[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0002] Eine solche Vorrichtung ist in der DE-C-33 06 852 beschrieben. Diese bekannte Vorrichtung
ist dazu eingerichtet, an den Strangabschnitten eine umlaufende Kerbung anzubringen.
Hierzu dienen drei Kerbleisten, nämlich eine erste vertikale Kerbleiste, die an einem
Querschieber angeordnet ist, der die Strangabschnitte von einer ersten, die Strangabschnitte
in Stranglängsrichtung anfördernden Transportstrecke quer auf einen Querbandförderer
schiebt, einer zweiten, winkelförmigen Kerbleiste, die über dem Querbandförderer so
vertikal verschiebbar gelagert ist, daß ihr horizontaler Kerbschenkel gegen die Oberseite
des jeweiligen Strangabschnitts schiebbar ist, wobei ihr vertikaler Kerbschenkel sich
vom in Querrichtung vorderen Ende des horizontalen Kerbschenkels nach unten erstreckt
und einen Anschlag für den mit dem Querschieber vorgeschobenen Strangabschnitt bildet,
und einer dritten Kerbleiste, die unter dem oberen Trum des Querbandförderers angeordnet
ist und vertikal verschiebbar gelagert ist. Zum Anbringen einer umlaufenden Kerbe
wird der jeweilige Strangabschnitt mit dem Querschieber von der ersten Transportstrecke
auf den neben letzterer angeordneten Querbandförderer geschoben und dabei gegen den
einen Anschlag bildenden vertikalen Kerbschenkel gedrückt, wobei vertikale Kerben
an den einander gegenüberliegenden Seitenwänden des Strangabschnitts mittels am Querschieber
und am vertikalen Kerbschenkel angeordneten Kerbrippen eingekerbt werden. Danach werden
die zweite Kerbleiste gegen den Strangabschnitt abgesenkt und die dritte Kerbleiste
gegen den Strangabschnitt hochgeschoben, wobei mittels den daran angebrachten Kerbrippen
die Kerbung oberseitig und unterseitig am Stangabschnitt vervollständigt wird. Nach
dem Kerben wird die zweite Kerbleiste soweit hochbewegt, daß ihr vertikaler Kerbschenkel
den Strangabschnitt freigibt und dieser mit dem Querbandförderer weitertransportiert
werden kann.
[0003] In der Praxis ist es bekannt, mittels einer druckbeaufschlagten, auf dem Rohmaterialstrang
abrollenden Prägerolle, deren Umfangsfläche mit dem Negativmuster versehen ist, das
entsprechende Oberflächenmuster in die obere Strangfläche einzuprägen. Jedoch verhindert
der relativ geringe Durchmesser der Prägerolle einen gleichmäßigen Eindruck des Oberflächenmusters.
Ein weiterer Nachteil der Prägerollen besteht darin, daß komplizierte Oberflächenmuster,
insbesondere solche mit schräg oder quer zur Transportrichtung des Rohmaterialstranges
verlaufenden Vertiefungen, nicht fehlerfrei eingeprägt werden können, da sehr häufig
ein beispielsweise durch schwankende Konsistenz des Rohmaterials verursachter Versatz
zwischen dem Negativmuster auf der Prägerolle und dessen Abdruck auf der Strangfläche
auftritt. Ein solcher Versatz beeinträchtigt sowohl die Qualität von Oberflächenmustern,
die in sich geschlossen, je einem Rohling zugeordnet sind, als auch die von Oberflächenmustern,
die über mehrere Rohlinge verteilt, durch Zusammenfügen ein Gesamtmuster ergeben sollen.
Bei auftretendem Versatz können die erstgenannten Oberflächenmuster können in unterschiedlicher
Weise auf zwei Rohlingen angeordnet sein, während bei den letztgenannten Oberflächenmustern
das Zusammenfügen der entsprechenden Rohlinge nicht das vorgesehene Gesamtmuster ergibt.
