der Weise zu verbessern, daß bei einer Erhöhung der Flexibilität
des Sicherungsbandes sowohl ein Schutz vor großen Überspannungen, (wie Blitzen) als
auch ein Schutz vor wiederholt auftretenden, kleinen Überspannungen gewährleistet
ist. Zur Lösung dieser Aufgabe ist der mit einem Sicherungsband ausgestattete Überspannungsableiter
derart ausgebildet, daß das Sicherungsband flexibel, S-förmig gefaltet ausgebildet
ist, mit dem in dem Einsteckelement befindlichen Varistor über eine eutektische Lötstelle
verbunden ist und außerdem eine zusätzliche Sollbruchstelle aufweist. Durch diese
flexible, S-förmig gefaltete und nicht wie bisher ebene Gestaltung des Sicherungsbandes
ist einmal gewährleistet, daß infolge der durch Formgebung und Materialeigenschaft
erreichten, erhöhten Flexibilität dieses Sicherungsbandes das Stellglied immer eine
den Defekt anzeigende Bewegung ausführen kann. Im weiteren werden durch eine derartige
Ausgestaltung zwei in Reihe liegende Auslöseelemente geschaffen, so daß sowohl bei
energiereichen Überspannungen, z.B. nahen Blitzeinschlägen, durch Zerstörung der Sollbruchstelle
im Sicherungsband, als auch bei wiederholt auftretenden kleinen Überspannungen, da
in diesem Falle durch den sich ständig erhöhenden Leckstrom des Varistors die eutektische
Lötstelle bei einer vorgegebenen Maximal-Temperatur schmilzt, eine Abtrennung des
Varistors vom Netz und die Meldung des Defekt-Zustandes erfolgt.
[0015] Es empfiehlt sich, das Stellglied im Bereich seines keilförmigen Endes einen Bolzen
aufweisen zu lassen, der im Bereich der Sollbruchstelle mit dem Sicherungsband verbunden
ist, so daß das Stellglied ständig mit dem Sicherungsband verbunden ist, solange die
Sollbruchstelle nicht zerstört wurde.
[0016] Zweckmäßig ist es zudem, das in den Unterbringungsraum bedarfsweise einsetzbare Blindmodul
eine Durchtrittsöffnung aufweisen zu lassen, so daß auch bei eingesetztem Blindmodul
die Möglichkeit einer Anzeige eines defekten Überspannungsschutzelementes im Einsteckelement
über die Defektanzeige erhalten bleibt.
[0017] Die Erfindung ist in Ausführungsbeispielen auf der Zeichnung dargestellt und wird
nachfolgend näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen erfindungsgemäßen Überspannungsableiter in einer explosionsartigen Darstellung,
- Fig. 2
- den erfindungsgemäßen Überspannungsableiter komplett zusammengesetzt in einer weggebrochenen
Seitenansicht,
- Fig. 3
- einen Schnitt durch den Überspannungsableiter entlang der Linie III - III der Fig.
2,
- Fig. 4
- eine Oberansicht einer ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Überspannungsableiters,
- Fig. 5
- eine Oberansicht einer weiteren Ausführungsform des Überspannungsableiters,
- Fig. 6
- einen Schnitt durch das Einsteckelement gemäß der Linie VI-VI der Fig. 2.
[0018] Der aus der Fig. 1 ersichtliche, nur eine beispielsweise Ausgestaltung der Erfindung
darstellende Überspannungsableiter für elektrische Anlagen, insbesondere Niederspannungsanlagen,
ist generell mit 10 bezeichnet und besteht im wesentlichen aus einem etwa U-förmigen
Gehäuseteil 11, einem etwa quadratischen Einsteckelement 12 und einem an einer Seite
des Gehäuseteiles 11 vorgesehenen Unterbringungsraum 13, in den bedarfsweise ein Zusatzmodul
14 zur Fernanzeige eines Defektes eingebracht werden kann und der darüber hinaus auch
zur Aufnahme eines aus der Fig. 1 nicht ersichtlichen Blindmoduls ausgebildet ist.
Das U-förmige Gehäuseteil 11 ist an seiner Unterseite 15 mit verschiedenen Haltevorrichtungen
16,17 und 18 versehen, um hierüber den Überspannungsableiter 10 mit einer in den Figuren
der Zeichnungen nicht dargestellten Führungsschiene in Wirkverbindung kommen zu lassen.
