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EP 0 438 205 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.06.1994 Patentblatt 1994/22 |
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Anmeldetag: 10.01.1991 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: B21D 3/08 |
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Verfahren und Vorrichtung zum Richten der Enden langgestreckter Werkstücke
Method and apparatus for straightening the ends of elongated workpieces
Procédé et dispositif de redressage des bouts de pièces allongés
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
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Priorität: |
19.01.1990 DE 4001901
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.07.1991 Patentblatt 1991/30 |
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Patentinhaber: MANNESMANN Aktiengesellschaft |
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40027 Düsseldorf (DE) |
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Erfinder: |
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- Schroeder, Hermann, Dr.-Ing.
W-4000 Düsseldorf (DE)
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Vertreter: Meissner, Peter E., Dipl.-Ing. et al |
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Meissner & Meissner,
Patentanwaltsbüro,
Postfach 33 01 30 14171 Berlin 14171 Berlin (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 338 144 US-A- 3 869 897
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FR-A- 1 339 360
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und
ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 2. Basis für diese Oberbegriffe
bildet die US-A-3869897.
[0002] Langgestreckte Werkstücke. z. B. Stäbe oder Rohre mit unzulässigen Abweichungen in
der Geradheit werden im Fertigungsfluß üblicherweise mittels einer kontinuierlich
arbeitenden Richtmaschine, wie z. B. Rollenrichtmaschine, gerichtet. Bei diesem Richtprozeß
werden krummliegende Enden nur teilweise oder gar nicht erfaßt. Bei Werkstücken mit
gegenüber dem übrigen Bereich unterschiedlichen Querschnitten an den Enden, wie zum
Beispiel angestauchte Rohrenden, versagt das bisher bekannte kontinuierliche Verfahren
ganz. Aus diesem Grunde müssen solche Werkstücke, die laut Spezifikation oder bedingt
durch die Vorgaben der Weiterverarbeitung nur eine eingeschränkte Geradheitsabweichung
aufweisen dürfen, daher mit Stempelrichtpressen von Hand nachgerichtet werden. Dieses
Verfahren ist aufwendig und erfordert einen entsprechend geschulten Bedienungsmann
mit einem guten Augenmaß. Außerdem muß für das beim Richten erforderliche Drehen des
Werkstückes eine entsprechende Vorrichtung zum Randhaben der zum Teil schweren Einzelstücke
vorhanden sein. sei es ein kran oder ein Hebezeug oder etwas Vergleichbares.
[0003] Aus der DE 19 01 184 ist eine Vorrichtung zum dynamischen Auswuchten von Werkstücken
bekannt, mit einer angetriebenen und bezüglich ihrer Exzentrizität verstellbaren kurbetwelle,
die über einen Kurbelarm fest mit dem Werkstück verbunden ist. Das Werkstück ist an
seinen Enden fest gelagert und die werkstuckachse wird an der Einspannstelle des kurbelarmes
über die Elastizitätsgrenze des Werkstückes hinausgehend umlaufend ausgelenkt. Die
umlaufende Auslenkung erfolgt dabei ohne Drehung des Werkstückes um seine eigene Achse.
[0004] Nachteilig bei dieser Vorrichtung ist der unverhältnismäßig große konstruktive Aufwand
für die Veränderung der Exzentrizität der Kurbelwelle. Außerdem ist die Vorrichtung
nicht für das Richten der Enden langgestreckter Werkstücke geeignet.
[0005] Eine gattungsbildende Vorrichtung ist der US-A-3,869,897 entnehmbar. Mittels dieser
Vorrichtung kann das Ende eines deformierten Werkstückes durch ein Umlaufbiegeverfahren
gerichtet werden. Das Werkstück wird dabei über die Elastizitätsgrenze hinaus belastet.
Die Auslenkung erfolgt über eine Schwingscheibe, auf der zum Fixieren des Werkstückes
vier Kolben-Zylindereinheiten angeordet sind. Über einen reversierbaren Antriebsmotor
und ein Getriebe wird der in die Schwingscheibe eingreifende Zapfen in Drehung versetzt.