[0004] Aus diesem Grunde werden mit der Prägerolle nur einfache Oberflächenmuster eingeprägt,
die im wesentlichen in Transportrichtung des Rohmaterialstranges verlaufende Vertiefungen
aufweisen, die zusätzlich von Vertiefungen gekreuzt werden können, die mittels einer
zweiten Prägerolle in den auf Länge geschnittenen und quer zur bisherigen Strangrichtung
transportierten Rohmaterialstrang eingeprägt wurden.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs angegebenen
Art so auszugestalten, daß die Strangabschnitte mit einem Oberflächenmuster geprägt
werden können.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0007] Da erfindungsgemäß das Negativmuster statt an einer Prägerolle an einem Prägestempel
ausgebildet ist, kann es durch entsprechende Führung des Prägestempels oder des Rohmaterialstranges
zumindest während des eigentlichen Einprägens, wenn es sich im Eingriff mit der Strangfläche
befindet und in Relativbewegung in diese hineingedrückt bzw. aus dieser herausgezogen
wird, in seiner Ebene relativ zur Strangfläche unbeweglich gehalten werden. Mit anderen
Worten, das Negativmuster führt während des eigentlichen Einprägens lediglich die
dazu erforderlichen Relativbewegungen gegenüber der Strangfläche senkrecht zu dieser
aus. Querbewegungen des Negativmusters relativ zur Strangfläche sind während des eigentlichen
Einprägens ausgeschlossen. Die Erfindung ermöglicht es, auf diese Weise auch komplizierte
Oberflächenmuster jeglicher Konfiguration sauber und in völliger Übereinstimmung mit
dem Negativmustr einzuprägen. Versatz und unterschiedliche Eindrucktiefen treten nicht
auf. Der Rohmaterialstrang kann an den vorgesehenen Stellen in Rohlinge zerschnitten
werden, ohne das in sich geschlossene, je einem Rohling zugeordnete Oberflächenmuster
unterbrochen werden bzw. die Herstellung eines aus Oberflächenmustern mehrerer Rohlinge
zusammengefügten Gesamtmusters beeinträchtigt wird.
[0008] Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist der Prägestempel ein oberer Prägestempel,
mit dem das Oberflächenmuster in die obere Strangfläche eingeprägt wird. Zusätzlich
kann das Oberflächenmuster auch in die untere Strangfläche oder in seitliche Strangflächen
mit entsprechend angeordnetem Prägestempel und entsprechenden Abstützungen eingeprägt
werden.
[0009] Außerdem erfolgt das Einprägen des Oberflächenmusters in vom Rohmaterialstrang abgetrennte
Strangabschnitte. Dadurch werden Verzerrungen des Oberflächenmusters durch möglicherweise
auftretendes Entspannen, d.h. Längen- und Breitenänderungen im Bereich der Trennstellen,
verhindert.
[0010] Obwohl das Einprägen des Oberflächenmusters mit einem sich mit der Geschwindigkeit
des extrudierten Rohmaterialstranges bewegenden Prägestempels möglich ist, wird vorzugsweise
eine stationär ausgebildete Prägeeinrichtung zum Einprägen des Oberflächenmusters
in zum Stillstand gebrachte Strangabschnitte verwendet. Hierdurch werden die Vorrichtung
vereinfacht und ein sauberer und identischer Abdruck des Negativmusters sichergestellt.
[0011] Ebenfalls zur Gewährleistung eines sauberen und identischen Abdrucks des Negativmusters
dienen die Stützplatte und der Anschlag.
[0012] Der Gewährleistung einer möglichst exakt festgelegten Prägeposition des jeweils in
der Prägeeinrichtung befindlichen Strangabschnitts die mit die Zuordnung des Anschlags
der Längsseite des Strangabschnitts.
[0013] Im Vergleich zu einem zwecks Einprägen des Oberflächenmusters gegenüber dem Prägestempel
bewegbaren Rohmaterialstrang läßt sich mit den Merkmalen der Unteransprüche eine vereinfachte
Konstruktion der Vorrichtung erzielen.
[0014] Nachstehend ist die Erfindung anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels unter
Bezugnahme auf die Zeichnung näher beschrieben. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Draufsicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung in schematischer Darstellung,
- Figur 2
- eine perspektivische Darstellung der Prägeeinrichtung in Offenstellung,
- Figur 3
- die Prägeeinrichtung nach Figur 2, jedoch in Schließ- oder Prägestellung,
- Figur 4
- eine perspektivische Darstellung eines mit einem ersten Oberflächenmuster versehenen
Rohlings, und
- Figur 5
- eine perspektivische Darstellung eines mit einem zweiten Oberflächenmuster versehenen
Rohlings.