Das etwa quadratische Einsteckelement 12 weist an seiner Oberseite 19 eine Defektanzeige
2o auf, und ist an der gegenüberliegenden Unterseite 21 mit zwei sich in Steckrichtung
verjüngenden Kontaktzungen 22 und 23 ausgestattet. Im weiteren ist an der dem Unterbringungsraum
13 des Gehäuseteiles 11 zugewandten Seite des Einsteckelementes 12 dessen Unterseite
21 benachbart ein aus diesem Einsteckelement 12 herausragendes Ende 24 eines in der
Fig. 1 nicht ersichtlichen Stellgliedes angeordnet.
[0019] Das aus der Fig. 1 ersichtliche Zusatzmodul 14 hat im wesentlichen eine rechteckförmige
Gestalt und weist an seiner Rückseite liegend eine Abstützschulter 25 auf, die im
zusammengefügten Zustand des Überspannungsableiters 1o mit einer entsprechenden, im
Bereich des Unterbringungsraumes 13 des Gehäuseteiles 11 dafür vorgesehenen Gegenabstützschulter
26 zusammenwirkt. Außerdem ist an der Unterseite des Zusatzmoduls 14 ein Führungssteg
27 zwecks Einführung in eine an dem Gehäuseteil 11 befindliche, entsprechende Ausnehmung
43 vorgesehen.
[0020] Die Fig. 2 der Zeichnung zeigt nun den detaillierten Aufbau des erfindungsgemäßen,
komplett zusammengesetzten Überspannungsableiters 10:
[0021] Das mit den verschiedenen Haltevorrichtungen 16,17,18 versehene U-förmige Gehäuseteil
11 weist im Bereich seiner Seitenflächen 28,29 jeweils eine Durchtrittsöffnung 3o,31
zur Verbindung mit den elektrischen Stromanschlüssen auf. Im Bereich dieser Durchtrittsöffnungen
30,31 befinden sich an jeder Seite des Gehäuseteiles 11 in dafür vorgesehenen Aufnahmen
31,33 Kontaktelemente 34,35, die in der in Fig. 2 gezeigten Ausführung über Befestigungsmittel,
wie Schrauben und damit zusammenwirkenden Kabelklemmen od.dgl. in diesen Aufnahmen
32,33 mit den Anschlußkabeln zusammenwirken. Die Kontaktelemente 34,35 sind in der
in Fig. 2 gezeigten Weise durch verschiedene Durchtrittsöffnungen durch das Gehäuseteil
11 hindurchgeführt, in der Weise, daß ihre rechtwinklig nach oben gebogen ausgebildeten
Endabschnitte 36,37 in Aufnahmen 38,39 festgelegt sind, die sich unmittelbar unter
dem zur Aufnahme des Einsteckelementes 12 vorgesehenen, mittleren Bereich 4o des Gehäuseteiles
11 befinden. Auf diese Weise können dann über im mittleren Bereich 4o des Gehäuseteiles
11 befindliche Durchtrittsöffnungen 41,42, die ihrerseits seitlich versetzt zueinander
angeordnet sind, die Kontaktzungen 22,23 des Einsteckelementes 12 mit den Endabschnitten
36,37 der Kontaktelemente 34,35 in Wirkverbindung gebracht werden. Das Kontaktelement
35 steht dabei im Bereich der Haltevorrichtungen 16 und 17 über nicht näher bezeichnete
Befestigungsmittel mit einen erdseitigen Verbindungselement 69 in Wirkverbindung.
[0022] Der neben dem mittleren Bereich 4o aus der Fig. 1 bereits ersichtliche, am Gehäuseteil
11 befindliche Unterbringungsraum 13 für ein Zusatzmodul 14 weist an seinem der Seitenfläche
29 benachbart liegenden Bereich eine Führungsnut auf, in die ein entsprechend an dem
Zusatzmodul 14 bzw. entsprechend an einem Blindmodul angeformter Führungssteg eingreifen
kann, d.h. also, das Zusatzmodul 14 kann von oben her in das Gehäuseteil 11 eingeführt
werden, wobei in der Endlage der unterseitige Führungssteg 27 dieses Zusatzmodul 14
in eine in dem Unterbringungsraum 13 des Gehäuses 11 befindliche Ausnehmung 43 eingreift.