Mittels eines verschwenkbaren Zahnsegmentes wird der darauf befestigte Zapfen kontinuierlich
aus seiner Ausgangslage verschoben und damit die Bewegung der Schwingscheibe ausgelöst.
Die Maximalamplitude für die Schwingscheibe ist erreicht, wobald das Zahnsegment am
Stopelement anschlägt. Danach wird die Drehrichtung des Antriebsmotors geändert und
die Amplituden nehmen kontinuierlich wieder ab. Nachteilig bei dieser Vorrichtung
ist der apparative Aufwand und die Festlegung der Maximalamplitude auf einen fixen
Wert, in Abhängigkeit von der Auslegung der miteinander kämmenden Zahnräder bzw. des
Zahnsegmentes. Infolge der ungünstigen Hebelwirkung des Zapfens zum Werkstück ist
die Anwendung auf dünnwandige und nur geringe Richtkräfte benötigende Teile beschränkt.
Die Maximalamplitude kann nur über den Umweg kontinuierlich anwachsender Amplituden
erreicht werden. Die Einstellung einer von Null verschiedenen Anfangsbelastung ist
nicht möglich.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, eine konstruktiv einfache Vorrichtung anzugeben, mit
der anpassungsfähig die Enden unterschiedlicher Werkstücke auch mit dicker Wand gerichtet
werden können.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es, eine konstruktiv einfache Vorrichtung anzugeben, mit
der in wirksamer Weise die Enden langgestreckter Werkstücke aüch mit dicker Wand gerichtet
werden konnen.
[0008] Diese Aufgabe wird mit den im Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen gelöst. Ein Verfahren
zur Verwendung der Vorrichtung ist Bestandteil des Anspruchs 2.
[0009] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird bei stillstehendem Werkstück mindestens
ein im Endenbereich ausgesuchter Querschnitt einer an- bzw. abschwellenden Biegewechselbeanspruchung
unterworfen. Dabei wird die Biegebeanspruchung so gewählt, daß der ausgesuchte Querschnitt
bis in den plastischen Bereich verformt wird. Ein wesentliches Merkmal des Verfahrens
ist, daß die sich aus der Biegebeanspruchung ergebende maximale Durchbiegung, die
in Abhängigkeit vom verwendeten Werkstoff vorgegeben werden kann, ein- oder mehrmal(s)
um die Werkstückachse umläuft. Der Richtprozeß selbst kann in verschiedener Art und
Weise ablaufen, je nachdem , ob die maximale Durchbiegung kurzzeitig oder erst allmählich
aufgebracht wird. Im ersteren Fall wird nach einem Zentrieren des Werkstückes dieses
schlagartig mit der maximalen Durchbiegung beaufschlagt, die dann ein- oder mehrmal(s)
um die Werkstückachse umläuft. Danach erfolgt die schlagartige Entlastung. Im zweiten
Fall wird nach dem Zentrieren das Werkstück mit einer bestimmten Durchbiegung beaufschlagt,
die dann in der beschriebenen Weise umläuft, wobei während des Umlaufens die Biegebeanspruchung
fortlaufend und kontinuierlich gesteigert wird, bis die maximale Durchbiegung erreicht
ist. Diese wird dann über eine bestimmte Umlaufstrecke gehalten, danach erfolgt die
stetige Reduzierung der Biegebeanspruchung bis zur völligen Entlastung des Werkstückes.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist sowohl für kalte als auch für erwärmte Werkstücke
anwendbar.
[0010] Die Vorrichtung besteht aus mindestens drei vorzugsweise vier symmetrisch um eine
gemeinsame Achse angeordneten Stößeln, die jeweils mit einer Kolben-Zylindereinheit
verbunden sind. Die Kolben- und Zylindereinheiten sind weg- und zeitabhängig steuerbar
und der Kolben führt während des Richtens über die Zeit gesehen eine sinusförmige
Bewegung aus. Die Kolben-Zylindereinheiten sind steuermäßig miteinander verknüpft,
so daß sie phasenversetzt zueinander arbeiten können.