[0015] Gemäß dem in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel umfaßt die erfindungsgemäße
Vorrichtung einen Extruder 1, eine Transporteinrichtung 2 mit einem Querförderer 3,
eine Trenneinrichtung 4, eine stationäre Prägeeinrichtung 5 und eine Schneideinrichtung
6.
[0016] Der Extruder 1 ist in bekannter Weise ausgebildet und dient zum Extrudieren eines
Rohmaterialstranges 7.
[0017] Die Transporteinrichtung 2 und der Querförderer 3 sind zur Abstützung und zum Transport
des Rohmaterialstranges 7 vom Extruder 1 jenseits der Schneideinrichtung 6 vorgesehen.
Die Transporteinrichtung 2 besteht aus drei in Strang- bzw. Extrudierrichtung verlaufenden
Transportstrecken 8,9,10. Die Transportstrecken 8 und 9 umfassen je ein Transportband
11, das von Stützrollen abgestützt und von Antriebsrollen angetrieben ist. Die Transportstrecke
10 umfaßt fünf, mit gegenseitigem Abstand angeordnete und in vorbeschriebener Weise
abgestützte sowie angetriebene Transportbänder, die ebenfalls mit dem Bezugszeichen
11 bezeichnet sind.
[0018] Die Trenneinrichtung 4 ist zwischen den Transportstrecken 8 und 9 angeordnet und
dient zum Trennen des Rohmaterialstranges 7 in einzelne Strangabschnitte 12. Zu diesem
Zwecke ist die Trenneinrichtung 4 in bekannter Weise mit einem Schneiddraht ausgerüstet.
[0019] Der Querförderer 3 ist zur Übernahme der einzelnen Strangabschnitte 12 von der dritten
Transportstrecke 10 und zu ihrem Transport quer zur Extrudierrichtung durch die Prägeeinrichtung
5 und die Schneideinrichtung 6 vorgesehen. Zu diesem Zweck umfaßt der Querförderer
3 einen ersten Querförderabschnitt 13 und einen zweiten Querförderabschnitt 14. Ersterer
Abschnitt 13 besteht aus vier einzelnen angetriebenen Förderbändern 15, die ausgehend
von den Zwischenräumen zwischen den einzelnen Transportbändern 11 der dritten Transportstrecke
10 sich bis zur Prägeeinrichtung 5 und etwas darüber hinaus erstrecken. Die Zahl der
im zweiten Querförderabschnitt 14 verwendeten Förderbänder 16 ist gleich der Anzahl
der in der Schneideinrichtung 6 mittels einer bekannten Drahtharfe aus dem jeweiligen
Strangabschnitt 12 zu schneidenden Rohlingen 17 - im vorliegenden Ausführungsbeispiel
sechzehn Förderbänder und sechzehn Rohlinge -, so daß jedes Förderband 16 einen Rohling
17 von der Schneideinrichtung 6 abtransportiert.
[0020] Die Prägeeinrichtung 5 besteht aus einem Prägestempel 18 und einer darunter angeordneten
Stützplatte 19 für die einzelnen Strangabschnitte 12. Der Prägestempel 18 umfaßt eine
Druckplatte 20 und eine an dieser auswechselbar befestigte Prägeplatte 21 mit darin
eingearbeitetem Negativmuster - nicht gezeigt - zum Einprägen eines entsprechenden
Oberfächenmusters 22a, 22b in die obere Strangfläche 23 des jeweiligen Strangabschnitts
12. Die Druckplatte 20 ist mittels Hubstangen 24 in einem an einem nicht gezeigten
Rahmen der Vorrichtung befestigten Halterungsblock 25 geführt und über diese Hubstangen
24 von einer in Figur 2 gezeigten oberen Stellung in eine in Figur 3 dargestellte
untere Druckstellung und zurück bewegbar.