Die an der Rückseite das Zusatzmoduls 14 befindliche Abstützschulter 25 liegt dann
auf der entsprechenden Gegenabstützschulter 26 des Gehäuseteiles 11 auf.
[0023] Das mit dem mittleren Bereich 4o des Gehäuseteiles 11 zusammenwirkende Einsteckelement
12, das in seinem oberen Bereich mit einer Abdeckplatte 44 zusammenwirkt, ist in seinem
Inneren mit einem handelsüblichen, und deshalb in den Figuren der Zeichnung nur schematisch
dargestellten Varistor 45 ausgestattet, der eine Silizium-Karbid-Pulverscheibe 83
aufweist und an dessen Endbereichen zwei Anschlußkontaktfahnen 46,47 vorgesehen sind.
Diese Anschlußkontaktfahnen 46,47 wirken in der weiter unten noch zu beschreibenden,
insbesondere aus der Fig. 6 ersichtlichen Art und Weise mit den Kontaktelementen 22
und 23 des Einsteckelementes 12 zusammen. Der Varistor 45 wird, wie auch aus Fig.
3 ersichtlich, von einer Isolierplatte 48 abgedeckt, auf deren dem Varistor 45 abgewandten
Seite ein Stift 49 zur Aufnahme des bereits erwähnten Stellgliedes 5o angeordnet ist,
dessen unteres Ende 24 zur Außenseite hin keilförmig ausgebildet ist und in der in
Fig. 1 gezeigten Lage durch eine Durchtrittsöffnung 51 des Einsteckelementes 12 hindurchragt.
Das Stellglied 5o ist also drehbar um den Stift 49 gelagert und wirkt an seinem oberen
Ende 52 über eine längliche Ausnehmung 53 mit einem an der Defektanzeige 2o angeformten
Zapfen 54 ausweichbar zusammen, d.h. die Defektanzeige 2o kann über das obere Ende
52 des Stellgliedes 5o verstellt werden. Die Defektanzeige 2o ist dabei in ihrer von
außen sichtbaren Seite mit verschiedenen Farbmarkierungen versehen und wirkt außerdem
über den Zapfen 54 mit einer Zugfeder 55 zusammen, die über einen an der Isolierplatte
48 befindlichen Steg 56 abgestützt wird und deren der Defektanzeige 2o gegenüberliegendes
Ende mit einem an der Isolierplatte 48 angeformten weiteren Stift 57 zusammenwirkt.
[0024] Das in den Unterbringungsraum 13 des Gehäuseteiles 11 einsteckbare Zusatzmodul 14
weist in seinem Inneren eine Schalteinrichtung 77 auf, mit einem Kunststoffelement
58, das über Bolzen 59 und 6o befestigt ist. In dieses Kunststoffelement 58 ist an
jeder Seite ein elektrischer Kontakt 61 und 62 eingebettet, zwischen denen sich hindurch,
ebenfalls in das Kunststoffelement 58 eingebettet, ein Federkontaktbügel 63 erstreckt.
Dieser wirkt an seinem unteren Ende mit einer Übertotpunktfeder 64 zusammen, die im
der Durchtrittsöffnung 51 des Einsteckelementes 12 benachbarten Bereich mit einem
keilförmigen Kunststoffelement 65 zusammenwirkt. Dieses Kunststoffelement 65 wirkt
über eine Durchtrittsöffnung 66 mit dem aus dem Einsteckelement 12 herausragenden
Ende 24 des Stellgliedes 5o zusammen, d.h. also, daß bei Beaufschlagung dieses Kunststoffelement
65 durch das über eine Zustandsänderung im Einsteckelement 12 in eine Drehbewegung
versetzte Stellglied 5o über die Übertotpunktfeder 64 der Federkontaktbügel 63 von
einer ersten Kontaktstellung mit dem Kontakt 62 in eine zweite Kontaktstellung mit
dem Kontakt 61 überführt wird, so daß hierüber die in dem Einsteckelement 12 vollzogene,
und an der Defektanzeige 2o sichtbare Zustandsänderung zusätzlich an einer Fernanzeige
sichtbar gemacht werden kann. Dabei sind außerdem die Kontakte 61 und 62 sowie der
Federkontaktbügel 63 an der der Übertotpunktfeder 64 abgewandten Seite über im Bereich
oberhalb der Abstützschulter 25 im Zusatzmodul 14 vorgesehene Anschlußvorrichtungen
67, die auch aus der Fig. 5 der Zeichnung zu erkennen sind, mit den stromzuführenden
Zuleitungen verbunden, die in am Zusatzmodul 14 dafür vorgesehene Aufnahmen 68 eingeführt
und mit nicht näher bezeichneten Befestigungsmitteln dort festgelegt werden können.