[0011] Der Vorteil der Vorrichtung bzw. des Verfahrens liegt darin, daß das Werkstück während
des Richtprozesses stillsteht und und keine rotierenden Werkzeuge mit einer aufwendigen
Konstruktion erforderlich sind. Das Verfahren kann automatisch ablaufen und ist leicht
in einem Bypass einer Fertigungsstraße zu integrieren. Durch die Verwendung von entsprechend
dimensionierten Hydraulikzylindern ist die Vorrichtung ohne Umbau auf verschiedene
Werkstückabmessungen schnell und einfach einstellbar. Die gewünschte maximale Durchbiegung
kann je nach verwendetem Werkstoff frei gewählt werden.
[0012] In der Zeichnung wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Verfahren und der Vorrichtung
näher erläutert.
[0013] Es zeigen:
- Figur 1
- einen Längsschnitt durch die erfindungsgemäße Vorrichtung
- Figur 2
- einen Querschnitt entlang der Linie A-A in Figur 1
- Figur 3
- eine schematische Darstellung der maximalen Durchbiegung f
- Figur 4
- eine grafische Darstellung des gesamten Richtprozesses
- Figur 5
- eine grafische Darstellung des Verlaufes der maximalen Durchbiegung f.
[0014] In Figur 1 ist in einem Längsschnitt die erfindungsgemäße Vorrichtung in einer vereinfachten
Form dargestellt, wobei auf die Darstellung der üblicherweise dazugehörigen Anlagenteile
verzichtet wurde. Das in einer nicht näher dargestellten Vorrichtung 3 eingespannte
Rohr 1 weist ein angestauchtes Ende 2 auf, dessen Geradheit nicht den Lieferbedingungen
entspricht und deshalb gerichtet werden soll. Dazu sind, wie Figur 2 zeigt, symmetrisch
um eine gemeinsame Achse 4 vier Stößel 5,6,7,8 um das angestauchte Ende 2 des Rohres
1 angeordnet. Die Stößel 5 bis 8 sind jeweils mit einer hier nur angedeuteten Kolben-Zylindereinheit
verbunden, die wegen der grafischen Darstellung des Richtprozesses in Figur 4 mit
den römischen Zeichen I bis IV versehen sind. Die radiale Verfahrbarkeit der Stößel
5 bis 8 ist durch den jeweils eingezeichneten Pfeil 9 gekennzeichnet.
[0015] In Figur 3 ist schematisch die umlaufende maximale Durchbiegung f dargestellt. Der
Drehpfeil 10 soll den Umlauf der Durchbiegung f veranschaulichen. Die gestrichelt
dargestellte Stellung der Stößel 5 bis 8 zeigt den Ausgangspunkt des Rohres 1 nach
der Zentrierung. Der Versatz des Mittelpunktes 11 kennzeichnet für dieses Beispiel
die maximale Durchbiegung f, die gerechnet von der Sechsuhrlage bereits einen Winkelbetrag
von 45 Grad durchlaufen hat. Dieser Umlauf 10 wird durch den in Figur 4 grafisch dargestellten
Richtprozeß erzeugt. In der grafischen Darstellung ist auf der Ordinate der Hub des
Kolbens der jeweiligen Kolben-Zylindereinheit I bis IV abgetragen, wobei dieser Hub
mit dem radialen Verfahrweg des dazugehörigen Stößels 5 bis 8 korrespondiert. Der
positive Betrag soll, wie durch die Pfeile angedeutet, eine Bewegung des Kolbens bzw.
des Stößels zur Mitte 11 hin bedeuten und der negative Betrag die umgekehrte Richtung.