[0021] An der der Schneideinrichtung 6 zugewandten Längsseite der Stützplatte 19 ist ein
Anschlag 27 zum Festlegen des jeweils auf der Stützplatte 19 ruhenden Strangabschnittes
12 in jeweils gleicher, als Prägeposition bezeichneten Position unterhalb des Prägestempels
18 befestigt. Die Stützplatte 19 und der Anschlag 27 sind mit Quernuten versehen,
durch die die vier Förderbänder 15, abgestützt von Stützblöcken 28 hindurchlaufen.
Die Stützplatte 19 mit dem Anschlag 27 ist über eine Hubanordnung 31 am Rahmen abgestützt
und von einer unteren Stellung unterhalb der Transportfläche 29 der vier Förderbänder
15 in eine mittlere und sodann in eine obere Stellung und zurück bewegbar. In der
mittleren Stellung steht der Anschlag 27 über die Transportfläche 29 zur Festlegung
der Prägeposition über. Die dabei unterhalb der Transportfläche 29 befindliche Stützfläche
30 der Stützplatte 19 ist in der oberen Stellung in der Ebene der Transportfläche
29 angeordnet, so daß die Stützplatte 19 zusammen mit den vier Förderbändern 15 eine
ebene, den jeweiligen Strangabschnitt 12 während des Prägevorganges abstützende Fläche
bildet.
[0022] Die Funktion der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist wie folgt:
Mittels des mit Rohmaterial gefütterten Extruders 1 wird der Rohmaterialstrang 7 extrudiert,
von der ersten Transportstrecke 8 übernommen und in Strangrichtung bis zur Trenneinrichtung
4 transportiert. In letzterer wird der Rohmaterialstrang 7 mittels des Schneiddrahtes
in bekannter Weise in einzelne Strangabschnitte 12 getrennt, die dann von der zweiten
Transportstrecke 9 übernommen und ebenfalls in Strangrichtung bis zur vollständigen
Übergabe auf die dritte Transportstrecke 10 weitertransportiert werden. Sodann wird
jeder einzelne Strangabschnitt 12 von den Förderbändern 15 in bekannter Weise übernommen
und quer zur Strangrichtung bzw. zur bisherigen Transportrichtung in die geöffnete
Prägeeinrichtung 5 mit in oberer Stellung befindlichem Prägestempel 18 hineintransportiert.
Dabei befindet sich in einer ersten Phase die Stützplatte 19 zusammen mit dem Anschlag
27 in der unteren Stellung, so daß der vorhergehende, bereits mit einem Oberflächenmuster
22a, 22b versehene Strangabschnitt 12 - rechts in Figur 2 - mittels der Förderbänder
15 über den Anschlag 27 hinweg auf die Förderbänder 16 transportiert werden kann.
Sobald der vorhergehende, bereits geprägte Strangabschnitt 12 die Stützplatte 19 verlassen
hat, wird letztere in die mittlere, nicht gezeigte Stellung angehoben, so daß der
Anschlag 27 in die Transportbahn des ankommenden Strangabschnitts 12 - links in Figur
2 - hineinragt und der Strangabschnitt 12 mittels der Förderbänder 15 bis zur Anlage
mit seiner vorderen Längsseite an den Anschlag 27 transportiert werden kann.
[0023] Sobald der Strangabschnitt 12 über seine Gesamtlänge am Anschlag 27 anliegt und somit
in seiner Prägeposition festgelegt ist, wird die Stützplatte 19 zusammen mit dem Anschlag
27 bis in die obere Stellung angehoben und der Prägestempel 18 soweit abgesenkt, bis
er seine untere Stellung erreicht und dabei das Negativmuster in die obere Strangfläche
23 eingedrückt und auf diese Weise das entsprechende Oberflächenmuster 22a, 22b eingeprägt
hat. Anschließend wird der Prägestempel 18 bis zum Erreichen der oberen Stellung angehoben
und die Stützplatte 19 zusammen mit dem Anschlag 27 in die untere Stellung abgesenkt,
woraufhin der geprägte Strangabschnitt 12, wie bereits beschrieben, aus der Prägeeinrichtung
5 entfernt wird.