[0025] Aus den Fig. 3 und 6 der Zeichnung wird nun ersichtlich, wie die einzelnen Anschlußkontaktfahnen
46,47 des in dem Einsteckelement 12 befindlichen Varistors 45 mit den Kontaktzungen
22,23 in Wirkverbindung stehen. Diese Anschlußkontaktfahnen 46,47 haben in ihren Endabschnitten
84,85 eine im Querschnitt gesehen etwa L-förmige Gestalt und reichen mit diesen Endabschnitten
84,85 bis an den Boden 86 des Einsteckelementes 12 heran. Die Anschlußkontaktfahne
46 ist nun, wie aus der Fig. 6 ersichtlich, über eine eutektische Lötstelle 79 mit
einem flexiblen Sicherungsband 78 verbunden, welches eine etwa S-förmige Gestalt aufweist
und im Bereich des Bodens 86 des Einsteckelementes 12 dem Ende 24 des Stellgliedes
5o benachbart angeordnet ist. Dieses Sicherungsband 78 weist eine Sollbruchstelle
80 auf und wirkt im Bereich dieser Sollbruchstelle 80 mit dem keilförmig ausgebildeten
Ende 24 des Stellgliedes 5o über einen Bolzen 81 zusammen. Außerdem steht das gegenüberliegende
Ende des Sicherungsbandes 78 mit dem innerhalb des Einsteckelementes 12 befindlichen,
im Querschnitt ebenfalls etwa L-förmigen Ende der Kontaktzunge 22 in elektrischem
Kontakt. Die andere Anschlußkontaktfahne 47 wirkt demgegenüber unmittelbar mit dem
entsprechenden Ende der anderen Kontaktzunge 23 zusammen. Die Kontaktzungen 22,23
sind ihrerseits, siehe auch Fig. 2, über in den Figuren der Zeichnung nicht näher
bezeichnete, an der Rückwand des Einsteckelementes 12 befindliche Stifte in diesen
befestigt und wirken in der in Fig. 3 angezeigten Weise mit den im mittleren Bereich
4o des Gehäuseteiles 11 befindlichen, klemmbackenartig ausgebildeten Gegenkontaktelementen
75,76 zusammen.
[0026] In den Fig. 4 und 5 sind nun die beiden möglichen Ausführungsformen des erfindungsgemäßen
Überspannungsableiters 1o dargestellt, und zwar einmal aus Fig. 4 mit in den Unterbringungsraum
13 eingesetztem Blindmodul 7o, das an der dem Einsteckelement 12 zugewandten Seite
im Bereich der Durchtrittsöffnung 51 für das keilförmige Ende 24 des Stellgliedes
5o eine Durchtrittsöffnung 82 aufweist, so daß auch bei eingesetztem Blindmodul 70
ein Defekt des Überspannungsschutzelementes an der Defektanzeige 2o sichtbar gemacht
werden kann, und zum anderen aus Fig. 5 mit in den Unterbrechungsraum 13 eingesetztem
Zusatzmodul 14. Aus diesen beiden Figuren, sowie auch insbesondere aus Fig. 6 ist
außerdem ersichtlich, daß das Einsteckelement 12 ein Unverwechselbarkeitsmerkmal in
Form von an seinen Seitenwänden 71,72 befindlichen, unterschiedlich breiten Führungsnuten
73,74 aufweist.