[0016] Die erste Phase des Richtprozesses, das Zentrieren, bedeutet ein Zufahren aller Kolben
I bis IV in Richtung Mitte 11 hin. Danach beginnt die Anlaufphase, d. h. der Kolben
I bewegt sich in Richtung Mitte 11 hin und korrespondierend dazu der gegenüberliegende
Kolben III von der Mitte weg. Sobald der Kolben I das Maximum des sinusförmigen Hubverlaufes
erreicht hat, weist das Rohr 1 auch die vorgegebene maximale Durchbiegung f auf. Von
hier an beginnt das eigentliche Richten, indem die maximale Durchführung f im Uhr-
oder Gegenuhrzeigersinn umläuft. Dies wird dadurch erreicht, daß phasenversetzt zum
Kolben I der Hub des Kolbens II und korrespondierend dazu in entgegengesetzter Richtung
der Hub des Kolbens IV einsetzt. Nach ein- oder wie in diesem Beispiel zweimaligem
Umlauf fällt in der Auslaufphase die Hubbewegung auf Null und durch anschließendes
Auffahren aller vier Kolben I bis IV, d. h. von der Mitte 11 weg, wird das gerichtete
Ende 2 des Rohres 1 freigegeben.
[0017] In Figur 5 sind ergänzend zu Figur 4 grafisch zwei unterschiedliche Verläufe der
maximalen Durchbiegung f dargestellt. Im Teilbild a sind die zwei bestimmenden Parameter,
d. h. die Durchbiegung f und der Umlaufwinkel alpha beispielsweise für ein Rohr eingetragen.
Im Teilbild b ist die Variante dargestellt, wenn die maximale Durchbiegung f in kürzester
Zeit, d. h. mit einem sehr steilen Anstieg 12 aufgebracht wird und dann der bereits
beschriebene Umlauf stattfindet. Am Ende des Umlaufes erfolgt der steile Abfall 13
bis hin zur völligen Entlastung des Rohres 1. Demgegenüber setzt bei der im Teilbild
c dargestellten Variante der Umlauf sofort nach Aufbringung der anfänglichen Durchbiegung
f ein, wobei fortlaufend mit weiterem Umlauf diese Durchbiegung auf den Maximalwert
14 ansteigt. Dieser Maximalwert 14 wird, vergleichbar wie im Teilbild b schon dargestellt,
mindestens über eine volle Umdrehung aufrechterhalten. Danach erfolgt der langsam
gesteuerte Abfall 15 bis hin zur völligen Entlastung des Rohres 1.
1. Vorrichtung zum Richten der Enden (2) langgestreckter Werkstücke (1), insbesondere
Rohre, bestehend aus einem Halteelement (3) zur Fixierung des Werkstückes (1) und
Mitteln zur Erzeugung einer Auslenkung der Werkstückachse (11) mit mindestens 3 symmetrisch
um eine gemeinsame Achse (4) angeordneten Kolben-Zylindereinheiten (I-IV), deren Stößel
(5-8) in radialer Richtung zur Achse (4) hin bewegbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß jede Kolben-Zylindereinheit (I-IV) eine weg- und zeitabhängige Steuerung aufweist
und diese derart miteinander verknüpft sind, daß sie miteinander Während des Richtvorganges
phasenversetzt eine sinusförmige Hubbewegung ausführen.
2. Verfahren zum Richten der Enden (2) langgestreckter Werkstücke (1), insbesondere Rohre,
bei dem ohne Drehung des Werkstückes (1) um seine eigene Achse (11) das Werkstück
(1) über seine Elastizitätsgrenze hinaus umlaufend ausgelenkt wird unter Verwendung
einer Vorrichtung gemäß dem Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stößel (5-8) während des Richtvorganges phasenversetzt eine sinusförmige Hubbewegung
ausführen und die vorgegebene maximale Durchbiegung (f) über mindestens einen Umlauf
(2 π) aufrechterhalten wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß nach einem Zentrieren das Werkstück schlagartig bis zum Erreichen der vorgegebenen
maximalen Durchbiegung beansprucht wird und diese maximale Durchbiegung ein- oder
mehrmals um die Werkstückachse umläuft und anschließend das Werkstück kurzzeitig entlastet
wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß nach einem Zentrieren das Werkstück mit einer von Null verschiedenen Biegebeanspruchung
beaufschlagt wird und die sich ergebende Durchbiegung um die Werkstückachse umläuft
und beim Umlauf die Durchbiegung fortlaufend gesteigert wird, bis die vorgegebene
maximale Durchbiegung erreicht ist und diese für eine bestimmte Umlaufstrecke gehalten
und anschließend die Durchbiegung bis zur völligen Entlastung des Werkstückes stetig
reduziert wird.