[0024] Zumindest während des eigentlichen Einprägens, wenn sich das Negativmuster im Eingriff
mit der oberen Strangfläche 23 befindet, wird der Strangabschnitt 12 durch die Stützplatte
19 und durch den Anschlag 27 unbeweglich und exakt in der Prägeposition gehalten;
gleichzeitig wird der Prägestempel 18 mittels der Hubstangen 24 genau senkrecht zur
oberen Strangfläche 23 bewegt. Auf diese Weise werden Bewegungen des Negativmusters
in seiner jeweiligen Ebene, d.h. parallel zur oberen Strangfläche 23 vermieden und
somit sichergestellt, daß das eingeprägte Oberflächenmuster 22a, 22b genau dem Negativmuster
entspricht.
[0025] Der auf diese Weise geprägte Strangabschnitt 12 wird nun mittels der Förderbänder
16 zur Schneideinrichtung 6 transportiert und dort mittels der Drahtharfe mit in den
Bereichen zwischen den Förderbändern 16 befindlichen Schneiddrähten in bekannter Weise
entlang von Nuten 32 in Rohlinge 17 zerschnitten, die dann mittels der Förderbänder
16 abtransportiert werden. Die Nuten 32 weisen einen im wesentlichen dreieckigen Querschnitt
auf und sind mittels des entsprechend ausgebildeten Negativmusters zusammen mit dem
Oberflächenmuster in die obere Strangfläche 23 eingeprägt. Wie in Figur 1 gezeigt,
werden die Stirnendbereiche 33 der einzelnen Strangabschnitte 12 nicht mit dem Oberflächenmuster
versehen und nach Abschneiden durch die Schneideinrichtung 6 zum Extruder 1 rückgeführt.
[0026] In dem in Figur 1 zwischen der Prägeeinrichtung 5 und der Schneideinrichtung 6 dargestellten
Strangabschnitt 12 sind die Nuten 32 nicht eingezeichnet, um zu verdeutlichen, daß
dieser Strangabschnitt noch in einem Stück vorliegt und erst in der Schneideinrichtung
6 in Rohlinge 17 zerschnitten wird. Obwohl diese Rohlinge nach Verlassen der Schneideinrichtung
6 augenscheinlich noch die Form eines Strangabschnitts 12 aufweisen, sind sie nicht
mit diesen zu verwechseln. Auch die zur Unterscheidung der einzelnen Rohlinge 17 eingezeichneten
Linien sind nicht mit den in die obere Strangfläche 23 eingeprägten Nuten 32 - lediglich
in Figur 2 gezeigt - zu verwechseln.
[0027] Der in Figur 4 dargestellte Rohling 17 ist auf seiner Oberseite mit dem in Figur
1 angedeuteten Oberflächenmuster 22a bestehend aus diagonal verlaufenden und einander
kreuzenden Rillen 34 versehen. Diese Rillen 34 enden an einem ununterbrochen umlaufenden
Rand 35 des Rohlings 17 und bilden auf diese Weise ein auf je einen Rohling beschränktes
Oberflächenmuster. Die oberen Längskanten des Rohlings sind mit Fasen 36 angefast,
die aus den Nuten 32 in der oberen Strangfläche 23 des Strangsabschnitts 12 hervorgegangen
sind.
[0028] Das in Figur 2 angedeutete Oberflächenmuster 22b ist in vergrößerter Darstellung
am Rohling 17 nach Figur 5 gezeigt. Die Oberseite dieses Rohlings ist durch drei parallel
zu den Rohlingskanten verlaufenden, einander kreuzenden Rillen 37 in sechs Felder
aufgeteilt, in denen wiederum parallel zu den Rohlingskanten verlaufende Rillen 37
so angebracht sind, daß sie in den Eckfeldern Winkel und in den dazwischen angeordneten
mittleren Felder U-Anordnungen bilden. Sämtliche Rillen 37 münden frei an den Rohlingskanten
bzw. den Fasen 36 aus, so daß sie ein ergänzungsfähiges, zu einem Gesamtmuster zusammensetzbares
Oberflächenmuster bilden.