[0027] Tritt nun beim Betrieb der mit diesem Überspannungsableiter 10 zu schützenden elektrischen
Anlage eine Störung auf, die einen Defekt des Überspannungsschutzelementes verursacht,
so kann dieser Defekt bei eingesetztem Blindmodul 70 über die Defektanzeige 2o und
bei eingesetztem Zusatzmodul 14 über die Defektanzeige 2o und eine Fernanzeige sichtbar
gemacht werden. Dabei wird durch die besondere Ausgestaltung des mit dem Varistoren
45 und dem Stellglied 5o in Wirkverbindung stehenden Sicherungsbandes 78 bzw. durch
die Art der Verbindung dieser Elemente untereinander erreicht, daß sowohl bei energiereichen
Überspannungen, wie z.B. nahen Blitzeinschlägen, als auch bei wiederholt auftretenden,
kleineren Überspannungen ein Schutz gewährleistet ist, da in dem einen Fall die Sollbruchstelle
zerstört wird und in dem anderen Fall die eutektische Lötstelle schmilzt, wodurch
danach jeweils über die beschriebenen Mittel die Anzeige eines Defektes ausgelöst
wird. Das jeweils defekte Überspannungsschutzelement kann dann durch einen Austausch
des Einsteckelementes 12 ersetzt werden, ohne dazu die mehrere Überspannungsableiter
überdeckende Abdeckplatte 44 entfernen zu müssen.
[0028] Wie bereits erwähnt, sind die dargestellten Ausführungsformen nur beispielsweise
Verwirklichungen der Erfindung, diese ist nicht darauf beschränkt. Es sind vielmehr
noch mancherlei Abänderungen und Ausbildungen möglich. So könnte z.B. das Zusatzmodul
auf eine andere Weise in dem Überspannungsableiter festgelegt sein, als in den Figuren
der Zeichnung dargestellt, ebenso ist eine andere Ausgestaltung des das Einsteckelement
aufnehmenden Gehäuseteiles denkbar.
Bezugszeichenliste:
[0029]
- 10
- Überspannungsableiter
- 11
- Gehäuseteil
- 12
- Einsteckelement
- 13
- Unterbringungsraum (an 11)
- 14
- Zusatzmodul
- 15
- Unterseite (von 11)
- 16
- Haltevorrichtung (an 15)
- 17
- Haltevorrichtung (an 15)
- 18
- Haltevorrichtung (an 15)
- 19
- Oberseite (von 12)
- 2o
- Defektanzeige
- 21
- Unterseite (von 12)
- 22
- Kontaktzunge
- 23
- Kontaktzunge
- 24
- Ende (von 5o)
- 25
- Abstützschulter (von 14)
- 26
- Gegenabstützschulter (von 11)
- 27
- Führungssteg (von 14)
- 28
- Seitenfläche (von 11)
- 29
- Seitenfläche (von 11)
- 30
- Durchtrittsöffnung
- 31
- Durchtrittsöffnung
- 32
- Aufnahme
- 33
- Aufnahme
- 34
- Kontaktelement
- 35
- Kontaktelement
- 36
- Endabschnitt (von 34)
- 37
- Endabschnitt (von 35)
- 38
- Aufnahme (für 36)
- 39
- Aufnahme (für 37)
- 40
- mittlerer Bereich (von 11)
- 41
- Durchtrittsöffnung (für 23)
- 42
- Durchtrittsöffnung (für 22)
- 43
- Ausnehmung (in 13)
- 44
- Abdeckplatte
- 45
- Varistor
- 46
- Anschlußkontaktfahne
- 47
- Anschlußkontaktfahne
- 48
- Isolierplatte
- 49
- Stift (an 48)
- 5o
- Stellglied
- 51
- Durchtrittsöffnung (für 24)
- 52
- oberes Ende (von 5o)
- 53
- längliche Ausnehmung
- 54
- Zapfen (an 2o)
- 55
- Zugfeder
- 56
- Steg (an 48)
- 57
- Stift (an 48)
- 58
- Kunststoffelement
- 59
- Bolzen (für 58)
- 60
- Bolzen (für 58)
- 61
- Kontakt
- 62
- Kontakt
- 63
- Federkontaktbügel
- 64
- Übertotpunktfeder
- 65
- Kunststoffelement (an 64)
- 66
- Durchtrittsöffnung (in 14 für 24)
- 67
- Anschlußvorrichtung
- 68
- Aufnahme
- 69
- erdseitiges Verbindungselement
- 70
- Blindmodul
- 71
- Seitenwand (von 12)
- 72
- Seitenwand (von 12)
- 73
- Führungsnut (an 71)
- 74
- Führungsnut (an 72)
- 75
- Gegenkontaktelement (bei 4o)
- 76
- Gegenkontaktelement (bei 4o)