1. An apparatus for straightening the ends (2) of elongate workpieces (1), in particular
pipes, consisting of a holding element (3) for fixing the workpiece (1) and means
for producing a deflection of the axis (11) of the workpiece with at least 3 piston-
cylinder units (I-IV) arranged symmetrically about a common axis (4), the tappets
(5-8) of which units can be moved in a radial direction towards the axis (4), characterised
in that each piston-cylinder unit (I-IV) has a path-dependent and time-dependent control
means and these are connected together such that they perform a sinusoidal lifting
movement out-of-phase with each other during the straightening operation.
2. A method for straightening the ends (2) of elongate workpieces (1), in particular
pipes, in which without rotation of the workpiece (1), about its own axis (11) the
workpiece (1) is deflected in revolving manner beyond its elastic limit using an apparatus
in accordance with Claim 1, characterised in that the tappets (5-8) during the straightening
operation perform a sinusoidal lifting movement out-of-phase and the preset maximum
sag (f) is maintained over at least one complete rotation (2π).
3. A method according to Claim 2, characterised in that after centring the workpiece
is suddenly stressed until the preset maximum sag is reached and this maximum sag
revolves once or several times about the workpiece axis and then the workpiece is
briefly relieved of stress.
4. A method according to Claim 2, characterised in that after centring the workpiece
is acted upon with a bending stress which is other than zero and the resulting sag
rotates about the workpiece axis and the sag is increased continuously during rotation
until the preset maximum sag is reached and this is held for a certain amount of rotation
and then the sag is continuously reduced until the workpiece is completely relieved
of stress.
1. Dispositif pour dresser les extrémités (2) de pièces allongées (1), en particulier
de tubes, comportant un élément de maintien (3) pour fixer la pièce (1) et des moyens
pour engendrer une déviation de l'axe (11) de la pièce à l'aide d'au moins trois vérins
(I-IV) agencés symétriquement autour d'un axe commun (4), dont les poussoirs (5-8)
peuvent être déplacés en direction radiale vers l'axe (4),
caractérisé en ce que chaque vérin (I-IV) présente une commande dépendant du temps
et de la course et ceux-ci sont combinés les uns aux autres, de sorte qu'ils effectuent
ensemble, pendant le processus de dressage, avec un décalage de phase, une course
sinusoïdale.
2. Procédé pour dresser les extrémités (2) de pièces allongées (1), en particulier de
tubes, dans lequel, sans rotation de la pièce (1) autour de son propre axe (11), la
pièce (1) est déviée périphériquement au-delà de sa limite élastique, en utilisant
un dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce que les poussoirs (5-8), pendant le processus de dressage, avec
un décalage de phase, effectuent une course sinusoïdale, et la flexion maximale prédéfinie
(f) est maintenue sur au moins un tour (2 π).
3. Procédé selon la revendication 2,
caractérisé en ce que, après un centrage, la pièce est sollicitée brusquement jusqu'à
atteindre la flexion maximale prédéfinie, et cette flexion maximale tourne une ou
plusieurs fois autour de l'axe de la pièce et, ensuite, la pièce est déchargée instantanément.
4. Procédé selon la revendication 2,
caractérisé en ce que, après un centrage, la pièce est soumise à une sollicitation
en flexion différente de zéro, et la flexion engendrée tourne autour de l'axe de la
pièce et, lors de cette rotation, la flexion est augmentée continuellement, jusqu'à
ce que la flexion maximale prédéfinie soit atteinte, et celle-ci est maintenue sur
une étendue de rotation déterminée et, ensuite, la flexion est réduite, de façon continue,
jusqu'à la décharge complète de la pièce.