1. Vorrichtung zum Herstellen von Rohlingen (17) für Klinkersteine, Ziegel und dgl. aus
Rohmaterial-Strangabschnitten (12), bestehend aus einer ersten die Strangabschnitte
(12) in Stranglängsrichtung anfördernden Transportstrecke (2, 10, 11), einem aus parallelen
Transportbändern (15) bestehenden Querförderer (3, 13) zur Übernahme und zum Weitertransport
der Strangabschnitte (12) in Strangquerrichtung, einem in den Transportweg des Querförderers
(3, 13) einfahrbaren Anschlag (27) für die Strangabschnitte (12), einer über dem Querförderer
(3, 13) angeordneten und in Strangquerrichtung verlaufende Kerbrippen aufweisende
Kerbeinrichtung (5), die auf die Strangabschnitte (12) zum Einbringen von Kerblinien
(36) absenkbar ist, wenn diese an dem Anschlag (27) anliegen, und einer in Transportrichtung
des Querförderers (3, 13) hinter der Kerbeinrichtung (5) angeordneten Schneideinrichtung
(6), welche die Strangabschnitte (12) an den Kerblinien (36) in die Rohlinge (17)
zerschneidet,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kerbeinrichtung (5) zugleich eine Prägeeinrichtung ist und dazu eine Prägeplatte
(21) aufweist, auf deren Unterseite neben den in Strangquerrichtung verlaufenenden
Kerbrippen noch ein Negativmuster für ein auf die Rohlinge (17) aufzubringendes Oberflächenmuster
(22a, 22b) vorgesehen ist, daß unterhalb der an der Kerb- und Prägeeinrichtung (5)
vorgesehenen Prägeplatte (21) eine Stützplatte (19) mit in Strangquerrichtung verlaufenden
Nuten zur Aufnahme der den Querförderer (3, 13) bildenden Transportbänder (15) angeordnet
ist, und daß die Stützplatte (19) von einer unteren Stellung unterhalb der von den
Transportbändern (15) des Querförderers (3, 13) gebildeten Transportfläche (29) in
eine obere Stellung, in der ihre Stützfläche (30) und die Transportfläche (29) im
wesentlichen in einer Ebene angeordnet sind, und zurück bewegbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich der Anschlag (27) an der Stützplatte (19) befindet.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stützplatte (19) zusätzlich noch in eine zwischen der oberen und der unteren
Stellung liegende mittlere Stellung bewegbar ist, in der der Anschlag (27) bereits
zwischen der den Querförderer (3, 13) bildenden Transportbändern (15) hindurchgreift
und in den Transportweg des Querförderers (3,13) ragt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Anschlag (27) als sich über die Breite der Stützplatte (19) erstreckende Leiste
ausgebildet ist, die ebenso wie die Stützplatte (19) mit Nuten zur Aufnahme der den
Querförderer (3, 13) bildenden Transportbänder (15) versehen ist.
1. Apparatus for the manufacture of green bodies (17) for clinker bricks, bricks and
the like, from sections (12) of a strand of green material, comprising a first transportation
run (2,10,11) transporting the strand sections (12) in the longitudinal direction
of the strand, a transverse conveyor (3,13), comprising parallel transportation belts,
for receiving and further transporting the strand sections (12) transversely of the
strand, a stop (27) for the strand sections (12), which stop can be brought into the
transportation path of the transverse conveyor (3,13), a notching device (5) arranged
above the transverse conveyor (3,13) and having notching ribs running transversely
of the strand, which notching device can be brought down upon the strand sections
(12) for making notch lines (36), when the strand sections abut against the stop (27),
and a cutting device (6) arranged after the notching device (5) in the direction of
transportation of the transverse conveyor (3,13), which cutting device cuts the strand
sections (12) into the green bodies (17) at the notch lines (36),
characterised in that,
the notching device (5) is also a stamping device and for this purpose has a die plate
(21) on the underside of which there is provided, along with the notching ribs running
in a direction transverse to the strand, also a negative for the surface pattern (22a,22b)
to be applied on the green bodies (17), in that there is arranged beneath the die
plate (21) provided on the notching and stamping device (5) a support plate (19) with
grooves, running transversely of the strand direction, for receiving the transportation
belts (15) forming the transverse conveyor (3,13), and in that the support plate (19)
is moveable from a lower position beneath the transportation surface (29) formed by
the transportation belts (15) of the transverse conveyor (3,13) into an upper position
in which its support surface (30) and the transportation surface (29) are arranged
substantially in one plane, and is moveable back again.