- 77
- Schalteinrichtung (von 14)
- 78
- Sicherungsband
- 79
- eutektische Lötstelle
- 80
- Sollbruchstelle (von 78)
- 81
- Bolzen (an 5o bei 24)
- 82
- Durchtrittsöffnung
- 83
- Silizium-Karbid-Pulverscheibe
- 84
- Endabschnitt (von 46)
- 85
- Endabschnitt (von 47)
- 86
- Boden (von 12)
1. Überspannungsableiter für elektrische Anlagen, bestehend aus einem Gehäuseteil und
einem Einsteckelement, wobei das Einsteckelement mit einem Stellglied, einer Defektanzeige
sowie mit Kontaktzungen ausgestattet ist, denen entsprechende Gegenkontaktelemente
zugeordnet sind, wobei zwischen diesen Kontaktzungen Überspannungsschutzelemente,
wie Varistoren, angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Überspannungsleiter (10) einen wahlweise ein Zusatzmodul (14) zur Fernanzeige
des Defektes oder ein Blindmodul (70) aufnehmenden Unterbringungsraum (13) aufweist,
wobei das Zusatzmodul (14) bzw. Blindmodul (70) in den Unterbringungsraum (13) einführbar
ist.
2. Überspannungsableiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Unterbringungsraum
(13) in dem Gehäuseteil (11) des Überspannungsableiters (1o) integriert ist.
3. Überspannungsableiter nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
Gehäuseteil (11) eine etwa U-förmige Gestalt aufweist, und daß das mit diesem in Wirkverbindung
stehende Einsteckelement (12) eine etwa quadratische Gestalt aufweist.
4. Überspannungsableiter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Defektanzeige
(2o) an der Oberseite (19) des Einsteckelementes (12) angeordnet ist.
5. Überspannungsableiter nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Einsteckelement
(12) an der der Defektanzeige (2o) gegenüberliegenden Unterseite (21) mit zwei Kontaktzungen
(22,23) ausgestattet ist.
6. Überspannungsableiter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Einsteckelement
(12) ein Unverwechselbarkeitsmerkmal vorzugsweise in Form von an seinen Seitenwänden
(71,72) befindlichen, unterschiedlich breiten Führungsnuten (73,74) aufweist.
7. Überspannungsableiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Unterseite
des Gehäuseteiles (11) Haltevorrichtungen (16,17,18) zwecks Zusammenwirkens mit einer
Führungsschiene angeordnet sind.
8. Überspannungsableiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mit den Kontaktzungen
(22,23) zusammenwirkenden Gegenkontaktelemente (75,76) als im mittleren Bereich (4o)
des Gehäuseteiles (11) angeordnete Endabschnitte (36,37) von durch das Gehäuseteil
(11) hindurchgeführten Kontaktelementen (34,35) ausgebildet sind.
9. Überspannungsableiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zusatzmodul
(14) eine mit dem Stellglied (5o) des Einsteckelementes (12) zusammenwirkende Schalteinrichtung
(77) aufweist.
10. Überspannungsableiter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Zusatzmodul
(14) eine Durchtrittsöffnung (66) sowie ein mit der Schalteinrichtung (77) in Wirkverbindung
stehendes Betätigungselement (65) aufweist und das im benachbarten Bereich das Einsteckelement
(12) ebenfalls eine Durchtrittsöffnung (51) zwecks Durchtritts des keilförmig ausgebildeten
Endes (24) des Stellgliedes (5o) aufweist.
11. Überspannungsableiter nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Stellglied
(5o) drehbar um einen Stift (49) gelagert ist und an seinem oberen Ende (52) mit der
Defektanzeige (2o) über einen Zapfen (54) ausweichbar verbunden ist.
12. Überspannungsableiter nach Anspruch 1 mit einem mit dem in dem Einstellelement (12)
befindlichen Varistor (45) verbundenen Sicherungsband (78), dadurch gekennzeichnet,
daß das Sicherungsband (78) flexibel, S-förmig gefaltet ausgebildet ist, mit dem Varistor
(45) über eine eutektische Lötstelle verbunden ist und außerdem eine zusätzliche Sollbruchstelle
(80) aufweist.
13. Überspannungsableiter nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Stellglied
(5o) im Bereich seines keilförmigen Endes (24) einen Bolzen (81) aufweist, der im
Bereich der Sollbruchstelle (80) mit dem Sicherungsband (78) verbunden ist.
14. Überspannungsableiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das in den Unterbringungsraum
(13) bedarfsweise einsetzbare Blindmodul (70) eine Durchtrittsöffnung (82) aufweist.
1. Surge voltage arrester for electrical installations, comprising a housing portion
and a plug-in element, wherein the plug-in element is provided with a regulating element,
a defect indicator and contacts, to which corresponding opposite contact elements
are assigned, wherein between these contacts, surge voltage protection elements, such
as varistors, are arranged, characterised in that the surge voltage arrester (10)
is provided with a housing area (13) which can selectively receive a supplementary
module (14) for remote indication of the defect, or a reactive module (70), wherein
the supplementary module (14) or reactive module (70) can be inserted in the housing
area (13).
2. Surge voltage arrester according to claim 1, characterised in that the housing area
(13) is integrated into the housing portion (11) of the surge voltage diverter (10).
3. Surge voltage arrester according to claim 1 and/or 2, characterised in that the housing
portion (11) is approximately U-shaped, and that the plug-in element (12) which is
operationally connected thereto is approximately square.
4. Surge voltage arrester according to claim 3, characterised in that the defect indicator
(20) is arranged on the upper surface (19) of the plug-in element (12).
5. Surge voltage arrester according to claims 3 and 4, characterised in that the underside
(21) of the plug-in element (12) opposite the indicator element (20) is provided with
two contact pins (23, 24).
6. Surge voltage arrester according to claim 3, characterised in that the plug-in element
(12) is provided with a non-interchangeability feature in the form of guide slots
(73, 74) of different widths, located on the lateral walls (71, 72).
7. Surge voltage arrester according to claim 1, characterised in that on the underside
of the housing portion (11), arresting mechanisms (16, 17, 18) for cooperating with
a guide rail are arranged.
8. Surge voltage arrester according to claim 1, characterised in that opposite contact
elements (75, 76) which cooperate with the contacts (22, 23) are formed as end portions
(36, 37) arranged in the central section (40) of the housing portion (11) from contact
elements (34, 35) which are fed through the housing portion (11).
9. Surge voltage arrester according to claim 1, characterised in that the supplementary
module (14) is provided with a switching device (77) which cooperated with the regulating
element (50) of the plug-in device (12).
10. Surge voltage arrester according to claim 9, characterised in that the supplementary
module (14) is provided with a passage aperture (66) as well as an actuating element
(65) operationally connected to the switching device (77) and that in the adjacent
area, the plug-in element is likewise provided with a passage aperture (51) for the
passage of the wedge-shaped end (24) of the regulating element (50).
11. Surge voltage arrester according to claim 10, characterised in that the regulating
element (50) is mounted rotatably about a pin (49) and is deviatably connected at
its top end (52) to the defect indicator (20) via a spigot (54).
12. Surge voltage arrester according to claim 1 with a safety fuse strip (78) connected
to the varistor (45) located in the plug-in element (12), characterised in that the
safety fuse strip (78) is formed so that it is flexibly folded in an S- shape, is
connected to the varistor (45) by means of a eutectic soldered connection and is also
provided with an additional pressure-relief joint (80).
13. Surge voltage arrester according to claim 12, characterised in that the regulating
element (50) is provided with a bolt (81) in the region of its wedge-shaped end (24),
which is connected to the safety fuse (78), in the region of the pressure-relief joint
(80).
14. Surge voltage arrester according to claim 1, characterised in that the reactive module
(70) which can be fitted into the housing area (13) if necessary is provided with
a passage opening (82).