2. Apparatus according to claim 1,
characterised in that,
the stop (27) is located on the support plate (19).
3. Apparatus according to claim 2,
characterised in that,
the support plate (19) is additionally moveable also into a middle position lying
between the upper and lower positions, in which middle position the stop (27) already
engages through and between the transportation belts (15) forming the transverse conveyor
(3,13) and projects into the transportation path of the transverse conveyor (3,13).
4. Apparatus according to claim 2 or 3,
characterised in that,
the stop (27) is formed as a strip extending over the width of the support plate (19)
and is provided, similarly to the support plate (19); with grooves for receiving the
transportation belts (15) forming the transverse conveyor (3,13).
1. Installation pour la fabrication d'ébauches (17) pour carreaux, briques ou équivalents
à partir de tronçons d'extrudé (12) de matière brute, composée d'une première voie
de transport (2, 10, 11) qui transporte les tronçons d'extrudé (12) dans la direction
longitudinale de l'extrudé, d'un transporteur transversal (3, 13) composé lui-même
de bandes transporteuses parallèles (15), et destiné à prendre en charge et évacuer
les tronçons d'extrudé (12) dans une direction transversale à l'extrudé, d'une butée
(27) d'arrêt des tronçons d'extrudé (12) pouvant être engagée dans la trajectoire
du transporteur transversal (3, 13), d'un dispositif d'entaillage (5) présentant des
nervures d'entaillage qui s'étendent dans une direction transversale à l'extrudé,
et qui peut être abaissé sur les tronçons d'extrudé (12) pour y former des lignes
d'entaillage (36) lorsque ces tronçons sont en appui contre la butée (27), et d'un
dispositif de découpage (6) disposé en aval du dispositif d'entaillage (5), dans la
direction de transport du transporteur transversal (3, 13), et qui découpe les tronçons
d'extrudé (12) le long des lignes d'entaillage (36) pour en former les ébauches (17),
caractérisée
en ce que le dispositif d'entaillage (5) est en même temps un dispositif d'estampage
et, pour cela, présente une plaque d'estampage (21) sur la face inférieure de laquelle
est prévu, en supplément des nervures d'entaillage s'étendant dans la direction transversale
de l'extrudé, un motif négatif correspondant à un motif superficiel (22a, 22b) qu'il s'agit de former sur les ébauches (17), en ce qu'au-dessous de la plaque d'estampage
(21) prévue sur le dispositif d'entaillage et d'estampage (5), est disposée une plaque
d'appui (19) possédant des rainures qui s'étendent dans la direction transversale
à l'extrudé pour donner place aux bandes transporteuses (15) qui forment le transporteur
transversal (3, 13) et en ce que la plaque d'appui (19) peut être entraînée, d'une
position inférieure située au-dessous du niveau de la surface de transport (29) formée
par les bandes transporteuses (15) du transporteur transversal (3, 13), à une position
supérieure dans laquelle sa surface d'appui (30) et la surface de transport (29) sont
disposées sensiblement dans un même plan, et entraînée en retour dans le sens inverse.
2. Installation selon la revendication 1,
caractérisée
en ce que la butée (27) se trouve sur la plaque d'appui (19).
3. Installation selon la revendication 2,
caractérisée
en ce que la plaque d'appui (19) peut être placée en supplément dans une position
moyenne située entre la position supérieure et la position inférieure et dans laquelle
la butée (27) est déjà engagée entre les bandes transporteuses (15) qui forment le
transporteur transversal (3, 13) et se place sur la trajectoire du transporteur transversal
(3, 13).
4. Installation selon la revendication 2 ou 3,
caractarisée
en ce que la butée (27) est constituée par une barre qui s'étend sur la largeur de
la plaque d'appui (19), et qui est munie, de même que la plaque d'appui (19), de rainures
destinées à donner place aux bandes transporteuses (15) qui forment le transporteur
transversal (3, 13).