1. Dispositif de dérivation de surtensions pour des installations électriques, consistant
en une partie de boîtier et en un élément enfichable, l'élément enfichable étant équipé
d'un organe de réglage, d'un indicateur de défaut ainsi que de lames de contact auxquelles
sont associés des éléments de contact conjugués correspondant, des éléments de protection
contre les surtensions tels que des varistors étant disposés entre ces lames de contact,
caractérisé en ce que le dispositif de dérivation de surtensions (10) comporte un
logement (13) recevant au choix un module additionnel (14) pour la téléindication
des défauts, ou un module inerte (70), le module additionnel (14) ou le module inerte
(70) étant enfichable dans le logement.
2. Dispositif de dérivation de surtensions selon la revendication 1, caractérisé en ce
que le logement (13) est intégré dans la partie de boîtier (11) du dispositif de dérivation
de surtensions (10).
3. Dispositif de dérivation de surtensions selon la revendication 1 et/ou 2, caractérisé
en ce que la partie de boîtier (11) présente une configuration sensiblement en forme
de U et en ce que l'élément enfichable (12) coopérant avec celle-ci présente une forme
sensiblement rectangulaire.
4. Dispositif de dérivation de surtensions selon la revendication 3, caractérisé en ce
que l'indicateur de défaut (20) est disposé sur la face supérieure (19) de l'élément
enfichable (12).
5. Dispositif de dérivation de surtensions selon la revendication 3 et 4, caractérisé
en ce que l'élément enfichable (12) est équipé sur sa face inférieure opposée à l'indicateur
de défaut (20) de deux lames de contact (22, 23).
6. Dispositif de dérivation de surtensions selon la revendication 3, caractérisé en ce
que l'élément enfichable (12) comporte un détrompeur réalisé de préférence sous la
forme de deux rainures de guidage (73, 74), de largeur différente, se trouvant sur
ses faces latérales (71, 72).
7. Dispositif de dérivation de surtensions selon la revendication 1, caractérisé en ce
que sur la face inférieure de la partie de boîtier (11), se trouvent des dispositifs
de fixation (16, 17, 18), destinés à coopérer avec un rail de guidage.
8. Dispositif de dérivation de surtensions selon la revendication 1, caractérisé en ce
que les éléments de contact conjugués (75, 76) coopérant avec les lames de contact
(22, 23) sont constitués par des tronçons d'extrémité (36, 37) des éléments de contact
(34, 35) traversés par la partie de boîtier (11) et disposés dans la région médiane
(40) de la partie de boîtier (11).
9. Dispositif de dérivation de surtensions selon la revendication 1, caractérisé en ce
que le module additionnel (14) comporte un organe de commutation (77) coopérant avec
l'organe de réglage (50) de l'élément enfichable (12).
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce que le module additionnel (14)
comporte une ouverture de passage (66) ainsi qu'un élément d'actionnement (65) en
liaison active avec l'organe de commutation (77) et comporte également, au voisinage
immédiat de l'élément enfichable (12), une ouverture de passage (51) destinée au passage
de l'extrémité en forme de cône (24) de l'organe de réglage (50).
11. Dispositif de dérivation de surtensions selon la revendication 10, caractérisé en
ce que l'organe de réglage (50) est monté pivotant autour d'une broche (49) et est
relié de manière amovible à son extrémité supérieure (52) avec l'indicateur de défaut
(20), par l'intermédiaire d'une broche ou cheville (54).
12. Dispositif de dérivation de surtensions selon la revendication 1, muni d'un ruban
de sécurité (78) relié à un varistor (45) se trouvant dans l'élément enfichable (12),
caractérisé en ce que le ruban de sécurité (78) est réalisé flexible et replié en
forme de S, est relié au varistor (45) par l'intermédiaire d'un point de soudure eutectique
et comporte en outre un emplacement additionnel de rupture (80).
13. Dispositif de dérivation de surtensions selon la revendication 12, caractérisé en
ce que l'organe de réglage (50) comporte, dans la région de son extrémité en forme
de cône (24), une broche (81) qui est reliée au ruban de sécurité (78) dans la zone
de l'emplacement de rupture (80).
14. Dispositif de dérivation de surtensions selon la revendication 1, caractérisé en ce
que le module inerte (70) insérable en cas de besoin dans le logement (13), présente
une ouverture de passage (82).